Wiesmann-Comeback — Neue Modelle mit neuer Technik und neuen Werkstoffen

Wiesmann-Comeback — Neue Modelle mit neuer Technik und neuen Werkstoffen

Seit Februar 2016 ist die finanzielle Zukunft von Wiesmann durch zwei britische Investoren gesichert. Unter der Führung eines Ex-AMG-Managers wurde die Produktstrategie neu ausgerichtet. Die alten Modelle werden umfassend weiterentwickelt. Und: es bleibt bei BMW-Motoren von der M GmbH.

Der neue Mann an der Spitze des Wiesmann-Managements ist seit 1. Oktober 2016 Mario Spitzner, der bis 2014 bei Mercedes-AMG beschäftigt war. Als neuer Geschäftsführer soll er die Sportwagenmanufaktur wieder in die Erfolgsspur bringen.

Neue Technik, neue Werkstoffe

Bei der Vorstellung der neuen Strategie im Februar 2017 revidierte der neue Wiesmann-Chef die ursprüngliche Planung, die bisherigen Modelle lediglich einer technischen Überarbeitung zu unterziehen. Spitzner: „Unsere neue Produktstrategie und die Erschließung internationaler Märkte erfordern eine tiefgreifende Weiterentwicklung des bisherigen Fahrzeugkonzeptes – angefangen bei der Technik bis hin zu neuen Werkstoffen. Im November letzten Jahres fiel bereits der Startschuss für die komplette Neuentwicklung des zukünftigen Wiesmann Modells. Dabei spielen natürlich die Wiesmann spezifischen Sportwagen-Gene eine zentrale Rolle – und wir werden das charakteristische Wiesmann Design behutsam weiterentwickeln“.

Weiter mit BMW M-Motoren

Eigentlich hätte das neue Wiesmann-Modell bereits Ende 2016 präsentiert werden sollen, jetzt wird es wohl auf einen Termin irgendwann 2017 hinauslaufen. Was die Umstellung von Technik und Werkstoffen bedeutet war lange noch nicht sicher. Bislang bauten die Wiesmann-Modelle auf Antriebstechnik von BMW, einem Stahlchassis und Karosserien aus GFK. Jetzt ist klar, dass auch die neuen Wiesmann-Modelle wieder auf BMW-Power setzen werden. BMW und Wiesmann haben jetzt einen neuen Serienentwicklungs- und Liefervertrag unterschrieben. Die BMW M GmbH wird künftig V8-Motoren an den Sportwagenbauer liefern.

Das Landgericht Münster hatte im Februar 2016 den Widerspruch gegen den Verkauf von Wiesmann an die Brüder Roheen (36) und Sahir Berry (30) abschlägig beschieden und damit Reschtssicherheit geschaffen. Vorausgegangen war die Verkaufs-Zustimmung der Gläubigerversammlung im Dezember, die sich wegen des Widerspruches „einer Einzelperson“ verzögerte.

Angebot von chinesischen Investor sorgte für Verzögerungen

In der Mitteilung der beiden neuen britischen Eigentümer heißt es: „Die Rechtsunsicherheit hat unsere bisherigen Pläne verzögert. Wir freuen uns nun sehr über die finale Bestätigung vom Landgericht. Jetzt ist klar: Es wird wieder Sportwagen aus Dülmener Fertigung geben. Bis dahin geben wir im wahrsten Sinne des Wortes Vollgas. Wir werden alles dafür tun, die verlorene Zeit aufzuholen, um bis Ende 2016 ein neues Fahrzeug vorzustellen“, kommentiert Anita Tatalovic, Geschäftsführerin. Das neue Modell, das nach Medienberichten auf der Wiesmann Spyder-Studie von 2011 aufbauen soll, soll Anfang 2017 auf den Markt kommen.

Bereits vor der Gläubigerversammlung am 2. Dezember 2015 gab es Ärger mit einem chinesischen Investor. Dieser sollte ein höheres Angebot für Wiesmann auf den Tisch gelegt haben. Nach Insiderinformationen standen aber verschiedene große Gläubiger, darunter auch BMW, dem Finanzinvestor Sinfonie Investment skeptisch gegenüber. Das Unternehmen wird von Freeman Shen, der früher bei dem chinesischen Autohersteller Geely für den Aufbau der Marke Volvo in China zuständig war, geleitet.

Berry-Brüder sind seit langem mit Wiesmann geschäftlich in Kontakt

Roheen und Sahir Berry haben neben der „Wiesmann Automotive GmbH“ für „die Konstruktion, Planung, Herstellung und den Vertrieb von Sportwagen, Spezial- und Zubehörteilen, Tuning sowie artverwandte Geschäfte und Durchführungen von Veranstaltungen und Events zum Zwecke der Kundenbindung und Neukundengewinnung“ auch noch die „Wiesmann Immobilien GmbH“ zum Zweck des Haltens und der Verwaltung von Grundstücken, und die „Wiesmann International GmbH“ für die Vermarktung von Lizenzrechten gegründet.

Die Investoren haben das Firmengrundstück, die Markenrechte und die Produktionsfirma aus der Insolvenzmasse von Wiesmann erworben. Für den Ankauf der Namens- und Markenrechte, der Produktionsanlagen und der Wiesmann-Immobilie wurde ein höherer siebenstelliger Betrag vereinbart.

Bei der Neuausrichtung der Automobilmanufaktur arbeiten die Unternehmer eng mit den Unternehmensgründern, den Brüdern Martin und Friedhelm Wiesmann, zusammen. Die Unternehmer und das Unternehmen Wiesmann verbindet eine langjährige Geschäftsbeziehung. Bereits 2012 hatten die Brüder erste Gespräche aufgenommen, in England und Indien Wiesmann-Verkaufsniederlassungen aufzubauen. Aus diesen Gesprächen wuchs der Plan, gemeinsam mit der damaligen Wiesmann GmbH Rechtslenkermodelle zu entwickeln. Nach der Insolvenz der Wiesmann GmbH wurden diese Pläne vorerst auf Eis gelegt. Zusammen entwickelten die Brüder ein tragfähiges Konzept, die Marke am Standort Dülmen wiederzubeleben, und nahmen mit dem Insolvenzverwalter Kontakt auf.

Roheen und Sahir Berry sind weltweit an verschiedenen Unternehmen beteiligt, unter anderem im Bereich Sicherheitstechnologie, Landwirtschaft, Energie, Infrastruktur und Hospitality, vornehmlich in Europa, Asien, Middle-East und Afrika. Sahir Berry ist dazu Gesellschafter des auf Sportwagen und Supersportwagen spezialisierten Unternehmens Sportwagen Performance in Neu-Delhi.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/wiesmann-comeback-gesichert-neuer-sportwagen-2017-762468.html

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McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html

Toyota Brennstoffzellenbus Tokyo Motor Show 2017 — Neuer Bus für Tokyo und Olympia

Toyota zeigt auf der Tokyo Motor Show 2017 einen Bus, der mit Wasserstoff fährt und 2020 abgasfrei bei den Olympischen Spielen fahren soll.

Toyota will 2018 den Brennstoffzellen-Bus Sora auf den Markt bringen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sollen im Großraum Tokio schon 100 Busse mit Wasserstoff fahren. Der „Fuel Cell Bus“ hat auf der 45. Tokyo Motor Show Premiere und fährt mit einer ähnlichen Antriebstechnik wie der Toyota Mirai. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff elektrische Energie. Das Abgas besteht aus Wasserdampf, der Bus fährt also lokal emissionsfrei. Zehn Tanks speichern unter einem Druck von 700 bar insgesamt 600 Liter Wasserstoff. Der Festpolymer-Elektrolyt-Stack erzeugt Wechselstrom für zwei Elektromotoren, die jeweils 113 kW und 335 Newtonmeter leisten.

Platz für 78 Passagiere und 1 Fahrer

Der Bus ist 10,5 Meter lang und 2,49 Meter breit sowie 3,34 Meter hoch. Er bietet neben 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ein Novum für Japan: quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze gab es dort laut Toyota bisher nicht. Die Sitzgelegenheiten klappen hoch, wenn niemand draufsitzt und schaffen so Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.

Beschleunigungs- und Haltekontrolle

Der Bus beobachtet mit acht hochauflösenden Kameras seine Umgebung: Damit kann der Fahrer vor Fahrrädern oder Fußgängern gewarnt werden – autonom fährt der Brennstoffzellenbus nicht. Eine Beschleunigungskontrolle verhindert unsanfte Starts und eine Anfahrtskontrolle hilft über Leitlinien in der Fahrbahn, den Bus korrekt an der Haltestelle zu positionieren. Außerdem verfügt der Bus über ein System mit dem Namen IST Connect, das es möglich macht, Buspulks zu bilden und dem Bus Vorfahrt an Ampeln einräumt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/toyota-brennstoffzellenbus-sora-tokyo-motor-show-2018-olympia-2020-wasserstoff-12756556.html