ZF Dream Car — Auf der CES lernt ein Auto im Schlaf

ZF Dream Car — Auf der CES lernt ein Auto im Schlaf

Zulieferer ZF und der Chiphersteller Nvidia wollen während der CES ein Computergehirn mit Echtzeit-Fahrdaten aus Deutschland füttern. Ein wichtiger Entwicklungsschritt für selbstfahrende Autos.

Vor einem Jahr, im Januar 2017, hat der deutsche Zulieferer ZF eine Partnerschaft mit dem Chip- und Grafikkartenhersteller Nvidia angekündigt. Am selben Ort, auf der CES (Consumer Electronics Show, 9. bis 12. Januar 2018) in Las Vegas zeigt man das erste Resultat dieser Zusammenarbeit in Form eines seriennahen Prototyps.

Wissen sammeln beim Parken

Dabei handelt es sich um eine „ProAI“ genannte Steuerbox, die das Computergehirn des Dream Car – Ausstellungsstück ist. Der Name Dream Car ist dabei wörtlich zu nehmen, denn die Technologie in der Steuerbox soll es ermöglichen, dass die Künstliche Intelligenz im Auto Wissen ansammelt, während es auf dem Messestand parkt.

Parallel wird ein Fahrzeug in Friedrichshafen, der Heimat von ZF am Bodensee, auf eine Tour geschickt und überträgt währenddessen alle relevanten Informationen wie Lenkeinschläge, Dauer und Intensität von Beschleunigungsvorgängen und Bremsmanövern an den Empfänger auf der weit entfernten Messe.

Autonome Autos müssen lernen

Dort träumt das künstliche Gehirn sozusagen von der Fahrt in Deutschland und speichert die Informationen in Echtzeit ab. Die Demonstration ist weit mehr als eine lustige Trockenübung von Computerfreaks.

Der Empfang, die Verarbeitung und die richtige Deutung von Informationen wird in einer Zukunft voller selbstfahrender Autos sehr wichtig sein. Eine sich schnell verbreitende Schwarmintelligenz der vollständig automatisierten Fahrzeuge kann den Computern helfen, Situationen abzuschätzen und – im Idealfall – richtig zu reagieren.

Nur so kann eine Vielzahl von komplexen Verkehrssituationen gesammelt und ausgewertet werden, die Maschinen ebenso lernen müssen wie ein menschlicher Autofahrer.

Das Dream Car ist Teil des „Vision Zero“-Programms von ZF zur Erforschung und Entwicklung von Technologien für eine emissionsfreie, vernetzte und flexible urbane Mobilität. Bereits vorgestellte Beispiele aus diesem Projekt sind die Transaktionsplattform eWallet, mit deren Hilfe Autos Park- oder Mautgebühren selbst bezahlen können und ein umgebauter VW Touran mit Assistenten, die eine Ablenkung des Fahrers und Fehler vermeiden sollen. Damit träumt man als Unternehmen von einer unfallfreien Zukunft.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/zf-dream-car-lernender-computer-prototyp-fuer-schwarmintelligenz-12848513.html

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