Zukunft der Mittelklasse — Alle Infos und Fotos zu A4, 3er, C.Klasse und Co.

Zukunft der Mittelklasse — Alle Infos und Fotos zu A4, 3er, C.Klasse und Co.

Die Mittelklasse erfindet sich gerade mal wieder neu, denn mit einer behutsamen Evolution ist es nicht getan. Der vorgezeichnete Weg zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren erfordert neue Konzepte, und der Trend zum SUV knabbert weiter am klassischen Portfolio.

So rechnet Audi-Chef Rupert Stadler bereits für 2025 mit einem SUV-Anteil von 50 Prozent in seiner Modellpalette, aktuell liegt er hierzu- lande noch bei 25 Prozent. Mit Folgen für das übrige Programm: Der A4 – lange Zeit Bestseller und Umsatzbringer der Marke – verliert an Bedeutung und Stückzahl. In Deutschland belegt er zwar von Januar bis September als erfolgreichster Audi Platz sechs bei den Neuzulassungen, doch speziell im wichtigen China-Markt schwächelt der Absatz.

Neuer Audi A4 kommt mit A8-Touchscreens

Als Hauptproblem gilt das Design, das sich zu wenig vom Vorgänger und von den Schwestermodellen unterscheidet. Abhilfe soll ein umfassendes Facelift schaffen, das allerdings noch bis Juni 2019 auf sich warten lässt. Dabei geht es nicht nur um kosmetische Retuschen im Detail, sondern um einen kraftvolleren, „lauteren“ Auftritt, der teure Änderungen am Blech erfordert. So sind die Radhäuser stärker ausgestellt, die Scheinwerfer deutlich flacher gestaltet und der Frontgrill in die Breite gezogen. Zudem werden die einzelnen Lines optisch klarer differenziert.

Im Cockpit halten analog zum neuen A8 und A7 zwei Touchscreens für Infotainment sowie Klima- und Komfortfunktionen auf der Mittelkonsole Einzug, die den bisherigen MMI-Controller ersetzen. Des Weiteren wird die Antriebspalette sukzessive hybridisiert und auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt, um längeres „Segeln“ (bis 22 km/h) und mehr Rekuperation zu ermöglichen. Und während der S4 3.0 TFSI nach kurzer Homologationspause schon jetzt wieder lieferbar ist, kommt im nächsten Sommer erstmals ein S4 TDI mit V6-Biturbodiesel und rund 350 PS hinzu.

Der Modulare Längsbaukasten für Verbrennungsmotoren bleibt auch über den nächsten Modellwechsel hinaus (2022/23) erhalten, weil klassische Bauformen und Antriebsarten in vielen Märkten weiter dominieren. Nur die ganz Großen wie der VW-Konzern können sich parallel dazu eine völlig eigenständige Elektro-Plattform wie den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) leisten, den auch Audi für seine neue e-tron-Familie nutzt. So wird der A4 keine zusätzliche Elektrovariante, sondern ab 2019 einen weiteren hausinternen Rivalen neben A5 und Q5 bekommen – den außen nur wenig größeren, aber wegen des platzsparenden Antriebs innen deutlich geräumigeren e-tron Sportback.

BMW 3er wird leichter und wächst

Auch BMW baut seine i-Palette weiter aus, setzt dagegen auf eine gemeinsame Cluster-Architektur (CLAR) für alle Antriebsarten und Baureihen mit Hinterrad- oder davon abgeleitetem Allradantrieb. Laut Firmenchef Harald Krüger soll künftig jede Baureihe auch rein elektrisch fahren können, den Anfang macht 2020 der X3. Ein Jahr später kommt dann der i4 mit zwei E-Motoren, Allradantrieb und -lenkung, Torque Vectoring und teilaktiver Radaufhängung wie in der IAA-Studie Vision Dynamics. Statt einer teuren Carbonstruktur nutzt der Stromer jedoch die weiterentwickelte CLAR-Basis mit gewichtsoptimierten Werkstoffen zur Kompensation der schweren Batterien.

Beim nächsten 3er dürfte die reine E-Variante auf den meisten Märkten eine Randerscheinung bleiben, denn für 2025 erwartet BMW nur noch eine E-Auto-Quote von 20 statt der einst avisierten 25 Prozent. Damit auch bei den konventionellen Modellen Verbrauch und Emissionen spürbar sinken, wird die Anfang 2019 mit der Limousine startende siebte Generation um rund 40 kg leichter und mit feingetunten Turbomotoren ausgerüstet – Stichwort Elektrifizierung und 48-Volt-Mildhybrid. Trotz der um sechs Zentimeter gewachsenen Länge soll auch die Fahrdynamik von der Diät profitieren.

Ab 2021 kommt die neue Mercedes C-Klasse

Obwohl Mercedes erst sechs Jahre nach BMW (2019) eine separate Elektrosparte an den Start bringt, verfolgt die Marke eine ähnliche Strategie. Die EQ-Modelle nutzen einzelne Komponenten aus dem großen Technikbaukasten des Konzerns, sind aber ansonsten völlig eigenständig. Schließlich erlaubt der kleinere E-Antrieb ein besseres Package, das der rund 4,70 m langen EQ Limousine im Format der C- das Raumvolumen einer E-Klasse beschert. Doch während sich das Design dauerhaft von dem des traditionellen Portfolios unterscheidet, werden die Plattformen für Verbrenner und E-Autos ab 2025 sukzessive zusammengeführt.

Die nächste C-Klasse (W 206, ab Anfang 2021) nutzt jedoch über ihre gesamte Laufzeit den MRA-II-Baukasten, bleibt auch in Format und Design der bisherigen Linie treu. Allerdings kommen weitere Ableger hin- zu, zumindest ein Kombi im Offroad-Look namens All-Terrain sowie das viertürige Coupé CLC im Stil des größeren CLS sind gesetzt. Die gerade erst vorgestellten Vier- und Sechszylinder (Benziner und Diesel, auch als Plug-in-Hybrid) bieten noch viel Potenzial, während eine reine E-Variante nicht zur Diskussion steht.

VW entwickelt den Passat weiter – Alfa kommt mit Giulia-Kombi

Selbst jenseits des deutschen Premium-Trios stellt sich die Mittelklasse neu auf. Nach den Erschütterungen des Dieselskandals ist der VW-Konzern voll auf die Elektromobilität eingeschwenkt, fährt aber noch auf lange Sicht zweigleisig. Denn neben der rein elektrischen, optisch futuristischen I.D.-Familie, zu der ab 2021 auch die Fließheck-Limousine Lounge gehört, werden die klassischen Modelle wie der Passat weiterentwickelt und hybridisiert; der nächste Schritt kommt zum Facelift im Herbst 2018.

Ähnlich geht Skoda beim Vision E vor, der zwar mit 4,65 m Länge auf Octavia-Niveau liegt, aber als coupéartiger Elektro-Crossover völlig neue Kunden anspricht. Während Alfa Romeo und Volvo weiterhin fest an die Zukunft von Limousinen und Kombis glauben, stellt man bei Toyota den fertig entwickelten Avensis-Nachfolger grundsätzlich infrage und überlegt, stattdessen nur noch einen Crossover anzubieten. Es bleibt also spannend, denn mit Mittelmaß kann man in der Mittelklasse längst keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mittelklasse-zukunft-von-audi-a4-bmw-3er-mercedes-c-klasse-10216992.html

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Kahn Design Flying Huntsman 6×6 Soft-Top — Defender mal sechs auch ohne Dach

Der britische Tuner Kahn hat für den Autosalon Genf 2015 einen 6×6-Land Rover Defender entworfen. Saftig: Als Antrieb dient ein 6,2-Liter-V8 mit 430 PS. 2018 soll eine Soft-Top-Version folgen.

Die Kahn-Design-Umbauten des Land Rover Defender sind inzwischen fast schon legendär, mit allerlei Karosserie-Applikationen verpasst der britische Tuner dem kultigen Geländewagen eine abgefahrene Endzeit-Optik. Auf Basis des „Flying Huntsman“-Modells stellte Kahn auf dem Autosalon in Genf 2015 eine 6×6-Variante vor.

Der bereits bekannte Flying Huntsman-Defender von Kahn zeichnet sich neben den Änderungen an der Karosserie mit aufgesetzten Show-Planken, neuer Front und abgeänderter Motorhaube vor allem durch sein Antriebs-Aggregat aus: unter der Haube bollert ein 6,2-Liter V8 von General Motors, der es auf lustige 430 PS bringt.

Diesen Flying Huntsman hat Kahn gehörig verlängert, verbreitert und zum 6×6-Dreiachser aufgepumpt. Der Hintergedanke ist unschwer zu erkennen – die hervorragenden Geschäfte von Mercedes mit dem G 63 AMG 6×6 würde auch Kahn Design gerne machen, potentielle Kunden mit viel Geld und einem Faible für den extrovertierten Auftritt gibt es augenscheinlich reichlich. Daher stockt Kahn sein Angebot weiter auf. Mit Blick auf den Maybach G 650 Landaulet wird der Huntsman 6×6 auch in einer Soft-Top-Version als Landaulet aufgelegt. Die soll in Genf 2018 präsentiert werden. Die Technik wird vom normalen Flying Huntsman 6×6 übernommen.

Flying Huntsman 6×6 ist sechs Meter lang

Der Flying Huntsman 6×6 wurde nicht nur nach hinten verlängert. Der vordere Teil des Rahmens wurde um 40 Zentimeter gestretcht, was eine extravagant lange Motorhaube zur Folge hat. Im Heckbereich gab es eine Verlängerung um 80 Zentimeter, was den Kahn-Design-Defender auf respektable sechs Meter Länge anschwellen lässt. Damit nicht genug wurden Rahmen und Karosserie zusätzlich um 15 Zentimeter verbreitert, was in einer deutlich verbreiterten Hecktür und einem dritten Scheibenwischer für die stärker geneigte Frontscheibe resultiert.

Alle drei Achsen des Flying Huntsman 6×6 sind angetrieben und jeweils mit einer Differentialsperre bestückt. Zusätzliche Passagiere zu den beiden vorne sitzenden sollen durch die verlängerten Türen leidlich bequem einsteigen können, der Flying Huntsman 6×6 basiert auf dem dreitürigen Land Rover Defender Defender 110 Hardtop ohne zusätzlichen hinteren Einstieg. Bremsanlage und Fahrwerk wurden entsprechend verbessert und verstärkt. Ein Sechsgang-Automatikgetriebe ersetzt die serienmäßige Handschaltung.

Eine Serienfertigung des Defender Flying Huntsman 6×6 hält Kahn Design bei entsprechender Nachfrage für problemlos möglich und verspricht zusätzlich, den Flying Huntsman 6×6 bei Bedarf in verschiedenen gepanzerten Varianten bis hin zur Schutzklasse B7 anbieten zu können.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/kahn-design-flying-huntsman-110-wb-6×6-concept-defender-mal-sechs-auch-ohne-dach-9299312.html

Detroit Motor Show 2018 — Highlights der US-Automesse

Vom 13. bis zum 28. Januar startet in Detroit das Autojahr 2018 mit der North American International Auto Show (NAIAS). Erwartet werden zahlreiche US-Debüts sowie einige Weltpremieren. Wir haben sie alle.

Auch wenn die L.A. Autoshow im November schon zahlreiche Premieren abgefeiert hat, hält die North American International Autoshow (NAIAS) noch zahlreiche leckere Weltpremieren bereit. Zwei Wochen lang wird die Motor City Detroit wieder zum automobilen Nabel der Welt, wenn im Cobo Center die Detroit Motor Show läuft.

Das neue Mercedes G-Modell

Die Mercedes G-Klasse gehört zu den absoluten Urgesteinen der Geländewagenszene. Nach fast 40 Jahren bahnt sich in Detroit nach unendlich vielen Evolutionen nun endlich die Revolution an. Die neue Mercedes G-Klasse erfindet sich komplett neu, ohne ihre Tradition zu verleugnen. VW bereichert die Show mit dem neuen Jetta. Auf dem alten Kontinent eher verschmäht, soll der neue Jetta als kleiner Arteon an seine Verkaufserfolge auf dem US-Markt anknüpfen.

Verkaufserfolge feiert auch der Ram 1500 am laufenden Band. Damit das so bleibt zeigt sich der Pickup in aufgefrischter Form auf der NAIAS. Lexus wird mit der Studie LF-1 Limitless einen Ausblick auf ein großes SUV-Coupé geben. Toyota wird den neuen Avalon zeigen und Hyundai könnte in Detroit die nächste Generation des Veloster enthüllen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/detroit-motor-show-2018-highlights-der-us-automesse-774767.html