Erste Fahrt: Nissan Micra 1.0 Liter

Nissan Micra 1.0 Liter im Fahrbericht

Um die Basis erweitert

Mitte März diesen Jahres präsentierte Nissan seinen Kleinsten in der Flotte, den Micra bereits in der 5. Generation. Das bis dahin mehr als 30 Jahre auf dem Markt existierende B-Segment Fahrzeug des japanischen Herstellers verkaufte sich über 650.000 mal in vier Generationen. Hauptabnehmer ist der deutsche Markt, wo er perfekt als Stadtflitzer für Privat- und Geschäftskunden im mittelständigen Bereich dient. Mit seinem Marktstart 2017 präsentierte sich der Micra mit überarbeitetem Außen- und Innendesign, geänderten Abmessungen, neuem Infotainment und Sound-System, neuen Fahrwerksabstimmungen und den Motoren 0,9 Liter Turbobenziner, sowie 1,5 Liter Diesel. Zusätzliches Versprechen der Japaner war ein Basisaggregat, das sich ein großes Stück vom Kuchen des Kleinwagen-Segments abschneiden soll. Ab sofort bietet Nissan seinen Micra mit dem 1.0 Liter Benziner und der Ausstattung „VISA“ zum Startpreis von 12.990 Euro in seinen Autohäusern an.

Wettbewerbsfähiger Motor

Aufgabenstellung eines jeden Kleinwagen: er muss besonders wendig und agil sein mit jeder Menge Platz für Passagiere und Gepäck. Ein Schuss pfiffige Funktionalität und ein ansprechendes Design sollte der Wagen auch noch haben. Genau diese Eigenschaften haben die Ingenieure des Automobilherstellers Nissan umgesetzt, um den Micra seit seiner Markteinführung wettbewerbsfähig zu machen. Zur 5. Generation macht der Kleine einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Das markante Frontdesign mit dem Nissan bekannten Kühlergrill, der konturierten Motorhaube und den bumerangförmigen Leuchten mit LED-Tagfahrlicht vermitteln ein selbstbewusstes Auftreten. Der geänderte Stoßfänger am Heck demonstriert ebenfalls eine souveräne Performance. Die sportliche Note bekommt der Micra durch seinen Dachspoiler. Als genereller Fünftürer versteckt er seine Türgriffe hinten sehr galant. Das Gesamtpaket macht ihn seit seiner Markteinführung zum kleinen Eroberer, wie uns die Verantwortlichen bei der Nissan Center Europe GmbH versicherten. Einen großen Teil seiner Käufer konnte der Micra von Fremdmarken generieren. Von den Fahreigenschaften des Basismotors sowie dem neuen Design konnten wir uns Anfang September kurz vor der Internationalen Automobil Ausstellung 2017 rund um der französische Hauptstadt Paris einen ersten Eindruck verschaffen.

Rund um Paris mit dem Nissan Micra.

Dreizylinder in Allianz

Der Dreizylinder, der anders als der bestehende 0,9 Liter Motor ohne Turbolader auskommt, ist zwar neu für den kleinen Japaner, aber nicht unbekannt im Konzern bzw. bei den Kooperationspartnern. In der Allianz dient das Aggregat bereits im Smart fortwo und forfour sowie im Dacia Sandero. Der Sauger kommt mit einer Nennleistung von 52 kW (71 PS) bei 6.300 Umdrehungen daher und bringt 95 Newtonmeter bei 3.500 Umdrehungen auf die Kurbelwelle. In Kombination mit seinem präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitenden Fünf-Gang-Schaltgetriebe klingt der Motor knurrig, was gerade in den höheren Drehzahlen generell die Lautstärke anwachsen lässt. Dies liegt aber in der Natur der Sache und sollte denjenigen nicht stören, der sich bewußt für eine solche Motorisierung entscheidet. Durch die Vororte von Paris bringt uns der Micra unspektakulär. aber sicher von einem Zielpunkt des Navigationsgerätes zum anderen. Die in dieser Gegend vorherrschenden Unebenheiten der Straßen steckt er verhältnismäßig beherrscht weg. Hier kommen die Änderungen und Verbesserungen der Fahrwerksabstimmungen zum Tragen. Längere Autobahnstrecken und schnellere Landstraßenpassagen würden wir mit dem Micra nicht empfehlen, denn der Geräuschpegel wird nach einiger Zeit unangenehm. Wie auch schon beim knurrigen Motor erwähnt, sind diese Kleinwagen nicht für beispielsweise Außendienstmitarbeiter konzipiert. Der Micra findet sein Klientel im Stadtverkehr. Das 1.0 Liter Aggregat arbeitet leider ohne Start-Stopp-System, erzielt aber dennoch beachtlich gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 Litern. Dabei spricht der damit verbundene Kohlendioxidwert von 103 Gramm pro Kilometer für sich. Wie seine bereits auf dem Markt erhältlichen 0,9 Liter Benzin- und 1,5 Liter Diesel-Motoren erfüllt auch der 1,0 Liter Benziner die Abgasnorm von 6b.

Fahrzeug für jede Freizeitgestaltung.

Nicht nur für Downsizer, sondern auch für Fahreinsteiger gedacht, möchte Nissan die Bedürfnisse seiner Kunden mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, dem neuen Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Nissan Connect“ und dem BOSE Personal® Premium Audiosystem gerecht werden. Hinzu kommen zwei zusätzlich überarbeitete und ansprechende Interieurs in Bi-Color mit Klavierlack-Applikationen in verschiedenen Farben und ein Sportlenkrad.

Starker Auftritt. nicht nur am Namenszug.

Einstieg unter 13.000 Euro

Die Ausstattungsvariante „Visia“ dient allen Motorisierungen als Basis, so auch dem 1.0 Liter Sauger. Die Liste der Features ist lang und erfüllt den Anspruch an ein“komplettes“ Auto. Seinen Einstieg startet der Micra bei 12.990 Euro. Was bei den vorangegangenen Motorisierungen bei den technisch aufwendigen „N-Connecta“ und der luxuriösen „Tekna“ Variante gipfelte, endet bei dem Einstiegaggregat bereits bei der Ausstattungslinie „Acenta“. Die Aufpreispolitik von Nissan liegt auf einem moderaten Level. Von der Ausstattungsversion „Visia“ zu „Visia Plus“ erheben die Japaner einen Aufpreis von 1.600 Euro. Die nächste Stufe zur Variante „Acenta“ ist mit 1.400 Euro zu erwerben. Um eine Individualisierung zu gewährleisten, bietet Nissan einige Sonderpakete an, die das Fahrzeug aufwerten.

Dienst als Downgrade oder Zweitwagen.
  1. Fazit: Nissan bietet seinen Kunden auch mit der 5. Generation des Micra ein im Trend liegendes Stadtauto an. Sowohl das Außendesign als auch die Funktionalität und erst recht seine Technik unter der Haube machen den kleinen Japaner zu einer der ersten Kaufoptionen.
Dreizylinder mit Zug am Gas.

Das motorseitige Update des Nissan Micra ist die gelungene Alternative für einen Kleinwagen. Ein MUSS als Downgrade nach dem Job oder Zweitwagen für die Familie. 

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Test: Nissan X-Trail

Seit 2014 fährt der Nissan X-Trail in der 3. Generation für den japanischen Autohersteller und dies als meistverkauftes Fahrzeug der Marke überhaupt. Zur Modellpflege 2017 bietet Nissan einen neuen Powerdiesel mit 2 Liter Hubraum zur Ergänzung des 1.6 Liter Diesel. Als zusätzliches Kaufargument soll darüber hinaus die Ausstattungslinie „N-Connecta“ dienen, um den SUV weiter auf Dauerbrennerkurs zu halten. Der X-Trail passt sich damit den Wünschen seiner Kunden an. Diese wollen außer einem geländefähigen SUV ein umfangreiches Sicherheitspaket und Komfortausstattung. Bestehen bleibt der seit 2014 auf den Markt gebrachte Mainstream Look, der die Ecken und Kanten der 2. Generation abgelöst hatte. Mit seinem Lifestyle-Charme und drei Motorisierungen startet er ins Modelljahr 2018 durch. Den Einstieg findet der X-Trail bei einem Preis von 24.990 Euro.

Testbericht: Nissan X-Trail 2.0 dCi N-Connecta Xtronic

On- und Off-Road-Mix aus Japan
Nissan X-Trail 2.0-Liter Diesel.

Die Front des sportlichen Kompakt SUVs prägen Stilelemente der aktuellen Murano und Qashqai Modelle. Damit findet Nissan eine Konzernsprache, die zumindest die Crossover Familie einheitlich auftreten lässt. Breit zu den Seiten hochgezogene Schürzen fassen den chrombesetzten Kühlergrill ein, der wiederum das Markenlogo prominent zur Schau trägt. Die seitlichen Enden der Frontscheinwerfer setzten sich in einer geschwungenen Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig bei den Heckleuchten wieder aufsteigen. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt. Die Dachreling ist fest mit dem Dach verbunden. Das verbessert die Aerodynamik. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,82 Meter Breite und 1,73 Meter Höhe größer dimensioniert im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Die optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (5,8 Liter im Normtest mit 19’’ Rädern) und Abgasemission (152 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) trotz seines Xtronic-CVT-Automatikgetriebes positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht ganz, dafür haben wir gerade durch das Automatikgetriebe viel Spaß an der Performance des X-Trail. Selbst im Gelände macht das frontangetriebene Fahrzeug eine erstaunlich gute Figur und meistert den einen oder anderen unbefestigten Weg. Der ausschließlich als Fünf- und Siebensitzer erhältliche X-Trail ist in der Stadt gleichermaßen bequem unterwegs, obwohl sein Wendekreis sich manchmal als hinderlich erweist. Auf längeren Autobahnstrecken bietet der Japaner zwar einen guten Sitzkomfort, jedoch fallen uns die Innenraumgeräusche unangenehm auf.

Kann auch zur Jagd ausgeführt werden.

Cockpit einfach strukturiert

Das sich selbst erklärende Cockpit gefällt bereits beim ersten Einsteigen. Alle Instrumente, die das Fahrzeug betreffen, sowie das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende Navigationssystem mit Smartphone-Anbindung bieten nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Information. Zudem leistet das Nissan Connect System Zugriff auf die Applikationen des jeweiligen benutzten Smartphones. Die sehr gut zugeschnittenen Vordersitze wirken nicht nur ergonomisch durchgestylt, sondern geben Halt in jeder Fahrsituation. In Sachen Flexibilität liegt der X-Trail deutlich über dem Trend seiner Mitbewerber. Durch den Klappmechanismus für die Rücksitzbank wächst das Laderaumvolumen von 565 Liter auf angemessene 1.996 Liter.

Schlicht, einfach und doch voller Informationen.

Kleiner Diesel mit viel Drehmoment

Eine gehörige Portion Fahrspaß vermittelt der von uns getestete neue 177-PS-Diesel. Denn mit einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen agiert das Aggregat durchzugsstark. Bei einer Beschleunigung ab 100 km/h indessen wirkt der X-Trail ein wenig schwerfällig. Kombiniert mit dem komfortabel abgestuften Xtronic-CVT-Automatikgetriebe lässt sich der SUV aus Japan effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr steuern. Seine Lenkung ist spursicher ausgelegt, so dass in der Stadt ein sehr entspanntes Einparken in Verbindung mit seiner Rückfahr- und 360-Grad-Kamera möglich ist.

2.0 Liter Diesel mal ganz überzeugend.

N-Connecta steht für Konnektivität

Die Fahrerassistenzsysteme, die wir bereits aus dem neuen Qashqai kennen, finden wir auch im X-Trail wieder. Die japanischen Ingenieure konfigurierten bereits ab dem Basismodell  „VISIA“ ein stark verbessertes ESP-System mit Berganfahrhilfe, das Fahrerassistenz-Paket bestehend aus autonomen Notbrems-Assistent, Spurhalte-Assistent und Verkehrszeichenerkennung, LED-Tagfahrlicht, einer elektronischen Parkbremse und Einparkhilfe vorn und hinten. Zum Einsatz kommen in der von Grund auf neu aufgelegten Version „N-CONNECTA“ unter anderem das NissanConnect System inkl. Round View Monitor für 360 Grad Rundumsicht. Lieferumfang ist hier das Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Touch-Farbdisplay inkl. 3 Jahre kostenloser Kartenaktualisierung, USB-Schnittstelle, Rückfahrkamera und Smartphone Integration. Zusätzlich schnürt Nissan für die neue Ausstattungsline das Style-Paket, tertiär aus 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und Bereifung, einer elektrisch öffnend und schliessenden Heckklappe und dem Intelligent Key mit Start-/Stopp-Knopf.

Dick bereift mit 19 Zoll Rädern.

SUV zu kleinen Preisen

Der X-Trail, den es sowohl als Fronttriebler als auch mit 4 x 4 Allradantrieb gibt, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bietet Nissan einen 1.6-Liter Benziner mit 163 PS. Die Dieselmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.6 dCi sowohl als frontgetriebenes als auch 4 x 4 angetriebenes Aggregat mit der Leistungsstufe 96 kW (130 PS) und einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf. Der Basispreis beträgt hier 32.630 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den fünf Ausstattungslinien VISIA, ACENTA, N-CONNECTA, N-VISION und TEKNA sind moderat gehalten, dabei verführen sie in erster Linie immer zur nächst höheren Ausstattungslinie.

SUV mit viel Potential.

Fazit: Alles in allem trifft den X-Trail eher die Bezeichnung „geländegängiger SUV“, als „Kompakt-SUV“. Zusätzlich sind die Synergien zwischen Raumangebot, Fahrdynamik und nettem Lifestyle Look sehr gut gelungen.

Motor und Getriebe

Nissan

X-Trail 2.0 dCi N-Connecta

Motor Diesel
Hubraum 1.995 ccm³
Leistung 177 PS @ 3.750 U/min
Kraft 380 Nm @ 2.000 U/min
Getriebe Xtronic-CVT-Automatikgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 4.690, 1.830, 1.730   mm
Radstand 2.705 mm
Leergewicht 1.823 kg
Wendekreis 11,2 m
Höchstgeschwindigkeit 199 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,6 sec
Normverbrauch 5.8 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.8 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH)

Aktuelle Suchanfragen:

Testfahrt im Nissan Serena, in Tokyo

In Japan hat sich der Trend zu den SUVs noch nicht so übermächtig durchgesetzt wie im Rest der Welt, zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man die Vielzahl an großen und kleinen Vans im Stadtbild von Tokyo sieht. Wobei es für die „kleinen Vans“ einen guten Grund gibt. Die so genannten Kei-Cars dürfen maximal 3,39 Meter lang und nur 1.48 Meter breit sein – und zudem maximal 0.67 Liter Hubraum haben. Dass man bei diesen Beschränkungen natürlich in die Höhe geht und auch die Fensterflächen maximal steil hält, ist logisch. Kei-Cars sind in Japan begünstigt in der Steuer und man muss, anders als bei anderen Fahrzeug-Kategorien, keinen Parkplatz für das Auto nachweisen, bevor man es zulassen kann. Doch neben den ganz speziellen Kei-Cars sieht man in Japan auch den klassischen Van im Straßenbild. Einen Vertreter dieser klassischen Spezies konnte ich während meiner Reise nach Tokyo testen.

NISSAN SERENA – Testfahrt in Tokyo

Von Handschuhen und freundlichen Maut-Kassierern

Der Nissan Serena ist in der Top-Ten Liste der am häufigsten in Japan verkauften Fahrzeuge auf Platz 6. Und nein, diese Liste ist nicht nur für Vans – alles PKWs in Japan sind darin gelistet. Alleine daran sieht man, welchen Stellenwert der VAN in Japan hat. Mit 4.75 Metern ist der Serena von überschaubarer Länge und ähnlich wie die KEI-CAR Klasse ist er vor allem recht hoch und eher schmal. Die knapp 1.90 Meter Höhe und die nicht einmal 1.75 Meter Breite lassen dem SERENA eine KEI-CAR ähnliche Optik angedeihen – die Vorteile kassieren die Insassen. Die lichte Höhe im Innenraum und der klassische -VAN-Aufbau passen gut zusammen. Der SERENA wird so zu einer fahrenden Lounge.

Den Nerz nach innen tragen

Bei den Motoren macht es Nissan seinen Kunden leicht. Es gibt nur einen Motor für den SERENA, einen 2.0 Liter Vierzylinder mit Direkt-Einspritzung. Bei einem allgemeinen Tempolimit von 100 km/h in Japan eine nachvollziehbare Entscheidung. Und auch beim Getriebe ist die Wahl eher eingeschränkt. Ein stufenloses Automatikgetriebe ist an Bord. Einzig bei der Frage nach Front- oder Allradantrieb lässt sich eine Entscheidung treffen. Viel größer ist die Wahl bei den Ausstattungslinien des SERENA. Von der Basis-Version für 2.435.400 Yen bis hin zum „Highway-Star“ mit angeschärfter Optik und loungiger Innenraumausstattung für 3.72 Millionen Yen ist vieles möglich. Diese Konzentration auf „Optik“ und innere Werte, abseits von Motoren und Getrieben, zeigt den Fokus des SERENA gut auf.

Der SERENA ist ein Reise-Van, oder ein Familien-Van, ein Auto mit komfortablem Platzangebot für bis zu sieben Personen – wobei 6 Personen durchaus sehr gemütlich Platz finden. Noch besser haben es nur Fahrer und Beifahrer, die in Reihe eins so richtig bequemes Lounge-Gestühl bekommen. Die Tour durch Tokyo startet ungewohnt. Rechts sitzend. Noch merkwürdiger, auch Blinkerhebel und Wischerhebel sind vertauscht – was dazu führt, bei einsetzendem Regen zu blinken und beim Abbiegen den Wischer einzuschalten.

Die Werbung für den Nissan Serena zeigt, für wen der Van gedacht ist.

Auto fahren in Tokyo

Was sich erst einmal nach einem Harakiri-Kommando anhört; Auto fahren in einer fremden Millionenmetropole, auf der falschen Seite, mit nicht lesbaren Verkehrsschildern, entpuppt sich schnell als Sonntagsausflug. Tokyo ist nicht nur unter den Top 10 der teuersten Städte der Welt, mit 15.000 Einwohnern je Quadrat-Kilometern gehört Toyko auch zu den am dicht besiedelsten Städten der Welt. Bevor jeder Amok läuft, bleibt man einfach höflich. Hält Abstand, ist freundlich und zurückhaltend. Und genau das spürt man auch im Verkehr. Niemand hupt. Niemand drängelt. Aggressives Auto fahren wie man es aus Städten wie Rom oder Barcelona kennt, ist dem Tokyoter fremd. Das hilft beim ersten Ausflug mit dem SERENA. Und selbst als der dt. Blogger am SERENA auf die mautpflichtige Schnellstraße auffahren will, an der Mautstation aber die Kreditkarte nicht schnell genug zücken kann, zudem in der falschen Spur steht, nämlich in der für Autofahrer mit kontaktlosem Bezahlsystem und nicht in der Spur für Autofahrer, die bezahlen müssen, sich hinter ihm schnell eine lange Schlange bildet, hupt niemand. Der Kassierer im Mautstellen-Häuschen deutet höflich auf das Schild mit den 1.300 Yen – und wartet bis Habby – im Schweiße gebadet – sein Bargeld gezückt hat.

Autos wie der SERENA passen perfekt zum ruhigen Wesen der Tokyoter. Seine CVT lässt den Benziner milde vor sich hin brummelnd im unteren Drehzahlbereich werkeln. Die Übersicht von der erhabenen Sitzposition im hohen Van ist ideal, um auch „Langnasen“ eine Chance zu geben, den Überblick nicht zu verlieren. Dank des „Nissan ProPilot“ Systems kann man zwischen 30 und 100 km/h auf einen Assistenten vertrauen, der Abstand und Fahrspur im Blick behält. Dieses Assistenzsystem war ja eigentlich der Grund für den Ausflug im Serena. Denn im neuen NISSAN LEAF wird dieses System 2018 auch nach Deutschland kommen.

Nicht nur in tristem Schwarz erhältlich.

Tokyo, der Serena und Habby

Eigentlich war es ja der Nissan Leaf 2018, der Habby nach Tokyo trieb. Und eigentlich war der SERENA ja nur dazu gedacht, das Nissan ProPilot System einmal zu testen, am Ende war aber gerade die Fahrt mit dem SERENA, durch Tokio genau das, was mich am meisten beeindruckt hat. Und dass man bei uns kaum noch Vans kauft? Nun – eigentlich ist es nicht zu verstehen – und nicht nur bei dem Thema „Gelassenheit“ im Straßenverkehr und im Umgang miteinander würde ich mir mal ein wenig mehr „Japan-Style“ für uns Europäer wünschen. Auch die Vans, Mensch, die waren praktisch und bequem – warum genau haben wir uns von diesen Vans verabschiedet?

Und was war nun mit den Handschuhen? 

Ich dachte, es wäre ein lustiger Gag, wenn ich Handschuhe zur Testfahrt mit dem Serena anziehe, denn am Vortag sind wir mit zwei Taxen in Tokio gefahren, und beide Taxifahrer hatten Handschuhe an. (Von den sonstigen kulturellen Unterschieden zu (z.Bsp. Berliner) Taxen will ich gar nicht erst anfangen.) Auf jeden Fall waren eigentlich diese Handschuhe dafür verantwortlich, dass es an der Maut-Station schon fast chaotisch zuging. Aber das wiederum demonstrierte mir die Ruhe und Höflichkeit der Japaner.

Einpacken für die Langstrecke: Der neue e-NV200 mit 40kWh Akku

Mit dem e-NV200 hat Nissan seit ein paar Jahren einen praktischen Transporter im Programm, der sowohl mit Laderaum als auch mit Platz für bis zu 7 Mitfahrer aufwarten kann. Auf dem Nissan Futures 3.0 Event in Oslo hat Nissan nun ein wichtiges technisches Update für die Kombination aus Van und Transporter vorgestellt. Mit einem 40 kWh Akku kann der e-Transporter nun, nach NEFZ, Reichweiten von bis zu 280 Kilometer zurücklegen. 

„Mit seiner größeren Reichweite und den ausgezeichneten Ladekapazitäten ist der neue e-NV200 mit 40-kWh-Batterie die perfekte Transportlösung im städtischen Lieferverkehr“, erklärt Gareth Dunsmore, Direktor Elektrofahrzeuge bei Nissan in Europa. „In Anbetracht der großen Auswirkungen, die Paketdienste und gewerbliche Fahrer auf die Luftqualität und Verkehrssituation insbesondere in Städten haben, leistet die Verringerung der von ihnen verursachten CO2-Emissionen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.“

Der Nissan e-NV200 mit 40-kWh-Batterie lässt sich ab dem Jahresende als Kastenwagen, Kombi oder Evalia bestellen, der Marktstart in Europa ist für April 2018 vorgesehen.

Nissan lädt nach – der neue Leaf mit mehr Reichweite und halb autonom unterwegs

Nissan geht mit dem Leaf in die zweite Runde. Das aktuell weltweit meistverkaufte E-Auto bringt jetzt mehr Reichweite auf die Straße und soll sich dort halb autonom bewegen können. Zudem wurde die Karosserie windschlüpfiger geformt. Zwei neue Assistenten, das e-Pedal und der ProPilot, ebnen den Weg für noch mehr Effizienz und Bequemlichkeit beim elektrischen Fahren.

Mit der markanten Seitenlinie, die den unteren Teil der Karosserie deutlich betont, erinnert der neue Leaf wieder klar an das IDS Concept Car, das auf der Tokio Motor Show 2015 vorgestellt wurde. Die blau schimmernde 3D-Gitterstruktur im V-förmigen Markengrill ist als Erkennungszeichen für das Elektroauto konzipiert. Die tief liegende Motorhaube verschmilzt förmlich mit der Windschutzscheibe und fließt ins Dach. Schon optisch deutet sich hier über die Aero-Design-Räder ein erstklassiger Luftwiderstandbeiwert an. Die 0,28 sind top. Im Fahrgastraum fokussiert sich alles auf ein übersichtlich aufgebautes Informationsdisplay. Nissan verzichtet auf ablenkende Designelemente und betont Übersichtlichkeit und Funktionalität. Blaue Steppnähte, als Markenzeichen der Nissan- Elektrofahrzeuge, zieren Sitze, Türverkleidung, Armstützen und Lenkrad ebenso wie der blaue Schimmer den Startknopf und Schaltknauf.

Herzstück des elektrischen fünfsitzigen Kompakten ist die von 10 auf 40 kWh vergrößerte Lithium-Ionen-Batterie. Ihre Größe verändert sich nicht, wohl aber die Energiedichte, die um 67 Prozent erhöht wurde. Die Reichweite wurde von 250 Kilometer auf 378 Kilometer gesteigert, in der Spitze fährt der Leaf jetzt 144 km/h. Für das Laden an der Haushaltssteckdose lässt sich der Stromer 16 Stunden Zeit, an einer 22 kW-Ladestation zapft er acht Stunden lang. Fürs Schnellladen auf 80 Prozent veranschlagt Nissan nur 40 Minuten. Der Ladevorgang lässt sich über eine App überwachen und steuern. Per App wird auch der Innenraum vorklimatisiert. Wie schon der Vorgänger, kann auch der neue Leaf gespeicherte Energie wieder an das Stromnetz abgeben.
Der Elektromotor fällt mit 110 kW/150 PS deutlich kräftiger aus – das bisherige Triebwerk kam auf 80 kW/109 PS. Mit 320 Nm Drehmoment sind 26 Prozent mehr als bisher verfügbar. Das optimiert das Beschleunigungsverhalten. Im Idealfall kann und soll der Fahrer den Leaf mit ein und demselben Pedal starten, beschleunigen, abbremsen und stoppen. Dieses sogenannten One-Pedal-Driving bremst das Fahrzeug bereits beim Loslassen des rechten Pedals, ohne dass die Bremse getreten werden muss. Auch wenn bestimmte Verkehrssituationen immer das Bremspedal erfordern, kann der Fahrer in der Theorie mit dem e-Pedal mehr als 90 Prozent der Fahrtzeit unterwegs sein. Assistiert der ProPilot, hält der Leaf automatisch das vorgegebene Tempo, den Abstand zum Vorderfahrzeug oder die Spur. Wenn nötig, bremst er bis zum Stillstand ab. Außerdem kann der Leaf über den Pro Pilot Park auf Knopfdruck selbständig einparken.

Bestellbar ist der neue Nissan Leaf ab Oktober 2017 in der Basisausstattung „Visia“ für mindestens 31.950 Euro inklusive Batterie, im Januar 2018 sollen die ersten Exemplare an Kunden ausgeliefert werden.

Der neue Nissan Micra jetzt mit Mikromotor

Statistiken sind kein Hexenwerk. Tatsache ist, dass in Deutschland im Segment der Kleinwagen fast drei Viertel mit einem Benziner unter 100 PS unterwegs sind. Um möglichst viele seiner Fahrzeuge auf diesen gemeinsamen Nenner bringen zu können, bietet Nissan für die neue Generation des Micra jetzt unter dem 1,5 Liter großen Diesel und dem Turbobenziner, beide mit 90 PS, für die drei unteren von fünf Ausstattungsvarianten einen 1,0 Liter Benziner mit 71 PS an. Der ist keine ganz unbekannte Größe. Als sogenannter Allianzmotor arbeitet er bereits im Smart for Two und for One sowie im Dacia Sandero. Als Einstiegsmotor soll er auf den kleinsten Nissan, der im April dieses Jahres in fünfter Generation auf den Markt gekommen ist, noch mehr Appetit machen.

Der neue Nissan Micra mit schmalen Scheinwerfern, markanter Seitenlinie, flacherem Dach und tiefer nach untern gezogenem Kühlergrill.

Weg von den Kulleraugen hin zu einer stylischen Optik 

Der Appetit dürfte schon angesichts der neuen schnittigen Optik des Micra angeregt sein. Weg von dem eher langweiligen Versuch, optisch als „Weltauto“ allen gefallen zu müssen, mutierte der neue, für den europäischen Markt konzipierte und nicht in Indien, sondern beim Allianzpartner Renault in Frankreich gebaute Micra zu einem Eyecatcher. Das gilt natürlich besonders für das auffällige Grün unseres Testwagens, in dem die Ecken und Kanten der Karosserie des auf knapp vier Meter angewachsenen und um sechs Zentimeter flacheren Kleinwagens besonders gut zur Geltung kommen. Die Front lebt nicht mehr von drolligen Kulleraugen wie beim eher rundlichen Vorgänger, sondern zeigt mit schräger geschlitzten Scheinwerfern eine deutlich aggressivere Optik. Zackig auch das Heck mit den Rückleuchten in Bumerang-Form. Die betonte Sportlichkeit kommt nicht nur beim männlichen Beifahrer besser an.

Der Micra hat 55 Millimeter an Höhe verloren, da kann es hinten für größere Passagiere schon mal eng werden.

Der neue Einstiegsmotor ist trotz 175 km/h Höchstgeschwindigkeit etwas schwach auf der Brust.

Doch die Gleichung, dass sich der gerade mal knapp über 1000 Kilogramm leichte Japaner mit dem kleinen Ein-Liter Dreizylinder auch sportlich ambitioniert bewegen lässt, geht, wie zu erwarten, nicht ganz auf. Dafür fehlt es dann angesichts eines Drehmoments von 95 Newtonmeter doch etwas an Spritzigkeit. Zudem agiert der kleine Benziner eher knurrig, zumindest, wenn man die Beschallung über die in dieser Klasse sonst nicht anzutreffende Bose-Sound-Technik zwischendurch mal beendet. Sie lässt uns über in den Kopfstützen integrierte Lautsprecher in einer Klangwolke versinken und erstickt Unterhaltungen, aber auch Motorengeräusche gleich im Keim.

Eine 360-Grad Rundumkamera hilft beim Fahren und Rangieren, der radarbasierte Notbremsassistent hilft, Kollisionen zu vermeiden.

Wer auch raus mal aus der Stadt will, wird den Spurhalteassistenten begrüßen

Doch nicht nur medienklangtechnisch überrascht der neue Micra. Bereits in der Basisausstattung ist eine Spurkontrolle an Bord, die aus Kostengründen über (ESP gesteuerte) Brems-, und nicht über (teurere, da aufwendigere ) Lenkeingriffe korrigiert. Doch immerhin, und wer seinen Kleinwagen nicht ausschließlich in der Stadt, sondern auch mal auf der Autobahn bewegen will, wird es begrüßen. Dort wird er aber bemerken, dass ein in keiner Variante des neuen Micra angebotener sechster Gang helfen könnte, den Geräuschpegel und den Verbrauch noch zu senken. Anstelle der angegebenen 4,6 Liter bediente sich unser Testwagen an mehr als sechs Litern. Als Einstiegspreis für den Micra mit dem Mikromotor ruft Nissan 12 990 Euro auf.

Text und Fotos. Solveig Grewe

 

 

Weltpremiere: NISSAN LEAF – Der Streber legt nach

Er ist ein Streber und ein erfolgreicher dazu. Mit fast 300.000 verkauften Einheiten seit 2010 hat die erste Generation des Nissan Leaf der Welt gezeigt: Elektromobilität funktioniert. Am 6. September 2017 hat Nissan in Tokyo die zweite Generation des kompakten Stromers der Weltöffentlichkeit präsentiert – und er ist so gut geworden, dass Nissan-Präsident Saikawa bei der Weltpremiere doch gleich einmal von einer möglichen Verdoppelung der Stückzahlen sprach. Was eigentlich ungewöhnlich ist, denn über geplante, oder gewünschte Produktionsziele reden Hersteller nur ungern. Doch nicht nur Saikawa-San ist sich sicher, die Zeit ist endlich reif. Und mit dem neuen Leaf hat NISSAN vieles richtig und besser gemacht.

Der Streber aus Japan

Weltpremiere: Nissan Leaf – „Second Generation“

facts first

Der neue Leaf wird ab Oktober bei den deutschen Nissan-Händlern zu bestellen sein. Die Auslieferung beginnt jedoch erst gegen Ende des Januars 2018. Die Batterie hat Nissan auf 40 kWh vergrößert – damit wird der Leaf im NEFZ-Zyklus knapp 380 Kilometer weit kommen. Gegenüber dem Ur-Modell, damals 2010, entspricht dies bereits mehr als einer Verdoppelung der Reichweite. Und es ist erst der Anfang. Der Kaufpreis des Nissan Leaf wird bei 31.950 € liegen – vor Abzug der E-Auto-Förderung in Deutschland.

Nissan steckt die anderen in die Tasche

Der neue Leaf kommt zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Dank einer übertrieben hysterisch geführten Diesel-Debatte dürfte die Zeit für den Wandel nun endlich gekommen sein. Und mit seinen Kern-Fakten bietet der Nissan Leaf derzeit deutlich mehr als alle anderen Mitbewerber. Mit seiner Akku-Kapazität von 40 kWh steckt er den E-Golf in die Tasche, den Hyundai ioniq, den Kia Soul EV und auch den BMW i3. Der Opel Ampera-E bietet mit seinen 60 kWh mehr, ist aber derzeit schlicht nicht lieferbar. Und genau diesen Fehler werden die Japaner nicht begehen. Der Leaf hat seine Reichweite verdoppelt, aber den Basispreis beibehalten – damit gibt NISSAN die Entwicklungsvorsprünge bei Batterie-Technik und Kosten direkt an den Käufer weiter. Damit gibt es dann nun endlich auch eine bezahlbare Antwort auf die Frage nach Alltags tauglicher Reichweite, abseits der „verflixt-teuer Liga“ von TESLA.

150 PS für den lautlosen Ampelsprint

Am technischen Layout des Leaf hat NISSAN nicht viel geändert. Er bleibt ein Kompakter, der konsequent als E-Auto entwickelt und konzipiert wurde. Selbst der Radstand hat sich nicht verändert. Nur sein Gesichtsausdruck ist nun ernster. Er wirkt nicht mehr verspielt. Fast schon sportlich mag man ihn im Design bezeichnen. Dass er diesen Eindruck auch einhält, dafür trägt der nun auf 150 PS erstarkte E-Motor Sorge. Die Kupferspulen wickeln auf Pedaldruck quasi aus dem Stand 350 Nm Drehmoment ab und dürften so für ein sorgenfreies Fahrgefühl sorgen. Den Sprint von Null auf 100 km/h gibt Nissan mit 7.9 Sekunden an. Womit man in Tokyo binnen zwei mal Augenzwinkern die Höchstgeschwindigkeit der Stadtautobahnen erreicht.

Gameplay-Bedienung auf 3-2-1: Das e-Pedal

Auf einen weiteren Kundenwunsch reagiert NISSAN mit einer Taste, die sich „e-Pedal“ nennt. Aktiviert man diese, soll sich der Leaf im Prinzip alleine über das Gaspedal fahren lassen. Beim Loslassen des Pedals rekuperiert der Leaf dann stärker und lässt sich so auch bis zum Stillstand verzögern. Zudem hält sich der Leaf an Steigungen selbsttätig, ähnlich wie mit einer Berganfahr-Hilfe. Das Bremspedal wird so nur noch zur „Not-Lösung“.

ProPilot und es fährt sich easy

Bevor man sich dem Temporausch hingibt, sollte man eine weitere Neuheit des NISSAN LEAF 2018 nutzen: Den ProPILOT. Ein Assistenzsystem, mit dem NISSAN die ersten Schritte in Richtung „autonomes Fahren“ gehen möchte. Das ProPILOT-System besteht aus einer Stereo-Kamera und Ultraschallsensoren, die den Verkehr vor dem Fahrzeug scannen und so zusammen eine enorme Unterstützung im nervigen Alltags-Stau bieten können. ProPILOT ist eine Kombination aus einem adaptiv arbeitenden Tempomaten und einem Spurhalte-Assistenten. Gemeinsam ermöglichen sie ein entspannteres Fahren bis Tempo 160, primär aber vor allem Unterstützung für den Stop&Go Verkehr. Derartig ausgerüstet, wird der neue LEAF im Stau dem Vordermann folgen, die Spur halten und die Geschwindigkeit kontrollieren. Eine erste Testfahrt in Japan konnte die Funktionen des ProPILOT verdeutlichen (mehr hierzu im kommenden VIDEO auf AUTOHUB).

Der Nissan Leaf wird die Funktion des ProPILOT um ProPILOT Park erweitern und damit auch selbsttätig einparken können. Hierbei kann er sowohl in Längs- als auch in Querrichtung in ausgewählte Lücken manövrieren. Dabei muss der Fahrer nichts weiter tun, als die Lücke zu wählen, ProPILOT Park zu aktivieren und den Knopf gedrückt halten – beschleunigen, lenken und bremsen übernimmt der Leaf dann selbst.

60 kWh for the win

Es gibt keine Bestätigung, es gibt keinen genauen Zeitpunkt – aber, wir lehnen uns mal 500km weit aus dem Fenster und behaupten, es wird schon bald eine „e+“ Variante des neuen Leaf geben, die dann 60 kWh Energie bunkert und damit die 500 Kilometer-Markierung knackt. Okay – Ende 2018 wird es soweit sein – legen wir noch auf die Spekulationen oben drauf! Und was der kosten soll? Wir würden um ein teures Stück Kobe-Fleisch und eine Tasse Sake wetten, dieser Leaf wird keine 40.000 € mehr kosten und damit ist dann endgültig klar: Die Verdopplung der Stückzahlen des Leaf, sind keine unwirklichen Träume von Saikawa-San, sondern nur der Anfang einer Revolution.

 

 

Galerie: Nissan Leaf 2018

 

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Erste Fahrten: Nissan Qashqai und X-Trail

Nissan Qashqai und X-Trail im Fahrbericht

Yin und Yang SUV auf japanisch

Seine beiden SUV und Crossover will Nissan auf Erfolgskurs halten und frischt sie nochmals mit mehr Ausstattung auf. Dabei ist der Qashqai nach gut 10 Jahren noch in seiner 2. Generation und der X-Trail nach bereits 16 Jahren in der 3. Generation. Mit ihren Einsatzgebieten decken sie eine große Bandbreite der Kundenwünsche ab und sind so nicht unbegründet für den japanischen Autobauer die Bestseller im Portfolio. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen als Crossover fand der Qashqai bislang seine Kundschaft bei den Fahrern, die den urbanen Verkehr nutzen. Der X-Trail bediente bislang die Fahrer, die sich auch mal in unwegsame Gebiete getraut haben. Diese Aufteilung möchten die Verantwortlichen von Nissan klar beibehalten. Mit ihren Vorbereitungen zum autonomen Fahren und komfortabler Ausstattung greifen sie jedoch nach den jüngeren Kunden, die sowohl das Angebot von Extrem-Aktivitäten nutzen als auch im Begriff sind, eine Familie zu gründen. Für den Marktstart beider Modelle bietet sich der 19. September 2017 als Tag der offenen Tür in den Autohäusern an. Der Crossover Qashqai startet bei 20.490 Euro und der SUV X-Trail bei 25.440 Euro.

Nissan Qashqai – Verkaufsschlager der letzten 10 Jahre.

Nicht nur als eines der erfolgreichstes Fahrzeuge der Japaner der letzten 10 Jahre, sondern auch als erfolgreichstes Fahrzeug in seinem Segment feiert Nissan seinen Crossover. Dabei erzielte er knapp zehn Jahre nach seiner Einführung auf dem europäischen Markt im März diesen Jahres mit 33.000 verkauften Einheiten immer noch das beste Monatsergebnis des japanischen Automobilherstellers europaweit. Damit das so bleibt, wird er noch mal richtig aufgefrischt und erhält in vier Bereichen eine Aufbesserung. Nissan konzentriert sich beim Qashqai auf die Thematik Außendesign, höhere Qualität im Innenraum, verbesserte Fahrleistungen und die von den Verantwortlichen angekündigte Intelligent Mobility Technologie, die für mehr Komfort und Sicherheit sorgen soll. Das für Nissan meistverkaufte Fahrzeug, der X-Trail, sprengt gemäß den Vertriebsleuten der Europazentrale  alle Rekorde weltweit. Hinterlegt mit Zahlen, wird schnell klar, dass der geländefähige SUV das Verkaufs-Flaggschiff von Nissan seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist. Der im Innenraumlayout als Fünf- und Siebensitzer produzierte X-Trail ging mehr als 3,7 Million mal in Kundenhände. Die aktuelle dritte Generation wurde 2014 auf den Markt geschickt und steht allein in Europa mit 115.000 Einheiten in den Auftragsbüchern der Japaner. Dass Nissan auch hier nicht locker lassen will, ist folgerichtig und präsentiert den X-Trail genau wie den Qashqai in vier Punkten verbessert. Um uns von beiden Fahrzeugen einen Überblick zu verschaffen, lud der japanische Autobauer ins wunderschöne Wien ein. An zwei Tagen durften wir uns von den angekündigten Verbesserungen überzeugen.

Nissan Qashqai – Vielseitig einsetzbar.

Allround tauglicher Crossover

Starten durften wir nach einem kurzen Briefing am Flughafen mit dem Qashqai. Im Außendesign immer wieder um Details verbessert, konzentrierten sich die Ingenieure und Designer tatsächlich um den Innenraum des Crossover. Auffällig sind der elektrisch verstellbare Fahrersitz, der mit einer Vier-Wege-Lendenwirbelstütze aufwartet. Das Einsteigen wird besonders für große Menschen erleichtert durch das bereits aus dem Micra bekannte Lenkrad, das mit seiner unten abgeflachten Form Unterstützungsarbeit leistet. Weiter besserte der japanische Autobauer insgesamt mit der Verarbeitung seiner modifizierten Materialien nach, die den Qashqai rein optisch und haptisch ab der Ausstattungslinie N-Connecta sehr erwachsen wirken lassen. Aufgrund permanenter Kundenbefragung wurden seine beiden angebotenen Infotainment-Systeme nochmals optimiert, was die Bedienung des Touchscreens und den Empfang betrifft. Seine Zielgruppen will Nissan mit dem Qashqai weiterhin unter den Singles, Paaren und Familien wissen. Bei einem großzügigen Platzangebot für bis zu fünf Personen bietet der Crossover immerhin noch 430 Liter Kofferraumvolumen. Flexibel zeigt er sich, wenn die Rücksitze im Verhältnis 60:40 umgeklappt werden können. Dann offeriert uns der Qashqai ganze 1.585 Liter, wobei sich der Kofferraumbereich mit optionalen flexiblen Trennwänden und Böden unterschiedlich darstellen kann. Unsere Fahrt führt uns über kleinere Stadtautobahn- und Landstraßenstrecken direkt zurück in die Innenstadt von Wien. Hier macht der Crossover einen klar souveränen und agilen Eindruck. Sein kleiner Wendekreis macht das Manövrieren in der Enge einer Stadt sehr einfach.

Effizienz bei 99 Gramm

Das Thema Antrieb präsentiert uns Nissan ab 99 g/km CO2 als neues effizientes Programm beim Motorenprogramm des Qashqai. Wie bisher sorgen zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren im Portfolio des Crossover für den Vortrieb. Die Leistungsstufen der Aggregate liegen zwischen 81 kW (110 PS) und 120 kW (163 PS). Mit kampfbereiten 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch bei 99 g/km CO2 Emission steht der 1,5 Liter Einstiegsdiesel in Verbindung mit Frontantrieb und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Sein großer Bruder, der 1,6 Liter Diesel, kommt mit 96 kW und 130 PS daher. Optional ist er auch mit einem Xtronic Automatikgetriebe erhältlich. Beide Benziner sind turboaufgeladene Aggregate. Der 1,2 Liter DIG T Turbo bringt 85 kW (115 PS) auf die Kurbelwelle und ist wahlweise mit einem Xtronic Getriebe verfügbar, während der 1,6 Liter Benziner mit 120 kW (163 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe aufwartet.

Teilautonomes Fahren inbegriffen

Im Laufe der Veranstaltung wird von den Verantwortlichen von Nissan immer wieder vom teilautonomen Fahren mit dem von Nissan entwickelten ProPILOT Fahrsystem gesprochen, das im Frühjahr 2018 Einzug in die Fahrzeugflotte halten soll. Im Zuge dieser Nissan Intelligent Mobility Strategie lotet Nissan die Frage aus, wie die Autos der Zukunft gefahren und angetrieben werden und welche Rolle sie innerhalb der Gesellschaft spielen. Die Japaner wollen gerade im Qashqai nicht nur einen ersten großen Schritt in diese Richtung machen, sondern mit dem Crossover diese Technologie möglichst einem großen Kundenkreis zugänglich machen. Das ProPILOT System umfasst die Funktionen des Spurhalte-Assistenten, der intelligenten Geschwindigkeitsregelanlage und des Staupiloten. Summa summarum soll die Kombination im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen. Eine intuitive Bedienung vorausgesetzt, wird das System per Schalter am Lenkrad aktiviert und deaktiviert. Zu den weiteren Assistenzsystemen zählen der Querverkehrs-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Müdigkeitserkennung, ein Einpark-Assistent, der Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht sowie ein Spurhalte-Assistent.

Nicht zu aufdringliches Interieur.

Zusätzliche Ausstattungslinie „N-CONNECTA“

Der Einstiegspreis beim Qashqai beginnt in der Basisausstattung „VISIA“ bei 20.490 Euro. Das nächste Ausstattungsprogramm „ACENTA“ erhält der Kunde schon mit Aufpreis von 3.000 Euro. Beide Ausstattungslisten sind bereits üppig besetzt, doch Nissan legt mit der Variante „N-CONNECTA“ noch eine Schippe drauf. Hier liegt der Aufpreis bei 4.000 Euro im Vergleich zum ACENTA. Die Top Variante – das Rund-um-Sorglos-Paket – lässt dann zwar kaum noch ein Wunsch offen, aber dafür muss der Kunde noch weitere 3.000 Euro auf den Ladentisch legen.

SUV Bestseller X-Trail

Zweiter Tag der Präsentation, zu der Nissan nach Wien eingeladen hat. Heute steht der Test des neuen X-Trail auf dem Plan. Der im englischen Sunderland produzierte geländefähige SUV rollt ab Juni 2017 dort vom Band und findet seinen Weg in die deutschen Autohäuser ab August diesen Jahres. Mit dem X-Trail schreibt der japanische Autobauer zum zweiten Mal eine Erfolgsgeschichte und das seit 2001. Mit dem Neuen startet Nissan nun in die 3. Generation und erwartet immerhin noch 10.000 verkaufte Einheiten für das laufende Jahr 2017. Mit leichten Modifikationen im Außendesign, die den X-Trail dennoch von der der 2. Generation klar unterscheidet, sowie den im Trend liegenden Sicherheits- und Komfortfeatures will der SUV aus Japan weiter punkten. Einen weiteren Kaufanreiz setzt Nissan mit der Einführung einer neuen Ausstattungsvariante. „N-CONNECTA“ ist wie schon beim Qashqai eine Linie, die dem Kunden eine Vielzahl von weiteren Features bietet, die sonst nur einzeln bestellbar waren. Wie schon einige Mitbewerber im Segment setzt auch Nissan zukünftig auf pilotiertes Fahren. Unter dem Projekt „Nissan Intelligent Mobility“ stellt der X-Trail ab 2018 hierzu das Fahrsystem ProPILOT zur Verfügung. Das System soll im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung der Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen.

Nissans zweites Standbein: Der X-trail.

Abgeflachtes Lenkrad im Trend

Das Interieur des X-Trail präsentiert sich uns, wie schon am Vortag beim Qashqai, mit einem unten abgeflachten Lenkrad, das den Ein- und Ausstieg erleichtert. Darüber bietet es durch ein geändertes Layout mehr Sicht auf die dahinter liegenden Infoelemente. Die zu den Testfahrten zur Verfügung stehende Topversion „TEKNA“ macht mit ihrer Lederausstattung und der damit verbundenen Verarbeitung einen guten Eindruck.Das Motorenkapitel ist beim X-Trail sehr übersichtlich gestaltet. Ein Benziner und zwei Diesel Aggregate treiben den SUV an. Ihre Leistungsstufen erstrecken sich von 120 kW (163 PS) beim 1,6 Liter Benziner über den 1,6 Liter Diesel mit 96 kW (130 PS) bis hin zum 2,0 Liter Diesel mit 130 kW (177 PS). Während der Turbobenziner nur mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist, lassen sich sowohl der kleine als auch der große Diesel mit einem Sechs-Gang-Schaltgtriebe oder mit einem Xtronic Getriebe kombinieren. Darüber hinaus sind die Diesel Motorisierungen mit Front- und Allrad-Antrieb zu bestellen.

Geländetaugliches SUV, der Nissan X-Trail.

Moderate Aufpreispolitik

Der X-Trail startet in den Verkauf, wie schon der Qashqai, mit der Basisausstattung „VISIA“ bei einem Listenpreis von 25.440 Euro. Zweite Ausstattungsvariante bildet der „ACENTA“ zu einem Aufpreis von 3.200 Euro. Der bereits angesprochenen Kaufanreiz findet sich in der Linie „N-CONNECTA“, die zu einem weiteren Aufpreis von 3.700 Euro verfügbar ist. Auch beim X-Trail bildet der „TEKNA“ Ausstattung das High End des Fahrzeuges. Hier bleibt dann aber auch kein Wunsch mehr offen zu einem Aufpreis von 4.640 Euro.

X-Trail mit zusätzlicher Ausstattungslinie „N-CONNECTA“.

Fazit: Sowohl Qashqai als auch X-Trail bilden beim japanischen Autobauer die Sektion „Brot und Butter Auto“. Hier sprechen die verkauften Einheiten eine eindeutige Sprache. Beide Fahrzeuge bestechen durch ein sehr kluges Preis- / Leistungsverhältnis, das sich sehr gut in der Balance hält.

Brot-und-Butter Auto – Der Nissan X-Trail.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

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Nissan X-Trail Facelift – Feinschliff zum Finale

Zum Finale der UEFA Champions League Finale in Cardiff war es soweit: Das Facelifte des Nissan X-Trail wurde der Weltöffentlichkeit präsentiert und ist ab September im Handel erhältlich. Der SUV zeigt ein eigenständiges Design und wirkt dabei robust, ohne aber ein harter, unkomfortabler Offroader zu sein. Stattdessen setzt Nissan auf eine hohe Qualität im Innenraum, neue Technologien und auf mehr Sicherheit. Hinzu kommen praktische Features, wie etwa eine sensorgesteuerte Heckklappe. Ausblick auf die Details des Facelifts. Read more

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Erste Fahrt: Nissan Micra

Nissan Micra im Fahrbericht

Japanischer Stadtflitzer mit Diesel

Seit mehr als 30 Jahren ist der kleinste Nissan, der Micra, auf dem europäischen und deutschen Markt erhältlich. Über 650.000 Einheiten in 4 Generationen konnte der Autobauer aus Japan  weltweit vermarkten. Hauptanteilig fließen diese Zahlen dem für ihn größten europäischen Markt – Deutschland – zu. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen konnte der Cityflitzer sowohl Privat- als auch Geschäftskunden aus dem mittelständischen Bereich ansprechen. Ab Mitte März diesen Jahres nun möchte Nissan seine kleine Erfolgsgeschichte weiter ausbauen und überarbeitete nicht nur das Design des Kleinwagens, sondern auch seine Maße, Innenraum, Infotainment-System, Motorisierung und Fahrwerksabstimmung. Damit zielt er ganz klar auf seine Mitbewerber im europäischen B-Segment – den großen Markt „erwachsener“ Kleinwagen. Für den Marktstart bietet der Japaner sein Basismodell mit einem 1 Liter Benziner und der Ausstattung „VISA“ ab € 12.990 an.

Stadtflitzer mit Pfiff

Klein und pfiffig kommt der Stadtflitzer von Nissan daher, mit jeder Menge Platz für Passagiere und Gepäck. Das macht ihn seit seiner Markteinführung zum großen Eroberer, wie uns die Verantwortlichen bei der Nissan Center Europe GmbH versicherten. Einen großen Teil seiner Käufer konnte der Micra von Fremdmarken generieren. Das Konzept ist klar: Stadtfahrzeug mit hohem Nutz- und Spaßfaktor. Seine Motorisierung wurde nicht nur überarbeitet, denn zum ersten Mal wird der „Kleine“ auch von einem Diesel angetrieben. Von seinen Fahreigenschaften sowie dem neuen Design konnten wir uns bereits kurz nach Marktstart am 18. März diesen Jahres rund um den Hamburger Fischmarkt und der Hafen City einen ersten Eindruck verschaffen.

Bequemes Reisen im Kleinwagen.

Neues Design

Bei unseren ersten Fahrten mit dem Nissan macht der kleine Stadtflitzer einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Auffällig ist das markante Frontdesign mit dem für Nissan bezeichnenden V-Motion Kühlergrill, einer konturierten Motorhaube und den Bumerang förmigen Leuchten mit LED-Tagfahrlicht. Eine gute Figur macht der Kleinwagen auch am Heck, dessen geänderte Stoßfänger für eine moderne und fast schon elegante Optik sorgt, zu der der Dachspoiler dann doch noch eine sportliche Note hinzugibt. Als genereller Fünftürer versteckt er seine Türgriffe hinten sehr galant.

Moderne Optik.

Diesel Aggregat inklusive

Zum Thema Antrieb präsentiert uns der japanische Autobauer nicht nur wie üblich Drei-Zylindrige Aggregate. Zum ersten Mal kommt auch ein Diesel Motor zum Einsatz. Zu den Tests in Hamburg stehen uns ein 1 Liter Sauger mit 54 kW (73 PS), ein turboaufgeladener 0,9 Liter Benziner mit 66 kW (90 PS), sowie das Dieselaggregat mit 1.5 Liter Hubraum und 66 kW (90 PS) zur Verfügung. Die 95 (1.0 Liter) und 140 (0,9 Liter) Newtonmeter der Benziner, die bei 3.500 und 2.250 Umdrehungen anliegen, sind für den reinen Stadtverkehr völlig ausreichend. In Verbindung mit einer direkten Lenkung und dem nicht zu großen Wendekreis von 10 Metern lässt sich das Fahrzeug sehr leicht dirigieren und komfortabel fahren. Der „stärkere“ Diesel mit einem Drehmomentmaximum von 220 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen macht nicht nur im Stadtverkehr eine gute Figur, sondern wirkt auch auf kürzeren Autobahnstrecken souverän. Dennoch kommen alle Motorisierungen knurrig daher, was aber eher der Charakteristik geschuldet ist. Die für die neue Generation überarbeitete Fahrwerksabstimmung überzeugt mit strafferen Federn und einer Neuabstimmung von Stoßdämpfern und elektrischer Servolenkung, was den Micra äußerst agil wirken lässt. Serienmäßig kombiniert werden sowohl Benzin Aggregate, als auch der Diesel mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, das sehr präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitet. Ein automatisches Getriebe wird für den kleinen Japaner leider nicht eingesetzt und ist auch nicht geplant. In Verbindung mit dem leider nur optional erhältlichen Start-Stopp-System erreichen die Motoren im Normtest recht gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 l (1.0 Liter Benziner), 4,4 l (0,9 Liter Benziner) und 3,2 l (1.5 Liter Diesel) Litern je 100 Kilometer. Die damit verbundenen Kohlendioxidemissionen (107, 99 und 85 Gramm pro Kilometer) sprechen für sich. Alle Aggregate erfüllen die neueste Abgasnorm 6b.

Kleinwagen mit Diesel.

Trendiger Luxus 

Nissan möchte gerade den Bedürfnissen seiner jüngeren Kunden mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, dem neuen Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Nissan Connect“ und dem BOSE Personal® Premium Audiosystem gerecht werden. Hinzu kommen ein zusätzlich überarbeitetes und ansprechendes Interieur mit Klavierlack-Applikationen in verschiedenen Farben und ein Sportlenkrad.

Ausstattung mit peppigen Applikationen.

Ordentliche Grundausstattung ab Basismodell

Der Micra startet für alle Motorisierungen mit der Basis Ausstattung „Visia“, die den Anspruch an ein komplettes Auto fürs Erste erfüllt. Die Preisspanne zieht sich dabei von 12.990 Euro (1.0 Liter „Visia“) bis zur Variante „Tekna“ mit dem 1,5-Liter-Diesel für 21.990 Euro. Darüber hinaus stehen zahlreiche optionale Extra-Pakete in unterschiedlichen Preishöhen zur Auswahl, die Platz zur Individualisierung lassen. Erhältlich sind dabei 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Blinklichter, Digitalradio, Klimaautomatik inkl. Pollenfilter, Smart-Key-System inkl. Start-Stopp-Knopf. Im Bereich Sicherheitssysteme in Kleinwagen legt Nissan Features wie Totwinkel-Assistent, Spurhalte-Assistent aktiv mit korrigierendem Bremseingriff, Fußgängererkennung für AEB (Autonomous Emergency Braking), Notbremsassistent, sowie Regensensor, Fernlich-Assisent und Verkehrsteichenerkennung ins Angebot. Eine Rückfahrkamera ist im Paket des Nissan Connect Navigationssystem enthalten.

Preisstart über 10.000 Euro.

Fazit: Offene Wünsche wird es auch in der 5. Generation des Nissan Stadtflitzers MICRA nicht geben. Preisstart liegt zwar über der magischen 10.000 Euro Grenze, aber hierfür unterstreicht der Autobauer aus Japan seine Kompetenz, auch Kleinwagen produzieren zu können.

Kleinwagen ohne Fragen.

Die neue Generation des Micra lässt keine Frage offen, was ein Kleinwagen leisten muss.  Als Alternative zu den deutschen Mitbewerbern ein absolutes MUSS.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Fahrbericht: Der neue Nissan Micra N-Connecta – Alles andere als mickrig

Die Kleinen werden ja so schnell groß. Die Erfolgsgeschichte dieses kleinen Flitzers begann vor genau 34 Jahren. Die erste Modellgeneration des Nissan Micra rollte vom Band und beeindruckte mit nüchternem geradlinigem Design. Typisch Japaner eben. Praktisch und mit gutem Preis-Leistungsverhältnis gewann er die Herzen der damaligen Autokäufer. Auch die späteren Modelle, allesamt eher rund und süß, erfreuten sich großer Beliebtheit. Doch hat es über 30 Jahre gedauert, ihn endlich erwachsen werden zu lassen. Nicht zuletzt musste er aus seinen Kinderschuhen wachsen, denn auch die Erwartungen der Kunden wurden anspruchsvoller. Klein und knutschig war gestern, heute ist modern und sportlich die Devise.

Alles neu macht 2017

Aus von vorbei mit niedlich. An dem neuen Nissan Micra ist nichts mickrig. Ganz im Gegenteil: Mit seinem neuen Outfit kommt er sportlich, markant und sehr modern rüber. Schon wie beim großen Bruder, dem Nissan Juke, verstecken sich die Türgriffe der hinteren Türen des ausschließlich als Fünftürer angebotenen Micra an der äußeren Ecke der Fenster. Die Linien sind eckiger, kantiger, maskuliner. Soviel steht fest, im Kleinwagen-Segment muss man sich ein bisschen was einfallen lassen, will man mithalten. Die Positionierung zielt auf das europäische B-Segment – den großen Markt „erwachsener“ Kleinwagen. Mit der fünften Generation des Micra präsentiert Nissan eine radikal neue Definition dieses Segmentes. Der neue Micra ist flacher, breiter und länger als jedes Modell zuvor. Nicht nur mit seinem neuen Design, auch mit neuen Technologien, agileren Motoren und souveränem Handling fordert der Micra die Platzhirsche des Segments heraus.

Steife Brise – Sicheres Handling

Mal sehen, ob er das Zeug dazu hat. Bei typischem Hamburger Wetter, stürmisch, frisch und grau, ging es durch die Innenstadt. Energy Orange heißt die Farbe der Wahl. Und energiegeladen ist der kleine Flitzer auch. Er ist durch und durch ein Kleinwagen für die Stadt. Flott und wendig. Die 90 PS zeigen sich besonders in den höheren Gängen und er macht sich im doch manchmal nervigen Stadtverkehr sehr gut. Dynamischere Fahrmanöver sind auch drin. Dank der Sicherheitsfeatures, die zuvor höheren Fahrzeugklassen vorbehalten waren, fühlt man sich stets gut aufgehoben. Zum Beispiel mit dem Intelligenten Spurhalte-Assistenten, der den Wagen, falls es nötig sein sollte, sanft zurück in die Spur führt.

Auch der aus den Modellen Qashqai und Juke bekannte Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht ist verfügbar und einmalig im Kleinwagen-Segment. Eine Seitenkamera versteckt sich unter dem Außenspiegel des Beifahrers und zeigt den vorderen Reifen. Ganz praktisch, wenn man in Hamburg am Hafenbecken Halt machen will. Die bequemen Sitze geben guten Seitenhalt und der Fahrersitz lässt sich zusätzlich in der Höhe verstellen. Das sportliche Lenkrad wirkt allerdings neben den schönen Akzenten aus Leder ein wenig deplatziert. Es will sich nicht so recht in die eher hochwertige Innenausstattung einfügen, liegt jedoch angenehm in der Hand und erlaubt die Bedienung der wichtigsten Elemente. Die Steuerung vieler Fahrzeugfunktionen erfolgt zusätzlich über das Infotainment-System. Die neueste Generation des NissanConnect Navigationssystem ist Serie bei den Ausstattungslinien Tekna und N-Connecta und optional für die Version Acenta erhältlich. Bereits bei der Version Acenta ist ein Radio-Infotainment-System mit einem Sieben-Zoll-Bildschirm und Touchscreen-Funktion serienmäßig. Dieses wirkt allerdings sehr eindimensional und langweilig. Besonders im Radio-Modus. Ein bisschen Schrift auf blauem Hintergrund. Minimalismus ist hier wohl die Devise. Doch das System ist leicht zu bedienen und verständlich. Zudem wird selbstverständlich auch das Smartphone integriert und es bietet darüber hinaus zahlreiche Funktionen wie Apple CarPlay®, das via der Sprachsteuerung „Siri“ angewählt werden kann.

Klangvolles Raumwunder

Was immer wieder bei so kleinen Fahrzeugen bemängelt wird, ist der fehlende Stauraum. Beim Nissan Micra kann man sagen was man will, Stauraum gibt es genug. Das Kofferraum-Volumen beträgt 300 Liter, ohne dabei den Freiraum für die hinten sitzenden Passagiere einzuschränken. Auch größere Gepäckstücke lassen sich gut verladen. Bei umgelegter Rückbank lässt sich das Volumen auf 1.004 Liter mehr als verdreifachen. Zudem bietet der Nissan Micra auch im Fahrgastraum jede Menge Ablagen. Für größere Gegenstände gibt es ein Extrafach vor dem Schaltknüppel, das je nach Ausstattungsvariante über eine Ambientebeleuchtung sowie einen USB- und Stromanschluss verfügt. In das Handschuhfach würden sogar zwei 2-Liter-Flaschen problemlos passen. Bis zu 1,5-Liter-Flaschen passen in die Türablagen. Außerdem bieten Cupholder (zwei vorn, einer im Fond) Getränkebechern guten Halt, auch bei flotterer Fahrweise.

Wer sich nun mit seinem Kaffee auf große Tour begibt, kann sich auch an dem optionalen Bose® Personal® Sound-System erfreuen. Damit steht der Nissan Micra an vorderster Front der fahrbaren Konzertsäle. Mit sechs Lautsprechern in Kopfstützen, Vordertüren und A-Säulen kann sich das Klangerlebnis hören lassen. Durch den Breitbandlautsprecher in den Vordertüren konnte auf einen Subwoofer im Kofferraum verzichtet werden und damit das Kofferraumvolumen unverändert belassen. Das Bose® Personal® Sound-System ist Standard in der Ausstattungslinie Tekna und als Option für die Versionen Acenta und N-Connecta erhältlich.

Klein, aber oho

Zum Marktstart stehen ein 0,9-Liter-Turbo-Benziner mit drei Zylindern und ein 1,5-Liter-Diesel mit vier Zylindern zur Wahl, die beide 66 kW/90 PS wie unser Testfahrzeug leisten; zeitnah zur Einführung folgt ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 54 kW/73 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Zwei der drei Motoren sind mit dem Start-Stopp-System (ISS) verfügbar. Weitere Motoren- und Getriebe-Varianten sollen folgen.

Zur Markteinführung stehen die fünf Ausstattungsvarianten Visia, Visia Plus, Acenta, N-Connecta und Tekna zur Verfügung. Los geht es ab 12.990 Euro. Zur Grundausstattung des Visia gehören unter anderem Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Berganfahrassistent, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ISOFIX und eine asymmetrisch umklappbare Rücksitzbank. Ein Notbremsassistent mit Kollisionswarnsystem sowie eine Spurhaltekontrolle gehören ebenfalls dazu. In unserem Testfahrzeug kommen zusätzlich 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, NissanConnect Navigation, Intelligent-Key, Klimaautomatik und Regensensor dazu. Das Schöne: Kein Micra muss dem anderen gleichen, denn vier Farbtönen machen es ab Werk möglich, dem Exterieur eine individuelle Note zu geben: Power Blue, Energy Orange, Enigma Black and Vibrant Chrome. Weitere Farben sollen noch folgen.

Fazit

Er ist erwachsen geworden. Nissan hat es geschafft, aus dem ehemals knutschigen Frauenauto ein modernes, dynamisches Fahrzeug zu machen, das das Zeug hat, sich nicht nur in die Herzen der Frauen zu stehlen. Es macht nicht nur optisch eine tolle Figur, sondern hat auch unter der Haube und im Fahrgastbereich viel zu bieten. Wer ein bisschen tiefer in die Tasche greift, bekommt praktisch ein maßgeschneiderten Gefährten für die Stadt. Und auch für weitere Fahrten sollte man viel Spaß mit dem kleinen Japaner haben. Besonders erwähnenswert ist der Verbrauch: Die angegebenen 6,5 Liter innerorts kann man bei entspannter Fahrweise gut unterbieten. Wir sind am Ende mit 6,4 Liter/100h ausgestiegen. Wer noch ein bisschen vorausschauender fährt, schafft es diesen Wert mit Sicherheit zu unterbieten, wetten?

Fahrbericht: Simone Amores

Fotos: Simone Amores / Nissan

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Nissan Navara – Lifestyle für Fortgeschrittene

Pick-ups sind die kernigen Cousins des SUV. Eigentlich als ehrliche Geländearbeiter konzipiert, werden sie in Westeuropa im Windschatten des Crossover-Booms vor allem als bullige Lifestyle-Mobile vermarktet. Wer Autos wie den Nissan Navara als eindrucksvollen Pkw für den Alltag nutzen will, muss jedoch wissen, worauf er sich einlässt.

Der Nissan Navara will mehr sein als ein Pritschenwagen für Gewerbetreibende

Zunächst einmal eine Entwarnung: Vor dem Einparken braucht im Navara niemand Angst zu haben. Dank Rundum-Kameraüberwachung vorne, hinten und in den Außenspiegeln ist das Rangieren der wuchtigen Karosse ein Kinderspiel. Die Videoaugen sind eigentlich in erster Linie für den Offroad-Einsatz in unübersichtlichem Gelände gedacht, bewahren aber nicht nur vor ungewolltem Kontakt mit Steinbrocken oder Felswänden, sondern auch vor dem Touchieren von Pollern oder Parkplatznachbarn. Voraussetzung für das umsichtige Einparken ist allerdings, dass man überhaupt einmal eine geeignete Lücke findet.

Auch tiefe Wasser sind kein Problem

Wie groß die Chancen auf einen Parkplatz sind, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und guter Planung ab. Wer etwa im samstäglichen Shopping-Verkehr in eine enge Innenstadt fährt, hat verloren. Mit gut 5,30 Metern Länge und einer Breite von deutlich über zwei Metern findet der Navara dort unter freiem Himmel nur mit viel Glück ein Plätzchen. Dazu kommt: Viele Parkhäuser werden zur Mäusefalle – man findet zwar rein, aber nur schwer wieder raus. Gut, wenn man für solche Gelegenheiten einen Zweitwagen mit city-tauglichen Abmessungen unterhält. Außerhalb des Wochenend-Betriebs und mit ein wenig Parkhauskenntnis (neuere Exemplare sind meist großzügiger gebaut als solche aus den 70ern) macht der Navara aber erstaunlich wenig Ärger. Zugeständnisse muss man allerdings bei der Gepäckmitnahme machen. Die Ladefläche ist zwar riesig – und dank diverser Planen und Hardtops (ab 3.400 Euro) im Zubehörangebot auch wetterfest – aber halt auch ziemlich hoch und tief. Wirklich praktisch ist die Pritsche nur, wenn Sperriges oder Schmutziges transportiert werden soll – etwa ein kleines Offroad-ATV oder Rindenmulch aus dem Baumarkt.

Auf die Pritsche passt ordentlich Ladung

Zugeständnisse verlangt auch das Fahrverhalten. Wo sich aktuelle SUV fahren wie besonders große Pkw, verhält sich der Navara wie ein besonders großes Nutzfahrzeug. Brummig und laut, mit zäher Lenkung und ruppigem Schwerlast-Fahrwerk. Der hemdsärmlige 2,3-Liter-Diesel mit 120kW/163 PS schiebt den Allrader zwar energisch an, sorgt aber dafür, dass das auch ja jeder Passagier mitbekommt. Das entspannt-kraftvolle Mitschaukeln hoch über dem übrigen Straßenverkehr kann dabei durchaus Spaß machen, fühlt man sich doch fast wie ein Kapitän der Landstraße. Die Romantik aber verfliegt auf Langstrecken in lauten Kabine rasch. Dabei zählt der Navara in Sachen Fahrkomfort durchaus zur Spitze im Segment. An der starren Hinterachse sorgen bei den Modellen mit Doppelkabine Schraubenfedern für eine verbesserte Radführung, wodurch das Heck dem Bug präziser durch die Kurve folgt. Rumpeliges Versetzen der Hinterachse kennt der Navara kaum.

Innen geht es edel zu

Auch im Innenraum erinnert wenig an ein Nutzfahrzeug, viel mehr an die SUV-Modelle Qashqai und X-Trail. Von letzterem stammt auch die Cockpit-Einrichtung, die auf Wunsch mit viel Leder und Chrom glänzt. Die Ausstattungsliste ist mit Posten wie einem Notbremsassistenten und einer Klimatisierung für den Fond allgemein üppiger als in der Pick-up-Klasse traditionellerweise üblich. Auch wenn der Navara sich mit all den feinen Extras von seinem günstigen Basispreis entfernt (ab 26.470 Euro für das Basismodell mit zwei-plus-zwei-sitziger King-Cab und Heckantrieb), bleibt er für ein Auto seiner Größe relativ preiswert. Als Allrader mit dem kleineren der beiden Diesel und in der schicken N-Connection-Ausstattung (Zwei-Zonen-Klimaautomatik, abgetönte Scheiben, 18-Zoll-Räder) kostet das fünfsitzige Double-Cab-Modell 35.670 Euro inklusiv Mehrwertsteuer. Selbst ein vergleichbarer Nissan X-Trail käme teurer.
All das kann am Ende aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Navara letztlich nicht für den langweiligen Alltag zwischen Neubaugebiet und Autobahn gemacht ist. Der robuste Leiterrahmen, der zuschaltbare Allradantrieb inklusive Offroad-Untersetzung und Differenzialsperre an der Hinterachse und der serienmäßige Bergfahrassistent zeigen, dass er eigentlich ins Gelände will. Dort hängt der Navara schon auf dem Papier all die modischen Softroader mühelos ab: 22 Grad Rampenwinkel, 50 Grad Kippwinkel und 60 Zentimeter Wattiefe – um nur ein paar Kennzahlen zu nennen, die SUV-Fahrer in der Regel nicht mal in den technischen Datenblättern ihrer Modelle aufgeführt finden würden. Und auch jenseits schweren Geländes punktet der Navara mit Handfestem: Bis zu 3.500 Kilogramm dürfen an den Haken, rund eine Tonne Last auf die 1,58 Meter lange Pritsche.

Die Kameras sorgen für Übersichtlichkeit

Wirklich glücklich wird man mit dem Navara nur, wenn man Lifestyle als aktiven Lifestyle versteht. Mit klobigem Sportgerät eben, oder im freien Gelände. Wer nur ein möglichst dickes Auto will, um den kernigen Typen geben zu können, ist mit einem klassischen SUV besser bedient. (Holger Holzer/SP-X)

Nissan Juke Premium – Schwarz und laut

Mit einem leistungsstarken Audiosystem bietet Nissan den Juke nun als Sondermodell „Premium“ an. Das Mini-SUV verfügt über eine Soundanlage der französischen Herstellers Focal. Gegenüber der Standardversion steigt die Leistung der Lautsprecher vorn und im Fond von 40 auf 120 Watt, die Hochtöner entwickeln 100 statt 40 Watt.

Optisch gibt sich das in Deutschland auf 50 Einheiten limitierte, prinzipiell schwarz lackierte Editionsmodell unter anderem durch schwarze Außenspiegelkappen, einen Stoßfänger in gleicher Farbe sowie ebenfalls schwarze Einsätze in den 18-Zoll-Felgen zu erkennen. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Navigationssystem, Umfeldüberwachung per Kamera und ein Assistenzpaket. In Verbindung mit dem 85 kW/115 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner und Frontantrieb kostet das kleine SUV 24.565 Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Standardmodell bedeutet das einen Aufschlag von rund 5.000 Euro.

Der polarisierend gestaltete Nissan Juke zählte bei seiner Markteinführung zu den ersten Mini-SUV überhaupt. Ende des Jahres geht er in die zweite Generation. An dem auffälligen Design soll sich nur wenig ändern. (Holger Holzer/SP-X)

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Nissan Navara Trek-1° – Herr der Finsternis

Ab Frühjahr 2017 bietet Nissan den Navara als Sondermodell Trek-1° an. Der rund 48.000 Euro teure Pick-up ist europaweit auf 1.500 Fahrzeuge limitiert und wird ausschließlich mit Doppelkabine in Kombination mit dem 140 kW/190 PS starken 2,3-Liter-Vierzylinderdiesel wahlweise in einer schwarzen und weißen Außenlackierung ausgeliefert. Passend respektive im Kontrast dazu gibt es schwarz lackierte 18-Zoll-Räder und schwarze Einstiegsleisten. Zusätzlich zur Ausstattung Tekna hat das mit Heck- oder Allradantrieb bestellbare Arbeitstier noch Lederbezüge für die beheizbaren Sitze, ein elektrisches Schiebedach und ein Automatikgetriebe an Bord.

Der Kunde kann beim Nissan Navara Trek zwischen einer Außenlackierung in Schwarz oder Weiß wählen. Die 18-Zoll-Räder sind grundsätzlich schwarz lackiert

Als Besonderheiten bietet der Navara ein Gestänge hinter der Fahrgastkabine, auf dessen oberem Querträger zwei zusätzliche LED-Scheinwerfer montiert sind, die für eine Extraportion Licht bei Fahrten in dunklen Gegenden sorgen. Schließlich gehören zur Sonderausstattung des Pick-up noch eine Ladeflächenabdeckung sowie eine Laderaumunterteilung. Fast 7.000 Euro sind die zusätzlichen Extras wert, wodurch sich ein Preisvorteil von 2.000 Euro ergeben soll. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Nissan Qashqai – Bald auch teilautonom unterwegs

Mit aufgefrischtem Design geht der Nissan Qashqai im Juli in seine zweite Lebenshälfte. Premiere feiert das geliftete Kompakt-SUV auf dem Genfer Salon (bis 19. März). Neben einer modifizierten Frontgestaltung mit neuem Kühlergrill, besserer Geräuschdämmung und optimiertem Fahrwerk hält auch Technik für das autonome Fahren Einzug – allerdings wohl erst im kommenden Jahr. Spätestens im März 2018 soll der Crossover auf der Autobahn zeitweise selbstständig die Spur halten, bremsen und Gas geben können. Ähnliche Systeme bieten bislang nur wenige Hersteller an, die meisten davon sind im Premiumsegment zu finden.

Unter andere verspricht Nissan bessere Geräuschdämmung und ein komfortableres Fahrverhalten

Unverändert bleibt die Motorenpalette. Als Basistriebwerk fungiert ein 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner mit 85 kW/115 PS, darüber rangiert ein 120 kW/163 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder. Auf Dieselseite stehen zwei Motoren mit 1,5 und 1,6 Litern Hubraum sowie 81 kW/110 PS beziehungsweise 96 kW/130 PS zur Wahl. Letzterer wird wohl wieder mit Allradantrieb zu haben sein. Preise nennt der Hersteller noch nicht. Aktuell startet die Preisliste bei 20.000 Euro. Für Anfang 2019 wird bereits die dritte Generation von Nissans Erfolgsmodell erwartet.
(Holger Holzer/SP-X)

Auch der Innenraum wurde aufgewertet

Autonomes Fahren – Im Zweifel greift Sam ein

Nerviger, unfallträchtiger, verwirrender und qualvoll zähfließender geht es kaum noch in Europa. Der Londoner Innenstadtverkehr an einem Wochentag um 10.14 Uhr ist ein Alptraum. Horden von eiligen Fußgängern, Baustellen, Kreisverkehre, enge Straßen, Lieferwagen und Taxis kreuz und quer; viel Stop, wenig Go. Und mittendrin: eine Oase der Entspannung für Tetsuya Iijima und seine Mitfahrer.

Der Entwicklungschef für autonomes Fahren bei Nissan sitzt nämlich am Steuer eines Elektroautos vom Typ Leaf – und macht in den 45 Minuten, die für acht Kilometer Wegstrecke nötig sind: nichts. Das Lenkrad rührt er nicht an, auch Bremse und Gas nicht. Meist schaut er seelenruhig zum Mitfahrer nebenan statt auf die Straße. Der Mann vertraut eben seinem Prototypen.

In diesem Leaf hat sein Team fast alles verbaut, was die Japaner derzeit parat haben, um autonom auch durch das schlimmste Innenstadt-Gewusel zu kurven: Zwölf Kameras, die rund um das Auto und bis in weite Ferne voraus den Überblick behalten, fünf Radar-Systeme, die den mittleren Abstand im Blick behalten, diverse Laserscanner, die auf den Millimeter genau die nähere Umgebung überwachen – und das verbunden mit einer Karte der Umgebung, die im Auto gespeichert ist. „Die ist extrem viel genauer als alle GPS-Daten für das Navi – und das brauchen wir auch”, sagt Iijima.

Womit er auch schon ein erstes Problem auf dem Weg zum vollautonomen Fahren beschreibt: Die Datenmengen für die Superkarten sind gigantisch – und Nissan muss sie für jeden Weg selbst erst mal aufzeichnen. Denn die Kartenangebote von Satelliten-Diensten wie GPS oder Galileo oder kamerabasierten Services wie Google Street View sind zu ungenau, damit die Selbstfahrer immer und überall unfallfrei, zügig und komfortabel unterwegs sein können.

Das aber ist das Ziel: Besser und sicherer als der menschliche Fahrer zu sein – der durch sein Fehlverhalten heutzutage ja für neun von zehn Unfällen verantwortlich ist. Beim Abbiegen von der Victoria Road in das Wohngebiet Poplar gibt es dafür ein gutes Beispiel. Plötzlich wechselt ein Taxi neben uns die Spur, schneidet den Nissan bei voller Fahrt. Vollbremsung! Vom Computer, nicht von Iijima, versteht sich.

Baustellen sind eine besondere Herausforderung für das autonome Auto

Auf dem virtuellen Cockpit sieht der Mensch hinter dem Lenkrad allerdings diese und viele andere Hindernisse und Verkehrszeichen exakt durch farbige Symbole eingeblendet – und auch die Gefahren, die von Autos, Fußgängern oder den allgegenwärtigen Fahrradboten in Londons City ausgehen. Der Leaf fährt dabei äußerst vorausschauend, sehr sanft und immer auf der Spur und Strecke, die der Computer als die schnellste und stromsparendste errechnet hat. „Kein menschlicher Fahrer würde das so effizient hinbekommen”, ist sich der Nissan-Entwickler sicher.

Was der Mensch allerdings besser kann, wird auch auf lange, lange Sicht noch eines sein: Die Reaktion auf das Unvorhersehbare, oft eigentlich Regelwidrige. Und das gibt’s gar nicht so selten. Vollsperrungen einer Straße etwa, die den Wechsel auf die Gegenfahrbahn erfordern – oder ein Unfall voraus, bei dem ein Polizist mit den Armen rudernd zum Ausweichen über den Randstreifen auffordert. Das lässt sich schlecht programmieren, und auch Kameras und Laserscanner bleibt die Geste erst mal ein Rätsel.

Nicht aber Ali Mortazavi. Der Manager von Nissans Autonomic Drive Programms sitzt im Silicon Valley und entwickelt dort unter anderem die Lösungen für das Unerwartete. Und hier bringt er den Kollegen Sam ins Spiel. Das ist eine Abkürzung für „Seamless Autonomous Mobility” – aber nicht allein für eine seelenlose Datenbank. Der Gedanke hinter Mortazavis Entwicklung ist vielmehr der: „Wenn der Computer nicht mehr weiter weiß, kann Sam nahtlos eingreifen.” Das funktioniert vereinfacht ausgedrückt so: Erkennt die Kamera auf dem Dach etwa den Polizisten, der mit einer Handbewegung zum Wechsel auf die Gegenspur auffordert, dann schaltet sich blitzschnell ein menschlicher Helfer in der Datenzentrale ein, der die Geste kennt und das Auto fernlenken kann. Der Passagier im Fahrzeug muss dazu nichts machen. „Die Technik und das System für die Datenübertragung und Fernwartung haben wir von der Nasa”, so Mortazavi. Die US-Weltraumbehörde nutzt diese Lösung schon lange, um etwa Fahrzeuge auf dem Mond in schwierigen Situationen von der Erde aus fernzusteuern. Und die dafür nötige Datenmenge wird so stark heruntergerechnet, dass es zum zackigen Eingreifen auch ein langsames Mobilfunknetz tut.

Mortazavi weiß aber genau deswegen auch, wo die Grenzen jedes Autokonzerns beim Weg zum vollautonomen Fahren sind: „Wenn die unerwartete, unprogrammierbare Situation etwa in einem Tunnel ohne Mobilfunknetz passiert, dann kann auch Sam nicht helfen.” Das bedeutet: Auch in weiterer Zukunft wird ein Auto ohne Lenkrad und Pedale nicht überall fahren können – oder die staatlichen Behörden rüsten die gesamte Infrastruktur so auf, dass lückenlose Fernlenkung möglich ist.

Bis dahin wollen die Nissan-Entwickler natürlich nicht warten. Der automatisierte Assistent für die Autobahn kommt bereits in den kommenden Monaten für den Qashqai und den nächsten Leaf, ab 2018 kann er dort auch die Fahrbahnen alleine wechseln. Und 2020 wird für die Innenstadt ein Kreuzungsassistent nachgereicht. Der kann an diesen besonders unfallträchtigen Stellen das Kommando übernehmen.

Und absolut autonom unterwegs wie im Leaf-Prototyp, wann kommt das? Da legen sich Iijima und Mortazavi angesichts der Herausforderungen an Daten, Infrastruktur, Rechtsrahmen oder Kartengenauigkeit lieber nicht fest: “202-X” heißt die zeitliche Ziellinie. Bis dahin wühlen wir uns also noch weitgehend selbst durch das tägliche Chaos auf unseren Straßen. (Peter Weißenberg/SP-X)

Nissan Leaf als Leichenwagen – Die letzte Reise ist elektrisch

Ruhigen Gewissens auch zur letzten Ruhe: E-Auto-Fans und Öko-Aktivisten steht in Großbritannien nun ein elektrisch betriebener Leichenwagen zur Verfügung. Das Beerdigungsunternehmen „Leverton and Sons“ bietet für die Fahrt zum Friedhof einen zum Leichenwagen umgebauten Nissan Leaf an.

Entwickelt und gebaut hat das alternative Transportmittel die 2011 gegründete Firma „Brahms Electric Hearses“. Die elektrisch ausfahrbare Abstellfläche für den Sarg nimmt die komplette linke Fahrzeugseite ein – vom Armaturenbrett bis zur Heckklappe. Die Türen des Beifahrers und seines Hintermanns wurden durch eine transparente Kunststofffläche ersetzt, die einen Blick in das Fahrzeug erlaubt. Dem Unternehmen zufolge wählen Kunden den E-Leichenwagen nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ästhetischen Gründen.

Die komplette „Beifahrerseite“ ist verglast

Angeboten wird die Fahrt zu Friedhöfen im Umkreis von rund 135 Kilometern um London – also im Bereich der Reichweite des E-Mobils. Für weitere Strecken empfehlen „Leverton and Sons“ ihren klassischen Daimler-Leichenwagen. Der allerdings kommt teurer: Während die Fahrt im Leaf ab 300 Pfund (350 Euro) zu haben ist, werden für die umgebaute Edel-Limousine 315 Pfund (366 Euro) fällig. Wer es ganz klassisch und ebenfalls ökologisch korrekt will, bucht für 1.200 Pfund (1.400 Euro) ein Pferdegespann.

In Deutschland hätte der Leaf-Leichenwagen wohl keine Chance. Die Verordnung zur Durchführung des Bestattungsgesetzes schreibt vor, dass der Laderaum des Leichenwagens umschlossen, verschließbar und vom Fahrerraum getrennt sein muss. Im umgebauten Nissan würde der Platz dafür nicht ausreichen. (Holger Holzer/SP-X)

Nissan Micra – Wie ein Großer

Vom Pummelchen zum straffen Stadtwagen: Der Nissan Micra ist in fünfter Generation erwachsen geworden. Mit schickem Blechkleid, peppigem Interieur, modernen Infotainment- und Assistenzsystemen sowie sparsamen Motoren steht er im März ab 12.990 Euro beim Händler.

Im Vergleich zur vierten Generation hat der Fünftürer um 17 Zentimeter auf eine Länge von 4 Metern zugelegt. Gleichzeitig wurde er breiter und flacher, was neben der neuen Designsprache zusätzlich für sportliche Proportionen sorgt. Und auch das Platzangebot im Innenraum profitiert. Allerdings sollten auf der Rückbank nur zwei Personen mitfahren: Die abfallende Dachlinie geht zu Lasten der Kopffreiheit. Das Kofferraumvolumen überzeugt mit Werten von 300 bis maximal 1.004 Litern.

Das modern gezeichnete Interieur lässt sich mit rot-, blau- oder orangefarbenen Applikationen beziehungsweise Lederversatzstücken aufwerten. Ansehnlich geraten sind auch das zentrale Display (Serie ab Acenta) für die Darstellung der wichtigsten Fahrinformationen sowie der 7 Zoll große Touchscreen für die Bedienung von Multimedia, Navigation oder die Einbindung von Smartphones. Beide sind gut ablesbar und einfach zu bedienen. Zur Markteinführung ist übrigens nur Apple CarPlay verfügbar, das entsprechende Android-Angebot wird wohl noch ein Jahr auf sich warten lassen.

Basistriebwerk im Micra ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 54 kW/73 PS, der beim Micra mit Verbrauchsnormwerten je nach Ausstattung zwischen 4,6 und 4,9 Litern aufwartet. Für dieses entscheiden sich nach Einschätzung von Nissan 20 Prozent der Käufer, das sind doppelt so viele wie für den 1,5-Liter-Diesel mit 66 kW/90 PS, der sich durchschnittlich mit 3,2 Litern für die Wegstrecke von 100 Kilometern begnügt. Das Gros der Kunden wird hier zu Lande den 0,9-Liter-Turbo mit ebenfalls 66 kW/90 PS goutieren. Der Dreizylinder agiert leise und bietet bei passendem Drehzahlniveau guten Durchzug. Der Standardspurt kann in 12,1 Sekunden absolviert werden, die Höchstgeschwindigkeit ist mit 175 km/h angegeben. Als Normverbrauchswert gibt Nissan 4,4 bis 4,6 Liter an. Das Fahrwerk haben die Nissan-Ingenieure artgerecht und passend zum Charakter eines Kleinwagens abgestimmt, nicht zu hart, aber auch nicht zu weich. Die Grundeinstellung spricht den gelassenen Fahrer an.

Punkten will der Micra auch mit Technik. Auf der Optionsliste finden sich Totwinkel-, Spurhalte- oder Fernlichtassistenten sowie 360 Grad-Umgebungskamera. Wer will, kann sich auch etwas für seine Ohren können. Eine Bose-Soundanlage mit Lautsprechern in den vorderen Kopfstützen sorgt für ein sattes Klangerlebnis. Auch in dieser Hinsicht gibt sich der Micra nun als Großer. (Elfriede Munsch/SP-X)

Erster Test des neuen Nissan Micra

Im Vergleich zum Vorgänger definitiv eine Perle!

In Dubrovnik, der Perle der Adria, konnte ich den neuen Nissan Micra etwas genauer unter die Lupe nehmen. Laut Hersteller ist dieser effizienter, sicherer und geräumiger geworden. Da auf Fahrveranstaltungen die Verbrauchsermittlung schwieriger ist und ich die Sicherheit auch nicht testen kann, konzentriere ich mich auf das Platzangebot, die Verarbeitung, die Technik und den ersten Fahreindruck.

Die nun fünfte Generation des japanischen Kleinwagens ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker. Im Vergleich zum eigenen Vorgänger könnte er ein Verkaufsschlager werden. Nicht mehr ganz so rund und niedlich, sportlicher und flacher ist er.

Durch die schwarzen B- und C-Säulen scheint das Dach zu schweben. Insgesamt ist er einfach größer mit knapp 4 m Länge, 1,45 m Höhe, 1,93 m Breite inklusive Spiegeln und einem Radstand von 2,52 m, der absolut den Passagieren zu Gute kommt: Besonders auf den vorderen Plätzen hat man im neuen Micra ausreichend Platz, sitzt bequem und kann die Sitz- und Gurtposition in der Höhe, die Lenkradposition in der Höhe und der Tiefe optimal einstellen.

Durch die veränderte Optik, besonders bei der C-Säule, ist die Rundumsicht etwas schlechter geworden, was mich dazu bringt, die optionale 360° Kamera oder zumindest die Einparkhilfe zu empfehlen.

Besonders die neue Front hat es mir angetan, hier hat der Hersteller neben dem markentypischen „V-Motion“-Kühlergrill auch noch neue Scheinwerfer verbaut.

Hinten sorgt der Spoiler für möglichst optimalen Abtrieb und für ein sportliches Auftreten. Wo wir schon mal beim Heck sind: Ich mag die hohe Ladekante nicht, da man, wie bei fast allen Kleinwagen, die Gepäckstücke erst über eine Stufe heben muss. Das Gepäckraumvolumen liegt zwischen 300 und 1004 Litern und geht für mich absolut in Ordnung.

Der neue Nissan Micra lässt sich auf über 120 unterschiedliche Weisen individualisieren. Ein paar neue Lackfarben stehen dem kleinen Flitzer, der übrigens in Frankreich gebaut wird, sehr gut. Zu ihnen gehören zum Beispiel ein kräftiges Hellgrün, ein tolles Rot und ein knalliges Orange.

Beim neuen Nissan Micra kann man zwischen einem 73-PS-Benziner, einem 90-PS-Benziner und einem 90-PS-Diesel wählen. Alle sind an ein manuelles 5-Gang Getriebe gekoppelt. Die Verzögerung übernehmen vorne Scheibenbremsen und an der Hinterachse ausreichend groß dimensionierte Trommelbremsen. Von denen bin ich kein großer Freund, da man als Laie und Aussenstehender nicht sehen kann, ob die Beläge schon an der Verschleißgrenze sind, aber das ist bei einem Neuwagen ja erstmal kein Thema.

Schauen wir in die Zukunft, da sehe ich noch einen Motor mit mehr Leistung, ein 6-Gang Getriebe, LED Licht vorne und hinten und eventuell auch noch ein automatisiertes Schaltgetriebe. Aktuell deckt Nissan mit dem neuen Markt vermutlich 80% der Kundenwünsche ab, an den anderen 20% wird man noch feilen, da bin ich mir sicher und der Nissan Micra empfielt sich ja förmlich für einen Nissan Micra Nismo, oder?

Das Lenkrad würde dazu passen. Der Innenraum von Nissan Micra gefällt mir ausgesprochen gut. Sowohl die Anordnung der Instrumente als auch ihre intuitive Bedienung überzeugen. Optik und Haptik sagen mir auch zu, das unten abgeflachte Lenkrad beispielsweise liegt prima in der Hand und bietet verschiedene, ebenfalls gut zu erreichende Tasten

Zwischen den vorderen Sitzen findet man eine ganz normale Handbremse, so wie ich sie mag. Nix elektronisches, einfach ein Handbremshebel. Punkt. Möglichkeiten, Dinge abzulegen, gibt es genug. Neben zwei Getränkehaltern in der Mittelkonsole und Getränkefächern in den Türtaschen gibt es noch ein kleines Handschuhfach.

Lademöglichkeiten fürs Smartphone sind nicht so oft vorhanden, wie ich es mir wünschen würde, neben einer 12 Volt Steckdose und einem Aux-In Anschluss gibt es leider nur einen USB-Port. Ansonsten bietet der Kleinwagen so einiges, teils serienmäßig, an. Es gibt zum Beispiel eine Klimaautomatik, ein Bose Soundsystem, ein modernes Infotainmentsystem mit Apple Carplay und Co., eine 360° Kamera, den aktiven Spurhalte-Assistenten, den Fernlichtassistenten und eine Verkehrszeichenerkennung.
Achtung: Derzeitig gibt es Apple Car Play nur in der Acenta Ausstattung, das soll sich aber bald ändern.

Meine kleine Kritik zum Spurhalte-Assistenten: Er lenkt der Nissan Micra nicht, sondern er korrigiert durch einen Bremseingriff. Sowas geht mittlerweile besser. Übrigens hat der neue Micra auf den hinteren äußeren Sitzplätzen ISOFIX und manuelle Fensterheber. Damit umgeht man die Einklemmschutzproblematik, macht mich als Familienvater allerdings nicht gerade glücklicher.

Er bietet nur Personen unter 1,80 ausreichend Kopffreiheit auf den hinteren Sitzplätzen, mehr Platz hat man definitiv vorne und in der Regel werden Kleinfahrzeuge ja auch nur von einer Person bewegt. Damit begründet der Hersteller übrigens auch die Tatsache, dass nur der Fahrersitz in der Höhe verstellbar ist. Das Lenkrad lässt sich in der Höhe und in der Tiefe verstellen, auch eine Gurthöhenverstellung gibt es – somit dürfte jeder Fahrer eine bequeme Fahrposition finden.

Zum Fahrverhalten kann ich nur sagen, dass ich nichts Schlechtes zu sagen habe, im Hinblick darauf, dass dies ein Kleinwagen zum recht günstigen Einstiegspreis ist. Die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk gut abgestimmt und die Bremsen ausreichend groß dimensioniert. Dieser liegt bei 12.990 Euro, damit ist er im Vergleich zum eigenen Vorgänger etwas teurer geworden. Mit dem großen Benziner und ein paar Ausstattungsfeatures zahlt man eher 20.000 Euro und mehr, da empfehlen sich direkt die besseren Ausstattungslinien, da hier schon einige Features einkalkuliert sind, bis auf Apple Car Play – was mich persönlich sehr traurig macht.

Fazit: Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen. Etwas auf die lange Bank schieben, sollte man vermeiden. So finde ich es sehr schade, dass Nissan einige Features nicht direkt ab Marktstart anbietet. Wer diese allerdings gar nicht möchte, der hat hier einen sehr guten Kleinwagen, der sich nicht vor seinen Mitbewerbern verstecken muss. Mit dem 0,9 Liter 3-Zylinder ist er ausreichend stark motorisiert für sein Leergewicht von knapp 1,1 Tonnen.

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Nissan V-Motion 2.0 Concept – Illuminierte Vision

V-Motion 2.0 Concept heißt eine neue Nissan-Studie, die auf der Detroit Auto Show (bis. 22. Januar) Weltpremiere feiert. Die futuristisch angehauchte Nissan-Vision soll einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache der Marke geben. Überdies ist der V-Motion vollvernetzt und zudem in der Lage, autonom zu fahren.

Das Dach des Nissan V-Motion besteht weitgehend aus Glas

Die sich elegant über gut 4,90 Meter erstreckende Limousine mit coupéartigem Dachverlauf fällt durch große, in sich verdreht wirkende Flächen und scharfe Kanten auf. Prägend in der Front ist ein dreidimensional herausgearbeiteter und sich über die gesamte Fahrzeuglänge erstreckender v-förmiger Kühlergrill. Flankiert wird dieses zentrale Designelement von schick dreinblickenden LED-Scheinwerfern. Dank des in einem weiten Bogen langsam nach hinten abfallenden Glasdachs wirkt die V-Motion-Limousine fast wie Fließheck-Modell. Ein besonderer Clou: Fährt der V-Motion mit Autopilot, wird dies über die Illumination von Kühlergrill und Heckschürze signalisiert.

Zwar handelt es sich bei V-Motion 2.0 um eine Stufenhecklimousine, doch dank des Dachverlaufs hat sie fast schon Fließheck-Charakter

Dank der gegenläufig angeschlagenen Einstiegstüren und dem Verzicht auf B-Säulen ermöglicht der V-Motion einen großzügigen Einstieg in eine wohnlich gestaltete Fahrgastzelle. Hier bietet die Nissan-Studie auf zwei Sitzreihen jeweils zwei durch eine durchgehende Mittelkonsole voneinander getrennte Einzelsitze. Das mit hellem Leder bezogene und mit Kupferakzenten aufgepeppte Gestühl bildet einen Kontrast zum Zebraholz, das unter anderem großflächig im Fahrzeugboden verlegt wurde.

Der Nissan V-Motion Concept bietet ein besonders breites Infodisplay

Das aufgeräumte Cockpit verfügt über ein rechteckig geformtes Lenkrad, das dem Fahrer einen freien Blick auf das mächtige Infodisplay erlaubt. Die Digitalanzeige reicht weit hinüber bis zur Beifahrerseite. Neben fahrrelevanten Informationen zeigt das auch die Medienangebote des Infotainment-Systems an.

Der Innenraum des Nissan V-Motion 2.0 lädt zum Verweilen ein

Ob der V-Motion einen konkreten Ausblick auf die nächste Generation von Altima oder Maxima gibt, behalten die Japaner vorläufig für sich. Auch über einen möglichen Antrieb des V-Motion hat Nissan keine Angaben gemacht. (Mario Hommen/SP-X)

Im Fond des Nissan V-Motion 2.0 gibt es zwei Einzelsitze

Nissan plant die mobile Zukunft – Das Auto soll menschlich werden

Beim Rundgang über die CES (Consumer Electronic Show) bekommt auch der letzte Zweifler den Eindruck, dass vollvernetzte autonome Fahrzeuge schon bald zum alltäglichen Straßenbild gehören werden. Die Entwicklung nimmt rasant Fahrt auf. Konzeptstudien zeigen futuristische Cockpits unter Glas, Lenkräder ziehen sich zurück ins Armaturenbrett. Sogenannte Hard Keys, also physische Schalter, gehören der Vergangenheit an. Die Bedienung erfolgt per Sprache oder Geste. Zukünftig reicht gar ein Blick auf das Symbol auf dem Display.

Ziel ist es dabei, das Autofahren nicht nur deutlich bequemer zu machen, sondern auch sicherer. „Über 90 Prozent aller Unfälle passieren durch menschliches Versagen“, sagt auch Nissan-Chef Carlos Ghosn. Autonome Fahrzeuge sollen helfen, diese Zahlen massiv zu senken.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Mit die größte Herausforderung sieht Nissan in der Übergangszeit, wenn sich autonome Autos die Straße noch mit Millionen konventioneller Fahrzeuge teilen. Dafür hat der japanische Autobauer SAM entwickelt. Das Kürzel steht für Seamless Autonomous Mobility, für nahtlose autonome Mobilität. SAM soll im Fahrbetrieb künstliche Intelligenz mit menschlicher Unterstützung verknüpfen. Durch diese Interaktion von Mensch und Maschine lassen sich laut Nissan vor allem unvorhersehbare Situationen in den Griff bekommen. Der Computer lernt dabei wie ein Fahrschüler. Künstliche Intelligenz gilt in der Branche als eine entscheidende Schlüsseltechnologie für das pilotierte Fahren.

Mit die größte Herausforderung sieht Nissan in der Übergangszeit, wenn sich autonome Autos die Straße noch mit Millionen konventioneller Fahrzeuge teilen

Die höchsten Anforderungen an die Autonomie gibt es in der Stadt, wo nicht nur Autos, sondern auch Fußgänger und Fahrradfahrer die Wege kreuzen. „Menschen zeigen soziales Verhalten, lösen eine Verkehrssituation bisweilen durch Blickkontakt oder Gesten, autonome Fahrzeuge müssen dies auch tun“, sagt Melissa Cefkin, bei Nissan zuständig für die Schnittstelle Auto-Mensch. Auch länderspezifische Unterschiede und kulturell verankerte Verhaltensweisen müssen dem autonomen Auto beigebracht werden. „Denken sie nur an einen Zebrastreifen in Asien, wo Fußgängern selten Vorrecht eingeräumt wird“, so Cefkin.

Carlos Ghosn sieht für autonome Autos nicht nur eine große Zukunft, was Sicherheit und Komfort betrifft, sondern glaubt auch, dass sie den Fahrspaß steigern. Selbst für eingefleischte Selbstfahrer. „Autofahrer können, beispielsweise im Stop&Go-Verkehr, in einem pilotierten Fahrzeug ihre Zeit weitaus besser nutzen, als stupide hinter dem Lenkrad zu sitzen und auf die Straße zu starren. Heute muss ich auch im Stau die Hände am Lenkrad haben, künftig kann ich wählen“, so Ghosn,

2030 werden seiner Meinung nach 15 Prozent aller Neuwagen vollautonom unterwegs sein. Nissan will die Entwicklung dorthin in vier Phasen bewältigen. Schon dieses Jahr wird der Qashqai als erstes Modell in Europa den ProPilot erhalten. Das System ermöglicht die selbstständige einspurige Verkehrsführung auf der Autobahn. Erfahrung hat Nissan damit in Japan gesammelt. Dort steht ProPilto für den Familien-Van Serena in der Preisliste. „Die Bestellrate liegt bei 60 Prozent“, sagt Ghosn.

2018 soll das ProPilot-System auch mehrspurig unterwegs sein können (selbstständige Überholvorgänge), so wie heute bereits in der Mercedes E-Klasse und im Fünfer-BMW. Für 2020 glaubt Nissan, zehn Modelle seiner Palette soweit zu haben, dass sie teilautonom auch in der Stadt fahren können. Wenige Jahre später will man sogar fahrerlose Autos auf der Straße haben. „Bei dem genannten Zeitrahmen handelt es sich um Autos für den Massenmarkt und nicht um wenige Prototypen oder Versuchsfahrzeuge“, sagt der Nissan-Chef, „wir arbeiten von Anfang daran, die richtigen Technologien für unsere gesamte Fahrzeugpalette einsetzbar und für die Mehrzahl unserer Kunden erschwinglich zu machen.“

SAM soll im Fahrbetrieb künstliche Intelligenz mit menschlicher Unterstützung verknüpfen

Deutlich ausbauen will man auch das Angebot an batterieelektrischen Fahrzeugen. Nissan ist hier mit dem Leaf hier bereits Branchenführer. Seit der Einführung 2010 wurden weltweit über 250.000 Exemplare verkauft, so viel wie von keinem anderen Elektroauto. Ende 2017, vermutlich auf der Los Angeles Auto Show, soll die neue Generation des Leaf vorgestellt werden. Markteinführung ist dann 2018. Leaf Nummer zwei erhält ebenfalls das ProPilot-System und wird dann das erste Elektroauto seiner Klasse sein, das teilautonom auf der Autobahn unterwegs sein kann. (Michael Specht/SP-X)

Nissan Micra – Schicker, aber auch teurer

Zu Preisen ab 12.990 Euro startet im März die fünfte Generation des Nissan Micra. Die Basisvariante des fünftürigen Kleinwagens wird von einem 54 kW/73 PS starken 1,0-Liter-Benziner angetrieben, alternativ gibt es ab 15.790 Euro einen 0,9 Liter großen Turbobenziner mit 66 kW/90 PS sowie einen gleich starken Diesel mit 1,5 Litern Hubraum für 16.190 Euro. Die Kraftübertragung übernimmt jeweils ein manuelles Fünfganggetriebe.

Die fünfte Generation des Stadtauto-Klassikers wendet sich konsequenter als je zuvor einer westlichen Kundschaft zu. Beim Design und der allgemeinen Anmutung macht die Neuauflage gegenüber dem als Weltauto konzipierten Vorgänger sichtbar einen riesigen Schritt. Punkten will der gemeinsam mit dem Renault Clio in Frankreich gebaute Kleinwagen auch mit umfangreicher Sicherheitsausstattung. So wird in Deutschland ein Radar-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung zum Serienumfang zählen. Gegen Aufpreis gibt es ein kamerabasiertes Umfeldüberwachungs-System, einen Totwinkel-Assistenten und eine Verkehrszeichen-Erkennung. (Holger Holzer/SP-X)

Nissan X-Trail – Japanisch-französische Freundschaft

Nissan hört auf seine Kunden, denn deutlich über 50 Prozent der Kunden wollten den X-Trail als Automatik mit Allrad und Diesel. Und genau das bieten die Japaner jetzt mit dem neuen 130 kW/177 PS starken Triebwerk. Mindestens 36.490 Euro werden für diese Option fällig, während der Spritverbrauch mit rund sechs Litern noch immer moderat ausfallen soll. Freilich verweigert der Hersteller den neuen Zweiliter auch den Schaltfans nicht – dann hat man rund 2.000 Euro gespart. Der jetzt im X-Trail werkelnde Vierzylinder ist übrigens ein Renault-Gewächs. Und zwar handelt es sich um jenes Aggregat, das in den letzten Jahren bereits diverse Modelle des französischen Konzerns angetrieben hat, aber jetzt haben die Entwickler den Selbstzünder überarbeitet – 20 Prozent der Teile sind neu. Es dürfte vor allem darum gegangen sein, das Kraftpaket fit für die Euro 6-Abgashürde zu machen.

Wer mit dem X-Trail ins Gelände will, fährt am besten den Zweiliter-Diesel in Kombination mit dem Automatikgetriebe
Wer mit dem X-Trail ins Gelände will, fährt am besten den Zweiliter-Diesel in Kombination mit dem Automatikgetriebe

Zeit für eine erste Proberunde. Nach Betätigung des Startknopfes wird schnell klar: Der Vierzylinder ist ein rustikaler Geselle und denkt gar nicht erst daran, sein Dieseldasein akustisch zu vertuschen. Fast schon ein erfrischender Gegenpol zum glattgeschliffenen Design moderner SUV, wie es auch der X-Trail einer ist. Aber bleiben wir zunächst beim Motor. Der 380 Nm-Brocken hat mit dem 1,7-Tonner leichtes Spiel, zumindest nach Überwindung seiner Anfahrschwäche.

Die 4WD-Variante des Nissan X-Trail bietet die Möglichkeit einer variablen als auch starren Verteilung der Antriebskraft zwischen den Achsen
Die 4WD-Variante des Nissan X-Trail bietet die Möglichkeit einer variablen als auch starren Verteilung der Antriebskraft zwischen den Achsen

So kann es passieren, den Schalter ungewollt abzuwürgen. An Steigungen rollt er zudem gerne auch mal zurück. Hier könnten die Techniker noch etwas Arbeit in die Berganfahr-Kontrolle stecken. Der Aufpreis für die Automatik ist also gut angelegt. Das stufenlose Getriebe macht einen wirklich angenehmen Eindruck – der Anfahrkomfort überzeugt, die Übersetzungsübergänge sind naturgemäß butterweich, und der gefürchtete Gummiband-Effekt bleibt aus, da die Ingenieure Stufen simulieren. Jetzt kann man den Zweiliter richtig genießen, der zwar beim Durchbeschleunigen eine halbe Sekunde später Landstraßentempo erreichen soll als die Ausgabe mit mechanischem Getriebe, aber das ist in der Praxis unerheblich. Zumal der X-Trail ohnehin kein ausgewiesener Sprinter ist.

Der Arbeitsplatz des Nissan X-Trail ist aufgeräumt
Der Arbeitsplatz des Nissan X-Trail ist aufgeräumt

Schön dagegen, dass der erstarkte Kraxler bereits auf leichten Gaspedaldruck aus dem Drehzahlkeller heraus füllig an Tempo zunimmt und somit zu den Elastizitäts-Profis gehört. Darüber hinaus gehört er auch noch zu den Nutzwertprofis, bietet Raum in Hülle und Fülle. Bei umgeklappten Sitzen passen fast 2.000 Liter in den Kofferraum – welche Autos halten schon derartig viel Ladevolumen bereit? Und auch an die menschliche Fracht wurde gedacht beispielsweise mit einer verschiebbaren Rücksitzbank. So muss man in der zweiten Reihe nun wirklich keine Not leiden und kann die Beine (auch längere Ausführungen davon) genüsslich ausstrecken. Nur die Passagiere in der mindestens 500 Euro dritten Sitzreihe würden wohl nicht unbedingt freiwillig auf Langstrecke gehen, aber das ist ja ganz normal. Bei der Allradkompetenz ist der X-Trail logischerweise nur ein Semiprofi und verzichtet aus gegebenem Anlass auf eine Reduktion – in der Praxis fährt eben fast niemand in unwegsames Gefilde. Per Drehschalter kann man die Kraftverteilung fixieren, und dass der Nissan auch in puncto Achsverschränkung recht ordentlich abschneidet, zeigen die Experten bei der Vorstellung auf einer präparierten Geröllpiste.

Der neue Zweiliter-Diesel füf den Nissan X-Trail stammt von Renault
Der neue Zweiliter-Diesel füf den Nissan X-Trail stammt von Renault

Bleibt der Blick in den Innenraum. Hier gibt es sachliche Hausmannskost statt Sterne-Menü. Die Architektur ist aber sauber verarbeitet, und manch einer wird sich freuen, dass er die Sitzheizung einfach per Tastendruck über einen altmodischen Kippschalter aktiviert statt fünf Minuten im Menü des Touchscreens herumzuirren. Dennoch bietet der Nissan auch einen Touchscreen. Mit einem sehr überzeugenden Navigationssystem noch dazu, das Zieleingaben schnell verarbeitet und präzise führt. Für die Infotainment-Befriedigung müssen der Bildschirm in der Mittelkonsole sowie ein kleines TFT-Feld zwischen den klassischen Rundskalen im Kombiinstrument reichen, da ist der X-Trail konservativ gestrickt. Progressive Einstellung dagegen bei der Sicherheit – autonomes Bremssystem, Spurhalte-Warner und Verkehrszeichenerkennung zählen sogar bei der Basis zu den Selbstverständlichkeiten. Dafür ist ein integriertes Navi hier überhaupt nicht lieferbar und selbst in der etwas höherwertigen Linie „Acenta“ mit 1.380 Euro recht teuer. Immerhin sind dann Bluetooth-Freisprechanlage und Rückfahrkamera inklusive. Im Gesamtpaket ist der X-Trail aber ein fair eingepreistes Fahrzeug und bietet vor allem viel Nutzwert und ansehnlichen Komfort für sein Geld. Der kräftige Zweiliter-Diesel ist definitiv eine Bereicherung für das Modell. (Patrick Broich/SP-X)

Nissan NV300 – Die Vielfalt der Varianten

Die Ansprüche an leichte Nutzfahrzeuge sind klar definiert. Die Verantwortlichen für die Fuhrparks erwarten geringe Betriebskosten gepaart mit möglichst großem Laderaum, Technik auf dem neuesten Stand und Sicherheit. Für die Fahrer sollten noch Sitz- und Fahrkomfort sowie eine gewisse Wendigkeit hinzukommen. Nissan hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem neuen NV300 möglichst viele dieser Wünsche zu erfüllen. Zudem soll die Garantie von fünf Jahren oder bis zu 160.000 Kilometer ebenfalls Kunden locken. Positiv auf die Betriebskosten wirken sich zudem Service-Intervalle von 24 Monaten oder 40.000 Kilometern aus.

Aufgrund einer Durchladeklappe in der Trennwand lassen sich bis zu 3,75 Meter lange Gegenstände transportieren. Bei der längeren Auslegung des Fahrzeugs (L2) sind es 4,15 Meter
Aufgrund einer Durchladeklappe in der Trennwand lassen sich bis zu 3,75 Meter lange Gegenstände transportieren. Bei der längeren Auslegung des Fahrzeugs (L2) sind es 4,15 Meter

Der japanische Hersteller bietet den Nachfolger des Primastar zudem in einer großen Variantenvielfalt an. Kunden haben bei der Kastenwagenversion die Wahl zwischen zwei Längen und zwei Höhen. Zwei Längen gibt es auch bei der sechssitzigen Doppelkabine. Als Plattform-Fahrgestell können die unterschiedlichsten Aufbauten installiert werden. Vom Camper bis zum Kipper, vom Übertragungswagen bis zum Kühltransporter ist so gut wie alles machbar. Dazu kommt der Einsatz als Personentransporter. Das Kombi genannte Modell hat auf zwei unterschiedlichen Längen Platz für bis zu neun Insassen. Drei Reihen mit je drei Sitzplätzen stehen dann zur Verfügung, ohne dass es an Raum fürs Gepäck fehlt. Mindestens 550 Liter, in der längeren Bauart 890 Liter, bietet das Gepäckabteil. Sind weniger Passagiere an Bord, lässt sich der Laderaum aufgrund der umlegbaren Sitze variabel vergrößern. Der Einstieg nach hinten erfolgt serienmäßig über eine seitliche Schiebetür. Optional ist eine zweite Schiebetür zu haben.

Drei Reihen mit je drei Sitzplätzen stehen dann zur Verfügung, ohne dass es an Raum fürs Gepäck fehlt. Mindestens 550 Liter, in der längeren Bauart 890 Liter, bietet das Gepäckabteil
Drei Reihen mit je drei Sitzplätzen stehen dann zur Verfügung, ohne dass es an Raum fürs Gepäck fehlt. Mindestens 550 Liter, in der längeren Bauart 890 Liter, bietet das Gepäckabteil

Für den Einsatz als reiner Lastenesel ist die Ausnutzung des Frachtraums besonders wichtig. Im NV300, dessen Laderaum um 11 Zentimeter länger als noch beim Primastar ist, können schon in der kleinsten Version (L1) drei Europaletten verstaut werden. Aufgrund einer Durchladeklappe in der Trennwand lassen sich bis zu 3,75 Meter lange Gegenstände transportieren. Bei der längeren Auslegung des Fahrzeugs (L2) sind es 4,15 Meter. Eine clevere Lösung wurde für noch längeres Transportgut gefunden (bis zu 7,15 Meter mit Fahne, 5,15 Meter ohne Fahne). Ein Zusatzschloss an den Hecktüren ermöglicht es, mit einem geöffneten hinteren Türflügel zu fahren. Das Kennzeichen auf dem geschlossenen Teil bleibt dann weiterhin sichtbar. Ein zusätzliches Plus von 80 Zentimetern in der Länge bietet eine Klappe unter dem äußeren Beifahrersitz Latten und Rohre können dann bis in den Fußraum geschoben werden. Der Sitz ist dann allerdings nicht mehr zu nutzen.

Die Kombi genannte Modellvariante des NV300 hat auf zwei unterschiedlichen Längen Platz für bis zu neun Insassen
Die Kombi genannte Modellvariante des NV300 hat auf zwei unterschiedlichen Längen Platz für bis zu neun Insassen

Doch nicht nur in der Länge ist der NV300 im Vergleich zum Vorgänger gewachsen. Die schlankere Konstruktion der Seitenwände hat ein Plus an Ladevolumen von 200 Litern zur Folge. Zudem wurden die Türausschnitte so ausgelegt, dass auch größere Palettenformate geladen werden können. Die Zuladung in den beiden Tonage-Klasse 2,7 oder 2,9 Tonnen beträgt bis zu 1205 Kilogramm.

Sind weniger Passagiere an Bord, lässt sich der Laderaum des NV300 Combi aufgrund der umlegbaren Sitze variabel vergrößern. Der Einstieg nach hinten erfolgt serienmäßig über eine seitliche Schiebetür
Sind weniger Passagiere an Bord, lässt sich der Laderaum des NV300 Combi aufgrund der umlegbaren Sitze variabel vergrößern. Der Einstieg nach hinten erfolgt serienmäßig über eine seitliche Schiebetür

Über mehr Platz und Komfort darf sich aber auch der Fahrer freuen. Serienmäßig ist der auf voll verstellbaren Komfortsitzen mit Lordosenstütze und Armlehnen unterwegs, hat einen größeren Verstellbereich und mehr Kopffreiheit als im Primastar. Die höhen- und längsverstellbare Lenksäule trägt dazu bei, eine bestmögliche Position am Lenkrad zu finden.

Da heute Smartphones und Notebooks zur Grundausstattung der Vielfahrer zählen, wurden für diese unverzichtbaren Büroutensilien gut erreichbare und sichere Staufächer (insgesamt 90 Liter) integriert.

Für den Einsatz als reiner Lastenesel ist die Ausnutzung des Frachtraums besonders wichtig. Im NV300, dessen Laderaum um 11 Zentimeter länger als noch beim Primastar ist, können schon in der kleinsten Version (L1) drei Europaletten verstaut werden
Für den Einsatz als reiner Lastenesel ist die Ausnutzung des Frachtraums besonders wichtig. Im NV300, dessen Laderaum um 11 Zentimeter länger als noch beim Primastar ist, können schon in der kleinsten Version (L1) drei Europaletten verstaut werden

Auf der Antriebsseite des NV300 kommt ein 1,6-Liter-Diesel in vier Leistungsstufen zum Einsatz. Einstiegsmotorisierung ist der dCi95 mit 70 kW (95 PS), gefolgt vom dCi120 mit 88 kW (120 PS). An der Spitze steht der 107 kW (145 PS) starke dCi145. Wir waren mit dem zweitstärksten Triebwerk, dem dCi125 mit 92 kW (125 PS) unterwegs, der wie alle anderen Aggregate mit einem Sechsgang-Getriebe kombiniert ist. Der Selbstzünder hat einen guten Antritt und läuft auch unter Volllast noch angenehm leise. Soll bei Tempo 60 aber zügig überholt werden, muss schon vom sechsten in den fünften Gang zurückgeschaltet werden. Dann geht’s flott am Vordermann vorbei. Und das mit einem Fahrwerk, das auch schlechteste Fahrbahnverhältnissen souverän meistert. Da rumpelt nichts, der Wagen schaukelt nicht auf und bleibt jederzeit gut beherrschbar.

Während der NV300 technisch im Wesentlichen baugleich mit dem Renault Traffic und dem Opel Vivaro ist, zeigt die Front das typische Nissan-Gesicht. Designmerkmale, die auch Qashqai oder X-Trail tragen, wurden geschickt auf das leichte Nutzfahrzeug übertragen. (Wolfgang Schäffer)

Nissan-Carsharing – Ein Micra, viele Besitzer

Die meiste Zeit des Tages steht das eigene Auto nur herum – und könnte von jemandem genutzt werden, der zeitlich genau gegensätzliche Fahrbedürfnisse hat als man selbst. Die Idee des Auto-Teilens ist nicht neu, wohl aber der Plan, die passenden Sharing-Partner über das soziale Netz zu finden. Nissan macht das jetzt mit dem Micra möglich und geht sogar einen Schritt weiter: Das geteilte Auto gehört der Community.

Der Dienst „Intelligent get & go Micra“ nutzt – ähnlich wie eine Partnervermittlung – spezielle Algorithmen, um die Profile und Geo-Daten registrierter Interessenten zu vergleichen. So werden Nutzer mit gegensätzlichen Fahrbedürfnissen zusammengeführt, die dann den Kleinwagen gemeinsam besitzen. Gezahlt wird über eine Monatsgebühr, die sich nach der persönlichen Fahrzeugnutzung richtet. Sie umfasst unter anderem Versicherung, Service, Zugang zur Online-Vermittlung und Smartphone-App. Durch die gemeinsame Nutzung ist das Auto besser ausgelastet und die Kosten fürs Autofahren sinken für den Einzelnen.

Der Dienst startet noch in diesem Jahr im Großraum Paris, die ersten Fahrzeuge rollen voraussichtlich im Frühjahr 2017 auf die Straße. Nutzergruppen haben dann Zugriff auf den neuen Nissan Micra Acenta mit dem 0,9-Liter-Turbobenziner (66 kW/90 PS). Eine Ausweitung auf Deutschland wird derzeit geprüft, heißt es vom Autohersteller. (Hanne Schweitzer/SP-X)

Nissan Navara – Pick-up mit Komfort

Mit dem neuen Navara will Nissan seine 80-jährige Erfahrung im Bau von Pick-ups zumindest vorläufig krönen. Vor allem die Fahreigenschaften des ab 26.470 Euro erhältlichen Japaners auf Asphalt wie auch die abseits befestigter Wege sind in der jetzt zwölften Generation verbessert worden. Das gilt vor allem für die Versionen mit Doppelkabine (Double Cab), die nun statt der bisherigen Lösung mit Blattfedern mit einer um 20 Kilogramm leichteren Mehrlenker-Hinterradaufhängung mit Schraubenfedern ausgerüstet sind, was laut Produktmanager Frederic Delmotte dem Nissan ein Alleinstellungsmerkmal im Segment verschafft.

Sowohl verbrauchs- als auch geräuschreduzierend macht sich der Feinschliff an der Aerodynamik des Pick-ups bemerkbar
Sowohl verbrauchs- als auch geräuschreduzierend macht sich der Feinschliff an der Aerodynamik des Pick-ups bemerkbar

Im Fahrbetrieb macht sich dies mit einem deutlich höheren Fahrkomfort bemerkbar. Der Pick-up überzeugt zudem mit einem guten Handling. Das gilt auch für die King-Cab-Varianten (Einzelkabine). Hier kommt allerdings weiterhin eine Blattfeder-Aufhängung zum Einsatz. Die wurde grundlegend überarbeitet, was unter anderem zu einer Gewichtseinsparung von sieben Kilogramm geführt hat. Vor allem aber aufgrund der Reduzierung des Radstands um 5 Zentimeter auf jetzt 3,15 Meter lässt sich der Wagen mit einem Wendekreis von 12,4 Metern einfacher im engen Stadtverkehr bewegen. Ein klares Komfortplus.

Der Luftstrom reißt im Gegensatz zum Vorgänger-Modell nicht mehr zwischen Fahrerkabine und Ladefläche ab
Der Luftstrom reißt im Gegensatz zum Vorgänger-Modell nicht mehr zwischen Fahrerkabine und Ladefläche ab

Den hat auch der Innenraum im Vergleich zum bisherigen Modell zu bieten. Der Instrumententräger ist übersichtlicher gestaltet und die verwendeten Materialien wirken wertiger. Richtig gut sogar sind die auf Ergonomie getrimmten vorderen Sitze. Hier wird auch die längere Fahrt oder die Tour durchs wilde Gelände nicht zur Strapaze. Der Platz für die Mitfahrer auf der Rückbank im Double Cab ist noch gerade so, dass keine Platzangst aufkommt. Die hinteren Lehnen lassen sich zudem jetzt ein wenig weiter verstellen. Und es gibt für den Fond eine separate Belüftung.

Schon die Einstiegsversion hat jede Menge Dinge serienmäßig an Bord, die man bei einem Nutzfahrzeug kaum erwarten würde. CD-Radio mit Bluetooth-Schnittstelle, Sitzheizung vorn, elektrisch einstell- und beheizbare Spiegel, elektrisch bedienbare Fensterheber, Tempomat, Multifunktionslenkrad zählen ebenso zur Ausstattung wie das elektronische Hinterachsdifferenzial und sieben Airbags. Bei den Modellen mit zuschaltbarem Allradantrieb ist zudem auch immer eine Bergan- und Bergabfahrthilfe an Bord. Und die ist bis auf die King-Cab-Einstiegsversion bei allen Navara-Modellen Standard.

Mit einer Wattiefe von 60 Zentimetern und einer Bodenfreiheit von 20,8 Zentimetern ist der Navara gewappnet, Fahrer und Last (bis zu einer Tonne/Anhängelast 3,5 Tonnen) auch durch schweres Gelände zu bringen
Mit einer Wattiefe von 60 Zentimetern und einer Bodenfreiheit von 20,8 Zentimetern ist der Navara gewappnet, Fahrer und Last (bis zu einer Tonne/Anhängelast 3,5 Tonnen) auch durch schweres Gelände zu bringen

Hier kann über einen Drehregler im Armaturenträger leicht von Heck- auf Vierradantrieb gewechselt werden. Im Lock-Modus wird die Kraft des Motors generell an beide Achsen geleitet. Im anspruchsvollen Terrain kann noch ein mechanisches Sperrdifferenzial zugeschaltet werden. Mit einer Wattiefe von 60 Zentimetern und einer Bodenfreiheit von 20,8 Zentimetern ist der Navara gewappnet, Fahrer und Last (bis zu einer Tonne/Anhängelast 3,5 Tonnen) auch durch schweres Gelände zu bringen. Die Länge der Ladefläche konnte beim Double Cab im Vergleich zum Vorgänger um 6,7 Zentimeter auf jetzt knapp 1,58 Meter verlängert werden (King Cab 1,79 Meter).

Bei der Double-Cab-Variante kommt künftig eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung zum Einsatz
Bei der Double-Cab-Variante kommt künftig eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung zum Einsatz

Um auch bei voller Beladung kraftvoll voran zu kommen, reicht schon der kleinere der beiden 2,3-Liter-Dieselmotoren mit einer Leistung von 120 kW/163 PS aus. Immerhin wuchtet der Selbstzünder ein Drehmoment von 403 Newtonmetern (Nm) bei 1.500 Umdrehungen auf die Achsen. Und kommt dabei bei der heckgetriebenen Version mit einem Normverbrauch von 6,1 Litern aus. Das sind laut Nissan 0,2 Liter weniger als beim bisher eingesetzten Euro-5-Motor. Zur Verbrauchsreduzierung trägt auch das Start-Stopp-System bei, das in Kombination mit der Sechsgang-Schaltung immer an Bord ist. Als stärkere Alternative für den Double Cab bietet Nissan den Diesel mit 140 kW/190 PS und 450 Nm bei 1.500 Touren an, den es auf Wunsch auch mit einer Siebengang-Automatik (1.650 Euro) gibt. Beide Triebwerke haben serienmäßig ein SCR-Abgasreinigungssystem, um die Stickstoffemissionen zu reduzieren. Der Tank mit 17 Litern AdBlue-Harnstofflösung (Einfüllstutzen auf der anderen Seite des Dieseltanks) soll für etwa 10.000 Kilometer ausreichen.

Sowohl verbrauchs- als auch geräuschreduzierend macht sich der Feinschliff an der Aerodynamik des Pick-ups bemerkbar. So reißt der Luftstrom jetzt im Gegensatz zum Vorgänger-Modell nicht mehr zwischen Fahrerkabine und Ladefläche ab. Zudem erhielt die Motorhaube eine spezielle Dichtung, Spoiler an der Frontschütze und auf der Ladeklappe optimieren die Luftführung.

Für das Modelljahr 2017 wurde der Nissan Navara in diversen Details überarbeitet
Für das Modelljahr 2017 wurde der Nissan Navara in diversen Details überarbeitet

Auf die lange Erfahrung der Japaner beim Bau von Pick-ups greift im Übrigen nun auch Mercedes zurück. Der erste Pick-up der Marke, die gerade vorgestellt X-Klasse, kommt Ende 2017 auf den Markt. (Wolfgang Schäffer)

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Nissan Leaf Black Edition – Unauffällig besonders

Nissan bringt sein Elektroauto Leaf jetzt in einer besonders eleganten Variante auf den Markt: Als Sondermodell „Black Edition“ sind Karosserie und einige Details in schwarz gehalten sowie die hinteren Seitenscheiben verdunkelt. Zudem ist die limitierte Edition gut ausgestattet. Der Listenpreis für den 80 kW/109 PSstarken Stromer liegt bei 30.115 Euro, davon können noch die E-Autoprämie in Höhe von 4.000 Euro und ein zusätzlicher Rabatt von 1.000 Euro abgezogen werden, womit man letztlich bei 25.115 Euro landet. Die Batteriemiete (ab 79 Euro/Monat) kommt allerdings noch hinzu.

Basierend auf der mittleren Ausstattungslinie Acenta sind beim Sondermodell unter anderem schwarze 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer, 360-Grad-Around-View, Winterpaket mit Sitzheizung vorn und hinten, beheizbares Lenkrad und Außenspiegel sowie das Navi- und Telematiksystem Nissan Connect EV an Bord. Die Black Edition ist ab 1. Dezember bestellbar. Neben der Standardvariante mit 24-kWh-Batterie ist der Leaf auch mit 30 kWh starkem Akku erhältlich, der eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern ermöglichen soll.
(Hanne Schweitzer/SP-X)