Fahrbericht Nissan Pathfinder

Fahrbericht Nissan Pathfinder

Respekt.

Eigentlich hat jeder Respekt vor dem Nissan Pathfinder. Wer mit dem Pathfinder auf dem Supermarktparkplatz nach einer freien Lücke sucht, dem wird niemand die anvisierte Parkbucht vor der Kühlerburg wegnehmen. Der Pathfinder steht massiv wie eine Wohnzimmer-Wand Eiche rustikal im Straßenverkehr und auf eine Kraftprobe will es in der Welt der Limousinen- und Familienkombis, eine Etage tiefer, niemand ankommen lassen.

Nissan Pathfinder - Der findet seinen Weg! Immer.
Nissan Pathfinder – Der findet seinen Weg! Immer.

Selbst so große Laderaums_Nissan_Pathfinder 250Brummer wie der BMW X5 und der Audi Q7 wirken vom Fahrerplatz des Nissan Pathfinder mit einem Mal deutlich handlicher. Und wer um den Pathfinder herum geht, der stellt fest, drüber hinweg schauen ist für viele Menschen nicht mehr möglich. Und so beeindruckt der Pathfinder mit einer Kühlerburg an der Front und einem steilen Heckabschluss in der Größe eines Din-Norm Garagentores. Hinter dem Pathfindereigenen Garagentor befindet sich eine große Ladebucht ,  die die praktischen Talente des großen Nissan unterstreicht.

Das es manchmal mit dem Respekt ein wenig hapert liegt also nicht am Pathfinder an sich, sondern ist eine simple Problematik in Gebieten mit hohem Waldanteil. Nicht einmal bis zur Halbzeit des Testes hat es gedauert, bis der Erste keinen Respekt vor dem großen Japaner hatte.  Früh morgens auf den ersten Metern der geplanten Verbrauchsmessfahrt hat ein Reh die Vorfahrtsregeln auf der Bundesstraße mißachtet und den Pathfinder von links kommend in seiner Einrollrunde ausgebremst.

Der Schaden für das beteiligte Reh war endgültig in seiner Wirkung, der Schaden am Pathfinder überschaubar.  An dieser Stelle sei gesagt, das Reh muss in eindeutiger Suizidaler-Handlungsabsicht unterwegs gewesen sein, ein Zusammentreffen mit dem Reh war leider nicht mehr vermeidbar.

Für den Rest des Testzeitraumes war die Front des Pathfinder durch eine gesplitterte Kunststoffstoßstange auf der rechten Hälfte entstellt, weswegen im Falle des Pathfinders auch kaum Bilder aus einer eigenen Fotosession vorhanden sind.

Von diesem Reh-Kontakt abgesehen, war der Umgang mit dem Pathfinder stets von Respekt geprägt.

Der Nissan Pathfinder ist kein verweichlichter SUV und auch kein Crossover der unter mangelnder Persönlichkeit leiden müsste. Der Pathfinder ist ein echter Offroader.  Aufgebaut auf einem Leiterrahmen mit ordentlich Federweg, echtem Allrad und großen Böschungswinkeln.

Der Pathfinder sieht nicht nur aus wie ein Geländewagen, er ist ein Geländewagen.

Geländewagen-Style mit Extra-Platz
Geländewagen-Style mit Extra-Platz

Mit 4,81m ist der große Geländewagen in der Nissan-Familie nicht größer als ein durchschnittlicher Familienkombi. Dank der aufrichtigen Außengestaltung mit steilen Scheiben und großen Flächen, bietet der Pathfinder im Inneren jedoch genug Platz um bis zu 7 Personen mit Gepäck von A nach B zu befördern. Auf der Fahrt zwischen Startort und Bestimmungsort ist der mit einem 2,5l Vierzylinder Turbodiesel zum Test angetretene Offroader nicht unbedingt auf befestigte Wege angewiesen. Wo ein Pathfinder fährt, muss kein Asphaltband liegen. Dank den langen Federwegen, der üppigen Bodenfreiheit von knapp 23cm und dem Allrad-Antrieb mit zuschaltbarer Übersetzung findet der große Japaner seinen Weg. Nomen est omen.

Der Antrieb unseres Testfahrzeuges wurde von einem 2.5 Liter großen Vierzylinder-Turbodiesel übernommen. Mit 190PS und 450Nm ausreichend stark um den immerhin 2.2 Tonnen schweren Offroader zügig über Teerbänder und überzeugend über unbefestigte Wege zu befördern. Hierbei macht der langhubige Diesel aus seinem Selbstzünderprinzip kein Geheimnis.  Mit deutlichem nageln und leicht ruppigem Benehmen passt der rustikale Motor zum herben Anspruch des Offroaders.

Wo 2.2 Tonnen durch die Landschaft beschleunigt und der Luftwiderstand eines Einfamilien-Hauses überwunden werden muß, da darf man keine Wunder beim Verbrauch erwarten. Der Pathfinder nimmt sich, was er braucht um seine Aufgaben zu erfüllen. Wer den Tempomat bei Autobahnfahrten auf 115km/h eingestellt lassen kann, der wird den  Verbrauch auf knapp unter 8l bekommen. Da der Pathfinder trotz seiner enormen Grundfläche  jedoch für Tempo 185 km/h  gut ist und dabei durch enorme Fahrstabilität überzeugt, sind 10-11 Liter auf Langstrecken eher zu erwarten. Überland und auf ländlichen Touren lässt es sich unter 9 liter auf 100km auskommen. In der Stadt sind 12,5l auf 100km zu erwarten.

Der Pathfinder überzeugt somit im Gelände und als Reisefahrzeug für die ganze Familie, will seine Arbeit jedoch angemessen entlohnt wissen. 

Pathfinder-Multimedia_250Die gefahrene Ausstattungsvariante LE mit dem optionalen Executive-Paket macht aus dem herben Offroader-Talent einen angenehmen Begleiter für den Alltag. Wer den Stau umfahren will, der hat im Pathfinder die notwendigen Mittel zur Verfügung um dies auch abseits der ausgeschilderten Straßen zu tun. Wer im Staut steht und seine Zeit vertreiben will, der sollte nicht am Executive-Paket sparen und sich den Komfort und die Talente des darin enthaltenen Multimedia-Systemes gönnen.

Nissan bietet im Pathfinder ein modernes Multimedia-System mit Navigation und Festplatte an. In Verbindung mit dem optionalen Bose-Soundpaket lässt sich die Wartezeit im Stau durch überzeugende Musik-Darbietungen erträglicher gestalten.  Wer alleine unterwegs ist und die 7-Sitzigen Talente des Pathfinder ungenutzt lässt, der kann sich mit dem Sprachassistenten des Multimedia-Systemes unterhalten.  Hier war besonders angenehm wie perfekt die Steuerung des Systemes, enthalten ist hier auch eine Freisprecheinrichtung via Bluetooth,  funktioniert.

 

Im Innenraum dominieren eine pragmatische Materialwahl und überzeugen praktische Talente. Nutzen vor Schein, war wohl der Leitsatz der Entwickler.

Auch wenn das Reh keinen Respekt vor dem heran nahenden Pathfinder hatte, das Fazit zum Pathfinder fällt dennoch deutlich aus:

Respektabler Offroader mit echten Talenten für die Langstrecke und wenn es nach dem Kollegen Jan geht, dann ist er auch ein Freund abseits des „rechten Weges“.

 

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Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

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Erste Fahrt: Nissan Micra 1.0 Liter

Nissan Micra 1.0 Liter im Fahrbericht

Um die Basis erweitert

Mitte März diesen Jahres präsentierte Nissan seinen Kleinsten in der Flotte, den Micra bereits in der 5. Generation. Das bis dahin mehr als 30 Jahre auf dem Markt existierende B-Segment Fahrzeug des japanischen Herstellers verkaufte sich über 650.000 mal in vier Generationen. Hauptabnehmer ist der deutsche Markt, wo er perfekt als Stadtflitzer für Privat- und Geschäftskunden im mittelständigen Bereich dient. Mit seinem Marktstart 2017 präsentierte sich der Micra mit überarbeitetem Außen- und Innendesign, geänderten Abmessungen, neuem Infotainment und Sound-System, neuen Fahrwerksabstimmungen und den Motoren 0,9 Liter Turbobenziner, sowie 1,5 Liter Diesel. Zusätzliches Versprechen der Japaner war ein Basisaggregat, das sich ein großes Stück vom Kuchen des Kleinwagen-Segments abschneiden soll. Ab sofort bietet Nissan seinen Micra mit dem 1.0 Liter Benziner und der Ausstattung „VISA“ zum Startpreis von 12.990 Euro in seinen Autohäusern an.

Wettbewerbsfähiger Motor

Aufgabenstellung eines jeden Kleinwagen: er muss besonders wendig und agil sein mit jeder Menge Platz für Passagiere und Gepäck. Ein Schuss pfiffige Funktionalität und ein ansprechendes Design sollte der Wagen auch noch haben. Genau diese Eigenschaften haben die Ingenieure des Automobilherstellers Nissan umgesetzt, um den Micra seit seiner Markteinführung wettbewerbsfähig zu machen. Zur 5. Generation macht der Kleine einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Das markante Frontdesign mit dem Nissan bekannten Kühlergrill, der konturierten Motorhaube und den bumerangförmigen Leuchten mit LED-Tagfahrlicht vermitteln ein selbstbewusstes Auftreten. Der geänderte Stoßfänger am Heck demonstriert ebenfalls eine souveräne Performance. Die sportliche Note bekommt der Micra durch seinen Dachspoiler. Als genereller Fünftürer versteckt er seine Türgriffe hinten sehr galant. Das Gesamtpaket macht ihn seit seiner Markteinführung zum kleinen Eroberer, wie uns die Verantwortlichen bei der Nissan Center Europe GmbH versicherten. Einen großen Teil seiner Käufer konnte der Micra von Fremdmarken generieren. Von den Fahreigenschaften des Basismotors sowie dem neuen Design konnten wir uns Anfang September kurz vor der Internationalen Automobil Ausstellung 2017 rund um der französische Hauptstadt Paris einen ersten Eindruck verschaffen.

Rund um Paris mit dem Nissan Micra.

Dreizylinder in Allianz

Der Dreizylinder, der anders als der bestehende 0,9 Liter Motor ohne Turbolader auskommt, ist zwar neu für den kleinen Japaner, aber nicht unbekannt im Konzern bzw. bei den Kooperationspartnern. In der Allianz dient das Aggregat bereits im Smart fortwo und forfour sowie im Dacia Sandero. Der Sauger kommt mit einer Nennleistung von 52 kW (71 PS) bei 6.300 Umdrehungen daher und bringt 95 Newtonmeter bei 3.500 Umdrehungen auf die Kurbelwelle. In Kombination mit seinem präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitenden Fünf-Gang-Schaltgetriebe klingt der Motor knurrig, was gerade in den höheren Drehzahlen generell die Lautstärke anwachsen lässt. Dies liegt aber in der Natur der Sache und sollte denjenigen nicht stören, der sich bewußt für eine solche Motorisierung entscheidet. Durch die Vororte von Paris bringt uns der Micra unspektakulär. aber sicher von einem Zielpunkt des Navigationsgerätes zum anderen. Die in dieser Gegend vorherrschenden Unebenheiten der Straßen steckt er verhältnismäßig beherrscht weg. Hier kommen die Änderungen und Verbesserungen der Fahrwerksabstimmungen zum Tragen. Längere Autobahnstrecken und schnellere Landstraßenpassagen würden wir mit dem Micra nicht empfehlen, denn der Geräuschpegel wird nach einiger Zeit unangenehm. Wie auch schon beim knurrigen Motor erwähnt, sind diese Kleinwagen nicht für beispielsweise Außendienstmitarbeiter konzipiert. Der Micra findet sein Klientel im Stadtverkehr. Das 1.0 Liter Aggregat arbeitet leider ohne Start-Stopp-System, erzielt aber dennoch beachtlich gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 Litern. Dabei spricht der damit verbundene Kohlendioxidwert von 103 Gramm pro Kilometer für sich. Wie seine bereits auf dem Markt erhältlichen 0,9 Liter Benzin- und 1,5 Liter Diesel-Motoren erfüllt auch der 1,0 Liter Benziner die Abgasnorm von 6b.

Fahrzeug für jede Freizeitgestaltung.

Nicht nur für Downsizer, sondern auch für Fahreinsteiger gedacht, möchte Nissan die Bedürfnisse seiner Kunden mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, dem neuen Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Nissan Connect“ und dem BOSE Personal® Premium Audiosystem gerecht werden. Hinzu kommen zwei zusätzlich überarbeitete und ansprechende Interieurs in Bi-Color mit Klavierlack-Applikationen in verschiedenen Farben und ein Sportlenkrad.

Starker Auftritt. nicht nur am Namenszug.

Einstieg unter 13.000 Euro

Die Ausstattungsvariante „Visia“ dient allen Motorisierungen als Basis, so auch dem 1.0 Liter Sauger. Die Liste der Features ist lang und erfüllt den Anspruch an ein“komplettes“ Auto. Seinen Einstieg startet der Micra bei 12.990 Euro. Was bei den vorangegangenen Motorisierungen bei den technisch aufwendigen „N-Connecta“ und der luxuriösen „Tekna“ Variante gipfelte, endet bei dem Einstiegaggregat bereits bei der Ausstattungslinie „Acenta“. Die Aufpreispolitik von Nissan liegt auf einem moderaten Level. Von der Ausstattungsversion „Visia“ zu „Visia Plus“ erheben die Japaner einen Aufpreis von 1.600 Euro. Die nächste Stufe zur Variante „Acenta“ ist mit 1.400 Euro zu erwerben. Um eine Individualisierung zu gewährleisten, bietet Nissan einige Sonderpakete an, die das Fahrzeug aufwerten.

Dienst als Downgrade oder Zweitwagen.
  1. Fazit: Nissan bietet seinen Kunden auch mit der 5. Generation des Micra ein im Trend liegendes Stadtauto an. Sowohl das Außendesign als auch die Funktionalität und erst recht seine Technik unter der Haube machen den kleinen Japaner zu einer der ersten Kaufoptionen.
Dreizylinder mit Zug am Gas.

Das motorseitige Update des Nissan Micra ist die gelungene Alternative für einen Kleinwagen. Ein MUSS als Downgrade nach dem Job oder Zweitwagen für die Familie. 

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Test: Nissan X-Trail

Seit 2014 fährt der Nissan X-Trail in der 3. Generation für den japanischen Autohersteller und dies als meistverkauftes Fahrzeug der Marke überhaupt. Zur Modellpflege 2017 bietet Nissan einen neuen Powerdiesel mit 2 Liter Hubraum zur Ergänzung des 1.6 Liter Diesel. Als zusätzliches Kaufargument soll darüber hinaus die Ausstattungslinie „N-Connecta“ dienen, um den SUV weiter auf Dauerbrennerkurs zu halten. Der X-Trail passt sich damit den Wünschen seiner Kunden an. Diese wollen außer einem geländefähigen SUV ein umfangreiches Sicherheitspaket und Komfortausstattung. Bestehen bleibt der seit 2014 auf den Markt gebrachte Mainstream Look, der die Ecken und Kanten der 2. Generation abgelöst hatte. Mit seinem Lifestyle-Charme und drei Motorisierungen startet er ins Modelljahr 2018 durch. Den Einstieg findet der X-Trail bei einem Preis von 24.990 Euro.

Testbericht: Nissan X-Trail 2.0 dCi N-Connecta Xtronic

On- und Off-Road-Mix aus Japan
Nissan X-Trail 2.0-Liter Diesel.

Die Front des sportlichen Kompakt SUVs prägen Stilelemente der aktuellen Murano und Qashqai Modelle. Damit findet Nissan eine Konzernsprache, die zumindest die Crossover Familie einheitlich auftreten lässt. Breit zu den Seiten hochgezogene Schürzen fassen den chrombesetzten Kühlergrill ein, der wiederum das Markenlogo prominent zur Schau trägt. Die seitlichen Enden der Frontscheinwerfer setzten sich in einer geschwungenen Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig bei den Heckleuchten wieder aufsteigen. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt. Die Dachreling ist fest mit dem Dach verbunden. Das verbessert die Aerodynamik. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,82 Meter Breite und 1,73 Meter Höhe größer dimensioniert im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Die optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (5,8 Liter im Normtest mit 19’’ Rädern) und Abgasemission (152 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) trotz seines Xtronic-CVT-Automatikgetriebes positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht ganz, dafür haben wir gerade durch das Automatikgetriebe viel Spaß an der Performance des X-Trail. Selbst im Gelände macht das frontangetriebene Fahrzeug eine erstaunlich gute Figur und meistert den einen oder anderen unbefestigten Weg. Der ausschließlich als Fünf- und Siebensitzer erhältliche X-Trail ist in der Stadt gleichermaßen bequem unterwegs, obwohl sein Wendekreis sich manchmal als hinderlich erweist. Auf längeren Autobahnstrecken bietet der Japaner zwar einen guten Sitzkomfort, jedoch fallen uns die Innenraumgeräusche unangenehm auf.

Kann auch zur Jagd ausgeführt werden.

Cockpit einfach strukturiert

Das sich selbst erklärende Cockpit gefällt bereits beim ersten Einsteigen. Alle Instrumente, die das Fahrzeug betreffen, sowie das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende Navigationssystem mit Smartphone-Anbindung bieten nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Information. Zudem leistet das Nissan Connect System Zugriff auf die Applikationen des jeweiligen benutzten Smartphones. Die sehr gut zugeschnittenen Vordersitze wirken nicht nur ergonomisch durchgestylt, sondern geben Halt in jeder Fahrsituation. In Sachen Flexibilität liegt der X-Trail deutlich über dem Trend seiner Mitbewerber. Durch den Klappmechanismus für die Rücksitzbank wächst das Laderaumvolumen von 565 Liter auf angemessene 1.996 Liter.

Schlicht, einfach und doch voller Informationen.

Kleiner Diesel mit viel Drehmoment

Eine gehörige Portion Fahrspaß vermittelt der von uns getestete neue 177-PS-Diesel. Denn mit einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen agiert das Aggregat durchzugsstark. Bei einer Beschleunigung ab 100 km/h indessen wirkt der X-Trail ein wenig schwerfällig. Kombiniert mit dem komfortabel abgestuften Xtronic-CVT-Automatikgetriebe lässt sich der SUV aus Japan effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr steuern. Seine Lenkung ist spursicher ausgelegt, so dass in der Stadt ein sehr entspanntes Einparken in Verbindung mit seiner Rückfahr- und 360-Grad-Kamera möglich ist.

2.0 Liter Diesel mal ganz überzeugend.

N-Connecta steht für Konnektivität

Die Fahrerassistenzsysteme, die wir bereits aus dem neuen Qashqai kennen, finden wir auch im X-Trail wieder. Die japanischen Ingenieure konfigurierten bereits ab dem Basismodell  „VISIA“ ein stark verbessertes ESP-System mit Berganfahrhilfe, das Fahrerassistenz-Paket bestehend aus autonomen Notbrems-Assistent, Spurhalte-Assistent und Verkehrszeichenerkennung, LED-Tagfahrlicht, einer elektronischen Parkbremse und Einparkhilfe vorn und hinten. Zum Einsatz kommen in der von Grund auf neu aufgelegten Version „N-CONNECTA“ unter anderem das NissanConnect System inkl. Round View Monitor für 360 Grad Rundumsicht. Lieferumfang ist hier das Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Touch-Farbdisplay inkl. 3 Jahre kostenloser Kartenaktualisierung, USB-Schnittstelle, Rückfahrkamera und Smartphone Integration. Zusätzlich schnürt Nissan für die neue Ausstattungsline das Style-Paket, tertiär aus 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und Bereifung, einer elektrisch öffnend und schliessenden Heckklappe und dem Intelligent Key mit Start-/Stopp-Knopf.

Dick bereift mit 19 Zoll Rädern.

SUV zu kleinen Preisen

Der X-Trail, den es sowohl als Fronttriebler als auch mit 4 x 4 Allradantrieb gibt, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bietet Nissan einen 1.6-Liter Benziner mit 163 PS. Die Dieselmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.6 dCi sowohl als frontgetriebenes als auch 4 x 4 angetriebenes Aggregat mit der Leistungsstufe 96 kW (130 PS) und einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf. Der Basispreis beträgt hier 32.630 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den fünf Ausstattungslinien VISIA, ACENTA, N-CONNECTA, N-VISION und TEKNA sind moderat gehalten, dabei verführen sie in erster Linie immer zur nächst höheren Ausstattungslinie.

SUV mit viel Potential.

Fazit: Alles in allem trifft den X-Trail eher die Bezeichnung „geländegängiger SUV“, als „Kompakt-SUV“. Zusätzlich sind die Synergien zwischen Raumangebot, Fahrdynamik und nettem Lifestyle Look sehr gut gelungen.

Motor und Getriebe

Nissan

X-Trail 2.0 dCi N-Connecta

Motor Diesel
Hubraum 1.995 ccm³
Leistung 177 PS @ 3.750 U/min
Kraft 380 Nm @ 2.000 U/min
Getriebe Xtronic-CVT-Automatikgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 4.690, 1.830, 1.730   mm
Radstand 2.705 mm
Leergewicht 1.823 kg
Wendekreis 11,2 m
Höchstgeschwindigkeit 199 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,6 sec
Normverbrauch 5.8 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.8 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH)

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