Passo dello Stelvio – Stilfserjoch

Sich dem Joch zu unterwerfen fällt nicht schwer. Das liegt nicht nur daran, dass es anspruchsvoll zu fahren ist, sondern vielmehr an seiner Attraktivität. Es ist einfach sehr viel los auf dem Stelvio. Radfahrer, Motorradausflügler, Wohnmobile, ja sogar Wanderer.

Seine technischen Daten lesen sich eindrucksvoll, so ist das Stilfserjoch mit einer Passhöhe von 2757m der höchste befahrbare Gebirgspass der Ostalpen und der zweithöchste in den Alpen. Wer es genau wissen will: 1937 verlor das Stilfserjoch seinen Status als höchster Alpenpass an den Col de l’Iseran, dessen Scheitel sieben Meter Höher liegt.

Nur 200 Meter von der Schweizer Grenze entfernt, führt die Strasse von der Schweiz zum Stilfserjoch über den Umbrailpass, dem höchsten Pass der Schweiz (2501 m).

Geschichte des Stilfser Jochs

Die ursprüngliche Straße wurde 1820-25 unter Franz I., Kaiser von Österreich, erbaut. Als das Habsburgerreich die Kontrolle über die Lombardei erlangte (nach der Niederlage Napoleons und dem Wiener Kongress 1815), verband das Stilfserjoch Südtirol mit dem Veltlin in der Lombardei in Italien. Der Ingenieur Carlo Donegani baute sich mit der heutigen Passstraße sein persönliches Meisterwerk.

Fahren auf dem Stilfserjoch

Die Serpentinen im Nordosten des Stilfserjochs machen ihn zu einem der berüchtigsten und berühmtesten Anstiege in den Alpen. Die 48 Haarnadelkurven decken einen Höhenunterschied von mehr als 1800 Metern ab. Die durchschnittliche Steigung liegt bei ca. 8%, aber die zweite Hälfte des Anstiegs ist steiler als die erste. Der Aufstieg von Bormio im Südwesten hat immer noch mehr als 1500 Höhenmeter. Der steilste Anstieg ist dabei fast 15%, im Schnitt sind es immer noch fordernde 8%.

Dazu kommt das Wetter. Im Mai, wenn der Stelvio geöffnet, liegt oft Schnee auf dem Pass. Die eisigen Temperaturen machen besonders die Abfahrt interessant – und stellen die Reifen nicht selten vor große Aufgaben. Überhaupt ist das Stilfserjoch ein technisch sehr anspruchsvoller Pass. Eng, nur sehr kurze Wege auf den Rampen zwischen den Haarnadelkurven – um hier in den Fluss zu kommen, bedarf es eines wirklich agilen Fahrzeuges mit passender Getriebeabstufung.

Doch auch wenn das Auto vielleicht nicht für den Sieg in der Bergwertung taugt, oder der Verkehr den Spaß verhagelt: allein die Kulisse und der Ausblick auf der Passhöhe sind die Fahrt jederzeit wert.

Land Rover Experience 2017 Peru – Über Stock und über Stein

Die Land Rover Experience Tour 2017 hat sich mit Peru sicherlich eines der interessantesten und vielfältigsten Länder dieser Erde für ein Abenteuer ausgesucht. Rund 1800 Kilometer Straßen und Pisten, entlang des Pazifiks, durch die Wüste, in die Höhe der Anden und in den Dschungel. Alle Teilnehmer können bei ihrem Abenteuertrip durch das Land im Osten Südamerikas auf den Discovery bauen, der, mittlerweile in seiner fünften Generation, Menschen und Material zuverlässig zum Ziel bringt. Mein auto blog Autorin Solveig Grewe war ein Stück weit dabei in dem Land voller Kontraste, extremer Höhenunterschiede und den gastfreundlichsten Menschen überhaupt.    

  

Mit Hingabe poliert Ciro die halbhohen dunkelbraunen Schnürschuhe, die er zuvor mit einer geheimnisvollen Creme behandelt hat. Der ausgehandelte, wohlwollende Preis für die Aktion liegt bei vier US Dollar. Das ist eine Menge Geld für den peruanischen Schuhputzer, in dessen Heimat der Durchschnittsverdienst pro Tag bei gerade mal einem Viertel davon liegt. In dem pittoresken Andenort Cusco sind Touristen die beste Kundschaft für Ciro. Nach getaner Arbeit gibt er breit grinsend noch vier Tage Garantie auf den Hochglanz, der sich jetzt eingestellt hat. Was er nicht ahnt, ist, dass die Schuhe schon einen Tag später einer harten Bewährungsprobe unterzogen werden. Cusco ist der erste Programmpunkt der zwölften Land Rover Experience Tour, die in diesem Jahr zum zweiten Mal nach Südamerika führt und aus einem Tross von 16 Land Rover Discovery und drei begleitenden Range Rover Sport besteht. Der erste Höhepunkt der Tour ist die für jeden Peru Touristen obligatorische Ruinenstadt Machu Picchu – Zeugnis der lange untergegangenen Inka-Kultur. Mach Picchu zeigt sich gerade wolkenverhangen und dadurch besonders mystisch. Die Anfahrt bleibt Bahn und Bus vorbehalten, Autos ist sie untersagt.

Am nächsten Tag geht es mit dem Flugzeug ins 500 Kilometer östlich und am Pazifik gelegene Pisco. Die heiße sandverhangene Luft flirrt, als der Tross bei Ica in eine der trockensten Wüsten der Erde abbiegt. Ein kurzer Stopp noch, um den Reifendruck der hier unerlässlichen Offroad-Reifen (Goodyear Wrangler DuraTrac) von knapp drei bar Druck auf 1,8 bar abzusenken. Das vergrößert die Auflagefläche und verbessert die Traktion im Sand. Dann heißt es, das  Fahrwerk hochstellen und im Offroad-Programm den passenden Modus für den Allradantrieb zu wählen. Es ist früher Nachmittag, die Sonne senkt sich langsam über die mit Reserverädern und Benzinkanistern auf dem Dach schwer bepackten „kings oft the hills“ inmitten der bizarr geformten mächtigen Dünen. Der Verlauf des Tracks wird wegen der Schatten langsam unübersichtlich. Ohne viel Wenn und Aber treibt der Sechszylinder Kompressor Benziner mit 340 PS und 450 Nm die weit mehr als 2 Tonnen schweren Fahrzeuge durch den Sand. Doch Achtung, wer der Spur nicht präzise folgt, der landet schnell im Abseits, was hier mit tiefem Sand gleichzusetzen ist. Eine tückische Linkskurve hinunter und gleich wieder ein steiler Hang nach rechts hoch, da ist es auch schon passiert. Gleich zwei Fahrzeuge bohren sich mit ihrer Front in den Sand. Eine erste Gelegenheit und in einem Fall eine wahre Herausforderung für die Mechaniker, die die Kolonne begleiten und deren hauptsächliche Aufgabe bisher nur daraus bestand, durchdrehende Räder mit Sand zu unterfüttern. Jetzt hängen gleich drei von ihnen über und unter dem aufgerissenen Kühler des einen Disco, um ihn mit Hilfe mitgeführter Ersatzteile, Kabelbinder und Klebeband wieder fahrbereit zu machen.

Über den so fein gewienerten Schuhen liegt längst die gleiche Patina wie über dem Lack eines jeden Discovery. Am nächsten Tag geht es von nur wenigen Metern über NN über asphaltierte Straßen, die diesen Namen eigentlich nicht verdient haben, immer wieder abgelöst von noch schlechter zu befahrenen scharfkantigen Geröllstrecken, hinauf auf 4500 Meter in den Zentralanden. Schlaglöcher ohne Ende und der gefährlichsten Art, weil man ihre Tiefe nur erahnen kann. Die schnellen Entscheidungen, welche umfahren werden müssen und welche durchfahren werden können, fordern den Fahrern volle Konzentration ab. Die Allradler machen dabei dank Luftfederung weitestgehend gute Miene zum bösen Spiel. Doch versehentlich übersehene „schlafende Polizisten“, wie sie in Deutschland gerne genannt werden und die hierzulande in besiedelten Gegenden oder Gefahrenstellen über die gesamte Fahrbahnbreite zu schnelle Fahrt abbremsen, nimmt selbst das komfortabelst eingestellte Fahrwerk krumm. Den Atem raubt das alleine noch keinem der Fahrer, wohl aber die Höhenluft bei einigen. Auf über 4000 Meter Höhe fällt der Sauerstoffgehalt so gering aus, dass selbst wenige Schritte draußen bei den unvermeidlichen Zwischenstopps zur vorher unvorstellbaren körperlichen Anstrengungen werden.

Den Einwohnern macht diese Höhe nichts aus. Stoisch treiben sie ihre Kuhherden an den Autos vorbei, winken aus ihren Häusern oder Hütten, obwohl ihre frisch gewaschene Wäsche auf der Leine unter dem von dutzenden von Rädern aufgewirbelten Staub erkennbar leidet. Sie lachen, freuen sich, dass in der Einsamkeit der Bergwelt endlich mal etwas passiert. Dann windet sich die Straße wieder höher hinauf, wird enger. Links die Felswand, rechts der Abgrund. Mehr als zwei Meter Breite bringt der Disco auf die Straße, das Verkehrsschild weist nicht mehr als 3,20 Breite der Straße auf. Entgegenkommen sollte jetzt besser niemand. Wer den Berg hinauf fährt, muss warten. An diese Regel halten sich ausnahmslos alle, Ausweichbuchten gibt es genug. Die warnenden Hupsignale vor jeder Kehre sind über Stunden die dominierende Geräuschkulisse der Fahrt.

Am nächsten Tag setzt Nieselregen ein. Die Straßen bleiben schmal, die Geröllstrecken werden glitschig. Steinbrocken, die sich irgendwann vorher gelöst haben, und jetzt auf der Straße liegen, machen die Fahrt zum Slalom. Zur rechten sucht sich ein Wasserfall Hunderte von Metern über den Autodächern seinen Weg, seine Ausläufer münden in einem ausgewaschenen Bachbett. 28 Zentimeter Bodenfreiheit beim Disco und Achsverschränkungen von 50 Zentimeter helfen, den Weg zum anderen Ufer mit Bedacht zu erreichen. Dort wird der rotbraune Weg immer mehr zum Schlammgemenge. Nur langsam schiebt sich die Kolonne vorwärts, die grüne Wand des Dschungels rückt immer näher und scheint den Tross verschlucken und auf ewig in sich aufnehmen zu wollen.

Als Tagesziel steht Huancayo auf dem Programm, eine Stadt mit über 300 000 Einwohnern auf etwa 3200 Metern Höhe. Welch ein Kontrast zu der Urform alles Lebens im Dschungel. Auf zwei Spuren strebt alles miteinander, aber eigentlich immer durcheinander in Richtung Innenstadt. Immer wieder sind es die kleinen Taxis, die hier wie wohl überall auf der Welt wegen ihres Motorengeräusches liebevoll TucTucs genannt, die einem gerne schon mal den Weg abschneiden. Doch immer wieder ist es dieses  entwaffnende Lächeln der Peruaner, das erst gar keinen Ärger aufkommen lässt und einen schnell die Strapazen der vergangenen Tage vergessen lässt. Leider führt der Weg nicht mehr nach Cusco, so dass die Garantie für den Glanz der braunen Schnürschuhe  leider verfallen wird.

Text und Bilder: Solveig Grewe

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Bringing the baby home – McLaren 570S

Die Zutaten für den Erfolg einer Oper sind schnell aufgezählt. Ein herausragendes Orchester, stimmgewaltige Interpreten und ein abwechselnd leise oder vehement aufgebautes Thema, das am Ende klanggewaltig vom Zuhörer Abschied nimmt. Nicht viel anders sieht das mit den Ingredienzen aus, die die Fahrt mit einem Sportwagen von McLaren zu etwas ganz Besonderem machen. Vom Einstiegsmodell 540c über den 570S, die Ultimate Series P1 und P1 GTR bis zu den Super Series 650S und 675 LT spielen der 3,8 Liter –V8- Mittelmotor mit doppelter Aufladung hinter den Sitzen, das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit kunstvoll pointierten Gangwechseln und die Leichtigkeit der Kohlefaser-Monocoque Chassis gewollt und gekonnt das Hohelied einer von vehementer Kraft erfüllten Harmonie beim Fahren. Auf der Rennstrecke oder auf der Straße. Mein.auto.blog hat den „Baby McLaren“ auf einer Testfahrt vom westfälischen Soest heim ins Mutterhaus nach Woking in Großbritannien gebracht.

Der metallene Sound des Achtzylinders läutet den Morgen ein.
Einladend schwingen sich die Schmetterlingstüren dem Fahrer entgegen.

Der Achtzylinder unter der gewölbten Motorhaube des mantis grünen 570S aus der Manufaktur von McLaren erwacht in dem westfälischen Städtchen auf Knopfdruck mit einem blechernen Knallen zum Leben. Für die meisten Bewohner der mittelalterlichen Fachwerkhäuser rund um den verriegelten Parkplatz dürfte die Nacht damit zeitgleich zu Ende sein. In Zeitlupe schieben sich jetzt die Flanken der über zwei Meter breiten und viereinhalb Meter langen Flunder durch das elektrische Parkplatztor. Bei einem zum Zweck der Überführung heim nach England anvertrauten Wert von mehr als 265 000 Euro geht man da schon sehr, sehr vorsichtig zur Sache. Schnell liegen die engen Altstadtgassen hinter uns, auf der gerade mal Tempolimit freien deutschen Autobahn bietet sich jetzt eine letzte Gelegenheit, den 570S nochmal richtig rennen zu lassen, bevor sich die geballte Kraft von 570 PS durch Benelux hin ins nordfranzösische Calais leider die Zügel anlegen lassen muss.

600 Newtonmeter katapultieren den 570S in 6,3 Sekunden von 100 auf 200 km/h 

Ein Push auf das Gaspedal und die Vehemenz von 600 Newtonmetern auf der Hinterachse lässt den Sportwagen unvermittelt nach vorne schießen und drückt einen noch tiefer in die vor dem Cockpit versenkten Performance-Sitze. Fahrwerk und Antrieb des von Carbon umhüllten und damit nur 1440 Kilogramm schweren zweitürigen Coupes lassen sich unabhängig voneinander in Normal, Sport oder Track schalten. Dann ist der McLaren entweder völlig Tiefen entspannt oder schreit auf wie jetzt, als er in wenigen Sekunden (genauer berechnet in 6,3 Sekunden ) auf der Überholspur von 100 auf 200 km/h beschleunigt. Jede einzelne der Rillen zwischen den Asphaltplatten der Autobahn wird unvermindert an den Popometer weitergegeben. 280 km/h müssen für jetzt und heute genug sein und die Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h muss einer tatsächlichen Rennstrecke vorbehalten bleiben. Beim Abbremsen vor der Baustelle ziert sich die serienmäßige Kohlefaserkeramikbremse dann etwas, doch ein kräftiger Druck beendet den wortlosen Dialog und bringt den nach Geschwindigkeit gierenden Briten zur Raison.

Ein Monitor in Form großer Smartphones schwebt frei neben dem kleinen feinen Lenkrad. (Foto: McLaren)

McLaren macht seine Rennboliden alltagstauglich

Die langsamere Fahrt lässt es zu, die Blicke schweifen zu lassen, nur kurz bleiben sie bei der Verbrauchsangabe hängen. Das giftgrüne Coupe schlabbert natürlich nur vom Feinsten, aber knapp 12 Liter Super Plus auf 100 km trotz vieler Spurts zum Kennenlernen und auch danach bleiben im moderaten Bereich. Immer wieder gleiten die Finger über das in Alcantara gehüllte Innere. Wen Eitelkeiten plagen, der darf in einen Kosmetikspiegel blicken, wer Platz für das Schminktäschchen sucht, findet ihn in im Handschuhfach. Was zeigt, dass McLaren seine Rennboliden jetzt tatsächlich alltagstauglich machen will. Apropos. So schön diese weit aus holenden Schmetterlingstüren bei Mc Laren auch sein mögen: die schrankenbewehrte Zufahrt zum Eurotunnel in Calais erforderte mangels eines Beifahrers eine gewisse Gelenkigkeit, um unter der halb geöffneten Fahrertür den erforderlichen Zahlencode einzutippen.

Tempolimits schränken den nach Geschwindigkeit gierenden Briten ein.
Etwa 20 Minuten lang wird die Fahrt im Eurotrain den McLaren von der Strasse nehmen.
Für die Felgen bleiben rechts und links nicht all zuviel Platz.
Wegen zu breiter Spur verweist man den „Baby-McLaren“ zwischen die Camper.

Endlich nahe der Wiege aller McLaren in Woking angekommen, lädt der ländliche Südwesten von England mit seinen langen gezogenen Geraden und sanft geschwungenen Hügeln zu einem Umweg und zur Kurvenhatz. Auf Lastwechsel in allzu engen Kurven reagiert der giftgrüne Supersportler gerne auch etwas aufgeregter. Doch das ESP lässt immer ordentlich Spielraum und lässt auch schon mal ein Crescendo zu. Drückt man den Knopf länger und zieht sich die Stabilitätskontrolle hinter einen Vorhang zurück, schnalzt der McLaren mit all seiner Kraft los und wirft seinen gewölbten Hintern herum wie eine zickende Operndiva.

Die 570 PS des 570 S treffen auf gerade mal 1440 Kilogramm Gewicht.        (Foto Craig Pusey)
Die serienmäßige Kohlefaserbremse will mit voller Kraft bedacht werden. (Foto: Craig Pusey)

 

Im verschlafenen Örtchen lammfromm, auf der Landstraße dann auf Wunsch hemmungslos. (Foto: Craig Pusey)
Die Karosserie als aerodynamische Meisterleistung macht einen Spoiler entbehrlich. (Foto: Craig Pusey)
Der Sonne entgegen. Götterdämmerung im Südwesten Englands (Foto: Craig Pusey)

Die Rechnung des Rennwagenbauers „aus der Formel für die Straße“ ist aufgegangen. Der McLaren 570S fährt sich wie im Traum. Das Finale an diesem Tag ist wagneresk und im Zuge der Dämmerung zieht sich die Sonne hinter seiner Silhouette mit den spektakulären Schmetterlingsflügeln langsam zurück.

Text und Bilder : Solveig Grewe, Craig Pusey, McLaren

 

Spanischer Slalom in Südtirol – Der Seat Alhambra FR – Line

Bestens gerüstet für die nächsten Ferien auf dem Bauernhof in den Bergen  – der Seat Alhambra FR-Line.

Der familienfreundliche Van mit spanischen Wurzeln

Wer im Parkhaus des größten deutschen Flughafen Deutschlands zu seinem Auto läuft, erkennt unschwer, dass Deutschland ein Kombiland ist. Davon künden mal mehr, mal weniger stylische Dachlinien, mal mit, mal ohne Dachreling, die sich hin zur Heckklappe schwingen. Doch wenn es um den Platz im Laderaum, die Familientauglichkeit und das Platzangebot geht, ist ein Van dann eben doch nicht zu schlagen. Der Seat „Alhambra“, dessen erste Generation  vor 20 Jahren vorgestellt wurde, bleibt bis heute das Erfolgsmodell für Familie, Hobby und Freizeit, natürlich aber auch für Geschäfts – und Flottenkunden. mein-auto-blog testete den zum Modelljahr 2106 up-gedateten Alhambra mit dem FR-Line-Paket in Südtirol.    

Sportlich ambitioniert zeigt sich der gut zwei Tonnen schwere Alhambra auch auf schmalen Strassen in den Südtiroler Bergen.

Wer wedeln will, muss wendig sein. Das gilt für Ski, Rad – und Motorradfahrer, aber auch für Autofahrer. Nun denkt man sicher nicht als erstes an einen Van, wenn die Rede von rasanten Abfahrten über kurvige Asphaltpisten ist. Es sei denn, es geht um einen, bei dem schon der Name Programm zu sein scheint. Das Kürzel FR für Formula Racing kennzeichnet bei Seat nicht nur die kleinen oder kompakten Modelle als ausgesprochen sportlich. Auch dem Alhambra haben die Spanier im letzten Jahr neben einem sanften Facelift nun eine FR- Line Ausstattung gegönnt. Neben leichten Retuschen am Kühlergrill mit jetzt quer verlaufenden Lamellen und den neuen LED-Heckleuchten macht die FR-Linie mit einem Dekorstreifen auf den Seitenteilen, Bi-Xeon-Scheinwerfern, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und vor allem einem sportlichen Outfit im Inneren auf sich aufmerksam. Wir gleiten in die schicken Sportsitze aus einer Leder-Alcantara-Mixtur mit roten Ziernähten, die sich auch am unten abgeflachten und griffigen Lenkrad und in der Manschette um den Schaltknüppel wiederfinden.

Hinter der sich automatisch öffnenden und schließenden Heckklappe bietet sich reichlich Stauraum für das Gepäck.

Trotz 340 Newtonmeter Drehmoment fehlt in engen Kurven bergauf manchmal der nötige Druck

Das weckt hohe Erwartungen. Auf der Fahrt zum etwas über zweitausend Meter hohen Jausenpass in Südtirol wird der 150 PS starke 2,0 Liter Diesel angesichts des gut zwei Tonnen schweren Siebensitzers dann ordentlich gefordert. Auch fleißiges Schalten der sechs Gänge hilft nicht darüber hinweg, dass es trotz der 340 Newtonmeter Drehmoment das eine oder andere Mal ausgerechnet in einer engen Haarnadelkurve am nötigen Druck fehlt. Doch dafür kann die weiß glitzernde Neuschneedecke auf der Passhöhe unseren Alhambra nicht aus dem Konzept bringen. Unberirrbar arbeitet er sich mit seinem Allradantrieb voran, während andere schon kapituliert haben. Die elektronische Haldexkupplung schließt sich immer dann, wenn die Vorderräder alleine mit dem Vortrieb überfordert sind und verteilt die Kraft auch nach hinten. Die Fahrt hinunter ins Passeiertal bewegt sich der spanische Van dann wieder frontgetrieben. Trotz seiner Länge von 4,85 Metern bewegt er sich mit dem gut zwischen Federungskomfort und Dynamik abgestimmten Fahrwerk handlich wie ein Pkw.

Optional gibt es den 150 PS PS starken TDI auch mit Allrad.

 

Aus Wunsch verwöhnt eine sanfte Massage den Fahrer über seinen Sitz.
Der Parkassistent im Alhambra unterstützt jetzt auch das Ein – und Ausparken aus Querlücken. In der einsamen Bergwelt des Passeiertals haben wir auf ihn verzichten können.
Am Ende des Tages quittierte die Tankuhr die flotte Fahrt mit dem 150 – PS Diesel mit etwas über sieben Liter.

Die elektrischen Schiebetüren sind zwar nicht preiswert, aber in engen Parklücken wertvoll

Geschmeidig schwingt er durch die ungezählt gebliebenen Kurven, ohne leidvolle Kommentare von hinten, die zweite und dritte Sitzreihe bleibt heute leer. Auf einem der übervollen Panoramaparkplätze lernen wir beim Griff zur Kamera auf dem hinteren Sitz den Vorteil der elektrischen Schiebetüren sehr zu schätzen. Auch wenn sie mit 1190 Euro Aufpreis nicht gerade preiswert sind. Auch die dritte Sitzreihe schlägt mit 965 Euro zu Buche. Trotzdem kostet die spanische Version des baugleichen Sharan als Einstiegsversion rund 3000 Euro weniger als der Bruder aus Wolfsburg. Der günstigste Alhambra als 150 PS-Benziner startet bei 30.065 Euro, den Alhambra Fr – Line gibt es ab 37 980 Euro.

 

Technische Daten

Seat

Alhambra FR-Line

Motor Vierzylinder Diesel
Hubraum 1968 cm³
Leistung 150 PS @ 3500 U/min
Kraft 340 Nm @1750-3000 U/min
Getriebe 6-Gang Handschaltung
Allradantrieb
Länge, Breite, Höhe 4.854, 1.904, 1.720  mm
Radstand 2.920 mm
Leergewicht 1891 kg
 Wendekreis  ca.11,9 m
Höchstgeschwindigkeit 198 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,6  sec
Normverbrauch 5,6 l/100 km

 

Roadtrip: 4.043 Meilen quer durch die USA #mbc2c

USA: Coast2Coast in der Mercedes-Benz E-Klasse

Unterwegs im Drive-Pilot Habitat

Um ein Land zu verstehen, muss man es bereisen. Um ein Auto zu verstehen, muss man es fahren.  Soweit, so simpel. Die neue E-Klasse kenne ich bereits. Hier gab es die internationale Premiere für Journalisten, dann kam das T-Modell und derzeit fahren die Kollegen den AMG-Hammer der E-Klasse. Doch Presse-Fahrveranstaltungen sind zeitlich eng gesteckte Erlebnisse. So eine „full spec“ E-Klasse dabei wirklich zu „erfahren“ – eher schwierig. Und auch die ganzen Motorisierungen zu testen. Man lässt sich ja doch lieber zu E43 und AMG hin verleiten.

Unter der Oberfläche

Ähnlich sieht es bei den USA aus. Ein Land, das fasziniert. Eigentlich kenne ich es auch. Aber eben, nur oberflächlich. Und derzeit berührt mich das Land persönlich sehr. Was passiert dort? Was denken die Menschen, wenn man mal nicht die hippen Ost- und Westküsten-Städte besucht? Als die Frage kam, ob ich nicht mit der neuen E-Klasse von Miami nach Los Angeles fahren möchte – war meine Antwort klar, noch bevor die Frage zu Ende gestellt wurde. Ja – ich will. So unüberlegt und dennoch eindeutig war vermutlich nur  noch meine Antwort vor dem Standesbeamten.

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Und dieses Mal stand kein AMG zur Verfügung. Kein G63, kein SL63, nicht einmal eine feine S-Klasse 550. Nein, es sollte ein E300 4matic sein, in Buchhalter-Grau, oder wie es die Mercedes-Benz Experten nennen, in Diamant-silbern. Mit einem Vierzylinder. In den USA. Durch die USA. Den aufgeladenen „300er“ Vierzylinder und den Mercedes-Allradantrieb inklusive 9-Gang Automat gibt es in dieser Kombination im übrigen nicht in Deutschland. Spannende Wahl also allemal. Viel spannender war jedoch die Frage, wie sich der Drive-Pilot schlagen würde. Ist die Zeit reif für Stufe 2 auf den 5 Stufen zum autonomen Fahren?

Karibik-Buntes Ambientelicht

Die USA sind vielschichtig. Wie die Ausstattungskataloge des Mercedes-Benz Konfigurators. Der Start in Miami ein buntes Erlebnis. Launiges Karibik-Feeling mischt sich mit der Präsenz von Senioren und Winter-Flüchtlingen aus der ganzen Welt. Die ersten Meilen vergehen, während man sich in den Konfigurations-Möglichkeiten der Business-Class Limousine verirrt. Wo war noch einmal die Ambiente-Beleuchtung? Verflucht? Welche der 64 Farben passt denn nun zu Miami?

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Der Drive-Pilot wird bereits zum Start der Tour aktiviert. Unsicherheit. Erst einmal. Man kennt ja das TESLA-Fiasko. Aber es ist nun einmal kein „Autopilot“, wie es die anderen nennen, es ist und bleibt ein Assistenzsystem auf dem Level 2. Für die Navigation probiere ich also lieber die Sprach-Erkennung aus, damit bleiben die Augen auf der Straße und das „Schreiben“ auf dem Dreh-Drücksteller mag zwar auch funktionieren, ist aber eben nicht so intuitiv. Und überhaupt – was musste man bei den US-Adressen noch einmal beachten? Erst die Hausnummer? Dann die Straße? War der Zielpunkt der Tages-Etappe nun „South“ oder „North“? Dem Comand-System ist es egal. Meinen US-Slang akzeptiert es wohlwollend. Die Suche über die Sprach-Erkennung? Ein Segen. Die Ergebnisse, zu 99.9% auf den Punkt. So muss das mit dem „Assistieren“ laufen. Helfen, nicht nerven. 

Die Augen ermüden, der Drive-Pilot nicht

Nach 250 Meilen ermüden die Augen. Die Eindrücke entlang der Küste Floridas sind berauschend. Das Meer, Strandverläufe und immer wieder die ewig gleichen Kleinstädte. Hier eine Tankstelle von der Kette A, da ein Fastfood-Restaurant von der Kette B und da drüben, wieder ein Shop von Kette C. Bereits am ersten Tag wird klar: Die USA mögen ewig gleich strukturierte Prozessabläufe. Die USA, das Land der Ketten und der Systemgastronomie. Aber damit tut man ihnen unrecht, oder? Dem 300er ist es auf jeden Fall egal. Er schiebt uns, während sein Vierzylinder unter 2.000 Umdrehungen im 9.Gang vor sich hin brummelt, mit überraschender Effizienz in Richtung Tagesziel. Nicht erotisch, der Klang, aber effizient im Antrieb.

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Ja, Kaltstart ist nicht so sein Ding. Müssen wir Benzin tanken, oder nicht doch Diesel? Beim Aufbruch in Richtung Westen, der erste Tag ging an der Ostküste entlang in Richtung Norden, stellt sich die Frage zum ersten Mal. Der 300 mag sich als Effizienz-Wunder präsentieren, aber dafür erfordert er die Nachsicht beim Geräuschbild. Am Anfang dachte ich noch, da wäre das Hosenrohr gerissen. 

Effizient, aber rau

Die Meilen addieren sich. Der Verbrauch sinkt auf knapp 32 mpg. Beim Umrechnen im Handy klappt die Kinnlade herunter.

Die Landschaft verändert sich zum ersten Mal, als wir Texas erreichen und die Golf-Küste verlassen. Aus dem fast tropischen Bild wird ein etwas kargeres. Die Menschen verändern sich. Die Autos, mit denen wir uns die Interstate teilen, verwandeln sich. Aus SUVs und Limousinen werden Pick-Up Trucks. Nicht diese „kleinen Dinger“. Die großen. Mit Zwillings-Bereifung und derben Rußfahnen beim Beschleunigen. Feinstaub und Nox-Emissionen? Die Probleme der anderen. Sowie es so langsam eh mehr und mehr um „die anderen“ geht. 

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Noch den ersten 1.000 Meilen ist der Drive-Pilot zum besten Freund geworden. Keine Interstate vergeht, ohne die Wachsamkeit und Assistenz des Drive-Pilot zu nutzen. Er warnt dich vor Trucks, die unangekündigt die Spur wechseln, er hält dich sicher auf deiner Spur, während du im Satelliten-Radio zwischen Sendeplatz 85 und 179 nach neuer Musik suchst. Und natürlich entspannt er deine Körperhaltung. Die Hände lässiger am Lenkrad, leichte Führung, den rechten Fuß relaxed im Fußraum, weg vom Gaspedal. So gibt dir diese E-Klasse den Freiraum, deine Gedanken schweifen zu lassen. Die Augen auch mal über den Horizont wandern zu lassen. Die Eindrücke mental zu verarbeiten. Vom subtropischen Klima Floridas zur trockenen Landschaft Texas in Richtung Norden, in Richtung Wälder und weit greifenden Bergen. Colorado überrascht am meisten. Den Vierzylinder-Turbo geißeln die Aufstiege auf über 4.000 Höhenmeter. Jetzt, ja jetzt, wäre der E400 die deutlich lockere Wahl. Oder ein 350er Diesel? Doch die USA verstehen den Diesel nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn er ohne Rußwolken auskommt. Ein Diesel ohne Rußwolken – und überhaupt, ein Diesel, ja, doch nur ein Truck-Antrieb. Manchmal kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Bei den Motoren herrscht selige Übereinstimmung und trottelige Vergangenheitsliebe, aber wehe, du fragst nach French-Toast oder Kaffee, von beidem gibt es mehr Varianten als es dem eigenen Cholesterin-Spiegel oder der Magendrüse gut tut. Texas, New Mexico und Colorado sind so völlig anders als die Urlaubsorte an der Ost- und Westküste. Nicht, dass die Menschen nicht freundlich sind. Auf dem ganzen Trip haben wir nicht einen Menschen getroffen, der nicht freundlich war. Aber, es ist anders. Der mittlere Westen ist gläubig. Und manchmal glaubt man sogar die wenig nachvollziehbaren Versprechen eines Verführers mit orangener Haut und merkwürdigen Haupthaar. 

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Atemberaubend

Die anspruchsvolle Landschaft Colorados raubt mit ihrer dünnen Luft nicht nur mir den Atem. Auch der Verbrauch des E300 leidet. 30 mpg sind erst einmal Geschichte. Wie gesagt, „Rightsizing“ des Antriebes ist eine Frage, die mehrschichtig ist. Und manchmal ist mehr, eben gerade richtig. Notiz in der Ringmappe: E-Klasse für den nächsten USA-Roadtrip? Mindestens als 400er Benziner.

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Filmkulisse USA

Von Colorado führt der Weg nach UTAH. Das Land der Canyons. Und wieder ändert sich die Vegetation komplett. Endlose Highways führen in Richtung Horizont. Meile um Meile, geradeaus. Das Tempolimit wird großzügig ausgelegt, die Warnschwelle des Comand-Systems angehoben. Mittlerweile finden die Finger blind zum Untermenü für die Sitzmassage. Nach über 2.800 Meilen ist der Favorit hier klar gefunden. Die „Active Massage“ gewinnt. Der Sound der „kleinen“ Burmester-Anlage liefert das akustische Spektakel für die umwerfenden Eindrücke der Weite. So langsam wirkt das alles wie ein endloses Intro für einen Roland Emmerich Film.

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Aliens und Waffen

Immer wieder die Gedanken, wie das wohl war, als nicht der Stern gen Westen trug, sondern eine Kutsche. Ein Pferd. Die Einsamkeit muss brutal gewesen sein. Der „wilde Westen“? Keine einfache Kulisse, ein Sinnbild für die Anforderungen, die man meistern musste. Eine Historie, die Menschen prägt, eine Geschichte, die erklärt, weswegen man den „Amis“ nicht einfach das „Second Amendment“ wegnehmen kann. In Nevada soll es Aliens geben. Oder wenigstens einen „Extraterestrial Highway“. Wie vieles in den USA verläuft man sich schnell in Touristenfallen – aber abseits der Trampelpfade findet man immer wieder Stellen, an denen einem die Faszination der Weite jegliche Laute raubt. 

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Am vorletzten Tag lockt die Sünde. Las Vegas. Dieses Lichtermeer in der Wüste. Wer „Vegas“ besucht, sollte das mit dem Auto tun. Und er sollte am Abend ankommen. Vegas liegt in einem Tal-Kessel, lange, bevor man ankommt, schimmert der Himmel über der Wüste orange. Nach der endlosen Weite, der Einsamkeit, draußen – wirkt das überdrehte Las Vegas surreal. Überdreht. Zu grell. Wie einige der Lichtfarben der Ambiente-Beleuchtung, wie die volle Dröhnung aus der Burmester-Anlage bei überkommender Müdigkeit.

Vegas zu verlassen, ist so schön wie ankommen.

Noch ein letztes Mal lockt die Wüste. Auch nach über 3.300 Meilen spielen die Sitze in der E-Klasse den perfekten Gastgeber. Warum man sich so gerne auf die E-Klasse als Flottenfahrzeug einlässt? Vermutlich, weil sie auch in der jüngsten Generation ihre klassischen Tugenden nicht vergessen hat. Okay, zu dieser Erkenntnis hätte es vermutlich auch die Strecke Ulm-München getan. Nachdem man sich aber über die gesamte Breite des Nordamerikanischen Kontinent davon überzeugt hat – muss es nochmal erwähnt werden. 

Der Salzgeruch der Westküste überlagert das Beduftungsystem der E-Klasse, als das Ziel sichtbar wird. Die Pier in Santa Monica, Endpunkt der Route 66 durch die USA. Endpunkt einer Reise, die mir am Ende mehr Antworten über die E-Klasse lieferte als über die USA.

Welcome to Drive-Pilot-Habitat-Country, welcome to the U.S.

Die klassische Reise-Limousine ist, auch als 300er, Sieger der Herzen, nicht der Performance und nicht beim Geräuschbild – aber wenn es um die Tugend des „Ankommens“ geht, fährt sie einen klaren Punktsieg ein. Um die USA zu verstehen, gut, dazu muss ich vermutlich noch einmal zurückkommen. Eventuell beim nächsten Mal voll-autonom? Ost-Küste -> West-Küste? Das dürfte dann auch für den „Stern“ eine Herausforderung sein.

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Video: An epic RollsTrip – THE MOVIE

ACHTUNG: Roadtrip-/Reisedoku mit viel Gelaber und vermeintlich sinnfreien Inhalten. Diesmal keine Drifts, keine 0-100 km/h Szenen, keine Burnouts (ausser beim Kameramann) und keine Kofferraumvoluminas! Bitte nur anschauen, wenn Ihr nachhaltiges Interesse an einem schrägen Roadtrip mit einem geilen Auto habt, total gelangweilt seid, viel zu viel Zeit habt oder/ und über eine ausreichende Menge Alkohol verfügt. 😉

MotorOli & FotoRalph unterwegs zum größten Sportwagentreffen Europas in Velden am Wörthersee im schönen Österreich. Das Ganze in einem glamourösen handgefertigten Coupé aus Goodwood, dem Rolls Royce Wraith.

Leistungsfragen wurden früher kühl mit „sufficient“ beantwortet, doch heutzutage ist man in dieser Hinsicht offener. Kann man auch, denn der Wraith ist das stärkste jemals gebaute Fahrzeug der Manufaktur. Ein 6,6 Liter V12 Bi-Turbo lässt das Kleidchen der Spirit of Ecstasy ordentlich im Winde wehen und mobilisiert die Kleinigkeit von 632 PS sowie 800 Nm. Wenn er will, kann er seine Insassen in 4,6 Sek. auf Landstrassentempo geleiten – das Ganze in einer Symbiose aus bestimmender Leichtigkeit und vehementer Zurückhaltung, die nur ein Rolls Royce zu bieten hat. Ab Werk wird der über 2,4 Tonnen schwere Leichtigkeitgleiter bei 250 km/h eingebremst. Preise und der Verbrauch werden im Video verarztet.

Wer es geschafft hat, das Video ohne „Vorspulen“ anzuschauen, verdient unseren uneingeschränkten Respekt und darf sich gerne in den Kommentaren mit Lob, übelster Kritik und Anregungen verewigen.

Danke vorab & thanks for watching!

5 Gründe, einen Nissan 370Z Roadster zu kaufen

Augen zu und dann denkst du mal an ein sportliches Cabriolet. Sechs Zylinder, Heckantrieb, wollüstige Kurven und pure Sportwagen-Form. Was siehst du? Einen Nissan? Nein. Solltest du aber. 

Hier kommen 5 gute Gründe, einen Nissan 370Z Roadster zu kaufen

1.) JLo mit Haifisch-Nase
Wenn Männer an der Ampel den Daumen nach oben zeigen und selbst emanzipierte Frauen neidfrei dem Auto nachschauen, dann würde ich diese Tatsachen als “Pluspunkt” für das Design des 370Z verbuchen. Und so ist der erste Grund das Design des Nissan 370Z Roadster.
Japanischen Automobilherstellern kann man vieles nachsagen, aber selten eine Formensprache, die über viele Jahre eine durchgehende Linie zwischen den Vorgängern und den Nachfolgern erkennen lässt. Das hat Nissan beim 370Z anders gemacht. Der Ur-,Ur-,Ur-Opa (der 370Z ist bereits in der 6.ten Generation unterwegs!) ist der Datsun 240Z, der auch als Nissan Fairlady verkauft wurde. Und beide Autos eint noch immer die klassische Sportwagen-Ausgestaltung mit einer dominanten Motorhaube, einem knackigen Hintern und einer übersichtlichen Fahrerkabine. Im Falle des Roadsters wirkt der Hintern, als hätten Kim Kardeshian und JLo gemeinsam Patin gestanden. Mit Mühe zieht sich der hintere Kotflügel über die feisten 275-Hinterreifen. Wobei es durchaus die kostenpflichtigen 19-Zöller Schmiedefelgen sein dürfen, damit das Design so richtig zur Geltung kommt.

Nissan 370Z 054 Gute gründe zum kauf

2.) Sechszylinder, Saugmotor, so wie es sein sollte
Ein frei saugender 24-Ventiler mit ordentlich Hubraum. 3,8 Liter pochen unter der schwungvollen Motorhaube. Ohne jegliche Anfahrschwäche oder irritierende Turbopausen begeistert das Voll-Aluminium-Triebwerk mit einer jederzeit abrufbaren Leistung. Nissan hat dem Motor des 370Z nicht nur viel Hubraum spendiert, sondern viel Intelligenz in die Zylinderköpfe gepackt. Dort arbeitet ein voll-variabler Ventiltrieb, der den Ventil-Hub und die Ventil-Öffnungszeiten der Drehzahl und den Lastzuständen individuell anpasst. Das Ergebnis von viel Hubraum und den  24-fleißigen Ventilen ist, ganz nebenbei, ein begeisternder Motorsound und viel wichtiger, ein sämiges Drehmoment über das gesamte Drehzahlband. Und kommt mir jetzt nicht damit, dass ein moderner Turbomotor alles besser kann. Ja, stimmt. Aber wir suchen die guten Gründe für einen 370Z Roadster. Und einen 370Z Roadster kauft man, weil man das ehrliche, unverfälschte, das pure Fahren sucht. Nicht weil man einen weiteren Eisdielen-Roadster besitzen will. Wer so denkt, der sucht nach einem Saugmotor. Eventuell ist es sogar einer der letzten seiner Art!

Nissan 370Z 098 Gute gründe zum kauf

3.) Hardcore und „Life’s good“ Attitüden
Die Zeiten, in denen man den Geruch von den Weichmachern aus den Hartplastiken als erstes Sinneserlebnis in einem japanischen Neuwagen wahrnahm, sind vorbei. Im Nissan 370Z Roadster passen Materialwahl und Verarbeitung zum selbst gesetzten Anspruch. Klicki-klackie-Drehschalter braucht es hier nicht. Hier will man sich schnell zurecht finden und alles muss funktionieren – auch nach Jahren. Der 370Z überrascht mich sofort mit seiner astreinen Verarbeitung. Einmal Platz genommen, fühlt man sich integriert. Ja, die Oberschenkelauflage könnte länger sein, ja, der Sitz könnte noch ein Stück tiefer sein. Aber. viel wichtiger: Der Schaltknauf passt, richtig platziert. Der Griff nach den Gängen erfordert ein wenig Nachdruck, aber so spürt man, was man anrichtet.

Weil man den Klassiker mag: Saugmotor, Hinterradantrieb und Handschaltung, bedeutet nicht, auf alles verzichten zu müssen. Der Z kommt, gerade als „Pack-Ausstattung“ mit allem, was man zum glücklich sein braucht. Keyless-Go, Klima, Navi, klimatisierte Sitze und BOSE-Soundsystem. Mittlerweile sogar mit einer Active-Noise-Cancelling-Technik. Das macht den Roadster, bei geschlossenen Dach, ein wenig leiser.

Nissan 370Z 051 Gute gründe zum kauf

4.) Stuttgart lässt grüßen
Geht es um Fahrspaß, um Fahrkultur und um den Sinn eines fahraktiven Roadsters, dann ist der einzige vergleichbare Kandidat zum Nissan 370Z Roadster ein Porsche Boxster. Der ist dann schwächer und zum Neuwagen-Preis des Nissan 370Z Roadster bekommt man dann einen Gebrauchtwagen, der bereits aus der Werksgarantie heraus ist, weniger Leistung hat und in den Unterhaltskosten ein ganzes Stück über dem Nissan liegt. Ein Vergleich, der keiner ist. Ein Punkt für den Nissan. Ein ganz klarer Grund, einen Nissan 370Z Roadster zu kaufen.

Nissan 370Z 022 Gute gründe zum kauf

5.) Scharfes Teil, fairer Kurs
Der Nissan 370Z ist ein verlockendes Angebot – einen günstigeren Sportwagen der 300+ PS Liga findet man nicht und im Alltag ist der Preisvorteil des Nissan nicht mit Nachteilen verbunden. Sportliches Design gepaart mit ordentlich Leistung,  zu diesem Preis – eine echte Kaufempfehlung. 

Am Ende soll es aber nicht der Preis sein. Es ist die innere Überzeugung. Ein Nissan 370Z Roadster bietet heute etwas, was langsam verloren geht. Der Saugmotor vermittelt eine art „analoge Fahrfreude“. Der Heckantrieb lässt sich jederzeit zum launigen Drift überreden und was die Stuttgarter mit absurden Preisschildern verpacken, kommt zum Discount-Kurs aus Japan. Ohne Discount zu sein. 5 gute Gründe, einen Nissan 370Z Roadster zu kaufen: Fahrspaß, Design, solide Technik, fairer Preis, logische Konsequenz!

Kaufberatung Nissan 370Z Roadster

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Road Trip – VW Beetle Cabrio Dune meets Brighton

Ein Sonnentag in England. Das heißt hier: Gut zwanzig Grad im Schatten, überwölbt von einem blauen Himmel mit einigen weißen Tupfen. Einer der seltenen Gelegenheiten auf der Insel, ein Cabrio auch mal mit geöffnetem Dach zu fahren. Gut, dass das bei dem goldgelben – in der VW-Farbskala „Sandstorm Yellow“ getauften VW Beetle „Dune“ binnen zehn Sekunden automatisch erledigt ist. Ebenso lange dauert das Schließen, aber darauf brauchen wir heute nicht zu vertrauen, der sonst für diese Gegend so typische britische Nieselregen pausiert langfristig. Das Spassmobil, wie man den Beetle „Dune“ in Wolfsburg auch gerne nennt, unterscheidet sich abgesehen von dieser auffälligen Sonderlackierung ( es gibt ihn aber auch noch in gemäßigteren Farben) und dem größeren Heckspoiler von der alltäglichen Version des Käfer-Enkels durch eine um Nuancen breitere Spur, eine höher gelegte Karosserie, beplankte Seiten und einen angedeuteten Unterfahrschutz. Eine Optik, die den Eindruck einer gewissen Robustheit wecken soll. Leider schätzen die Briten Offroad-Abenteurer in ihrem Land gar nicht, außerdem trauen wir dem aufgebretzelten Fronttriebler einen Ausflug ins Gelände oder ins die tückischen Untergründe sandiger Dünen lieber nicht zu. Zu peinlich, auf solchen Abwegen festzustecken oder die ebenfalls frech goldgelb lackierten Felgen zur schälen.

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Vorbei an den klaren Kanten der Kreideküste geht es von Seaford nach Brighton.
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Schickes Detail: Das in der Waqenfarbe lackierte Armaturenbrett im Beetle Dune.

Es muss hier wirklich nicht abseits sein: Spaß kommt auch so schon genug auf. Das Asphaltband windet sich von Seaford nach Brighton auf und ab wie eine Achterbahn die Küste entlang. Jäh enden die Dünen zur Linken an den steil zum Meer abfallenden Kreidefelsen. Der Geschmack von Salz legt sich auf die Lippen, während eine Brise sanft die Frisur zaust. Unter der Motorhaube des kultigen Käfernachfolgers mit dem Schriftzug „DUNE“ auf den Flanken rumort sehr diskret ein 105 PS starker Vierzylinder-Benziner. Die Höhenmeter auf der Küstenachterbahnstraße bügelt er locker weg. Unaufgeregt  federt recht geschmeidig über die Bodenwellen und lässt sich locker an den Bordsteinkanten vorbeizirkeln, die auf der dem Rechtslenker abgewandten Straßenseite lauern. Der dicke Stoffkragen des zusammengefalteten Dachs wirkt schützend wie ein halbes Windschott und das Siebengang -DSG erleichtert das Cruisen im ungewohnten britischen Linksverkehr ungemein. Hinten ist Kuscheln angesagt, viel Platz bleibt den Passagieren dort nicht. Auch das Gepäck spielt bei diesem Auto eher eine Nebenrolle, 225 Liter im Laderaum unter der Heckklappe sind nun wirklich nicht viel. Dafür sorgt der Dune aus anderen Gründen wenig später in Brighton für Aufsehen.

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Brighton, das liberalste aller britischen Seebäder, auch „London by Sea“genannt.
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Eine schöne Kulisse für den Beetle : Noble Wohnviertel mit Meerblick in der klassischen Regency Architektur.
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Lifemusik im Club Concorde 2 nahe dem Strand gehört zu den Geheimtipps von Brighton.

Das quirlige Seebad, auch „London by the sea“ genannt, ist bekannt für seine exzentrischen Bewohner und Besucher. In dem schick in der Wagenfarbe gänzenden Armaturenbrett spiegeln sich jetzt die hauswandhohen Graffities in den North Lanes wieder, jenem Stadtteil von Brighton, der hier wie kein anderer für ausgeflippte Läden, skurrile Bars und kunterbunte Straßenkunst steht. Eine der verwinkelten und unübersichtlichen Sträßchen endet blind. Welch missliche Lage für den 4,30 langen Viersitzer, der keinen wirklich guten Rundumblick bietet. Rückfahrkamera und auch für Umstehende unüberhörbare Seitenpiepser tun zwar ihr Bestes. Doch schneller geht es mit den Einweisungen der Passanten. „What a cool car“, sind sie sich einig, als sie den schrillen Herzensbrecher zurück auf den richtigen Weg gebracht haben. Im Pub um die Ecke werden die Details diskutiert: Der Beetle Dune wird in Mexiko gebaut, es gibt drei Benziner (105, 150, 220 PS) sowie zwei Diesel mit 110 und 150 PS. Ja, Spotify, Napster und so weiter können per Bluetooth oder USB-Kabel (Android Auto, Mirror Link oder Apple Car) an Bord geholt werden und in Großbritannien gibt es das Beetle Cabrio auch in einem kitschigen Pink. In Deutschland ruft VW für den Dune als Coupé 23 625 Euro auf, die Frischluftversion kostet knapp 4000 Euro mehr.

 

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Für die einen ist es ärgerlich, für die anderen Kunst: Graffiti in den North Lanes.

Restaurant-Tipp: 

Schnell die Frisur gerichtet und ab geht es in das angesagte Restaurant 64 Degrees in einer der kleinen Gassen im Brightoner Stadtteil The Lanes. In der offenen Küche kreieren bis zu sechs Köche leckere Köstlichkeiten in Tapas Art, man kann jederzeit Fragen zur Zubereitung stellen. Zum Beispiel, wie man den hauchdünnen Kohl an den Jakobsmuscheln mit Lemongras so sensationell mürbe hin bekommt. Die Antwort: dehydriert. Küchenchef Michael Bremner experimentiert gerne, was zu Geschmacksexplosionen führen kann. Der Name des Restaurants kommt übrigens von einem Ei, das genau 40 Minuten bei 64 Grad Fahrenheit kocht und unwiderstehlich schmecken soll!

http:/www.64degrees.co.uk

 

Hotel – Tipp:

Die Fassade des „Pelirocco-Hotels „in Brighton ist eher schlicht. Von außen lässt also erst einmal wenig auf das ausgefallene Innere des  „The real Rock’n Roll Hotels“ mit seinen außergewöhnlich eingerichteten Zimmern schließen. Im Doppelzimmer „Soul Supreme“ hängen Gitarren und Bilder der Motown Stars an den Wänden, ein einsatzfähiger Plattenspieler wartet nur darauf, dass eine der Soul LPs aufgelegt wird. Wer mag, bucht den „Dirty Weekend Room“ mit einem 2,5 Meter großem runden Bett, einer verspiegelten Decke,  einem 42 Zoll großen Fernseher und einer riesigen Badewanne.

http:/www.hotelpelirocco.co.uk

 

Text : Solveig Grewe / Fotos: Terry Oborne, Solveig Grewe

 

Aktuelle Suchanfragen:

Elektrisch über die Silvretta

In der kommenden Woche geht es elektrisch über die Hochalpen-Straße. Auf mich wartet die Silvretta-E-Auto Rallye. Wenn alles wie geplant läuft, werde ich einen von drei Mercedes-Benz B 250e über die rund 224 Kilometer lange Strecke fahren. 

7. Silvretta E-Auto Rallye

Classic meets future

Neben der Classic-Veranstaltung gibt es dieses Jahr zum siebten Mal auch eine E-Auto Rallye im Montafon. Während der beiden Rallye-Tage wird die Flotte der E-Fahrzeuge eine Strecke von 224 Kilometern zurücklegen und dabei über 11.000 Höhenmeter überbrücken.

Mercedes-Benz wird eine bunte Flotte an E- und Hybrid-Fahrzeugen an den Start bringen. Darunter der SLS AMG Electric Drive der nicht nur das schnellste elektrische Fahrzeug im Feld ist, sondern auch die Rallye im Vorjahr für sich entscheiden konnte. Zudem fahren die Plug-In Hybrid-Varianten der E- und S-Klasse mit und ein Brennstoffzellen-Fahrzeug im Gewand der B-Klasse.

Den Mercedes-Benz B 250e Fahrbericht findet man bereits im Blog und ab Start der Silvretta, werde ich versuchen den ein oder anderen Livestream von der Rallye online zu stellen.

Zum Daumen drücken, bitte die Startnummer #222 merken!

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On Tour im Audi RS 3 Sportback

Deutsche – und nicht nur die Italienfans unter ihnen – lieben den Gardasee. Palmen, Pizza und die Promenade am Wasser sind zum Greifen nah. Jetzt im Winter bietet sich die Gelegenheit, auch mal die stille Seite des größten Sees Italiens zu erkunden. Freie Fahrt auf der Gardesana, einer der Traumstraßen Europas. Ohne schleichende Autoschlangen mit Wohnmobilen kann man es mit dem Audi RS3 Sportback hier mal so richtig krachen lassen. Kurz hinter Riva öffnet sich auf dem Weg zur Südspitze des Sees der erste steinerne schwarze Schlund. Ein Tritt auf das Gaspedal und die geballte Kraft von 367 PS drückt einen in den Sitz und hinein ins Dunkel. Das Grollen des Ingolstädter Fünfzylinder-Turbobenziners mit 2,5 Litern Hubraum fängt sich in den Wänden des ersten der 78 Tunnel und dringt zurück durch die einen Spalt weit geöffnete Seitenscheibe. In gerade mal 4,3 Sekunden spurtet der Hochleistungssportler unter den Audis von Null auf 100 km/h. Das Drehmoment von 465 Newtonmeter liegt bereits bei 1625 Umdrehungen pro Minute an, was den RS 3 in den Leistungsbereich eines Porsche Carrera bringt. Doch erlaubt sind jetzt lediglich 80 km/h und hinten schimmert schon wieder das Tageslicht. Bei Bedarf und natürlich ganz anderen Orts beschleunigt der RS 3 bis auf abgeregelte 250 km/h, wer dann noch Geld locker macht, dem öffnet Audi den Fünftürer auch bis 280 km/h. Die Frage, ob es Sinn oder Unsinn ist, ein kompaktes Fahrzeug mit soviel PS auszustatten, lässt sich am ehesten auf einer Strecke wie dieser beantworten.

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Bei wenig Verkehr kann man auch mal der Ideallinie folgen.
Interior
Im Innenraum sind Lenkrad,Wählhebel, Einstiegsleisten und das Fahrerinfosystem mit RS3-Enblemen bestückt.
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In einem Tunnel um den anderen feuert der Fünfzylinder seinen heißeren Sound den steinernen Wänden entgegen.

Stoisch klebt der RS3 auf dem Asphaltband

Im Kurvengeschlängel der Gardesana Occidentale, wie die Straße entlang des Westufers des Gardasees auch genannt wird, bleibt das Kraftpaket beim Bremsen vor der Kehre, beim Einlenken und beim Beschleunigen unaufgeregt. Das Heck bleibt dabei wie auf Schienen, nichts bricht aus. Stoisch und sicher lassen Fahrwerk und Allrad den Fünfender auf dem Asphaltband kleben. Unebenheiten in der Fahrbahn werden allerdings ohne Wenn und Aber direkt nach innen weitergegeben. Der Nachteil der 25 Millimeter Tiefgang gegenüber dem „normalen“ A 3. Selbst in der Stellung Comfort bleibt der RS 3 einer der straff abgestimmten Audis. Wie straff, zeigt sich dann, wenn über das Drive Select System der Dynamic-Modus aufgerufen wird, bei dem Lenkung, Motorsteuerung und der passende Sound wirklich spitz ausgerichtet sind. Nichts für alle Tage, aber für besondere wie diesen und Straßen, auf denen der RS 3 jetzt unterwegs ist. Sie hat alles, was einen Quattro stark macht: Hier und da Split, mal feucht, mal nass und wieder trocken. Im Grunde jederzeit gut für eine böse Überraschung, aber nichts, was unseren Audi groß aus der Ruhe bringt. Man kann die Lust der Maschine förmlich heraushören, wenn nach dem Spurt auf einer kurzen Geraden heisere Zwischengasstöße das Bremsen und die Gangwechsel der Siebengang S-tronic untermalen. Eine Handschaltung gibt es übrigens für den RS 3 weder für Geld noch für gute Worte. Dafür optional Keramikbremsen, die sich im Dauereinsatz als absolut standfest und jederzeit bissig erweisen.

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Typisch Audi: der Waben-Kühlergrill.

Bella Macchina : Italiener haben ein Auge für schöne Autos

Am Ostufer des Sees weitet sich jetzt das Land. Im Comfortmodus reagieren Lenkung und Gaspedal wieder gelassener auf die Befehle, Drehzahl- und Dezibel-Level haben sich beruhigt. Auch die fahrerische Drehzahl fällt damit ab in Richtung Ruhepuls. Am Kiesstrand von Torbole quittiert das Publikum in Pelz und Daunenjacke die Vorfahrt des Autos mit dem Waben-Kühlergrill mit Quattro-Schriftzug, den aussagekräftigen beiden Endtöpfen und der Spoilerlippe oberhalb der Heckscheibe mit wohlwollenden Blicken auf die „ bella macchina“. Italiener haben ein Auge für schöne Autos. Der Audi RS 3 kostet mindestens 53 500 Euro. Ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gehört zur Serienausstattung.

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Am Kiesstrand von Torbole quittiert man den Auftritt des sportlichen Ingolstädters mit „Bella Macchina“ .

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Technische Daten und Verbrauch im Alltag

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Audi

RS 3 Sportback 2,5 TFSI quattro S tronic

Motor Fünfzylinder,Benziner mit Direkteinspritzung
Hubraum 2.480 cm³
Leistung 270 PS @ 5550 -6800 U/min
Kraft 465 Nm @ 1525-5550 U/min
Getriebe 7-Gang Direktschaltgetriebe S-tronic
Permanenter Allradantrieb quattro mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung, elektronische Differentialsperre EDS
Länge, Breite, Höhe 4.343, 1.800, 1.411  mm
Radstand 2.635 mm
Leergewicht 1.520 kg
 Wendekreis  10,90 m
Höchstgeschwindigkeit 280 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 4,3 sec
Normverbrauch 8,2 l/100km
Alltagsfahrer  8,8 /100km

Text: Solveig Grewe, Photos: Jacopo Salvi, Innenaufnahme: Audi

What happens in Vegas, stays in Vegas

[notification type=“notification_info“ ]Aus dem Auto-Blogger-Alltag[/notification]

Es gibt solche Geschichten, die gibt es eigentlich gar nicht. Zum Beispiel, wie man zu einer Glas-Reparatur in Las Vegas kommt. 

Man nehme folgende Zutaten: Einen Mercedes G63, einen putzigen kleinen Stein, Las Vegas, einen Roadtrip und Safelite. Das ganze mixt man dann ordentlich durch und heraus kommt? Eine Windschutzscheiben-Reparatur in Las Vegas.

Mit dem Kollegen Jens von rad-ab.com wollte ich nach der CES in Las Vegas mit einer G-Klasse von Mercedes-Benz nach Los Angeles zurückfahren. Wenn man in den USA ist, dann muss man wenigstens einen Tag mit dem Auto auf Achse sein. Sind die USA doch das Land, im dem man drei Dinge richtig gut kann: Shoppen, futtern und Auto fahren. Einfach hinaus in das weite Land. Den Tempomaten auf 55 Meilen stellen und dann stundenlang fahren. Gerade die Strecke von Las Vegas nach Los Angeles kann so richtig für genau diese Form des Autofahrens verstanden werden.

In den letzten Jahren hat Mercedes-Benz vor der NAIAS in Detroit jeweils einen Roadtrip veranstaltet. Unter dem #Tag „MBRTJahreszahl“ fand man dann die passenden Bilder und Storys. 2016 war die Zeit zwischen der CES und der NAIAS ein wenig kurz, um dazwischen einen Roadtrip zu veranstalten. Doch nachdem Jens und ich uns auf der CES die wichtigsten Auto-Themen angeschaut hatten, (neues E-Klasse Cockpit und den Soulmate von EDAG), wollten wir nicht zurück in die Heimat fliegen, nur damit wir kurz darauf wieder in die USA fliegen. Für uns war klar: Wenn schon, dann richtig. Und wenn Mercedes-Benz keinen Roadtrip veranstaltet, gut, dann machen wir eben unseren eigenen „MBRT16“.

Auf Instagram die Fotos zu #mbrt16 anschauen

Von Vegas nach L.A.

vegas los angeles

Die Route von Las Vegas nach Los Angeles ist a) nicht besonders lang (5.5 Std. sind ja nix, jedenfalls im Roadtrip-Sinne) und b) eigentlich eher eintönig. Es sei denn, man steht auf dieses „die Augen durch die Landschaft gleiten lassen“ und das Gefühl, sich darin zu verlieren. Unsere G-Klasse als G63 gehört nun nicht zu den langweiligsten Autos dieser Welt. Der schiere Unmut, der sich unter der grob gezeichneten Motorhaube zusammenbraut, kann einen regelmäßig erschrecken. Das V8-Bollern des kantigen Nutzwagens lässt auch US-Ohren entzückt lauschen. Überhaupt. Es gibt keinen besseren Platz, um ein schönes Auto auch mit Genuss zu fahren. Hier in den USA ist der Neid kein Thema. Du fährst einen 139,900 $ teuren SUV? 563 PS stark? Na, du wirst ihn dir verdient haben. Und dann bekommst du den Daumen nach oben. An der Tankstelle lächeln die Milfs mit einem subversiven Zucken in den Augenwinkeln aus ihren Acuras in Richtung „big black G-Wagon“ und dein „Bro'“ an der Zapfsäule haut dir auf die Schultern. „What a great car, man!“

Das sind die USA. Wo Auto fahren noch Spaß macht. Auch weil die Gallone Sprit eben wieder im Sonderangebot ist. Und ein 5.5 Liter V8-Turbo nimmt sich genüsslich und großzügig aus dem Tank.  Und selbst der edle Tropfen kostet eben deutlich weniger als bei uns. (V-Power zapfen die Amis für 1.05 $ den Liter.)  

mit dem g63 von vegas nach 084 Los Angeles mbrt16

Hoover-Damm und Zeitzone +1

Anstatt einfach nur die I-15 aus Vegas raus zu nehmen, sollte man sich den Hoover-Damm als Umweg gönnen. Die Hoover-Talsperre ist nur eine knappe Stunde von Vegas entfernt, und doch, wer die Talsperre überfährt, verliert eine weitere Stunde. Nein – nicht weil der Damm so breit wäre, sondern weil genau in der Mitte die Grenze zwischen Nevada und Arizona verläuft und damit eine der sechs Zeitzonen der USA.

mit dem g63 von vegas nach 075 Los Angeles mbrt16

Steinschlag gleich zum Start

Bevor wir mit unserem G-Wagon auf die Tour gingen, beglückte uns ein Steinschlag in der Windschutzscheibe. Der Ami nennt es einen Chip. Aber egal, wie man es nennt. Man will es nicht haben.

mit dem g63 von vegas nach 065 Los Angeles mbrt16

Carglass repariert, Carglass tauscht aus

Der Gedanke war: Was passiert, wenn wir die G-Klasse später durch die Berge rund um den San Bernardino National Forest fahren? Da geht es ein paar Meter hoch. Und überhaupt. Einen Riss in der Windschutzscheibe will man auch nicht riskieren. Ach und mal ganz generell, CARGLASS ist einer der Partner auf mein-auto-blog. Lass uns doch einfach mal den Ernstfall proben. Also eine kurze eMail nach Deutschland geschickt. Und binnen Stunden hat man sich zwischen CARGLASS Deutschland und SAFELITE USA (ein Konzern: Belron) geeinigt. Eine G-Klasse mit Steinschlag in der Windschutzscheibe? Das geht gar nicht.

Safelite – Las Vegas: „Wo dir geholfen wird“

Ich hatte selbst nicht daran geglaubt. Zeitverschiebung zwischen DE und USA. Von einer Tochter-Firma zur nächsten (Carglass / Safelite) und dann auch noch von „sofort auf gleich“ eine Reparatur? Das dürfte selbst mit diesem Kontakt zu CARGLASS Deutschland erst einmal schwierig werden. Aber getäuscht.

Service in den USA ist eben schon immer etwas anderes. Oder es ist einfach eine BELRON-Sache, diese schnelle Hilfe bei einem Glas-Schaden.

Steve Parker von SAFELITE USA hatte binnen weniger Stunden (man bedenke die Zeitverschiebung) einen Termin freigemacht und uns eingeladen, mit der G-Klasse vorbeizukommen.

Kurz nach dem zweiten Kaffee des Tages (9:30 am) trafen wir in der  4601 E Cheyenne Ave ein und dort auf Steve und sein Team.

BELRON – Service weltweit | Höchster Standard

Das witzige an der Geschichte ist, der Mutterkonzern von CARGLASS, das Unternehmen Belron, sorgt wirklich für einen Prozess der Reparatur, der auf der gleichen Welt die gleichen Standards erfüllt. Und da sprechen wir von einem 1a-Service. Es dauerte keine 30 Minuten und man hatte uns von unserem Steinschlag per Glas-Kosmetik befreit.

Für mich persönlich was das die erste „Glas-Reparatur“, bislang hatte ich noch nie einen Steinschlag repariert. Und schon gar nicht an einem Presse-Testfahrzeug. Aber nachdem mein-auto-blog und CARGLASS bereits seit mehr als 3 Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, wollte ich es einfach wissen. Und dann auch noch diese „fiese“ Nummer mit dem G63. Das ist ja nun kein Allerweltsauto. Und dann mal eben so „hoppla-di-hopp“. Aber, und das kann man am Ende sagen: SAFELITE und CARGLASS haben nicht nur umfassend gut zusammengearbeitet, sicher, ein Konzern – aber wie oft erlebt man gerade in den großen Konzernen der Welt, wie alles nur drunter und drüber geht – nein, auch am anderen Ende der Welt wird mit dem gleichen Ehrgeiz der Service-Gedanke ausgelebt, den ich bislang immer wieder als Show empfunden habe.

Ich habe bereits drei Mal die „Best of Belron“ Events besucht. Veranstaltungen, bei denen die Belron-Monteure aus der ganzen Welt gegeneinander antreten – und jedes Mal dachte ich mir danach: Das musst du mal testen. Du musst die Jungs mal auf die Probe stellen.

What happens in Vegas, stays in Vegas. Wie der Steinschlag. Weiter ging es ohne.
What happens in Vegas, stays in Vegas. Wie der Steinschlag. Weiter ging es ohne.

What happens in Vegas stays in Vegas

Der alte Spruch zur sündigen Metropole in der Wüste. Und auch bei Glas-Schäden ist es so 🙂 – denn als wir in Richtung Hoover-Damm dann endlich aufbrachen, war der Steinschlag bereits Geschichte.

mit dem g63 von vegas nach 115 Los Angeles mbrt16

Ohne Steinschlag in Richtung Los Angeles

Wer die Hoover-Talsperre hinter sich gelassen hat, der dreht am besten wieder um. Denn weiter nach Nevada wäre in Richtung Ostküste. Und so viel Zeit hatten wir 2016 nicht. Also, über Boulder zur I-95 in Richtung Süden. Bei Searchlight dann auf die 164 in Richtung Westen. Bis es zur I-15 zurück geht. Wenn man Glück hat, steht man auf der 164 eine Zeit lang an einem Bahnübergang und bekommt einen der kilometerlangen Güterzüge zu Gesicht. Wir standen, ungelogen, fünf Minuten und es reihte sich ein Waggon an den nächsten. Die USA. Hier ist eben alles ein wenig größer. Dank „Super-Gulp“ und einer Gallone Zuckerwasser im Auto muss man jedoch nie mit dem Verdursten rechnen.

Wer ein wenig Zeit hat, der nimmt ab Barstow die 247 in Richtung Süden und ab Lucerne Vallye die 18 in Richtung San Bernardino National Forest und Big Bear Lake.

mit dem g63 von vegas nach 041 Los Angeles mbrt16

It never rains in California – Von Schnee hat niemand etwas gesagt

Anfang Januar wird es auch in der Wüste Nevadas kalt. Selbst Kalifornien kann sich ungemütlich zeigen und wer zum „Big Bear Lake“ auf über 2.000 Meter Höhe fährt, der trifft, wenige hundert Kilometer vom Pazifik entfernt, auf Schnee. Wir trafen auf viel Schnee. Und auch wenn die G-Klasse als das Urgestein der Geländewagen gilt und auch wenn drei Differentialsperren an Bord sind – mit Sommerreifen machst du auf Schnee niemanden glücklich. Und wenn man zudem die 760 Nm des V8 in Richtung All-Terrain-Reifen presst, dann gräbt sich auch eine G-Klasse durch den Schnee – ohne Vortrieb. Viel Gefühl am Gashahn und schnell wieder in Richtung „schneefreie“ Straße – ohne Besuch am Big Bear Lake, aber nicht ohne eine gute Tat getan zu haben.

mit dem g63 von vegas nach 061 Los Angeles mbrt16

Los Angeles, die Stadt der Engel und der schwarzen G-Klassen

Anstatt die San Bernardino Mountains zu überqueren, haben wir die Sommerreifen der G-Klasse zurück ins „Apple Valley“ gelenkt. Ja – wir haben vor dem Schnee kapituliert. Sagen wir es ruhig so, wie es war.  Doch dass man auf Schnee eben nicht nur vorwärts kommen muss, sondern auch zum Stehen – haben wir ja vor kurzem auch behandelt.

Zurück zur I-15. Weiter nach Los Angeles. Diese Stadt ist immer wieder umwerfend. Achtspurige Autobahnen, auf jedem Streifen zäh fließender Verkehr. Man mag es sich als Europäer nicht vorstellen, wenn man nicht selbst vor Ort war. Und während man in vielen Teilen Kaliforniens auf Tesla und Co setzt, fährt man in der Traumfabrik dann doch lieber echte Autos. Schwarze G-Klassen zum Beispiel.

Gut 10 Stunden, nachdem wir die SAFELITE-Werkstatt in Las Vegas verlassen hatten, waren wir in der Stadt der Engel angekommen. Nein, einen echten Roadtrip konnte diese kurze Fahrt nicht ersetzen. Aber dafür haben wir viel über Autoscheiben, den tollen Service von Safelite und über Sommerreifen auf Schnee gelernt.

In Los Angeles haben wir die schwarze G-Klasse dann sicherheitshalber gegen einen Aston Martin getauscht. Und ganz ehrlich: Es wäre ja peinlich, an der Ampel in West Hollywood das gleiche Auto zu fahren, wie irgend so ein Soap-Star, oder?

mit dem g63 von vegas nach 141 Los Angeles mbrt16

 

 

P.S.: Nein. Wäre es nicht 😉 Aber der Aston Martin passt noch besser nach Hollywood  … 

 

 

Noch mehr Fotos:

 

 

 

 

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Mit dem Amarok: Jenseits von Afrika

Neue Autos vorstellen kann jeder. Alles poliert, alles frisch, alles bestens. Was soll da schon schief gehen? Wie aber bewährt sich ein Wagen, der mehr als 60.000 Kilometer auf dem Buckel hat, davon die meiste Strecke abseits befestigter Straßen?

Ein Pick-Up, der von Deutschland bis nach Südafrika und wieder zurück gefahren ist und dem in seinem Autoleben Abenteuer-Trips in rauer Umgebung wie auf Island oder in Chile abverlangt wurden? „Da muss man beim Verschleiß eigentlich die zehnfache Laufleistung ansetzen“, sagt Matthias Göttenauer, einer der Geschäftsführer von „Experience“, einem Offroad-Veranstalter aus Fulda. Dem 49-jährigen Outdoor-Spezialisten gehört ein halbes Dutzend VW Amarok. Einer diente unter anderem dem Volkswagen-Motorsport-Werksteam als Servicefahrzeug bei der Rallye Dakar. Schlimmeres kann man einem Serienauto kaum zumuten. Auch der dreckige Sprit in den Schwellenländern ist eine ständige Gefahr.

Volkswagen zuckte daher zunächst auch kurz, als Göttenauer der Nutzfahrzeug-Sparte in Hannover vorschlug, den geschundenen Pritschen-Lastern erneut auf die harte Tour zu kommen und mit ihnen das südliche Afrika unter die Räder zu nehmen. Insgesamt mehrere tausend Kilometer Off-road-Abenteuertour. Eine Herausforderung mit einem nicht unerheblichen Risiko. Doch letztlich siegte das Vertrauen in die Robustheit von Volkswagens Arbeitstiers Amarok. Der Vorstand willigte ein.

Schon beim Landeanflug auf Maun, gesprochen Ma-un, in Botswana sieht man aus dem Kabinenfenster, dass da unten „normale“ Pkws zur automobilen Minderheit gehören. Die Mehrheit sind in der Tat Pick-ups. Doch keinesfalls, wie teilweise bei uns, lässige Lifestyle-Laster, sondern reine Nutzfahrzeuge in unterschiedlichen Größen. Motto „Es gibt immer was zu transportieren“, Baustoffe, Brennholz, Tiere, Menschen. Nicht selten hockt eine ganze Schar Kinder auf der Pritsche. Sitze? Gurte? Fehlanzeige. Isofix-Befestigungen? Nie gehört. Bei uns hätte diese Art der Beförderung sicher einen Großeinsatz der Polizei zur Folge. Hier juckt es niemanden.

Volkswagen Amarok 006 Jenseits von Afrika

40° im Dezember

Wir sind in Afrika. Das Leben funktioniert hier anders. Es ist ursprünglicher, längst nicht so perfektioniert, wie wir es gewohnt sind. Erst recht nicht in Botswana, das uns im Dezember bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius empfängt. Maun gilt als Tor zum berühmten Okavango-Delta. Dort können Touristen „African Wildlife“ vom Feinsten erleben. Dutzende Lodges bieten nicht nur exklusive Aufenthalte, sondern auch sogenannte „Game Drives“ an. Das hat aber nichts mit Spielsucht zu tun. Game ist die Übersetzung für Wild. Und die Chancen stehen recht gut, dass einem auf diesen Safari-Touren – meist im speziell hergerichteten Toyota Land Cruiser – die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn) vor die Linse laufen. Die Beobachtung von wilden Tieren ist zu einem wichtigen Wirtschaftszweig in Botswana geworden. Teile des Geldes werden unter anderem zum Artenschutz und zum Kampf gegen Wilderer verwendet. Letztere haben es besonders auf das Nashorn abgesehen. Ein Horn kann auf dem Schwarzmarkt bis zu 100.000 Euro erzielen und wird in Vietnam und China immer noch als vermeintlich potenzsteigerndes Mittel gehandelt. „Absoluter Schwachsinn, biologisch sind die Hörner nichts anderes als Fingernägel“, ärgert sich unser Ranger Steve, der uns auf wenige Meter an die urzeitlichen und tonnenschweren Tiere heranbringt.

Volkswagen Amarok 002 Jenseits von Afrika

Essen auf Rädern? Mal anders!

Selbst fahren dürfen wir in diesen Reservaten, die teils bis zu 75.000 Hektar große sind, nicht. Aus gutem Grund. Wer will sich schon wie „Essen auf Rädern“ fühlen? Aber Botswana, Zimbabwe und das nördliche Südafrika bieten noch genügend andere Auto-Abenteuer. Schon die Infrastruktur in diesen Ländern ist nicht mit der unsrigen zu vergleichen. Nur die größeren Verbindungen sind asphaltiert. Viele Straßen und Wege sind staubige „gravel roads“. Diese muss sich der Autofahrer auch noch mit Rindern, Ziegen und Eseln teilen, die – ohne jeglichen Zaun getrennt – am Straßenrand das letzte bisschen Grün aus der trocknen Erde rupfen. Oft genug stehen die Viecher auch direkt auf der Straße oder trotten unvermittelt über diese. Mit nicht immer optimalem Ausgang – meist für das Tier. Kadaver in unterschiedlichen Verwesungszuständen sind stumme Zeugen links und rechts des Fahrstreifens. Niemand fühlt sich verantwortlich, sie zu entsorgen.

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Badewannengroße Schlaglöcher

Hohe Konzentration vom Fahrer erfordern auch die manchmal badewannengroßen Schlaglöcher und Unterspülungen auf den Nebenstrecken. Gleiches gilt für tiefe Spurrillen und Waschbrett-Pisten, die Auto und Insassen mitunter arg zusetzen. Bei Dunkelheit sollte man hier besser nicht unterwegs sein. Umso freudiger das Erlebnis allerdings, wenn die Sand- und Schotterpisten relativ eben verlaufen. Die Diesel schnurren, mit bis zu 120 km/h fegen die Amarok über sie hinweg, ziehen lange Staubfahnen hinter sich her. Eine herrliche Art, Auto zu fahren. Weiter entfernt als von unserem überreglementierten Verkehr und dem alltäglichen Stau- und Autobahnstress kann man da gedanklich nicht mehr sein.

Übertroffen wird dies nur noch, wenn es gilt, anspruchsvolles Terrain zu durchqueren. Wozu natürlich auch Wasser zählt. „Kein Afrika-Trip ohne die obligatorische Flussüberquerung“, sagt Tour-Guide Matthias Göttenauer. Meist jedoch geht es da um ein paar knietiefe Pfützen, etwas Sand und Geröll. Der Flusslauf, an dem sich unser Tross sammelt, hat es allerdings in sich. Nicht ohne Grund gibt es hier einen Fährbetrieb, wenn auch nicht ganz nach deutschem Maßstab. Auf einem Ponton ein paar Bretter, dazu ein Geländer mit einigen Rettungsringen (immerhin) und daneben ein kleines Beiboot mit Außenbordmotor. Kapazität der Fähre: ein Auto. Wegen der knappen Zeit entscheidet Afrika-Experte Matthias daher nicht zur Über- sondern zur Durchfahrt.

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Grundregel Nummer 1

Es erfordert einigen Mut, ein unbekanntes Gewässer auf diese Art zu durchqueren. Grundregel Nummer eins: Stets zuvor zu Fuß die Fluten durchschreiten, um Untergrund und Tiefe zu checken (Krokodile sollen hier keine drin sein, bestätigten uns die Einheimischen). Nummer zwei: Nie fahren, ohne dass ein zweites Auto am Ufer bleibt, das einen notfalls wieder herausziehen kann. Amerok-Anführer Göttenauer, bereits bis zur Hüfte im Wasser, streckt den Daumen nach oben und ist sich sicher: Der allradgetriebene Pick-up wird es packen.

Jetzt nur noch die Differenzial-Sperre einschalten und ab in die Fluten. Im Schritttempo geht es voran. Schneller wäre nicht gut, weil der Wagen sonst aufschwimmen würde und die Räder die Bodenhaftung verlieren. Der Amerok sinkt bedrohlich tief ein, teilweise ist nicht einmal mehr das VW-Emblem im Grill zu sehen. Wasser strömt über die Motorhaube. Doch liegen Elektronik und der Ansaugstutzen für die Luft glücklicherweise noch höher. Auch unsere Füße bleiben trocken, kein Tropfen ist in den Innenraum gedrungen. Als wäre nichts gewesen, erreicht der Konvoi das Ufer auf der anderen Seite – übrigens sehr zum Erstaunen des Fährmanns, der in diesem Moment vermutlich schon seine Geschäftsgrundlage davon schwimmen sah.

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Afrika-Prüfung für den Amarok

Die Amarok-Tage im südlichen Afrika waren nicht nur geprägt von unvergesslichen Momenten, sondern zeigten auch, wie anders man hier mit dem Auto umgeht, wie anders die Ansprüche an Mobilität sind, wie wenig das Auto als Statussymbol dient und wie sehr Robustheit und Zuverlässigkeit zählen. Keiner stört sich an Kratzern und Steinschlägen im Lack, keiner an einem halben Millimeter zu viel Spaltmaß am Armaturenbrett und schon gar keiner vermisst irgendwelche elektronischen Hilfen wie Abstandsradar, Einpark-Pilot, Head-up Display oder einen Spurhalte-Assistenten. Autofahren kann eben auch in ganz einfacher und ursprünglicher Art Spaß machen.

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#ŠKODATrip 2015 – Höher, schneller, weiter, Großglockner

Bereits letztes Jahr gab es einen kleinen feinen Škoda-Roadtrip zum Wörthersee-Treffen 2014. Damals ging es mit drei Octavias von Salzburg nach Klagenfurt. In diesem Jahr sollte auf dem Weg zum GTI-Treffen 2015 alles etwas größer sein. Die Škoda-Wörthersee-Tour 2015.

Blick auf die Alpen von der Großglockner-Hochalpenstraße

Treffpunkt Airport München. Auf dem Parkplatz erwarten uns Škoda Octavia L&K, Octavia RS Combi, Octavia RS TDI sowie Octavia Combi Scout 2.0 TDI 4×4. Für jeden Geschmack etwas. Nur ganz so bunt wie im letzten Jahr wurde es nicht.

Škoda Wörthersee Tour 2015
SKODATrip durchs Alpenmassiv

Aber wer braucht schon bunt, wenn er einen Road-Trip vor sich hat? Pures Fahren zählt. München, Chiemsee, Großglockner-Hochalpenstraße, Wörthersee, Nockalmstraße, München – und viele, viele weitere Straßen, Pässe, Denkwürdigkeiten. Der Weg war noch immer das Ziel.

Kurze Pause mit dem Škoda Octavia Combi Scout

Es gibt wenig Schöneres, als Natur, Landschaft und Panoramen über das Asphaltband und die Fahrt im Auto kennen zu lernen – insbesondere dann, wenn sich Straßen so schön durch die Gegend schlängeln wie im Alpenraum. Vorbei an bunten Blumen, rauschenden Bächen, verfallenen Ruinen. Das ist Road-Trip-Romantik und Autofahrer-Kitsch, wie es mir gefällt. Im Tal lassen wir zügig den darniederliegenden Chiemsee hinter uns und machen Höhenmeter gut.

Alpen-Berg-Bach-Romantik

Hier im Tal, zwischen den Bergkämmen, wenn du diesem kleinen unbedeutenden grauen Streifen folgst und links und rechts von dir das Bergmassiv steil emporragt, spürst du es wieder. Diese Unbedeutsamkeit, dass alles so klein ist. Mit dem Kinn auf dem Armaturenbrett kannst du gerade so die Gipfel der Berge direkt vor deiner Bugnase sehen. So oft erlebt und jedes Mal aufs Neue faszinierend.

Škoda Octavia RS Combi

Schnell ’ne Pause eingelegt, Kippe angesteckt, Kamera um den Hals und die Szenerie auf sich wirken lassen. Das Rauschen des Tauwasserbachs im Hintergrund, die gespenstische Stille der Ruine, das Alpen-Panorama … Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Škoda Octavia Combi Scout beim ŠKODATrip 2015

Zurück ins Cockpit, das Triebwerk gestartet und ab ins schöne Österreich. Der Weg zur österreichischen Grenze führt mir eine schöne Seite eines geeinten Europas vor Augen. Malerische Bergstraßen, umsäumt von allerlei Nadelgehölz, kleine Tunnel. Irgendwo dazwischen, vor einem unscheinbaren Tunnel, wird dem aufmerksamen Fahrer kundgetan, dass er Österreich erreicht hat. Grenze? Wo? Immerhin innereuropäisch funktioniert’s.

Licht am Ende des Tunnels: Škoda Octavia RS Combi

Mit Škoda gen Österreich

Raus aus dem bewaldeten Tal machen wir schnell Höhe gut, bis sich uns endlich das beschneite Alpenpanorama offenbart. Schroffe Felsen zur Linken, das kurvige Freudenband unter den Rädern und weiße Gipfel zur Rechten – so sieht ein gepflegter Trip durch die Alpen aus.

Blick auf die Alpen von der Großglockner-Hochalpenstraße

Wir erreichen die Großglockner-Hochalpenstraße, zahlen eine deftige Straßennutzungsgebühr und machen uns voller Vorfreude auf ins Hochgebirge. Schleife um Schleife schrauben sich die Serpentinen nach oben. Dank DSG im Octavia Combi Scout entfällt das viele Rühren im Getriebe, die Haldex-4×4 hält uns ohne Traktionsverlust in der Spur.

 Octavia-Konvoi auf dem Großglocknerpass

Keine Angst, den Gänsemarsch im Schneckentempo legen wir nur fürs Foto auf den Asphalt. Während des Foto-Stopps und der Kolonnen-Schleichfahrt setzt erster Regen ein. Allmählich wird der Asphalt feucht. Schnell sind die Fotos im Kasten und nachdem die Freigabe von Enes, dem Mann hinter der Kamera, kommt, kann es nur heißen: „Feuer frei!“

Nur für's Foto: Im Gänsemarsch über den Großglocknerpass.

Druckvoll schiebt der Zweiliter-Selbstzünder an. 380 Newtonmeter, das Gefälle und die nächste Serpentine, die auf dich zu rauscht. Ein beherzter Tritt ins Bremspedal macht dem Schub vehement ein Ende. Die einsetzende Negativbeschleunigung presst den Brustkorb in den Gurt. Lustvoll eingelenkt, geht’s am Scheitelpunkt wieder aufs Gas.

Škoda Octavia RS Combi auf dem Großglocknerpass

Wie an der Schnur gezogen, folgt der Combi Scout den Lenkimpulsen. Schieben über die Vorderachse? Niente. Freilich macht die aufgebockte Karosse dann und wann auf sich aufmerksam, aber das macht der Combi Scout dank Allrad locker wett im Vergleich zum reinen Frontkratzer-RS.

Škoda Octavia Combi Scout auf dem Weg nach oben

Ein Hoch aufs DSG im Diesel. Kraft hat der 2.0 TDI – ohne Frage. Wenn jedoch das gut nutzbare Drehmoment irgendwo zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen liegt, bis du froh, dass das Doppelkupplungsgetriebe die Arbeit übernimmt.

Alpen-Panorama auf der Großglockner-Hochalpenstraße mit Škoda Octavia Combi Scout

Die Landschaft wird schroff. Verdreckter Schnee säumt die Straßenränder, das Thermometer zeigt nur noch fünf Grad. Bis auf über 2.500 Meter Höhe führt uns unser Weg. Von Frühling ist hier nichts zu spüren, der Wind schneidet einem eisig ins Gesicht. Zeit für die Abfahrt. Auf zum Wörthersee.

Mit dem Škoda Octavia Combi Scout auf der Großglockner-Hochalpenstraße

Mit dem Škoda Octavia Combi Scout waren wir gut gerüstet fürs bergige Land. Nachdem wir also Heiligenblut erreichen und den Großglocknerpass verlassen, machen wir uns auf die Suche nach geeignetem Terrain für den Combi Scout. Wir wollen sehen, was er abseits des Asphalts kann. Und das gibt’s separat zu lesen.

Text: MvB
Fotos:
Škoda Auto Deutschland (Enes Kucevic) / MvB
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Born in Alabama – #mbrt15

Der Schwarze Krieger. So der Name der Stadt. Tief im Herzen von Alabama in den Südstaaten der USA liegt Tuscaloosa oder wie die Choctaw- Indianer es nannten: Tushka. Der schwarze Krieger.

Mercedes-Benz fertigt dort seit 1995 die Fahrzeuge der M-Klasse, der R-Klasse, den GL und seit dem letzten Jahr auch die C-Klasse für den Nord-Amerikanischen Markt.  Und wenn in einer guten Woche in New York die Messe-Halle zur NYIAS 2015 geöffnet wird, dann wird man dort den neuen Mercedes-Benz GLE finden. Und wir bringen ihn aus dem Werk im Süden der USA aus Tuscaloosa in Alabama nach New York!

#mbrt15

2.600 km Roadtrip – Born in Alabama

Bereits seit 2012 veranstaltet Mercedes-Benz mit ausgesuchten Digital-Influencern und Journalisten derartige Touren. 2013 war das große Jahr der E-Klasse und wir fuhren von L.A. quer durch die USA bis nach Detroit auf die dortige Motorshow.

2014 ging es mit der neuen C-Klasse von Houston nach Detroit. Wieder, wie im Jahr zuvor, auf die NAIAS. Wer im Internet nach #mbrt14 sucht, wird viele Fotos und spannende Berichte zu dieser Tour finden.

2015 ist nun nicht Detroit und die NAIAS das Ziel, sondern die Automobilshow im „Big Apple“. NYIAS 2015 wird den Rahmen bilden für die Weltpremiere des Mercedes-Benz GLE. Autokenner wissen es, der „neue“ GLE ist das Facelift-Modell der aktuellen ML-Baureihe. Weil man bei Mercedes-Benz aber die Namen sortiert hat, wird aus dem ML nun die GLE-Baureihe. Von der es im übrigen bereits eine Coupé-Version gibt. Das GLE Coupé. Neben dem neuen GLE werden wir auch ein solches GLE Coupé, einige G-Klassen und GLA-Varianten auf der Tour durch die USA einsetzen.

Spannende Momente, großartige Ausblicke und die faszinierende Welt der RoadTrips. In dieser Woche. Und in der kommenden Woche. Auf mein-auto-blog.de und natürlich auf vielen weiteren Blogs.

Wer live dabei sein will, dem sei der Fotodienst instagram ans Herz gelegt. Dort ab Freitag nach #mbrt15 suchen und fast live mit erleben, wie wir den neuen GLE aus dem Herzen Alabamas nach New York überführen.

#mbrt15 – stay tuned…

Video: Roadtrip über 15.000 Höhenmeter

Roadtrips, eine Passion. Autos, eine Leidenschaft. Die Berge, großes Kino. Wenn es darum geht, mit 18 Zylindern und fast 1.000 PS auf Tour zu gehen, dann werden sich Petrolheads vermutlich nur mit Mühe einhalten können. So war es auch bei Can Struck und Sebastian Bauer. Die beiden Kollegen hatten die Idee zu einem schönen Roadtrip. Und davon sollte es auch ein vernünftiges Video geben.

Es hat ein wenig gedauert mit dem Video und bislang haben sie uns auch nur den Teil 1 präsentiert, aber das Warten hat sich dennoch gelohnt.

#thepluses2 – Route des Grandes Alpes

Seit zwei Tagen ist der Clip zum Roadtrip von passiondriving.de und driversgroove.de nun online. Und er macht wirklich Laune. Dank professioneller Hilfe beim Thema „filmen“ und „schneiden“ hat sich der Ausflug der zwei nicht nur für sie gelohnt – sondern nun auch für uns. Für die, die nicht dabei sein konnten.

18 Alpenpässe mit Gebrüll

Sebastian und Can hatten sichtbar viel Spaß bei dem Trip. Die Bilder sind teilweise richtig gut geworden. Der Clip bringt viel vom Fahrspaß der zwei rüber. Wenn die Fahrer an den Schaltwippen klicken und die Frauen auf dem Beifahrersitz im Rythmus mit den Köpfen wippen, schön zu sehen :).

Danke Sebastian und Can für die ersten 24 Minuten Unterhaltung! 

 

 

 

P.S.: Warum finden eigentlich meine GoPros keine Erwähnung im Clip? Wenigstens in einer Nebenrolle für unwichtiges, geliehenes, vermutlich nicht genutztes Equipment? Pah! 

Roadtrip: Because sound matters

Akustik ist die Lehre vom Klang. Und wer Musik hören will, der sollte sich Gedanken um die Akustik machen. Soweit, so einfach. Lustigerweise höre ich zum Beispiel nur noch im Auto bewusst Musik. Dummerweise ist aber gerade das Auto die dümmste Umgebung um Musik zu hören. Was also tun? Auf Musik verzichten?

Roadtrip: Because sound matters

Nein – Verzicht ist doof. Dann doch lieber ein wenig Nachhilfe zum Thema Musik, Klang und Akustik genommen. Und einfach mal ein paar Experten fragen. Schnell war die Idee geboren und der richtige Partner wurde ebenso schnell gefunden:

Dynaudio

Die Audiophilen-Freaks unter Euch werden jetzt mit den Augenbrauen leicht noch oben gezuckt haben. Dynaudio also. Kennt man doch. Ihr habt es vermutlich gekannt. Mir war der Name noch bis vor ein paar Wochen kein wirklicher Begriff. Aber ich bin ja auch kein Audiophiler-Freak, ich bin nur einer, der gerne mal ein wenig Musik hört – aber immer nur im Auto.

Die Idee:

Die Experten von Dynaudio sollten erklären, worauf es ankommt, beim Thema Klang im Auto. Um sich mit genügend Zeit einzudecken, damit man auch eine Menge Lieder hören konnte, kam nur ein Roadtrip in Frage. Das Ziel? Schnell gewählt: Natürlich der Stammsitz von Dynaudio in Dänemark. Nun musste nur noch ein Startpunkt gefunden werden.

Und da kam die Verbindung von Dynaudio und Volkswagen ins Spiel. Die derzeit aufwendigste Sound-Anlage im VW-Konzern, besitzt der noch aktuelle Phaeton. Und dieser Luxus-VW wird wo gefertigt? Richtig, in einer Stadt die eben nicht nur für die „Gläserne Manufaktur“ bekannt ist, der Phaeton-Geburtsstätte, sondern auch für eine Weltbekannte Oper: Die Semper-Oper.

Vor uns lagen also gute 800 Kilometer, und zurück. „Because sound matters“ war geboren.

Den ganzen Roadtrip teile ich in drei Artikel auf. Diesen hier, den ersten, mit Erklärungen und Einblicken, einen zweiten der sich vor allem um den Phaeton drehen wird und einen Dritten, der dann einen tieferen Einblick in die Lautsprecher-Geheimnisse liefern wird.

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Teil 1: Because sound matters

Man steht vor dieser Semper-Oper und in mein Kleinhirn presst sich eine Bierwerbung. Gut, ich bin ein Kultur-Banause.  Doch in Dresden hat man ein großes Herz und so lässt man auch Banausen wie mich durch den Hintereingang in die Sächsische Staatsoper. Hinter der Bühne, auf den Brettern die die Welt bedeuten, könnte man in fast jedem Theater dieser Welt sein. Ehrfürchtiges zittern setzt erst ein als man vor den Vorhang tritt.

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Okay, ein paar Fakten zur Semper-Oper:

Eigentlich ist die Semper-Oper ein Parade-Beispiel für Hartnäckigkeit. Erbaut, erstmals 1840 wurde die „erste Version“ der Semper-Oper 1869 bei einem Feuer vollständig zerstört. Bereits 1871 machte sich Gottfried Semper an den Wiederaufbau. Theoretisch. Denn Gottfried Semper war bei den Herrschenden in Ungnade gefallen. So übernahm sein Sohne Manfred die Leitung des Neuaufbaus. 1878 wurde die neue Semper-Oper wiedereröffnet. 1945 bombten die Allierten Nazi-Deutschland in Schutt und Asche. Darunter war im Februar ’45 auch die Semper-Oper. 1948 startete der Betrieb im „Schauspielhaus Dresden“erneut. Allerdings war die Semper-Oper noch immer stark beschädigt. Erst 1977 erfolgte die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Semper-Oper. Im Februar 1985 feierte die neue Semper-Oper ihren Auferstehung. 2002 kam das Hochwasser der Elbe und hinterließ einen Millionenschaden.  Drei Monate später erfolgte eine neuerliche Wiedereröffnung.

Lustige Anekdote am Rande: Als die Semper-Oper nach der Elbe-Flut ausfiel, stellte Volkswagen die „Gläserne Manufaktur“ als Bühne für eine geplante Aufführung von „Carmen“ zur Verfügung. So wurde aus der leidenschaftlichen Geschichte von Carmen, eine „Car Men“ Aufführung in einer Werkshalle, zwischen Luxuslimousinen und W12-Motoren. Lustige Anekdote Nummer zwei am Rande? Auf den Plakaten zu den Aufführungen von Carmen in der Gläsernen Manufaktur war noch ein zweiter Automobil-Hersteller vertreten: DaimlerChrysler. Damals waren die Stuttgarter nicht nur quer über den großen Teich verkuppelt, sondern auch Partner der Semper-Oper.

Für mich war der Besuch der Semper-Oper eine besondere Erfahrung. Knapp am Kultur-Overkill vorbeigeschrammt freute ich mich dennoch auf die erste Fahrt im Phaeton. Mag ja sein das man in der Semper-Oper besseren Klang hat – ich höre meine Musik aber lieber beim Autofahren, ihr erinnert Euch?

Deswegen, in Teil zwei des Roadtrips: „Because sound matters“, geht es dann um den Phaeton. Um die 800 km nach Skanderborg. Und um meine Mitfahrer. Und um die Playlist 😉

Also, stay tuned!

 

ABT ins Himmelreich

Wenn ABT sportsline dich anruft, dann sagst du einfach ja, noch bevor du die Frage gehört hast!

Im letzten Jahr ging der ABT sportsline Roadtrip nach England zum Festival of Speed. Eine geile Tour. In diesem Jahr sollte die DTM bei ihrem Rennen in Ungarn das Ziel sein. Doch in diesem Jahr habe ich nicht „ja“ gesagt, in diesem Jahr stand bereits ein anderer Termin an (Die Geburt meiner Tochter). Es galt also zu überlegen, wem man diesen wunderbaren Platz, diesen wertvollen Platz, diese einzigartige Tour noch zuteil werden lassen könnte. Als mich Björn Marek, der Pressesprecher von ABT fragte, nannte ich den Namen von Fabian. Und so kam es, dass der gute Fabian von autophorie auf diese Tour mitfuhr. Mit Turbo-Fünfzylinder, Turbo-Achtzylinder und jeder Menge ordentlicher PS. Wenn man die Linksammlung von Fabian nach diesem Trip durchgeht, dann scheint es so, als hätte er Spaß gehabt.

Eine ganze Menge Lesestoff – aber weil mir das nicht reichte, gibt es hier auch noch eine kurze Version des Abt-Roadtrip nach Ungarn – natürlich auch aus der Perspektive von Fabian:

Wenn ABT sportsline dich anruft, dann sagst du einfach ja, noch bevor du die Frage gehört hast!

Warum würde man so ein großes Risiko eingehen, der Herr am Telefon könnte sich immerhin auch einen großen Scherz erlauben. Um ganz ehrlich zu sein bisher bin ich von dem in Kempten ansässigen Veredler noch nie enttäuscht worden. Eher stapelt man dort immer gerne tief, um herabfallende Kinnladen für die Ewigkeit auf Fotoleinwände zu bannen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich durfte von Kempten nach Budapest und wieder zurück einem der wohl geilsten Roadtrips ever beiwohnen.
Im letzten Jahr fuhr der Tross nach Goodwood. Ein kaum weniger interessantes Ziel mit dem Festival of Speed. In diesem Jahr hieß das Ziel DTM am Hungaroring. Der Weg dorthin führte uns nicht nur einfach Vollgas über die Autobahn, wie es vielleicht zu großen Teilen 2013 der Fall war, nein, direkt von Kempten aus ging es in die bergige Alpenregion.

Mehrere Passstraßen, die wir mit handzahmen Autos wie der S3 Limousine und dem RS Q3, beide jeweils leistungsgesteigert auf 370 bzw. 410 PS, bewältigen durften. Auch echte Schwergewichte, im wahrsten Sinne, waren mit dabei. Durch die Optimierung bei ABT sportsline passte es auch wieder mit dem Leistungsgewicht. 640 PS im Fall des S8 Facelift und ganz gewaltige siebenhundert Pferde warteten im RS6 auf uns. Keine leichte Aufgabe eine solche Herde Rennpferde im Zaum zu halten. Gut das es immer nur abseits der Straße etwas ungepflegt zur Sache ging. Doch das gehört auch dazu, necken und aushecken an jeder Ecke.

Die bunt gemischte Truppe aus alten Print-Eisen, neuen Stars und Sternchen, sowie Österreichern und einem Ungarn, der wiederum nahe dem Ziel vehement wichtig wurde, bespaßte sich auch gerne 24/7. Unmengen an Super Plus durchflossen die Leitungen der potenten Audis während wir insgesamt 2000 Kilometer abrissen.

Neben dem verregneten Oberjoch sowie dem Thunpass, war wohl das Highlight der morgendliche „Aufstieg“ am Großglockner. Am zweiten Tag sind wir relativ früh von Zell am See an den Fuß des Großglockner gestartet, um eine möglichst Verkehrsfreie Auffahrt zu haben. Dies ist uns gelungen, die Motoren waren bereits warm, die Reifen auch und kaum waren wir um die erste Kurve herum, heulten fast zeitgleich alle vier Motoren auf. Kurven räubern!

Das werde ich so schnell nicht vergessen, obwohl mir nichts anderes übrig blieb, als den zwei Tonnen Koloss mit 700 PS da hinauf zu treiben. Hört sich doch wohl hoffentlich gut schwer nach einem echten Luxus-Problem an. Perfekt, Ziel erreicht! Auch das Ziel mit dem Gletscher war atemberaubend, diese Natur noch so zu sehen, bevor die vielen Emissionen, die da tagtäglich nach oben gefahren werden, irgendwann alles wegfließen lassen; so sagen es zumindest die Umweltschützer.

Wenn ich jetzt sage „geiler wird’s nicht“ dann hoffe ich doch einfach schon inständig, dass ich falsch liege und die Äbte sich im nächsten Jahr wieder selbst übertreffen. Von der Autobahn-Jagd zur Pass-Trophy bis ins Jahr 2015.

Was die anderen machen: Heike im Infiniti in der Rhön

Meine liebe Kollegin Heike ist nicht nur die beste Beifahrerin der Welt (mbrt13), sondern auch eine Reise-Bloggerin die eben gerne mit dem Auto reist. Dieses Mal ist sie mit einem Infiniti Q50 auf Tour gegangen. (So einen Infiniti Q50 fahre ich im übrigen auch gerade im Test – Fahrbericht folgt bald!)

Um den INFINITI mit dem 2.2 Liter Diesel gemütlich rollen zu lassen, hat sich Heike die Hochrhönstraße ausgesucht. Ein nettes Ziel und eine schöne Route. Und ganz nebenbei – bei mir um die Ecke. Wohne ich doch an der Grenze zwischen Spessart und Rhön.

Was Heike über ihre Tour zu erzählen hatte, findet man in ihrem Blog: KÖLN FORMAT.  Und vermutlich ist Heike die erste Autofahrerin die sagt, die A3 ist „sehr schön zu fahren“ 😉 – aber vermutlich hatte sie einfach Glück mit dem Verkehr. Denn üblicherweise staut es sich gerade auf der von ihr gefahrenen Route ja doch ganz gerne …

 

Was die anderen machen: Heike auf der Hochröhnstraße

Roadtrip: Was die anderen so machen.

Sebastian Bauer ist in meinen Augen der beste Auto-Blogger in der deutsch sprechenden Autoblog-Szene. Auf passion:driving schreibt er seine Beiträge und fokussiert sich hierbei klar auf seine Lieblings-Themen: Flotte Autos und geile Strecken. Sebastian gehörte auch 2012 zu der Truppe von Autobloggern die ich bei meinem Porsche-Roadtrip dabei hatte.  Bereits damals war klar: Das war sicherlich nicht der erste und letzte Trip des nun im Münchner Exil lebenden Bloggers.

Im letzten Jahr fuhr er mit Can Struck, dem „Design-Profi“ der deutschen Autoblog-Szene, einen Trip der sich lecker anhörte und anscheinend auch ordentlich viel Spaß machte. Die beiden nannten die Tour „thepluses“ und man findet schöne Fotos, tolle Eindrücke und gute Texte in den Blogs der zwei.

bycan passion:driving starten zu „thepluses2“

In diesem Jahr gehen die zwei mit der Unterstützung von Audi wieder auf einen Roadtrip. Der Name? Logisch: „thepluses2“.

Eine klare Empfehlung an diesem Montag: Augen auf und sich bei Can und Sebastian auf deren Blogs ein wenig umgeschaut. Wer auch nur ein wenig Lust und Leidenschaft am Auto fahren hat, wird bei den Fotos und Artikeln der zwei bestimmt einiges finden.

Der Roadtrip „thepluses2“ startet am 25.Mai am Genfer-See und #thepluses2 sollte man bei Twitter, Facebook und Instagram im Auge behalten!

 

 

Roadtrip: Vom Ring zum Col de Turini

SUBARU ist eine pragmatische Automarke. Was man dort macht, macht man mit dem vollen Ingenieurs-Geist einer japanischen Marke. Und wenn man ein Auto baut um damit die Rallye-Weltmeisterschaft zu gewinnen, dann gewinnt man damit die Rallye-Weltmeisterschaft. So geschehen in 1995, 1996 und 1997. Diese Jahre haben einen Namen geprägt: Impreza.  Aus den sportlichen Impreza wurde über die Jahre der WRX. Der WRX STi.

Bevor im Juni die neue Generation des WRX STi in den Handel kommt, war es Zeit mit dem Vorgänger eine Abschiedstour zu unternehmen. Ihn noch einmal zu entführen, an den Ort seiner Ur-Ahnen. Und weil SUBARU in Deutschland auch eine Tradition auf der Nordschleife hat – den WRX also nicht nur Offroad in der Rallye-WM zum Titel fahren lies, sondern auch beim härtesten Rennen der Welt, den 24-Stunden am Nürburgring antreten lässt. Konnte es nur einen Startpunkt für diesen Trip geben:  Den Nürburgring.

Vom Nürburgring zum Col de Turini

#wrxtrip – Mit 300 PS durch die Geschichte

Es gibt bereits Fahrberichte vom neuen SUBARU WRX, hier zum Beispiel. Doch bevor der neue WRX in diesem Blog eine Rolle spielt, muss der Vorgänger noch einmal zeigen was in ihm steckt. Die Route führt vom Nürburgring, über die Porta Nigra zum Col de Turini. Über 1.000 Kilometer einfache Fahrstrecke und damit genug Zeit, den Geist des Ex-Rallye-Weltmeisters und 24h-Helden zu erforschen.

Wie so oft bei meinen Roadtrips, werde ich auch dieses Mal versuchen, viele Dinge live zu bringen. Für Twitter und instagram ist es daher wichtig, den #Tag zu kennen: #wrxtrip

 

subaru wrx sti 2014 200ps

Und heute geht es los! 

Was man so alles auf einen Roadtrip mitnehmen sollte, habe ich im übrigen bei eBay in einer meiner Kollektionen gesammelt. Wer sich selbst gerne auf den Weg macht und mit dem Auto lieber „on the Road“ ist, als zu Hause auf der Couch – der kann ja mal in diese eBay-Kollektion schauen und mir seine Meinung sagen/twittern/schreiben 😉

Roadtrip mit der neuen C-Klasse [W205]

Von Los Angeles ging es über Vegas, immer der Route 66 entlang, nach Chicago und dann nach Detroit. Das war 2013 und nannte sich #mbrt13. Es war einer der schönsten Trips in 2013 und ein würdiger Roadtrip. Der Anlass war damals, die Vorstellung der „neuen E-Klasse„. Ja, es war ein Facelift, aber was für eines. Es gab unter anderem ein großes Paket an neuen Assistenzsystemen. Einige davon kamen mit dem großen Facelift zuerst in der kleineren E-Klasse zum Einsatz. Anstatt wie üblich, zuerst in der neuen S-Klasse eingeführt zu werden.

2014 – Mercedes präsentiert die neue C-Klasse [W205]

Ein guter Anlass für einen neuen Roadtrip. #mbrt14 wird die Teilnehmer von Houston nach Detroit führen. Wieder genau „in time“ für die Detroit Motorshow (NAIAS).  Und dieses Mal wird man die „neue C-Klasse“ zu ihrer Weltpremiere begleiten. Der Weg führt natürlich über Tuscaloosa, wo die neue C-Klasse ihre US-Geburtsstätte hat. Die Teilnehmer werden 2.300 Kilometer durch 8 Bundesstaaten fahren. Vom Süden in den Norden.

mbrt14 - mercedes-benz roadtrip, neue c-klasse

Und ich?

Ich habe mich dieses Mal dagegen entschieden. Es gibt mehr als zwei gute Gründe, nicht dabei zu sein. Wobei es allerdings auch 2.300 Gründe gab – mit zu fahren. Roadtrips sind meine Leidenschaft. Das muss ich niemandem mehr erklären. Aber – hey – man kann sich nicht für jede Hochzeit anmelden. #mbrt14 also ohne mich.  Die Entscheidung war wirklich nicht leicht. Aber ich bin mir sicher, ich werde dennoch viel mitbekommen von diesem Trip. #mbrt14 ist der Tag für diesen Trip und auf Twitter und instagram wird man vermutlich „fast live“ dabei sein können.

Mercedes-Benz neue c-klasse29 w205 2015

Heike wird sich zusammen mit Yvonne ein Auto teilen. Das wird für beide bestimmt richtig lustig. Mit Heike hatte ich mir beim #mbrt13 einen Mercedes geteilt. Und mit Yvonne beim Trip nach Sylt eine E-Klasse. Beide sind tolle Bloggerinnen und wer sich für ferne Länder interessiert, der sollte auf jeden Fall in deren beiden Reise-Blogs schauen!  Aber auch meine lieben und sehr geschätzten Kollegen Gianluca aus Italien und Javier aus Spanien sind wieder mit von der Partie. Dazu noch ein paar weitere Blogger.

Soweit mit bekannt, wird sich eine größere Truppe auf den Weg machen – sind doch ein GLK, ein ML, ein GL63, ein E63 und ein CLA 45 AMG zu besetzen. Und natürlich die neue C-Klasse. Die aber – wie damals beim mbrt13 die E-Klasse, nur von den beiden Daimler-Offiziellen gefahren werden darf.

 

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Top Gear – The perfect Road Trip

Ich bin mir sicher, die Jungs von Top Gear kennen die Geheimnisse für einen perfekten RoadTrip. Aber ganz unter uns: Der Roadtrip mit Porsche in 2012 war auch nicht schlecht, oder der in diesem Jahr. Wir sind mit dem CLS 63 AMG und einem Bentley GTC nach Italien gedüst und haben uns dort Pagani, Ferrari und Lamborghini gegeben. – Aber zurück zum Thema.

Wer viel fährt, der fährt vermutlich auch oft über dem Speed-Limit und da es in Europa nur so von Speed-Limits wimmelt, ist der einzige Ort um einen Porsche GT 3 und einen Aston Martin Vanquish auszufahren, die deutsche Autobahn. Nun gehören deutsche Autobahnen aber nicht zu den Top Roads für einen „perfekten Roadtrip“. Die See-Alpen in Frankreich, die Toskana, die Hoch-Alpenstraße, diese Straßen machen einem Speedhead deutlich mehr Spaß. Immer das richtige Auto vorausgesetzt.

Jeremy Clarkson und Richard Hammond, zwei der Top Gear Charakterköpfe, hatten die richtigen Autos. Eben einen Porsche GT3 und einen Aston Martin Vanquish, als sie gerade unterwegs waren für einen Filmdreh in Frankreich. Der Titel:

„The perfect Road Trip“

Sich mit mehr als 50 km/h zuviel vor einer französischen Mautstelle blitzen zu lassen, gehört allerdings nicht zu den Ideen hinter einem perfekten Road Trip. Denn die französische Polizei gehört nicht zu den Vertretern mit großem Humor-Potential, vor allem nicht, wenn es um „englische Raser“ in einem „deutschen“ und einem „britischen“ Sportwagen geht. Die „Sofort-Strafe“ bedeutete dann auch vor Ort: Verlust des Führerscheins und des gesamten Geldbeutel-Inhalts. Jeremy schrieb in „The Sun – Newspaper“:

“If you are going to break the speed limit, make sure you are not in France. You would be advised to pay attention to what happened next. Because the on-the-spot fine was everything we had in our wallets. We were left penniless. And they took away our driving licences. No court case. No arguing. Nothing.”

Soweit das Internet bescheid weiß, wurden beide später von ihrem Team abgeholt. Nur in Frankreich Auto fahren, dass hat sich erst einmal erledigt. Dumm. Denn ein Teil der wirklich schönsten Strecken für einen perfekten Roadtrip, liegen nun einmal in Süd-Frankreich.

Man kann nur hoffen, dass der Teil ihrer DVD bereits abgedreht wurde – auf jeden Fall wird der Vorfall Erwähnung finden, da bin ich mir sicher – hier nun der Trailer für: „The perfect Road Trip“:

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6. Hamburg-Berlin-Klassik steht Kopf

HBK – Die Hamburg Berlin Klassik 2013

Die Hamburg-Berlin-Klassik ist eine Oldtimer- und Youngtimer-Rallye und geht in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal an den Start. Doch dieses Mal ist vieles anders. Nicht nur das ich mit am Start bin, nein – anstatt dem Namen alle „Ehre“ zu machen, geht es nicht von Hamburg nach Berlin – sondern in die entgegen gesetzte Richtung. Der Start wird am 19. September in Berlin am Olympiastadion sein und das Ziel ist dieses Mal Hamburg. Am 21.09. wollen wir heile an der Fischauktions-Halle ankommen.

Drei Diamanten auf großer Fahrt

Mein Youngtimer wird ein Mitsubishi Lancer sein, der damals zu den ersten Japanern in Deutschland gehörte. Details und eine ausführliche Vorstellung werden natürlich noch folgen.

An meiner Seite – meine Frau und auf der Rücksitzbank: Unser Hund. Ich glaube, meine Frau uns unser Hund freuen sich tatsächlich noch mehr über diesen Trip, als ich ;). An dieser Stelle noch einmal ein großes „Danke schön“ vorab an den Hersteller mit den drei Diamanten im Logo. Mitsubishi hat es ermöglicht, dass ich zum ersten Mal eine derartige Rallye zusammen mit meiner Frau erleben kann.

 Hamburg-Berlin-Klassik: Stimmungsvoller Start – reizvolle Route

Mitsubishi – Rallye – Autobild?

Da war doch schon einmal etwas? Richtig.  Im Mai 2012 bin ich mit Nicole Y. Männl die Bodensee-Elektrik auf einem Mitsubishi i-MiEV gefahren. Wir hatten damals enorm viel Spaß und auch wenn ich oft genug auf die AutoBild geschimpft habe, am Ende machen die Damen und Herren dort auch nur einen verdammt guten Job. Die Orga der Rallye und das ganze drum herum, da konnte ich nicht meckern.

Nun also zum zweiten Mal – als Blogger – bei einer Springer-Veranstaltung. Natürlich werde ich Euch live von der Rallye berichten. Instagram, Twitter, Facebook und der Blog werden mit aktuellen News, Schnappschüssen und Ergebnissen gefüttert, bis Euch die HBK-2013 aus den Ohren hängt 😉

Nächste Woche geht es los. #staytuned

Dunlop Reifen

Dunlop – Partner der HBK 2013

 

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Mazda MX-5 Blogbericht

Roadtrips – Im Mazda nach Marseille

Auf geht es nach Marseille.

Startpunkt des Roadtrips ist dieses Mal Düsseldorf und ich bin nicht dabei. Kollege Stafan Maaß zusammen mit Daniel Bönninghausen startet auf einen Trip durch schmale Gassen, gewundene Landstraßen und französische Kultur.

Ihr Roadtrip-Mobil: Ein Mazda MX-5.

Wenn man nicht weiter darüber nachdenkt, dass der MX-5 nur einen Kofferraum mit 150 Liter Platz hat, dann – ja dann ist der MX-5 ganz sicher das ideale Auto um sich eine Woche lang auf einen Roadtrip zu begeben.

Na dann 😉 Viel Spaß den zwei!

Wer auf dem laufenden bleiben will, der verfolgt: #MX5RT auf Twitter und Instagram! Also los…

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The Pluses on Tour

Roadtrips sind für mich ja die Vollendung des automobilen Lebenstraums. Egal wohin. Hauptsache unterwegs, freie Fahrt – die Landschaft genießen, Motorenkraft fühlen, Traktion spüren, Querbeschleunigung erfahren. Roadtrips sind nicht einfach eine feine Beschäftigung für die Freizeit, Roadtrips sind die Erfüllung des Alltags.

Nachdem ich im letzten Jahr zwei Roadtrips organisiert hatte, dieses Jahr für mich mit einem Wahnsinns-Trip von Los Angeles nach Detroit startet und ich vor ein paar Tagen erst vom PS-Trip des Jahres (#iThunder) zurück kam – waren am letzten Wochenende zwei andere Auto-Blogger „on the road“.

Sebastian von passiondriving.de war im letzten Jahr auch beim Porsche Roadtrip mit dabei, zusammen mit Can Struck von bycan.de ging es wiederum in die Alpine Landschaft Österreichs. Doch dieses mal sollte die Kraft der beteiligten Fahrzeuge über alle vier Räder auf den Boden gebracht werden und der Kühlergrill mit vier Ringen geschmückt sein.

The Pluses on Tour

Mit einem Audi R8 V10 plus und dem kleinen Bruder davon, dem Audi TT RS plus haben sich die zwei auf den Weg gemacht.  Über den Roadtrip der beiden könnt ihr bereits einiges erfahren, wenn ihr auf Twitter und instagram nach dem Hashtag sucht: #thepluses

Weiteres – da bin ich mir sicher, werdet ihr bald auf den Blogs der zwei finden.

Für mich persönlich startet am Freitag früh auch so etwas wie „mein persönlicher Plus-Roadtrip“. Dieses mal nicht von mir organisiert, nur als Teilnehmer 😉 – Aber 3 Audis und ein Volkswagen spielen die Hauptrolle und ein Land, in dem man auf der falschen Straßenseite fährt.

Mehr über die Fahrzeuge und den Trip am Wochenende, dann morgen im Blog 😉

Goodwood Festival of Speed – Ich komme!

Nach dem Roadtrip ist vor dem Roadtrip. Obwohl ich längst nicht durch bin mit allen Artikeln und Fotos vom „#iThunder-Roadtrip“ – steht bereits der nächste Roadtrip vor der Tür:

Goodwood Festival of Speed 2013

Wann? Na das dürfte einfach sein – natürlich pünktlich zum Festival of Speed in Goodwood, das findet in diesem Jahr vom 11. bis 14. Juli statt.

Wo? Natürlich direkt rund um das Goodwood House in Goodwood bei Chichester in West Sussex, England

Und womit?

Mit 1.890 PS und natürlich „auf eigener Achse“ von Frankfurt nach Goodwood. Mehr dazu dann in Kürze!

 

 

 

Roadtrip für PS-Suchtkranke

Völlig leere, aber das war zu erwarten. Seitdem ich wieder von diesem Roadtrip zurück bin, frage ich mich – was soll da noch kommen? Nach diesem Roadtrip kann einfach nichts mehr kommen. Das dieser Roadtrip alle Grenzen sprengen würde, dass war klar nachdem die Planung stand.

#iThunder

Wir wollten in zwei Teams los fahren, das eine von Hamburg, das andere von Frankfurt und geplant war die Anreise in das „Centro di motori“ am Montag. Für das Team aus Hamburg wäre das eine Strecke von 1.300 Kilometer gewesen – die Fahrzeugwahl für diesen Roadtrip innerhalb des Roadtrips auch entsprechend gelungen:

Bentley Continental GTC V8

Bentley GTC Roadtrip Start
Foto: Camillo Pfeil

Das zweite Team wollte direkt in Frankfurt starten, nachdem Team 1 aus Hamburg kommend bereits den ersten „Stint“ hinter sich gehabt hätte. Gemeinsam sollte es im schnellen Tiefflug über die deutschen Autobahnen in Richtung Nord-Italienische Hochebene gehen und hinab in die Po-Ebene rund um die Emilia Romana.

Das Reisemittel der Wahl für das zweite Team, wurde mit einem großen Stern versehen:

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

CLS 63 AMG Drift

Der Schöne und der Dynamische – der Brite und der Schwabe – das Cabrio und der Kombi. Egal wie man dieses Kombination von zwei außergewöhnlichen und extraordinären Fahrzeugen nennen will, alleine die Reise mit diesen zwei Benchmarks des Automobilbaus wäre eine besondere Geschichte wert gewesen. Doch auf dem Plan stand noch viel mehr:

Montag: Die Anreise. Dienstag der Besuch des Ferrari Werks, der Abteilung für klassische Ferrari und Testfahrten im Ferrari FF und dem California. Mittwoch: Besuch in der Manufaktur von Pagani und Testfahrt mit dem Huayra. Donnerstag: Besuch im Lamborghini Werk, dem Lamborghini Museum und Testfahrt mit den beiden aktuellen Modellen von Lamborghini, dem Aventador und dem Gallardo. Als i-Tüpfelchen, das schnüffeln am Vergasermix des allerersten Lamborghini Countach „ever“ – Dem Countach Numero Uno.  Am Freitag sollte es einfach nur – einfach schreibt sich schwer, nach dieser Planung, zurück nach Hause gehen.

Partner:

Ich hatte es in meiner Ankündigung zu diesem Trip bereits geschrieben, ohne Partner ist ein solcher 5-Tages Trip nicht durchführbar.  Besonderen dank gilt dem Reifen-Hersteller Pirelli, der meine Idee vom ersten bis zum letzten Tag der Planung unterstütze und für Rückfragen immer ein offenes Ohr hatte.  Später kamen noch hinzu: Der Mobilfunkprovider Vodafone der mich bereits bei den zwei Roadtrips mit Citroën und Porsche im letzten Jahr unterstützte und ganz neu, der Kraftstoff-Lieferant: Shell.

Die Partner des Roadtrips
Die Partner des Roadtrips

Planung auf italienisch

Wenige Stunden vor dem Trip war dann klar: Nicht alles ist planbar. Ein Anruf aus dem Hause Pagani lies die gesamte Planung über den Haufen purzeln. Der Huayra und Mr. Pagani himself waren am Mittwoch nicht mehr verfügbar – ein lakonisches: „Da ist etwas dazwischen gekommen„, führte mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs.  Hotels waren gebucht. Autos für den Trip organisiert. Und Fabian hatte sogar seine Freundin davon überzeugt, dass er an seinem Geburtstag nicht zu Hause würde sein.

Eine Terminverschiebung kam jedoch auch für Ferrari und Lamborghini nicht mehr in Frage und so suchten wir eine Lösung. Am Ende war klar, wir mussten bereits am Montag gegen 13h in Modena sein, wollten wir die Fabrik von Pagani besuchen und wenigstens einen Zonda C12 testen.

Die Nacht von Sonntag auf Montag endete für mich, wenige Stunden nachdem ich ins Bett gestiegen war und brachte nur wenig Schlaf zusammen. Zu groß war die Aufregung. Nachts um 1 den CLS 63 AMG zum Leben zu erwecken, ein Genuss den meine Nachbarn vermutlich zu diesem Zeitpunkt nicht teilen konnten. Zu pupertär und eindringlich rotzt der V8 seine Lebensfreude aus den vier Auspuffrohren um kurz darauf in einen brabbelnden Leerlauf zu verfallen.

CLS 63 Gotthard Pass

In 8 Stunden von Frankfurt nach Modena

Die kurzen Nachtstunden zwischen Frankfurt und der Schweizer Grenze verlieren ihren Reiz – der CLS lässt seinen V8 dezent grollend zwischen Vertreter-Kombis, Baustellen und Tempolimits nur für kurze Momente zum 557 PS Biest werden, das er ist. Was für ein Biest der CLS wirklich ist, das sollte er in den kommenden Tagen noch zeigen.

Der Sonnenaufgang innerhalb der Schweizer Landesgrenzen wird untermalt vom souveränen blubbern des mit Tempomat 120 dahin gleitenden Shooting Brake. Die Massage-Sitze kneten die Rückenmuskulatur durch und der Pilot am Volant verflucht das Tempolimit.

Montag 13h – Der Termin passt!

CLS vor dem Pagani Haus

Ganz easy und mit genug Zeitpuffer beginnt am Montagmittag um 13h bereits einer der Höhepunkte des Trips: PAGANI. Wer Pagani einen Automobil-Hersteller nennt, der sieht im BigMäc vermutlich auch die Krönung der frischen Küche.

PAGANI

Huayra

Über die Manufaktur, die Verbindung von Kunst, Kultur und Technik im Hause Pagani wird es einen gesonderten Artikel geben. Ebenso über die Testfahrt im Pagani Nummer 3 – einem Testträger mit mehr als 1 Millionen Kilometer auf der Carbon-Karosse. Am Steuer, kein Geringerer als der Pagani-Testfahrer: Testi. Teile des Videos aus dieser Testfahrt werden allerdings für immer im Archiv verschwinden. Besser ist das.

Pagani Testfahrer Testi

Wie sich ein 730 PS starker Zonda C12 ohne ABS und ESP fährt – werde ich ebenso in einem gesonderten Artikel beschreiben.

Zonda C12 Zapfsäule

 

Erfahrungen der besonderen Art

Man kann auf verschiedenen Routen von Norden aus in den Süden fahren. Während Fabian und ich sehr früh  in der Nacht die Route durch die Schweiz und den Gotthard-Pass gewählt hatten, fuhren Camillo und Ralf mit dem Bentley unter anderem über das Stilfser Joch. Mit dem offenen Briten und 507 PS durch diese malerische Landschaft zu gleiten – das war vermutlich ein halbwegs verdaulicher Ersatz für das Vollgas-Fest das Fabian und ich zu dieser Zeit bereits bei Pagani feierten.

Bentley an der Schneegrenze
Foto: Camillo Pfeil

Über den ersten Tag des Roadtrips der Bentley-Boys könnt ihr Euch auf den Seiten von Ralf und Camillo einen Eindruck verschaffen!

Während ich meine Eindrücke weiter sortiere und die passenden Bilder heraus suche, könnt ihr bei den drei Kollegen vorbei schauen und schon bald auch bei mir mehr lesen. Über den Ferrari FF. Über Lamborghinis Museum. Die Manufaktur von Pagani und und und und …

 

Aktuelle Artikel der Kollegen:

 

 

 

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Heike on the road ..

Wer mich kennt – wer den Blog kennt, der weiß wie geil ich Roadtrips finde.

Mit Heike hatte ich mir zu Beginn des Jahres beim #mbrt13 einen Wagen geteilt und vermutlich haben wir beide aus dieser Zeit extrem viel mitgenommen. Dieser Trip – einmal quer durch die USA – war einfach nur richtig, richtig geil!

Und jetzt komme ich zwar gerade von einem Blogger-Roadtrip zurück, aber das was Heike gerade macht, da wäre ich glatt sofort wieder dabei gewesen. Eine schöne Idee und eine noch schönere Strecke hat sich Heike ausgesucht.

Ich will hier nichts verraten – folgt Heike einfach auf Instagram oder schaut auf dem Blog von Heike nach … von mir nur soviel: Beide Daumen hoch für diese Idee!