Fahrbericht: Rolls-Royce Wraith

Eine majestätische Affäre – Unterwegs im stärksten Rolls-Royce aller Zeiten

Bilder sind jeweils klickbar!

Ich persönlich stehe grundsätzlich auf Sportwagen! Gerne kompakt, flach, laut und je unbequemer, desto besser … „sportlich“ (zu meinem Charakter passend) eben. Von mir aus den klassischen „HotHatch“ oder – wenn es unbedingt sein muss – auch mal ein schneller Kombi vom Schlage eines Audi RS6. So lange das Ganze röhrt, im Idealfall geladen ist und natürlich viel PS hat, bin ich glücklich. Ich bin eben ein einfacher Automensch 🙂

Doch im vergangenen Sommer kam alles irgendwie anders. Surreal anders! Konkret hatte ich die Möglichkeit, ein Auto zu fahren, mit dem ich normalerweise weder privat noch im Rahmen meiner Tätigkeit als „Autogeek“ in Berührung komme. Rein von den Eckdaten her klang das nach einem fetten MATCH im Auto-Tinder: Ein schnittiges doppelt geladenes V12 Coupé mit Heckantrieb und 632 PS für deutlich über 300.000 € wollte sich mit mir treffen. Läuft bei mir! Na, hätte jemand eine Idee gehabt – so ganz spontan aus dem Bauch heraus? „Emily“ hieß sie. Sie sei Britin und lud mich ein, gemeinsam ins schöne Österreich zu reisen. Ich könnte auch meinen Kumpel, den „FotoRalph“ mitbringen. „Die geht ran“, dachte ich mir. Ging mir persönlich alles zwar etwas schnell, aber „Hey, was soll’s !“ Wer hätte da nicht den Scheitel auf links gekämmt, sich ein braves Hemdchen angezogen und die Schuhe auf Hochglanz poliert???

Das erste Aufeinandertreffen war in einem noblen Vorort von München angesetzt, zu dem wir mit Vorfreude und Aufregung gleichermaßen gereist sind. Denn „Emily“ – Ihr werdet es geahnt haben – kam nicht alleine zum Date. Sie hatte da etwas besonders dabei. Konkret nichts geringeres  als das stärkste jemals von Rolls Royce gebaute Fahrzeug, den Rolls Royce Wraith – seinesgleichen eines der wohl glamourösesten Coupés auf diesem Planeten.

Rolls Royce und ich, das ist in etwa so wie ein edler Brioni Maßanzug und Puma Turnschuhe, wie ein Richebourg Grand Cru Jahrgang 1985 (Preis etwa 14.000 € pro Flasche) und ein Chili-Cheeseburger, wie Madonna und ihr ToyBoy; aber wir schweifen ab. Ihr wisst, was ich meine?! Wobei ich mir bei Übergabe des Testwagens im betreuenden Autohaus habe sagen lassen, dass –allen Klischees zum Trotze – nicht ausschließlich Ölscheichs und zumindest halb-adelige zum Kundenkreis zählen. Da gibt es bspw. den Anfang 30 jährigen Unternehmer, der mit seinem Rolls regelmäßig beim legendären Gumball 3000 mitfährt und es ganz non-majestätisch krachen lässt. Warum auch nicht? Ich mag die Gegensätze im Leben und daher habe ich mit Freude auf diese Ausfahrt geblickt. Unser Ziel war das größte Sportwagentreffen Europas in Velden (Österreich) am Wörthersee. Die Route dorthin war perfekt: 1/3 Autobahn, 1/3 Landstraße und der Rest „besondere“ Strassen – so auch die Großglockner Hochalpenstrasse. Die höchste Passtrasse in Europa! Autoherz, was willst Du mehr?

Die Einweisung war überaus symphytisch und höchst professionell.  Wichtigster Hinweis: In jedem Falle darauf achten, dass der im Kotflügel versenkte Schirm korrekt eingerastet ist, da sonst größerer Schaden entsteht, wenn man die Türe schließt. Gut zu wissen! Der Teflon beschichtete Schirm zum Preis eines gebrauchten Winterautos ist im Prinzip aber sowieso viel zu schade, um ihn Regentropfen auszusetzen. Nett ist die Idee allemal.

Da steht er nun. Ein endlos erscheinendes Coupé – ein Fastback –, welches in natura irgendwie surreal wirkt. Vorne (eigentlich auch von oben, unten, von der Seite und überhaupt, vollkommen egal, wie man darauf blickt, sofort von jedermann als „Rolls“ erkennbar, thront sie, die kleine süße Kühlerfigur. Diese quasi fälschlicherweise im Volksmunde als „Emily“ bezeichnete Dame heißt übrigens bei Rolls-Royce offiziell „Spirit of Ecstasy“ und zeigt eine Dame mit einem im Winde wehenden Kleid. Eleanor Thornton stand 1911 dafür Modell. Sie war wiederum die Geliebte und Sekretärin eines britischen Adeligen, der sein Mäuschen scheinbar immer im Blick auf der Haube haben wollte während der Fahrt. Kurzum engagierte er einen „state-of-the-art“ Bildhauer der damaligen Zeit, der die heiße Geliebte auf den Kühler zauberte – und schon war die berühmteste aller Kühlerfiguren geboren. Rolls-Royce hat diese Idee dann aufgegriffen. Somit ziert die süße Figur bis heute den Kühler der legendären Nobelmarke. Unter dem Strich ging es aber schon damals um Romantik und heiße Affären…

Meine Affäre startet in Kürze auch und ich bin offen gesagt schon ganz heiß. Pardon, ich meinte motiviert. Da steht er nun bzw. sie. Sie thront auf ihm, dem Rolls Royce Wraith. Ein 2,4 Tonnen schwerer Traum in „Salamanca Blue“. Namensgeber und direkter Bruder ist übrigens indirekt der Ghost. Denn „Wraith“ heißt aus dem schottischen Dialekt übersetzt nämlich „Ghost“ – also „Geist“. Und der Wraith basiert irgendwie auch auf dem Ghost. Verwirrt? Dann anders: Der Wraith ist die über 5m lange Coupé-Version des Ghost. Geistreiche Geistnamen haben fast alle Rolls-Royce (Shadow, Ghost, Phantom, usw.). Er soll die gut betuchte Zielgruppe seit 2013 dazu animieren, auch mal selbst ins Volant zu greifen. Einen Chauffeur hatte ich sowieso noch nie, daher mime ich direkt gänzlich selbstverständlich den Selbstfahrer.

Ich finde die Form super gelungen. Sie erinnert an das Erfolgsmodell von Bentley, den  Continental GT. Den fand ich schon immer sexy. Was soll er sein, frage ich mich? Sicherlich kein aggressives Sportcoupé. Vielleicht eher ein GT? Wir finden es heraus!

Charakteristischstes bekanntes Merkmal am Rolls sind die hinten angeschlagenen nach vorne (elektrisch) öffnenden Türen, die den Einstieg erleichtern und den Platz neben dem Auto freihalten sollen.  Das klappt super, ist aber für den Normalsterblichen etwas gewöhnungsbedürftig, da man immer wieder neben dem Auto steht und unbewusst ins Leere greift. Der Türgriff ist nämlich vorne und nicht nahe der (gedachten) B-Säule angebracht. Aber das sind eben die Anfängerfehler des Pöbels. Einmal den Thron erklommen, wird man erwartungsgemäß standesgemäß empfangen. Schon die edelsten Fussmatten geben einem kurzzeitig den Impuls, dass man sein Schuhe auszieht und vor die Türe stellen möchte. Feinstes Leder (in unserem Fall in „Crème Light“ in Kombination mit „Navy Blue“), Echtholz in „Tuscan Ash Burr“, Mineralglas, Klavierlack,  Aluminium, Chrom und wer möchte, auch pures Gold schmücken das Cockpit. Der Materialmix ist geradezu atemberaubend, kann einem aber auch den Atem rauben. Die Kombination aus matt, glänzend, gebürstet, gelocht, genoppt und weiß ich nicht was, erschlägt einen nämlich förmlich. Das muss aber so, habe ich gelernt. Einen Rolls erkennt man eben schon am Cockpit und die Zielgruppe ist es so gewohnt. Punkt! Geilstes Extra ist übrigens eine LED Dachhimmelbeleuchtung, die auf Wunsch auch das eigene Sternzeichen anzeigt und die Kleinigkeit von rund 11.000 € extra kostet. Wer kann, der darf! Sind ja bekanntlich oftmals die sinnlos erscheinenden Dinge, die das Leben so schön machen.

Im Cockpit fällt der Blick vorne auf einen, zumindest in absoluten Zahlen betrachtet, fast schon „normalen“ analogen Tacho, der „bereits“ bei 260 endet.  Ein Startknopf erweckt den V12 relativ unspektakulär (weil leise) zum Leben. Der Gang wird ganz im Retro-Stil mit einem Hebel am Lenkrad eingelegt. Schaltwippen, Fahrdynamikschalter oder eine Tiptronic sucht man vergebens. Es geht los! Wir schweben dahin mit Kraftreserven im Überfluss. Seidenweich gleitet das Coupé von dannen und ich bin fasziniert, wie perfekt dieses automobile Kunstwerk fährt. Variable Dämpfer, eine Wankstabilisierung und nicht zuletzt die erstklassige ZF 8-Gang Automatik, die –gekoppelt an das Bordnavi – bereits im Vorfeld den entsprechend passenden Gang vor beispielsweise einer Steigung selektiert und so für einen sauberen sparsamen und ruckfreien Drive sorgt, geben ihr übriges dazu. Technisch gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Das Infotainmentsystem ist an BMW angelehnt, das Touchpad auf dem zentralen iDrive Pendant versteht im Rolls auch Mandarin.

Er fährt sich ansonsten so, wie er aussieht: Majestätisch! Dynamisch ist dennoch anders. Das macht aber nichts. Ein Rolls ist kein Quertreiber, sondern ein Längsgleiter. Es fühlt sich nicht unsportlich an. Man fühlt aber eigentlich gar nichts. Vermutlich ein wenig wie die Prinzessin auf der Erbse. Alles arbeitet seidenweich und stoisch perfekt. Die Lenkung ist alles andere als direkt, das Fahrwerk weit weg von „hart“ und der Sound des Motors erinnert von der Lautstärke eher an die Lüftung in einem Lamborghini denn an seinen V12. Dennoch: Der Wagen macht Spass! Und er ist das sportlichste, was Rolls-Royce zu bieten hat. Warum? Weil er immer Leistung im Überfluss bietet, weil er seine 2,4 Tonnen gekonnt versteckt, weil er komfortabel-straff und dennoch nicht schwimmend-weich in Kurven liegt, sich souverän am knackigen Arsch lecken lässt und immer das macht, was man von ihm erwartet. In schnellen Kurven neigt er tendenziell eher zum untersteuern. Wen wunderts, bei Länge und Gewicht. Die 21“ Räder (Serie sind 20“) mit ContiSportcontact Pneus hatten Leistung und Gewicht aber immer perfekt im Griff. Selbst am Schnee-feuchten Grossglockner-Pass waren die Sommerreifen niemals dramatisch überfordert mit Leistung und Gewicht. Fingerspitzen- und Fussgefühl vorausgesetzt.

4,6 Sek. vergehen übrigens  von 0-100 km/h. Dann meldet sich auch endlich der V12 zu Wort und man wird daran erinnert, nicht etwa in einem Elektroauto zu sitzen. Angemerkt sei, dass der Rolls bei 250 km/h elektronisch eingebremst wird. Und damit meine ich wirklich eingebremst. Es fühlt sich gar so an, als würde irgendwas einen Anker werfen. Gefühlt rauscht der Rolls bei freier Autobahn derart in den Begrenzer, als würde man Usain Bolt einen Stock zwischen die Beine schmeißen beim Sprint. Denn mit 632 PS hätte man noch etliche Reserven. Reserven sind auch das Stichwort, denn einen Drehzahlmesser sucht man vergeblich. An dessen Statt findet sich die „Power Reserve“ Anzeige. Diese zeigt dem Fahrer in Prozent an, wieviel der Leistung gerade abgerufen werden. Geht man bei dem angemerkten Ritt in den Begrenzer vom Gas und hält die Geschwindigkeit in der Ebene, so steht die Anzeige knapp über 60%. Ergo, da ist noch einiges übrig. Doch diese High-Speed Ritte fühlen sich irgendwie falsch an. Man kann zwar jederzeit, wenn man müsste, aber der Rolls ist eher der schnelle Cruiser…

Was gibt es ansonsten zu sagen? Wir sind rund 1.000 Km gefahren und hatten einen Durchschnittsverbrauch von 14 Litern. Damit haben wir exakt die Werksangabe erreicht. Ich könnte jetzt noch so viel von den ganzen Eindrücken faseln und von subjektiven Fahreindrücken schwadronieren. Aber wir haben glücklicherweise noch einen Bewegtbildbeitrag gedreht und diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Klickt Euch also schnell auf das Video (hier) und fahrt interaktiv mit auf eine ganz spezielle Reise mit mir („MotorOli“) und meinem kreativen Bildbegleiter „FotoRalph“.

Wir hoffen, Euch damit ein wenig unterhalten zu haben! Weitere eindrucksvolle Bilder findet Ihr (hier) noch.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann sich bei Auto Zitzmann einen Rolls-Royce mieten. Nicht ganz billig, aber garantiert ein besonderes Erlebnis und immer noch günstiger als der Kauf.

Eine bleibende Erinnerung ist das in jedem Fall!

Technische Details

Typ Rolls-Royce Wraith
Motor V12 BiTurbo Motor
Hubraum (cm3) 6592
Leistung in PS (KW) bei U/min-1 632 (465) bei 5600
Max. Drehmoment (Nm) bei Umin-1 800 Nm bei 1500 U/min
V/Max. abgeriegelt (km/h) 250
Beschleunigung 0-100 km/h (Sek.) 4,6
Getriebe ZF Achtgang-Automatik
Antrieb Hinterradantrieb
Treibstoffsorte Super Plus
Verbrauch EU-Drittelmix (l/100 km) 14,0
CO2-Ausstoß (g/km) 327
Länge (mm) 5269
Breite (mm) 1947
Höhe (mm) 1507
Gewicht (kg) 2360
Preis Testwagen 352.329, 25 €

Alternative Antriebe bei Rolls-Royce – Ganz oder gar nicht

Bei Rolls-Royce bleibt der konventionelle Verbrennungsmotor erste Wahl. Auch die im kommenden Sommer präsentierte Neuauflage des Flaggschiffs Phantom wird weiterhin wohl ausschließlich mit Zwölfzylinderbenziner zu haben sein. Dabei hat die BMW-Tochter durchaus Alternativen in der Schublade. „Wir sind auch auf das Thema Elektromobilität vorbereitet. Allerdinge ist die Nachfrage bislang nicht existent“, so Peter Paul Schoppmann, Deutschlandchef von Rolls-Royce. 2011 hatte der Luxushersteller die Studie einer Elektroversion des Phantom vorgestellt, die Reaktionen der potentiellen Kundschaft waren jedoch ernüchternd.

Auch Plug-in-Hybride mit Elektro- und Verbrennungsmotor sind bei Rolls-Royce aktuell nicht geplant. „Wir werden keine Zwischenschritte machen“, so Schoppmann. Wenn die Nachfrage nach E-Autos steigt oder durch Fahrverbote für Autos mit Verbrennungsmotor geschaffen wird, will Rolls-Royce direkt mit vollelektrischen Modellen einsteigen. (Holger Holzer/SP-X)

Rolls-Royce Wraith „Inspired by Music“ – Rollende Rocklegenden

Rolls-Royce hat eine Sonderserie von neun individuell gestalteten Wraith aufgelegt, die britischen Musikerlegenden gewidmet sind. Geehrt werden in der „Inspired by Music“-Kleinstserie Berühmtheiten wie Ray Davies (The Kinks), Shirley Bassey, Roger Daltrey (The Who), Status Quo sowie Ronnie Wood (Rolling Stones).

Zusätzlich wurden die C-Säulen des Tommy-Wraith mit der Britischen Nationalflagge Union Jack geschmückt

Unter anderem zeichnen sich die musikinspirierten Luxuscoupés durch Sonderlackierungen aus. Das Roger Daltrey gewidmete Exemplar fährt zum Beispiel auf der Motorhaube das Albumcover der Who-Rockoper „Tommy“ spazieren. Darüber hinaus befindet sich zwischen den Fondsitzen eine „Wasserfall“ genannte Lederfläche, in die teilweise berühmte Musiktitel oder Zitate der Künstler eingestickt wurden. Zudem finden sich die Namen der jeweils gewürdigten Künstler in den Alu-Einstiegsleisten und dem Sockel der Kühlergrillfigur wieder. Schließlich ziert die breiten C-Säulen der Union Jack. Die neun Fahrzeuge sollen an Endkunden verkauft werden. Ein Teil der Verkaufserlöse geht an eine Stiftung der britischen Jugend-Krebshilfe. (Mario Hommen/SP-X)

Eine Wasserfall genannte Lederfläche wurde zum Beispiel in dem Wraith zu Ehren des Produzenten und Songwriters Sir George Martin mit 30 seiner berühmten Songtitel bestickt
Unter anderem wurde der Name von Sir George Martin in den Sockel der Kühlergrillfigur eingraviert

Letzter Rolls-Royce Phantom VII – Krönender Abschluss

Der letzte Rolls-Royce Phantom der siebten Generation hat jetzt die Manufaktur im englischen Goodwood verlassen. Seit der Einführung 2004 sind knapp 7.000 Exemplare der Luxuslimousine gebaut worden. Beim letzten Modell handelt es sich um eine Sonderanfertigung für einen Sammler der Marke. Der Phantom mit langem Radstand (6,09 Meter Gesamtlänge) ist im nautischen Stil gehalten; an Bord gibt es unter anderem Weltzeituhren im Yacht-Stil, Holzintarsien mit Motiven historischer Schiffe und eine in Silber gefertigte Kühlerfigur. Zum Preis des Fahrzeugs gibt es keine Angaben, die Basisvariante des langen, 338 kW/460 PS starken Phantom kostet aber bereits umgerechnet rund 493.000 Euro.

Aufwendige Intarsien zeigen Schiffsmotive
Schiffsuhren nehmen die nautische Motivik auf

Das Werk in Crewe wird nun für die Produktion des neuen Phantom VIII umgestellt, der Anfang 2018 startet. Optisch dürfte die Limousine ihrem traditionellen Auftritt treu bleiben, technisch dürfte es größere Änderungen geben. Unter anderem soll die Karosserie künftig aus leichtem Aluminium bestehen, der Zwölfzylinderbenziner wird wohl durch die kleinere, aber stärkere Version aus dem Einstiegsmodell Ghost ersetzt. (Holger Holzer/SP-X)

Rolls-Royce Project Cullinan – Das SUV, das keins sein will

Rolls-Royce gestattet erstmals einen Blick auf sein kommendes SUV-Modell. Die Karosserie ist auf den Fotos noch mit Tarnfolie beklebt, erkennbar sind aber der wuchtige Kühlergrill, die typisch horizontalen Leuchten und eine lange Motorhaube. Einen Namen für ihr erstes SUV nennen die Briten noch nicht, bislang läuft es intern unter dem Code „Cullinan“, benannt nach dem größten jemals gefundenen Diamant.

Der  Allrader könnte ab 2018 auf den Markt kommen
Der Allrader könnte ab 2018 auf den Markt kommen

Das neue SUV ist ein heikles Projekt für die Luxusmarke, könnten Traditionalisten doch eine Anbiederung an den Zeitgeist wittern. In der parallel zum Bild veröffentlichten Erklärung fällt der Ausdruck „SUV“ daher vorsichtshalber gar nicht, Rolls-Royce nennt das Auto etwas umständlich ein „all-terrain, high-sided vehicle“, was so viel heißt wie „hoch bauendes Geländefahrzeug“.

Bei technischen Details, Preis und Markteinführung sind die Briten ebenfalls unkonkret. Für den Antrieb kommt eine weiter entwickelte Version des aktuellen 6,8-Liter-Zwölfzylinderbenziners in Frage, an einer zusätzlichen Plug-in-Hybridversion wird der Hersteller außerdem kaum vorbei kommen. Auf den Markt kommen könnte das Luxus-SUV 2018, die Preise dürften deutlich oberhalb des Hauptkonkurrenten Bentley Bentayga starten. Den gibt es ab rund 209.000 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Rolls-Royce Phantom – Königs-Klasse für Majestäten und Mächtige

Der König ist tot, lang lebe der König! Zwar wird dieser Heroldsruf nicht zu vernehmen sein, wenn Ende des Jahres der letzte Phantom VII produziert wird, verdient hätte ihn dieser royale Rolls-Royce aber. Schließlich steht die Repräsentationslimousine seit sieben Generationen an der Spitze der automobilen Königs-Klasse und der achte Phantom macht sich schon bereit, den Thron der Luxuslimousinen zu besteigen.

In einer Welt permanenter Veränderung ist der Rolls-Royce Phantom die automobile Konstante für alle wirklich Reichen und Mächtigen. Geboren in den Golden Twenties, die eine Flut von 80 Premiummarken hervorbrachten, ist der Phantom das weltweit einzige Prestigemodell mit über 90-jähriger Tradition. Ein Auto, das seine Passagiere mit einer Aura majestätischen Glanzes umgibt, gleich ob es sich um Mitglieder des britischen Könighauses handelt oder um neureiche Milliardäre. Dabei fing alles ganz pragmatisch an, denn 1925 sollte der „New Phantom“ schlicht das alternde Spitzenmodell Silver Ghost ersetzen. Wie sein Vorgänger wurde der Phantom ohne Rücksicht auf Kosten gebaut, allein um dem Credo des „besten Wagens der Welt“ zu genügen. Mit dem Prestige überstand Rolls-Royce die Zeit der Weltwirtschaftskrise, den Niedergang der britischen Automobilindustrie und hauseigene Finanzkrisen unter verschiedenen Eigentümern. Wirklich große kommerzielle Erfolge erzielt das Kronjuwel britischer Automobilbaukunst jedoch erst seit 2003 – unter bayerischer Führung von BMW.

In einer Welt permanenter Veränderung ist der Rolls-Royce Phantom die automobile Konstante für alle wirklich Reichen und Mächtigen
In einer Welt permanenter Veränderung ist der Rolls-Royce Phantom die automobile Konstante für alle wirklich Reichen und Mächtigen

Waren die frühen 1920er Jahre noch vom wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg gezeichnet, fuhr die automobile Superliga wenig später in gigantischen Dimensionen und mit unerschöpflich großen Motoren vor, die auf dem Zenit bis zu 16 Zylinder zählten. Geradezu bescheiden wirkte in diesem Umfeld der Sechszylinder im ersten Phantom, der 1925 in London als Nachfolger des Silver Shadow vorgestellt wurde. Zumindest wartete der Phantom mit standesgemäßen 7,7 Liter Hubraum auf und einem massiven Fahrgestell, das über gewaltige 3,82 Meter Radstand verfügte. Je nach Kundenwunsch kleideten altehrwürdige Karossiers wie Hooper, Park Ward, Mulliner und Thrupp & Maberly den Phantom als Limousine, Pullman, Coupé, Cabriolet, Landaulet oder Tourenwagen. Wichtigster Karosseriebauer für die im amerikanischen Rolls-Royce-Werk Springfield gebauten Phantom war dagegen Brewster & Company in New York. Tatsächlich erlangte der Phantom aus US-Provenienz erstaunliche Popularität bei Neureichen, die in den Roaring Twenties zu Wohlstand kamen. Dennoch verdiente Rolls-Royce nie genügend Geld in Springfield, weshalb der 1929 lancierte Phantom II nur noch im englischen Derby gebaut wurde und die US-Dependenz in der Weltwirtschaftskrise unterging.

„Buy British and be proud of it“, hieß es damals in Britannien und die berühmte Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“ zog für das letzte komplett unter Fredrick Royce entwickelte Fahrzeug trotz der Depression überraschend viele Käufer an. Vielleicht waren es die prachtvollen Aufbauten für den Phantom II, sein neu konstruiertes Chassis mit halbelliptischen Federn für noch besseres Fahrverhalten oder schlicht die Qualitätsbesessenheit der Rolls-Royce-Ingenieure, die dazu führte, dass manche dieser monumentalen Karossen über ein halbes Jahrhundert im Einsatz ihrer Herrschaften blieben. Jedenfalls verkaufte sich der Phantom II auch bei indischen Potentaten und sogar in Hollywood besser als die meisten illustren Konkurrenten.

Rolls-Royce Phantom Serie 2 mit Weltrekordfahrer Sir Malcolm Campbell
Rolls-Royce Phantom Serie 2 mit Weltrekordfahrer Sir Malcolm Campbell

Gestärkt durch diesen Erfolg lotete Rolls-Royce 1935 neue Grenzen aus und schickte den Phantom III mit einem V12, der in seiner Konstruktion an die RR-Aero-Aggregate erinnerte, auf Höhenflug. Eine Maschine, die es im Temperament nicht mit den V12 von Maybach oder Cadillac aufnehmen konnte, dafür in der Zuverlässigkeit unerreicht war. So trieb die Sunday Times 1937 einen Phantom III Park Ward ohne Pannenausrüstung in Rekordzeit von London nach Nairobi, quer durch Sahara und Dschungel: Es waren über 20.000 Kilometer ohne technische Defekte.

Der Zweite Weltkrieg veränderte die Welt der Luxusautos nachhaltiger als alle vorausgehenden Ereignisse. Erst waren es Materialrationierungen und Strafsteuern, die den Neustart der Nobelmarken erschwerten, dann bewirkten selbsttragende Karosserien das Aus für viele Karossiers und schließlich schmolz der zahlungswillige Kundenkreis wie Eis in der Sonne. War es doch in vielen westlichen Ländern lange Zeit gesellschaftlich verpönt, in Fahrzeugen wie dem Phantom vorzufahren. Königshäuser ausgenommen. Weshalb Rolls-Royce den Phantom IV nur auf ausdrücklichen Wunsch von Prinzessin Elisabeth und Prinz Philip realisierte, die sich mit diesem Achtzylinder 1952 zur Krönungszeremonie chauffieren ließen. Erst damit kam Rolls-Royce in den erlauchten Kreis der Hoflieferanten des englischen Königshauses.

Rolls-Royce mit Königin Elisabeth II.
Rolls-Royce mit Königin Elisabeth II.

Während der Phantom IV nur für ausgewählte Kunden gebaut wurde, gab es für den 1959 vorgestellten Phantom V wieder eine reguläre Preisliste. Dieser technisch mit dem Silver Cloud verwandte Phantom verfügte über einen V8-Motor und – ganz neu – eine Vier-Gang-Automatik. Die Liste der prominenten Eigner des Phantom V ist lang, besonders bemerkenswert sind neben Königin Elisabeth II die Queen Mum, König Olav V. von Norwegen und John Lennon, der seinen Wagen in psychedelischen Farben verzierte. Bis 1964 kannte Rolls-Royce keinen ernsthaften Konkurrenten mehr in dieser höchsten Klasse, dann zeigte der Stuttgarter Stern mit dem Modell 600 Flagge. Der sogenannte „Große Mercedes“ begeisterte als Pullman und mit avantgardistischen Komfortdetails sogar traditionsverhaftete britische Kunden. Weshalb Rolls-Royce 1968 dem über sechs Meter messenden Phantom VI immerhin einen frischen 6,8-Liter-V8 spendierte.

Rolls-Royce Phantom Serie 1 mit dem ehemaligen britischen Premierminister David Lloyd George 1933
Rolls-Royce Phantom Serie 1 mit dem ehemaligen britischen Premierminister David Lloyd George 1933

Ansonsten verblieb der bis 24 Jahre lang lieferbare Phantom VI ein in dieser Form weltweit einzigartiges Repräsentationsfahrzeug, das sich fast allen Neuerungen verweigerte. Tatsächlich handelte es sich bei der kostspieligsten Serienlimousine der Welt – zeitweise so teuer wie zwei Mercedes 600 Pullman – letztlich sogar nur um eine Faceliftversion des Phantom V. Die erlauchten Kunden kümmerte es nicht und Königin Elisabeth II freute sich entsprechend über eine Spezialversion, die sie zum silbernen Thronjubiläum 1977 geschenkt erhielt. Als jedoch der Sultan von Brunei 1992 den finalen Phantom VI übernahm, schien das letzte Kapitel der kolossalen Klasse geschrieben.

Rolls-Royce Phantom Serie 7 Coupe 2012
Rolls-Royce Phantom Serie 7 Coupe 2012

Es sollte anders kommen. Das erste Modell der 2003 von BMW gegründeten Rolls-Royce Motor Cars Limited avancierte als Phantom VII mit einem Mix aus BMW-Technik und englischer Handwerkskunst zu einem der gefragtesten Luxusgüter des 21. Jahrhunderts. Weshalb Rolls-Royce vor dem in Kürze anstehenden Produktionsauslauf seiner Repräsentationsklasse alle Reichen beruhigte: Der Phantom VIII macht sich bereits startklar. Anders als im gerade enthüllten Concept Car Next 100 können die Phantom-VIII-Passagiere aber noch nicht auf einen autonomen Computer statt des Chauffeurs vertrauen. (Hanne Schweitzer/SP-X)

Rolls-Royce Phantom Serie 7 Drophead Coupe Waterspeed Collection 2014
Rolls-Royce Phantom Serie 7 Drophead Coupe Waterspeed Collection 2014
Aktuelle Suchanfragen:

Rolls-Royce Dawn Inspired by Fashion – Nix von der Stange

Wer seinen Rolls-Royce Dawn in besonders distinguierter Aufmachung will, kann sich ab November 2016 von der Bespoke-Abteilung des britischen Luxuswagenherstellers über die Möglichkeiten der Sonderedition Inspired by Fashion beraten lassen. Das erweiterte Individualisierungsangebot wurde von einem Team von Modedesignern der Haute-Couture-Szene zusammengestellt.

Ab November 2016 können sich Kunden bei der Bespoke-Abteilung von Rolls-Royce über das Inspired-by-Fashion-Programm beraten lassen
Ab November 2016 können sich Kunden bei der Bespoke-Abteilung von Rolls-Royce über das Inspired-by-Fashion-Programm beraten lassen

Basis für die Inspired-by-Fashion-Edition ist der Dawn in arktikweißer Außenfarbe und einer schwarz-weißen Innenausstattung. Als auffälligen Kontrast zur Karosserie bietet Rolls-Royce das Stoffdach in den auffälligen Kolorierungen Mugello-Rot, Cobalto-Blau und Mandarin an. Zusätzlich gibt es auf die jeweilige Dachfarbe hin abgestimmte Farbakzente für den Innenraum. Hier setzen unter anderem Einleger in den Türen, Ziernähte für die Ledersitze oder ein zweifarbiges Lederlenkrad auffällige Akzente.

Als Basisfarbthema bietet Rolls-Royce den Dawn Inspired by Fashion mit einem schwarz-weißen Innenraum
Als Basisfarbthema bietet Rolls-Royce den Dawn Inspired by Fashion mit einem schwarz-weißen Innenraum

Schließlich wurde das Armaturenbrett aufwendig mit einem mit Aluminiumpartikeln angereicherten weißen Klavierlack veredelt. Das Auftragen der seidenartig wirkenden Oberfläche soll neun Tage in Anspruch nehmen. Als glanzvollen Höhepunkt gibt es eine exklusiv wie ein Juwel inszenierte Uhr in der Armaturenbrettmitte. Die Auslieferung der ersten Dawns Inspired by Fashion wurde für das Frühjahr 2017 angekündigt.

Ist das Dach Mugello-Rot, finden sich auch in den Türen entsprechende Farbakzente wieder
Ist das Dach Mugello-Rot, finden sich auch in den Türen entsprechende Farbakzente wieder
Farbenfrohes Individualisierungsprogramm: Rolls-Royce bietet speziell für den Dawn das Bespoke-Programm Inspired by Fashion an
Farbenfrohes Individualisierungsprogramm: Rolls-Royce bietet speziell für den Dawn das Bespoke-Programm Inspired by Fashion an

(Mario Hommen/SP-X)

Video: An epic RollsTrip – THE MOVIE

ACHTUNG: Roadtrip-/Reisedoku mit viel Gelaber und vermeintlich sinnfreien Inhalten. Diesmal keine Drifts, keine 0-100 km/h Szenen, keine Burnouts (ausser beim Kameramann) und keine Kofferraumvoluminas! Bitte nur anschauen, wenn Ihr nachhaltiges Interesse an einem schrägen Roadtrip mit einem geilen Auto habt, total gelangweilt seid, viel zu viel Zeit habt oder/ und über eine ausreichende Menge Alkohol verfügt. 😉

MotorOli & FotoRalph unterwegs zum größten Sportwagentreffen Europas in Velden am Wörthersee im schönen Österreich. Das Ganze in einem glamourösen handgefertigten Coupé aus Goodwood, dem Rolls Royce Wraith.

Leistungsfragen wurden früher kühl mit „sufficient“ beantwortet, doch heutzutage ist man in dieser Hinsicht offener. Kann man auch, denn der Wraith ist das stärkste jemals gebaute Fahrzeug der Manufaktur. Ein 6,6 Liter V12 Bi-Turbo lässt das Kleidchen der Spirit of Ecstasy ordentlich im Winde wehen und mobilisiert die Kleinigkeit von 632 PS sowie 800 Nm. Wenn er will, kann er seine Insassen in 4,6 Sek. auf Landstrassentempo geleiten – das Ganze in einer Symbiose aus bestimmender Leichtigkeit und vehementer Zurückhaltung, die nur ein Rolls Royce zu bieten hat. Ab Werk wird der über 2,4 Tonnen schwere Leichtigkeitgleiter bei 250 km/h eingebremst. Preise und der Verbrauch werden im Video verarztet.

Wer es geschafft hat, das Video ohne „Vorspulen“ anzuschauen, verdient unseren uneingeschränkten Respekt und darf sich gerne in den Kommentaren mit Lob, übelster Kritik und Anregungen verewigen.

Danke vorab & thanks for watching!

Spofec tunt Rolls-Royce Dawn – Mehr Muskeln für die Morgenröte

Ein Rolls-Royce-Cabriolet ist gewiss kein alltägliches Auto und bedarf auch keiner Tuningmaßnahmen, um sich damit von der Masse abzuheben. Der Novitec-Ableger Spofec hat dennoch für eines der luxuriösesten Cabrios der Welt, dem Rolls-Royce Dawn, ein Individualisierungspaket geschnürt.

Die Selbstmördertüren sind hingegen serienmäßig beim Dawn dabei
Die Selbstmördertüren sind hingegen serienmäßig beim Dawn dabei

Unter anderem bietet Spofec für den offenen Viersitzer ein aus mehreren Carbon-Anbauteilen bestehendes Bodykit an. Die neuen Schürzen an Front und Heck, Seitenschweller und ein Spoiler verleihen dem Dawn sichtbar mehr Muskeln, ohne die Aura des Briten ernsthaft zu verunstalten. Auch Fahrwerkstieferlegung und die 22-Zoll-Räder stehen dem Luxusliner gut.

Das Tuningpaket von Spofec steht dem Dawn erstaunlich gut
Das Tuningpaket von Spofec steht dem Dawn erstaunlich gut

Das Muskeldesign ist nicht nur Show, denn Spofec entlockt dem Motor auch mehr Leistung. Dank einer neuen Steuerungssoftware soll das V12-Triebwerk statt 420 kW/571 PS und 780 Newtonmeter üppige 505 kW/686 PS und 980 Newtonmeter Drehmoment leisten. Die Kraftkur verkürzt laut Tuner die Sprintzeit um drei Zehntel auf 4,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird hingegen weiterhin bei 250 km/h abgeregelt.

Unter anderem hat Spofec dem Dawn neue Schürzen an Heck und Front verpasst. Außerdem steht das Auto auf 22-Zoll-Rädern
Unter anderem hat Spofec dem Dawn neue Schürzen an Heck und Front verpasst. Außerdem steht das Auto auf 22-Zoll-Rädern

Die Mehrleistung kann der Dawn-Fahrer auf Wunsch auch akustisch in Szene setzen, wenn er denn eine Sportauspuffanlage mit elektronischem Soundmanagement ordert. Hier lässt sich per Fernbedienung über die Abgasklappenstellung ein diskreter oder kerniger Klang einstellen. Auch kompetentere Stopper hat Spofec für den Dawn im Programm. Die Keramikbremsen mit 405er-Scheiben vorne sollen unter anderem helfen, Gewicht zu sparen. Um bis zu 38 Kilogramm lässt sich der dicke Brummer abspecken.

Neben den optischen Änderungen bietet Spofec auch eine Leistungssteigerung auf 686 PS für den Rolls-Royce Dawn
Neben den optischen Änderungen bietet Spofec auch eine Leistungssteigerung auf 686 PS für den Rolls-Royce Dawn

Wer das volle Programm ordert, muss an Spofec einige zehntausend Euro überweisen, was angesichts von 330.000 Euro Basispreis allerdings kaum mehr ins Gewicht fallen dürfte. (Mario Hommen/SP-X)

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Mansory-Tuning für Rolls-Royce Dawn – Noch ein bisschen auffälliger

Das Individualisierungs-Programm von Rolls-Royce ist schon gigantisch. Und für fast alles, was die Briten nicht machen können oder wollen, hat Veredler Mansory nun auch das neue Luxus-Cabrio Dawn ins Programm genommen. So gestaltete der Tuner aus dem bayerischen Brand eine komplett neue Front mit größeren Lufteinlässen, verpasste der Karosserie reichlich Sicht-Carbon und zieht dem Heckdeckeln eine Spoilerlippe an.

Im Programm sind auch neue Schweller
Im Programm sind auch neue Schweller

Den Innenraum werten je nach Kundengeschmack gebürstetes Aluminium, Carbon, Klavierlack und reichlich Wurzelholz auf. Dazu gibt es eine kräftige Leistungsspritze für den Zwölfzylinderbenziner, der mit 544 kW/740 PS gegenüber der Serienvariante um 170 PS zulegt. Preise nennt Mansory nicht; das Grundfahrzeug kostet mindestens 330.000 Euro.

Fürs Heck gibt es eine winzige Spoilerlippe
Fürs Heck gibt es eine winzige Spoilerlippe
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News: Rolls Royce Black Badge – England sieht schwarz

Tuning ab Werk? Bei Rolls Royce? Das klingt unverschämt, verrückt, fast schon nach Blasphemie. Deshalb ist es auch gar nicht so wild, wie alles auf den ersten Blick aussieht. Der Rolls Royce Ghost, seines Zeichens die „kleine“ Luxuslimousine der Briten und der Wraith, das auf der Limousine aufbauende Coupé, erfahren ein Performance-Programm, das den Charakter der beiden verändern soll. Wohin geht die Reise? Pimp my Ride oder In-House-Optimierung?

Rolls-Royce-Wraight-Ghost-Genf-2016-Performance-Mein-Auto-Blog (2)

Was haben wir nicht schon alles gesehen: Rapper lassen sich die britischen Nobel-Karossen in den schlimmsten Regenbogenfarben lackieren, verschandeln nicht nur die Optik mit Kutschen-artig großen Chrom-Felgen in 30 Zoll und verbauen die wildesten Schlangenleder- oder Kroko-Interieurs, die man sich nur vorstellen kann. Das will Rolls Royce natürlich nicht – ganz im Gegenteil – und hüllt seine beiden Derivate ausschließlich in eine einzige Farbe: Frei nach Henry Ford kann der Kunde jede Farbe wählen, solange es Schwarz ist. Die Lackierung zieht sich nicht nur über die gesamte Karosserie, sondern schmückt auch den Kühler und die legendäre Kühlerfigur, die „Spirit of Extasy“. Dabei betonen die Briten, dass der verwendete Farbton das tiefste und dunkelstes Schwarz sei, das man für ein Serienauto bekommen könne.

Innen muss man sich allerdings doch fragen, was mit der vornehmen Zurückhaltung der Briten geschehen ist. Man kann – natürlich – jeden Quadratmillimeter mit perfektem Leder beziehen lassen. Aber die gezeigten Farbkombinationen lassen die Frage aufkommen, ob nicht vielleicht doch ein Sprechgesangskünstler in die Design-Abteilung gewechselt ist. Die Kombination von grellem Blau mit einem Anthrazit oder eine Art Himbeer-Violett wollen nicht recht zum vornehmen Anspruch passen.

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Ähnlich klingt das Vorhaben, wenn die Briten über die Optimierungen des V12-Biturbo-Motors sprechen. Bei der Limousine wuchs die Leistung auf 612 PS und 840 Nm, während das Coupé bei seinen 632 Pferdestärken bleibt. Der Zweitürer legte beim Drehmoment zu und bietet nun ebenso 840 Nm, anstatt der bisherigen 770. So weit so gut, doch dabei belässt es Rolls Royce nicht. So wollen die Entwickler auch die Gasannahme verändert haben, sodass nur noch ein leichter Druck auf das rechte Pedal reicht, um die Drehzahlleiter bis zum Ende zu erklimmen. Da bleibt nur zu hoffen, dass das britische Understatement erhalten bleibt und die schweren Fahrzeuge nicht zu zappeligen Fußballer-Autos mutieren.

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News: Rolls-Royce Dawn – Let’s talk about Sex, Baby!

“Let’s talk about Sex, Baby!“ Normalerweise schlägt Richard Carter andere Töne an, wenn er über einen Rolls-Royce spricht. Doch wenn der Pressesprecher der vornehmen BMW-Tochter seinen Blick über den neuen Rolls-Royce Dawn schweifen lässt, gehen bisweilen ein wenig die Gäule mit ihm durch. Denn für die Briten ist die offene Alternative zum Wraith, die ihre Publikumspremiere nächste Woche auf der IAA in Frankfurt feiert und kurz nach dem Jahreswechsel zu Preisen ab 330.000 Euro auf die Prachtboulevards dieser Welt entlassen wird, nicht weniger als das leidenschaftlichste Auto, das Rolls-Royce je auf die Räder gestellt hat.

Nicht umsonst habe Designchef Giles Taylor 80 Prozent aller Karosserieteile neu formen dürfen und dem Dawn dabei eine für Rolls-Royce fast schon laszive Lässigkeit ins Blech geschrieben, sagt Carter, während er über die weiter ausgestellten Kotflügel streicht, die hohe Gürtellinie und den sanften Abgang betont und die Bürgerlichen in ihrer Unwissenheit darüber aufklärt, dass auch der riesige Kühler ein wenig schnittiger im Wind steht Diese lustvoll-leidenschaftliche Grundstimmung schlägt sogar durch bis in die Nomenklatur: Statt weiter in der düsteren Mythologie der Schlossgespenster zu stöbern, würdigt der Dawn deshalb den magischen Moment der Morgenröte.

Unter dem Blech ist der Dawn natürlich trotzdem ein Wraith, wie man ihn kennt.
Unter dem Blech ist der Dawn natürlich trotzdem ein Wraith, wie man ihn kennt.

Unter dem Blech ist der Dawn natürlich trotzdem ein Wraith, wie man ihn kennt. Er nutzt die gleiche Plattform mit dem gegenüber dem Ghost zu Gunsten der Fahrdynamik um 18 Zentimeter gestutzten Radstand, er fährt serienmäßig mit der sattelitengestütztem Achtgangautomatik und auch in seinem Bug säuselt der 6,6 Liter große V12-Motor, dem zwei Turbos immerhin 570 PS und 780 Nm einblasen. Das sollte reichen, damit sich selbst die geschätzten 2,7 Tonnen Leergewicht wunderbar leicht anfühlen und man die Frisur mit einem gepflegten Gasstoß bisweilen ein bisschen auffrischen kann.

Zwar feiert Rolls-Royce den Dawn als „the most sexy car alive“ und wenn man sich das große Cabrio auf einer Küstenstraße wie dem Highway Number One oder der Croisette vorstellt, läuft einem tatsächlich ein Schauer über den Rücken. Doch wo andere Strandschönheiten auf möglichst knappe Textilien setzen, gehen die Briten genau den anderen Weg: Ihr Stoffverdeck ist das wahrscheinlich größte, das in der Automobilindustrie aktuell montiert wird. Wenn es sich mit majestätischer Ruhe unter den hölzernen Deckel hinter den Sesseln im Fond bemüht hat, sitzt man auch auf dem geräumigsten Sonnendeck der PS-Welt. Selbst der große Bruder Phantom bietet als Drophead Coupé nicht so feudale Verhältnisse.

Rolls-Royce feiert den Dawn als „the most sexy car alive“
Rolls-Royce feiert den Dawn als „the most sexy car alive“

Und das ist nicht der einzige Superlativ, mit dem Rolls-Royce die Sonnenanbeter im Smoking lockt. Zugleich versprechen die Briten den Besserverdienern das leiseste Cabrio der Welt. Die Mechanik noch einmal optimiert, die Hydraulikpumpe weit weg vom Innenraum montiert und das Gelege aus Leder, Stoff und Dämmmaterial noch ein paar Schichten dicker – so fährt man im geschlossenen Dawn genauso leise wie im Wraith und bekommt von der Welt da draußen absolut nichts mit.

Die Kunden werden das wohlmeinend zur Kenntnis nehmen. Aber sie werden nicht oft in die Verlegenheit kommen, es tatsächlich auszuprobieren. Und auch der 22 Sekunden währenden Geduldsprobe für das geräuschlose Hydraulik-Ballett werden sie sich nur selten aussetzen. Denn wer es erst einmal hinter das Steuer eines Rolls-Royce geschafft hat, dem scheint immer und überall die Sonne. Und falls sich der Himmel über dem Paradies doch einmal verfinstern sollte, dann hat der gemeine Rolls-Royce-Kunde im Schnitt ein Dutzend weiterer Fahrzeuge in der Garage stehen, von denen eines ganz sicher auch ein festes Dach hat.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

News: Rolls-Royce-Tuning – Böse Emily

Ein schwarzer Anzug, große, auffällige Räder und über 700 PS – das sind die Eckdaten des Rolls-Royce Ghost Series II, wenn Tuner Spofec mit ihm fertig ist. Dann heißt der Luxusliner Spofec Black One.

Nicht nur die Karosserie ist schwarz lackiert, sondern auch alle Teile, die serienmäßig eigentlich verchromt sind. Lediglich die Kühlerfigur Spirit of Ecstasy – die auch Emily genannt wird – glänzt weiterhin. Dazu erhält der Ghost noch aerodynamische Komponenten wie eine neue Heckschürze sowie eine neue Frontschürze. Seitenschweller sind für das Modell mit kurzem oder langem Radstand erhältlich.

Weil Räder bekanntlich Autos machen, hat Spofec dem Rolls-Royce 22 Zoll große Leichtmetallfelgen montiert, die in jedem Farbton erhältlich sind. Speziell für diese Edition hat der Tuner allerdings eine mattgoldene Lackierung entwickelt. Gegenüber dem Serienmodell wird der Black One zudem noch um vier Zentimeter tiefergelegt.

Doch nicht nur am Blechkleid wurde Hand angelegt. Zusätzlich kann der exklusive Brite auch mit einer Leistungssteigerung geordert werden. Ab Werk leistet der stärkste Ghost bereits 442 kW/601 PS, nach der Tuning-Kur kommt er auf 521 kW/709 PS und ein Drehmoment von 974 Newtonmetern. Genug um den Black One in nur 4,4 Sekunden Tempo 100 zu beschleunigen.

Das Serienmodell mit 420 KW/570 PS, erreicht nach der Leistungsspritze 504 kW/685 PS. Das Drehmoment steigt von 780 Newtonmeter auf 958 Newtonmeter.

Alle Komponenten sind einzeln bestellbar. So kostet beispielsweise die Leistungssteigerung 2.900 Euro. Die Frontstoßstange gibt es für 4.700 Euro. Für den kompletten Umbau werden 40.000 Euro fällig. Für Rolls-Royce-Fahrer, denen ihr fahrbarer Untersatz schon ab Werk mehr als 270.00 Euro wert war, dürfte das überschaubar sein.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Chauffeur-Lehrgang „White Gloves“ von Rolls-Royce

„Was nutzt einem die beste Limousine der Welt, wenn ein schlechter Fahrer am Steuer sitzt?“ Viel mehr als diese Frage muss Andi McCann nicht stellen, um seinen Job zu rechtfertigen. Denn der adrette Brite in den Vierzigern ist Chef-Instruktor bei Rolls-Royce und sorgt als vermutlich vornehmster Fahrlehrer der Welt dafür, dass die erhabene Fahrt im Fond eines Phantom oder Ghost nicht zum Fiasko wird, nur weil vorne ein Laie am Lenker sitzt. Das ganze Jahr über jettet der Mann dafür um die Welt, instruiert Hotelpersonal in Hongkong, trainiert Privatfahrer in Panama oder unterweist das Personal junger Milliardäre in Peking in der Kunst der vornehmen Fahrzeugbeherrschung.

Damit steht er in einer gewissen Tradition. Wenn man McCann Glauben schenkt, wurde das werksseitige Fahrertraining von keinem geringeren als Firmengründer Sir Frederick Henry Royce erfunden. „Allerdings ging es damals vor allem um die Fahrzeugbedienung“, räumt McCann ein. Denn Royce hatte schnell erkannt, dass ein Auto nur so gut ist, wie seine Fahrer und deshalb früh in deren Ausbildung investiert. „Auch dieser Entdeckung verdankt Rolls-Royce den Ruf unerschütterlicher Zuverlässigkeit.“

Während Motorschmierung und Reifendruck heute von der Elektronik überwacht werden, selbst ein Phantom über so etwas profanes wie die Wartungsintervall-Anzeige verfügt und sich die technischen Dienste des Fahrers auf gelegentliches Tanken und den erbitterten Kampf gegen jedes noch so kleine Staubkorn auf dem Lack beschränken, konzentriert sich McCann bei seinen Kursen auf ganz andere Qualitäten. Und dabei geht es ihm weniger um die Fahrzeugbeherrschung. Zwar hat der Profi-Sportler für andere Marken auch schon Rennfahrer trainiert und weiß sehr wohl, wie ein Auto im Grenzbereich zu bewegen ist. Aber Spurwechsel mit quietschenden Reifen, Vollbremsungen und Kurven im Drift wird man bei dem nur auf Einladung zu absolvierenden Fahrertraining von Rolls-Royce nicht erleben. Sondern McCann lehrt die Hohe Schule des Autofahrens und adelt Fahrer zu Chauffeuren – nicht umsonst nennen die Briten diese Ausbildung das „White gloves“-Programm.

Natürlich beginnt er seine Lektionen mit ein paar Anmerkungen zur Etikette, spricht über Pünktlichkeit, ein unaufdringliches Parfüm und die passende Uniform. Aber mit den Hinweisen zur adäquaten Kleidung ist es nicht getan. „Ein dunkler Anzug macht aus einem Taxikutscher noch keinen Privat-Chauffeur, selbst wenn er noch so gut geschnitten ist“, sagt McCann. Erst wenn ein guter Fahrer „sharp und effortless“ ist, dann ist er auch ein guter Chauffeur: „Akkurat, präzise, und trotzdem so unauffällig wie ein guter Geist, der eigentlich gar nicht da ist.“

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Der perfekte Auftritt beginnt– das sollte doch selbstverständlich sein – mit einer rechtzeitigen Ankunft: „Drei Minuten vor der Zeit ist gerade noch pünktlich.“ Dann fühlen sich die Fahrgäste nicht gehetzt, und müssen sich trotzdem keine Gedanken darüber machen, wo denn der Wagen bleibt. Aber ein guter Chauffeur hat sich und sein Auto davor schon perfekt auf die Fahrt vorbereitet, sagt McCann: Man kennt die Route, hat im Idealfall bereits mit dem Doorman des Hotels gesprochen und den Fond für die Passagiere hergerichtet: „In den Cupholdern oder im Barfach steht das bevorzugte Getränk der Gäste, es herrscht die ideale Wohlfühltemperatur. Und natürlich stehen die Klimaausströmer und die Temperaturskalen im Cockpit in perfekter Symmetrie.“

Mit dem Zustieg der Gäste beginnen die wichtigsten Sekunden der Fahrt, sagt McCann. „Denn es ist der erste Eindruck, der über Wohl und Wehe entscheidet.“ In nur wenigen Augenblicken müsse der Chauffeur die Stimmung ausloten, mit einem kleinen bisschen Smalltalk ein Vertrauensverhältnis aufbauen und seine Passagiere mit den wichtigsten Informationen zu Fahrzeit, Wetter oder Tagesprogramm versorgen. „Während dieser 30 bis 60 Sekunden hält man direkten Blickkontakt über den Spiegel“, doziert der PS-Profi. „Und wenn dann aus dem Fond keine Erwiderung mehr kommt, dreht man demonstrativ den Rückspiegel zur Decke und garantiert den Passagieren so buchstäblich mit einem Blick ihre Privatsphäre.“

Aber ein guter Chauffeur kümmert sich nicht nur um Gäste und Getränke und hat sich auf alle möglichen Gesprächsthemen vorbereitet. Selbst an das Gepäck hat er zu denken: Er lädt es immer unter den Augen des Besitzers ein, versichert sich, dass wirklich alles an Bord ist und hat zur Not auch einen kleinen Lappen griffbereit, sagt McCann. Zwar werde ein Rolls-Royce-Chauffeur die Koffer seiner Kundschaft aus Angst vor Straßenschmutz nie über den Asphalt rollen, selbst wenn sie noch so schwer sind. Doch falls er trotzdem Dreck an den Rollen entdeckt, wird er ihn mit diesem Lappen abwischen, bevor er hässliche Spuren in der Eingangshalle der Kundschaft oder schlimmer noch im Kofferraum der Limousine hinterlässt.

Neben einem kleinen Seidentuch hat der Chauffeur von Welt immer auch ein zweites Accessoire zur Hand, zumindest wenn Damen an Bord sind, sagt McCann: „Einen Regenschirm.“ Nicht wegen des Blicks zu den Wolken. Sondern wegen des Blicks auf die Waden. Denn es braucht schon ein bisschen Geschick und die Hilfe eines Gentlemans, wenn frau vor allem ohne freizügige Einblicke ladylike aus Fond eines Phantom steigen möchte. McCann öffnet in solchen Fällen nicht nur gleichzeitig beide Coachdoors, sondern auch noch einen großen Regenschirm und schafft so einen blickdichten „Kokon der Intimität“, den Hollywoodstars in Highheels und Partydress genauso zu schätzen wissen wie Hoheiten in herrschaftlichen Gewändern. “Nur die Paparazzi verfluchen mich dafür jedes Mal aufs Neue, “ lacht der Luxusfahrlehrer.

Vorausschauendes Fahren, eine granitene Gelassenheit und immer die perfekte Balance zwischen absoluter Diskretion und unaufdringlicher Führsorge – dabei lässt es McCann bei seinen „White Gloves“-Kursen aber nicht bewenden. Der vornehmste Fahrlehrer der Welt schaut seinen Schützlingen sogar unter die Füße und predigt ihnen die Wahl der richtigen Schuhe: „Natürlich mit dünnen Ledersohlen.“ Denn wer auf Gummi fährt, hat man nicht nur zu wenig Gefühl im Fuß, kann Gas und Bremse nicht fein genug dosieren und so nicht mit dem gebotenen Sanftmut durch den Verkehr schwimmen. Vor allem könnte eine Gummi-Sohle auf den Pedalen quietschen, schimpft der Instruktor. „Und weil in einem Rolls-Royce nicht einmal mehr die Uhr tickt hat in so einem Fahrzeug auch sonst gefälligst absolute Ruhe zu herrschen.“

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

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