Alle Highlights, bevor es losgeht: Seat auf der IAA

Es ist noch gut eine Woche hin, bis die IAA 2017 ihre Tore für die Weltöffentlichkeit öffnet. Doch Seat hat es besonders eilig, seine Highlights schon jetzt zu präsentieren. Und diese haben es in sich! Die Kompaktklasse der Spanier wird mit einem neuen Topmodell, dem Seat Leon Cupra R, gekrönt, das natürlich im Mittelpunkt des Messeauftritts steht. Daneben zeigt man aber auch den Seat Arona, ein SUV im B-Segment, das besonders wichtig für die aufstrebende Marke ist. Und auch technisch legen die Spanier ein Pfund auf den Tisch: Der Sprachassistent von Amazon – “Alexa” – soll zukünftig in die Modellpalette integriert werden. Read more

Seat Alhambra: Taxi des Jahres 2017

Wer bei Taxen ausschließlich Fahrzeuge mit Stern auf der Haube vor Augen hat, sollte umdenken. Der Seat Alhambra erhielt die Auszeichnung als „Taxi des Jahres 2017“ und ging damit als Gesamtsieger aus einem Testfeld von 21 Fahrzeugen hervor. Das Branchenmagazin „taxi heute“ rief 41 Taxiunternehmer zum vierten Mal zur Wahl, die in Fulda die Fähigkeiten der Fahrzeuge unter die Lupe nahmen. Read more

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Test: Seat Ateca

Seit Mitte letzten Jahres präsentiert sich der spanische Ableger der Volkswagengruppe Seat im viel umkämpften SUV Markt mit dem Ateca. Damit wollen die Spanier eine Lücke in ihrem attraktiven Portfolio schließen. Der anfängliche Run auf das Pendant zum Tiguan schlägt seit seiner Markteinführung mit über 7.000 Einheiten in Deutschland zu Buche. Dass der erste SUV aus dem Hause Seat mehr zu bieten hat als nur ein „üppiges“ Platzangebot, demonstrieren die Verantwortlichen immer und immer wieder und nutzen ihn dabei als Technologieträger. Fahrerassistenzsysteme mit Sicherheits- und Komfort relevanten Schwerpunkten und sein individuelles „Seat Drive Profile“ sind dabei die Highlights. Kombiniert mit dem stärksten Diesel und einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe ist der Seat Ateca XCELLENCE 2.0 TDI „4Drive“ ab einem Listenpreis von 36.000 Euro beim Seat Händler bestellbar.

Testbericht: Seat Ateca XCELLENCE 2.0 TDI 4Drive

Der Spanier für alle Fälle
Der Spanier hat sich fein gemacht für die Bankenwelt.

Der Ateca ist das, was man gemeinhin unter einem Kompakt-SUV versteht. Seinen Namen bezieht er ganz nach der spanischen Tradition aus der Geographie. Die Gemeinde Ateca liegt in der Provinz Saragossa im Zentrum der iberischen Halbinsel. Das ansprechende Äußere zeigt das Fahrzeug in einem sportlich eleganten Look der Seat Familie gepaart mit einem großen Grill und aggressiv wirkenden LED-Scheinwerfern. Allein diese beiden Komponenten lassen den Wagen von vorn breit und selbstbewusst auf der Straße stehen. Die Scheinwerfer bilden zudem den Anfang einer Sicke, die Vorder- und Hinterwagen miteinander verbindet. Am Heck endet diese Sicke wiederum an den Heckleuchten. Auch hier gibt uns das Gesamtbild wieder eine selbstbewußte Note. Bei unserer 14-tägigen Testfahrt mit dem XCELLENCE 2.0 TDI „4Drive“ mit 140 kW (190 PS) bemerken wir schnell, dass der Ateca Unebenheiten des urbanen Verkehrs gut wegsteckt, insgesamt sehr stabil wirkt und ein komfortables Fahrverhalten bietet. Die erhöhte Bodenfreiheit qualifiziert ihn aber genauso für Fahrten auf Feldwegen und Schotterpisten. Zu guter Letzt meistert er die von uns gefahrenen Autobahnstrecken komfortabel, bequem und verschafft uns so ein Rundum-Sorglos-Gefühl.

Im Gelände ein Allrounder.

„SEAT Drive Profile“ macht es einfacher

Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 5,3 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis nicht ganz zu schaffen. Unser Testwagen verlangt gut einen Liter mehr. Das ist aber dennoch ein bemerkenswert guter Wert für ein Fahrzeug wie den Ateca. Im Gelände, das der Spanier im Falles eines Falles nicht meiden muss, ist der Verbrauch allerdings etwas höher. Der 2.0 TDI liefert immerhin kräftige 400 Newtonmeter Drehmoment bei 1.900 – 3.300 Umdrehungen pro Minute. Die Kraft des 190 PS starken Motors lässt den ca. 1,6 Tonnen schweren Wagen in 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 212 km/h drin, was einem guten Eckwert bei seiner Aerodynamik entspricht. Das unaufgeregt übersetzte automatische Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe ermöglicht dynamisches Fahren ohne Schaltlöcher zu bemerken. Unterstütz wird diese Dynamik des sowohl als Fronttriebler als auch als Allrad angetriebene SUV durch das von Seat entwickelte System „SEAT Drive Profile“. Zusätzlich zum permanenten Allradantrieb kann der Fahrer zwischen sechs verschiedene Modi wählen. In der Mittelkonsole sitzt ein runder Stellknopf, der neben den Einstellungen „Normal“, „Sport“ und „ECO“ die Optionen „Snow“, „Off-road“ und  „Hill Descent“ zur Verfügung stellt. Letztere sorgt dafür, dass jeder Anstieg ohne fahrerische Anstrengung absolviert werden kann. Durch die Unterstützung des Antriebskontrollsystems XDS erhält jedes Rad die erforderliche Leistung, um das Fahrzeug gleichmäßig in Bewegung zu halten. Während der dafür vorgesehenen Präsentation von Seat bei Innsbruck vor ein paar Wochen fuhren wir hierfür per „Snow“-Modus einen 200 Meter langen Hang mit ordentlich Schwung am Gaspedal hinauf. Dort angelangt, stellten wir die „Hill Descent Control“-Funktion ein. Der Wagen manövrierte sich selbst. Unterstützt durch die eine oder andere Lenkbewegung unsererseits sowie das selbstständige Abbremsen des Fahrzeuges kamen wir wohlbehalten im Tal an. Die Tests im Schnee zeigten uns, dass der Seat Ateca absolut für jede Art der Fahrbahnbeschaffenheit gerüstet ist und selbst dem ungeübten Fahrer eine gewisse Sicherheit vermittelt.

.2.0 Liter TDI mit 400 Newton Power.

Mit viel Komfort im Innenraum

Im Innenraum finden bei einer Gesamt-Fahrzeuglänge von 4,36 Metern fünf Personen bequem Platz. Bei Material- und Verarbeitungsqualität legt Seat ohnehin sehr viel Wert auf einen hohen Standard und so überzeugt auch der Ateca in diesen Punkten. Das Cockpit ist klar strukturiert und mit dem bereits bekannten Media-System „Plus“ (8-Zoll-Farb-Display, USB- und AUX-in-Schnittstelle, Bluetooth®-Schnittstelle mit integrierter Freisprechanlage und Audio-Streaming, Sprachsteuerung, 8 Lautsprecher) als Blickfang und Schaltzentrale ausgerüstet. Das optional erhältliche Panorama-Glasschiebehubdach, das ab der Ausstattungslinie „Style“ für 1.120 Euro angeboten wird, lässt den Ateca größer erscheinen und bringt ein gewisses Wohlfühl Gefühl. Dieses Panorama-Dach bietet nicht nur Fahrer- und Beifahrer sondern auch den Passagieren im Fond einen freien Blick. Beim Kofferraumvolumen hat Seat nicht gespart und offeriert gleich die „Best-in-Class“-Werte. So bietet das Fahrzeug Platz für die ganze Familie und zusätzlich einen Kofferraum von 485 Litern (4Drive). Bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.579 Liter (4Drive).

Von Navigation bis Rückfahrkamera

Gut bestückt mit Fahrerassistenzsystemen

Mit den drei Ausstattungslinien „Reference“, „Style“ und „Xcellence“ gibt uns der Autobauer aus Spanien ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Reference“ umfasst eine Klimaanlage mit Pollenfilter, elektrische Fensterheber vorn und hinten, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, Müdigkeitserkennung und Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion, Berganfahrassist und Elektronische Parkbremse inkl. Auto-Hold-Funktion. Serie in der Ausstattungslinie „Xcellence“ sind unter anderem eine Rückfahrkamera und das schlüssellose Schließ- und Startsystem „Kessy“. Insgesamt fünf Sicherheits-Optionspakete runden das Angebot des Ateca ab. Das aufwendigste Paket listet mit dem Paket V ab 965 Euro: Stauassistent und Notfallassistent, Fernlichtassistent, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Automatische Distanzregelung ACC (bis 210 km/h), Toter Winkel Assistent und Ausparkassistent.

Erster SUV der Spanier.

Fazit: Auf Anhieb ein gelungenes SUV. Der Spanier kommt spät, aber doch gewaltig. Raumangebot, Nutzen und hohe Fahrdynamik verbindet der Ateca mit einer souveränen Leichtigkeit.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Seat

Ateca 2.0 TDI 4Drive

Motor R4, Diesel
Hubraum 1.968 ccm³
Leistung 190 PS @ 3.500 – 4.000 U/min
Kraft 400  Nm @ 1.900 – 3.300 U/min
Getriebe 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Allradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.363, 1.841, 1.625   mm
Radstand 2.630 mm
Leergewicht 1.589 kg
Wendekreis 10,8 m
Höchstgeschwindigkeit 212 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,5 sec
Normverbrauch 5.3 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 5.8 l / 100 km
Öko-Experte 5.2 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.0 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (SEAT Deutschland GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (SEAT Deutschland GmbH)[/notification]

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Seat Ibiza – Spaniens Polo wird teurer

Mit Preisen ab 14.240 Euro ist ab sofort die neue Generation des Seat Ibiza bestellbar. Das Basismodell des Kleinwagens wird von einem 55 kW/75 PS starken 1,0-Liter-Benziner angetrieben, zur Ausstattung zählen im Einstiegsniveau „Reference“ 14-Zoll-Stahlräder, sechs Airbags und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Wer die höhere Linie „Style“ wählt, erhält Klimaanlage, Mediasystem und geteilt umklappbare Rücksitzlehnen. Der Preis beträgt dann mindestens 16.190 Euro. Außerdem ist der Fünftürer in der komfortorientierten „Xcellence“- (ab 17.790 Euro) sowie der sportlich gestalteten „FR“-Variante zu haben. Letztere gibt es ab 18.790 Euro, aber nur in Verbindung mit den beiden stärkeren Versionen des 1,0-Liter-Motors (70 kW/95 PS und 85 kW/115 PS). Die Auslieferung startet im Juni. Ende 2017 komplettiert der 110 kW/150 PS starke 1,5-Liter-Turbobenziner aus dem VW Golf die Palette. Zudem wird es einen 1,6-Liter-Diesel mit 59 kW/80 PS, 70 kW/95 PS und 85 kW/110 PS geben.

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue Ibiza größer und geräumiger, aber auch deutlich teurer geworden. Bislang war der Fünftürer für rund 12.700 Euro zu haben. (Holger Holzer/SP-X)

Seat Ateca FR – Sportlicher Mehrwert

Auf der Barcelona International Motor Show wurde es vorgestellt, das sportliche Top-Modell der Baureihe: Der Seat Ateca FR. Die Abkürzung FR kennen wir bereits aus dem Seat-Ausstattungs-Alphabet und übersetzten es mit „Formula Racing“. Was es damit auf sich hat, zeigen die nächsten Zeilen. Klar ist aber, dass der Ateca FR eine Ergänzung der Seat Produktoffensive darstellt, die mit dem Ateca selbst begonnen hat. Nach dem Facelift des Seat Leon und der Neueinführung des Ibiza wurden weitere SUV und Crossover wie der Arona bereits angekündigt. Werfen wir also einen Blick auf den Ausbau der Ateca-Baureihe. Read more

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Seat Ateca – Für den sportlichen Fahrer

Seat ergänzt die Ausstattungs-Liste des Ateca um die sportliche FR-Variante. Neben „Reference“, „Style“ und „Xcellence“ können Kunden nun zwischen vier Varianten des spanischen SUV wählen.

Die Felgen sind 18 Zoll groß

Das FR-Paket unterscheidet sich nicht nur optisch, sondern auch technisch von den weniger sportlich angehauchten Brüdern. Anders als bei den restlichen Ausstattungs-Varianten setzt Seat beim FR die Dachreling und die Fensterrahmen schwarz ab. Der Kühlergrill erhält ein eigenständiges Design in Glanz-Schwarz und die Unterseite der neu gestalteten Stoßfänger sowie die Radläufe werden in Karosseriefarbe lackiert. Außerdem erhalten die Nebelscheinwerfer einen neuen Look. Am Heck gibt es darüber hinaus schwarze Seitenspoiler und einen kleinen Flügel. 18-Zoll-Leichtmetallräder mit einer 245/40-R18-Bereifung runden das Bild ab.

Am Heck gibt es einen neuen Stoßfänger

Im Innenraum fällt der Blick auf Alu-Einstiegsleisten mit FR-Logo. Auch die Pedale sind aus dem leichten Metall gefertigt. Weitere FR-Logos lassen sich auf dem Leder-Sportlenkrad finden. Die Sport-Komfortsitze sind im Serienumfang enthalten und mit Alcantara bezogen. Optional sind auch Ledersitze erhältlich. Rote Nähte verleihen Lenkrad, Sitzen und Schaltknauf eine sportliche Optik. Dachhimmel und Türverkleidung sind schwarz gehalten, auf den Türen gib es eine spezielle FR-Oberfläche.

Im Innenraum gibt es von Haus aus Alcantara-Sitze

Ein 2,0-Liter-TFSI mit 140 kW/190 PS stellt ab sofort das Top-Aggregat unter den Benzinern dar. Die bekannten Dieselmotoren mit bis zu 140 kW/190 PS sind weiterhin im Angebot. Allradantrieb, dynamische Dämpferverstellung und eine progressive Lenkung stehen wie das DSG-Getriebe auch im FR zur Auswahl. (Max Friedhoff/SP-X)

Seat Ibiza – Stolzer Spanier

Kein Modell ist mit der Marke Seat so tief verbunden wie der Ibiza. Benannt nach der Lifestyle-Insel im Mittelmeer gehört er seit 1984 fest zum Programm, wurde bis heute mehr als 5,3 Millionen Mal gebaut. Mittlerweile sind wir bei Generation fünf angelangt. Und die macht einen riesigen Sprung in Sachen Modernität. Denn der Ibiza ist das erste Kompaktmodell im Volkswagenkonzern, das auf der neuen MQB-A0-Architektur basiert. Damit bekommt der Kleinwagen (Markteinführung im Juni) den Vortritt vor dem Polo, der in der zweiten Jahreshälfte erscheint.

Denn Der Ibiza ist das erste Kompaktmodell im Volkswagenkonzern, das auf der neuen MQB-A0-Architektur basiert

Die Vorteile der neuen Plattform sind vielfältig. Der neue Ibiza wurde nicht länger, steht aber deutlich breiter auf seinen Rädern. Auch der Radstand wuchs. Letzteres bekommen vor allem die Passagiere auf der Rücksitzbank zu spüren. Sie genießen mehr Platz. „35 Millimeter mehr Kniefreiheit sind in dieser Klasse ein gewaltiger Schritt“, sagt Matthias Rabe, der Entwicklungschef von Seat. Tatsächlich fühlen sich auch Personen mit 1,80 Meter Körpergröße noch bequem untergebracht. Ganz hinten bleibt ein Gepäckabteil von 355 Litern, das sind 63 Liter mehr als beim Vorgängermodell. Laut Seat sei dies ein Bestwert im Segment.

Hinterm Lenkrad dürfte sich jeder Seat-Besitzer sofort zu Hause fühlen. Sauber gezeichnete Rundinstrumente, ein klares, übersichtliches Layout, eine leichte Bedienung sowie gute Verarbeitung zeigen, wessen Tochter man ist. Volkswagen gilt hier als der Klassen-Maßstab. Ein Eye-Catcher im Cockpit ist der 8,0-Zoll-Bildschirm. Mit seiner großen Glasfläche ragt er weit über das eigentliche Display hinaus und soll dem Fahrer ein wenig „iPad“-Gefühl vermitteln. Das frei konfigurierbare „Active Info Display“, wie es jüngst im neuen Golf zum Einsatz kommt, wird der Ibiza anfangs noch nicht haben. Entwicklungschef Rabe verspricht aber das Hightech-Feature zum Jahreswechsel 2018. Schließlich zielt die Marke vorwiegend auf junge Käufer. Denen dürfte es auch gefallen, dass man beim Thema Konnektivität vorn dabei ist. Das Smartphone kann kabellos geladen werden und es lässt sich mit dem Bordsystem entweder über Apple Car Play, Android Auto oder Mirror Link verbinden.

Ganz hinten bleibt ein Gepäckabteil von 355 Litern, das sind 63 Liter mehr als beim Vorgängermodell

Da kann das, was vorne unter der Haube steckt, schon mal ins Hintertreffen geraten. Dabei bietet Seat auch hier modernste Technik. Den Einstieg bildet ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 95 oder 115 PS. Wer denkt, damit wäre der Ibiza nicht ausreichend motorisiert, irrt gewaltig. Der Motor läuft klasse, dreht agil, hat einen schnurrigen Sound und wirkt in keiner Weise überfordert. Das liegt nicht zuletzt auch an dem recht geringen Gewicht (1140 Kilogramm) des Spaniers. Wer mehr Leistung benötigt, muss sich noch ein wenig gedulden. Ab Herbst soll ein 1,5-Liter-TSI mit 110 kW/150 PS und Zylinderabschaltung das Angebot ergänzen. Der Vierzylinder wurde kürzlich erstmals im neuen Golf vorgestellt.

Das Thema Diesel ist bei Seat nicht vom Tisch, auch wenn die Nachfrage im Kompaktsegment allgemein zurückgeht. Doch Länder wie Spanien, Italien oder Frankreich fragen den Selbstzünder noch recht stark nach. Den Ibiza wird es als 1.6-TDI mit 80, 95 oder 115 PS geben. Im Gespräch ist auch eine 150-PS-Variante.

Hinterm Lenkrad dürfte sich jeder Seat-Besitzer sofort zu Hause fühlen

Neuland betreten die Spanier mit dem Erdgasmotor (TGI). Er soll ab 2018 zur Verfügung stehen. Man wäre dann der erste Hersteller, der solch einen Antrieb im Segment anbietet. Prinzipiell gilt der Erdgasmotor als gute Alternative zum Diesel. Erdgas verbrennt sauberer und reduziert den CO2-Ausstoß. Nachteil: Es braucht etwas Routenplanung, denn nicht an jeder Ecke gibt es eine Zapfsäule. Zudem wird der Preis des TGI sicher über jenem des Dreizylinder-Turbobenziners liegen. Zahlen will man erst später bekannt geben.

Über Fahrkomfort und Lenkverhalten muss eigentlich kein Wort mehr verloren werden. Die spanische VW-Tochter markiert hier ein ebenso hohes Niveau wie die Mutter in Wolfsburg. Der Ibiza überzeugt mit leisen Fahrgeräuschen, gutem Abrollkomfort und präziser Lenkung. Es sollte kein Problem sein, aus diesem Auto auch nach längerer Fahrt entspannt auszusteigen. Besonders, wenn man sich für die Ausstattung XCellence oder FR entschieden hat. Letztere markiert die sportliche Linie, XCellence legt den Fokus auf Komfort und Eleganz. Gestrichen die dreitürige Karosserievariante und der Kombi ST. Die praktischen Vorteile des Kombis sollen weitgehend der SUV Ateca und dessen kleinerer Bruder Arona (kommt Ende des Jahres) kompensieren.

Mit dem neuen Ibiza ist Seat ein sehr ausgereiftes und modernes Auto gelungen, das der spanischen Marke weiter Auftrieb geben dürfte

Die MQB-Plattform bildet nicht nur eine gute Grundlage für neue Antriebe, sondern auch für elektrische Assistenzsysteme. Im Stau oder im Stop&Go-Verkehr kann der Ibiza jetzt automatisch den Abstand zum Vordermann halten, nur noch nicht selbsttätig lenken. Entwicklungschef Matthias Rabe verspricht diese Teilautonomie zu einem späteren Zeitpunkt.

Mit dem neuen Ibiza ist Seat ein sehr ausgereiftes und modernes Auto gelungen, das der spanischen Marke weiter Auftrieb geben dürfte. Allerdings bahnt sich Konkurrenz aus dem eigenen Hause an. Im Herbst erscheint der neue Polo und 2018 dürfte mit der nächsten Generation des Skoda Fabia zu rechnen sein. (Michael Specht/SP-X)

Seat Ibiza – Iberischer Breitbau

Seat geht im Juni in Deutschland mit der neuen Generation des Ibiza an den Start. Das Kleinwagenmodell setzt auf einer neuen Plattform des VW-Konzerns auf, die eine neue Proportionierung des Kleinwagen-Klassikers ermöglicht. Davon profitieren vor allem die Insassen.

Während sich der Ibiza bei Fahrzeuglänge und -höhe wenig verändert hat, ist sind der Radstand um rund zehn Zentimeter und die Fahrzeugbreite um neun Zentimeter gewachsen. In der Summe bietet die Neuauflage deutlich mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Der Kofferraum wurde zum Beispiel von 292 auf 355 Liter vergrößert und bietet nun ein in der Kompaktklasse übliches Format. Die neuen Proportionen lassen den Ibiza zudem stämmiger wirken, unter anderem, weil die Karosserieüberhänge der grundsätzlich nur noch als Fünftürer verfügbaren Neuauflage kürzer ausfallen.

Bei den Antrieben kommen zunächst nur typische Kleinwagenmotoren zum Einsatz. Zum Marktstart verfügbar ist ein 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner in drei Leistungsstufen: Neben dem 1.0 MPI mit 55 kW/75 PS gibt es noch zwei aufgeladene TSI-Varianten mit 70 kW/95 PS oder 85 kW/115 PS. Mit dem stärksten Dreizylinder sprintet der 1,1-Tonner in 9,3 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 195 km/h möglich. Der Verbrauch wird mit 4,7 Litern angegeben.

Zum einem späteren Zeitpunkt will Seat noch einen 1.5 TSI mit 110 kW/150 PS sowie einen 1.6 TDI in drei Leistungsstufen von 59 kW/80 PS bis 81 kW/110 PS nachreichen. Kombiniert werden die Motoren abhängig von der Leistung mit fünf- der sechsstufigen Schaltgetrieben. Optional wird es auch für einige Aggregate wieder ein Siebengang-DSG geben. Preislich wird sich der neue Ibiza am Niveau des Vorgängers orientieren, der als Fünftürer in der Basisausstattung rund 12.700 Euro kostet.

(Mario Hommen/SP-X)

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Neues Modell: Seat startet SUV-Offensive

SUV, man sieht sie überall: Der Nachbar fährt eins, der Arbeitskollege, die Eltern und der beste Freund auch. Letzterer braucht es natürlich für seine abenteuerlichen Urlaube abseits befestigter Wege oder für seine Surfbrett-Sammlung. Das will einem zumindest der Name suggerieren: Sports Utility Vehicle, kurz SUV. Das sind Fahrzeuge, die für jeden Anlass gebraucht werden können. Davon bekommt Seat nun einen Dritten im Bunde, der den Seat Leon Xperience und das im letzten Jahr gestartete Modell Seat Ateca nach oben ergänzen soll.

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Spanischer Slalom in Südtirol – Der Seat Alhambra FR – Line

Bestens gerüstet für die nächsten Ferien auf dem Bauernhof in den Bergen  – der Seat Alhambra FR-Line.

Der familienfreundliche Van mit spanischen Wurzeln

Wer im Parkhaus des größten deutschen Flughafen Deutschlands zu seinem Auto läuft, erkennt unschwer, dass Deutschland ein Kombiland ist. Davon künden mal mehr, mal weniger stylische Dachlinien, mal mit, mal ohne Dachreling, die sich hin zur Heckklappe schwingen. Doch wenn es um den Platz im Laderaum, die Familientauglichkeit und das Platzangebot geht, ist ein Van dann eben doch nicht zu schlagen. Der Seat „Alhambra“, dessen erste Generation  vor 20 Jahren vorgestellt wurde, bleibt bis heute das Erfolgsmodell für Familie, Hobby und Freizeit, natürlich aber auch für Geschäfts – und Flottenkunden. mein-auto-blog testete den zum Modelljahr 2106 up-gedateten Alhambra mit dem FR-Line-Paket in Südtirol.    

Sportlich ambitioniert zeigt sich der gut zwei Tonnen schwere Alhambra auch auf schmalen Strassen in den Südtiroler Bergen.

Wer wedeln will, muss wendig sein. Das gilt für Ski, Rad – und Motorradfahrer, aber auch für Autofahrer. Nun denkt man sicher nicht als erstes an einen Van, wenn die Rede von rasanten Abfahrten über kurvige Asphaltpisten ist. Es sei denn, es geht um einen, bei dem schon der Name Programm zu sein scheint. Das Kürzel FR für Formula Racing kennzeichnet bei Seat nicht nur die kleinen oder kompakten Modelle als ausgesprochen sportlich. Auch dem Alhambra haben die Spanier im letzten Jahr neben einem sanften Facelift nun eine FR- Line Ausstattung gegönnt. Neben leichten Retuschen am Kühlergrill mit jetzt quer verlaufenden Lamellen und den neuen LED-Heckleuchten macht die FR-Linie mit einem Dekorstreifen auf den Seitenteilen, Bi-Xeon-Scheinwerfern, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und vor allem einem sportlichen Outfit im Inneren auf sich aufmerksam. Wir gleiten in die schicken Sportsitze aus einer Leder-Alcantara-Mixtur mit roten Ziernähten, die sich auch am unten abgeflachten und griffigen Lenkrad und in der Manschette um den Schaltknüppel wiederfinden.

Hinter der sich automatisch öffnenden und schließenden Heckklappe bietet sich reichlich Stauraum für das Gepäck.

Trotz 340 Newtonmeter Drehmoment fehlt in engen Kurven bergauf manchmal der nötige Druck

Das weckt hohe Erwartungen. Auf der Fahrt zum etwas über zweitausend Meter hohen Jausenpass in Südtirol wird der 150 PS starke 2,0 Liter Diesel angesichts des gut zwei Tonnen schweren Siebensitzers dann ordentlich gefordert. Auch fleißiges Schalten der sechs Gänge hilft nicht darüber hinweg, dass es trotz der 340 Newtonmeter Drehmoment das eine oder andere Mal ausgerechnet in einer engen Haarnadelkurve am nötigen Druck fehlt. Doch dafür kann die weiß glitzernde Neuschneedecke auf der Passhöhe unseren Alhambra nicht aus dem Konzept bringen. Unberirrbar arbeitet er sich mit seinem Allradantrieb voran, während andere schon kapituliert haben. Die elektronische Haldexkupplung schließt sich immer dann, wenn die Vorderräder alleine mit dem Vortrieb überfordert sind und verteilt die Kraft auch nach hinten. Die Fahrt hinunter ins Passeiertal bewegt sich der spanische Van dann wieder frontgetrieben. Trotz seiner Länge von 4,85 Metern bewegt er sich mit dem gut zwischen Federungskomfort und Dynamik abgestimmten Fahrwerk handlich wie ein Pkw.

Optional gibt es den 150 PS PS starken TDI auch mit Allrad.

 

Aus Wunsch verwöhnt eine sanfte Massage den Fahrer über seinen Sitz.
Der Parkassistent im Alhambra unterstützt jetzt auch das Ein – und Ausparken aus Querlücken. In der einsamen Bergwelt des Passeiertals haben wir auf ihn verzichten können.
Am Ende des Tages quittierte die Tankuhr die flotte Fahrt mit dem 150 – PS Diesel mit etwas über sieben Liter.

Die elektrischen Schiebetüren sind zwar nicht preiswert, aber in engen Parklücken wertvoll

Geschmeidig schwingt er durch die ungezählt gebliebenen Kurven, ohne leidvolle Kommentare von hinten, die zweite und dritte Sitzreihe bleibt heute leer. Auf einem der übervollen Panoramaparkplätze lernen wir beim Griff zur Kamera auf dem hinteren Sitz den Vorteil der elektrischen Schiebetüren sehr zu schätzen. Auch wenn sie mit 1190 Euro Aufpreis nicht gerade preiswert sind. Auch die dritte Sitzreihe schlägt mit 965 Euro zu Buche. Trotzdem kostet die spanische Version des baugleichen Sharan als Einstiegsversion rund 3000 Euro weniger als der Bruder aus Wolfsburg. Der günstigste Alhambra als 150 PS-Benziner startet bei 30.065 Euro, den Alhambra Fr – Line gibt es ab 37 980 Euro.

 

Technische Daten

Seat

Alhambra FR-Line

Motor Vierzylinder Diesel
Hubraum 1968 cm³
Leistung 150 PS @ 3500 U/min
Kraft 340 Nm @1750-3000 U/min
Getriebe 6-Gang Handschaltung
Allradantrieb
Länge, Breite, Höhe 4.854, 1.904, 1.720  mm
Radstand 2.920 mm
Leergewicht 1891 kg
 Wendekreis  ca.11,9 m
Höchstgeschwindigkeit 198 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,6  sec
Normverbrauch 5,6 l/100 km

 

Seat Leon Cupra ST 300 4Drive – Alles im Grip

Mit dem sportlichen Top-Modell Cupra hat Seat nun auch die letzte Leon-Variante einem Facelift unterzogen. Die Motorleistung klettert auf 221 kW/300 PS. Die früher mit 265 PS bezifferte Basisvariante ist nicht mehr lieferbar ist. Ab 34.020 Euro beginnt der Spaß (Dreitürer) und reicht bis 39.220 Euro für den Kombi. Die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Grundmodell ist nicht nur auf die Karosserieform zurückzuführen, sondern darin begründet, dass der Kombi jetzt mit Allradantrieb und Doppelkupplung an den Start rollt. Mit einem Normverbrauch zwischen 6,8 und 7,2 Litern Superplus je 100 km kann man leben angesichts der Fahrwerte. Die Allrad-Version schafft es binnen 4,9 Sekunden auf Landstraßen-Tempo, während sich die Frontantrieb-Varianten durchweg zwischen 5,6 und 5,9 Sekunden für diese Disziplin genehmigen.

Die Motorleistung klettert auf 221 kW/300 PS

Und genau hier beginnen die Diskussionen – insbesondere bei den Fahrdynamik-Fans, die für gewöhnlich ganz bewusst entscheiden möchten, ob es Allrad oder Frontantrieb sein soll. Schlupf an den Rädern verkneift sich der 300 PS-Allradler selbst bei nasser Straße. Nimmt man den Cupra härter ran, offenbart er seinen typischen Fahrcharakter. Erst dreht er feinfühlig ein mit seiner leichtgängig-präzisen E-Servolenkung, um weitgehend neutral die Kehre zu nehmen und mit maximalem Grip wuchtig aus dem Kurvenausgang zu sprinten. Anders die frontgetriebene Variante. Er untersteuert merklich, wenn man unter Last die Kurve nimmt und tendiert zum Scharren, sobald das Gaspedal Kontakt mit dem Bodenblech aufnimmt – jedenfalls im unteren Geschwindigkeitsbereich. Da schafft die hydraulisch-mechanische Differenzialsperre mit aufwendigem Lamellenpaket allenfalls Linderung, zähmt die Drehmoment-Wucht des Turbos jedoch nicht vollends. Absolut sicher vor Traktionsproblemen ist man hier erst oberhalb von 80 km/h und auf griffigem Asphalt. Dann marschiert der Kompakte druckvoll nach vorn und erreicht quasi jede Geschwindigkeit bis 250 km/h recht mühelos. Auch an der Ampel erfordert der bissige und aus den potenten Endrohren seines Sportauspuffs sprotzelnde Zweiliter einen behutsamen Gasfuß, um nicht ungewollt schwarze Striche auf die Straße zu malen.

Der Kombi ST kommt mit Allradantrieb

Nächste Frage: Schaltung oder Automatik? Der beim lässigen Cruisen unauffällig werkelnde Doppelkuppler ist ein Komfortgewinn im Alltag – lediglich bei spontaner Leistungsanfrage könnte er einen Tick zügiger herunterschalten. Wenn man die Übersetzungen perfekt im Griff haben möchte, ist der Schalter doch die bessere Wahl, auch wenn die Fahraktivitäten hier etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Zumal der Strang butterweich anmutet – weder gibt es lästige Rucke beim Einkuppeln noch leistet der Schalthebel Widerstand bei der Arbeit. Schade, dass Seat den traktionsträchtigen Allradantrieb lediglich in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe liefert. Und auch nur in Verbindung mit dem Kombi, der immerhin mit fast anderthalb tausend Litern Gepäckraumvolumen bei umgeklappten Lehnen aufwartet, für den Fall, dass man den Dreitürer optisch gefälliger finden mag.

Der Innenraum präsentiert sich sportlich aufgepeppt

Nebenbei hat der Cupra ein Facelift erhalten, das sich vorwiegend auf die inneren Werte bezieht. So findet man nun beispielsweise eine elektrische Feststellbremse vor, durch den Wegfall des Handbremshebels sollen sich Raumgefühl und Ergonomie verbessern. Darüber hinaus verspricht der Hersteller leistungsfähigere LED-Vollscheinwerfer sowie eine Optimierung der umfangreichen Fahrerassistenz von der autonomen Notbremsung über den aktiven Tempomat bis hin zur Verkehrszeichenerkennung, deren Trefferquote nun größer sein soll. Technik-Freaks bekommen jetzt außerdem eine farbenfrohe Ambientebeleuchtung, und das Menü auf dem Achtzoll-Bildschirm präsentiert sich neu. (Patrick Broich/SP-X)

Der Dreitürer ist ab 34.020 Euro zu haben
Seat hat den Leon Cupra geliftet
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Seat-Elektroautos – Der Kleinste darf als erster

Seat startet 2019 mit einer elektrifizierten Version des Kleinstwagens Mii in das Elektrozeitalter. Mit dem batteriebetriebenen Stadtauto will die VW-Tochter vor allem junge Kunden locken. Der Preis soll bei rund 20.000 Euro liegen, berichtet das britische Magazin „Auto Express“.

Der Elektro-Mii bleibt nicht lange allein. Bereits ein Jahr später soll dem Schwestermodell des VW E-Up ein E-Auto auf Basis des neuen Elektromobilitätsbaukastens des VW-Konzerns folgen, auf dem auch die für das gleiche Jahr angekündigte Serienversion des VW I.D. basiert. Eine Plug-in-Hybridversion des kompakten Leon könnte bei Bedarf ebenfalls umgesetzt werden; die Technik ist dank des VW Golf GTE im Konzern bereits vorhanden. (Holger Holzer/SP-X)

Neuer Seat Ibiza – Breitbau im B-Segment

Obwohl das letzte Facelift für den Ibiza noch nicht lange zurückliegt (Herbst 2015), wird Seat bereits auf dem Genfer Salon Anfang März die völlig neue Generation zeigen. Nur wenige Monate später soll das auf der im VW-Konzern neu eingesetzten MQB-A0-Plattform basierende Modell auf den Markt kommen.

Neben einem stark veränderten Außendesign, das große Ähnlichkeiten mit dem großen Bruder Leon aufweist, bietet der kommende Ibiza dank des Querbaukasten-Unterbaus deutlich veränderte Proportionen. Während die Karosserie in Länge und Höhe nahezu unverändert bleibt, wächst der Radstand um fast zehn Zentimeter. Außerdem legt der Wagen in der Breite um neun Zentimeter zu. Entsprechend kommt der künftig allein als Fünftürer erhältliche Spanier deutlich knackiger und stämmiger als bisher daher.

Dank deutlich veränderter Proportionen wirkt der neue Seat Ibiza deutlich stämmiger als bisher

Vor allem aber wirkt sich der Größenzuwachs positiv auf den Innenraum aus, der in alle Richtungen seinen Gästen und deren Gepäck mehr Entfaltungsspielraum bietet. Unter anderem werden die Vordersitze um vier Zentimeter breiter, während der Gepäckraum um 63 auf 355 Liter wächst. Das ist mehr als mancher Kompakte bietet.

Im Innenraum soll der Kleinwagen seinen Gästen deutlich mehr Entfaltungsspielraum als bisher bieten

Auch ausstattungstechnisch will der Ibiza künftig mit Optionen aufwarten, die bisher Fahrzeugen in höheren Segmenten vorbehalten waren. Dazu gehören unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, ein neues Infotainmentsystem mit Acht-Zoll-Touchscreen, ein Abstandstempomat, sowie das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit City-Notbremsfunktion. Das Angebot an Ausstattungspaketen wird zudem ausgebaut. Neben den bekannten Niveaus Reference, Style und der sportlichen FR-Variante wird es für den Ibiza künftig noch die Komfortversion Xcellence geben.

Optional wird es ein neues Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Touchscreen geben

Bei den Benzinern bietet Seat zum Marktstart im Juni zunächst nur Dreizylindermotoren mit 1,0 Liter Hubraum an. Neben dem Basisbenziner 1.0 MPI mit wahlweise 48 kW/65 PS oder 55 kW/75 PS ist noch der aufgeladene 1.0 TSI mit 70 KW/95 PS und 85 KW/115 PS beziehungsweise einer 66 kW/90 PS starken Erdgas-Version zu haben. Ende 2017 soll dann ein 1.5 TSI mit 110 kW/150 PS das Angebot bei den Ottomotoren nach oben hin abrunden. Alternativ gibt es für den Ibiza den 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel in den Leistungsstufen 59 kW/80 PS, 70 kW/95 PS und 81kW/110 PS. Kombiniert werden die Motoren abhängig von der Leistung mit fünf- der sechsstufigen Schaltgetrieben. Optional wird es auch für einige Aggregate wieder ein Siebengang-DSG geben.

Optisch erinnert der neue Ibiza stark an den großen Bruder Leon

Über Fahrwerte und Verbräuche macht Seat derzeit keine Angaben. Ebenso wenig über den künftigen Preis. Derzeit kostet die fünftürige Basisversion rund 12.700 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Seat Ibiza: Vorhang auf für die fünfte Generation

Der Seat Ibiza ist seit über 30 Jahren auf dem Markt und hat in dieser Zeit einen ganz schönen Wandel hingelegt. Gestartet als kantiger und billiger Kleinwagen, zeigte sich bereits die zweite Generation deutlich reifer. Die dritte Generation wirkte etwas bieder, womit der Nachfolger reichlich aufräumte. Nicht zuletzt das letzte Modell sorgte dafür, dass insgesamt 600.000 Seat Ibiza in Deutschland verkauft werden konnten. Der neue Kleinwagen wirkt nun etwas ernster, greift aber nach den Sternen und streckt sich in Richtung Kompaktklasse. Hier kommen die Details. Read more

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Weltpremiere: Seat Ibiza in Barcelona – die fünfte Generation

Wenn der Nachwuchs so langsam flügge wird, dann erwacht in Eltern ein ganz neuer Stolz, gepaart mit ganz neuen Bedenken. Im Fall des neuen Seat Ibiza dürfte der Stolz vor allem bei den Seat-Verantwortlichen liegen, die neuen Bedenken, die erwachsen, vermutlich bei der SEAT-Konzernmutter Volkswagen. Mit der fünften Generation ist der Ibiza so etwas wie „erwachsen“ geworden.

Doch der Reihe nach.

Weltpremiere der fünften Generation des SEAT IBIZA

Flügge wird die fünfte Generation des Ibiza, wobei die Baureihe ja schon seit 33 Jahren am Markt ist, nicht durch immenses Wachstum, zumindest nicht in der Länge, sondern durch eine erstmalige Technologie-Führerschaft im Konzern. Der neue Ibiza ist die erste Generation auf Basis des neuen MQB-Baukasten in der Größe A0. Und Seat darf den wichtigen Baustein Ibiza damit noch vor dem Klassenprimus Polo auf dieser Plattform präsentieren und fertigen.

Bei der Länge haben sich die Iberer zum Glück in Bescheidenheit geübt. Größer geworden ist der Ibiza nur dort, wo man es spürt, sieht, aber nicht einparken muss. Die Länge bleibt also, aber die Spurweite wächst an der Vorderachse zum Beispiel um 6 Zentimeter und der Radstand wächst sogar um 10 Zentimeter, obwohl die Außenlänge sich nicht verändert. Das greift ganz massiv in das Design ein.

Die Überhänge sind stark verkürzt, der Ibiza steht straff auf der Straße, er verkörpert eher einen Sportler denn einen Kleinwagen. Dazu passt auch die weiter progressiv entwickelte Designsprache der Spanier. Die ganz eigene Tagfahrlicht-Signatur findet jetzt auch am Heck die passenden Zitate. Straffe Schultern unterhalb der C-Säule und das charakteristische Design der seitlichen Fensterlinie, mit dem Knick vor der C-Säule, es lässt den Ibiza modern, charaktervoll und agil erscheinen.

Für die Agilität sorgt die moderne Plattform ebenso wie die stark gewachsene Spurweite. Wobei das natürlich Vorschußlorbeeren sind, die der Ibiza bei der ersten Testfahrt einlösen muss.

Sofort spürbar gewonnen hat hingegen der Innenraum. Die 10 zusätzlichen Zentimeter im Radstand merken die Insassen vor allem in Reihe zwei. Hier ist der Mangel selbst dann nicht mehr zu zu Hause, wenn vorne die ganz großen Buben sitzen. Dem Raumgefühl in beiden Reihen spielt die gewachsene Breite des Ibiza in die Karten. Ellbogen-Freiheit vorne für beide und gut Platz für drei Kids in Reihe zwei. Der Kofferraum ist ebenso gewachsen und kann mit 355 Liter Volumen sogar so manche Mitbewerber in der Golf-Klasse schrecken.

Die modernste Plattform des Konzerns spielt natürlich auch eine Rolle, wenn es um den Antrieb und das Entertainment-System des Ibiza geht. Beide Architekturen, sowohl die klassische Hardware für den Antrieb als auch die Technik, mit der man den Insassen die große Welt des Entertainment und der Konnektivität ermöglicht, basieren im Volkswagen-Konzern auf einem Baukasten-System. Und hier spürt man die endgültigen Abnabelungs-Versuche des Ibiza.

Ein optisch schön gemachtes 8-Zoll Multimedia-System wird der Generation Smartphone mit Mirror-Link, Apple CarPlay und Android Auto zur Verfügung stehen, derweil sich das Smartphone induktiv in der Mittelkonsole laden lässt. Beim Sound setzt Seat im Ibiza auf den hippen Partner „Beats“.

Eine moderne Architektur bietet auch bei den Assistenzsystemen die Grundlagen für ein Setup, mit dem man sich nicht verstecken muss. Im Gegenteil. Selbst im Ibiza wird es Voll-LED Scheinwerfer geben, Müdigkeits-Assistenten, Abstandshalter für den Tempomaten und, und, und, und – eben alles, was das Autofahren heute so schön praktisch und sicher macht.

Neben den bekannten Triebwerken, Dreizylinder-Saugmotoren, kommen Dreizylinder-Turbomotoren zum Einsatz und gegen Ende des Jahres auch der neue 1.5 Liter Vierzylinder-Turbo des VW-Konzerns. Gepaart wird das in den kleinen Varianten mit einem manuellen 5-Gang Getriebe, darüber mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe und alternativ wird auch das Doppelkupplungs-Getriebe mit sieben Gängen offeriert.

Spannende Alternative zu aufwendigen Hybrid-Techniken ist der 1.0 TSI-Motor, der seine 90 PS aus der Verbrennung von Erdgas holt. Erdgas als effiziente Alternative birgt Vorteile bei den Emissionen. Angedacht sind hier rund 90 Gramm CO2 je Kilometer. In der Klasse des erwachsen gewordenen Ibiza durchaus eine Ansage.

Verzichtet wird jedoch auf eine 3-türige Variante, die mangels Erfolg wohl nicht mehr aufgelegt wird. Sicher hingegen dürften sportliche Ableger a la Cupra sein, eine Kombi-Variante und was gar nicht mehr fehlen darf: Eine SUV-Variante.

Die Markteinführung des Ibiza ist für den Sommer (Juni) geplant, die Preise sind noch nicht bekannt – aber ich rechne mal mit 13.150 € für den Einstieg.

Mehr Informationen zum Ibiza gibt es, sobald er seine offizielle Weltpremiere auf dem Autombil-Salon in Genf (Anfang März) feiert. So ist das mit dem Erwachsen werden – für Seat dürfte der neue Ibiza vor allem eine erfolgreiche Geschichte sein, für die Konzernmutter Volkswagen könnten jedoch Bedenken erwachsen. Neben den Strebern aus der Tschechei ist nun auch die Tochter aus Spanien endlich so richtig erfolgreich …

Erste Fahrt: Der neue Seat Ateca 4Drive

Der spanische Ableger der Volkswagengruppe demonstriert seine Stellung im Konzern mit mehr als 93.000 verkauften Einheiten im letzten Jahr, wobei beim Bestellaufkommen die sechsstellige Marke geknackt wurde. Dazu beigetragen mit 6.900 Einheiten hat seit Mitte 2016 der neue Ateca, mit dem Seat eine Lücke in seinem Portfolio schließt. Die Spanier werden nicht müde. ihren „Verkaufsschlager“ häppchenweise vorzustellen. Dabei hat der erste SUV aus dem Haus Seat einiges mehr zu bieten als „nur“ ausreichend Platz. Seats Ingenieure nutzen ihren SUV als Technologieträger. Ausgestattet mit diversen Fahrerassistenzsystemen, die sowohl der Sicherheit als auch dem Komfort dienen, startet der Ateca nun auch mit den „4Drive Antriebskontrolleinstellungen“ durch. Eingebunden sind weitere Fahrprofile wie „Schnee“ und „Off-road“. Ab sofort bestellbar stehen die neuen Features im neuen Ateca beim Händler zum Einstiegspreis von 26.970 Euro (1.4 EcoTSI 4Drive) zur Verfügung.

Der neue Seat Ateca 4Drive im ersten Off-road Fahrbericht

Spurt mit Allrad auch im Schnee

Entgegen dem Trend einiger Automobilhersteller, ihre Fahrzeuge mit Namen aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen zu betiteln, bleibt der spanische Autohersteller seiner Tradition treu. Seinen Namen bekam der Ateca in guter Seat-Manier aus der spanischen Geographie: Die Gemeinde Ateca liegt in der Provinz Saragossa im Zentrum der iberischen Halbinsel. Seit seiner Markteinführung überzeugt der SUV mit seiner äußeren Erscheinung. Seine Designer gaben ihm dafür einen großen Grill und aggressiv wirkende LED-Scheinwerfer. Allein diese beiden Komponenten lassen den Wagen von vorn breit und selbstbewusst auf der Straße stehen. Die Scheinwerfer bilden zudem den Anfang einer Sicke, die Vorder- und Hinterwagen miteinander verbindet. Am Heck endet diese Sicke wiederum an den Heckleuchten. Auch hier gibt uns das Gesamtbild wieder eine souveräne Note. Zur heutigen Vorstellung möchte Seat aber generell auf die Fahreigenschaften mit seinen unterschiedlichen Fahrprofilen aufmerksam machen, den 4Drive Antriebskontrolleinstellungen „Snow“ und „Off-road“. Zusätzlich steht noch die Hill Descent Control Funktion zur Verfügung, die dafür sorgt, dass jeder Anstieg ohne fahrerische Anstrengung absolviert werden kann. Durch die Unterstützung des Antriebskontrollsystems XDS erhält jedes Rad die erforderliche Leistung, um das Fahrzeug gleichmäßig in Bewegung zu halten. Für diese Tests lud Seat ins Hinterland von Innsbruck ein. Auf verschneiten Steilhängen und präparierten Pisten erfuhren wir das Können des spanischen SUV in verschiedenen Workshops.

Gerüstet für den Schnee mit dem 4Drive Antrieb.

Spitzenperformance im Schnee

Zunächst ging es in geführter Kolonne den nächsten Berg hinauf. Schmale verschneite Wege sind für den Ateca im „Snow“-Modus scheinbar  keine Herausforderung. Mühelos zieht der SUV den Berg hinauf und auch wieder hinunter. Passagen mit tieferem Neuschnee durchwühlt der Ateca mit einem kurzen „Kick-Down“ am Gaspedal. Der Wagen schiebt sich wie von selbst wieder zurück in die Spur. Im „Base-Camp“ angekommen, schickt uns der nächste Instruktor zum sogenannte „Drift-Workshop“. Auf einer riesigen Fläche mit weit auseinander gestellten Pylonentoren werden wir gebeten, beide Modi (Snow und Off-road) auszuprobieren. Immer wieder spielen wir sowohl mit der Gasannahme als auch dem Gegenlenken. Nach zwei Runden verleiht uns das Fahren mit dem Ateca eine gewisse Routine, die uns zielsicher durch den Parcours bringt. Am dritten und letzten Workshop soll uns der SUV aus Spanien zeigen, wie leicht es uns das Fahrzeug macht, einen Abhang sowohl rauf als auch hinunter zu fahren. Nichts leichter als das: rauf geht es im „Snow“-Modus mit ordentlich Schwung am Gaspedal. Über eine ungefähre Strecke von 200 Metern schießt der Ateca sicher nach oben. Dort angelangt, stellen wir die „Hill Descent Control“-Funktion ein. Der Wagen manövriert sich nun selbst. Unterstützt durch die eine oder andere Lenkbewegung unsererseits sowie dem selbstständigen Abbremsen des Fahrzeuges kommen wir wohlbehalten im Tal an. Unsere Tests im Schnee zeigen uns, dass der Seat Ateca absolut für jede Art der Fahrbahnbeschaffenheit gerüstet ist und selbst dem ungeübten Fahrer eine gewisse Sicherheit vermittelt.

Ob auf der Fahrt in die Berge, der Drift Challenge oder der Pisten Auf- und Abfahrt. Es gibt nur Lösungen für den Ateca.

Innenraum mit gutem Ambiente

Der von uns getestete Ateca Xcellence 2.0 TDI 4Drive mit Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe besticht nicht nur auf den Extremfahrten im Gebirge und den Workshops. Auf der Fahrt vom Flughafen Innsbruck zur Eventlocation legen wir einige Kilometer auf der Landstraße und Autobahn zurück, die mit viel Komfort wie dem gut abgestimmten Fahrwerk und den Fahrerassistenzsystemen wie der Adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage gemeistert werden. Das optional erhältliche Panorama-Glasschiebehubdach, das ab der Ausstattungslinie „Style“ für 1.120 Euro angeboten wird, lässt den Ateca nochmals größer erscheinen und bringt ein gewisses Wohlgefühl. Dieses Panorama-Dach bietet somit nicht nur dem Fahrer- und Beifahrer, sondern auch den Passagieren im Fond einen freien Blick. Beim Kofferraumvolumen hat Seat auch nicht gespart und offeriert gleich die „Best-in-Class“-Werte. So bietet das Fahrzeug Platz für die ganze Familie und zusätzlich einen Kofferraum von 485 Litern (4Drive). Bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.579 Liter (4Drive).

Innenraum mit angenehmen Ambiente.

Motorleistung mit reichlich Drehmoment

Die Motorisierungen beim neuen Ateca sind recht übersichtlich. So bietet Seat seinen Kunden außer den beiden Diesel Aggregaten zwei Benziner mit jeweils einer Leistungsstufe. Es performen im Benzinbereich ein 1.0 TSI Ecomotive mit 85 kW (115 PS) und ein 1.4 Eco TSI mit 110 kW (150 PS). Der größere Benziner ist mit der mittleren Ausstattung „Style“ auch im 4Drive-Modus erhältlich. Wird die 1.0 Liter Variante nur mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe präsentiert, so kann die 1.4 Eco TSI Motorisierung sowohl mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden als auch im 4Drive Modus mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Das von uns getestete Diesel Aggregat ist in zwei Leistungsstufen und dem 4Drive Modus zu bestellen. Den Diesel Einstieg bildet ein 1.6 Liter TDI Ecomotive mit 85 kW (115 PS) Motor, der bei einem Drehmoment von 250 Newtonmeter bei 1.500 – 3.250 Umdrehungen bereits ordentliche Kennzahlen liefert. Das Diesel Aggregat mit einem Hubraum von 2.0 Liter und einer Leistungsstufe von 110 kW (150 PS) und 140 kW (190 PS) überzeugt gerade durch das gesteigertes Drehmoment. Kommen beim 150 PS-Motor 340 Newtonmeter bei 1.750 – 3.000 Umdrehungen auf die Straße, schiebt der 190 PS-Motor mit guten 400 Newtonmeter bei 1.750 – 3.250 Umdrehungen nach vorn. Hier lässt Seat allerdings nur eine Kombination mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe zu.

2.0 Liter Diesel mit starkem Drehmoment.

Üppige Sicherheitsausstattung on board

Mit den drei Ausstattungslinien „Reference“, „Style“ und „Xcellence“ gibt uns der Autobauer aus Spanien ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Reference“ umfasst eine Klimaanlage mit Pollenfilter, elektrische Fensterheber vorn und hinten, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, Müdigkeitserkennung und Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion, Berganfahrassist und Elektronische Parkbremse inkl. Auto-Hold-Funktion. Insgesamt fünf Sicherheits-Optionspakete runden das Angebot des Ateca ab. Das aufwendigste Paket listet mit dem Paket V ab 965 Euro: Stauassistent und Notfallassistent, Fernlichtassistent, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Automatische Distanzregelung ACC (bis 210 km/h), Toter Winkel Assistent und Ausparkassistent.

Der Seat Ateca kann einer Fahrt in den Schnee entspannt entgegen sehen.

Fazit: Mit dem Ateca schafft Seat den Einstieg in das Segment der SUV mit einer gewissen Leichtigkeit. Die Kombination zwischen komfortablen Familienfahrzeug mit großzügigem Raumangebot und Fahrzeug mit hoher Fahrdynamik in allen Lagen ist geglückt.

Seat Ateca Kolonne in den Bergen.

Der Seat Ateca beweist sein „Stehvermögen“ auch im Schnee und ist nicht nur als Familienfahrzeug eine gute Wahl beim Neukauf. Dem Einsatz im Gelände steht nichts entgegen.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Rolf Klatt Fotografie

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Seat Mii Cosmopolitan – Fashion Victim

Seat feiert auf der Berliner Fashion Week ein kleines Jubiläum: Bereits im dritten Jahr kooperieren die Spanier mit dem Modedesigner Marcel Ostertag. Zwar entstand der Seat Mii Cosmopolitan nicht aus der Kooperation mit dem Modeschöpfer, doch inspirieren sich Ostertag und Seat gegenseitig. Wir schauen uns einmal das Drumherum an. Read more

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Seat Ateca 1,4 EcoTSI 4Drive – Ein bisschen Schnee muss sein

Seat Ateca, das spanische Kompakt-SUV mit der rassigen Optik ist der Segment-Newcomer des Volkswagen-Konzerns und eine designmäßig willkommene Abwechslung zum ähnlich eingeordneten VW Tiguan. Als 1,4 TSI mit beschaulichen 110 kW/150 PS kostet er 25.120 Euro und ist damit ziemlich unverdächtig, ein ausgewiesener Spaßmacher zu sein. Legen wir also 3.650 Euro drauf und bestellen den Multifunktionswagen mit Allradantrieb und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Dann steigt der gemittelte NEFZ-Verbrauch zwar von 5,3 auf 6,2 l/100 km bei gleichbleibender Leistung, aber der Seat bekommt plötzlich einen bestimmten Reiz: Denn jetzt erhält der „Geländewagen“ tatsächlich so etwas wie Geländefähigkeit, wenngleich man gar kein Gelände haben muss, um die hinzugewonnenen Qualifikationen sinnvoll einsetzen zu können. Nehmen wir einfach widrige Wetterverhältnisse.

Schneebedeckte Passagen können mit dem 4Drive jedenfalls deutlich entspannter angegangen werden

Zugegeben, nicht in allen Regionen ist die Schneewahrscheinlichkeit so hoch wie in Tirol, wo Seat seine Allradler zum Test hat antreten lassen – aber vielleicht will man ja auch einmal verreisen. Ein paar Tage ordentliches Wetterchaos reicht jedenfalls schon aus, um die Vorteile des bei Seat „4Drive“ genannten Systems schätzen zu lernen. Viel wissen muss der Fahrer dazu nicht, schließlich wird die Hinterachse automatisch in den Antrieb eingebunden, ohne dass man etwas davon mitbekäme. Ein Lamellenpaket im Zentraldifferenzial übernimmt die Momentzuweisung, und ein elektronisches Hirn bestimmt gemäß den aktuellen Traktionsverhältnissen, wann wie viel Kraft wohin geschickt wird. Schneebedeckte Passagen können mit dem 4Drive jedenfalls deutlich entspannter angegangen werden. Doch bitte nicht zur Unachtsamkeit hinreißen lassen, denn beim Bremsen und bei Fahrten durch rutschige Kurven ist auch der 4×4 rasch mit seinem Latein am Ende. Dafür zieht er souverän eingeschneite Steigungen hinauf, wo das frontgetriebene Pendant nur noch hilflos mit den Hufen scharrt. Plötzlich macht der 150 PS-Ateca richtig Laune, und die Mundwinkel des Fahrers zeigen nach oben.

Bitte nicht zur Unachtsamkeit hinreißen lassen: Beim Bremsen und bei Fahrten durch rutschige Kurven ist auch der 4×4 rasch mit seinem Latein am Ende

Wenn der Schneefall abgeklungen ist und die massiv gesalzenen Straßen wieder Grip haben, nimmt der Aufreger-Faktor des Spaniers auch wieder etwas ab. Dann gibt er den Tourer, der mit seiner Leistung zwar nicht gerade ein Kandidat für Ampelrennen ist, aber antriebstechnisch auch keine Wünsche offen lässt unter der Voraussetzung durchschnittlicher Fortbewegung. Mit ein bisschen Drehzahl wird der 1,5-Tonner sogar recht munter und schwingt sich zu einem Standardsprint von 8,9 Sekunden bis 100 km/h auf. Dabei wirkt sein Vierzylinder quirlig und erfrischt mit angenehmer Tonart. Die zuweilen auch mal hektisch schaltende Automatik führt dennoch insgesamt zur Steigerung des Fahrkomforts. Apropos Komfort – in Sachen Federung schlägt Seat auch beim Ateca den sportlichen Weg ein, was eine recht stramme Abstimmung bedeutet. Wenn der Kunde dann auch noch die optionalen 19-Zöller montieren lässt, muss er sich nicht wundern, wenn unebene Bahnen zeitweise in den Mittelpunkt des Fahrgeschehens rücken.

Mit ein bisschen Drehzahl wird der 1,5-Tonner sogar recht munter und schwingt sich zu einem Standardsprint von 8,9 Sekunden bis 100 km/h auf

Platzangebot wie auch die Sitzqualität überzeugen – der Ateca ist ein gelungener Reisewagen. Einer der mit einem maximalen Kofferraumvolumen von rund 1.550 Litern auch noch moderat praktisch ist. Und da der 150 PS-Allradler erst ab der „Style“-Ausstattung geliefert wird, fällt auch die Grundausstattung ansehnlich aus mit Alufelgen, Bluetooth-Freisprechanlage, Parksensor und Tempomat. Ein paar weitere Tausender machen den Ateca zum wahren Hightech-Vehikel mit LED-Scheinwerfern und umfangreicher Fahrerassistenz inklusive autonomer Notbremsung, Verkehrszeichen-Erkennung sowie einem aktiven Tempomat. Aber das schönste Ausstattungsmerkmal ist definitiv der Allradantrieb. Zumindest auf winterlich verschneiten Straßen. (Patrick Broich/SP-X)

Auf Schnee mutiert der Seat Ateca 4Drive zum Quertreiber

Seat Leon Cupra Facelift – Stark wie ein R

Vom Facelift der Leon-Baureihe wird auch die Cupra-Version profitieren. Neben einigen optischen Modifikationen und neuen Assistenzsystemen erhält der schnelle Seat außerdem eine kleine Leistungsspritze sowie Allradantrieb. Letzterer ist allerdings allein der Kombiversion ST vorbehalten

Wie zuvor kommt im Leon Cupra ein Zweiliter-Benziner zum Einsatz. Die Leistung ist im Vergleich zum Vorgänger jedoch um 7 kW/10 PS auf 221 kW/300 PS gestiegen, das Drehmoment beträgt jetzt sogar 380 statt 350 Newtonmeter. Damit zieht der Leon mit dem ebenfalls 300 PS starken Golf R gleich, der seine Kraft allerdings auf alle vier Räder verteilt. Bei den Cupra-Versionen mit drei und fünf Türen muss unverändert allein ein elektronisches, selbstsperrendes Differenzial an der Vorderachse für optimale Traktion sorgen. Zudem verfügen die Top-Modelle der Baureihe weiterhin über das Adaptiv-Fahrwerk DCC sowie eine Progressiv-Lenkung.

Im Leon Cupra ST kombiniert Seat den 300-PS-Motor mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe

Nur in der Kombiversion ST wird die Cupra-Variante zusätzlich noch über Allradantrieb verfügen. Das traktionsstarke Haldex-System ist dann zudem mit einem Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Fahrleistungen und Preise nennen die Spanier noch nicht, doch vermutlich wird der Allrad-Kombi für den Standardsprint rund fünf Sekunden benötigen, die rein frontgetriebenen Cupra-Varianten dürften wohl einen Wimpernschlag langsamer sein. Die Preise werden sich voraussichtlich auf Vorgänger-Niveau bewegen. Derzeit startet die Preisliste für den Cupra 290 als Dreitürer bei rund 33.500 Euro. Der Kombi kostet gut 35.000 Euro. Der Aufschlag für Allrad und DSG dürfte sich beim neuen ST auf gut 3.000 Euro belaufen. Bestellbar ist der neue Leon Cupra ab Ende Dezember 2016, Marktstart ist dann im März 2017. (Mario Hommen/SP-X)

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Seat Leon Facelift – Mehr Komfort für den Kompakten

Der als Dreitürer (SC), Fünftürer und Kombi (ST) erhältliche Seat Leon spricht traditionell die Kompakt-Käufer mit etwas sportlicherem Anspruch an. Doch mit der im Zuge des aktuellen Facelifts neu eingeführten Ausstattungsline Xcellence wollen die Spanier nun noch eine zweite Zielgruppe ins Visier nehmen: die komfortorientierte Kundschaft. Dazu gibt’s einen neuen Diesel-Motor, aktuelle Assistenz- und Infotainment-Technik und kleinere optische Verschönerungen. Unverändert bleibt der Preis: Ab 14.990 steht der geliftete Seat Leon SC im Januar 2017 beim Händler, der günstigste Fünftürer kostet 15.490 Euro, der Kombi-Aufschlag beträgt 1.200 Euro.

Profis können die geliftete Version zudem an den drei neuen Außenfarben (rot, blau und lila) erkennen
Profis können die geliftete Version zudem an den drei neuen Außenfarben (rot, blau und lila) erkennen

Das Facelift geben vor allem die neuen LED-Blinker zu erkennen, dazu gibt es wie üblich überarbeitete Schürzen vorne und hinten. Profis können die geliftete Version zudem an den drei neuen Außenfarben (rot, blau und lila) erkennen. Laien werfen um sicher zu gehen besser einen Blick in das Innere. Hier hat Seat ordentlich aufgeräumt: Der kanpp 4,30 Meter lange Leon bekommt das Cockpit des Ateca, mit einer sehr übersichtlichen Mittelkonsole. Das Navigations-Infotainmentsystem (ab 400 Euro) kommt nun mit einem 8 statt 6,5 Zoll großen Touchscreen und nur noch zwei richtigen Tasten: Ein Home-Button, der ins Hauptmenü führt und eine Connectivity-Taste, über die schnell und einfach das Smartphone via MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto angebunden werden kann. Kompatible Geräte können zukünftig auch induktiv in der Phonebox (210 Euro) vor dem Schalthebel geladen werden. Gut gemacht: Die Lautstärke-Regelung ist nicht in eines der Menüs gewandert, sondern funktioniert immer noch mit einem Handgriff per Drehregler.

Konnektivität ist das eine große Thema dieser Tage, das andere sind die Assistenzsysteme. Auch hier hat Seat ordentlich aufgerüstet – und das zum verhältnismäßig günstigen Preis: Der Abstandstempomat (300 Euro) funktioniert jetzt bis 210 km/h und die Front-Kamera (100 Euro) erkennt Verkehrsschilder deutlich besser. Zusammen ermöglichen sie neuerdings die Fußgängererkennung, einen Notfallassistenten, der den Wagen vorsichtig anhält, wenn der Fahrer nicht mehr reagiert, und einen Stauassistenten. Bis 60 km/h folgt der Seat der Fahrspur und bremst bei Bedarf sogar bis zum Stillstand. Die Hände ganz vom Lenkrad zu nehmen erlaubt der Gesetzgeber aber immer noch nicht.

Seat hat den Leon geliftet
Seat hat den Leon geliftet

Das Angebot an Benzinern bleibt unverändert, die sechs Ottos reichen vom 1.2 TSI mit 63 kW/86 PS bis zum 132 kW/180 PS starken 1.8 TSI Liter; auch der 1.4 TGI (81 kW/110 PS) mit Erdgasantrieb ist weiterhin im Angebot. Verstärkung bekommen die beiden Zweiliter-Diesel (110 kW/150 PS und 135 kW/184 PS). Ihnen stellt Seat einen neuen 1.6 TDI zur Seite. Seine 85 kW/115 PS klingen nicht besonders stark, fühlen sich auf der Straße aber deutlich kräftiger an. Ohne große Umwege setzt der laufruhige Vierzylinder den Gasbefehl in Vorwärtsdrang um und lässt die 9,5 Sekunden bis auf Landstraßentempo ziemlich kurzweilig erscheinen. 193 km/h in der Spitze reichen für flottes Mitschwimmen allemal und die 250 Newtonmeter Drehmoment erlauben auch spontane Überholmanöver. Wem die fünf Gänge des Handschalters nicht ausreichen, der kann den neuen 1.6er auch mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bestellen. Den Durchschnittsverbrauch gibt Seat mit niedrigen vier Litern je 100 Kilometer an, bei unserer ersten Ausfahrt bescheinigte der Bordcomputer einen guten Liter mehr.

Allerdings ist der neue Selbstzünder nur in der nüchternen Basisausstattung Reference und der zweiten Linie Style zu haben. Damit bleiben ihm Schmankerl wie die Voll-LED-Scheinwerfer, der große Touchscreen und auch das adaptive Fahrwerk verwehrt. Der Verzicht auf letzteres fällt aber nicht schwer, da das Standard-Setup wunderbar ausgewogen ist: Der Leon federt komfortabel über die meisten Unebenheiten hinweg und fühlt sich trotzdem verbindlich an. Auch die Lenkung arbeitet ausreichend direkt, um mit dem Spanier präzise um die Kurve zu flitzen. Das Lenkrad selbst dürfte allerdings etwas dicker und griffiger ausfallen.

Unverändert bleibt der Preis: Ab 14.990 steht der geliftete Seat Leon SC im Januar 2017 beim Händler
Unverändert bleibt der Preis: Ab 14.990 steht der geliftete Seat Leon SC im Januar 2017 beim Händler

Ebenfalls nicht für den neuen 1.6 TDI erhältlich ist die neue Xcellence-Ausstattung. Sie wird zukünftig parallel zur sportlichen Top-Version FR angeboten, für die sich (zusammen mit dem potenten Cupra, der im Februar 2017 aufgefrischt wird) über 60 Prozent der Kunden entscheiden. Die X-Variante soll nun die Kunden ansprechen, denen Komfort und stilvolles Auftreten wichtiger sind als Dynamik. Chrom- und Aluminiumakzente machen den Anspruch deutlich, zum Serienumfang zählen unter anderem das Ambiente-Licht mit nun acht verschiedenen Farben, Fernlicht- und Spurhalteassistent, das schlüssellose Start und Zugangssystem und Parksensoren hinten. Günstigstes Xcellence-Modell – und damit genauso teuer wie die FR-Version – ist der 92 kW/125 PS starke 1.4 TSI zu 22.840 Euro; für den dreitürigen SC ist die neue Linie gar nicht erhältlich. Das könnte ein erstes Zeichen des Abschieds sein, Gerüchten zufolge wird der SC mit der in ein paar Jahren startenden, neuen Generation nämlich komplett gestrichen. (Michael Gebhardt/SP-X)

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Erste Fahrt: Seat Leon

Das Erfolgsmodell der Iberer geht seit 1999 bereits in die 4. Generation und möchte seinen Status als meistverkauftes Auto der Marke weiter ausbauen. Dabei bedient sich der Seat Leon genau wie seine Konzernkollegen VW Golf VII, Audi A3 8V und Škoda Octavia III des Modularen Querbaukastens, um Entwicklungskosten zu sparen. Diese möchte der spanische Autobauer mehr in den Ausbau zum Thema „vernetztes“ Fahrzeug stecken. Sein Portfolio an Karosserie-, Motoren- und Antriebsangeboten macht ihn bislang für seine Kundschaft attraktiv. Nun legt der Spanier ab 2017 nach. Mit neuem Design, der Ausstattungslinie XCELLENCE und Technologie des bereits in diesem Jahr vorgestellten ATECA will das C-Segment Fahrzeug neue Kunden gewinnen. Ab nächstem Jahr erhältlich, aber ab sofort bestellbar, stellt sich der Seat Leon dem europäischen Markt mit einem Einstiegspreis für Deutschland von 14.990 Euro.

Der neue Seat Leon im Fahrbericht

Spanischer Löwe mit neuem Design und Technologie
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Mit seinen Eigenschaften könnte er sogar in der Mittelklasse bestehen.

In punkto Ausstattung, Komfort und Fahrspaß würde der Seat Leon bereits jetzt schon eine gute Figur im Mittelklasse Segment machen. Alle Neuerungen sind im Drei- und Fünftürer sowie der Kombi-(ST) Variante verfügbar und ziehen sich über alle Benzin-, Gas- und Dieselmotorisierungen. Die Veränderungen am Design sollen den Leon einmal mehr aus dem Einheitsbrei des C-Segments abheben. Die Motorhaube weit nach vorn gezogen, trägt der chromgerahmte Kühlergrill das Markenlogo „S“ prominent. Darüber hinaus verbindet er die neu gestalteten LED-Scheinwerfer, die sich weit nach außen ziehen. Tagfahrlicht und Blinker bedienen sich der gleichen LED Reihe. Die schmalen Scheinwerfer starten eine Sicke, die sich über das gesamte Fahrzeug hinwegzieht, um an den LED Heckleuchten zu enden. Alles in allem steht der Leon mit seinem neuen „Kleid“ stark und dominant auf der Straße. Sein Auftreten wirkt zumindest optisch sportlich agil. Die gesamte Palette der Leon Familie konnten wir zwar nicht in 24 Stunden testen, aber einen ersten Eindruck bekamen wir vom fünftürigen 1.8 TSI Benziner letzten Freitag und Samstag in und um Barcelona.

Interieur mit Sinn und Verstand
Interieur mit Sinn und Verstand.

Angenehme Materialien und Ambiente

Schon beim ersten Einsteigen in den Wagen empfängt uns ein angenehmes Ambiente aus Material und Verarbeitung. Das Cockpit scheint sich seinem Fahrer zu zuwenden. Dabei sticht das gut proportionierte Acht-Zoll-Display als Schaltzentrale heraus. Alle Informationen rund um das Fahrzeug sind im Display direkt vor dem Fahrer reflektiert. Notwendige Einstellungen vor der ersten Fahrt lassen sich bequem und schnell vornehmen. Die digitale Vernetzung hält mit der neuesten Generation des Seat Easy-Connect-Infotainment-System Einzug. Das System funktioniert sowohl über Stimmenerkennung als auch über Gestenkontrolle.

Mittelkonsole mit Aufladestation für Smartphone und Top Sound
Mittelkonsole mit Aufladestation für Smartphone und Top Sound.

Das kabellose Aufladen des Smartphone erfolgt erstmals im Leon über eine Connectivity-Box in der Mittelkonsole. Zwei USB-Anschlüsse geben Gelegenheit, gleichzeitig ein MirrorLink kompatibles Smartphone und eine externe Musikquelle anzuschließen. Die Passagiere genießen sowohl auf den Frontsitzen als auch im Fond Sitzkomfort mit ordentlicher Beinfreiheit. Selbst ein Reisen mit ausreichend Gepäck ist im Leon gewährleistet. Dies unterstreicht das Kofferraumvolumen des Fünftürers mit 380 Liter bei voller Bestuhlung.

Motorisierung Range ist komplett
Motorisierung Range ist komplett.

Komplettmotorisierung

Der Leon präsentiert sich mit vier Benzin-, zwei Diesel- und einer gasbetriebenen Motorisierungen. Dabei folgt der katalanische Autobauer der Philosophie Aufladung ersetzt Hubraum. Kombiniert werden der TSI 1.0 Liter Dreizylinder (85 kW/115 PS), 1.2 TSI (63 kW / 86 PS und 81 kW / 110 PS), 1.4 TSI (81 kW / 110 PS, 92 kW / 125 PS und 110 kW / 150 PS) und 1.8 TSI (132 kW / 180 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe (vollsynchronisiert) als auch einem 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Bei den Dieselaggregaten (1.6 TDI 66 kW / 90 PS – 85 kW / 115 PS – 2.0 TDI 110 kW / 150 PS – 2.0 TDI 135 kW / 184 PS) zieht Seat die Kombination von 6-Gang-Schalt- und 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe vor. Die kleinsten Motorisierungen der Benziner und Diesel werden mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe angeboten. Der gasbetriebene Leon ist mit einem 1.4 Liter Motor in der Leistungsstufe 81 kW (110 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe als auch 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe zu kombinieren. Die ersten Testkilometer führen uns mit dem 1.8 TSI (132 kW / 180 PS) mit 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe quer durch das Umland und den Stadtverkehr von Barcelona. Positiv fallen dabei die sportlich agile Performance, aber auch eine souveräne Laufruhe auf. Die Abstimmung des Fahrwerks in Kombination mit der elektromechanischen Servolenkung gibt uns ein permanent positives Gefühl, auch bei schnelleren Kurvenfahrten nicht auszubrechen. Die uns präsentierten Tiefstverbrauchswerte von 5,8 Liter sind an den Tagen der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

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Sicherheitsassistenzsysteme vom großen Bruder ATECA.

Technologie aus dem ATECA

Beim Thema Sicherheit liegen die spanischen Ingenieure voll im Trend. Kunden, die den Down-Size Trend mit gestalten, möchten die Verantwortlichen aus Barcelona binden. Das bereits im ATECA vorgestellte Gesamtpaket der Fahrerassistenzsysteme wird nun auch in den neuen Leon übernommen. Hierzu gehören ein Stau Assistent, ein Abstandsregeltempomat (ACC) mit integriertem Umfeldbeobachtungssystem (Front Assist), eine City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung, Verkehrszeichenerkennung, ein Notfallassistent sowie ein Fernlichtassistent. Einige der einzelnen Systeme greifen ineinander über. So bindet der Stau Assistent  den Spurhalteassistent und die automatische Geschwindigkeitsregelanlage (ACC) zusammen ein. Beim Notfallassistent, der letztendlich bei nicht Reagieren des Fahrers bis auf 0 km/h abbremst, arbeitet unter anderem der Spurhalteassistent zu.

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Top Ausstattung XCELLENCE.

Neue Top Ausstattung XCELLENCE

Ab Januar nächsten Jahres erwarten die Käufer des Leon vier Ausstattungslinien. Seat bietet hier bereits zum Einstieg „Style“ viele Fahrerassistenzsysteme wie das City-Notbremssystem, Müdigkeitserkennung und Tempomat. Startet der Leon Fünftürer mit dem Basispaket, dem Benziner 1.2 TSI (66 kW/86 PS) bei 15.490 Euro, so endet der Bestseller der Spanier mit dem Topmodell Diesel Leon „XCELLENCE“ (2.0 TDI, 135 kW/184 PS) bei 30.020 Euro. Die drei Ausstattungslinien „Style“, „Reference“ und „FR“ werden erstmals von der Variante „XCELLENCE“ unterstützt. Sie beinhaltet unter anderem eine Polsterung Alcantara oder Leder sowie die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Ambientebeleuchtungen zu wählen. LED Heckleuchten inklusive LED Heck-Blinker sind ebenso mit der Ausstattung „XCELLENCE“ und „FR“ serienmäßig verbunden wie ein schlüsselloses Schließ- und Startsystem. Einen Aufpreis  zwischen „XCELLENCE“ und „FR“ möchte Seat nicht erheben, da man mit diesen Varianten unterschiedliche Kunden ansprechen wird.

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Macht auch und gerade im urbanen Verkehr eine gute Figur.

Fazit: Neue Massstäbe im C-Segment

Der Leon in Verbindung mit all seinen Karosserie- und Antriebsvarianten bietet ab der 4. Generation noch mehr Fahrkomfort und Fahrspaß. Das neue Design und die angebotenen Fahrerassistenzsysteme  setzten hierbei Massstäbe im C-Segment.

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Gesamtpaket Seat Leon stimmt.

Mit diesem Rundum Paket ist der Seat Leon die bestmögliche Option. 

Text und Bild: Stefan Beckmann

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Seat Ateca 1.4 TSI – Es muss nicht immer Diesel sein

Kleiner Dämpfer zum hoffnungsvollen Start: Weil der Seat Ateca als Diesel mit Frontantrieb die Abgasgrenzwerte nicht schaffte, musste die Produktion dieser Variante kurz nach Bestellstart gestoppt werden. Seat kommt nicht umhin, nun doch einen SCR-Katalysator einzubauen. Dem Kompakt-SUV selbst sollte man die fehlgeleitete Sparsamkeit seines Herstellers nicht negativ anrechnen. Vor allem, weil es mit dem 150-PS-Benziner eine attraktive Alternativ im Programm gibt.

Zum Hintergrund: Bis auf weiteres gibt es den Spanier nur in sieben Antriebsvarianten. Der mittlere Diesel mit 110 kW/150 PS und Frontantrieb schaffte die für die Typzulassung nötigen Abgasgrenzwerte nicht und kann nicht ausgeliefert werden. Grund: Anders als bei der Allradversion verzichtete Seat auf den Einbau des teuren SCR-Katalysators. Der Verkaufs- und Produktionsstopp ist für den spanischen Hersteller besonders bedauerlich, denn gerade diese Kombination aus Selbstzünder und Frontantrieb mit ihrer günstigen Kombination aus niedrigem Verbrauch und akzeptablem Listenpreis (ab 27.650 Euro) wäre wohl einer der Renner im Portfolio geworden.

Der Innenraum gefällt optisch und ergonomisch
Der Innenraum gefällt optisch und ergonomisch

Kunden, die das entsprechende Modell bereits bestellt haben, soll die Möglichkeit zum Wechsel auf eine andere Variante gegeben werden. Und auch Neukunden werden sich möglicherweise umorientieren müssen. Als Alternativen kommen die Allradversion des Motors (29.410 Euro) in Betracht oder der gleich starke 1,4-Liter-Benziner, den es mit Frontantrieb für 24.700 Euro gibt, als Allrader für 26.550 Euro.

Wer nicht gerade zehntausende Autobahnkilometer abspult, dürfte mit dem deutlich günstigeren Benziner besser bedient sein. Denn er ähnelt dem Diesel nicht nur bei den Leistungswerten, sondern bietet auch ähnliche Fahrleistungen: eine Höchstgeschwindigkeit um die 200 km/h und eine Sprintzeit von knapp neun Sekunden.

Der Ateca ist straff gefedert
Der Ateca ist straff gefedert

Auch in der Praxis weiß der Vierzylinder mit guten Manieren und vernünftiger Performance zu gefallen. Wie auch die meisten Diesel ist der Benziner nicht unbedingt ein Temperamentsbündel. Nervöses Hochdrehen ist seine Sache nicht, am wohlsten fühlt er sich im entspannten unteren Drehzahlband, zwischen rund 1.500 und knapp 3.000 Umdrehungen. Dort vereint er kraftvollen Durchzug und moderate Geräuschentwicklung, hält sich zudem beim Verbrauch einigermaßen zurück. Zu niedrige Touren machen hingegen ein kleines Turboloch spürbar, zu hohe lassen vor allem die Motorgeräusche und den Verbrauch anschwellen, weniger die Durchzugskraft. Fleißiges Schalten ist also angesagt. Glücklicherweise flutscht der Hebel der manuellen Sechsgangbox aber ganz ausgezeichnet durch seine präzise geführten Gassen. Wer sein linkes Bein entlasten will und lieber beide Hände am Lenkrad lässt, sollte aber beim Händler die Automatik-Option ankreuzen. Das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, im VW-Konzern DSG genannt, gibt es für 1.800 Euro Aufpreis.

Die altmodische Dachantenne ist der knappen Kostenkalkulation geschuldet
Die altmodische Dachantenne ist der knappen Kostenkalkulation geschuldet

Keine Konkurrenz zum Diesel ist der Turbobenziner in Sachen Verbrauch. Da hilft auch die unauffällig arbeitende Zylinderabschaltung nicht. Wer sich müht, bekommt ihn in den Bereich um die sieben Liter, die genormten 5,3 Liter (beim Allradmodell) stehen nur unter Idealbedingungen auf der Bordcomputeranzeige. Der Ateca kippt aber genauso gerne in den fast zweistelligen Bereich, bereits knapp jenseits der 130er-Marke bekommt er sprunghaft einen Riesendurst und saugt den 55-Liter-Tank in Rekordzeit leer. Für die große flotte Tour auf der Autobahn ist der Seat somit nicht geeignet. Aber dafür ist er eh nicht gemacht. Stadt und Landstraße sind viel eher sein Terrain.

Für letzteres prädestiniert ihn sein straffes Fahrwerk, das die Karosseriebewegungen in Maßen hält, schlechte Straßen aber freudig an die Insassen weitergibt. Angesichts der Fahrleistungen aller aktuellen Ateca-Motorisierungen hätte man hier vielleicht auch ein wenig sanfter zu Werke gehen können. Wie bei der Lenkung, die zwar extrem präzise, aber auch angenehm leichtgängig ist. Zusammen mit der für ein SUV vergleichsweise niedrigen Sitzposition und dem verbindlichen Fahrwerk, wirkt der Ateca beim Fahren mehr wie ein Kombi als wie ein hochgelegter Crossover. Außerorts auf kurviger Strecke ist das sehr angenehm. Und auch im Stadtverkehr weiß der handliche Ateca zu gefallen. Trotz der nur 4,36 Meter Länge – weniger als beim ersten VW Tiguan – bietet er Fahrer und Beifahrer viel Raum. Hinten können immerhin zwei mittelgroße Erwachsene bequem sitzen, der dritte Platz ist höchstens Kindern zuzumuten. Das Gepäckabteil trotz der geringen Länge sogar großzügiger aus als in vielen Wettbewerbsmodellen.

Unterm Strich ist der Wegfall der Basisdiesel-Option für viele potentielle Privatkunden kein großes Problem. Der kultivierte und ausreichend kräftige Benziner ist zwar kein Sparmotor, der Mehrverbrauch wird angesichts des deutlich günstigeren Preises aber nur für absolute Vielfahrer zur Kostenfalle. Alle anderen sind auch mit dem Otto-Triebwerk gut bedient. (Holger Holzer/SP-X)

Seat Leon – Geliftet nicht teurer

Mit einem unveränderten Basispreis von 14.990 Euro ist nun der geliftete Seat Leon bestellbar. Die Einstiegsvariante des als Drei- oder Fünftürer sowie als Kombi angebotenen Kompakten wird von einem 63 kW/86 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner angetrieben. Darüber hinaus gibt es fünf weitere Benziner mit bis zu 132 kW/180 PS sowie drei Diesel mit 85 kW/115 PS bis 135 kW/184 PS.

Neben leichten optischen Modifikationen hat das Lifting bei der Technik für einen Modernisierungsschub gesorgt, vor allem bei den Assistenzsystemen. Verfügbar ist nun unter anderen ein Stau-Pilot, der bei stockendem Verkehr dem Vordermann automatisch folgt. Oder eine Notbremsfunktion für den Stadtverkehr, deren Sensoren jetzt auch Fußgänger erkennen. Hinzu kommen Verkehrszeichenerkennung, halbautomatisches Einparken auch in Querlücken oder eine verbesserte Leistung von Kamera und Navigationssystem. (Holger Holzer/SP-X)

Seat Leon Facelift – Die Entdeckung des Komforts

Nur nichts ändern, was den Kunden bisher so gefallen hat. Eine Maxime, die wie eine Hypothek auf dem Designstudio bei Barcelona lastete. Es ging um die routinemäßige Erneuerung des Seat Leon, immerhin das derzeit erfolgreichste Modell der Spanier. Die meisten der bisherigen Kunden haben das eng mit dem VW Golf verwandte Kompaktmodell wegen seines sportlich-soliden Kleides gekauft. „Wir mussten sein Aussehen nicht verändern“, sagt Seats Designchef Alejandro Mesonero-Romanos. „wir haben die Stärken lediglich unterstrichen und aufgefrischt“. Standardaussagen vieler Formgestalter, wenn ein sogenanntes Facelift erklärt werden muss, an dem normale Zeitgenossen beim besten Willen nichts wirklich Neues entdecken können.

Bei der Premiere des neuen Leon in Barcelona musste Entwicklungschef Matthias Rabe schon in die Knie gehen, um per Hand die Unterschiede zum heutigen Modell nachzuzeichnen. Da wurde zum Beispiel der mittlere Lufteinlass schmaler, lässt die Wirkung des chromumrandeten, um vier Zentimeter gestreckten Kühlergrills besser zur Wirkung kommen. Ähnlichkeiten zum Gesicht des neuen Ateca sind durchaus gewollt. Schließlich wurde das erste SUV mit Seat-Logo in wenigen Wochen mehr als 30.000mal bestellt.

Hinzu kommen neu gezeichnete LED-Scheinwerfer, deren Tagfahrlicht-Signatur nunmehr etwas kecker gestaltet wurde.
Hinzu kommen neu gezeichnete LED-Scheinwerfer, deren Tagfahrlicht-Signatur nunmehr etwas kecker gestaltet wurde.

Wer ganz genau hinschaut, kann den Leon letztlich also doch als neu identifizieren. Denn hinzu kommen neu gezeichnete LED-Scheinwerfer, deren Tagfahrlicht-Signatur nunmehr etwas kecker gestaltet wurde. Oder auch modifizierte Karosseriefalze an Front und Heck, die spitzer wirken und zusammen mit den nicht mehr so ausgeprägten Seitenlinien dem Ziel dienen, den Leon noch „schärfer“ aussehen zu lassen. Die ohnehin schon hochgelobte Gesamtwirkung des Leon-Outfits konnte in Summe noch gesteigert werden. Auch wenn wirklich nur Designer vom Fach auf Anhieb sagen können, welche der kleinen Änderungen nun die größte optische Wirkung erzielen. Den Leon-Kunden, deren Zahl durch das Update nach dem Willen der Seat-Manager immer weiter gesteigert werden soll, kann´s egal sein.
Die werden sich vor allem darüber freuen, dass es nun auch für den spanischen „Golf“ all die Assistenzsysteme geben wird, die mit dem Ateca in die Seat-Familie eingeführt wurden. Der Stau-Assistent zu Beispiel, der bei stockend-stehendem Verkehr dem Vordermann automatisch folgt. Oder die Notbremsfunktion für den Stadtverkehr, deren Sensoren jetzt auch Fußgänger erkennen. Hinzu kommen Verkehrszeichenerkennung, halbautomatisches Einparken auch in quere Lücken oder verbesserte Leistung von Kamera und Navigationssystem.

Letzteres darf sich jetzt auch im Leon auf einem nunmehr acht Zoll messenden Touchscreen-Monitor ausbreiten, was natürlich auch der immer wichtigeren Vernetzung des Autos mit der virtuellen Umwelt zu Gute kommt. Die Kacheloptik, die an die Oberfläche eines Tablett-PC erinnert, erleichtert die Auswahl der einzelnen Funktionen. Das neue System, ebenfalls vom Ateca übernommen, versteht sich jetzt auch mit Smartphones aller Systeme. In Gegenden mit einem schwachen Handynetz könnte ein GSM-Booster hilfreich werden. Hinzu kommt die Ladeschale, die kabelloses Nachfüllen des Akkus ermöglicht. IPhone-Eigner schauen da derzeit noch in die Röhre.

Die Kacheloptik, die an die Oberfläche eines Tablett-PC erinnert, erleichtert die Auswahl der einzelnen Funktionen.
Die Kacheloptik, die an die Oberfläche eines Tablett-PC erinnert, erleichtert die Auswahl der einzelnen Funktionen.

Entwicklungschef Matthias Rabe will mit all der „wegweisenden Technologie im Bereich Assistenz- und Sicherheitssysteme sowie Vernetzung“ die bisherige „Erfolgsgeschichte des Leon weiterführen“. Was ihm auch gelingen dürfte, wenn seine Strategen haben eine bislang etwas im Hintergrund stehende Kundschaft ausgemacht. „Für die Flottenkunden und Dienstwagennutzer steht die Sportlichkeit, die jeder Seat traditionell bietet, nicht so im Vordergrund“, erläutert Rabe. „Hier geht es mehr im Komfort und Eleganz“. Also musste eine neue Ausstattungsvariante geschaffen werden, die den zahlungskräftigen Profi-Kunden entgegenkommt. Sie nennt sich „Xcellence“, lässt die Insassen auf Leder oder Alcantara sitzen, hat reichlich Chrom am Blechkleid und bietet im Innenraum Gediegenheit statt sportiver Ambitionen. Auch das elektronische Fahrwerk wurde in Zielrichtung Komfort verbessert. Die Edel-Version wird zum gleichen Aufpreis angeboten wie das betont sportlich gehaltene Spitzenmodell FR.

„Jetzt haben wir für beide Fahrertypen die bestmögliche Option“, betont der Chefentwickler und verweist noch auf die reichhaltige Auswahl an Motoren, die für den Leon bestellt werden können. Sechs Benziner von 63-132 kW/86-180 PS, drei Diesel von 85 – 135 kW/115-184 PS. Darunter ist ein neuer „kleiner“ Diesel mit 1,6 Litern Hubraum und 85 kW/115 PS, der mit einem Normverbrauch von 4,1 Litern auf 100 Kilometer glänzt. Wie bisher besteht die Leon-Sippe neben dem Fünftürer noch aus einem Modell ohne Türen zum Fond und natürlich einem recht großen Kombi, der inzwischen mehr als ein Drittel aller Leon-Zulassungen ausmacht und auch mit Allradantrieb bestellt werden kann.

. Wie bisher besteht die Leon-Sippe neben dem Fünftürer noch aus einem Modell ohne Türen zum Fond und natürlich einem recht großen Kombi
. Wie bisher besteht die Leon-Sippe neben dem Fünftürer noch aus einem Modell ohne Türen zum Fond und natürlich einem recht großen Kombi

Preise und genaue technische Daten nennt Matthias Rabe noch nicht. Er ist aber überzeugt, dass der für seine zweite Lebenshälfte fit gemachte Leon die Spitzenposition im Seat-Programm halten kann, auch wenn die nahezu explodierenden Bestellungen für das SUV Ateca anderes vermuten lassen. Rabe freut sich aber, dass die einst als VW-Stiefkind verkannte Marke nunmehr auf drei starken Säulen steht. Neben Leon und Ateca ist der Ibiza seit Jahren ein Erfolgsgarant, die Neuauflage steht im nächsten Jahr an. Später wird noch ein völlig neues Seat-Modell geboren: Das SUV mit Namen Arona ist der kleine Bruder des Ateca und soll zum Beispiel einen Opel Mokka oder einen Ford Ecosport ärgern.
(Peter Maahn/SP-X)

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Von der Serie auf die Piste: Seat Leon Cup Racer

Heute wollen wir einmal einen Blick auf den Seat Leon Cup Racer und die Renn-Serie als solche werfen. Bjoern und Jens Stratmann von Rad-Ab.com waren erst kürzlich am Nürburgring und haben sich das Spektakel beim sechsten Lauf höchst persönlich angesehen. Eigentlich wollten sie zu einem kleinen Duell antreten, doch einer von beiden kam nicht mit einem optimalen Sportgerät. So richtete sich der Fokus dann vollends auf den Seat Leon Cup Racer und sein Serien-Pendent den Seat Leon Cupra 290. Read more

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Paris 2016: SEAT präsentiert den Ateca X-perience – Das Interview

Der in Paris vorgestellte Seat Ateca X-perience spielt in diesem Artikel nur eine untergeordnete Rolle, denn noch ist es ein Konzeptfahrzeug. Viel wichtiger war uns das Gespräch mit Sven Schawe, dem Leiter Gesamtfahrzeug-Entwicklung von Seat, zu den Themen aktive- und passive Sicherheit. Moderne Fahrzeuge bieten eine Vielzahl an Assistenzsystemen und gerade ein SUV wie der Ateca benötigt ein gewisses Maß an Hirnschmalz in der Entwicklung. In unserem Video erklärt der Leiter der Gesamtfahrzeug-Entwicklung die Vorzüge und die Hintergründe beim Thema Sicherheit, in Bezug auf das urbane Stadt-SUV von SEAT.

Seat Ateca – Sicherheit first?

Das Konzeptfahrzeug der Pariser Messe ist der SEAT x-perience, auch hier glauben wir an einen möglichen Serienstart. Eventuell nicht ganz so martialisch wie gezeigt, aber ganz bestimmt noch ein Stück geländegängiger als bisher! Wir freuen uns auf eine Testfahrt – wie sieht es mit Euch aus? Kommentiert hier oder auf Facebook!

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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(Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf)

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Seat Ateca – Abgasprobleme sorgen für Lieferstopp

Wegen Problemen mit der Abgasreinigung muss Seat den Produktionsstart für eine Dieselvariante des Kompakt-SUV Ateca verschieben. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung „berichtete, ist das besonders beliebte Frontantriebsmodell mit zwei Litern Hubraum und 110 kW/150 PS von der Verzögerung betroffen; der Hersteller hat es bereits vorläufig von der Liste bestellbarer Modellvarianten gestrichen.

Seat will den Ateca 2.0 TDI entgegen den ursprünglichen Plänen nun doch mit einem SCR-Katalysator ausrüsten, der den Stickoxidausstoß (NOx) deutlich mindert. Wann die Auslieferung des modifizierten Fahrzeugs startet, sagt das Unternehmen noch nicht. Kunden, die das entsprechende Modell bereits bestellt haben, soll die Möglichkeit zum Wechsel auf eine andere Variante gegeben werden. Darüber hinaus will Seat ihnen „ein Mobilitätsangebot“ machen, bis der neue Ateca ausgeliefert wird.

Zur Art der Abgasprobleme äußert sich Seat nicht. Da nun aber mit einem NOx-Minderungssystem nachgebessert wird, dürfte das Kompakt-SUV wohl an den Grenzwerten dieses Schadstoffs gescheitert sein. Das gleiche Gas war auch Auslöser des Volkswagen-Skandals. Andere Ausführungen des Ateca sind offenbar nicht betroffen. Bei der Allradvariante mit gleichem Motor beispielsweise kam von vornherein ein SCR-Katalysator zum Einsatz, während das 2WD-Modell mit dem weniger leistungsfähigen NOx-Speicherkat Vorlieb nehmen musste. Ob der Preis für den Frontantriebs-Diesel angesichts der nun nötigen aufwendigeren Technik steigt, ist noch nicht klar. Zuletzt kostete das Modell 27.560 Euro, die Allradausführung mit SCR-Technik kommt auf 29.410 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

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