News: Seat Leon Cupra ST – Sauschnell und sehr praktisch

News: Seat Leon Cupra ST – Sauschnell und sehr praktisch

Eine Kombination aus Leistung und Ladefähigkeit kann durchaus attraktiv sein, das beweist der Seat Leon ST: Der Kombi mit 195 kW/265 PS Leistung kostet knapp 33.000 Euro – gegen 1.300 Euro Aufpreis leistet er sogar 206 kW/280 PS. Das muss alles nicht sein, macht aber Spaß. Zumal die spanische VW-Tochter den Schnelltransporter auch noch richtig gut ausgestattet hat. So gibt es neben den Selbstverständlichkeiten dieser Klasse zum Beispiel LED-Scheinwerfer, ein adaptives Fahrwerk sowie ein mechanisches Sperrdifferenzial.

Die Fahrleistungen in Zahlen lesen sich dann auch ganz proper. Etwa 6 Sekunden sollen dem Allrounder für den Sprint auf 100 km/h genügen, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch begrenzten 250 km/h. Werte, die kaum anzuzweifeln sind. Wohingegen die versprochenen 7 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer in der Praxis wohl kaum eingehalten werden können.

Die serienmäßigen Alcantara-Sportsitze mit den ausgeprägten Seitenwangen halten die Passagiere bei rasanter Kurvenjagd in der Mittelbahn ebenso bei bester Laune, wie bei einem langen Ausflug
Die serienmäßigen Alcantara-Sportsitze mit den ausgeprägten Seitenwangen halten die Passagiere bei rasanter Kurvenjagd in der Mittelbahn ebenso bei bester Laune, wie bei einem langen Ausflug

Wer wirklich die vom Werk versprochenen 7 Minuten und 58 Sekunden für eine Nürburgring Nordschleifen-Umrundung nachfahren will, sollte es mit den diversen Sportpaketen versuchen. Besser aber, man probiert die Basis aus und erspart sich den ganzen Renn-Stress. Schon der schwächere Cupra reicht, um mehr als souverän unterwegs zu sein. Kurze Zwischenspurts selbst im großen Gang erledigt der mächtig turboaufgeladene Zweiliter mit sanftem Schub im Rücken und dezenter Tonbegleitung. Je nach Einstellung der Kennlinie (Knopfdruck genügt) wird der Vierzylinder schärfer in den Lautäußerungen und erfüllt die sportiven Erwartungen auch akustisch, allerdings hilft hier ein Soundgenerator nach.

Der Cupra ist aber auch ein exzellenter Alltagswagen mit zwar straffem, aber nicht über Gebühr hartem Fahrwerk. Klar überrollt er Bodenwellen nicht so sanft wie die schwächeren Leon-Brüder, aber die Langstrecken-Fähigkeit bleibt erhalten. Ähnliches gilt für die serienmäßigen Alcantara-Sportsitze mit den ausgeprägten Seitenwangen. Sie halten die Passagiere bei rasanter Kurvenjagd in der Mittelbahn ebenso bei bester Laune, wie bei einem langen Ausflug.

Ein Kombi mit 195 kW/265 PS Leistung ab knapp 33.000 Euro – gegen 1.300 Euro Aufpreis sogar mit 206 kW/280 PS. Muss das sein? Muss nicht, aber die Kombination aus Leistung und Ladefähigkeit ist durchaus attraktiv
Ein Kombi mit 195 kW/265 PS Leistung ab knapp 33.000 Euro – gegen 1.300 Euro Aufpreis sogar mit 206 kW/280 PS. Muss das sein? Muss nicht, aber die Kombination aus Leistung und Ladefähigkeit ist durchaus attraktiv

Außerdem hat sich der Cupra ST natürlich die praktischen Fähigkeiten eines Kombis bewahrt. Da wäre der doppelte Kofferraum-Ladeboden mitsamt einigen Ablagefächern. Bis zu 1.470 Liter passen rein. Optische Akzente setzt das Topmodell mit einem tiefschwarzen Dachhimmel sowie Cupra-Schriftzügen an verschiedenen Stellen des Interieurs.

Autor: Patrick Broich/SP-X

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Auf dem Prüfstand – Wann ist das Auto ein Auto?

Man kennt das ja: Nigelnagelneu steht das Traumauto beim Hersteller, blinkt und funkelt den geneigten Interessenten an und sieht einfach top aus. Dass dem ellenlange Tests und Prozesse vorangegangen sind, sieht man den Autos natürlich nicht an. Was es heißt, bei einem Autohersteller auf dem Prüfstand zu stehen, hat nun SEAT anschaulich erklärt. Jedes eingebaute Teil eines Fahrzeugs, das bei dem Spanier in Serie vom Band rollt, wurde vorher eingehend einer regelrechten Tortur unterzogen. So werden beispielsweise Türen bis zu 30000 Mal geöffnet und wieder geschlossen. Oder Sitzpolster und besonders Rückenlehnen bis zu 20000 einem Belastungstest ausgesetzt und jede Taste bis zu 5000 Mal gedrückt, um sicher zu gehen, dass auch alles reibungslos funktioniert.

Die meisten Tests werden mit dem eines Serienfahrzeugs vorangegangenen Prototyp durchgeführt. Andere werden wiederum an allen Produktionsfahrzeugen durchgeführt, kurz bevor sie das Werk verlassen. Dabei gilt es die Qualität und Zuverlässigkeit des gesamten Fahrzeugs und seiner einzelnen Bestandteile zu gewährleisten. Hinter diesen ganzen wichtigen Prozessen stehen rund 50 Ingenieure, die die Fahrzeuge pro Jahr mehr als 1,2 Millionen Kilometer in extremen Gelände fahren lassen. Alle Radbauteile müssen sowohl den eisigen Straßenverhältnissen in Russland als auch der sengenden 50-Grad-Hitze der marokkanischen Wüste standhalten.

Das bedeutet auch, dass das Fahrzeug nicht nur hunderttausende Gesteinsfragmente aushalten muss, sondern generell das Fahren einer langen Strecke auf unebenem Geländer verkraften muss. Glücklicherweise können manche Tests von Maschinen ausgeführt werden, denn einem Menschen möchte man das Reiben an den Stoffen der Sitzpolster und Rückenlehnen nicht unbedingt zumuten. Das gäbe schnell einen Bandscheibenvorfall. Darüber hinaus werden die Sitzlehnen bei jedem Fahrzeugmodell bis zu 20.000 Mal umgeklappt, um ihre Widerstandsfähigkeit zu prüfen und auch das wäre von menschlicher Hand unmöglich zu bewerkstelligen. Das gilt auch für das Öffnen und Schließen der Türen, dessen Geräusch, ein leichtes Klicken, dem Kunden das Gefühl von fest verschlossenen Türen vermitteln soll.

Auch die Tasten auf dem Navigationsbildschirm, dem Radio und der Klimaanlagenschaltung werden aufs Äußerte malträtiert, um auch weiterhin ein Gefühl von Qualität und Präzision auf Knopfdruck vermitteln. Diese Tests führt die Haptik-Abteilung bereits drei Jahre vor der Einführung der Fahrzeuge durch. Bei täglich 2.200 vom Band laufenden Fahrzeugen muss man auch frühzeitig anfangen. Besonderes, was die Wind- und Wetterfestigkeit betrifft. 2.500 Liter Wasser werden als Regen simuliert über das Fahrzeug gekippt, natürlich wieder verwendbar. Erst wenn alle Tests einwandfrei bestätigen, dass ein Fahrzeug keine störenden Geräusche oder Fehler aufweist, kommt es in die Serienproduktion und damit blitzeblank und tiptop in den Handel, in der Hoffnung, schnell einen neuen Besitzer zu finden. Möge die Kaufkraft mit ihnen sein.

Alle Highlights, bevor es losgeht: Seat auf der IAA

Es ist noch gut eine Woche hin, bis die IAA 2017 ihre Tore für die Weltöffentlichkeit öffnet. Doch Seat hat es besonders eilig, seine Highlights schon jetzt zu präsentieren. Und diese haben es in sich! Die Kompaktklasse der Spanier wird mit einem neuen Topmodell, dem Seat Leon Cupra R, gekrönt, das natürlich im Mittelpunkt des Messeauftritts steht. Daneben zeigt man aber auch den Seat Arona, ein SUV im B-Segment, das besonders wichtig für die aufstrebende Marke ist. Und auch technisch legen die Spanier ein Pfund auf den Tisch: Der Sprachassistent von Amazon – “Alexa” – soll zukünftig in die Modellpalette integriert werden.

Die Modelloffensive geht weiter

Im Jahr 2016 haben die Spanier 410.000 Fahrzeuge abgesetzt – eine Zahl, von der man vor noch nicht allzu langer Zeit bei Seat nur träumen konnte. Nach nun über 25 Jahren im VW-Verbund hat es die spanische Tochter so langsam geschafft schwarze Zahlen zu schreiben; nicht zuletzt dank des Seat Leon. Der spanische Kompakte ist ohnehin schon ein dynamisches Fahrzeug, wird zur IAA 2017 aber nochmals mit einem Topmodell gekürt: Dem Seat Leon Cupra R.

Dieser „Hot Hatch“ wird zur internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/Mail (16.09. – 24.09.) vom Stapel gelassen und dürfte heiß begehrt sein. Gerade einmal 799 Exemplare werden vom Band rollen. Das Besondere am Seat Leon Cupra R ist zum einen sein Plus an Leistung: Je nach Wahl der Schaltung stehen 300 bzw. 310 PS parat. Daran angepasst zeigt sich natürlich auch das Äußere des Cupra R. Während die Farben mit Grau, Schwarz oder einem speziellen Mattgrau eher zurückhaltend ausfallen, zeigen die Anbauteile aus Carbon die pure Sportlichkeit des Spitzenmodells. Getoppt wird dies vom Doppelrohr-Auspuff und den Akzenten im Farbton „Kupfer“. Jenen wird man auch im Innenraum wiederfinden.

Dank Akzenten in „Kupfer“ fällt das Topmodell sofort auf

Eine wichtige Säule

Neben dem Seat Leon sind die SUV eine tragende Säule in der Modellpalette. Diese wird nun um den Seat Arona ergänzt, der in Frankfurt seine offizielle Weltpremiere – und damit gleichzeitig seinen Marktstart – feiert. In diesem Rahmen werden auch die Preise des B-SUV bekanntgegeben, der auf dem Seat Ibiza basiert.

Außerdem geht die Wahl des Namens für das große Seat-SUV in einen weitere Runde. Der Kandidat, der auf Augenhöhe mit dem Skoda Kodiaq und dem Volkswagen Tiguan Allspace ranigert, ist aktuell noch namenlos. Doch Seat entwarf eine pfiffige Aktion, in der die Communitiy Vorschläge einreichen konnte. Die aktuellen Highlights sind „Aran“, „Aranda“ und „Abrera“. Welcher Name es im Endeffekt wird, ist aber noch lange nicht entschieden.

Beschlossene Sache hingegen ist „Alexa“. Das ist kein neues Seat-Modell, sondern der Sprachassistent des Online-Giganten Amazon. Künftig soll Alexa in den Modellen Leon, Ateca, Arona und Ibiza integriert werden und den Aufenthalt im Fahrzeug so angenehm wie nur möglich gestalten. Dazu kann man das System mit der Eingabe des Zielorts beschäftigen oder sich ein Restaurant in der Umgebung finden lassen. Weitere Funktionen sollen demnächst bereitstehen. Und sollte man einmal allein im Fahrzeug sein, spricht Alexa auch sicherlich gerne ein paar Worte mit dem Fahrer oder der Fahrerin.