Tinder auf Rädern – eine smarte Vision

Wer die Welt verändern will, der benötigt Visionen. Und nein, nicht immer ist man damit ein Fall für den Arzt. Auch als 1993 ein gewisser Nicolas Hayek eine Vision hatte, war er damit eher ein Fall für ein Automobilunternehmen mit Historie und nicht für den Onkel Doktor. „reduce to the max“ war geboren und damit auch ein für viele Jahre aktiver claim für die Marke smart.

Der smart feiert 2018 sein 20-Jähriges Jubiläum, er ist also längst schon volljährig. Ein guter Zeitpunkt, um noch ein wenig weiter in die Zukunft zu schauen. Innerhalb des Konzerns Daimler gibt es eine Mobilitätsvision 2030+ und hier hat nun auch die Marke smart einen Platz gefunden. Wichtig: Vieles davon ist schlicht eine Vision. Und um das noch einmal zu erklären: Eine Vision ist schlicht ein Bild, bezogen auf die Zukunft. Manchmal wird daraus eine Fata Morgana, manchmal wird es zur Offenbarung. Auf jeden Fall aber kann man mal darüber diskutieren. Und genau dazu lädt smart mit seiner „smart vision EQ fortwo“ ein.

Autonom, emissionsfrei, vernetzt und ein wenig Tinder für Automobilisten

smart vision EQ fortwo

Die Marke smart hat zusammen mit der Konzernmutter Daimler, dank Car-2-Go, eine enorme Erfahrung im Bereich „Flotten-Management“ und „free-floating“ Carsharing. Und das macht Sinn. Sind sich die Experten doch einig, gerade drei Themen werden die individuelle Mobilität der Zukunft beeinflussen: „Vernetzung, autonomes Fahren und sharing“. Diese Schwerpunkte hat der Daimler-Konzern unter dem Begriff „CASE“ zusammengefasst und zeigt mit der Studie für die IAA 2017 den nächsten logischen Schritt. Denn während man bereits zu den Top-Playern beim Carsharing gehört, sind die kommenden Veränderungen noch ein wenig Neuland. Für alle Hersteller.

Eine Einschätzung von Car-2-Go Verantwortlichen zeigt aber auch, welche Potentiale gerade das Thema „autonomes Fahren“ für Carsharing-Projekte bietet. Nach Experten-Meinung würde das Integrieren von autonom fahrenden Fahrzeuge eine Effizienz-Steigerung von 50% bringen. Oder anders ausgedrückt, eine 50% kleinere Fahrzeugflotte könnte genau das gleiche leisten, was man mit dem aktuellen Status Quo erreicht. Und dabei muss man berücksichtigen, in Städten wie Madrid erreicht Car-2-go bereits eine Auslastung von 16 Mieten pro Tag, pro Fahrzeug! 16!!

Vorhang auf für den smart vision EQ fortwo

Passionierte Autofahrer müssen jetzt ganz tapfer sein. Die smart-Vision für die urbane Mobilität 2030+ ist nichts, womit man Petrolheads mitreißt. So. Genau so haben sich vermutlich auch die Geeks bei google eine selbstfahrende Kapsel vorgestellt.

Noch immer 2.69m groß, Platz für 2 Personen und elektrisch angetrieben. Und selbstfahrend. So die kurzen Fakten hinter der Idee. Wie es bei „Visionen“ und Konzeptfahrzeugen üblich ist, muss nicht jede Idee, jede Umsetzung direkt zur Realität werden. smart träumt von einer individuellen Mobilität, die umweltfreundlich ist. Sympathisch wirkt und autonom von Einsatz zu Einsatz pendelt. Für smart ist damit aber auch klar, wenn wir Level 5 der Autonomie im PKW erreichen, dann braucht ein Angebot für individuelle Mobilität in der Stadt kein Lenkrad mehr. Und kein Gaspedale. Dafür eine breite Sitzbank, ein großes Display und – aufgepasst – neue Freunde.

Kommen wir zum Tinder-Punkt

Scheinbar führen das Zusammenleben in Großstädten und moderne Technik in Verbindung mit Ur-Bedürfnissen der Menschen zu Entwicklungen wie TINDER. Einer Plattform, auf der sich Menschen treffen – oder erst einmal gegenseitig aussuchen – um danach in eine soziale Interaktion zu treten. (Der Autor dieser Zeilen ist 42, verheiratet und lebt auf dem Land. Hier hat man noch gelernt, auf dem Dorffest das mitzunehmen, was angeboten wurde … egal, wir schweifen ab ..).  Vermutlich hatten die Visionäre bei smart eher den Grundgedanken der Effizienz im Hinterkopf, als sie die Idee formulierten – der „smart vision EQ fortwo“ könnte ja, dank seiner Vernetzung und der Großstadt-Bewohner-Bedürfnisse, nach urbaner Mobilität auch als „Kontaktplattform“ dienen. Man mag es als moderne Lösung einer Fahrgemeinschaft verstehen – oder als eine neue Dating-Plattform. Ganz nach eigener Phantasie. Die Idee an sich ist erst einmal schön. Man bucht sich sein Shuttle, stellt die Fahrtroute ein und bietet dann anderen an, an der Fahrt im ganzen oder in Teilen teilzunehmen. Natürlich ist das löblich und sicher auch sinnvoll, einzig die Mechanik, wie man heute digitale Plattformen nutzt, bringt einen auf den Gedanken, die smart vision EQ-Macher hätten auch bei den großen Schwenktüren mit Display-Funktionen an einen privaten Rückzugsraum gedacht.

Und genau das macht ja den Erfolg von Car-2-Go aus. Urbane Mobilität, ohne auf den Bus zu warten, sich um Sitzplätze zu prügeln oder mit der Rotzfahne der anderen in Berührung zu kommen.

Dass man dann lieber von einem „Zurückgeben an die Community“ spricht und die Glasflächen der Türen als Displays für News oder Wetter nutzt, ist nur nachvollziehbar. Vermutlich wird es sich jedoch eher als Werbefläche herausstellen und ein Nutzungs-Szenario wird sein: Die Route zum halben Preis fahren zu dürfen, wenn man den smart vision EQ fortwo als Litfaßsäule fahren lässt. Natürlich nur, wenn der Ad-Pricing Algorithmus gerade für die benötigte Route das passende Werbemittel einbuchen kann.

Visionen sind Diskussions-Grundlagen

Das Konzeptfahrzeug ist noch weit weg von einer Serie. Diskussionen über die Details erübrigen sich daher. Was sich nicht erübrigt, im Gegenteil, was viele Fragen aufwerfen wird, ist der Umbruch, vor dem die Automobil-Industrie steht. E-Fahrzeuge, autonome Fahrzeuge und Sharing-Konzepte sowie eine intelligente Vernetzung sind Grund genug, um über Ideen zu diskutieren. smart hat bereits bekannte Ideen aus dem Daimler-Konzern in den Zweisitzer der Zukunft übernommen. Die Möglichkeit, mit der Außenwelt zu kommunizieren, per Schriftzeichen, per digitalem Augenzwinkern oder über farblicher Hinweise – das sind Basisfunktionen, die so entwickelt werden müssen, dass man damit eine Gesellschaft auch mitnimmt. Der Gedanken hinter dem smart vision EQ  fortwo ist richtig. Dass Carsharing auf eine neue Stufe gehoben wird, wenn man nicht mehr zum Auto gehen muss, sondern das Auto zu einem kommt – natürlich sinnvoll. Dass man eventuell den Wunsch verspürt, dem „rolling smart device“ eine Persönlichkeit zu verpassen, wie man es heute mit Handyhüllen tut, auch mehr als verständlich. Dass es Sinn macht, in der digitalen Vernetzung nach Lösungen zu suchen, wie man die Effizienz steigert und Fahrgemeinschaften bildet – absolut logisch. Ob man einen integrierten Desinfektions-Spender und einen Teddy-Bär Halter braucht ;)? Vermutlich nicht.

 

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Testfahrt: smart electric drive Cabriolet: Frischluft im Quadrat

Die Idee ist so simpel wie verführerisch: Wenn man sich schon selbst an die frische Luft setzt, sollte man dann die Luft nicht auch „rein halten“? Was liegt da näher, als einem Cabriolet einen Elektroantrieb zu verpassen? Stimmt. Für mein-auto-blog bin ich deswegen das neue smart Cabriolet mit E-Antrieb gefahren.

Test: SMART ELECTRIC DRIVE Cabriolet

Frischluft im Quadrat

Mit nur drei Modellen im Portfolio fällt es smart derzeit leicht, auch „alle Modelle“ mit E-Antrieb anbieten zu können. Was aber wirklich verlockend klingt. E-Antrieb oder Benziner, der Kunde hat sowohl beim Zweisitzer ForTwo als auch beim 4+1 Viersitzer „ForFour“ die ökologische Wahl. Wobei es eigentlich gar keine echte Wahl ist. Denn der smart gewinnt als „Elektroauto“ in allen Bereichen. Und das war bereits beim Vorgänger so.

Lautlos schnurrend zieht er tapfer beschleunigend von der Ampel los. Sein 60 kW-Motor drückt mit überzeugenden 160 Nm auf die Hinterachse, für die Stadt ist das mehr als ausreichend. Warum für die Präsentation des feschen „Elektro-oben-offen-Zweisitzers-mit-Grinse-Garantie“ jedoch ausgerechnet Genf ausgewählt wurde – man kann es nicht einmal erahnen. Genf ist die Hölle der individuellen Mobilität. Fies-kurze Grün-Phasen an der Ampel, rüpelige Diplomaten-Limousinen, laut dröhnende Supersize-SUVs, Amok fahrende Roller und Motorradfahrer und ein ewiger Verkehrsstau. Die Verkehrsplaner von Genf scheinen Autofahrer schlicht zu hassen. Und mitten drin das neue smart Cabriolet, dessen E-Variante ab 25.200 € erhältlich ist. Und ich.

Und weil das Chaos auf den Straßen von Genf nicht frustrierend genug erscheint, muss man sich auch noch mit dem Navigationssystem des smart ärgern. Seine französischen Wurzeln scheinen dem gesamten Info- und Entertainmentsystem dauerhaft die Deutsch-Französische Freundschaft ausreden zu wollen. Wie kann man als Automobil-Hersteller so eine fiese Kombination aus unterirdischer Hard- und unausgegorener Software als Serienstand verkaufen? Ernsthaft. Während sich das Navi ständig in der Straßenschlucht von Genf verrechnet, mag man als Fahrer einfach nur noch am Jet D’Eau aussteigen und sich vom nächsten Rollerfahrer erlösen lassen.

Also raus aus der Stadt. Dem angeblich idealen Lebensraum des smart electric drive. Dass sich das Dach binnen Sekunden öffnet, kann man vor der Eisdiele erleben – wer bei gut über 30° im Schatten jedoch seinen Scheitel in die Sonne hält, der findet vermutlich auch das Navigationssystem ganz „okay“. Ich nicht. Also – die dank Glas-Rückscheibe für alle Jahreszeiten sinnvolle Dachlösung wieder fix geschlossen, sich ärgern, nicht per App die Innenraumkühlung bereits vor Ort gestartet zu haben – und dem Rauschen der frischen und kühlen Luft zugehört. Denn das ist so eine Erkenntnis: Wenn man den Motor nicht mehr hört, erscheint alles andere plötzlich viel präsenter.

Auf Landstraßen zoomt sich der E-Smart locker über die 100 km/h-Marke, theoretisch wären 130 km/h machbar, doch ausgerechnet der kleine smart verkörpert die Form der genußvollen Entschleunigung. Dass der E-Zwerg binnen 4.9  aus dem Stand auf Tempo 60 sprintet, dient dem Ego am Stammtisch mindestens so gut wie dem innerstädtischen Dauerduell mit dem Amok-Zweiradfahrern.

Von den gut über 1.1 Tonnen Leergewicht des E-Smart merkt man nichts. Die Lenkung bleibt indirekt, die Federung ganz passabel, verglichen mit vorherigen Generationen jedoch geradezu fantastisch. Es ist eben immer eine Frage des Maßstabs. Dass der Kofferraum wirklich winzig ist, mag man verkraften – etwas anderes hatte ich erst gar nicht erwartet. Dass man jedoch nach Papieren gerade mal 205 Kilogramm Zuladung offeriert, verunsichert den „nicht mageren Habby“ dann doch.

Mit dem 17.6 kWh leistenden Akku soll das putzige Elektro-Cabriolet bis zu 160 km weit kommen. Realistisch erscheinen 90 bis 120 km. Und das wiederum domestiziert den lautlosen Elektro-Floh eben nicht für die Großstadt alleine. Denn nicht nur Genf ist an sich eine – doofe – Großstadt. Von daher, ganz wichtig die Anmerkung vom Autor dieser Zeilen: „Mit 90 Kilometern fährt man auch als Landbewohner locker eine Woche durch“. Und wir auf dem Land, wir haben zumindest einen Parkplatz mit Steckdose und so sind die 3.5 Stunden Ladezeit für uns kein Schrecken. Noch nicht einmal die 6-Stunden an der 230Volt-Haushaltssteckdose.

Nein – der smart als electric drive sollte nicht als Stadtbewohner alleine verstanden werden – er ist der liebenswerte Null-Emissionen-Floh, der die persönliche Mobilität mit einem guten Gewissen verbindet. Dass man dabei am besten eine profunde Ortskenntnis besitzen sollte und man das vom Kooperationspartner gelieferte Martyrium (aka Navi-, Multimediasystem) am besten ignoriert – darf man nicht vergessen. Ebenso wie die Idee: Wenn man sich schon an die frische Luft setzt, sollte man diese auch „rein halten“.

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[tab title=“Technik“]Hersteller: Smart
Typ: Elektroauto
Motor: Fremderregter Drehstrom-Synchronmotor
Leistung: 60 kW (82 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Getriebe: Stufenlos
Antrieb: Heckantrieb
Akkutyp: Lithium-Ionen
Akkukapazität: 17,6
Reichweite elektrisch: 155 km
Verbrauch: 13 kWh/100 km laut NEFZ
Lademöglichkeit an Haushaltssteckdose: Ja
Lademöglichkeiten und Steckerarten: Haushaltssteckdose (Schuko); Typ 2-Stecker (Wallbox oder Ladesäule); Schnellladung (ab Frühjahr 2018)
Ladezeit: Haushaltssteckodse: Ca. 6 Stunden; Wallbox: Ca. 3,5 Stunden
Kaufpreis: 25.200 Euro
Batterie im Preis enthalten: Ja[/tab]
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Brabus Ultimate 125 – Das Bolidchen

Die 20.000 Euro, die Smart für die stärkere und exklusiv ausgestattete Brabus-Version des Fortwo verlangt, mögen durchaus happig erscheinen. Doch im Vergleich zum Ultimate 125, den Brabus ab sofort selbst anbietet, ist das ein Schnäppchen. Rund 50.000 Euro kostet der Zweisitzer als Coupé, der neben einer exklusiven Außenfarbe und feinen Lederwelten auch noch ein paar Extra-PS bietet.

Bei der Außenfarbe haben Kunden freie Wahl

125 steht nicht für die Zahl der Exemplare, die Brabus maximal bauen will, sondern außerdem auch für die Leistung des 0,9-Liter-Dreizylinders, der die Hinterräder mit 92 kW/125 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment antreibt. Damit soll der Fortwo in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen und maximal 175 km/h schnell werden. Dank einer Edelstahl-Sportauspuffanlage mit drei mittig austretenden Endrohren verspricht der Tuner auch eine entsprechend leistungsbetonte Akustik.

Auffällig ist unter anderem die Edelstahlauspuffanlage mit drei mittig platzierten Auspuffendrohren

Optisch zeigt Zwerg ebenfalls Muskeln. Dafür sorgen unter anderem eine Breitbaukarosserie, ein neuer Frontspoiler, ein Heckdiffusor sowie Seitenschweller. Außerdem hat Brabus dem Kleinstwagen ein Sportfahrwerk samt Spurverbreiterung sowie 18-Zoll-Monoblock-Schmiederäder mit 205er-Reifen vorne und 235er-Schlappen an der Hinterachse verpasst.

Ebenfalls freie Wahl bietet Brabus den Ultimate-Kunden bei der Farbe des Innenraumleders

Bei Außenlackierung und der Farbe des Innenraumleders ist übrigens Freistil angesagt. Jeder erdenkbare Ton ist laut Brabus möglich. Neben viel Leder sorgen im Interieur noch eine Reihe Edelstahl- und Alu-Akzente für besonderen Flair. Außerdem bietet der Ultimate 125 einige Komfortextras wie Audiosystem, Navigation und Klimaanlage. Neben dem mindestens 50.000 Euro teuren Fortwo Coupé bietet der Fahrzeugveredler aus Bottrop den Ultimate 125 auch als Cabrio ab 52.800 Euro an. (Mario Hommen/SP-X)

Smart Brabus Edition #2 und Forfour Crosstown – Smarties im Doppelpack

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) stellt Smart zwei neue Sondermodelle vor. Erstmalig gezeigt wird das Fortwo Cabrio als Brabus Edition #2. Außerdem debütiert der Forfour in einer Robustheit suggerierenden Version namens Crosstown.

Der ab März 2017 verfügbare Smart Fortwo Cabrio Brabus Edition #2 bietet eine edle Lederausstattung im Inneraum

Das viersitzige Smart-Modell Crosstown wurde mit dem Urban-Style-Paket aufgepeppt. Unter anderem sorgen damit eine Fahrwerksabsenkung, schwarz lackierte 16-Zoll-Räder und getönte Heckfenster für einen auffälligeren Auftritt. Zusätzlich deuten Kunststoffapplikationen in Aluoptik an Front, Heck und den Seitenschwellern einen robusten Unterfahrschutz an. Angeboten wird der Crosstown ausschließlich mit dem 66 kW/90 PS starken Dreizyliner-Turbobenziner in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe. Zur gehobenen Serienausstattung gehören Klimaautomatik, Audioanlage mit Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad und Edelstahl-Pedale. Preise der ab Herbst verfügbaren Variante nennt Smart noch nicht.

Neben einer auffälligeren Optik bietet der Smart Forfour Crosstown auch eine aufgewertete Ausstattung

Stolze 26.750 Euro verlangt die Kleinwagenmarke für den auf 100 Fahrzeuge limitierten, offenen Fortwo Brabus Edition #2. Dieses ab Anfang März bestellbare Sondermodell zeichnet sich unter anderem durch ein rotes Stoffdach und ein rotes Lederinterieur aus. 16-Zoll-Aluräder und eine Fahrwerksabsenkung sorgen für einen sportlicheren Touch. Zudem bietet das Editionsmodell LED-Tagfahrlichter, Infotainment-Navigationssystem, Klimaautomatik, elektrische Außenspiegel, Sitzheizung sowie Licht- und Regensensor. Einzig verfügbarer Antrieb ist auch hier (Mario Hommen/SP-X)

Smart bietet ab Herbst 2017 den Forfour als Sondermodell Crosstown an

Smart Forfour electric drive – Der smarteste Smart

Nach der Vorstellung der bereits vierten Generation des rein elektrisch angetriebenen Zweisitzers Smart Fortwo als Coupé, folgt nun der viersitzige Smart namens Forfour. Beide sind 10. März 2017 bestellbar. Innerhalb der Stadt sind die mittlerweile flüsterleisen Mercedes-Töchter mit Renault-Technik am besten aufgehoben, da die Reichweite beim zweitürigen Coupé bei lediglich 160 Kilometern und beim Viertürer gar nur bei 155 Kilometern liegt. Der Preis für den Forfour startet bei 22.600 Euro, davon wird dann der Umweltbonus in Höhe von 4.400 Euro abgezogen. Im Sommer 2017 folgt noch eine dritte Elektro-Smart-Variante, das Faltdach-Cabrio. Übrigens dann als das weltweit einzige Oben-ohne-E-Mobil, allerdings auch nur mit 155 Kilometern rein elektrischer Reichweite.

Mit einer Gesamtlänge von nur 3,50 Metern bietet der Forfour deutlich mehr Platz als der Fortwo

Das Thema Reichweite wird von den Smart-Verantwortlichen aber nicht so ernst genommen, da Umfragen ergeben hätten, dass der durchschnittliche Kunde ohnehin nur rund 35 Kilometer am Tag zurücklegen möchte. Smart schwört jetzt so sehr auf die von den Franzosen eingekaufte Elektromobilität, dass man sich entschloss in den USA und Kanada keine Verbrennungsmotoren mehr anzubieten. Diese Entscheidung war sicherlich nicht freiwillig, schließlich verkaufte sich der Kleinwagen in Nordamerika im letzten Jahr nur rund 7.200 Mal. Auch in Norwegen wird der neue Smart nur noch mit E-Antrieb verkauft. All dies deutet wohl darauf hin, dass Smart in ein paar Jahren wohl nur noch reinelektrische Fahrzeuge anbieten wird, vielleicht ja schon ab 2020, spekulieren Insider. Mit den in diesem Jahr kommenden Modellen wird aber noch auf den meisten Märkten zweigleisig gefahren. „In Deutschland wird die gesamte Smart-Modellpalette sowohl mit Verbrennungsmotoren, als auch batterieelektrisch angeboten“, so Smart-Chefin Annette Winkler.

Zudem bietet der elektrische Forfour einen großen Gepäckraum, der bei umgeklappten Rücksitzlehnen beachtliche 975 Liter fassen kann

Unser erster Blick auf und in den neuen viertürigen E-Smart wird durch die beiden Ausstellfenster mit klapprigen Kunststoff-Verschlüssen an den hinteren Türen irritiert. Die Optik und die Anmutung entsprechen eigentlich überhaupt nicht dem Premium-Anspruch der Daimler-Tochter. Diese Details sind nun aber leider der Kooperation mit Renault geschuldet, schließlich liefern die Franzosen einen Großteil des Gesamtfahrzeugs an die Schwaben. Auch die beiden Sitzplätze in der zweiten Reihe enttäuschen, denn so richtig gut sitzen kann man hier nicht, ganz gleich mit welcher Körpergröße. Der Forfour ist also eher ein 2+2-Sitzer. Oder doch eher auch nur ein Zweisitzer, aber mit großem Gepäckraum, der bei umgeklappten Rücksitzlehnen beachtliche 975 Liter fassen kann. So wird der viertürige Stromer doch noch zum vielleicht smartesten Smart, der mit einer Gesamtlänge von nur 3,50 Metern und einem Wendekreis von 8,65 Metern deutlich mehr Platz und somit auch für zusätzlichen Komfort und mehr Sicherheitsgefühl sorgt.

Empfehlenswert für Besitzer des Forfour ED ist die Wallbox für 600 Euro, die ab Herbst 2017 mit einem 22-kW-Schnelllader verfügbar ist

Beim Platznehmen auf dem Fahrersitz erfreuen sich die Hände am dicken, griffigen und hochwertigen Multifunktionslenkrad. Hier können Radiolautstärke, Tempomat und das Multifunktionsdisplay mit den Daumen bedient werden. Deutlich preiswerter wirken die vier tennisballgroßen Lüftungsdüsen aus grobem Hartplastik im Mercedes-Stern-Design. Der Sitzkomfort in der ersten Reihe ist gar nicht übel, nur die Auflagefläche für die Oberschenkel ist in Kleinwagen traditionell zu kurz. Die integrierten Kopfstützen sehen nicht nur gut aus, sie sind auch vertrauenswürdig.

Beim Platznehmen auf dem Fahrersitz erfreuen sich die Hände am dicken, griffigen und hochwertigen Multifunktionslenkrad

Gestartet wird Elektroeinheit mit einem ganz normalen Zündschlüssel. Viele bunte Balken und Diagramme erscheinen, die Batterie ist vollgeladen. Der Gangwählhebel kennt auch hier vier Buchstaben P, R, N und D. Ein Getriebe gibt es nicht, man fährt mit dem beeindruckend starken E-Motor in nur einem Gang. Zum Rückwärtsfahren ändert sich einfach nur die Drehrichtung des Motors, der übrigens aus dem Renault-Werk im nordfranzösischen Clèon stammt. Der Anzug beim Kickdown ist, wie wir es von Elektrofahrzeugen ja schon gewohnt sind, bemerkenswert kräftig. Trotzdem sind es aus dem Stand beim Standard-Sprint auf Tempo 100 gähnend lange 12,7 Sekunden. Der eSmart beweist auch hier, dass er eigentlich für die Innenstadt gedacht ist.

Der Sitzkomfort in der ersten Reihe ist gar nicht übel, nur die Auflagefläche für die Oberschenkel ist in Kleinwagen traditionell zu kurz

Zahlreiches Zubehörkann man hinzukaufen. Ein Karabiner-Schlüsselanhänger mit Smart-Silhouette, Beachvolleybälle, T-Shirts und USB-Sticks in Fahrzeugschlüsseloptik. Empfehlenswert ist die Wallbox für 600 Euro, die ab Herbst 2017 mit einem 22 kW-Schnelllader verfügbar ist. In rund 45 Minuten sind dann die Batterien wieder zu 80 Prozent aufgeladen. Aber bitte die Wallbox nicht selbst installieren. Sie muss von einer Elektrofachkraft montiert und fachgerecht an das Netz angeschlossen werden. (Wolfgang Wieland/SP-X)

Smart streicht Benziner in den USA – Nur noch elektrisch

Der Kleinwagenhersteller Smart streicht in den USA den Verbrennungsmotor aus dem Programm. Künftig soll es die Modelle Fortwo und Forfour nur noch mit Elektroantrieb geben, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf ein Schreiben von Amerika-Chef Dietmar Exler an die Händler der Marke berichtet. Gleiches gilt für den E-Auto-Leitmarkt Norwegen; in allen anderen Ländern soll es neben den E-Modellen auch weiterhin die Benziner-Varianten geben. Als Grund für die Entscheidung der Daimler-Tochter nennt der Bericht die niedrigen Spritpreise in den USA, die die Nachfrage nach konventionell angetriebenen Kleinstwagen haben einbrechen lassen. Die Chancen für ein rein elektrisches Stadtauto sind nach Einschätzung der Marke offenbar besser.

In Deutschland sind der zweisitzige Smart Fortwo und der Viersitzer Forfour sowohl elektrisch als auch mit konventionellen Motoren zu haben. Das E-Modell kostet ab 21.950 Euro, der Benziner ab 10.550 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Smart „ready to share“ – Nimm’ doch meinen!

Erst kürzlich hat Smart seinen Paket-Service „ready to drop“ gestartet, jetzt zündet die Mercedes-Tochter die nächste Stufe. Mit „ready to share“ können Smart-Fahrer ihren Wagen, wenn sie ihn nicht selbst brauchen, ganz einfach Freunden, Bekannten oder Kollegen überlassen und müssen nicht mal mehr den Schlüssel persönlich übergeben. Möglich macht’s die Technik, die auch die Car-to-go-Flotte nutzt.

In ausgewählten Städten (unter anderem Stuttgart, Köln und Berlin) können Smart-Fahrer ihren City-Flitzer seit kurzem mit einer Connectivity-Box ausrüsten lassen. Über das kleine Kästchen hinter der Windschutzscheibe lässt sich der Smart dann per Smartphone-App öffnen – so kann der DHL-Bote ein Paket im Kofferraum platzieren. Nun erweitert Smart diesen Pilotversuch um eine weitere Funktion: Wer schon ”ready-to-drop“ nutzt, kann mit der gleichen Hardware auch sein eigenes, kleines Car-Sharing-System aufsetzen. Über die App können Smart-Besitzer festlegen, zu welchen Zeiten sie ihren Wagen vermieten möchten und dann Leute dazu einladen, auf den Kalender zuzugreifen. Noch muss jeder potentielle Mieter persönlich hinzugefügt werden, so dass sich der „Kundenkreis“ anfangs wohl auf Familie, Freunde oder die Kollegen in einem kleinen Unternehmen beschränken wird. Später könnte dieser Kalender auch öffentlich zugänglich sein – zum Beispiel über Daimlers zusätzlichen Car-Sharing-Service Croove oder per Facebook.

Neben den verfügbaren Zeiten kann man in der App auch einen Preis für die Vermietung festlegen: Entweder, man überlässt den Wagen kostenlos, zum Selbstkostenpreis – den der Wagen auf Basis der aktuellen Spritpreise automatisch errechnet – oder sogar mit einem kleinen Aufschlag, um Geld zu verdienen. So soll es über kurz oder lang möglich sein, mit wenigen Fahren im Monat zum Beispiel die komplette Leasing-Rate zu verdienen. Das System kann sogar so programmiert werden, dass es nur Geld verlangt, bis eine voreingestellte Summe erreicht ist. Denn: Wer mit der Vermietung mehr Geld einnimmt, als ihn der Wagen überhaupt kostet, rutscht schnell in den gewerblichen Bereich. Das sollte zumindest zuvor mit dem Finanzamt abgeklärt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Zusätzlich zum Preis lässt sich auch eine Homezone festlegen, in der der Wagen nach der Fahrt wieder abgestellt werden muss; auch das wird wohl erst wirklich interessant, wenn man seinen Wagen im größeren Stil anderen überlässt. Anfangs dürften Formalitäten wie der Abstellort oder aber wer die Tankrechnung zahlt eher auf dem kurzen Dienstweg zwischen Eigentümer und Fahrer geregelt werden.

Hat man seinen Smart zum Verleih freigegeben und einer der eingeladenen Car-Sharing-Teilnehmer will den Wagen nutzen, kann er ihn über die App buchen – je nach Einstellung muss die Buchung eventuell vom Eigentümer noch bestätigt werden. Der kann sie auch jederzeit wieder stornieren, falls er den Smart doch selber braucht. Erst kurz vor der vereinbarten Mietzeit erfährt der Nutzer den exakten Standort des Wagens; dort angekommen kann er ihn dann über sein Smartphone entriegeln. Gestartet wird vorerst noch ganz konventionell per Schlüssel, der im Auto deponiert werden muss. Ohne die vorherige Entriegelung per App ist der Schlüssel allerdings nutzlos, sprich, wenn jemand den Wagen aufbricht, kann er trotzdem nicht den Motor starten. Ein Vorteil für den Eigentümer: Er kann in Zukunft den Auto-Schlüssel immer daheimlassen, denn als Eigner braucht er den Wagen natürlich nicht zu buchen, sondern kann ihn jederzeit per App öffnen und mit dem hinterlegten Schlüssel davonbrausen.

Zumindest so lange der Pilotbetrieb läuft – während dem die Nachrüstung der Connectivity-Box und die Bereitstellung der Services übrigens kostenlos ist – stellt Smart außerdem eine Vollkasko-Versicherung für alle Car-Sharing-Fahrer bereit. Wie das in Zukunft mit den Assekuranzen geregelt wird, ist noch offen – doch zeigen laut Smart die großen Versicherungsgesellschaften großes Interesse an der CarSharing-Thematik. Auch das finale Preismodell für die Connectivity-Box und die „ready-to“-Angebote ist noch nicht in trockenen Tüchern. Allerdings geht Smart von eher geringen Kosten für aus. (Michael Gebhardt/SP-X)

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Smart Fortwo by Veronika Heilbrunner – Zwerg mit Stil

Wer seinen Smart Fortwo besonders individuell stylen will, kann ihn sich dank des „Brabus Tailor Made“-Programms nach ganz eigenen Vorstellungen konfigurieren. Die Modedesignerin Veronika Heilbrunner hat sich hat das genutzt und ihren ganz eigenen Fortwo entworfen. Im Rahmen der Fashion Week Berlin wird dieser Smart vom 17. bis 19. Januar in der Appel Design Galerie ausgestellt.

Außerdem gibt es goldene Räder für den kleinen Smart

Speziell für ihren Fortwo hat sich Heilbrunner für den Außenlack Velvet Blue entschieden und das Fahrzeug auf goldfarbene Felgen gestellt. Der Innenraum ist weitgehend schwarz gehalten. Die Sitze wurden mit schwarzem Leder bezogen. In der Kopfstütze des Fahrersitzes finden sich zudem die Initialen der Stylistin. Schließlich trägt der Schaltknauf noch eine Glaslinse in Rubinrot. Obwohl der Heilbrunner-Fortwo ein Einzelstück ist, können sich Kunden diesen über das „Brabus Tailor Made“-Programm nahezu komplett nachbauen, sagt Smart. (Mario Hommen/SP-X)

Im weitgehend schwarzen Innenraum hebt sich ein rubinrotes Glas vom Schaltknauf ab
Der Heilbrunner-Fortwo trägt die Farbe Velvet Blue
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smart Fortwo ED (2017) im Test – Erster Fahrbericht des Elektroflitzers

Es war einmal eine gute Idee. Ein Stadtauto von geringer Größe. Mit effizientem Antrieb, clever gedacht, sympathisch gemacht. Ein Auto für Zwei, weil ja eh selten mehr auf einmal im Auto sitzen. Der smart. Doch wie so oft, eine clevere Idee ist nicht immer der Garant für Erfolg. Und auch wenn man bei smart heute betont, wie erfolgreich die Vorgänger waren und wie lange man schon so richtig innovativ unterwegs ist – für die jüngste Generation musste ein Partner mit ins Boot geholt werden, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Und so kam die jüngste smart-Generation als einer von zwei Zwillingen auf den Markt. Mag man mögen, oder nicht – auf jeden Fall hilft es bei der Umsetzung von Innovationen. Zweisitzer, Fünfsitzer und Cabriolet, alles im Angebot – und das sehr zeitnah. Und jetzt auch noch elektrisch. Und das auch für alle Varianten. Für mein-auto-blog bin ich den neuen Elektro smart gefahren, ausgerechnet in Amerika. In Miami. Wie das war? Die Wahrheit im Fahrbericht zum neuen smart ED.

Testbericht: smart ED (2017)

Kolibri im Elefantenzoo

Ja. Ja. Ja. Der Elektroantrieb kommt von Renault. Ja, auch dort wird man einen Twingo mit E-Antrieb anbieten. Ja. So ist diese neue Welt. Kooperationen sind das Elixier, aus denen die Margen geschaffen werden. Im Bereich der Klein- und Kleinstwagen ist ohne die grenzenlose Zusammenarbeit eh kein Stich mehr zu machen. Wir erinnern uns an die Drillinge von PSA und Toyota? Eben. In diesem Fall stehen sich Renault und Mercedes-Benz, ähm, smart – eben ganz nah. Die Batterien steuert die Daimler-Tochter Accumotive (LG-Zellen) bei, der Drehstrom-Motor kommt von den Franzosen. Und vieles andere auch. Dass man bei smart den neuen „Ed“ ausgerechnet in den USA präsentiert, ist mehr als ein Augenzwinkern wert. Denn die klassische Frage lautet ja: Welche Reichweite hat der Elektro-Zwerg?

Eine US-Großstadt dürfte da mehr als genug Spielraum für einen E-Zwergen bieten. Und die Amis sind eh die Weltmeister des Pendelverkehrs. Zusammen mit dem Kollegen Schlörb von fünfkommasechs habe ich den smart ED bereits vor einigen Monaten auf den letzten Test-Kilometern gefahren – nur mitgefahren – hier das Video:

Jetzt war es an der Zeit, das Lenkrad selbst in die Hand zu nehmen.

Der Elektro-Winzling ist erst einmal ein typischer smart. Nur ohne „brummbrumm“. Stattdessen nur ein „Bing“. Abfahrbereit. Lautlos. Noch immer gespenstisch. Doch in diesem Fall passt die Elektromobilität noch viel besser zum Gesamteindruck als sonst. Es ist der Hammer auf den Nagelkopf, die Sahne auf dem Käsekuchen, die Schokostreusel im Cappuccino, der String-Tanga an der Traumfrau. So muss das gehen. So ergibt es einen Sinn.

Dank 160 Nm-Drehstromkraft spurtet der smart ED in 4.9 Sekunden, nicht auf 100, aber auf Tempo 60. Für die Stadt ist das mehr als ausreichend. Der reaktionsschnelle Ampelstart sorgt für überraschte Gesichter in der Spur nebenan, für ein freudiges Grinsen in den Gesichtern an Bord des smart ED. Frei von Schaltpausen zoomt sich der Elektro-smart fröhlich bis Tempo 130. Da ist Schluss. Elektronisch abgeregelt. Die 90 PS des E-Motors würden mehr leisten, wenn sie dürften. Aber in seinem natürlichen Habitat sollten die 130 km/h als „völligst ausreichend“ gelten.

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Einen Vormittag lang stromern wir frei von CO2 durch den Stadtverkehr der Metropole Miami. Von South Beach zur Coconut Groove und zurück nach Downtown. Einen Vormittag lang wundern wir uns über die Anlaufprobleme der Elektromobilität. Wer sich den smart ED schnappt und damit bis zu 160 km (NEFZ) rein elektrisch fährt, der dürfte geheilt sein von seinen Vorurteilen über die E-Mobilität. Aus den 160 „Norm-Kilometern“ werden im Alltag vermutlich 120 bis 140 über bleiben, aber reicht das nicht? In der Stadt? Der Akku der jüngsten Generation von Elektro smart ist gegenüber dem Vorgänger nicht gewachsen. Es bleibt bei 17.6 kWh. Freilich fragt man sofort: Warum? Die Antwort ist eindeutig: Weil es ausreicht. Der smart ist als urbanes Automobil konzipiert und selbst einen Tag in Miami im Stil eines Pizzaboten unterwegs zu sein, macht er klaglos mit. Ohne Reichweitenangst. Warum also mehr Gewicht und mehr Kosten akzeptieren? Im kommenden Jahr wird smart einen 22 kW-Schnelllader als „Option“ anbieten. Bis dahin nuckelt sich der smart an einer Standard-Wallbox (7.2 kWh) binnen 3.5 Stunden zurück zum vollen Akkustand, an der klassischen Steckdose (230 Volt) sind gute 6-Stunden einzuplanen. Der kommende Schnelllader lässt die Ladezeit auf knapp 45 Minuten absinken.

Per ECO-Taste lässt sich der smart in seinen Emotionen einbremsen. Deutlich lethargischer wird die Reaktion, die Klimaanlage schaltet in den Sparmodus und das Bremspedal wird, dank verstärkter Rekuperation, im Prinzip arbeitslos. Wer es auf die Spitze treiben will, macht es. Im schwülen Winter von Miami ist das für uns aber keine Alternative gewesen.

smat-ed-testdrive-006-miami-2016

Der freche Wendekreis von 6.90 Metern ist immer wieder überraschend. In den USA reicht so fast eine Fahrspur zum 180°-turn. In Anbetracht der riesigen SUV wirkt der handliche smart wie ein Kolibri im Elefantenzoo. Spannend auch die Integration eines Hilfmittels, das man bereits von der elektrischen B-Klasse kennt. Ein Radarsensor in der Front hilft bei ökologisch korrektem Fahrstil. Er lässt verstärkt rekuperieren, wenn man auf den Vordermann aufläuft und steuert den Segelbetrieb, wenn die Straße frei ist.

Kritik:

Der Startpreis liegt bei 21.940 €. Ein echter Betrag für ein echtes Stadtauto. Dank der aktuellen Elektroauto-Förderung lassen sich gleich einmal 4.000 € wieder abziehen – oder man schwenkt um auf das Cabriolet.

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Fazit:

Es ist eine gute Idee zu Ende gedacht. Ein Stadtauto von geringer Größe. Effizienz im Antrieb. Sympathisch umgesetzt. Ein Auto für „bis zu zwei“ – lokal emissionsfrei. Der neue smart ED – mehr braucht es für den urbanen Alltag nicht! Noch immer Berührungsängste? Eventuell hilft das: Der smart ED hat 8 Jahre oder 100.000 Kilometer Garantie auf seine Antriebsbatterie!

DATEN: SMART ED 2017

Preis € ab: 21.940 €
Steuer jährlich: befreit
Antrieb : fremderregter Drehstrom-Synchronmotor, 60 kW, 160 Nm, 1-Gang Getriebe, Heckantrieb
Dimensionen: 2 Sitze, L/B/H 2690,1660,1550 mm, Gewicht 1050 kg, Kofferr. 260-360 l, Tank 17.6 kWh.
Fahrleistungen: 0-100 km/h 11.5 sec, Spitze 130 km/h, Normverbrauch 12.9 kWh/100km
Extras: Optional 450 € Schnelllader (ab 2017)

Nachtrag:

Der „etwas andere“ elektrische Stuhl – wäre eigentlich die Überschrift gewesen. Aber zum einen ist die Todesstrafe in den USA kein Witz und zum anderen trifft die abwertende Bezeichnung „Stuhl“ den smart ED nicht. Aber hey, witzig wäre es gewesen – ganz kurz 😉 

Aktuelle Suchanfragen:

Smart Electric Drive Greenflash – Öko-Floh mit Macho-Touch

Im April 2017 bringt Smart seine drei Baureihen in den rein elektrisch betriebenen Varianten Electric Drive in den Markt. Coupé und Cabrio sind dann zusätzlich als optisch aufgewertetes Sondermodell Greeenflash verfügbar. Mit rund 28.000 Euro verlangt Smart im Vergleich zum elektrischen Standard-Coupé allerdings fast 6.000 Euro Aufpreis.

Für dieses Geld bietet der Greenflash neben dem E-Antrieb außen und innen einige auffällige Farbakzente in Grün und Schwarz. Zu den weiteren Erkennungsmerkmalen zählen die schwarz lackierten 16-Zoll-Brabusräder. Vom Bottroper Tuner stammen auch Seitenschweller, Frontschürze, Dachkantenspoiler sowie Heckdiffusor. Der Fahrzeugveredler hat zudem dem Innenraum Sportpedale und Einstiegsleisten aus Aluminium spendiert.

Als besondere Ausstattung bietet der Smart Fortwo Greenflash darüber hinaus das LED-Sensor-Paket, welches ein in die Scheinwerfer integriertes LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht sowie Licht- und Regensensor umfasst. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Smart Fortwo ED Coupé – Besser, bunter, billiger

Elektroautos, die neu oder überarbeitet in den Markt kommen, dürfen sich meist einen kräftigen Schluck aus der Reichweiten-Pulle genehmigen. Im Fall des im April 2017 in dritter Generation startenden Smart Fortwo Electric Drive reichte es nur für ein Nippen. Trotz des bescheidenen Reichweitendopings konnte uns der Zwergstromer mit vielen Innovationen und deutlich verbesserten Fahreigenschaften beeindrucken.

Erfahrung macht bekanntlich klug und Erfahrungen mit der praktischen Nutzung des Fortwo ED hat Smart schon reichlich gesammelt. „Wir können sagen, dass unser Durchschnittskunde 35 Kilometer täglich fährt“, klärt der für den Antriebsstrang der Neuauflage verantwortliche Entwicklungsingenieur Jürgen Duda auf. Der Fortwo ED ist nun mal als reines Stadtauto gedacht, für das die bisherige Batterie mit bereits 145 Kilometern Reichweite völlig reichte.

Zwar gibt es eine neue Batterie mit neuen Lithium-Ionen-Zellen von LG, doch mit 17,6 kWh bietet sie die exakt gleiche Speicherkapazität wie bisher. Einem neuen, von Renaults Zoe abgeleiteten, effizienteren Antriebsstrang sei Dank, wurde dabei dennoch ein Reichweitenplus realisiert. Der fremderregte Drehstromsynchronmotor zieht nämlich nur 12,9 statt 15 Kilowattstunden pro 100 Kilometer aus der Batterie, weshalb der neue Fortwo mit gleicher Strommenge 15 Kilometer weiter als bisher kommt.

Das Aufladen geht nun schneller
Das Aufladen geht nun schneller

Bei der offiziellen Reichweite von 160 Kilometern handelt es sich um den NEFZ-Prüfstandwert, der im Autoalltag bekannterweise keinen Bestand hat, räumt Duda ein. Bei Smart geht man deshalb von einer realistischen Reichweite von mindestens 120 Kilometern aus. Allerdings hängt viel vom Fahrer und von den äußeren Umständen ab. Nach einer Testrunde im flachen und für eine Antriebsbatterie optimal temperierten Miami waren bei unserem E-Smart nach 66 gefahrenen Kilometern noch 53 Prozent der Akkuleistung übrig. Hochgerechnet ergibt sich hieraus eine praktische Reichweite von 140 Kilometern. Und dabei war nicht einmal der Eco-Modus aktiviert, der in der von uns getesteten US-Spezifikation Leistung kappt und so noch ein paar Extra-Kilometer freisetzt. Für den deutschen Markt wird der ED sogar einen schlauen Eco-Modus mit adaptiver Rekuperation bekommen. Mit Hilfe eines Radarsensors werden hierbei dem Verkehrsgeschehen angepasste Rekuperationsstufen gewählt.

Innen ist der Smart relativ geräumig
Innen ist der Smart relativ geräumig

Der Renault-Antrieb arbeitet nicht nur effizienter, sondern außerdem auch ruhiger. War beim Vorgänger das an eine Straßenbahn erinnernde Sirren noch sehr präsent, schlägt der neue Antrieb weniger aufdringliche Töne an. Neben einer Verringerung der hochfrequenten Antriebsakustik fährt sich das Fahrzeug insgesamt leiser, da auch der ebenfalls zusammen mit Renault neu entwickelten Karosserie in Hinblick auf Geräusche und Vibrationen bessere Manieren beigebracht wurden. Dem vielzitierten Ideal der angeblich lautlosen E-Mobilität ist der neue ED also näher denn je, was Smart veranlasste, optional einen Soundgenerator anzubieten. Dieser warnt Fußgänger bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h, danach reichen die Wind- und Abrollgeräusche.

Der E-Kleinstwagen kommt auch in den USA auf den Markt
Der E-Kleinstwagen kommt auch in den USA auf den Markt

Ebenfalls spürbar verbessert hat sich der Fahrkomfort. Während der Vorgänger ein nervöser Hoppel war, der den Straßenzustand bisweilen recht ungefiltert nach oben weiterreichte, reagiert der neue angenehm gelassen auf Schlaglöcher. Zudem fährt sich der Smart – vor allem dank seiner breiteren Spur – runder und erwachsener. Dennoch bleibt er mit einem Radius von 6,9 Metern unvermindert wendig. Und er fährt auch noch spaßig, denn dank der im Fahrzeugboden untergebrachten Batterie hat er einen für flotte Kurvenfahrten vorteilhaften, besonders tiefen Schwerpunkt.

Da die 60 kW/81 PS starke Antriebsmaschine ihr volles Drehmoment von 160 Newtonmeter stets spontan in den Vortrieb wirft, wirkt der Eintonner bei kurzen Sprints fast so spritzig wie ein Sportwagen. Bei beherzten Zwischenspurts im Stadtverkehr werden die Fahrgäste entsprechend verbindlich in die Lehnen gepresst. Nach oben raus wird die Luft allerdings schnell dünn. Für den Standardsprint auf 100 km/h vergehen 11,5 Sekunden. Maximal sind 130 km/h möglich, 5 km/h mehr als bisher.

Einem neuen, von Renaults Zoe abgeleiteten, effizienteren Antriebsstrang sei Dank, wurde dabei dennoch ein Reichweitenplus realisiert
Einem neuen, von Renaults Zoe abgeleiteten, effizienteren Antriebsstrang sei Dank, wurde dabei dennoch ein Reichweitenplus realisiert

Ebenfalls flotter kann es künftig bei den Ladevorgängen gehen. Während die Ladezeit an einer Standardsteckdose mit 230 Volt und 12 Ampere weiterhin gute sechs Stunden dauert, kann ein neuer Standard-On-Board-Lader 7,2 statt der bisherigen 3,3 kWh in die Batterie pumpen, sofern eine aufpreispflichtige Wallbox mit 230 Volt und 20 Ampere den Strom liefert. Dann sind die 80 Prozent nach gut 3,5 Stunden erreicht. Zusätzlich wird Smart im Herbst 2017 einen optionalen Schnelllader ins Programm nehmen, der bei 3 x 230 Volt und 32 Ampere in 45 Minuten 80 Prozent Energie in den Akku schaufelt. Obwohl Smart für den Schnelllader voraussichtlich eine hohe dreistellige Summe verlangen wird, erwartet der verantwortliche Produktmanager Rouven Remp eine hohe Einbaurate.

Zwar gibt es eine neue Batterie mit neuen Lithium-Ionen-Zellen von LG, doch mit 17,6 kWh bietet sie die exakt gleiche Speicherkapazität wie bisher
Zwar gibt es eine neue Batterie mit neuen Lithium-Ionen-Zellen von LG, doch mit 17,6 kWh bietet sie die exakt gleiche Speicherkapazität wie bisher

Trotz etlicher Neuerungen und Verbesserungen ist der Preis für das Fortwo Electric Drive Coupé um 1.700 auf rund 22.000 Euro gefallen. Dieser erfreuliche Umstand ist vor allem den gesunkenen Produktionskosten für die Batterie zu verdanken, für die Smart übrigens seine Garantieleistung auf 8 Jahren ausgeweitet hat. Ein Garantiefall würde eintreten, wenn die Batterieleistung auf unter 70 Prozent ihrer Ursprungsleistung sinkt.

Nach einer Testrunde im flachen und für eine Antriebsbatterie optimal temperierten Miami waren bei unserem E-Smart nach 66 gefahrenen Kilometern noch 53 Prozent der Akkuleistung übrig
Nach einer Testrunde im flachen und für eine Antriebsbatterie optimal temperierten Miami waren bei unserem E-Smart nach 66 gefahrenen Kilometern noch 53 Prozent der Akkuleistung übrig

Angesichts der Preissenkung gehört der Smart Fortwo ED zu den günstigsten Stromern am Markt, zumal keine Zusatzkosten für eine Batteriemiete anfallen. Für einen zusätzlichen Kaufanreiz sorgt derzeit in Deutschland noch die E-Auto-Prämie von 4.000 Euro. Doch selbst subventioniert bleibt der der Fortwo ED im Vergleich zu Kleinwagen mit Verbrennungsmotor noch ganz schön teuer. Für das gleiche Geld kann man auch zwei Renault Twingo bekommen, die kein Reichweiten-Handicap haben und zudem vier Sitzplätze bieten. Apropos vier Plätze: Diese kann künftig auch ein elektrischer Smart als Forfour bieten, der für 22.600 Euro zusammen mit dem Fortwo ED Cabrio (ab 25.2000 Euro) und dem Coupé im Frühjahr an den Start geht.

Erst zwischen 2020 und 2025 rechnet man bei Mercedes angesichts der stetig fortschreitenden Degression bei den Batteriekosten mit einem im Vergleich zu Modellen mit Verbrennungsmotoren konkurrenzfähigem Preisniveau. (Mario Hommen/SP-X)

smart ED – Die Tests in der Hitze sind geschafft!

Ja, ich habe ordentlich geschwitzt. Ein Grund war ganz einfach die Hitze in Arizona, der andere Grund war jedoch die „geheime Testfahrt“ mit dem smart ED. Lange bevor der smart ED nun in Paris seine Weltpremiere feiern konnte, durften der Kollege Schlörb (fuenfkommasechs) und ich mit den Test-Ingenieuren die letzten Test-Kilometer des smart ED begleiten. In der Hitze Arizonas haben wir den elektrischen Stadtfloh bereits heftig testen können. Nicht hinter dem Steuer, aber auf dem Beifahrersitz und mit vielen Fragen zu den Details. Die Antworten gibt es im Video! 

 

Der Motortausch beim Smart – Standardeingriff?

Der Smart: Die einen lieben den Bonsai-Flitzer, die anderen …naja, eben nicht. Dabei kann er durchaus seine Vorteile haben, schließlich braucht der kleine Hecktriebler wenig Platz und macht die Parkplatzsuche in den Innenstädten angenehm. Das zumindest galt noch bis zur zweiten Modellgeneration, mit der man auch quer in Parklücken fahren konnte und damit niemanden behinderte. Die aktuelle, dritte Generation verzeichnet einen Längenzuwachs zu ihren Vorgängern und muss auf gewöhnliche Art und Weise parken – vor allem als Viertürer. Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein beim Knubblbenz: Gerade von der ersten Generation hört man nicht selten von Motorschäden, die zum Tausch zwingen. Grund genug für uns, einmal genauer hinzusehen.

Gespräche unter eingefleischten Smart-Fans, vor allem der ersten Generation,  beginnen nicht selten folgendermaßen: „Ich hab den dritten. Und Du?“ – „Ich erst meinen zweiten, aber der Dritte wird nicht lange auf sich warten lassen“. Die Rede ist nicht etwa vom Fahrzeug selbst, sondern vom Antrieb. Foren sind voll von Unglücklichen, die ihr Leid über den kleinen Heckmotor schildern.

Beim aktuellen Smart, besonders beim hier gezeigten „electric drive“ sind Motorenprobleme noch nicht bekannt.

Dabei sind die Zeichen des kleinen Motörchens oftmals gut zu erkennen – auch für den Laien. Eines der stärksten Indizien, auch bei anderen Fahrzeugen, ist ein hoher Ölverlust. Beim Smart sollte man zudem darauf achten, ob die Zugkraft nachlässt. So ist es schließlich nicht selten, dass Ventile und Zündkerzen verbrennen und die Kolbenringe zerstört werden, was zu einem kapitalen Motorschaden führen kann. Um das jedoch zu vermeiden, sollte man direkt nach dem Bemerken des erhöhten Ölverbrauchs einen Experten aufzusuchen. Zudem kann es hilfreich sein den Schlauch zum Ventildeckels checken zu lassen und im Ernstfall auszutauschen.

Emissionsfrei durch die Stadt: Im Juli 2006 startet in London ein Pilotprojekt der Marke smart. Der fortwo ed (electric drive) bietet eine Leistung von 30 kW (41 PS) und damit adäquate Fahrleistungen. Die Reichweite beträgt rund 100 Kilometer. ; Zero-emission motoring in the city: In July 2006, the smart brand launched a pilot project in London. The fortwo ed (electric drive) generates an output of 30 kW (41 hp) for adequate performance and has a range of some 100 kilometers (62 miles).;
Probleme machen vorwiegend die Motoren der ersten Generation

Immer schön geschmeidig bleiben

Ist der Schaden dennoch zu groß, bleiben nur noch die Motorüberholung oder der Motortausch. Deshalb ist es mehr als nur ratsam, die Ölstandkontroll-Leuchte immer im Auge zu behalten. Am besten lässt man es gar nicht erst soweit kommen und kontrolliert den Ölstand bereits davor und in regelmäßigen Abständen. Für Smart-Motoren ist es sehr wichtig, auf das Öl zu achten und die Wechselintervalle von, in der Regel, 15.000 km streng einzuhalten. Experten wechseln ihren Motorenschmierstoff oftmals sogar nach der Hälfte des vorgeschriebenen Intervalls.

Nicht nur in der Politik ist es wichtig, was hinten raus kommt. So sollte man auch bei seinem Bonsai-Benz stets darauf achten, was aus seinen Endtöpfen strömt. Ist der Rauch grau-blau, kann das einen Turbolader-Schaden bedeuten. Eine andere Alternative – und ebenso häufig – ist ein Defekt der Zylinder-Kopfdichtung. Stellt man also verfärbte Abgase fest, sollte man seinen Smart am besten nicht mehr Starten, da man nur noch größeren Schaden anrichten kann.

smart fortwo Benzinmotor ; smart fortwo petrol engine;
Sorgenkind: Der Dreizylinder ist nicht frei von Mängeln…

Die Essenz des Lebens: Wasser!

Wichtig ist es auch auf den Wasserhaushalt des Cityflitzers zu achten. Unter uns: Wer macht das schon in aller Regelmäßigkeit? Ist der Verbrauch des Kühlwassers aber hoch, liegt ein Problem vor. Lassen sich bei laufendem Motor zudem starke Geräusche wahrnehmen, lässt das auf eine defekte Wasserpumpe schließen. Bleibt die Behebung dieses Schadens aus, folgt unweigerlich das Ende des Dreizylinders.

Ist dies tatsächlich der Fall, führt – abgesehen vom Umweg über den Verwerter – kein Weg an einem Austauschmotor vorbei. Das Problem beim Tausch bzw. bei der Generalüberholung ist aber, dass das Fahrzeug selbst geradezu winzig ist. Dadurch hervorgerufen ist der Raum für den Motor ebenfalls sehr eng, sodass man als Laie schlecht an die entsprechenden Schrauben und Punkte herankommt. So müssen für eine Inspektion oder einen Teiletausch in der Regel einige Teile der Karosserie entfernt werden. Sogar der Ölwechsel will gekonnt sein, da eine Ölablassschraube bei nicht wenigen Smart-Motoren schlicht nicht vorhanden ist. Dementsprechend muss das Öl abgesaugt werden, was wiederum eine Fachwerkstatt auf den Plan ruft. Legt man gerne selbst Hand an und wechselt den Schmierstoff alle 7.000 bis 8.000 km, empfiehlt sich der Wechsel der Ölwanne auf ein Pendant mit Ablassschraube. Zumal hier der Ölwechsel wesentlich gründlicher ist, als es das Absaugen je sein kann.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Was kann man also tun, um einen kapitalen Schaden vorzubeugen. Wie bereits geschildert, sollte man das Kühlwasser stets kontrollieren. Wann habt Ihr das zum letzten Mal gemacht? Es ist nur eine kleine Fingerübung, die aber einen Haufen Bares sparen kann. Außerdem sollte immer genügend Frostschutzmittel im Kühlwasser enthalten sein. Es verhindert nicht nur das Einfrieren des Motors, sondern schützt ihn außerdem vor Korrosion. Auf dem Beachten der Ölwechsel-Intervalle und des korrekten Stands will ich nicht erneut herumreiten – das Thema sollte in aller Breite geklärt sein?

smart fortwo cdi Dieselmotor ; smart fortwo cdi diesel engine;
…aber auch der Dreizylinder-Diesel kann Ärger machen. Obwohl er wenig verkauft wurde

Motortausch: Aus Alt mach Neu

Sollte es schließlich so weit sein, dass der kleine Flitzer nicht mehr weiter mag, kommt man an einem Motortausch in der Regel nicht vorbei. Der Pool mit Anbietern ist nicht klein und wirft verschiedenste Preise auf. Los geht es bei rund 889 Euro. Dann muss man allerdings selbst Hand anlegen und den kleinen Dreizylindermotor selbst in das Heck des Zweisitzers verfrachten. Ein Kompletteinbau kostet etwa 1.300 Euro. Angesichts von Preisen für die Motorrevision bzw. für Austauschmotoren bei anderen (und auch größeren) Fahrzeugen, sind die Kosten verhältnismäßig überschaubar. Zumal oftmals eine Garantie inbegriffen ist.

Ein seriöser Anbieter (zum Beispiel die Firma CDM GmbH (www.smart-motor.net) aus Niestetal) verbaut generalüberholte Maschinen ins Heck. Und gibt hieraus eine Garantie von 48 Monaten oder 50.000 Kilometern, je nachdem was zuerst eintritt.

Der neue smart fortwo 2014: smart fortwo und forfour Dreizylindermotor ; The new smart fortwo 2014: smart fortwo and forfour engine;
Beim aktuellen Motor (hier im Bild) stand Renault Pate

Beim entsprechenden Profi für Smart-Aggregate sind zudem alle gängigen Antriebe erhältlich. Instandgesetzt werden also nahezu alle Motorisierungen: Von 600 über 700 bis 1.000 cm³ ist alles möglich. Sogar der wenig verkaufte Diesel ist von der Problematik betroffen und findet sich auf den Listen der Austauschmotoren. So kommt der Motorentausch bei Smart-Fahrern finanziell dem gleich, was manch anderer für einen Satz Bremsscheiben ausgibt. Das muss zur Aufheiterung bei diesem mehr oder weniger traurigen Thema auch einmal gesagt sein.

 

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Neuer Elektro-Smart – Erstmals zu dritt

Smart bietet seine neue Kleinstwagen-Generation ab Anfang 2017 wieder mit Elektro-Antrieb an. Während sich an der Technik gegenüber dem Vorgänger nur Details geändert haben, gibt es nun bei den Karosserieversionen Zuwachs: Erstmals ist neben dem zweitsitzigen Fortwo und dem davon abgeleiteten Cabrio auch der viersitzige Forfour mit Batterieantrieb zu haben. Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers.

Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers
Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers

Für den Antrieb der drei neuen Modelle übernimmt Smart weitgehend die Technik des Vorgängers. Im Heck der Kleinstwagen sitzt der aus dem bisherigen Brabus-Sondermodell bekannte E-Motor mit 60 kW/81 PS, dessen Drehmoment jedoch von 135 auf 160 Nm steigt. Der bei der Daimler-Tochter Accumotive gefertigte Lithium-Ionen-Akku hat unverändert eine Kapazität von 17,6 kWh, die Normreichweite steigt leicht von 145 Kilometern auf 160 Kilometer.

Verbesserungen verspricht Smart bei der Ladezeit. An der Haushaltssteckdose soll das Auffüllen des Stromvorrats dank eines neuen On-Board-Ladegeräts nun 40 Prozent schneller gehen und nach sechs Stunden abgeschlossen sein. An einer Wallbox dauert der Vorgang 3,5 Stunden. Im Laufe des kommenden Jahres darüber hinaus gegen Aufpreis wieder ein 22-kW-Schnelllader zu haben sein, der den Akku in 45 Minuten füllt. In der vergangenen Generation kostete die Sonderausstattung rund 3.000 Euro.

Die E-Mobile starten Anfang 2017
Die E-Mobile starten Anfang 2017

Premiere feiern die drei neuen Smart-Stromer auf dem Pariser Salon (1. bis 16. Oktober). Kurze Zeit später gehen sie zunächst in den USA auf den Markt, Anfang 2017 ist Europa dran. Das Fortwo Cabrio wird in Deutschland dann 25.200 Euro kosten, der Forfour 22.600 Euro. Gegenüber den konventionell motorisierten Modellen entspricht das einem Aufpreis von rund 10.000 Euro, der teilweise durch bessere Ausstattung ausgeglichen wird. Ein Angebot zum Kauf des Fahrzeugs ohne Batterie mit anschließender Miete des Stromspeichers wird es künftig nicht mehr geben. (Holger Holzer/SP-X)

Weltpremiere: smart electric drive

Wir durften bereits mitfahren, jetzt steht der smart mit dem Elektro-Herzen vor der offiziellen Weltpremiere. Bereits vor der Messe in Paris alle wichtigen Fakten zum neuen smart electric drive auf mein-auto-blog.de!

Weltpremiere: smart electric drive

Stadtfloh mit Herzschrittmacher

Von Anfang an als perfektes Stadtauto erdacht, hat sich auch der smart den Zwängen der automobilen Evolution unterwerfen müssen. Mittlerweile teilt er sich die Plattformen mit einem französischen Zwilling und ein wenig in die Breite gegangen ist er auch. Das soll aber nicht hinderlich sein, denn ganz nebenbei hat er auch an Komfort und Alltagsnutzen zugelegt. Und jetzt gibt es auch wieder eine Variante mit Elektromotor.

Preise, Leistung, Ausstattung – alles zum neuen smart electric drive

Wenn der neue smart Anfang 2017 die europäischen Straßen erobert, wird man ihn in drei Karosserie-Varianten erhalten. Den „Klassiker“ fortwo, den kleinen Zweisitzer. Dazu die Cabriolet-Variante des fortwo und, und das ist neu, der smart wird erstmalig auch als Viertürer und Fünfsitzer in der elektrischen Antriebsvariante erhältlich sein.

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Sein E-Motor hat 60 kW und die von der Deutschen Accumotive stammenden Batteriezellen besitzen eine Kapazität von 17.6 kWh. Damit sind die wichtigsten Fakten für ein E-Mobil eigentlich genannt. Fast. Denn spannend ist der kommende Schnelllader, den smart 2017 als Option anbieten will. Mit den dann anliegenden 22 kW wird sich der elektrische Stadtfloh binnen 45 Minuten laden lassen. Sein 160 Nm starker E-Motor läuft damit dann binnen einer sehr überschaubaren Wartezeit zu Höchstform auf. Für die elektrische Reichweite sind derzeit 160 Kilometer nach NEFZ-Norm genannt. Bei der Höchstgeschwindigkeit sind 130 km/h angesagt.

Natürlich wird man den Elektro-smart auch per App am Smartphone überwachen können, vorheizen und kühlen und wer besonders effizient unterwegs sein möchte, kann dies per ECO-Modus tun. Eine Besonderheit dürfte auch die Rekuperation per Radarsensor sein. Den vorausfahrenden Verkehr im Blick, kann der smart so die Rekuperationsstärke selbst steuern. Das lässt den Raum für maximale Effizienz. Ausrollen oder rekuperieren, je nach Situation.

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Auf den Markt kommt der neue smart electric drive im übrigen zuerst in den USA – bei uns wird der elektrische smart (fortwo) ab 21.940 € erhältlich sein! 

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smart: Ready to drop! – Die Paket-Idee

Das Problem ist bekannt. Wieder einmal hat man alles Notwendige direkt, schnell und am Abend im Internet bestellt und dieses große Online-Kaufhaus „Von A bis Z“ liefert pünktlich am nächsten Tag. Nur dumm, dass man mal wieder nicht da ist, wenn der Paketbote klingelt. Wenn er klingelt. Wieder einmal verpasst. Glück hat, wer das Päckchen dann am Abend beim Nachbarn abholen kann. Wenn der dann da ist. Ansonsten rennt man seinen Paket hinterher. Irgendwie dämlich. Es fehlt eine Lösung, ein Platz, an dem der Paketbote das ersehnte Paket sicher hinterlegen kann. Eine Paketstation wäre die eine Lösung, das eigene Auto eine noch viel bessere. Bei smart hat man da eine Idee:

„smart – ready to drop“

Das Video von NewGadgets erklärt die Funktion hinter dieser Idee!

smart times 2016: Eine Knutschkugel dreht durch

Was ist klein, rund und flitzt gern umher? Richtig: der smart.

Am letzten Wochenende zeigte seine Fan-Gemeinschaft eindrucksvoll, wie viel Vielfalt in ihm steckt. Ob Roadster,Coupé oder Cabrio, ob Benziner, Diesel oder mit E-Antrieb, ob Zwei- oder Viersitzer,Sonder- oder Serienmodell: Vom 26. bis 27. August 2016 feierte die weltweite smart Fangemeinde bereits zum 16. Mal ihre Kultmarke. Dieses Mal fand das Treffen in Hamburg statt und verwandelte das Gelände des Großmarkts dabei in ein Festival des urbanen Lifestyles – mit Musik, Streetfood, smart Flohmarkt, einem Fahrzeug-Parcours und einem Besuch der beiden Beachvolleyball-Goldmädels Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.

Dabei zeigte sich besonders wie viele Gesichter der smart in Wirklichkeit hat. Vom smart als „Papa-Mobil“ über den Stadtflitzer in knalligem Pink oder in Holzoptik bis hin zum rassigen Renn- und zum vielseitigen Gelände-smart zeigten 2.053 Fahrzeuge vor Ort eindrucksvoll die schier unendlichen Möglichkeiten zur Individualisierung des Kultautos.

Der Höhepunkt war die traditionelle Schlussparade bei der 1.635 smart Fahrzeuge in einem Korso durch die Straßen der Hansestadt fuhren. Ein neuer Rekord der smart times. Geschlagen wurde damit der bisherige Höchststand von 1.427 Fahrzeugen in Cascais, Portugal vor zwei Jahren. Die Chance auf neue Rekorde hat im nächsten Jahr die spanische Stadt Salou : denn dort wird die smart times 2017 ihre Pforten für die smart Community öffnen.

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Alles Fotos: Martin Baitinger – smartpit.de

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Heiße Mitfahrt im smart electric drive

41° Grad. Im Schatten. Weite Landschaft. Einsame Straßen. Sengende Sonne hoch über den Köpfen. Es fehlen nur noch die „Tumble Weed“ , die über die Straße wehen. Schwitzend stehe ich neben dem jüngsten High-Tech Kompakten der Marke smart. Viertürig, zweitürig? Egal, den jüngsten smart wird man schon bald mit einem Elektroantrieb kaufen können. Für mein-auto-blog war ich in Phoenix, Arizona, unterwegs, um die letzten Kilometer der Hitze-Erprobung mitzuerleben. Ein Blick hinter die Kulissen der Zukunft.

Heiße Sache: Der neue smart electric drive in der Hitze-Erprobung

Die Visitenkarte von Andreas Söns ist dreizeilig. Er ist (u.a.) der Leiter Gesamtfahrzeugversuch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Drei Mann aus seinem Team hat er in die Wüste geschickt. Zum Testen. Und er bringt uns näher, warum man sich mit einem Auto in die Wüste verabschiedet. Staub, Sonne und Hitze. Viel mehr findet man hier in Arizona im Sommer nicht. Die Einheimischen meiden ab Mittag die Straßen, sitzen in Restaurants oder Malls, die per Schockfrostung heruntergekühlt wurden. Die Smart-Ingenieure schicken derweil die smart „ED“ Prototypen in die Hitze-Erprobung.

Test Fahrt 086 smart electric drive arizona

Auch das Death Valley steht auf dem Programm – der heißeste Platz der Erde, den man sich im Sommer aussuchen kann. Ich treffe jedoch auf einem riesigen Test-Areal auf Andreas und seine Mannen. Und den neuen smart ED. Mitten im Nichts, nur Marter-Strecken für Autos der Zukunft. Eine gute Stunde mit dem Auto von Phoenix entfernt. Es ist eine einsame Landstraße, von der es abgeht auf dieses 30 Quadratkilometer große Testgelände. Geschützt vor den Augen der Erlkönig-Jäger und der Öffentlichkeit haben die smart-Techniker hier die Endphase der Erprobung durchgeführt.

Reicht die Reichweite – Reicht die Kühlung?

Auch wenn die Reichweite noch immer das A und O für den Durchbruch der Elektromobilität darstellt und sich die großen Hersteller mit Ankündigungen von Limousinen, die  sich bald schon 400 und mehr Kilometer elektrisch fahren lassen, derzeit überschlagen, darf ein smart, per Geburtsrecht für die Stadt konzipiert, auch mit „weniger als 400 Kilometern“ als sinnvoll erachtet werden. Was er aber nicht darf, ist den Fahrer im Stich lassen. Auch nicht bei 50° Außentemperatur und mehr. Hitze ist für Elektro-Autos noch einmal eine ganz besondere Anforderung. Elektromotoren wandeln Treibstoff zwar nicht zu 60% in Abwärme um, wie das die Verbrenner-Kollegen tun, aber die Leistungselektronik, die Batterien und die Steuergeräte werden durchaus ordentlich warm. Und gerade die Batterien benötigen bei starker Leistungsabfrage eine Kühlung. Das Kühlsystem – wie das Heizungssystem – teilt sich den Antrieb mit den Insassen. Was zur Frage führt: Wer hat Vorrang?

Test Fahrt 062 smart electric drive arizona

Was passiert, wenn man sein E-Auto bei 40° und mehr mit ordentlich Elan über die Pisten treibt?

Was unter dem Kleid des smart electric drive an Hardware steckt? Noch will man es nicht verraten, ein Blick auf die im Fahrzeug installierte Messtechnik offenbart aber, es wird garantiert nicht weniger sein als beim Vorgänger. 55 kW leistete die dritte smart ED Generation, 60 kW dürften es bei der vierten Generation werden. Während man zuletzt ein 17.6 kWh großes Batteriepakt von Accumotive verwendete, dürfte auch hier das Wachstum überschaubar sein. Der Akku wird aber auch in der Zukunft wieder vom Deutschen Unternehmen Accumotive kommen. Mehr Reichweite, mehr Fahrspaß für die jüngste Generation. Andreas verspricht es mir. Und kürzere Ladezeiten.

Test Fahrt 106 smart electric drive arizona

Das Kopfnicken hatte smart der jüngsten Generation schon zur Präsentation abgewöhnt. Jetzt – mit dem Elektroantrieb – fährt sich der smart, wie er es schon immer hätte tun sollen. Gefühlvoll, dynamisch, ohne den Fahrer mit Zugkraft-Unterbrechung zu nerven. Andreas Söns fährt unseren Testwagen mit Schwung in Richtung eines Dirt-Tracks. Große Kiesel, kleine Kiesel. Schotter. Eine Straße, die man später als Kunde vermeiden will. Hier, unter der erbarmungslosen Sonne Arizonas, muss der Elektro-Smart da durch. Tagelang wurden die Testwagen auf diesem Kurs gequält. Der Schutz der Batteriesysteme und des Antriebs auf eine harte Probe gestellt. Die Testfahrzeuge sind stumme Zeugen der Qual. Alles im Auftrag der zukünftigen Kunden. Und immer in der Hitze Arizonas. Unter dieser gnadenlosen Sonne. Die Klimaanlage im Dauerstress.

Test Fahrt 145 smart electric drive arizona

Doch sehr gefühlvoll lässt sich der Elektromotor auf diese Qual ein. Der Leiter der Hybrid- und Elektro-Entwicklung lässt das Heck des smart forfour keck aus der Spur hängen. Spaßarm? Ein Elektroauto in der Kleinwagenklasse? Ganz sicher nicht. Das leicht gestiegene Gewicht spürt man nicht. Zu freudig und überzeugend summt sich der E-Motor durch seine Welt. Drehmoment ab Drehzahl Null. Keine Verzögerung durch Ladedruckaufbau oder den falschen Gang. Selbst die – noch vermuteten – 60 kW des E-Motors sind mehr als ausreichend, um Fahrspaß zu erleben.

Tausende Kilometer haben die smart-Techniker in den letzten Wochen auf diesen Pisten abgespult. Reicht die Klimaleistung? Bleiben Batterien und E-Antrieb bei Kräften, oder muss aufgrund der hohen Temperaturen die Leistung reduziert werden, um die Technik zu schützen? Es ist ein Spagat und eine Gratwanderung zur gleichen Zeit. Viel Hirnschmalz wird auf diese finale Abstimmung der Komponenten und Regelsysteme verwendet. Wir wissen ja, der smart ist ein Kooperations-Produkt. Da muss man Kompromisse eingehen. Nur davon soll der Kunde nichts merken. Nicht der smart-Kunde. Die Halle, die zu dem Testgelände gehört, wird vom ganzen Mercedes-Benz Konzern für Testfahrten genutzt. Zahlreiche leere Pizza-Kartons und ungezählte Kaffeebecher in den Mülltonnen erzählen die Geschichte von Arbeitstagen, die lange vor Sonnenaufgang starten und bei Sonnenuntergang noch nicht zu Ende sind.

Test Fahrt 137 smart electric drive arizona
Andreas Soens und der neue smart electric drive forfour – Testen unter Sonne Arizonas

Testfahrer zu sein ist kein Glamour-Job. Doch man sieht den Mannen rund um den Chef Andreas an, wie viel Spaß und Lust sie in diese Abstimmung und die Testtage in Arizona stecken.

Die Klimaanlage des smarten Stadtmobils pustet mit viel Elan und Druck die kalte Luft in den Innenraum. Höchstleistung für die Klimatisierung. Doch Batterie und Insassen, beide fühlen sich wohl. In der Zwischenzeit hat Andreas unseren smart forfour auf einen Hügel gefahren. Anfahren am Berg. Eine Sache, bei der sich die Bits- und Bytes im Motorsteuergerät ordentlich anstrengen müssen. Gefühlvoll, smooth und dennoch kraftvoll soll das Fahrerlebnis des Fahrers sein. Dutzende Male. Immer und immer wieder müssen sich die smarts hier beweisen.

Test Fahrt 157 smart electric drive arizona

Per WLAN mit der Heimat verbunden

Das Feedback der Testfahrer ist das eine. Die gesammelten Daten aus den Steuergeräten des smart ED das andere. Alles wird gesammelt. Die Daten wandern per WLAN direkt in Richtung Heimat. Also erst auf einen Server in der Halle in Arizona und von dort, via Internet, direkt auf die Server nach Sindelfingen. Während die Testfahrer in Arizona noch schwitzen, kann man in der Heimat die Daten kontrollieren.

Test Fahrt 076 smart electric drive arizona

Zwei Tage habe ich den zukünftigen Elektro-Smart in Arizona begleitet. Wohl klimatisiert hat er sich gezeigt, trotz unfreundlicher Hitze und unwirklicher Landschaften. Wie erwachsen der smart geworden ist, zeigt sich, als ich für Foto-Aufnahmen in einen typischen Pick-Up Truck steige. Fullsize, wie erwartet. Der smart könnte auf der Ladefläche geparkt werden. Während sich der Asphalt immer mehr teilt und wir uns am Ende auf einer sandigen Buckelpiste bewegen, demonstriert der kleine smart den Stand seiner Evolutionsgeschichte. Nach getaner Arbeit steige ich wieder zurück zum Testfahrer in den smart ED. Weil der „Kleine“, selbst in dieser Welt, einfach überzeugender ist. Bequem. Er dämpft weicher. Und leiser ist der Elektro Smart sowieso! Von den nicht erzeugten Emissionen will ich erst gar nicht reden.

Test Fahrt 150 smart electric drive arizona

Soon!

Im November dürfen wir dann ganz offiziell selbst an das Steuer des elektrischen Winzlings. Wir werden erleben, ob der Kleine dann der „ganz große“ Durchbruch im Feld der elektrischen Stadtmobile ist.

Test Fahrt  169 smart electric drive arizona

Und für die Fans des bewegten Bilds: Merkt Euch den Youtube-Kanal von fuenfkommasechs, dort wird in Kürze das Video von der Abnahmefahrt online gehen!

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Erste Fahrt: smart BRABUS – Schneller geht immer

Das smarte Erfolgsmodell der Mercedes-Tochter geht mit dem Autotuner BRABUS bereits in seine 4. Generation. Der kleine smart wird von dem in Bottrop ansässigen Unternehmen seit 2002 immer wieder veredelt. Hierzu gehören nicht nur die sportlichen Anbauteile und feinen Innenraumdetails. Von der Motorisierung über das Sportfahrwerk und Getriebe bis hin zur Servolenkung erhalten smart fortwo, fortwo cabrio und forfour das volle BRABUS know how. Auf Fahrerassistenzsysteme wird genauso wenig verzichtet wie auf Entertainment. Vorgestellt auf der Automesse in Beijing im April und Mai diesen Jahres stehen die drei Mini-Alleskönner ab 8. Juli beim smart Händler und warten auf Kundschaft. Die smart BRABUS Modelle stellen sich dem europäischen Markt mit einem Einstiegspreis von € 19.710.

Der neue smart BRABUS im ersten Fahrbericht

Der erfolgreiche Stadtflitzer wird mit BRABUS Technologie noch schneller

Die Revolution im Geiste begann bereits 1986. Der Gedanke eines Stadtautos, das unterhalb des A-Segments liegen sollte, beschäftigte bis dato nicht nur die Industrie. Auch an zahlreichen Universitäten dieses Landes wurde immer wieder mal ein Konzept vorgestellt. Nach langen Verhandlungen unterschiedlicher Firmen übernahm 1994 die Daimler Benz AG das Ruder und gründete mit dem damaligen Ideengeber Nicolas G. Hayek die Micro Compact Car AG. Als letztendlich 2002 die jetzige smart GmbH entstand, fand sich auch sehr schnell ein weiterer Partner, um das Fahrzeug auch in kleineren Stückzahlen zu individualisieren. Daimler ging damals schon ein Joint-Venture mit dem Autotuner BRABUS ein. Die smart-BRABUS GmbH entstand. Nach vorsichtigen Versuchen mit dem fortwo stieg das Interesse, den kleinen Flitzer noch schneller fahren und noch edler aussehen zu lassen. Alle Neuerungen für das künftige Modelljahr sind gleichermaßen für den fortwo, fortwo cabrio und den forfour bestimmt. Die Veränderungen am Design sollen den smart BRABUS eindeutig aus dem Einheitsbrei des Micro-Segments abheben. Optisch fallen uns sofort der Heckdiffusoreinsatz mit seinen Endrohrblenden in Chromoptik auf. Hinzu kommen die BRABUS typischen Monoblock Leichtmetallfelgen. Gemäß dem Motto: never change a running system beließ man es dabei, was die Außenoptik anbetraf. Alle drei Modelle in der Topausstattung standen im Schnelldurchlauf am letzten Donnerstag in Düsseldorf und Umgebung zum Test parat.

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smart mit richtig viel Speed.

Innenraum mit viel Liebe zum Detail

Das Navigationsgerät in der Mitte des Armaturenbretts empfängt uns dreigeteilt. Infos zur Strecke, dem Bordcomputer und dem Radio stehen uns gleichermaßen zur Verfügung. Das for two cabrio wird per Knopf, der in der Mittelkonsole sitzt, elektrisch geöffnet. Zunächst erstmal bis zum Überrollbügel des ca. 2,70 m kurzen Fahrzeugs, dann geht die Fahrt durch Düsseldorf los. Mit einem Fingerdruck auf die Karte des Navis vergrößert sich diese auf das volle Ausmaß des Displays. Die verarbeiteten Materialien in der „Xclusive“-Ausstattung sind sehr hochwertig und filigran verarbeitet, die Farbabstimmung sehr gut gewählt. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer haben im fortwo cabrio ausreichend und bequem Platz. Der Kofferraum wirkt zwar sehr klein und man möchte denken, kaum etwas hineinstellen zu können. Seine 340 Liter bei geschlossenem Verdeck haben trotzdem Platz für zwei Bordtrolleys oder sogar sechs Wasserkästen.

Innenraum mit allem was dazugehört
Innenraum mit allem, was dazugehört.

Starker 3 Zylinder

Der leistungsstarke drei Zylinder Turbobenziner mit seinen 80 kW (109 PS) und einem Drehmoment von 170 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen pro Minute schiebt sehr kräftig nach vorn, was uns nicht nur im Stadtverkehr zügig weiterbringt. Auf urbanen Straßen und selbst auf der Stadtautobahn rund um Düsseldorf sind wir schnell mit dem kleinen smart BRABUS unterwegs. Vom Motormanagement aus kommt der Riegel bei 180 km/h. Der vom Hersteller angegebene Verbrauch von kombinierten 4,6 Litern ist bei diesem Tempo natürlich nicht ganz zu halten. Das Sportfahrwerk mit dem speziell abgestimmten ESP in Verbindung mit der Servolenkung lassen den Stadtfloh eine gute Kurvenperformance abliefern. Dabei bleibt der smart Brabus vor allem ein sportlicher Vertreter seiner Klasse und spielt nicht die Sänfte.

3 Zylinder Benziner mit 109 PS
3 Zylinder Benziner mit 109 PS.

Sportlich ausgelegtes Getriebe

Mit einer sportlichen Auslegung des twinamic Doppelkupplungsgetriebes tritt BRABUS im Vergleich zum Vorgänger an, was auf den ersten Testkilometern im vollem Umfang positiv erfüllt wird. Es sind kaum Schaltpausen zu spüren und die neue „race-start“ Funktion des Getriebes macht ihrem Namen alle Ehre. Anfahren an grün geschalteten Ampeln oder das Einfahren in fließenden Verkehr zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht.

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Doppelkupplungsgetriebe mit „race-start“ Funktion.

Zwei Ausstattungslinien

Zwei Ausstattungslinien beim smart BRABUS erwarten seine Käufer. Die smart BRABUS GmbH bietet hier außer langen Ausstattungslisten auch Platz zur Individualisierung. Startet der smart BRABUS fortwo mit dem Basispaket bei € 19.710, der fortwo cabrio bei € 22.970 und der forfour bei € 20.520, müssen seine Kunden für die nächst höhere und einzig erweiterbare Ausstattungslinie „Xclusive“ jeweils € 3.000 zusätzlich einplanen. Die High-end Ausstattung bietet dabei BRABUS Leder Nappa Sportsitze, eine Kunstleder/Stoff abgestimmte Instrumententafel, eine zusätzliche Cockpituhr mit Drehzahlmesser, ein LED & Sensor Paket und Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer.

Viel mehr Fahrspaß durch BRABUS Technologie und Know how. Für Menschen in der Stadt und urbanen Umfeld ein guter Neuwagenkauf.  

smart nicht nur als Flitzer
smart nicht nur als Flitzer.

Text und Bild: Stefan Beckmann

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Smart Fortwo Cabrio – Das Breite-Grinsen-Auto

Sonnenschein macht bekanntlich gute Laune und das trifft besonders im Frühjahr zu, wenn nach trüben Winterschmuddellkapriolen sich endlich die Sonne durchsetzt. Die Stimmung nimmt weiter zu, wenn man ein Fahrzeug wie das Smart Fortwo Cabrio zu Verfügung hat. Die kleine mobile Sonnenbank kostet in Verbindung mit dem 66 kW/90 PS starken Dreizylinder-Turbo mindestens zwar 16.550 Euro, ermöglicht aber immerhin bis zu zwei Personen, die Kraft der Sonne zu genießen.

Vor dem Genuss steht aber zunächst ein tiefes Durchatmen angesichts der aufgerufenen Preise. Schon der normale Zweisitzer ist kein Sonderangebot. Für das Cabrio muss man nochmals gut 4.500 Euro mehr als für die vergleichbar motorisierten Coupés ausgeben. Selbst für die Variante mit dem kleineren Motor (52 kW/71 PS) verlangt Smart immer noch 15.655 Euro. Und natürlich ist es bei dem jeweiligen Grundpreis nicht getan. Eine bessere Ausstattungsvariante, hier ein Häkchen beim Klima-Navi-Multimedia-Paket, dort ein Häkchen bei Lackfarben und LED-Leuchten, nicht zu vergessen das Sechsgang-DSG und ganz schnell ist die 20.000-Euro-Marke überschritten.

Der Begriff „Cabrio“ ist zwar nicht ganz korrekt, da es sich nur um ein Rolldach handelt, das tut dem sonnigen Gefühl aber keinen Abbruch
Der Begriff „Cabrio“ ist zwar nicht ganz korrekt, da es sich nur um ein Rolldach handelt, das tut dem sonnigen Gefühl aber keinen Abbruch

Das tiefe Durchatmen gelingt leichter, wenn man sich ins Fahrzeug setzt, sich an dem schönen Ambiente erfreut und den Schalter fürs Verdeck bedient. Auf Knopfdruck fahren die Stofflagen zurück, falten sich ordentlich im Heck zusammen und erste Cabrio-Gefühle tauchen auf. Der Begriff „Cabrio“ ist zwar nicht ganz korrekt, da es sich nur um ein Rolldach handelt, das tut dem sonnigen Gefühl aber keinen Abbruch. Wer will kann sogar die Dachholme abnehmen und diese in Heckklappe verstauen. Muss man aber nicht, gerade bei noch unbeständigem Frühlingswetter ist es ganz praktisch, das Dach schnell auch wieder schließen zu können.

Die Sonne scheint, das Dach ist offen – und los geht´s. Per Knopfdruck wird der Dreizylinder zum Leben erweckt. Seine Lebensfreude gibt er laut und vernehmlich kund – übrigens auch bei geschlossenem Verdeck – und auf leichten Gasbefehl spurtet er munter los. Man könnte auch sagen, er geht ab wie Schmidts Katze. Die 90 PS verwandelt den Zweisitzer in ein kleines Geschoss. Das Sechsgang-DSG (Aufpreis: 1.075 Euro) erledigt die Kraftübertragung an die Hinterräder geschmeidig und vor allem ruckfrei. Das frühere serienmäßige Kopfnicken der Insassen, ausgelöst durch das damalige automatisierte Schaltgetriebe, gehört der Vergangenheit an. Derweil weht einem der Wind erfrischend um Nase und Augen. Die Frisur sitzt anschließend garantiert nicht mehr, dafür macht sich ein breites Grinsen im Gesicht breit.

Selbst für die Variante mit dem kleineren Motor (52 kW/71 PS) verlangt Smart immer noch 15.655 Euro
Selbst für die Variante mit dem kleineren Motor (52 kW/71 PS) verlangt Smart immer noch 15.655 Euro

Der Turbo animiert mit seiner Sprintfreude zum Gasgeben. Auf der Autobahn kann man locker im Verkehr mitschwimmen. Bei Tempo 155 schaltet sich allerdings die Elektronik regulierend ein und sorgt für ein Ende des Vortriebs. Gefühlt wäre hier noch locker Luft nach oben gewesen. Natürlich spielt der nur 2,70 Meter lange Smart seine Vorteile am besten im städtischen Umfeld aus. Bei der Parkplatzsuche ist der Winzling kaum zu toppen. Lücken, die man selbst mit einem Kleinwagen rechts oder links liegen lassen müsste – hier passen sie. Dazu kommt die Wendigkeit. Sein Wendekreis beträgt nur 6,95 Meter, Drehen auf der Straße in einem Zug gehört zum Alltag und verblüfft die anderen Verkehrsteilnehmer immer wieder. Zu seinen bevorzugten Einsatzorten gehören auch enge, spiralförmige Auf- und Abfahrten von Parkhäusern. Diese flitzt man einfach rauf (und runter), das Dickschiff im Heck ist schon auf Höhe des ersten Parkdecks abgehängt. Zehn Ebenen höher hat man längst den ersten freien Parkplatz ergattert und ist schon auf dem Weg zum Treppenhaus, bevor das unhandlichere Fahrzeug um die Ecke biegt. Das Grinsen nimmt spätestens dann die volle Breite des Gesichts ein.

Die Kürze des Smarts birgt allerdings auch Nachteile. Nein, es geht nicht um das Platzangebot für die Insassen. Das geht mehr als in Ordnung, auch längere Menschen kommen hier bequem unter. Selbst an der Armfreiheit gibt es dank einer Breite von 1,66 Metern nichts mehr zu meckern. Der Kofferraum fasst zwischen 260 und 340 Liter, anders ausgedrückt zwei Kasten Bier oder (!) zwei Kasten Wasser passen locker hinein. Nein, gemeint ist der kurze Radstand. Der lässt jede noch so kleine Unebenheit spürbar werden, ganz gemein wird es bei Straßen, die über sogenannte Aufpflasterungen verfügen. Sprich über Bodenerhöhungen der unterschiedlichsten Ausführungstechniken, die die Autofahrer zum Langsamfahren animieren sollen. Mit dem Smart rumpelt man über diese tatsächlich am besten im Schleichtempo.

Das tiefe Durchatmen gelingt leichter, wenn man sich ins Fahrzeug setzt, sich an dem schönen Ambiente erfreut und den Schalter fürs Verdeck bedient
Das tiefe Durchatmen gelingt leichter, wenn man sich ins Fahrzeug setzt, sich an dem schönen Ambiente erfreut und den Schalter fürs Verdeck bedient

Wenn man sich mit den hohen Anschaffungskosten für das Smart Fortwo Cabrio anfreunden kann, macht der automobile Zwerg fast nur Freude. Bei einer Eigenschaft ist uns allerdings das Grinsen vergangen: Der Verbrauch ist viel zu hoch. Den Normkonsume von 4,2 Litern übertrafen wir mehr als deutlich. Durchschnittlich flossen 7,3 Liter durch die Leitungen. Beim Preis und beim Verbrauch ist der Smart ein ganz Großer, leider. (Elfriede Munsch/SP-X)

Smart von Brabus – Stadt-Express

Was man heute aus einem kleinen Motor alles rausholen kann, zeigen die neuen Brabus-Versionen der Smart-Modelle Fourtwo und Forfour. Der 0,9-Liter-Antrieb leistet dank Turbounterstützung 80 kW/109 PS und beschleunigt die Stadtautos in 9,5 Sekunden (Zweitürer) auf Tempo 100 bzw. auf bis zu 180 km/h Spitze (Viertürer). Die Sportversion des City-Flitzers kostet ab 19.710 (Zweitürer) bzw. ab 20.520 Euro (Viertürer). Teuerster Smart Brabus ist das Cabrio zu Preisen ab 22.970 Euro.

Erkennbar ist die Brabus-Interpretation zum Thema Stadtauto vor allem von achtern gesehen. Dank eines grauen sogenannten Heckdiffusors mit zwei chromglänzenden Endrohren wirkt der Mini optisch breiter. 17-Zoll-Sportreifen auf mattlackierten Alu-Rädern lassen ihn zudem kraftvoller auf dem Boden stehen. So wird das Kraftpaket besser beatmet als die Serienmodelle, der Einspritzdruck wurde ebenfalls erhöht. Das neue Sportfahrwerk ist um 20 Prozent straffer und es gibt eine neue Direktlenkung.

Serienmäßig an Bord ist das Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen und ein Panoramadach. Trotzdem sind die Preise saftig und man muss bei gleicher Ausstattung rund 3.000 Euro mehr investieren als für ein Normalmodell. Und es gibt natürlich noch Platz nach oben: Wer will, kann seinen Brabus-Smart mit Sportsitzen aus Nappa-Leder oder einem Armaturenbrett ordern, das mit einem Mix aus Kunststoff und Kunstleder bespannt ist.

(Peter Maahn/SP-X)

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Pocket Rocket: Der neue smart Brabus fortwo

Der smart: bekannt als praktischer und hipper Kleinstwagen für die Stadt. Parkplatzprobleme sind ihm fremd. Dafür fällt der fortwo aber nicht gerade mit Sportlichkeit auf. Das will der Bottroper Veredler Brabus nun aber geändert haben. Mit 109 PS will der aktuelle smart Brabus nun das sportlichste Fahrzeug im Segment sein und setzt auf eine Turboaufladung, ein Performance Sportfahrwerk und viele weitere Anpassungen, die ihm auf die Sprünge helfen sollen. Vorgestellt wird der kleinste Spross mit schwäbischen Wurzeln auf der Peking Automotive Exhibition und ist ab Juli diesen Jahres beim deutschen Händler bestellbar.

smart BRABUS fortwo coupéDas Hauptattribut des smart Brabus? Der Fahrspaß! So stark wie die aktuelle Variante war bisher noch kein serienmäßiges smart-Modell zuvor. Gegenüber dem Vorgänger legt die neue Version 5 kW und 23 Nm zu und leistet so 109 PS bei 5.700 U/min und 170 Nm bei 2.000 U/min. Das reicht für einen Spurt von null auf 100 km/h in 9,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h.

Für die Leistungssteigerung verantwortlich sind vor allem zwei Faktoren: Zum einen wurde der Ladedruck auf zwei bar erhöht und zum anderen die Luftzufuhr zum Heckmotor optimiert. Dieser ist nach wie vor ein Reihen-Dreizylinder mit 900 cm³ Hubraum, der in seiner schwächeren Variante auch den Renault Twingo antreibt – das Schwestermodell des smart.

Der Franzose ist aber vorerst nicht in einer Sportvariante erhältlich. So ist das Brabus Performance Sportfahrwerk allein dem smart vorbehalten. Es fällt im Vergleich zum Brabus Sportfahrwerk um 20 Prozent straffer aus, während der Stabilisator an der Vorderachse die Rollneigung um neun Prozent reduzieren soll. Für einen engeren Kontakt zur Straße soll nun auch die Direktlenkung bieten, die eine geschwindigkeitsabhängige Lenkkraftunterstützung mit variabler Lenkübersetzung mitbringt. So wurden speziell für den smart Brabus erhöhte Rückstellkräfte eingestellt, damit das Fahrverhalten noch sportlicher ausfällt. Zudem bekam das Getriebe eine um bis zu 40 Prozent schnellere Reaktionszeit sowie eine nochmals kürzere Übersetzung als beim 66kW-Modell. Hinzu kommt, dass das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe nun eine Race-Start-Funktion hat: Bremse und Gas gleichzeitig treten, die Drehzahl einpendeln lassen, Bremse lösen und schon kann es los gehen.

Bei der Optik hält sich der Bonsai-Racer weitestgehend zurück. So installierten die Bottroper einen Heckdiffusor in grau matt, der Endrohrblenden in Chromoptik beherbergt, denen ein sonor-rauchiger Dreizylinderklang entspringen soll. Zudem kommen die typischen Brabus Monoblock IX-Leichtmetallräder zum Einsatz, die graue, glanzgedrehte und matt lackierte Partien zeigen. Das Reifenformat an der Vorderachse misst hier 185/50 R16 und 205/40 R17 hinten.

Innen gibt es für den noblen smart Brabus serienmäßig ein abschließbares Handschuhfach, sowie das Cool- & Audio-Paket. Für die nötige Sicherheit sorgt, neben der üblichen Ausstattung mit Airbags und allerlei Elektronik, eine Abstandswarnfunktion. Für mehr Fahrspaß soll die Elektronik, die bisher als sehr rigide galt, eine neue Abstimmung erfahren haben. smart BRABUS fortwo coupéSerienmäßig gibt es bei den Varianten mit festem Dach ein Panoramaglasdach. Optional hingegen kann man den smart Brabus auch als Xclusive-Variante erhalten. Diese High-end Ausstattung bietet mit ihren Sportsitzen mit einem perforierten Nappalederbezug sportliche Eleganz. Ziernähte in grau und eine Instrumententafel in einem Materialmix mit Kunstleder sorgen für eine hochwertige Erweiterung. Zudem bekommt man beim Xclusive-Modell ein Zusatzinstrument mit Cockpituhr und Drehzahlmesser, eine Sitzheizung sowie ein LED- und Sensor-Paket. Für die nötige X-Klusivität sorgt ein Badge im Spiegeldreieck.

 

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Smart-Premiere in Peking: Die Brabussis sind da!

Die aktuelle Smart-Generation bekommt Verstärkung. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Weltpremiere in China: Smart Brabus

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung empfiehlt pro Pferd eine Boxengröße von 12,25 Quadratmetern. Für 109 dieser Tiere wär also eine reine Stallfläche von 1.335,25 Quadratmetern nötig.

Das passt natürlich nicht zu einem urbanen Lebenskonzept moderner Zielgruppen. Deswegen bietet Smart in Zusammenarbeit mit dem Haustuner Brabus kompaktere Abhilfe: Dem neuen smart Brabus reichen als Fortwo 4,47 Quadratmeter Fläche, dem längeren Forfour deren 5,79.

Spätestens jetzt sind die ersten genervt: Da stellt Smart auf der Automesse in Peking mit dem Brabus smart-Trio aus fortwo, fortwo Cabrio und forfour das neue, natürlich hoch emotional aufgeladene Topmodell der Marke vor, und wir ergehen uns hier im Taschenrechnergetippe.

Die einzig wahre Brabus-Farbe: Schwarz!
Die einzig wahre Brabus-Farbe: Schwarz!

Aber ein paar Daten gehen noch, zumindest für den Stammtisch – denn es handelt sich ja um ein Brabus-Modell, also dicke Hose im kleinen Auto. Die aktuelle Generation aus Zwei- und Viersitzer gab es bislang mit maximal 66 kW / 90 PS, hier setzt der smart Brabus also deutlich was drauf, ohne jedoch verschwenderisch zu sein. Im Vergleich zum alten Fortwo aus Bottrop liegt der Zuwachs bei sieben Pferdestärken (oder eben 85,75 Quadratmetern, aber lassen wir das).

Der Premierenort – Chinas größte Automesse in diesem Jahr – ist nicht zufällig gewählt. Im Reich der Mitte freut sich der Hersteller aktuell über gesunde Wachstumsraten. In den verstopften Megacities steigen mehr und mehr Chinesen auf kleine Autos um. Weil aber Statusdenken weiterhin auf volle Geldbeutel stößt, versprechen sich die Strategen hier einen besonders großen Anteil der Brabus-Versionen am Smart-Verkauf. Dass die Fortwo-Variante in 9,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, wird im Verkehrsdickicht kaum eine Rolle spielen. Die 180 km/h Höchstgeschwindigkeit sind ein weiterer netter Papierwert. Für den forfour. Der fortwo schafft 165 Stundenkilometer.

Natürlich darf der smart Brabus auch optisch das Familienoberhaupt herauskehren. Spezielle Alufelgen (fortwo: 16-Zöller vorne, 17-Zöller hinten, forfour mit 17-Zoll Alus an beiden Achsen) gibt es und doppelte Endrohre, die leider arg angepappt aussehen.  Umrahmt werden sie von einer unverzichtbaren Diffusoroptik im Heckstoßfänger, die den Smart sicherlich aerodynamisch in eine neue Liga saugt. Satire Ende.

smart BRABUS fortwo coupé

Wie bisher gibt es das Xclusive Modell oben drauf. Das kommt mit einer Lederausstattung, Kunstlederbezug auf dem Armaturenbrett und weiteren Extras.

Darf ich nochmal mit Zahlen dienen, bitte? Muss sein, denn wir wollen doch noch die Preise für den Brabus-Spaß verraten. 19.710 Euro kostet der Brabus fortwo. Für das fortwo Cabrio verlangen die Schwaben 22.970 Euro, der forfour steht mit 20.520 Euro in der Liste. Für das Xclusive-Modell sind jeweils 3.000 Euro Aufpreis fällig.  Damit sind die Tarife zumindest unter den Immobilienpreisen in den Top-Metropolen dieser Welt; aber wir wollen jetzt ja den Smart nicht wieder auf Quadratmeter umrechnen. Ab Juli stehen die Modelle bei den Händlern.

Fahrspaß für vier – Der smart Brabus forfour

Es ist immer noch etwas ungewohnt: Der Anblick eines smart mit vier Türen. Wirklich treffend schafft es der Werbespot die Verwunderung darüber auszudrücken, in dem der Fahrer beim Rückwärtseinparken darüber erschrickt, dass plötzlich jemand hinten sitzt. Erschrecken wird sich auch so mancher Verkehrsteilnehmer, denn nun gibt es den Kleinstwagen auch als smart Brabus mit 109 Turbo-geladenen PS. Read more

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Schneewalzer für vier | Mit dem smart im Schnee

Willkommen, lieber Winter,
Willkommen hier zu Land!
Wie reich du bist, mit Perlen
Spielst du, als wär‘ es Sand!
Den Hof, des Gartens Wege
Hast du damit bestreut;
Sie an der Bäume Zweige
Zu Tausenden gereiht.
Dein Odem, lieber Winter,
Ist kälter, doch gesund;
Den Sturm nur halt‘ im Zaume,
Sonst macht er es zu bunt!
Zitat von Elisabeth Kulmann  (1808-1825)

Schluss! Aus! Ende! Wir wollen keinen Schnee mehr!

Doch zuvor: Noch einmal zum Ski fahren im smart forfour!

smart forfour 024 im schnee

Mit einem Kleinwagen in den Schnee? Sicher. Generationen vor uns haben genau das getan. Dank Heckmotor und Heckantrieb hatte der knuffige VW Käfer auf Schnee immer einen Traktionsvorteil. In Zeiten von elektronischen Traktionskontrollen und ESP gerät die ideale Gewichtsverteilung ein wenig in den Hintergrund. Dabei gibt es einen Kleinwagen, der ziemlich genau dem alten Ideal entspricht: Der neue smart.

Zwei Sitze oder vier? Ganz egal. Der Motor sitzt immer hinten und die Antriebsachse ebenso. Also, raus aus der Stadt. Ab in die Berge. Und gerade jetzt zu Ostern ein gern ausgeübtes Ritual. Eine letzte Abfahrt, noch einmal die Skier unter die Schuhe schnallen und gen Tal knallen.

So klein und doch so groß

Dass sich selbst bei einer Länge von 3.59 Metern so etwas wie Raumgefühl breit macht, ist dem cleveren Konzept des Twingo smart zu verdanken. Antriebsachse und Motor unter den Kofferraum gepackt und der Innenraum macht sich zwischen den Achsen breit. Mit an die 200 Liter Kofferraum-Volumen bleibt Platz für die Schneestiefel und Ski-Schuhe. Die Ski an sich packt man dann aber wohl sinnigerweise auf das Dach.

smart forfour 017 im schnee

Schneewalzer auf französisch

90 PS stark und mit Handschaltung oder Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Der smart forfour fährt sich wie ein Großer. Die ausgewogene Gewichtsbalance verleiht dem Stadtmobil hier draußen, 2.000 Meter über Null, die Ausgeglichenheit eines ganz Großen. Traktion ist vorhanden, was an Leistung nicht in den Schnee gestampft werden kann, wird vom ESP vorsorglich niedergeregelt. Sicherheit stand immer ganz oben auf der Liste der Entwickler.

Dem Dreizylinder-Turbo geht auch in Richtung Kühtai nicht die Puste aus. Munter schält er sich Höhenmeter für Höhenmeter durch die kalte, aber klare Bergluft. 135 Nm drückt der kleine Turbomotor in Richtung Hinterachse.

Sein Wendekreis von unter 9 Metern (8,65m) mag ihn ja eigentlich eher für die Stadt sinnvoll erscheinen lassen. Doch auch für den Slalom zwischen poppig gekleideten Snowboardern und Ski-Haserln ist diese Wendigkeit gut geeignet. Dass man sich dabei nicht zwischen den Ski verheddert, dafür sorgt die gute Übersichtlichkeit.

Die Gene des smart forfour sind denen des Zweisitzers ähnlich und dank des idealen Antriebskonzeptes, es spart nicht nur Platz, sondern platziert das Gewicht fein auf der Hinterachse, wühlt sich auch der Stadtfloh von smart munter in Richtung Skipisten.

Dass man den kleinen smart mit seinem französischen Dialekt nicht zum „Wedeln“ bekommt, dafür sorgt das rigoros regelnde ESP. So bleibt einem auf der Fahrt zum nächsten Skilift nur die Traktion und die Wendigkeit des smart im Gedächtnis, während man den Snowboardern bereits neidische Blicke zuwirft.

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Letzter Aufruf 2016: Schneewalzer mit dem Stadtfloh, irgendwer?

Ja, ja. Die Uhren werden bald wieder umgestellt und draußen klopft bereits der Frühling an die Tür, aber – zu Ostern noch einmal die Skier untergeschnallt und die letzten Abfahrten im Schnee gemacht. Und wer dachte, mit seinem Stadtmobil bliebe ihm dieser Spaß verwehrt, dem hat smart mit diesem Ausflug in die Schneewelten rund um das Kühtai das Gegenteil bewiesen.

 

 

 

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Erste Fahrt im smart fortwo cabrio – Der Allwetterspaß

Es ist ein offenes Geheimnis: Der Platz in einem smart fortwo bleibt auch in seiner dritten Generation begrenzt. Dafür ist er unschlagbar handlich. Rechtzeitig zum kommenden Sommer rollt jetzt das Cabrio auf den Markt. Da aber nicht jeder Sommer zum Jahrhundertsommer gerät, bietet smart mit drei frei wählbaren Varianten des Dachs Fahrvergnügen bei jeder Witterung. Wir haben dem Stadtfloh mal auf den Zahn, pardon,auf den Stoff gefühlt. 

In Valencia kann es im Januar trotz Sonne ordentlich kühl sein. Sei es drum. Wir sind hier, um das neue smart fortwo cabrio zu fahren. Auf Knopfdruck zieht sich das schwarze Dach des kultigen Zweisitzers in weiß rotem Blechkleid zurück. Die ersten Sonnenstrahlen auf winterblasser Haut wecken den Wunsch nach mehr. Wir warten also ab, bis sich die Stoffhaut vollends hinter die Sitze abgesenkt hat. Für richtiges Cabriofeeling müssen wir dazu nur die seitlichen Dachholme aus den Verankerungen lösen. Geht im Handumdrehen, die Fingernägel bleiben dabei ungeschoren. Die lästige Suche nach einer Unterbringung in dem knapp geschnittenen Cabrio erübrigt sich. Die Heckklappe ist als Aufnahme-Platz präpariert. Smart heißt eben nicht nur munter, sondern auch clever.

Offen, halboffen oder geschlossen zeigt sich das Dach für alle Wetterlagen tauglich.
Offen, halboffen oder geschlossen zeigt sich das Dach für alle Wetterlagen tauglich.

Gezielte Verstärkungen sorgen für Sicherheit in allen Lebenslagen 

Mehr als fünfzehn Jahre ist es her, seit  die kleinsten Seriencabrios der Welt im Jahr 2000 die europäischen Straßen unter ihre Räder nahmen. Mit dem ersten Modellwechsel 2006 bekam die Sache Schwung und das Dach einen vollautomatischen Antrieb. Die neue, dritte Generation ändert an den Basics nichts. Der smart behält seine typischen Silhouette ohne Überhänge. Nur im direkten Vergleich erkennt man, dass die B-Säule etwas schmaler als bei der geschlossenen Variante ausfällt. Ansonsten gibt äußerlich kaum Unterschiede. An entscheidenden, aber unsichtbaren Stellen wurde das Cabrio dagegen gezielt verstärkt. Kreuzstreben und zwei Torsionsschottwände unter dem Fahrzeug vorne und hinten sowie ein innen liegendes Stahlrohr in den A Säulen aus Stahl sollen für  Sicherheit in allen Lebenslagen sorgen.

Die Optik: unverkennbar smart.
Die Optik: unverkennbar smart.

Zwölf Sekunden entscheiden über Licht oder Schatten

Auf der Suche nach einem  morgendlichen Latte Macciato haben wir uns tief in die verwinkelten Gassen der spanischen Hafenstadt gewagt. Kopfschüttelnd verfolgen uns einige Passanten mit ihren Blicken, als wir flott um die Ecke biegen und prompt vor einem mehr als zwei Mann hohem Portal aus poliertem  Alabaster zum Stehen kommen.  Die freundliche Stimme aus dem Navi scheint zu triumphieren, nachdem sie  uns unbeirrbar bis hierhin dirigiert hat. Es scheint , als seien nicht nur die Adresse des Cafes, sondern auch die smart-Maße von 2,69 Meter Länge, 1,66 Meter Höhe und 1,55 Meter Höhe als Eckpunkte für alles Fahrbare bei der Wegbeschreibung hinterlegt. Trotzdem die Pause nur ganz kurz sein soll, fahren wir das Dach besser zu.  Diesmal via Funk über den Fahrzeugschlüssel.  In 12 Sekunden ist alles erledigt. Genauso viel Zeit, wie wir für die Bestellung brauchen

Der smart fortwo kennt keine Parkplatzprobleme.
Der smart fortwo kennt keine Parkplatzprobleme.

Bis zu Tempo 155 km/h lässt sich das Dach öffnen oder schließen

Beim Latte sind wir sind uns einig. Smart fortwo cabrio Fahren macht Spass. Wenn man sich im Inneren mit Klamotten, Smartphones, Kameras und Handtasche erst einmal eingerichtet hat. Zur Not bleibt immer noch Platz im Fußraum des Beifahrers. In Fahrt gekommen, lässt sich der Zweisitzer mit dem 90 PS Dreizylinder und dem Doppelkupplungsgetriebe inzwischen auch fast ruckfrei durch den Großstadtverkehr treiben. Sein Wendekreis von gerade mal 6.95 Metern macht ihn zum Champion bei der Parkplatzsuche. Für die, die sich in Sachen Frischluftbedarf nie entscheiden können:  Bis zur Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h lässt sich das Dach öffnen oder schließen. Das smart fortwo Cabrio gibt es mit dem 90 PS-Motor und dem Doppelkupplungsgetriebe zum Preis ab 16 550 Euro.

smart fortwo cabrio
Schon klassisch: die Silhouette des smart fortwo ohne Überhänge.
smart fortwo cabrio
Spielt die Sonne nicht mehr mit, lässt sich das Stoffdach auf Knopfdruck in 12 Sekunden schließen.

Der Fahrzeugschein für das smart fortwo cabrio 

Verkaufsstart:  Sofort
Basispreis:  Ab 16 550 €
Motorleistung: 90PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Beschleunigung:  11,7 Sekunden für 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4,2 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 155 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  2.69, 1.66, 1.55, 1812 mm

 

 

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News: Smart Fortwo Cabrio – Stadtzwerg mit Stoffmütze

Smart hüllt seinen Zweisitzer schon jetzt ins Sommer-Outfit und hat mit dem Fortwo Cabrio wieder eine offene Version des Kleinstwagens im Angebot. Der Neue hält am Verdeck-Prinzip des Vorgängers fest. Heißt: Per Knopfdruck lässt sich das Dach in wenigen Sekunden zurückfahren – und dies auch während der Fahrt und sogar bis zur Höchstgeschwindigkeit. Wer vom Straßen-Café bereits das Verdeck bewegen möchte, um schon mal zu lüften, kann dies auch per Fernbedienung über den Schlüssel tun. Um den City-Floh allerdings eine Stufe weiter zu öffnen, muss die Zündung eingeschaltet sein und ein Kippschalter auf der Mittelkonsole betätigt werden. Das zusammengefaltete Verdeck legt sich inklusive der Glasheckscheibe nach hinten ab. Stufe drei des Striptease nehmen weiterhin die seitlichen Dachholme ein. Sie lassen sich mit einem Doppelklick aushaken und wie Messer und Gabel im Besteckkasten in einem speziellen Fach in der Heckklappe verstauen.

Ein bisschen Handarbeit also, bevor es mit dem Frischluft-Vergnügen losgeht. Den Spaß verstärkt der kleine Turbomotor im Heck. Aus nur 900 Kubikzentimetern Hubraum holt er stramme 90 PS. Die reichen dicke für spontane Sprints und Spurwechsel in der Stadt. Auf der Autobahn schafft das Fortwo Cabrio 155 km/h Spitze.

Die Topvariante bietet Smart für 16.550 Euro an. 895 Euro günstiger wird der Spaß etwas schwächeren Basismodell (1,0 Liter Hubraum, Saugmotor, 71 PS). Beide werden zunächst nur mit dem Doppelkupplungsgetriebe „twinamic“ ausgestattet, das sich schnell und ruckfrei schalten lässt. Die einstigen Nickbewegungen nach den Gangwechseln sind Geschichte. Wer es noch bequemer haben möchte, geht auf Automatik-Modus. Wer nach alter Sitte schalten will, muss sich ein wenig gedulden. Im Sommer plant Smart, das manuelle Sechsganggetriebe nachzureichen. Das Cabrio wird in dieser Variante analog zum Coupé 1.000 Euro weniger kosten.

Doch weil niemand diesen kleinen Flitzer von der Stange kauft und stattdessen umfangreich individualisiert, sollte man sich lieber mit Summen um die 20.000 Euro anfreunden. Es gibt neben den Hauptausstattungslinien „passion“, „prime“ und „proxy“ diverse Pakete. Zu empfehlen ist hier das „Cool & Media-Paket“. Es enthält eine Klimaautomatik und einen 7-Zoll-Touchscreen, Navigation und Echtzeit-Verkehrsmeldungen.

Autor: Michael Specht/SP-X

Smart Fortwo Cabrio – Ein Stückchen Himmel

Wer Frischluft für zwei möchte, wird ab Februar bei Smart fündig. Dann hat die Daimler-Tochter wieder eine Cabrio-Version des Fortwo im Angebot – für mindestens 15.655 Euro. Der stolze Preis resultiert auch aus der Tatsache, dass für den offenen Zweisitzer zunächst kein Handschalter sondern nur das teurere Doppelkupplungs-Getriebe angeboten wird.

Die luftige Variante der bereits seit Ende 2014 erhältlichen Kleinstwagens wird von einem 52 kW/71 PS starken Dreizylinder-Benziner angetrieben. Alternativ steht für 16.550 Euro die stärkere Ausführung mit 66 kW/90 PS zur Wahl – ebenfalls nur mit Doppelkupplungsgetriebe. Handschaltversionen werden nachgereicht. Gegenüber dem geschlossenen Modell ist das Cabrio damit zurzeit jeweils 3.260 Euro teurer.

Das neue Cabrio folgt dem Prinzip des Vorgängers: Wird das Stoffverdeck zurückgefahren, lassen sich die Dachholme auf beiden Seiten herausnehmen und verschwinden im Staufach der Heckklappe. Sein Mützchen kann das Cabrio bei jeder Geschwindigkeit und innerhalb von zwölf Sekunden verschwinden lassen.

Immer an Bord des Fortwo Cabios sind unter anderem Tagfahrlicht in LED-Technik, Zentralverrieglung, Tempomat, eine beheizbare Heckscheibe und elektrische Fensterheber. Neben der Serienausstattung bietet Smart weitere drei Ausstattungslinien an. So gibt es die 1.400 Euro teurere Linie Passion mit Multifunktionslenkrad in Leder und einem Farb-Display sowie die 2.000 Euro teurere Ausstattungsstufe Prime mit Lederausstattung sowie Sitzheizung. Wer 3.400 Euro für die Linie Proxy ausgibt, erhält sein Cabrio unter anderem mit Sport-Paket samt 16 Zoll großen Leichtmetallfelgen.

Soll sich das Smartphone mit dem Fahrzeug vernetzen, benötigt man noch das Media-System. Dieses ist Bestandteil des sogenannten Cool-&-Media-Pakets, für das der Hersteller 1.750 Euro verlangt. Dann können Smartphone-Inhalte auf dem Bildschirm angezeigt und per Touchscreen bedient werden.