#becausesoundmatters – Dynaudio

Ein Roadtrip der Ohren öffnen sollte. Mit dem Volkswagen Phaeton von der Gläsernen Manufaktur in Dresden, in das Herz der Lautsprecher-Manufaktur von Dynaudio!

Von Dresden führte uns der Trip über die Deutschland-Zentrale von Dynaudio in Rosengarten bei Hamburg, bis nach Skanderborg in Dänemark. Dem Firmensitz von Dynaudio, und dem Herzen der Produktion. Nachdem wir genug Zeit hatten, die High-Ende Soundanlage im Volkswagen Phaeton zu testen, war es an der Zeit, hinter die Kulissen zu schauen.

Ich sag es nochmal: Ich habe keine Ahnung von HiFi – aber ich bin jemand der guten Sound schätzen kann. Auf der Tour habe ich jedoch vieles über „guten Sound“ gelernt. So dachte ich immer, ein guter Sound ist wie guter Wein. Völlig individuell. Und jeder findet den ganz eigenen Geschmack. Aber das stimmt nur zum Teil. Es gibt so etwas wie einen Referenz-Klang, bei Wein gibt es das nicht. Denn die Referenz-Traube an sich, die ist bereits Geschmackssache. Bleibt man beim Beispiel mit dem Wein, dann ist die Aufgabe eines guten Winzers, den Original-Geschmack der Traube in flüssige Form zu bringen. Barrique-Fässer  wären da bereits eine dröge Verfälschung des Originals. Denn bei Musik, bei guter Musik, geht es darum, den Sound im Original wiederzugeben. Ton für Ton. Was so einfach klingt, wird vor allem durch moderne Technik erst einmal erschwert. Im Auto, auf dem Handy und zu Hause nutzen wir immer mehr Streaming-Formate. MP3s waren der Anfang und kluge Köpfe wollten nichts böses als sie anfingen die Musik zu komprimieren. Aber das Ergebnis kann – egal wie clever komprimiert – nicht mehr dem Original entsprechen. Das Ergebnis? Klanglicher Matsch.

Die Herausforderung für Premium-Soundsysteme ist also, aus dem Matsch das „bestmögliche“ heraus zu kitzeln. Das tuen einzelne Hersteller auf ganz eigene Arten. Die einen sind heftigst Basslastig, die anderen übertreiben es bei den Höhen und jeder denkt, er hätte das „Musik-Barrique-Faß“ mit dem er den besten Wein Klang aus dem Musikstück holt.

Pure Sound – Dynaudio

Wie versaut mein Musik-Empfinden ist, zeigte sich bei der Demonstration der aktuellen Top-Seller von Dynaudio. Die XEO4 sind kabellose Aktive Lautsprecher. Putzig klein. Und natürlich vermisste ich den Bass. Bin ich doch bislang der Typ: Subwoofer auf Endanschlag und wenn ich den anwerfe, dann üblicherweise zusammen mit einem BluRay-Film oder einem HD-Streaming. Und dann muss die Decke wackeln wenn es zur Sache geht. Aber – und das war für mich auf dem Trip die größte Offenbarung: Ich habe halt vom „Musik hören“ also dem wirklichen „Musik hören“, einfach keine Ahnung.

Also im Soundstudio von dynaudio auf den Sessel im „Sweet Spot“ der XEO4 gesetzt und gelauscht. Die Augen geschlossen. Und einfach mal zugehört.

Yello – Rubberbandman

Und plötzlich bekommst Du dieses Gefühl. Vor dir baut sich direkt das Mischpult auf, Du sitzt direkt im Studio, hörst jeden Tonwechsel direkt aus dem Synthesizer von Elektropop-Künster Dieter Meier.

Oder das Stück hier:

Musik hören bedeutet, die Musik so zu hören, wie der Künstler sie abgemischt hat. Nicht mit mehr Bass, nicht mit einem synthetischen Rock, Pop, Klassik, Whatever-Profil, sondern pur und unverfälscht. Und das ist das Credo von Dynaudio.

Und in dem was Dynaudio tut, scheinen sie so richtig gut zu sein. Ich kann es wie gesagt nicht beurteilen, weil ich bin ja der Typus: „Rumpel und Schepper“, aber wenn man durch die Musikstudios dieser Welt tingelt, dann wird man überall eine Gemeinsamkeit entdecken: Lautsprecher von Dynaudio.

Und auch die Film-Produzenten nutzen zum abmischen ihrer Filmmusiken nicht selten die Tonstudios in denen Dynaudio den Ton angibt.

Besichtigung der Dynaudio-Fertigung

Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel „Handarbeit“ in einem wirklich guten Lautsprecher steckt. Bei der Fertigung von Dynaudio in Dänemark von einer Lautsprecher-Manufaktur zu sprechen ist vollkommen berechtigt. Und es war eine mehr als interessante Erfahrung. Vor allem für jemanden wie mich, der zwar gerne beim Auto fahren Musik hört, aber eigentlich nie behauptet hätte, in irgendeiner Weise „audiophil“ zu sein. Hauptsache ein satter Bass, ordentlich wumms. Wobei mir der Druck unter der Haube eines Autos immer noch wichtiger ist, als der Druck aus dem Verstärker und den Lautsprecher-Membranen, auch wenn ich ein wenig beeindruckt bin. Denn die 1.000 km/h mit denen sich eine Hochtöner-Membrane bewegen kann, die werde ich auf der Autobahn nicht erreichen :).

Egal – der Phaeton V6 TDI war ein wundervolles Reisemobil für die lange Strecke, seine Dynaudio-Anlage brachte mir den „puren Sound“ näher und öffnete mir die Ohren.

Der Besuch der Phaeton- Geburtsstätte in Dresden – auch eine Manufaktur – spannte den idealen Bogen zu der Lautsprecher-Manufaktur von dynaudio. 

 

 

Das ist Teil 3 - zu Teil 2 - zu Teil 1 - AWR-Magazin - autophorie.de - trenddokument.de
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