„Benzin im Blut – nachgewiesen“

„In Kooperation mit Shell“

Vernetzung, Cloud und Gadgets mag ich ja in etwa so gerne wie das Auto fahren an sich. Was liegt näher, als beides miteinander zu verbinden? Als SHELL mich fragte, ob ich an der „Shell drives you“ Studie teilnehmen wolle, war daher auch schnell klar: Natürlich will ich.

Shell drives you – Deine Emotionen beim Autofahren?

Kennst du Autofahrer-Tourette? Wenn andere mal wieder saudämlich fahren und einen das aufregt? Eigentlich ist man selbst ein ruhiger Typ, aber wehe da vorne kapiert wieder einer nicht, wie eine Rettungsgasse oder das Reißverschlussverfahren funktioniert? Dann schnellt Dein Blutdruck hoch und du bekommst Autofahrer-Tourette? Ich gestehe – obwohl ich das Autofahren sehr gerne mag, manchmal habe ich auch Autofahrer-Tourette.

Wie also ergeht es einem beim Autofahren?

Um den Unterschied heraus zu finden und mehr über die eigene Gefühlslage beim Autofahren lernen, hat Shell die rund 300 Teilnehmer der Studie mit einem „Armband“ ausgestattet. Dieses „Bracelet 37°“ misst nicht nur den Puls und die Aktivität, sondern soll auch Aussagen über die Gefühlslage und die aktuelle Stimmungslage geben. Da war ich schon ein wenig skeptisch. Aber hey, you never know, was alles funktioniert.
Für 14 Tage ist nun also das Armband mein täglicher Begleiter. Und daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Denn die Bedienungsleitung sagt eindeutig, das Band muss eng anliegen und angenehm ist das eben nicht. Während nun also links die Apple-Uhr umgebunden ist, sitzt am rechten Handgelenk auch noch das Wearable von Shell.

Fitnessarmband und APP arbeiten zusammen

Doch das Fitnessarmband ist nur ein Teil des Versuchsaufbaus. Um die Daten des Armbandes mit den Zeiten zu verknüpfen, in denen man im Auto sitzt, sagt man der 37°Bracelet App, dass man seine „Reise“ nun beginnt und auch SHELL besitzt eine APP, die allerdings mehr kann, als nur Fahrten zu tracken. Doch für diese Studie ist vor allem das „Tracken“ der Fahrten besonders wichtig. Die Shell App bietet neben smartpay, clubsmart und anderen Optionen, auch den Bereich „SHELL DRIVE“.
Auch diese App starten die Studien-Teilnehmer vor jeder Fahrt. Benutzen kann diese App jedoch jeder. Denn per GPS-Daten wird die Fahrt aufgezeichnet und ausgewertet. Ich habe, Stand heute, bereits 787 km Fahrtstrecke aufgezeichnet. Aus den GPS-Daten ermittelt die App unter anderem die Beschleunigungswerte und gibt Hinweise auf die Effizienz der Fahrt. Mir wirft die App derzeit noch zu kräftiges Beschleunigen und Bremsen vor. Nun denn – bin ich eben auch jemand, der primär mit Spaß beim Autofahren dabei ist.
In Verbindung mit den Daten vom Fitnessarmband lässt sich nun die biologische Seite des Autofahrens mit den gemessenen Werten des GPS in Verbindung setzen. Die Frage am Ende: Wie fühlst du dich beim Autofahren?
Wenn man nun die Daten aller Teilnehmer einfließen lässt, zudem die Wetterdaten hinzufügt und Experten aus verschiedenen Bereichen an die Auswertung der Daten setzt, erhält man recht valide Ergebnisse über den Zusammenhang von Schlaf, Ernährung, Stimmungen und dem „Spaß am Autofahren“ oder dem Frustpotential der täglichen Fahrt.

 

Daten, Daten, Daten

Viele Menschen fürchten sich davor, die eigenen Daten offenzulegen. Ich persönlich finde das Thema von „SHELL DRIVES YOU“ spannend genug, um 14-Tage lang sogar meine Biodaten zu offenbaren. Dass man zudem meine Fahrstrecken aufzeichnet, es stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich hoffe, meine Daten liefern mir hinterher ein paar erhellende Informationen über meine Laune beim Fahren – hoffe ich doch, nicht nur unter Autofahrer-Tourette zu leiden, sondern auch leidenschaftlich gerne Auto zu fahren – ob es mir wirklich gut tut 🙂 – sehen wir nach dem Test.

Alles neu beim Dacia Duster?

Die zweite Generation des Autos, das kein Statussymbol sein möchte, wurde jüngst auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Allerdings muss man schon genau hinsehen, um die Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Das SUV zeigt ein moderneres Design, bleibt aber – wie der Vorgänger – seinem robusten Charakter treu. Innen setzt der neue Dacia Duster hingegen auf ein vollständig neues Interieur. Gefallen möchte der rumänische Neuling natürlich mit seinen weiterhin erschwinglichen Preisen, einem guten Raumangebot und sogar mit brauchbarer Geländetauglichkeit.

Design – wenn weniger mehr ist

4,30 m misst der Dacia Duster der zweiten Generation – das ist ein Zentimeter weniger, als beim Vorgänger. Das soll allerdings keine Auswirkungen auf die Platzverhältnisse des Interieurs haben – ganz im Gegenteil. So stehen ausreichende 445 Liter Kofferraum mit Front- und 376 Liter mit Allradantrieb bereit. Hier muss sich schon fragen, ob man lieber einen geländegängiges SUV mit wenig Kofferraum oder ein „normales“ SUV mit ausreichendem Gepäckabteil haben möchte. Förster, die gerne mal ihre Beute im Kofferraum transportieren, kommen hier in ein Dilemma.

Der robuste Unterfahrschutz zeigt, dass der Dacia Duster auch im Gelände zu Hause ist

Andererseits dürfte das neue Interieur aber viel zu schade für Tierkadaver sein – hier hat sich Dacia durchaus Mühe gegeben und ein fahrerorientiertes Cockpit eingebaut. Schön, dass der Touchscreen des Media-Nav Evolution-Systems dabei angenehm hoch positioniert wurde. Außerdem bietet der Dacia Duster nun ein neues Lenkrad im Vier-Speichen-Design. Viel wichtiger als dieses Feature ist aber, dass der Nutzen gesteigert wurde: Der Verstellbereich des Lenkrads wurde genauso erweitert, wie jener der Sitze. Hinzu kommt eine großzügigere Ausstattung mit Ablagemöglichkeiten und die Verwendung von hochwertigeren Materialen. Daneben bieten die neuen Sitze nun mehr Seitenhalt und zum ersten Mal eine Arm- und Lordosenstütze. Eine Premiere feiert auch die erstmals erhältliche Klimaautomatik mit erhöhter Klimaleistung im Dacia. Einen Hauch Premium-Feeling bringen Features wie das schlüssellose Zugangssystem „Keycard Handsfree“ oder die Multiview-Kamera, die sowohl das Einparken wie auch Fahrten im Gelände erleichtert.

Vollkommen neu gestaltest Interieur im Dacia Duster

Der Dacia Duster will es wissen

Wählt man den Rumänen mit optionalem Allradantrieb, soll er im Gelände mehr können, als nur über einen schlechten Feldweg fahren zu können. 21 cm Bodenfreiheit sowie Böschungswinkel von 30 Grad vorn und 33 Grad hinten prädestinieren den Dacia Duster nahezu zum Nutzfahrzeug im Unwegsamen. Dafür ist aber nicht nur der Innenraum zu schade, sondern auch das Exterieur. Zwar fällt die Frontpartie mit ihrem robusten Look und dem hochgezogenen Unterfahrschutz auf, doch wirkt der Dacia Duster mit seiner neuen Front zu schade, um ihn im Wald zu zerkratzen. Da wären etwa der neue Kühlergrill mit Einsätzen in Wabenform, das LED-Tagfahrlicht oder das markante Motorhaubenprofil, die dem Rumänen einen Hauch Noblesse angedeihen lassen.

Ausgefallen 17-Zoll-Leichtmetallräder

Ansonsten fällt der Duster mit seiner ansteigenden Fensterlinie und dem Knick auf Höhe der C-Säule auf. Außerdem wanderte die Windschutzscheibe zehn Zentimeter weiter nach vorn und steht nun etwas flacher als beim Vorgänger. Die ausgestellten Radhäuser werden von 17-Zoll-Leichtmetallrädern gefüllt – so weit so gut. Aber was ist mit den Rückleuchten geschehen? Hier stand scheinbar ein Jeep Renegade Pate.

Beim Fahren möchte der Dacia Duster II mit einer neu konstruierten, elektrischen und geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung gefallen. Endlich am Zahn der Zeit angekommen zeigt sich der Dacia mit seiner Ausstattung an Assistenzsystemen, wie etwa einem Toter Winkel-Warner. Zudem gibt es erstmals Windowairbag für den Rumänen sowie eine automatische Aktivierung des Abblendlichts. Und sollte man sich doch einmal ins Gelände trauen, sorgt eine Berganfahrhilfe dafür, dass nichts schiefgeht.

Die Rückleuchten erinnern stark an einen Mitbewerber des Dacia Duster

Dafür sollten auch die aus dem Renault-Regal stammenden Aggregate sorgen, die mit Front- und Allradantrieb kombiniert werden können. Zur Wahl stehen zwei Benziner, ein Flüssiggasantrieb sowie zwei Turbo-Diesel. Während der Einstiegsbenziner ein Saugmotor ist, greifen die restlichen Aggregate auf Turbo-Technik zurück. Die Leistungsspanne ist überschaubar und reicht von 90 bis 125 PS.

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Mitsubishi Space Star – Günstig, billig, preiswert?

„Hey, ich habe mir neulich Sneaker gekauft, die waren total billig!“ Billig! Ein viel gescholtenes Wort. Eines, das man eventuell auch für den aktuellen Mitsubishi Space Star verwenden könnte? Oder ist der japanische Kleinstwagen etwa günstig. Oder Preiswert? Habby ist dem auf den Grund gegangen und zeigt im Test auf YouTube, was der Japaner auf dem Kasten hat. Und darin! Read more

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Volkswagen Arteon – Der Klassen-Patient

#läuft – ein Hashtag, der bei Volkswagen nicht immer passend scheint. Der Volkswagen Phaeton? Ein Prestige-Objekt, ein tolles Auto, aber dennoch ein Flop. Der Volkswagen Passat CC bzw. nur „CC“ – wie er später hieß? Auch nicht gerade das, was man einen Kassenschlager nennen würde. Die Diesel-Thematik wollen wir jetzt nicht auch noch hervorkramen. Und dennoch: Volkswagen ist einer der erfolgreichsten Automobil-Konzerne der Welt, der allerdings ohne ein echtes Flaggschiff auskommen musste – bis jetzt! Dieser Aufgabe möchte sich der neue Volkswagen Arteon annehmen und gleichzeitig den CC wie auch den Volkswagen Phaeton beerben.

Fahrbericht Read more

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BMW X3 – Münchner Alleskönner

Sie haben es 2003 vorgemacht, die Münchner. Der erste BMW X3 begründete das Segment der Mittelklasse-SUV, pardon, SAV muss es natürlich heißen. Der BMW X3 möchte nämlich kein gewöhnliches Sports Utility Vehicle sein, sondern ein Sport Activity Vehicle. Die gepflegt dynamische Gangart ist das Metier des Bajuwaren, der seit seinem Marktstart mit dieser Attitüde überzeugen konnte und so auf stolze 1,5 Millionen verkaufte Exemplare in zwei Generationen kommt. Nun legen die Münchner die dritte Generation auf und wollen damit den nächsten Teil der Erfolgsgeschichte starten. Ihr Rezept: Eine markantere Formensprache, kräftige, aber gleichzeitig effiziente Aggregate sowie eine luxuriöse Ausstattung und gute Fahreigenschaften auf jedem Terrain – X-Drive sei Dank. Read more

Nissan X-Trail Facelift – Feinschliff zum Finale

Zum Finale der UEFA Champions League Finale in Cardiff war es soweit: Das Facelifte des Nissan X-Trail wurde der Weltöffentlichkeit präsentiert und ist ab September im Handel erhältlich. Der SUV zeigt ein eigenständiges Design und wirkt dabei robust, ohne aber ein harter, unkomfortabler Offroader zu sein. Stattdessen setzt Nissan auf eine hohe Qualität im Innenraum, neue Technologien und auf mehr Sicherheit. Hinzu kommen praktische Features, wie etwa eine sensorgesteuerte Heckklappe. Ausblick auf die Details des Facelifts. Read more

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TOTAL Kraftstoffe – Fragen? Antworten!

Anzeige // Bjoern und Jens von rad-ab.com haben sich mit kürzlich mit Dr. Ralf Stöckl, Advisor New Energies / Sustainable Development, und Wolfgang Leder, dem Leiter Network Fuel Produktion Management, getroffen, um Eure Fragen zum Thema Kraftstoff zu klären. Ihr hattet die Gelegenheit, Eure Fragen als Kommentar zu stellen und sie von den Experten beantworten zu lassen. Die interessantesten Punkte haben Bjoern und Jens herausgesucht und sind in die TOTAL Zentrale nach Berlin gereist, um Euch die versprochenen Antworten liefern zu können.

Das Thema „Kraftstoff“ ist ein wirklich spannendes und vor allem heiß diskutiertes, schließlich fährt ein Großteil der Kraftfahrzeuge auf unseren Straßen mit Benzin und Diesel. Oftmals kümmern wir uns gar nicht darum, was wir unserem Auto in den Tank pumpen. Dabei ist dieses Thema wirklich interessant und umfasst Faktoren, die einem häufig gar nicht klar sind. Eure Unklarheiten haben Bjoern und Jens nach Berlin mitgenommen und sie den Experten von TOTAL vorgelegt.

Benzin ist Benzin – oder?

Da wäre etwa die Frage, ob die Kraftstoffzusammensetzung und dessen Qualität immer gleich seien, schließlich würde der Basis-Kraftstoff – regional abhängig – von unterschiedlichen Raffinerien stammen.
Das wusste Dr. Ralf Stöckl ganz klar mit einem „nein“ zu beantworten. Hier komme es darauf an, aus welchem Erdöl der Kraftstoff produziert und in welcher Raffinerie jener hergestellt würde. Diese Faktoren würden Schwankungen hervorrufen, die aber normal und natürlich wären. Letztendlich komme es aber darauf an, dass TOTAL ein Additiv hinzugibt, sodass man an allen TOTAL Tankstellen immer die gleiche, hohe Qualität bekommt.

Eure Fragen und die Antworten der TOTAL Experten seht ihr auch im Video:

Auch Kraftstoff kann frieren

Eine weitere Frage befasste sich mit der Kälteempfindlichkeit des Kraftstoffs. Hier schreibt die Norm eine Unempfindlichkeit bis zu Temperaturen von -20 Grad Celsius vor – und die leisten die Kraftstoffe von TOTAL natürlich auch. Es geht sogar noch weiter: Die Standard-Kraftstoffe sind bis zu -22 Grad Celsius widerstandsfähig, der TOTAL Excellium Diesel sogar bis -30 Grad Celsius. Wenn ihr also eine Fahrt nach Sibirien unternehmen wollt, ist Excellium die richtige Wahl. Natürlich werden die sogenannten Winterkraftstoffe aber nicht über das gesamte Jahr angeboten, sondern nur dann, wenn sie auch gebraucht werden. Das ist in der Regel von November bis Februar oder März der Fall – je nachdem, wie lange es wirklich kalt bleibt. Im Fall eines sehr langen Winters gäbe es zudem Reserven.

Premium lohnt sich

Eine weitere Frage bezog sich auf den Nutzen von Premium-Kraftstoffen. Braucht man sie wirklich oder sind sie nur für besonders sportliche Fahrzeuge nötig?
Grundsätzlich kann der Kraftstoff, den man dem lieben Blech einschenkt, gar nicht gut genug sein. Warum das so ist? Weil die Premium-Kraftstoffe dabei helfen, den Motor sauber zu halten. Es kann vorkommen, gerade bei der Verbrennung von weniger hochwertigen Kraftstoffen, dass sich Rückstände im Motor bilden und dort hängen bleiben. Die Folge sind ein rauer Motorlauf, Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch und weitaus mehr, als man sich vorstellen kann. Gerade am Übergang zwischen den Zylindern und dem Zylinderkopf können diese Rückstände hängen bleiben. Additive, die in den Premium-Kraftstoffen enthalten sind, bewirken hingegen ein Auflösen von Ablagerungen und verhindern, dass sich Ablagerungen überhaupt bilden können. Man tut seinem Aggregat also nur Gutes mit hochwertigen Kraftstoffen von TOTAL.

Premium-Kraftstoffe schonen den Motor.

Alles Synthetik, oder was?

Die letzte Eurer Fragen blickte in die Zukunft und behandelte das Thema der synthetischen Kraftstoffe: Wie stark werden sich synthetische Kraftstoffe in den nächsten fünf bis zehn Jahren am Markt bemerkbar machen?
Im Bereich der nächsten fünf Jahre seien die synthetischen Kraftstoffe zu vernachlässigen, wissen die TOTAL Experten Leder und Stöckl. Dennoch dürfe man sich sicher sein, dass ihr Anteil langfristig stärker ansteigen werde. Allerdings müsse man sich im Klaren sein, dass nur Komponenten des Kraftstoffs synthetischer Natur sein könnten und vollsynthetische nicht möglich wären.

Was Bjoern und Jens aus Berlin mitnehmen, sind vor allem zwei Erkenntnisse: Zum einen, dass hinter Benzin und Diesel mehr steckt, als nur einfaches Rohöl, sondern tiefgreifende chemische Prozesse. Zum anderen die Empfehlung, dass der Premium-Treibstoff TOTAL Excellium keine Augenwischerei ist, sondern den Motor pflegt und reinigt. Und das ist im Zweifel die wesentlich günstigere Variante als ein defekter Antrieb, oder?

 

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Test: Infiniti Q30

Um die Spreu vom Weizen zu trennen, gründete der japanische Autobauer Nissan 1989 seine „Luxusmarke“ INFINITI. Ab 2008 dann der Verkaufsstart in Europa. Anfänglich wirkten die Versuche Fahrzeuge zu vermarkten eher abwartend. „Erstmal nur anwesend sein“. Mit der Q-Serie allerdings möchte man das Blatt drehen. Zunächst in der Oberklasse mit den Modellen Q50, Q60 und Q70 präsent, runden die Japaner ihr Portfolio, vertreten durch den Q30, nach „unten“ in die Kompaktklasse ab. Seit Januar 2016 geht der auf der Mercedes Benz A-Klasse basierende Kompakte auf Europatour und mit dem Q30 Sport sowie dem Crossover QX30 ist das Paket nun komplett. Die Ambitionen der japanischen Luxusingenieure sind selbstbewußt und mutig. Laufen sie doch mit nur jeweils zwei Benzin- und Dieselmotorisierungen und zwei Getrieben auf. Der von uns getestete Q30 2.0t AWD Sport startet in den Autohäusern mit einem Preis von 40.290 Euro.

Testbericht: Infiniti Q30 2.0t DCT AWD

Japanischer Stern in der A-Klasse
Fahrzeug mit starkem Auftritt.

In bislang 10 fertiggestellten Infiniti-Zentren in Deutschland vermarktet der japanische Hersteller sein überschaubares Angebot. Aus diesem Grund möchte der in der Schweiz ansässige Mutterkonzern bis April 2018 drastische Änderungen durchführen. Es sollen insgesamt bis dann 25 Zentren im Bundesgebiet installiert sein. Im C-Segment startet seit Beginn letzten Jahres der kompakte Q30 mit seinem dynamisch progressiven Design. Unübersehbar wirkt dabei der Doppelbogengrill, der den Kompakten mit seiner Frontansicht massiv und breit auf der Straßen stehen lässt. Die markant geschwungene Sicke, die den Frontbau und das Heck verbindet, plus eine geringere Bodenfreiheit gegenüber den Basismodellen verpassen dem Q30t 2.0 DCT AWD zudem seine sportliche Note.

Ambiente im Luxusbereich.

Hohe Dynamik

Der turboaufgeladene 2.0 Liter Benziner mit seinen 155 kW (211 PS) und dem sehr elastischen Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe und Start-Stopp-Automatik verbraucht im Normtest sparsame 6,7 Liter Super Benzin, was einer Kohlendioxidemission von 156 Gramm pro Kilometer entspricht. Dabei wirkt das Aggregat im Test nie überfordert und bringt zwischen 1.200 bis 4.000 Touren kraftvolle 350 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, was ihm eine überzeugende Souveränität einträgt. Im Test steckt der Q30 zudem Schlaglöcher und Unebenheiten souverän weg, wirkt insgesamt sehr stabil und bietet ein komfortables Fahrverhalten. Dennoch liegt er auf der Liste der effizienten Fahrzeuge mit den angegebenen Werten eher im guten Durchschnitt. Im alltäglichen Verkehrsfluss lässt sich der angegebene Verbrauchswert, auch dem Fahrspaß geschuldet, nicht ganz halten. Wir benötigen im Gesamt-Testverlauf (Nutzung von Stadt-, Land- und Autobahnverkehr) von 14 Tagen im Schnitt rund 7,4 Liter auf 100 Kilometer.

2.0 Liter Turbo Benziner.

Angenehmes Ambiente mit viel Platz 

Dank seiner kompakten Abmessungen und seinem Radstand von 2,7 Metern kommt man mit dem Q30 im dichten Stadtverkehr gut zurecht. Bei der Innenraumgestaltung fällt die gute Verarbeitung der Sitze auf, die u.a. wirkungsvollen Seitenhalt bieten. Auch der Rest des Interieurs wirkt hochwertig verarbeitet. Das erwartete Hartplastik bei japanischen Fahrzeugen ist längst weichgeschäumten Kunststoff- und Wildlederoberflächen mit filigranen Nähten gewichen, die wiederum zur Prüfung der Haptik einladen. Das Cockpit ist zudem übersichtlich gestaltet und intuitiv zu bedienen. Dabei dient das in der Mitte des Armaturenbrett sitzende Display zur Darstellung der Navigationskarte, Rück- Front- und Overviewkamera, sowie Telefoneinstellung und Mirrorlink für Applikationen. Bei genauer Einstellung der Bestuhlung gewährleistet dies eine ordentliche Rundumsicht. Dabei wirkt nicht nur das Ambiente stimmig, es gibt auch großzügigen Platz für Arme, Beine und Kopf, und das auf den Vordersitzen wie auch im Fond. Der Ein- und Ausstieg ist zudem bequem dank recht großer Türausschnitte. In seinem Kofferraum können ohne Umbau bis zu 430 Liter verstaut werden. Die breite Heckklappenöffnung gewährleistet das Unterbringen von zwei großen Koffern. Die im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbaren Rücksitze schaffen zusätzlichen Platz für größeres Ladegut. Entgegen dem derzeitigen Trend muß die Kofferraumklappe noch manuell betätigt werden.

Lange Serienausstattungsliste.

Ausstattungsvarianten mit viel Serienausstattung

Der Infiniti Q30 besitzt bereits ab Werk eine reichhaltige Ausstattung. Die erste Ausstattungsvariante „Basis“ verfügt über sieben Airbags, Touchscreen – Infotainmentsystem, Bordcomputer, LED-Tagfahrlicht, adaptiven Bremsassistenten, Berganfahrhilfe, elektronische Feststellbremse, Außenspiegel mit LED-Blinkeranzeige und Umfeldbeleuchtung am Außenspiegel. In den Ausstattungsvarianten „Premium“ und „Premium Tech“ kommen Komfortfeatures wie 18-Zoll-Aluminiumfelgen, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Zweizonen Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze, Adaptives Kurvenlicht (AFS – Adaptive Front-lighting System), Smart Beam (automatische Umschaltung Fern-/Abblendlicht) und LED-Scheinwerfer mit automatischer Niveauregulierung hinzu. Leider betreiben die Japaner generell eine harte Aufpreispolitik. So sind das Update vom „Basis“ zur „Premium“-Variante für 2.890 Euro und der weitere Sprung zur „Premium Tech“-Ausstattung für 4.570 Euro zu haben. Der Q30 2.0t AWD Sport dient über allem als Topmodell. Er rundet das Gesamtpaket Q30 ab mit 19-Zoll-Aluminiumfelgen, Sportbremsanlage und Sportfahrwerk und einem Gesamtsportdesignpaket. Infiniti ruft für diese Variante 40.290 Euro auf. Weitere Optionspakete wie das „Technikpaket“ (€ 1.170 – Automatischer Parkassistent mit Rundumsicht-Monitor und Bewegtobjekterkennung) und das „Sicherheitspaket“ (€ 2.050 – Toter-Winkel-Assistent und adaptive Geschwindigkeitsregelanlage) sind zusätzlich erhältlich.

Fazit: Der Q30 macht das Bild der Infiniti Familie richtig rund. Der japanische Automobilhersteller bietet mit dem Kompakten in der Sportvariante eine hohe Individualisierung. Dabei steht nicht nur das Fahrzeug selbst für das Prädikat „Premium“.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Infiniti

Q30

Motor R4, Benzin
Hubraum 1.991 ccm³
Leistung 211 PS @ 5.500 U/min
Kraft 350  Nm @ 1.200 – 4.000 U/min
Getriebe Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.425, 1.805, 1.490   mm
Radstand 2.700 mm
Leergewicht 1.545 kg
Wendekreis 11,4 m
Höchstgeschwindigkeit 230 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,3 sec
Normverbrauch 6.7 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 7.2 l / 100 km
Öko-Experte 6.6 l / 100 km
Außendienst-Modus 7.5 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (INFINITI CENTER EUROPE) – Beitragsbild: Hersteller (INFINITI CENTER EUROPE)[/notification]

[/toggle]

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Kompakter Unbekannter: Mitsubishi Compact-SUV

Bislang ist es noch nicht viel, das uns die Japaner vom Mitsubishi Compact-SUV zeigen. Ein dunkles Foto, das war es dann auch schon. Doch die britische Kollegen von „Autoexpress“ meinen, hier den neuen Mitsubishi Eclipse SUV erkannt zu haben, der gegen Nissan Qashqai und den bald neu kommenden Skoda Yeti antreten soll. Wirklich klar scheint nur, dass der SUV in Genf gezeigt wird und der erste Vertreter einer neuen Mitsubishi-Fahrzeuggeneration sein soll.

Die Japaner sind gerade richtig in Fahrt: Der Mitsubishi Outlander PHEV ist ein großer Erfolg, der Pajero ist seit Jahren in der Klasse der waschechten Geländewagen eine feste Größe und nun kommt der Mitsubishi Compact-SUV. Er will im immer noch stark boomenden Segment der SUV dort ansetzen, wo der ASX bislang sein Haupt-Arbeitsfeld hatte. Und es wird auch höchste Zeit für die Japaner, schließlich hat die Konkurrenz ihre Kompakt-SUV längst aufgefrischt oder komplett neu entwickelt, wie man am Seat Ateca oder – am Hauptkonkurrenten – Nissan Qashqai sehen kann.

Möglicher Name des Compact-SUV: Eclipse SUV

Feste Größe in Mitsubishis SUV-Programm: Der Outlander PHEV.

Der Mitsubishi Compact-SUV ist zwar noch kaum zu erkennen, doch man kann bereits einiges ableiten. So etwa die hohe Sitzposition und die erhöhte Bodenfreiheit. Mit seinem Coupé-artigen Heck weckt er zudem Rückschlüsse zum Honda C-HR, soll sich von seinem Design her aber am Mitsubishi XR Concept orientieren, das 2015 in Genf vorgestellt wurde. Das bedeutet auch, dass uns eine kantige Front erwartet, die das neue Selbstbewusstsein der Japaner ausdrücken soll.

Wie es heißt, sollen die Entwickler zudem stark am Innenraum gearbeitet haben. Ein klar gestaltetes Armaturenbrett mit hochwertigen Materialien soll nicht mehr nur den Premium-Mitbewerbern vorbehalten bleiben. Zudem soll ein neues Infotainment Einzug halten, das einen Bildschirm im BMW-Stil bereithält, der wie ein Tablet freisteht. Hier sollen bald klare Grafiken, Apps und ein kapazitiver Touchscreen für neue Bedienfreuden sorgen. Abseits davon, soll der Innenraum – trotz abfallender Dachlinie – geräumig ausfallen und sich am Qashqai orientieren.

Bekanntes unter der Haube des Mitsubishi Compact-SUV

Der Mitsubishi ASX bekommt einen kompakten Bruder in Form des Eclipse SUV. So könnte der Neue zumindest heißen.

Wie die britischen Kollegen darüber wissen wollen, soll der Mitsubishi Compact-SUV einen 1.5 Liter Benziner bekommen, der seine Kraft über ein CVT-Getriebe an alle vier Räder überträgt. Seine Leistung dürfte bei rund 120 PS und 200 Nm liegen. Daneben darf man wohl einen 2.2 Liter Diesel mit Sechsgang-Handschaltung erwarten. Als Basis wird dem Compact-SUV eine verkürzte Outlander-Plattform dienen, die durch den Einsatz neuer Materialien kürzer und leichter, dafür aber steifer ausfällt. Im Zusammenspiel mit einer Multi-Lenker Hinterachse, einem straffen Fahrwerk und einer knackigen Lenkung könnte der neue Mitsubishi Compact-SUV zum Chefdynamiker der Klasse werden.

Quelle: Mitsubishi | autoexpress.co.uk

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Test: Mitsubishi Plug-IN Hybrid Outlander

Mit dem Mitsubishi Outlander ist das ehemalige Offroadmodell nicht nur in der 3. Generation seit 2012 angelangt, er setzt seit 2014 ein weiteres Technik Highlight oben drauf. Als erstes SUV weltweit ist er ein Auto auf Elektrofahrzeug-Basis mit unterstützendem Benzinmotor und permanentem Allradantrieb. Damit setzten die Ingenieure aus Japan ein Ausrufezeichen in der Hybrid Technologie. 2016 nun offeriert Mitsubishi eine überarbeitete Version mit weiteren Technikdetails. Seine Herkunft aus dem Hause Mitsubishi kann das SUV mit dem Dreieck im Logo nicht verbergen. Im Gegenteil: Die modifizierte Front führt ihn optisch dicht an das Markengesicht heran. Dabei glänzt er nicht nur als schicker Geländewagen, sondern präsentiert sich auch als Fahrzeug mit hohem Nutzwert für Familie und Freizeit Aktivitäten. Die Preisliste beginnt bereits ab 39.990 Euro.

Mitsubishi Plug-IN Outlander 4WD TOP

SUV, der mit der Steckdose kann
Neu Entwicklung in der 3. Generation
Neuentwicklung in der 3. Generation.

Neu entwickelter Outlander mit Stromstecker

Mit der dritten Generation des Outlanders stellte Mitsubishi seinen Käufern eine komplette Neuentwicklung zur Verfügung. In den Abmessungen entsprach der Neue dabei weitgehend seinem Vorgänger. Dann hörte es aber auch schon auf mit den Gemeinsamkeiten, denn schon beim ersten Blickkontakt wirkt der aktuelle Outlander mit konventionellen Antrieben viel gefälliger als früher. Durch die erneute Überarbeitung des Fahrzeuges gewann der Outlander weiter an Pep und Lifestyle. Die Front ziert eine schwungvoll zu den Seiten hochgezogene Schürze. Prominent wird das Markenemblem von langen Chromlinien eingefasst und die seitliche Rundung der Frontscheinwerfer setzt sich in einer geraden Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig bei den Heckleuchten wieder abfällt. Am Heck sorgen die durch eine Blende verbundenen Leuchten für einen flachen Auftritt. Seinen Offroadlook hat der Outlander bereits mit Beginn der 3. Generation weitgehend verloren, was ihn mehr und mehr zum Städter macht. Dies sollte seinem eigentlichen Einsatzzweck als Familienauto entsprechen, das ausschließlich als Fünfsitzer erhältlich ist. Die verbesserte Aerodynamik mit ihrem cW-Wert von 0,33 wird unter anderem durch die mit dem Dach fest verbundene Dachreling unterstützt. Die optimierte Windschlüpfrigkeit trägt in Verbindung mit dem Hybridantrieb zu einem kombinierten Kraftstoffverbrauch von 1,8 Liter Superbenzin im Normtest bei, was einer Abgasemissionen von 42 g/km CO2 entspricht. Bei unseren Testfahrten durch das gesamte Rhein/Main Gebiet kommen wir diesem Wert zwar sehr nahe, aber  der gewonnene Fahrspaß teilt uns immer wieder rund 0,5 Liter mehr im Display des Bordcomputers mit.

 

Navigationssystem und Schalthebel im Joystick Charakter
Navigationssystem und Schalthebel im Joystick Charakter.

Ansprechender Innenraum

Im Innenraum sorgen hochwertige Materialien, berührungsfreundliche Softtouch-Oberflächen, Klavierlack-Optik, Ziereinsätze mit holzähnlicher Oberfläche und „Black Steam“-Ornamentierung für ein gediegenes Ambiente. Die Bedienelemente sind leicht zu dem Fahrer hingeneigt. Speziell für das Fahren mit dem Plug-IN Hybrid Outlander wird der Fahrer mit einem Joystick als Getriebewählhebel, einer Fahrmodusanzeige, die den Stromfluß zwischen Verbrenner und Elektroantrieb signalisiert und Wähltasten für das Laden der Batterie und zum Aktivieren des Energiesparmodus unterstützt. Nach dem Einsteigen deponieren wir die Fernbedienung in ihre eigene Halterung und betätigen den Startknopf. Was wir hören, ist erst einmal nichts ! Die Stille und die grüne Signallampe „Ready“ im Display bedeuten uns dann: „Du sitzt in einem elektroangetriebenen Fahrzeug!“ Der Anfang wirkt komisch, aber nach entladener Batterie, bei einer Reichweite von bis zu 52 Kilometer (Lithium-Ionen-Fahrbatterie mit einer Kapazität von 12 Kilowattstunden), vernehmen wir ein gewohntes Geräusch: Das Knurren des Vier-Zylinder-Benziners, das uns bis zur nächsten Ladestation begleitet. Schnellladestationen, die immer häufiger in Großstädten angeboten werden, laden  die Batterie in 20 – 30 Minuten bis zu einer Kapazität von 80 % auf. An einer haushaltsüblichen Schukosteckdose beträgt die Ladezeit ca. 5 Stunden. Für beide Lösungen liefert Mitsubishi je ein Ladekabel, das im Kofferraumunterboden verstaut werden kann. Im App-Store von Apple und Google-Play kann zusätzlich eine Applikation geladen werden, die als Remote Control für den Ladevorgang sowie der Klimatisierung genutzt werden kann.

 

E-Antrieb an Front und Heck
E-Antrieb an Front und Heck.

Elektroantrieb mit hohem Stauvolumen

Im Mitsubishi SUV finden bei einer Fahrzeuglänge von ca. 4,70 Metern bis zu fünf Personen Platz. Auch bei voller Bestuhlung geizt der Japaner nicht beim Kofferraumvolumen. 451 Liter (ausstattungsbedingt) maximales Fassungsvermögen zählen zu den besseren Werten der Klasse. Klappt der Plug-IN Hybrid Outlander-Fahrer die komplette Rückbank um, eröffnet das Fahrzeug ein Stauvolumen von satten 1.590 Litern.

Die Kombination seines Antriebs aus einem 2.0-Liter-Benzin-Frontmotor (89 kW/121 PS),  jeweils einem Front-und Heck-Elektromotor (60 kW/82 PS) sowie dem permanentelektrischen Allradantrieb „Super All Wheel Control“ geben dem PHEV Outlander ein stabiles Fahrvergnügen. Durch die von der ersten Sekunde anliegenden Drehmomente der Elektromotoren (vorn 137 Nm und hinten 195 Nm) ergibt sich zumindest beim Anfahren ein sehr starker Vorwärtsdrang. Selbst der Verbrenner mit seinem maximalen Drehmoment von 190 Newtonmeter bei 4.500 Umdrehungen verspricht keine Schneckenfahrt. Wie schon bei seiner Einführung 2014 ist seine Lenkung für europäische Geschmäcker etwas weich ausgelegt, auch wenn in der Stadt in Verbindung mit seinem kleinen Wendekreis von 10,6 Meter ein entspanntes Fahren und Einparken möglich ist. Beim Einparken kontrolliert ab dem Modelljahr 2016 eine 360-Grad-Kamera mit einem Blick aus der Vogelperspektive die nötigen Lenkmanöver.

 

Plug-IN Hybrid mit moderaten Preisen
Plug-IN Hybrid mit moderaten Preisen

Moderate Preise

Der Plug-IN Hybrid Outlander, der ausschließlich in der Kombination mit Benzin- und zwei Elektromotoren erhältlich ist, startet ab einem Preis von 39.990 Euro. Dafür bietet Mitsubishi einen SUV optional mit reichlich Fahrerassistenzsystemen wie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Auffahrwarnsystem und Spurhalteassistent. In drei Ausstattungsvarianten präsentiert sich der große Japaner mit Stromanbindung immer gut ausgestattet. Dabei trennen ihn zwischen der Basis und der mittleren Ausstattung „PLUS“ 6.000 Euro und von dort aus sind es dann noch einmal 5.000 Euro bis zur Version „TOP“, die immerhin eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe sowie das Mitsubishi Multi Communication System mit Navigationsgerät und Premium Sound Anlage beinhaltet.

Elektro Antrieb mit hohem Ladevolumen
Elektro Antrieb mit hohem Ladevolumen
Fazit:

Mit dem Pug-In Hybrid Outlander präsentiert Mitsubishi eine gute Kombination aus Großraumlimousine mit hohem Nutzwert und sparsamen Fahren. Dabei funktionieren alle Systeme aufeinander abgestimmt sehr schlüssig und nicht zu Technik überladen, was eine Hemmschwelle zu neuen Technologien erst gar nicht aufkommen lässt.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mitsubishi

Plug-IN Hybrid Outlander

Motor R4, Benziner
Hubraum 1.998 ccm³
Leistung 121 PS @ 6.000 U/min
Kraft 190  Nm @ 4.500 U/min
Getriebe Automatikgetriebe
Antriebsachse Permanent Allrad

[/toggle]

[toggle title=“Elektro Antrieb“]

E-Motor: Front und Heck
Leistung Front 60 kW (82 PS)
Leistung Heck 60 kW (82 PS)
Kraft Front 137  Nm
Kraft Heck 195 Nm
Generator 70 kW (95 PS)

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.695, 1.800, 1.720   mm
Radstand 2.670 mm
Leergewicht 1.845 kg
Wendekreis 10,6 m
Höchstgeschwindigkeit 170 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,0 sec
Normverbrauch 1.8 l/100 km – Benziner

13,4 kWh/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 2.5 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 2.0 l / 100 km
Außendienst-Modus 3.8 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Aktuelle Suchanfragen:

Test: Mitsubishi Lancer

Die bislang 10. und letzte Generation des Lancer, der Lancer Evolution X, soll mit seinen Erfahrungen aus dem Rallye Sport frischen Wind in die Straßenversion des Lancer bringen. Mitsubishis meistverkauftes, aber zuletzt auch unauffälligstes Auto soll an jene Zeit anknüpfen, als der Lancer durch seine Motorsporterfolge bekannt wurde. Mit dem 1.6 Liter MIVEC präsentieren die japanischen Ingenieure eine gute Einstiegsmotorisierung. Gepaart mit kleinen Veränderungen am Design und einigen neuen Ausstattungsdetails möchte der in Rüsselsheim ansässige Autobauer sein Mittelklasse-Fahrzeug startklar für das Verkaufsjahr 2016 anbieten. Die Basisversion beider angebotenen Karosserievarianten – Limousine und Sportback – starten mit einem attraktivem Preis von € 18.490.

Mitsubishi Lancer 1.6 MIVEC

Der Sportler aus Japan für Jedermann
Lancer_04
Mit frischem und attraktivem Äußeren.

Anleihen aus dem Motorsport

Frisch und attraktiv soll der Lancer im Jahr 2016 auf Kundenfang gehen. Dabei wollen sich die Japaner nicht nur auf die bislang angebotene fünfsitzige Limousine stützen. Dem Stufenheckmodell folgt die mit Respekt einflößenden Spoilern, 217 kW (295 PS) starkem Zweiliter-Turbobenziner und Allradantrieb getunte Hochleistungsvariante Evolution X. Um das Angebot abzurunden, steht nun auch eine fünftürige Schrägheckversion namens Sportback zur Verfügung. 4,64 Meter misst der in Japan gebaute Lancer, knapp vier Zentimeter mehr als sein Vorgänger. Entsprechend hat sich der Radstand auf 2,64 Meter verlängert und in der Breite ist ein Wachstum um knapp fünf Zentimeter auf 1,76 Meter zu verzeichnen. Der Lancer Sportback weist nicht nur eine aggressiv wirkende Front und kurze Karosserieüberhänge auf, er bietet in seinem Innenraum auch großzügige Platzverhältnisse. Die Stoffsitze sind zudem sportlich konturiert und bieten einen komfortablen Seitenhalt. Gewohnt übersichtlich stellt das Cockpit sich vor. Alles Notwendige ist vorhanden und dort platziert, wo man es intuitiv erwartet. Mit dem 6,1 Zoll-Touchscreen für das Audio- und Freisprechsystem setzt Mitsubishi einen weiteren Eye-Catcher in die Mitte des Armaturenbrettes.

Großer Kofferraum mit hoch öffnender Heckklappe

Nicht nur die Isofix-Halterungen machen den Sportback zum familientauglichen Auto, sondern auch der Kofferraum, der sich von 344 auf gut dimensionierte 1349 Liter bei ebenem Ladeboden erweitern lässt. Hinzu kommt, dass der höhenverstellbare Kofferraumboden so justiert werden kann, dass er bündig mit der Ladeöffnung abschließt. Auch die hoch öffnende Heckklappe erleichtert das Beladen, wobei uns die Ladekante zu hoch erscheint. Im Großen und Ganzen macht der Innenraum einen soliden Eindruck, die Verarbeitung ist ordentlich. Rundinstrumente und Chromapplikationen am optionalen Multifunktionslenkrad geben dem Sportback einen sportlichen Touch.

Sportback mit hoch öffnender Heckklappe
Sportback mit hoch öffnender Heckklappe.

Kultivierter 1.6er Benziner

Wir testen die Basismotorisierung 86 kW (117 PS) 1.6 MIVEC ClearTec, die serienmäßig mit einem nicht ganz „up to date“, aber präzise schaltbaren Fünfgang-Getriebe ausgeliefert wird. Letzteres ist gut abgestuft und hilft dabei, die für diesen Hubraum ausreichenden 154 Newtonmeter ab 4.000 Umdrehungen des Motors adäquat auf die Straße zu bringen und gleichzeitig nicht zu oft die Tankstelle ansteuern zu müssen. 11,1 Sekunden benötigt die ca. 1,4 Tonnen schwere Karosse, um auf Tempo 100 zu kommen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt genügsame 188 km/h. Das ist zwar kein Leistungssport, aber alles andere als langweilig. Das nicht zu weich abgestimmte Fahrwerk des Fronttrieblers reagiert bei Lastwechseln gutmütig und ermöglicht eine sportlichere Gangart. Ein angenehmer Langstreckenkomfort ist dabei gewährleistet. Für ein Auto mit dezidiert sportlichem Anspruch würden wir uns allerdings eine direktere Auslegung der Lenkung wünschen.

1.6 Liter Benziner in Reinkultur
1.6 Liter Benziner in Reinkultur.

Moderate Preise

Zu guter Letzt möchte Mitsubishi gerade mit seinem Basispreis von € 18.490 eine positive Kaufentscheidung beim Kunden hervorlocken. Hierfür erwartet den potentiellen Käufer der von uns getestete 1.6 MIVEC (86 kW/117 PS) und ein Fünf-Gang-Schaltgetriebe in der Grundausstattung „BASIS“. Darauf folgt der „PLUS“ bei gleicher Motorisierung. Für einem Aufpreis von € 2.500 sind bereits eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ein Audiosystem inklusive Radio und CD-/MP3-Funktion, eine Klimaanlage sowie Frontstoßfänger und Kühlergrill mit Chromzierleiste oben, Scheinwerfer mit integriertem Tagfahrlicht und eine USB-Audioschnittstelle enthalten. Die dritte Ausstattungsvariante „TOP“ mit Features wie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Tagfahrlicht, Digitalradio und einem Licht- und Regensensor runden das Fahrzeug bei einem Aufpreis von € 1.000 nochmals ab. Das optional erhältliche CVT-Getriebe steht ausschließlich für den 1.8 MIVEC (103 kW / 140 PS) zur Verfügung.

Auto mit moderatem Einstiegspreis
Auto mit moderatem Einstiegspreis.
 Fazit:

Der von Mitsubishi gewählte Einstiegspreis von € 18.490 bietet nicht nur ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis. Er signalisiert auch eine Kampfansage in diesem Segment. Damit ist der Lancer Sportback absolut konkurrenzfähig und erleichtert seine Kaufentscheidung.

Mitsubishi

Lancer 1.6 MIVEC

Motor R4, Benziner, Turbo
Hubraum 1.590 ccm³
Leistung 117 PS @ 6.000 U/min
Kraft 154  Nm @ 4.000 U/min
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.640, 1.760, 1.515   mm
Radstand 2.635 mm
Leergewicht 1.375 kg
Wendekreis 10,0 m
Höchstgeschwindigkeit 188 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,1 sec
Normverbrauch 5.5 l/100 km

 

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 5.8 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.8 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

Aktuelle Suchanfragen:

15 Jahre Toyota Yaris

Erst vor kurzem war es soweit: Das dreimillionste Fahrzeug ist in Frankreich – genauer gesagt in Valenciennes – vom Band gelaufen. Der Toyota Yaris ist also auch in der dritten Generation ein echter Erfolg, durchlebt aber aktuell einen Wandel. So ist mittlerweile jeder dritte neue Yaris ein Hybrid. Ergebnis des ökologischen Fortschritts: Die Verbräuche und Emissionen haben sich fast halbiert. Einen großen Anteil hat daran natürlich auch die Produktion, die einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser, Abfall und Energie betreibt.

Toyota-Yaris-15-Jahre-Kleinwagen-Mein-Auto-Blog (1)
Generation 1 des japanischen Kleinwagens

Über die Jahre hat sich das grüne Gewissen verändert  – auch beim Toyota Yaris. Er wurde also immer grüner und halbierte so seine Bilanz, was den Verbrauch und die CO2-Emissionen anbelangt. Spannend aber ist, dass das Gewicht und die Leistung über die Jahre wuchsen. Ein Tribut an die Sicherheit und den Komfort. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Sinken der Ausstöße und Verbräuche trägt der Toyota Yaris Hybrid, der 2012 eingeführt wurde. Sein Vorteil gegenüber Hybrid-Fahrzeugen, die den meisten sofort ins Gedächtnis springen, wenn man an das Konzept denkt: Der Kleinwagen sieht nicht seltsam aus. Nein, der Toyota Yaris bleibt auch also Hybrid ein gewöhnlicher Kleinwagen.

Auf das grüne Potential abgestimmt zeigt sich – sinnvollerweise – auch die Produktion des japanischen Kleinwagens. Dank niedriger Bauweise wirkt das Gebäude in seiner Umgebung nicht fremd, sondern angepasst, während die Lagerplätze platzsparend angelegt wurden. Beste Ergebnisse zeigen sich beim Wirtschaften mit Wasser, Abfall und Energie: Aktuell verbraucht die Produktion 90 Prozent weniger Wasser, also noch im Jahre 2002. Recycling ist hier das Stichwort: Wasser aus öffentlichen Leitungen wird nicht verwendet, sondern nur Regen- oder wiederaufbereitetes Wasser. Zudem kommen klar reduzierte Energieaufwendungen durch eine gute Wärmedämmung und energiesparende Beleuchtung zustande.

Toyota-Yaris-15-Jahre-Kleinwagen-Mein-Auto-Blog (6)
Der dreimillionste Toyota Yaris – ein Grund zum Feiern

Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Hersteller auf diesen Zug aufspringen und ebenfalls an die Nachhaltigkeit bei der Produktion von Fahrzeugen denken. Nur so kann man heutzutage hohe Stückzahlen verkaufen. Der dreimillionste Toyota Yaris etwa, der an eine Französin ging, ist das beste Beispiel für den Erfolg mit dem grünen Daumen.

Aktuelle Suchanfragen:

Test: Mitsubishi Space Star

Mit der Wiederbelebung des Space Star seit 2012 startete Mitsubishis Kleinster nicht nur die offizielle Nachfolge des Colt. Sein Gesamtpaket animierte bereits 33.000 Kunden zum Kauf des Japaners auf dem deutschen Markt und dies zu fast 80 Prozent von Privatkunden. Für das laufende Jahr möchte sich der Autobauer aus Nippon jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und verpasst dem Space Star eine kosmetische Korrektur. Er verbindet dabei zwei neue Einstiegsmodelle mit einem neuen Infotainment-System und einem optimierten Fahrwerk. Ob dies genügt, mehr Stückzahlen zu vermarkten, konnten wir mit dem 1.2 Liter „Intro Edition Plus“ 14 Tage lang testen. Der agile Kleinwagen ist für einen Basispreis von € 8.990 erhältlich.

Mitsubishi Space Star 1.2 MIVEC

Kleiner City Flitzer mit großer Wirkung
SpaceStar_05
Kleiner Flitzer mit großer Wirkung.

Attraktiv und peppig !

Farblich attraktiv und peppig unterstreicht der Space Star seinen Charakter als spritziger Kleinwagen. Für das Modelljahr 2016 gab es kleine äußerliche Korrekturen in Form von Gitterstrukturen am vergrößerten Kühlergrill und Chromeinfassungen an den Lufteinlässen. Dazu kommt eine konturierte Motorhaube mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und schon ist der Space Star zumindest schon mal an der Front aufgerüstet. Die Heckansicht modifizierten die japanischen Ingenieure hauptsächlich mit Rückleuchten mit LED-Technik und einem ebenfalls optionalen Dachspoiler. Die 14 beziehungsweise 15 Zoll Leichtmetallfelgen runden das Bild ab und lassen den Kleinen sehr agil erscheinen.

Interieur mit Tom Tom Navigation

Beim ersten Einsteigen fällt zwar das für die Ausstattung „Intro Edition Plus“ erhältliche Infotainment-System „Smart Link Navigation“ in der Mitte des Armaturenbretts auf, dennoch behält sich der Space Star die für einen Wagen in seiner Klasse einfache Bedienbarkeit vor. Materialien und Verarbeitung wirken solide, aber nie billig. Zur Ausstattung der von uns getesteten Variante des Kleinwagens gehören unter anderem eine Klimaanlage mit Pollenfilter, „Privacy“-Verglasung, LED-Rückleuchten, Multifunktions-Lederlenkrad und Leder-Schaltknauf, Licht- und Regensensor, beheizbare Vordersitze sowie Tempoautomatik. Das Arbeiten mit dem 6,5-Zoll-Navigationsgerät von TomTom gestaltet sich über den Touchscreen nicht nur intuitiv, es ist sehr einfach und effektiv. Ein Smartphone ist mit wenigen Handgriffen gekoppelt. Das integrierte Audiosystem mit Bluetooth®- und USB-Schnittstelle erlaubt das Abspielen von MP3 Dateien und der digitale Radioempfang (DAB+) verspricht neuen Klangumfang.

Space Star mit Tom Tom Navigation
Space Star mit Tom Tom Navigation.

Kleinwagen mit großem Laderaum

In Sachen Flexibilität bleibt der Space Star leider ein Kleinwagen, der zwar Rücksitze aufweist und das Sitzen von bis zu fünf Personen erlaubt, aber lange Reisen machen Erwachsenen das Leben im Fond nicht leicht. Das kann und muss er gar nicht verhehlen, denn wer sich für den kleinen Japaner entscheidet, wird ihn ausschließlich im Straßen- und urbanen Verkehr nutzen wollen. Fährt man zu zweit und klappt die Rücksitze komplett um, wächst das Laderaumvolumen auf 912 Liter bis unter das Dach. Beachtet man dabei die Gesamtlänge des Fahrzeuges, ist dies ein beachtlicher Wert. Seine kleinen Chassis-Modifikationen machen sich beim Kraftstoffverbrauch (4,1 Liter im Normtest) und Abgasemission (96 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) bemerkbar. Leider haben wir die Angaben des Herstellers nicht ganz erreicht, aber dies lag wohl generell an unserer etwas sportlicheren Fahrweise.

Umgeklappt mit 912 Liter Laderaum
Umgeklappt mit 912 Liter Laderaum.

Drehfreudiger 3 Zylinder

Sein knurriger 3 Zylinder, 1.2 Liter Benziner mit Start/Stop Automatik und immerhin 59 kW (80 PS) bei 6000 Umdrehungen und einem Drehmoment von 106 Newtonmeter bei 4000 Umdrehungen in Verbindung mit dem abgestimmten Fünf-Gang-Schaltgetriebe machen das Fahren auf der Autobahn ein wenig mühsam. Um so agiler geht er im Stadt-Verkehr. Das gegenüber dem Modelljahr 2015 neu abgestimmte Fahrwerk inklusive der elektrischen Servolenkung erlauben es dem Space Star, sich gerade bei kurvigen Straßenabschnitten selbstbewußt zu bewegen.

Knurriger 3 Zylinder
Knurriger 3 Zylinder.

Tolle Einstiegsmodelle

Das Preisniveau des Japaners startet unterhalb der 10.000 Euro Grenze mit dem 1 Liter Basis-Benziner mit einer Leistungsstufe von 52 kW (71 PS) und einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Darauf folgt das erste Einstiegsmodell, der „Intro Edition“, bei gleicher Motorisierung. Für einen Aufpreis von € 1.300 sind bereits eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ein Audiosystem inklusive Radio und CD-/MP3-Funktion, eine Klimaanlage mit Pollenfilter und eine USB-Audioschnittstelle enthalten. Das zweite Einstiegsmodell, der „Intro Edition Plus“, positioniert sich mit den bereits beschriebenen Ausstattungsfeatures über der Ausstattungsvariante „Plus“ mit einem Aufpreis von ebenfalls € 1.300. Das Rund-um-Sorglos-Paket des Space Star ist in der Ausstattung „Top“ mit einem 1.2 Liter Benziner (50 kW/80 PS) und einem CVT-Getriebe bei € 15.390 zu erwerben.

Der Space Star gibt Gas mit seinen Einstiegsmodellen
Der Space Star gibt Gas mit seinen Einstiegsmodellen.
Fazit:

Mitsubishi bietet seinen Kunden mit dem Space Star einen Einstiegs- und Zweitwagen mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis an und legt bis Ende August 2016 eine Sonderaktion drauf. Auf jeden Neuwagen Listenpreis gewähren die Rüsselsheimer einen Preisnachlass von € 2.000.  Beide „Intro“-Ausstattungs-Zusatzpakete sind ab April 2016 beim Mitsubishi Händler bestellbar.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mitsubishi

Space Star 1.2 MIVEC

Motor R3, Benziner, Turbo
Hubraum 1.193 ccm³
Leistung 80 PS @ 6.000 U/min
Kraft 106  Nm @ 4.000 U/min
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 3.795, 1.665, 1.505   mm
Radstand 2.450 mm
Leergewicht 920 kg
Wendekreis 9,20 m
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,7 sec
Normverbrauch 4.1 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.6 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 4.0 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.9 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Aktuelle Suchanfragen:

Fiat 500 Riva – eine Bootsfahrt, „die ist lustig…

…eine Bootsfahrt, die ist schön!“ Aber was hat das mit dem Fiat 500 zu tun? Ziemlich viel sogar, da die Italiener mit Riva kooperieren. Nicht bekannt? Das sind die hübschen langen Holzboote mit viel Leistung, die von denjenigen pilotiert werden, die in Venedig, an der Cote d´Azur oder Marbella etwas auf sich halten. Dieses Flair wird nun auf den kleinen Frauenschwarm übertragen und steht ihm – zugegebenermaßen – bestens! Read more

Aktuelle Suchanfragen:

Nobel SUV: Ford Kuga Vignale

Premium ist in, das wissen wir nicht erst, seit Audi eine aufstrebende Marke geworden ist. Früher recht bieder und der Traum eines jeden Buchhalters (nichts für ungut!), zielen die Ingolstädter mittlerweile eher auf hippe Großstädter mit gut gefüllter Brieftasche ab. Doch die Premium-Klasse soll nicht nur zwischen den drei großen Marken und ein paar wenigen anderen, wie etwa Lexus, aufgeteilt werden: Ford möchte ebenfalls Platz nehmen am gut gedeckten Premium-Tisch und bietet nun das SUV Ford Kuga als Vignale an.

Bereits der Ford Mondeo ist mit dem zusätzlichen Namen erhältlich und einigermaßen bekannt. Außerdem kann man den S-Max und den Edge als Vignale bekommen, was wohl eher wenigen bekannt sein dürfte. Da SUV sich aber großer Beliebtheit erfreuen und der Ford Kuga so etwas wie der Kassenschlager bei den Kölnern ist, bekommt nun auch diese Baureihe eine Vignale-Variante.

Ford-Kuga-Vignale-SUV-2016-Mein-Auto-Blog (1)
Lack und Leder: Feines Ambiente im Ford Kuga Vignale

Kurz nach dem kommenden Jahreswechsel soll es soweit sein und der Nobel-Kuga feiert seinen Marktstart. Kuriosum: Die besonders prächtige Ausstattung des SUV wird von Hand montiert. Das erwartet man von einem Ford eher nicht. So werden die Sitze mit noblem „Windsor-Leder“ bezogen und in ihrem feinen Look durch eine Rautensteppung ergänzt. Weiter ausgeweitet wird das Premium-Gefühl durch ein beledertes Armaturenbrett.

Äußerlich gibt sich der Kuga Vignale an neuen Schwellern und Schürzen zu erkennen. Außerdem verwendet Ford mehr Chrom-Zierrat und gönnt diesem Kuga eine Sonderfarbe, die sich „Vignale Milano Grigio“ nennt. So kann sich der dunkel gehaltene, neue, sechskantige Kühlergrill bestens ab und in Szene setzten.

Das wollen auch die Motoren, die aus der Palette des „normalen“ Kuga stammen. Allerdings ist das Beste hier gerade gut genug, schließlich verbaut Ford nur die Top-Aggregate. Bei den Benzinern wäre das der 1.5 Ecoboost, der in zwei Leistungsstufen erhältlich ist. 150 oder 182 PS stehen bereit, wobei nur der stärkere Antrieb mit Allradantrieb und Automatik geliefert werden kann. Auch die Selbstzünder leisten 150 bzw. 180 PS, wobei der stärkere Diesel den Vierradantrieb frei Haus liefert. Interessant ist jetzt nur noch das Budget, das man für den chicen Kölner parat haben muss. Zahlen bleiben uns die Kölner aber schuldig.

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Nissan Note Black Edition – attraktives Sondermodell

Sportlich-Schwarz will der neue Nissan Note Black Edition daher kommen. Zwar ist der Japaner dem Van-Segment zugehörig und mit maximal 98 PS nicht gerade das, was man eine Ausgeburt an Dynamik nennt, aber warum sollte ein Mini-Van nicht auch gut aussehen? So kommt das Sondermodell mit schwarzen Akzenten innen wie außen vorgefahren, die Eleganz und Sportlichkeit suggerieren sollen. Hinzu gesellt sich eine üppige Serienausstattung und will den Nissan damit attraktiver machen. Read more

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Elektroauto-Ziele – GM scheitert am Billigsprit

Die niedrigen Kraftstoffpreise haben die Elektroauto-Pläne von General Motors scheitern lassen. Konzernchefin Mary Barra ist laut „Detroit News“ von dem Ziel abgerückt, bis 2017 eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis Ende 2015 lag die tatsächliche Zahl bei lediglich knapp 200.000 Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb. Die Modelle konnten ihre potentiellen Kostenvorteile gegenüber konventionell motorisierten Autos aufgrund des billig verfügbaren Benzins nicht ausspielen.

Trotzdem setzt der Konzern weiter auf E- und Hybridmobile; im Herbst soll die Plug-in-Hybridversion der Oberklasselimousine Cadillac CT6 auf den Markt kommen, für das Jahresende wird das Elektroauto Chevrolet Bolt erwartet. Vor allem letztgenanntes Modell soll dank großer Reichweite und ziviler Preise für eine E-Auto-Boom in den USA sorgen.

Kia Soul White & Red Edition: Form und Funktion

Der Kia Soul ist so etwas wie das Kultauto im Portfolio der koreanischen Marke. Der Crossover will in keine Schublade passen und fällt mit seinem kantigen Design stark auf – besonders als Sondermodell White & Red Edition. Der limitierte Fünfsitzer will mit seiner Zweifarblackierung, exklusiven Design-Elementen und einem hohen Komfort überzeugen. Read more

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Volkswagen Amarok – Der Premium-Pickup

Volkswagen hat nicht erst gestern begonnen, sich neu zu positionieren. Das Ziel ist die viel und gern beworbene Premium-Klasse. Den Anfang machte seinerzeit der glücklose VW Phaeton, während der Touareg seit Beginn der Produktion gut verkauft wird. So entwickelte es sich also, dass jede Baureihe nun dem Premium-Anspruch hinterherhechtet und mittlerweile sogar der Kleinstwagen – der Up – vornehm-stylish sein möchte. Wie ein iPod, hieß es so oft. Der Golf und der Passat sind längst im Premium-Bereich angelangt, sodass es nun Zeit für den Amarok wird. Das meinen zumindest die Wolfsburger.

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News: Volvo S60 und V60 in der „Linje Svart“

Die Zeiten, in denen ein Volvo nur eines war, nämlich praktisch – sind vorbei. Natürlich kann man in die Kombis immer noch genügend einladen, aber die schnöden Lademeister, die aus schwerem „Schwedenstahl“ gebaut sind und außer dem Nutzwert nur noch Sicherheit zu bieten haben, sind überholt. Volvo ist zur Lifestyle-Marke mutiert und tut gut daran. Nun soll die „Linje Svart“ die Mittelklasse-Modelle S60 und V60 weiterhin attraktiv halten. Ein Überblick. Read more

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News: Porsche Macan Einstiegsmodell – Mit der Kraft der vier Kerzen

Die Zuffenhausener zeigen ihr neues Einstiegsmodell in die Welt der SUV. Der Porsche Macan bekommt einen Reihenvierzylinder-Motor mit Turboaufladung, der speziell für den sportlichen Anspruch der Marke zugeschnitten sein soll. Der Verbrauch soll sich laut Herstellerangabe in Grenzen halten, während die Fahrdynamik auf gewohnt hohem Niveau liegen soll. Aber sind vier Zylinder genug für ein knapp 1,8 Tonnen schweres SUV? Gerade, wenn dieses SUV mit dem Porsche-Label etikettiert ist?

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Aktuelle Suchanfragen:

News: Audi Q2 – Klein, aber oho

SUV erfreuen sich riesiger Beliebtheit – das wissen die Ingolstädter. Nicht umsonst ist die Palette durchaus reichhaltig bestückt. Der Q7 bedient das Oberklasse-Segment, der Q5 die gehobene Mittelklasse, der Q3 die Kompaktklasse und der Q2 nun das Segment der kleinen SUV. Natürlich vergisst Audi sein Premium-Image nicht und gestaltet den kleinen Kraxler entsprechend nobel. Irgendwie muss sich der Audi Q2 schließlich vom Opel Mokka und dem Skoda Yeti abheben. Read more

Aktuelle Suchanfragen:

News: Peugeot 2008 – Facelift für den Crossover

Der Peugeot 2008 schwimmt auf der Woge der Zeit: Kurze Abmessungen, ein gefälliges Design, ein höherer Einstieg, eine robste Geländeoptik – ein typischer Crossover. Der Kleinwagen, basierend auf dem Peugeot 208, mimt mit seinen Anbauteilen ein SUV, verkneift sich aber den Allradantrieb, da die meisten Interessenten eh darauf verzichten würden. Jetzt haben die Franzosen den prakischen Kleinwagen für seine zweite Lebenshälfte fit gemacht und ihm ein Facelift beschert. Read more

Aktuelle Suchanfragen:

Fahrbericht: Opel Meriva LPG

Natürlich gibt es spannendere Autos als den Opel Meriva. Es gibt Autos mit viel mehr PS. Autos, die schneller sind. Autos, die größer sind. Aber wenn es darum geht, das richtige Familienauto für eine junge Familie zu finden oder ein Auto für „ältere“ Menschen, eines in dem man aufrecht sitzen kann, bequem ein- und aussteigen kann und ein Auto, das Wenigfahrer günstig davon kommen lässt, tja, dann muss man plötzlich auch über einen Opel Meriva nachdenken.

Der „Weil-sinnvoll-Van“

Im Fahrbericht:

Opel Meriva 1.4 LPG Edition

Was den Neidfaktor angeht, so rangieren Mini-Vans wie der Opel Meriva am gesunden unteren Ende der Skala. Automobilen Lifestyle demonstriert man seinen Nachbarn und Arbeitskollegen mit anderen Autos. So ein Opel Meriva ist der Lifestylebodensatz im Autohaus der Eitelkeiten und Angeber. Auf genau 4.30 Metern demonstriert er, wie unsexy ein Auto sein kann. Uneitel. Einfach nur praktisch. Da helfen auch Volley-Linien in den Türen und avantgardistische Stufenlösungen im Fensterdesign nicht. Der Meriva parkt als Automobile Vollwert-Müsli-Mischung vor dem Haus. Praktisch bis unter die 1.61 Meter hohe Dachkante, vier Türen, ein steiles Heck und dahinter eine ordentliche Lademulde. Der Meriva schreit geradezu nach der Fahrt zum Baumarkt, zum Tanztee und zur nächsten Beerdigung.

Opel Meriva im Test Artikel

Weil er praktisch ist

Der Vorteil von völlig Lifestyle-Design freien Autos? Sie bieten Nutzwert. Echten Nutzwert. Das Wort praktisch findet man plötzlich und unerwartet im eigenen Wortschatz wieder. Was will man sonst auch antworten, wenn man gefragt wird, weswegen man sich so einen Meriva gekauft hat? Am besten, man bleibt ehrlich und sagt: Das Auto ist sinnvoll, weil es praktisch ist. Am Stammtisch kann man damit keinen Stich machen, aber dafür wurde der Meriva auch nicht gebaut. Er wurde gebaut, weil er eben praktisch ist. Und deswegen gibt es den Meriva auch von einem Automobil-Hersteller, der noch nicht vergessen hat, dass es auch Menschen gibt, die einfach nur ein praktisches Auto suchen.

Die gegenläufigen Türen sind so etwas wie der Dachspoiler des Rentners. Und sie sind die einzige Eigenart des Opel Meriva. Das hat Vorteile. Und es hat Nachteile. Die Vorteile sind schnell erklärt. Kindersitze befestigen, wenn der Platz von vorne völlig frei zugänglich ist? Die zweite Reihe lässt sich so wunderbar einfach erreichen. Kinder in Kindersitzen und Senioren werden dankbar „Hurra“ rufen. So easy wurde noch kein Kind in den Kindersitz verfrachtet, so leicht ist noch nie eine künstliche Hüfte in Sitzreihe zwei verfrachtet wurden. Der Nachteil? Das funktioniert nur, wenn man sich über die Reihenfolge geeinigt hat. Ausgerechnet die beiden Zielgruppen, die nie Zeit haben – Kinder und Senioren – freuen sich über den „echten-Easy-Entry“ zum Mitreise-Abteil, müssen sich aber hinten anstellen, denn wenn die Reihe 1 zeitgleich ein- oder aussteigen will, dann kommt man sich unfreiwillig nah – drehen sich doch beide Parteien um die B-Säule herum.

Schiebung

Dass die Sitzplätze in Reihe 2 zudem zu verschieben sind, unterstreicht den Wunsch der Opel-Bauer (gibt es eigentlich den Chef-Ingenieur Dr. Braun noch?), ein wirklich praktisches Allzweck-Automobil zu bauen. Und ausnahmsweise bezieht sich der „Allzweck“ mal nicht auf die Idee, ein Auto so zu schminken, als ob es direkt von der letzten Paris-Dakar-Rallye kommen würde, sondern auf die Möglichkeit den Innenraum maximal praktikabel zu gestalten. Mehr Platz im Kofferraum? Ratsch/Peng, erledigt. Die Sitze flach runterklappen, damit sich eine richtig große Ladehöhle bietet? Zack/Zack, erledigt.

Was Reihe zwei und Kofferraum können, lässt sich in Reihe eins ganz ähnlich nachspielen.
Aufrecht und angenehm hoch sitzen Fahrer und Beifahrer auf extrem guten Sitzplätzen. Wirklich. Man mag es kaum glauben, aber diese Sitzplätze gehören zum „besten Gestühl“ aus meiner Zeit als Automobil-Blogger. Dazwischen bleibt eine große Ablage mit verschiebbarer Armauflage.  Reise-Proviant für lange Urlaubsfahrten lässt sich darin verstauen, Handy, Notebooks und wenn es sein muss, auch die Handtasche der Frau.

Die größte Überraschung ist jedoch das Fahrgefühl im Meriva.

Da klappert nichts. Es knarzt nichts. Der Abrollkomfort ist bombig gut. Das ganze Auto wirkt extrem gut verarbeitet und solide. Sicherlich sind einige der Kunststoffelemente weit weg davon, ein Premium-Prädikat zu bekommen, aber dann hätte man ja auch den Charakter des Meriva verfehlt. Hier geht es um echten Nutzwert. Um praktische Lösungen. Und „Gott sei Dank“ um innere Werte. Und dass sich der Meriva fährt, als wäre er in einer Klasse darüber zu Hause, bekräftigt die Vorstellung vom „Leisetreter“ und einem, der nach innen gut ist und sich die Show nach außen völlig spart.

Spar-Hans – dank Autogas

Wer nachzählt, und das tut man als echter Interessent für dieses Auto, der findet 9 Motoren für den Opel Meriva. Drei Getriebe-Varianten und 5 Ausstattungslinien. Für den Test habe ich die einzig logische Meriva-Motorisierung ausgewählt. Den Meriva mit dem 1.4 Liter Benziner und Autogas (LPG)-Antrieb. Der große Vierzylinder ist ein moderner Turbomotor mit Vierventiltechnik und der Möglichkeit, sowohl Benzin als auch Autogas zu verwerten.  Wer sagt, er spüre den Autogas-Einsatz nicht, der spürt vermutlich auch den Übergang vom Winter auf Sommer nicht mehr. Im Autogas-Einsatz verändert sich das Verbrennungsgeräusch des EcoTec-Triebwerks und die Durchzugskraft lässt nach. Laut Opel hält sich der Verlust des Durchzugs in Grenzen. 0.8 Sekunden verliert der LPG-befeuerte Meriva gegenüber dem (virtuell) weiter mit Benzin fahrenden Sprint-Gegner zwischen 80 und 120 km/h. Das ist in der Tat völlig zu vernachlässigen, aber wer den „Boost“ erleben will, der schaltet bewusst zwischen den beiden Treibstoff-Arten hin und her und wird erleben, wie viel „nährreicher“ das klassische Benzin gegenüber dem etwas kraftloseren Autogas ist. Im Alltag spielt das jedoch keine Rolle. Da sollte man sich nur auf den Autogas-Einsatz konzentrieren. Denn im LPG-Betrieb sinken die CO2-Emissionen und zusätzlich wird der Geldbeutel geschont. Den etwas höheren Verbrauch aufgrund des niedrigeren spezifischen Brennwertes von Autogas macht der deutliche Preisunterschied zwischen Benzin und LPG wieder wett. Im Test habe ich 30.34 Liter Autogas verbraucht und dafür 22.42 € bezahlt. Allerdings habe ich auch 65 Liter Super vertankt, denn Autogas-Tankstellen sind zwar häufiger anzutreffen als Erdgas-Tankstellen, aber noch lange nicht an jeder Ecke. Und dass man bei LPG mit zwei verschiedenen Tankzapf-Systemen zu arbeiten hat, erleichtert die Akzeptanz auch nicht wirklich.

 

Testverbrauch

[tabgroup]
[tab title=“Alltagsfahrer“]Die Verbrauchsangaben für den „Typus Alltagsfahrer“ entstanden im (nicht ganz) paritätisch gemischten Betrieb aus Benzin und LPG. 5.75 Liter oder 30.34 Liter LPG und 34.30 Liter Benzin auf 1.122,4 Kilometern war das Ergebnis. Bedenkt man, dass Opel 5.9 (Benzin) und 7.4 (LPG) für den NEFZ-Normverbrauch angibt, ein extrem guter Wert. Völlig machbar im Alltag![/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Dieser Meßwert entfällt beim Meriva leider.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]Dieser Meßwert wurde auf der Einstellung „Benzin“ gefahren. Hier hat sich der 1.4 Liter Turbo mit knapp 9 Litern noch immer sparsam gezeigt! [/tab]
[/tabgroup]

Opel Meriva Testbericht

Zahltag

Der Testwagen hatte als 1.4 LPG Edition einen Basispreis von 21.590 €. Ein mehr als faires Angebot. Wer es mit dem Sparen wirklich ernst nimmt, der fährt den praktischen Opel konsequent im LPG-Bereich. Dass man den Nachbarn mit dem Meriva nicht beeindrucken kann, hatten wir geklärt, warum also nicht gleich sinnvoll nutzen? Natürlich ist der Meriva mit LPG-Antrieb kein Auto für Vielfahrer. Aber für diese hat Opel insgesamt 3 Diesel-Versionen mit einer Leistung von 95 bis 136 PS im Angebot.

Das fehlte oder war doof

Der LPG-Meriva verzichtet auf eine Start-Stopp-Funktion. Ein wenig merkwürdig für ein Auto aus dem Jahre 2014 – aber anscheinend ist die Adaption dieser Funktion bei Autogas-Antrieb nicht ganz so banal umgesetzt. Und eines sollte man sich in Rüsselsheim mal hinter die Ohren schreiben: Schwarzes Plastik bleibt schwarzes Plastik, egal, welche Narbung man ihm verpasst. Der Innenraum muss ja gar nicht Premium sein, aber eventuell wäre es sinnvoll, nicht drei unterschiedliche Plastikversionen direkt nebeneinander zu verbauen. Ach – und dieses Tasten-Armageddon rund um die Mittelkonsole, das braucht auch niemand!

Opel Meriva LPG Motor Ecotec

Fazit:

Verdammt, ich werde alt. Und damit zur Zielgruppe des Opel Meriva. Wobei die größte Überraschung nicht der enorme Alltagsnutzen des Meriva und seines innovativen Türkonzeptes ist, sondern das extrem gut abgestimmte Fahrwerk und das solide Gefühl beim Fahren. Dass Hartplastik und Spaltmaße im Innenraum noch viel Luft nach oben lassen, stört den Nutzwert nicht.

Sinnvoller wird es nicht!

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Fahrzeugschein: Opel Meriva 1.4 LPG Edition

Hersteller: Opel
Typ: Meriva
Klasse: Compact-MPV
Motor: R4
Getriebe: 5G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.364 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 120 PS b. 4.800 – 6.000 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 175 Nm b. 1.750 – 4.800 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 1.486 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 11.5 – 11.8 s
Höchstgeschw.: 188 km/h
Verbrauch Benzin / LPG (NEFZ): 5.9 / 7.4 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 139 / 121 g/km
Emissionsklasse: EU 6
Effizienzklasse: C / A
cW-Wert:
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger  Titelbild: Bjoern Habegger
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Erlkönig: C-Klasse C350 Plugin-Hybrid

Unser Erlkönig-Jäger hat einen besonderen Erlkönig abgelichtet. Auch wenn die C-Klasse (W205) mittlerweile der Öffentlichkeit präsentiert wurde, man das Fahrzeug bestellen kann und alle wichtigen Journalisten mit dem neuen Modell bereits ausgiebig gefahren sind – diese C-Klasse ist dennoch ein Erlkönig.

C350 Plugin-Hybrid

Natürlich spart man sich bei Mercedes die großflächige Tarnfolie an der C-Klasse, denn die Details fallen nicht jedem auf. Doch was da unter der rechten Heckleuchte aussieht, wie eine Tankklappe die verrutscht ist, ist der Deckel für die Ladebuchse des Batterie-Pakets. Denn diese C-Klasse zeigt den Plugin-Hybriden von Mercedes-Benz.

In Verbindung mit einem zwei Liter großen Turbo-Benzinmotor, arbeitet ein 50 kW starker Elektromotor unter der Motorhaube. Gemeinsam (E-Motor + Benziner) sind rund 250 PS zu erwarten. Die reine Batterie-Reichweite schätze ich auf knappe 100 km bei einer Batteriekapazität von knapp über 20 kWh.  Der kombinierte Verbrauch (nach NEFZ) dürfte bei unter 2 Liter auf 100 Kilometer liegen.

Der C350 Plugin-Hybrid wird 2015 seine Premiere feiern.

Hybridmodell IS 300h setzt sich gegen Dieselwettbewerber durch

Dass Norm- und Alltagsverbrauch nicht weit auseinander liegen müssen, beweist der Lexus IS 300h eindrucksvoll. Das britische Verbrauchermagazin „WhatCar?“ hat die Verbräuche beliebter Business-Limousinen aus der Premium-Mittelklasse unter realistischen Alltagsbedingungen getestet. Das Ergebnis: Kein anderes Modell begnügt sich mit so wenig Treibstoff wie der Lexus IS 300h. 

„WhatCar?“ ermittelte für das Vollhybridfahrzeug einen Durchschnittsverbrauch von nur 4,7 Litern. Damit liegt die Sportlimousine nur 0,3 Liter über dem Normwert von 4,4 Litern (Executive Line, Luxury Line). Aufgrund des geringen Verbrauchs und der damit einhergehenden niedrigen Unterhaltskosten qualifiziert sich das Siegerfahrzeug nach Meinung der Tester besonders für Vielfahrer.

Mit einer Systemleistung von 164 kW (223 PS) war die Lexus Sportlimousine das leistungsstärkste Modell im Test – und setzte sich dennoch souverän an die Spitze. Als einziger Benziner unter den Top 5 verwies der IS 300h dabei die Wettbewerbsmodelle mit Dieselmotor auf die Plätze. Für diese ermittelten die britischen Redakteure Ergebnisse zwischen 5,0 und 5,2 Liter je 100 Kilometer.

[notification type=“notification_warning“ ]Bis hier ist es eine Pressemeldung von Toyota-Deutschland, kein redaktioneller Inhalt.[/notification]

Anmerkung:

Das der Normverbrauch mit der Realität üblicherweise nichts gemein hat, ist auch der Grund weswegen hier im Blog eigene Verbrauchswerte heraus gefahren werden. Die Messung nach drei „Autofahrer-Typen“ gehört zum Standardprogramm bei Testfahrzeugen. Wer hierüber mehr erfahren will, der klickt hier.

Zum Lexus  IS 300 h gibt es hier einen aktuellen Fahrbericht.