Cadillac CT6 – Ein Beitrag zum Ausgleich der Handelsbilanz

Mr. Trump meinte ja letzthin, in Europa und speziell in Deutschland eher wenige Chevrolets auf den Straßen zu sehen. Mal abgesehen, davon wann wohl der Geschäftsmann mit Nebenjob „Präsident“ zum letzten Mal auf einer hiesigen Autobahn oder gar in einer Großstadt-City gewesen sein mag – es gibt durchaus noch eine sechsstellige Anzahl Chevrolets auf deutschen Straßen; Modelle wie der Kleinwagen Spark oder der kompakte Cruze waren ja keine Ladenhüter. Aber schließlich hat sich die ur-amerikanische Marke 2014 zugunsten von Opel (!) freiwillig aus Deutschland und später sogar aus ganz Westeuropa zurückzogen.

Dank seiner flachen Bauweise, dem kurzen Überhang vorn und der glatt-geschmeidigen Karosse wirkt der Cadillac CT6 sowohl elegant als auch sportlich

Viel seltener als einen Chevrolet sieht man hierzulande dagegen einen Cadillac, jenen vielbesungenen Inbegriff eines amerikanischen Luxusautos. Doch, die Marke gibt es noch und sie ist in Nordamerika durchaus nicht selten im Straßenbild anzutreffen. Und auch in Deutschland kann man einen Cadillac ganz offiziell erwerben, also ohne einen Privatimporteur bemühen zu müssen. Und damit übrigens gleichzeitig seinen Beitrag zum von interessierter Seite ständig angemahnten Ausgleich der deutsch-amerikanischen Handelsbilanz sorgen. Warum also nicht mal einen Cadillac, dachten wir uns? Und – wenn schon, denn schon – dann auch gleich die Top-Limousine, denn der CT6 will ja schließlich gegen die deutsche Elite namens S-Klasse oder 7er BMW reüssieren. Da darf er gleich mal zeigen, ob er was und was er kann.

Die glatte Außenhaut, die den zu fast zwei Dritteln aus Aluminium bestehenden CT6 umschmeichelt, steht ebenso für Noblesse wie das nüchterne Heck, ebenfalls mit senkrechten Leuchten

Seit Herbst letzten Jahres gibt es die 5,18 Meter lange Limousine also in Deutschland zu kaufen. Und wie es sich gehört, verzichten die Amerikaner nicht nur und wenig überraschend auf einen, in der Heimat sowieso unverkäuflichen, Diesel, sondern auch auf jegliche elektrische Unterstützung für den Sechszylinder-Benziner. Wozu auch eine Batterie mitschleppen, wenn man doch drei Liter Hubraum unter der Haube hat?

Sehr gediegen geht es auch im Innenraum des Cadillac CT6 zu

Und der Twinturbo ist beileibe kann Säufer nach alter US-Manier, sondern ein modernes Aggregat, sogar mit Zylinderabschaltung. Klar, 11,2 Liter Testverbrauch (Norm: 9,8 Liter) sind nicht wirklich sparsam, aber insgesamt und angesichts von 417 PS doch in Ordnung. Ein dickes Lob gibt es zudem für das prima abgestimmte Fahrwerk, dank dem sich der CT6 trotz 20-Zoll-Rädern überraschend agil und komfortabel bewegen lässt. Das dürfte auch am geringen Leergewicht liegen. Fast zwei Drittel der Karosserie bestehen aus Leichtmetall, der CT6 wiegt nur 1,95 Tonnen. Das ist deutlich weniger, als etwa eine ähnlich motorisierte S-Klasse auf die Straße bringt. Schade, dass die Lenkung diese Dynamik dem Fahrer nicht richtig vermitteln kann, dafür gibt sie einfach zu wenig Rückmeldung. Wiederum auf der Höhe der Zeit zeigt sich dagegen die Achtgang-Wandlerautomatik, nur in einigen Situationen, zum Beispiel beim Anfahren, neigte sie zu leichtem ruckeln.

Im Kombiinstrument kommt eine große LCD-Anzeige zum Einsatz

Auch der serienmäßige Allradantrieb trägt zum überraschend sportlichen Auftritt des Amerikaners bei. In der Normalstellung werden 60 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse geleitet, 40 Prozent nach vorne. Stellt man auf Sport-Modus werden 20 Prozent von vorne nach hinten abgezweigt. So lässt sich der Caddy mit viel Fahrspaß bewegen, ohne dass er seine Langstreckentauglichkeit einbüßen würde. Zu der übrigens die dicken Ledersitze mit Massagefunktion ihren Teil beitragen. Auch die Instrumentierung im Innenraum überzeugt überwiegend, lediglich durch die nicht immer einer Logik folgenden Funktionen des großen Touchscreen-Monitors muss man sich erst einmal durcharbeiten. Ach ja, beim Urlaubsgepäck ist Vorsicht angebracht. Der Kofferraum bietet mit 433 Litern doch zu wenig Stauraum. Hier hat man wohl einige Zentimeter Tiefe für die Fondpassagiere abgezweigt, denn die sitzen richtig gut.

Der edle Schalthebel der serienmäßigen Automatik

Optisch ist der CT6 ein Statement und zeigt mit seinen messerscharfen Bügelfalten und dem riesigen Kühlergrill typisch amerikanisches Selbstbewusstsein. Wo die deutschen Premiums auf Zurückhaltung größten Wert legen, geht der Ami viel unbekümmerter zu Werke und signalisiert: Mein Fahrer hat es geschafft und jeder darf /soll es sehen.

Auf Knopfdruck wird das vertraute Bild des Innenspiegels durch das einer hochauflösenden Farbkamera ersetzt

Was man übrigens nicht erwarten darf ist ein Dumping-Preis. Es gibt eine ganz gut ausgestattete Luxury-Version für 73.500 Euro. Das ist ein gutes Angebot. Richtig Spaß macht aber eigentlich nur die von uns gefahrene Platinum-Variante. Für satte 21.000 zusätzliche Euro ist hier alles an Bord, vom in drei Stufen einstellbaren Fahrwerk (Magnetic Ride) über eine aktive Hinterachslenkung, elektrische Liegesitze hinten und Head-up-Display bis zur Bose-Soundanlage mit 34 Lautsprechern und noch einiges mehr. Und wie man in Europa Geld verdient haben die Amerikaner schon immer gewusst: Alle Farben sind aufpreisfrei, solange es sich um den schwarzen Basis-Lack handelt. Alle anderen Töne kosten zwischen 750 und 1.500 Euro Aufpreis. Also ehrlich Mr. President, das ist doch jetzt kein wirklich fairer Deal. (Peter Eck/SP-X)

Chevrolet Camaro – Zum Mustangfressen nach Südengland

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Der neue Camaro in seiner sechsten Generation zeigt sich dem Publikum von Goodwood.

Drei Tage lang, eine gefühlte Ewigkeit, muss er aus seinen grimmigen schräg geschlitzten Augen den ewigen Rivalen Mustang beobachten, der sich in Sichtweite selbstgefällig auf der Ausstellungsfläche des Festivals of Speed, kurz FOS genannt, präsentiert. Jedes Jahr aufs Neue und das seit 1993 öffnet Charles Gordon-Lennox, bekannt als Lord March, die Pforten seines Anwesens Goodwood zu einer riesigen Auto-Gartenparty, auf der es Oldtimer, Renn – und Supersportwagen zu bestaunen gibt.

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Jedes Jahr treffen sich im Sommer begeisterte Autonarren bei Woodstock-ähnlicher Atmosphäre in Goodwood.

Für Autohersteller eine gediegene wie prachtvolle Gelegenheit, sich Autofans mit ihren neuesten sportlichen Modelle vorzustellen. Chevrolet lässt es sich natürlich nicht nehmen, den neuen Camaro in seiner sechsten Generation hierher zu verschaffen. Ein um das andere Mal betatschen von Softeis und Pommes verschmierte Kinderhände sein bulliges Heck, schieben Mütter lächelnd ihre Kinderwagen gefährlich nahe an seinen edlen 20-Zoll-Felgen vorbei. Viel wohlgefälliger sind da schon die sehnsüchtigen Blicke der jungen und jung gebliebenen Männer. In schicken Polohemden, mit oder ohne Tattoo auf den Unterarmen, sammeln sie sich um den Hardcore-Amerikaner und beten ehrfürchtig seine Kennziffern herunter: 453 PS bei 5.700 Umdrehungen in der Minute, ein Drehmoment von 617 Nm bei 4600 Umdrehungen, Höchstgeschwindigkeit: 290 km/h und in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km.

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Im Camaro S arbeitet die 6,2 Liter Maschine aus der Corvette Stingray, angepasst an den Camaro, ebenfalls mit Direkteinspritzung, variabler Ventilsteuerung und Zylinderabschaltung.

Immer wieder schweifen neugierige Blicke auf seinen Motor, wenn die Haube mal einen Moment zur Ansicht gelupft wurde. Was kann denn schon Besonderes an diesem Achtzylinder sein, der nun mal klassisch amerikanisch auf Hubraum setzt. Das passt und passte zum Camaro – schon immer. Aber auch ein Urgestein spürt den Klimawandel: Chevrolet bestückt den Camaro inzwischen auch mit Sechszylinder und sogar Vierzylinder-Motoren. Ford hat es ja beim Mustang vorgemacht. Und weil die Europäer auch in Sachen Fahrverhalten mit ihren kurvigen Landstraßen anders als US-Kunden ticken, hat Chevrolet seinen Camaro für die alte Welt straffer abgestimmt und passend zu den europäischen Spritpreisen auch auf Verbrauch getrimmt. Die halbe Portion Achtzylinder leistet immer noch 270 PS, bringt 400 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und soll nur 8,1 Liter auf 100 km verbrauchen.

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Der ZL1, der stärkste Camaro aller Zeiten, startet auf den Hill Climb.

Das Fachsimpeln der Besucher über Sinn und Zweck kleiner Motoren und die guten alten Zeiten unterbricht oder übertönt das martialische Kreischen aufgedrehter Motoren, wenn wieder einmal ein Auto über den berühmten Hill Drive, dem 1,8 Kilometer langen, sehr engen und von Strohballen gesäumten Parcours auf dem Gelände gejagt wird. Ring frei für den stärksten Camaro aller Zeiten, der ZL1 dreht seine Runde. Wie Musik klingt es in den Ohren, wenn der Achtzylinder mit 649 PS, einem maximalen Drehmoment von 868 Nm und offenen Abgasanlagenklappen von der Kette gelassen wird und endlich auch seine schwarzen Streifen auf dem Asphalt hinterlässt.

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Das Publikum von Goodwood vereint die Begeisterung für den Geruch von verbranntem Öl, Bier und Fish&Chips.
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Eine große Motorhaube, eine hohe Gürtellinie und schmale Fenster kennzeichnen den Camaro unverkennbar.
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Sechs Zentimeter kürzer, zwei Zentimeter schmaler und vier Zentimeter flacher als vorher.

Düfte von Chips&Fish, Lagerbier und verbranntem Gummi liegen noch in der Luft, die Party ist zu Ende  und die zivilere Variante des Achtender Ami Schlittens bahnt sich ihren Weg vorbei an den zertrampelten Rasenflächen des aristokratischen Anwesen. Jenseits des Ärmelkanals, den er mit dem Autozug und pausierendem Aggregat durchquert hat, inhaliert er gierig frische kontinentaleuropäische Luft mit einer Duftnote von frisch gemähtem Gras. Der Motor blubbert satt, die Kolben rotieren in den acht Zylindern mit 6,2 Litern Hubraum. Wann immer ein heimischer Bummler das Vorwärtskommen über Gebühr bremst, wirft sich der Camaro kurz ins Zeug und lässt ihn mit dem tiefen Grollen des archaischen Saugers hinter sich.

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Für den Fahrspaß im neuen Camaro mit dem Achtzylinder sollte man schon mal mindestens 45 900 Euro parat halten.

 

 

 

 

 

Text: Solveig Grewe / Fotos: Thorsten Weigl

 

 

News: Hennessey Camaro HPE 700 – Der strotzt vor Kraft

Noch in diesem Jahr schickt Chevrolet die sechste Generation seiner Ikone Camaro auf den heimischen amerikanischen Markt. Grund genug für den Tuner und Supersportwagenbauer Hennessey aus Houston, Texas, sich des neuen Camaro anzunehmen.

Ein Tuner spendiert dem neuen Chevrolet Camaro eine derart gewaltige Leistungsspritze, dass der Begriff Muscle Car eine ganz neue Bedeutung bekommt.
Ein Tuner spendiert dem neuen Chevrolet Camaro eine derart gewaltige Leistungsspritze, dass der Begriff Muscle Car eine ganz neue Bedeutung bekommt.

Hennessey hebt die Leistung von fast noch dezenten 432 PS auf 700 PS an. Der Camaro HPE 700 rennt damit in nur 3,4 Sekunden auf Tempo 100, nur 10,1 Sekunden reichen für 200 km/h. Die 850 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Schub, der erst bei der abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ein Ende findet. Der Camaro HPE 700 bildet allerding lediglich das Basis-Modell. Mit dem HPE 1000 soll künftig auch eine überpotente Variante mit 1.015 PS angeboten werden. Für die noch aktuellen Modelle gibt es diese Versionen bereits.

Die Firma US66 ist der europäische Importeur von Hennessey-Produkten und passt das Muscle Car den deutschen Anforderungen an, auf dass sie auch auf deutschen Autobahnen vollgasfest sind. So wird unter anderem das Kühlsystem vergrößert und die Software optimiert. Zusätzlich werden noch in Deutschland entwickelte und hergestellte Teile montiert, wie eine speziell für aufgeladene Motoren konzipierte und TÜV-konforme Auspuffanlage.

Die 850 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Schub, der erst bei der abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ein Ende findet.
Die 850 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Schub, der erst bei der abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ein Ende findet.

Wenn die ersten neuen Camaro-Modelle in den Staaten erhältlich sein werden, beginnt die Firma US66 mit der Überführung der Fahrzeuge, so dass die gestärkten Varianten im zweiten Quartal des nächsten Jahres erhältlich sein werden. Je nach Umbau werden dann für die 700-PS-Modelle rund 30.000 Euro fällig.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Corvette per SMS gehackt – Bremsen per Black Box

IT-Experten der Universität San Diego haben die nächste Sicherheitslücke in einem Auto offen gelegt. Nach eigenen Angaben konnten sie per SMS die Bremsen und die Scheibenwischer einer Chevrolet Corvette aus der Ferne betätigen. Dabei griffen sie nicht direkt die Software des Fahrzeugs an, sondern verschafften sich über eine nachgerüstete Black Box Zugang.

Derartige Geräte sind vor allem in den USA beliebt. Sie ermöglichen Flottenbetreibern oder Versicherungen das ferngesteuerte Auslesen von Fahrzeugdaten, etwa Geschwindigkeit und Bremsverhalten. Offenbar können einige Geräte aber auch als Einfalltor für Hacker dienen. Die Black Boxes sind in der Regel an die sogenannte ODB-Schnittstelle der Autos angeschlossen und kommunizieren über ein eigenes Mobilfunkmodul mit einem Server. Neben der Weitergabe von Daten locken sie Fahrzeugnutzer häufig auch mit Komfortfunktionen wie dem Türöffnen oder dem Motorstart aus der Ferne.

Der SMS-Hack ist der neueste Angriff in einer ganzen Reihe ähnlicher Fälle. So gelang es Hackern kürzlich, einen Tesla S während der Fahrt auszuschalten, weitere Sicherheitslücken wurden bei Fahrzeugen von General Motors, Chrysler und BMW offen gelegt.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Gewinner und Verlierer

Der prototypische deutsche Neuwagen sah auch 2014 ähnlich aus wie in den Vorjahren: meist ein Kompaktmodell, gerne das eines heimischen Herstellers, mit Diesel- oder Ottomotor, am liebsten in Schwarz oder Grau. Das und einiges mehr lässt sich aus der abschließenden Jahresstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) herauslesen. Trotz des wenig geheimnisvollen Erfolgsrezepts trafen einige Marken den Käufergeschmack besser als andere.

Insgesamt schloss das Pkw-Jahr mit 3,04 Millionen Pkw-Neuzulassungen leicht besser ab als 2013 (plus 2,9 Prozent). Profitieren konnten davon auch die heimischen Hersteller, allen voran Porsche. Die Stuttgarter kamen auf 24.365 Neuzulassungen und legten damit gegenüber dem Vorjahr um 17,1 Prozent zu – nicht zuletzt wohl mit Hilfe des neu eingeführten Kompakt-SUV Macan. Mehr Autos als 2013 los wurden auch Ford (+ 5,7 Prozent), Opel (+ 5,6 Prozent), Audi (+ 3,0 Prozent), BMW (+ 2,8 Prozent) und VW (+ 2,2 Prozent). Mit 656.494 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 21,6 Prozent blieben die Wolfsburger zudem klarer Marktführer. Ein Neuzulassungsminus musste hingegen die deutsche Nummer zwei Mercedes hinnehmen: 272.566 Neuzulassungen verfehlten das Vorjahresergebnis um 1,7 Prozent. Tochter Smart büßte sogar 13,8 Prozent ein, dürfte den Verlust mit dem gerade erfolgten Anlaufen der neuen Modellgeneration aber wieder auffangen. Auch Mini (minus 3,2 Prozent) wird unter dem Modellwechsel im Jahresverlauf gelitten haben.

Größter Verlierer des Jahres war – nicht überraschend – Chevrolet. Die GM-Tochter hatte angesichts des anstehenden Rückzugs aus Europa nur noch Lagerbestände abverkauft. Insgesamt 5.516 Fahrzeuge fanden noch ihren Kunden, 77,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Ebenfalls wenig verwundern kann das 21-prozentige Minus bei Lancia; die Italiener haben 2014 gleich drei ihrer fünf Modelle aus dem Programm genommen. Weniger leicht dürfte hingegen Toyota das Jahresergebnis nehmen: 70.267 Neuzulassungen bedeuteten einen Rückgang von 5,1 Prozent, Tochter Lexus büßte gar 19,7 Prozent ein. Schlecht lief das Jahr zudem für Subaru (minus 16,6 Prozent) und Alfa Romeo (minus 6,5 Prozent).

Zu den Gewinnern des Jahres zählt Jeep. Die Allradmarke konnte auch dank neuer Modelle um 48,8 Prozent auf 10.268 Neuzulassungen zulegen. Auch der direkte Konkurrent Land Rover verbuchte mit 18,1 Prozent ein deutliches Plus. Den stärksten Zuwachs unter den Marken mit mindestens einem Prozent Marktanteil erzielte Mazda (plus 16,7 Prozent). Auch Seat, Nissan und Volvo legten zweistellig zu.

Beliebteste Klasse war erneut das Kompakt-Segment mit einem Anteil von 26,4 Prozent an den Neuzulassungen. Dahinter folgten Kleinwagen (15,1 Prozent) und Mittelklassefahrzeuge (15,1 Prozent). Beim Antrieb setzen die deutschen Fahrzeugkäufer auf Gewohntes: Benziner (50,5 Prozent Anteil) und Diesel (47,8 Prozent) teilten sich den Markt weitgehend. Die alternativen Antriebe konnten aber immerhin leicht von 1,6 auf 1,7 Prozent zulegen. Die Zahl der neuen Elektroautos beispielsweise stieg von 6.051 im Jahr 2013 auf 8.522 Einheiten, eine allerdings immer noch verschwindend geringe Menge. Weit populärer bleiben die Hybridmodelle mit 27.435 Neuzulassungen (Vorjahr: 26.348).

Die bevorzugte Farbe bei Neuwagen war erneut Schwarz mit einem Marktanteil von 27,8 Prozent. Mit geringem Abstand folgte Grau in all seinen Facetten (27,2 Prozent). Die konservative Farbwahl hat wohl auch mit dem hohen Anteil an gewerblich genutzten Pkw zu tun. Der Anteil der privat gekauften Autos ging 2014 erneut zurück, von 37,9 Prozent im Vorjahr auf 36,2 Prozent.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Detroit 2014 – Corvette Z06

Mit der neuen Corvette Z06 stellt Chevrolet endgültig einen Porsche-Killer auf die dunkel lackierten 20 Zoll Felgen. Wobei nach Sportwagen-Manier die Vorderachse nur 19 Zoll große Leichtmetallräder bekam. Während die Vorderachse bereits mit 285er Reifen ordentlich bestückt ist – rollen auf der Hinterachse sogar 335 Millimeter breite Sportreifen.

Das macht Sinn. Denn die neue „fette Vette“ ist  635 PS stark. Unter der langen Haube mit massiver Ausbuchtung arbeitet ein Trumm von einem Motor: Ein V8 der von einem Kompressor beatmet – 860 Newtonmeter bereit stellt und die ganze Kraft wandert auf die Hinterachse. Zum verwalten der Kraft steht ein manuelles Siebengang-Getriebe oder eine Achtgang-Automatik zur Auswahl. Im Falle des Achtgang-Automaten stehen Schaltwippen hinter dem Lenkrad zur Verfügung.

Die Z06 bekam massives Flügelwerk verpasst. Übertroffen wird dies nur von ihrer Renn-Schwester die auf dem Stand in Detroit ebenso präsentiert wurde.

Der Preis? Noch unbekannt. Klar ist nur – im Frühjahr 2015 wird die neue Corvette Z06 ausgeliefert.

 

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Fahrbericht Corvette Cabrio C6

Ich hatte heute (wir schreiben das Jahr 2006), das Vergnügen eine Corvette C6 über 300km zu bewegen.

[Ich entschuldige mich vorab,
300km sind eigentlich nicht fair
gegenüber einem Außenseiter,
aber mehr war damals nicht möglich.]

Zum Fahrzeug:
Corvette C6 Cabrio, Automatik,  2005er Modell.
6l V8 – 404PS und eine Menge Gadgets on Board.

Nun das Schlimmste vorneweg:  Dieses Automatikgetriebe. Eine US – amerikanische Katastrophe. Im Normalmodus vermutlich Gewerkschaftsmitglied und im Sportmodus komplett auf LSD.

Ich hoffe, es liegt nur daran, dass es noch das alte Modell ist.
Die 2006er Modelle  werden jetzt mit einer 6-Gang Automatik ausgeliefert, das von mir gefahrene Modell hatte jedoch eine völlig unbrauchbare 4-Gang Automatik.

Und das, obwohl ich wirklich ein Fan von Automatikgetrieben bin. Was aber diese 4-Gang Box praktiziert hatte, war einfach gruselig. Die Schaltvorgänge unter Last  viel zu hart und zu nervös. Ist man einigermaßen flott unterwegs ist, verdarb die Box durch ständiges Hoch- und Runterschalten auch in unpassenden Augenblicken den Charakter des ganzen Autos.

Innenraum:
Noch mehr Kritik: Was man hier an billigem Plastik geboten bekommt, muss echt erwähnt werden. (Wurde eigentlich Lada von Chevrolet gekauft?) Und dann auch noch schlecht verarbeitet. (Oder sind die Daewoo-Mechaniker im Austausch am US-Fließband?)
Links in der Tür klappert das Lautsprechergitter, in der Mitte die Mittelkonsole und rechts das Handschuhfach.

Verarbeitung allgemein:
Spaltmaß-Fetischisten sollten sich ein anderes Spielzeug suchen.
(Manche Spaltmaße sind so groß, dass man U-Boote darin versenken kann !)

Spielzeug ist dann auch das Thema:
Der Motor. Geil.
Super Elastizität. Drehfreude. Drehmoment. Schöner satter Klang.
Perfekt.

Die Faszination Corvette geht eindeutig vom Motor aus.
6l auf 8 Zylinder verteilt  sind defintiv eine feine Sache.

Dieser wunderbare simple Motor versöhnt mit allem, was man sonst an der Vette aussetzen könnte.  Die ersten Kilometer freut man sich auf jede Stop-and-Go Phase, nur damit das Brabbeln des Motors ungestört die Gehörgänge verwöhnen kann.

Super nervig:
*Piep* Egal was man im Bordcomputer oder in der Mittelkonsole drückt, jeder Schalter wird mit einem *piep* bestätigt.
(Es könnte natürlich sein, dass die Bedienelemente ständig fluchen, weil sie in so übles Plastik gezwängt wurden. Und da Amerika zwar ein freies Land tapferer Männer ist, aber nicht öffentlich geflucht werden darf – daher das Piepen?)

Mehr spielen:
Staus können nicht nur wegen dem schönen sonoren Leerlaufklang des Achtzylinders Spaß machen, nein auch der Spieltrieb wird perfekt befriedigt. Egal, ob HUD einstellen, Reifendruck abrufen  oder das Verdeck auf- und zu machen. Es gibt eine Menge Knöpfe und viel zu entdecken.

Fahrverhalten:
Für Starrachse und Blattfedern:  Beeindruckend!
Die Corvette baut sehr viel Vertrauen auf und bleibt stets klar in ihren Reaktionen. Sie steht natürlich auch nicht auf Mofa-Reifen, sondern hat die Gummis von der Breite eines wohlgenährten Elefantenhintern. Damit ist die rote Vette naturgemäß auf holperigen Straßen nervös, aber dafür umso ruhiger und stabiler, je glatter die Teerbahn ist.
Die Bremsen sind absolut ausreichend, nur ein leichtes Quieken ist zeitweise zu vernehmen. Ob das davon kam, dass die Vette länger stand oder ich zu zimperlich war, das kann ich so heute nicht feststellen.

Kommen wir zu den wichtigsten Alltagstest’s für ein US-Car:
Die Durchfahrt im McDrive gelingt auf Anhieb, die Corvette ist breit, aber übersichtlich. Die Lenkung im Stand auch für 16-jährige zu bedienen.
Negativ: Die Cupholder fassen maximal „eine große Cola“ – keine Supersize-Becher. Aber eventuell gibt es in Amiland andere Cupholder.
Stellt man das Fahrwerk anschließend auf Komfort, sollte man jedoch keine Burger während der Fahrt essen. Das Geschaukel treibt auch den letzten Ketchup-Rest auf die Hose.
(Die verstellbaren Dämpfer kann man sich also getrost sparen!) Auch als Cabrio ist und bleibt die Corvette eher ein Cruiser – übertriebene Sänfte erwartet deswegen trotzdem niemand.

Die BOSE-Soundanlage überzeugt mit fetten Bässen und kräftigen Höhen, auch Lieder, die nicht von Elvis Presley oder den FatBoys stammen, werden anstandslos vom CD-Player abgespielt.

Kofferaum:
Angeblich vorhanden. Ich hab nur eine Ablage für Jacken gefunden.

Mein Fazit:
Geiler Motor.
Gruselige Verarbeitung.
Übles 4-Gang Getriebe.
70.000€ – nicht wert … leider…

Tschüss Chevrolet!

Als ich heute morgen aus Barcelona zurück kam und im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt war, konnte ich mich selbst davon überzeugen – Rüsselsheim steht noch. Nur die Anzahl der Sektkorken auf den Straßen rund um die Opel-Zentrale waren auf eine beeindruckende Zahl angewachsen. Party-Time für Opel. GM hat ein Einsehen.

Tschüss Chevrolet!

Badge-Engineering und Preiskampf auf dem Rücken der Traditionsmarke Opel werden 2015 beendet. Dann zieht die große Mutter von Chevrolet und Opel den Stecker aus dem Low-Budget Experiment für Europa und besinnt sich auf die Werte des Unternehmens. Und diese scheinen nicht im Bereich von simplen Opel-Kopien mit Preisvorteil zu liegen.

Chevrolet Rückzug vom deutschen Markt - Corvette bleibt

Chevrolet Corvette und Camaro bleiben

Es war immer der Hauptkritikpunkt des Chevrolet-Engagements, denn Chevrolet ist für den Europäer in erster Linie eine Ur-Amerikanische Marke und kein Label für Ex-Korea-Kleinwagen oder Badge-Engineering. GM wird für die Zukunft genau diese Trennung für den Markt in Europa vornehmen.  Traditionsmodelle wie die Corvette oder der Camaro werden auch weiterhin den Weg nach Europa finden und offiziell als Chevrolet vertrieben. Auf dem Markt der kleinen, einfacheren und vor allem der Volumen-Modelle, bietet die Traditions-Marke Opel die größeren Chancen für die Zukunft.

Der nächste Schritt wird ein stärkeres Engagement von Cadillac in Europa sein. Das GM auch Premium sein kann, habe ich in meinem Fahrbericht zum Cadillac ATS bereits niedergeschrieben. Hier will der US-Konzern den Angriff auf die deutschen Premium-Hersteller wagen.

Traurig über den Abzug der „billigen Opel“ mit dem großen US-Namen werden nur die wenigstens sein. Ich ganz sicher nicht. Dafür freue ich mich auf die Marke Cadillac!

Und für Opel. Denn ich konnte die Politik von GM nie verstehen. Jetzt hat Opel eine echte Zukunft!

 

VW Golf - souverän

Neuwagen-Frühling – Was geht da noch am Preis?

Der Winter scheint nun endgültig seinen windigen und kalten Abschied zu nehmen, an diesem Wochenende soll es zum ersten Mal sonnig und warm werden.  Ein guter Zeitpunkt um sich auch vom eigenen Auto zu trennen. Mit den Sonnenstrahlen erwacht bei vielen Menschen auch die Lust an einem neuen Fahrzeug.

Der Automobil-Autohaus im Internet, Carneoo.de hat die Top Ten der Besten Neuwagenangebote zusammengestellt:

.. auf Platz 10

AUDI A1

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Der Audi A1 im Fahrbericht, unter anderem bei meinem Kollegen von passiondriving.de

.. auf Platz 9

Volkswagen Golf 7

VW Golf Carneoo NeuwagenRabatt

 

Einen Fahrbericht zum neuen Golf 7 findet man auch bei mir im Blog oder bei meinen Kollegen vom radical-mag aus der Schweiz!

.. auf Platz 8

Skoda Citigo

skoda citigo neuwagen kauf rabatt carneoo

 

Auch über den Skoda Citigo hatte ich in meinem Blog bereits einen Fahrbericht.

.. auf Platz 7

Opel Adam

Opel Adam neuwagenkauf rabatt

Der Opel Adam erlebte seine Premiere auch in diesem Blog – den Fahrbericht liest man nach diesem Klick.

.. auf Platz 6

Peugeot 107

Peugeot 107 Rabatt Neuwagenkauf

.. auf Platz 5

Chevrolet Spark

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.. auf Platz 4

Seat Ibiza

seat ibiza neuwagenrabatt 25 prozent

.. auf Platz 3

Hyundai i10

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.. auf Platz 2

Citroen C1

DCIM100GOPRO

Der Kollege Stratmann von rad-ab.com ist den C1 gefahren, seine Meinung kann man auf rad-ab.com nachlesen.

.. auf Platz 1

Ford Fiesta

ford fiesta Neuwagenkauf carneoo

Den normalen Fiesta konnten wir bei die-testfahrer.de bislang nicht fahren, wohl aber den Fiesta ST! Den Fahrbericht findet man nach diesem Link!

Aktuelle Suchanfragen:

PEPSI – Der Fake

Jens hat gestern noch das viral Video von Pepsi verlinkt und präsentiert, heute ist klar – das ganze Video ist ein Fake. Schade drum, denn die Idee an sich war gut.

Worum geht es?

PEPSI MAX & Jeff Gordon präsentieren, eine besondere Testfahrt!

Kurz erzählt: Ein bekannter US-Nascar Rennfahrer mit dem Namen Jeff Gordon verkleidet sich mit falschem Bärtchen und kreuzt bei einem Autohändler auf dem Hof auf. Er steht interessiert vor einem sportlichen Chevy Camaro. Der Verkäufer kommt heraus und spricht ihn an, ob er nicht eine Testfahrt machen will.

Obwohl der Dialog eigentlich in Richtung „Interesse ja, Kaufen nein“ geht – fahren beide kurz darauf los. Der Verkäufer auf dem Beifahrersitz und Jeff Gordon auf dem Fahrerplatz.  Nach kurzen Problemen beim los fahren, der Fahrer tut so, als wäre er von der Leistung völlig überrascht, rast der schwarze Camaro schon bald über ein Industriegelände. Donuts, Handbremsdrehungen und Powerslide inklusive.

Der ach so arme Autoverkäufer auf dem Beifahrersitz wird ordentlich verängstigt. Lustig für den Zuschauer.

Dumm nur: Es ist alles gefaked!

Also nicht nur die Tatsache, dass hier ein Rennfahrer-Profi so tut, als ob er nicht Auto fahren könnte – nein, der Rennfahrer, der Verkäufer und das Auto. Und vor allem die scheinbar „versteckte Kamera-Situation“ – es ist einfach alles gefaked. Gestellt und nur ein Werbe-Stunt 🙁

Schade drum.

Wer sich für die Details interessiert, der klickt rüber zu Jalopnik, die haben die Details aufgedeckt.

Für mich ist damit wieder einmal klar: Vorsicht bei extrem „viralen“ Videos. Über 4 Millionen Klicks – da überlässt man als Unternehmen nichts dem Zufall. Dummerweise war man beim Clip nicht gut genug, denn eine Enttarnung zu einem so frühen Zeitpunkt, dass könnte am Ende nach hinten los gehen.

Pepsi bleibt damit für mich einfach nur eine Marke, die kein „Original“ kann. Wenn ich Zuckerbrause trinken will, dann trinke ich Coca-Cola. Keine Brause von einer Marke die ihre Fans mit Fake-Videos unterhält!

 

 

Aktuelle Suchanfragen:

Chevrolet Volt – E-Auto, oder nicht?

Die Tage wurde ich von einem Motorjournalisten für meinen Mut gelobt, den Chevrolet Volt (Opel Ampera) nicht als E-Auto bezeichnet zu haben, sondern als das, was er wirklich ist.

Wer verstehen will, weswegen der Volt kein echtes Elektromobil ist, der liegt entweder meinen Artikel auf „die-testfahrer.de“ oder den Fahrbericht hier im Blog. Alternativ kann man natürlich auch mal zu meinen Kollegen schauen, was die so über den Opel Ampera oder den Chevrolet Volt geschrieben haben.

Ich finde im übrigen, es gehört kein Mut dazu – nur Sachverstand.

Chevrolet Volt – Irgendwie so anders

Der Chevrolet Volt hatte es in meinem Testzeitraum nicht ganz einfach: Die Witterung und seine Batterien waren gegen ihn; meine Erwartungen dagegen extrem hoch. Er konnte also nur verlieren – oder?

Vorausgegangen war meinem Test die Diskussion über die Definition des Chevrolet Volt. E-Auto mit Reichweitenverlängerer oder doch nur ein Plug-in-Hybrid, wie man ihn auch bei anderen Herstellern bekommt? Die Antwort ist im Prinzip trivial: Treibt der eingebaute Benzinmotor die Räder nicht direkt an, so handelt es sich um ein Elektroauto mit „Reichweitenverlängerer“. Der 86 PS starke Ecotec-Motor des Volt (gleich dem Ampera) treibt jedoch unter gewissen Voraussetzungen die Vorderräder mit an. Der Volt ist ein serieller Hybrid (Denn: Ein Vegetarier der einmal in der Woche eine Wurst isst, ist ja auch kein Vegetarier mehr – Zitat Ralf Bernert!) – Danke!)  – aber der Volt ist auch ein Hybrid mit „Leistungsverzweigung“, ähnlich dem Prinzip des Toyota Prius.

Leistungsverzweigter Hybrid:

Bei höheren Geschwindigkeiten kann der Benzinmotor, über das Planetenradgetriebe verbunden mit E-Motor und Antriebsachse, direkt auf den Vortrieb des Volt einwirken. Spürbar wird dies bei voller Beschleunigung oberhalb von etwa 100 km/h. Der Benzinmotor entlastet dann den E-Motor. Damit ist der Volt kein Elektrofahrzeug mit „Range Extender“, sondern ein „serieller Hybrid“ mit Leistungsverzweigung.

Chevrolet Volt

Das macht den Chevrolet Volt aber nicht minder interessant!

Für meine Testfahrt hat mich vor allem interessiert, wie sich der Alltag mit dieser neuen Variante der Antriebstechnik im Automobil darstellt und welche Kompromisse man als Fahrer eines Chevrolet Volt eingehen muss. Kein wirklicher Kompromiss, aber eine Enttäuschung: Anstelle der versprochenen 80 Kilometer Reichweite begrüsst mich der per Steckdose in der Garage geladene Volt mit einer E-Reichweite von nur 40 Kilometern. Vermutlich ist der mit fast 10.000 Kilometer auf dem Tacho anzeigenden Testwagen bereits zum „Realisten“ geworden. Erreicht man die vollen 80 Kilometer doch nur, wenn man den „Watt-Vorrat “ fast zärtlich dosiert in elektrische Kraft wandeln lässt.

Aufgrund der 370 Nm des E-Motors gelingt dies jedoch kaum jemanden, zu verlockend ist der Abruf der gesamten – und das ist E-Auto-Norm – bereits ab der ersten Umdrehung anliegenden Kraft. Wie am Gummiband gezogen, beschleunigt der Volt ohne jede Unterbrechung durch Schaltvorgänge, bis der E-Motor kurz vor seiner Maximal-Drehzahl steht.

Auf dem Tacho des Volt stehen am Ende der Gummiband-Exstasen 160 Kilometer pro Stunde und der Benziner brummt dazu den alten Evergreen von Nikolaus Otto.

Chevrolet Volt
Links der Benziner, rechts der E-Motor

Für 40 Kilometer fährt man in einer völlig anderen Welt. Leise. Wirklich leise. Der Volt überzeugt durch eine entspannte Form der Fortbewegung. Dafür verantwortlich zeichnen sich auch die wenig ambitioniert wirkende Lenkung und die ein wenig hölzern zu Werke gehenden Dämpfer. In Summe bleibt der Volt jedoch ein dem Komfort verbundener Begleiter, der den vier möglichen Insassen den Alltag in einem Wattebausch verpackt präsentieren möchte.

Irgendwie so anders ist auch das Cockpit

Zwei große Monitore dienen als Informationsquelle für den Piloten des Volt. Neben einem leisen „Wuuusch“ ist das aufleuchtende Leben in den Monitoren das einzige Signal für die Leistungsbereitschaft nach dem drücken des Start-Knopfes. Die Bedienung des Hauptbildschirms ist erfreulich gut gelöst. Über einen Drehknopf links neben dem Lenkrad lassen sich die verschiedenen Informationen abrufen. Immer im Blick dabei: Die gefahrene Geschwindigkeit, die verbleibende Reichweite (sowohl elektrisch als auch im Bezug auf den Benzin-Vorrat) und eine Eco-Anzeige, die einem bildlich darstellt, wie ökonomisch man fährt. Es ist eine bunte, neue Welt – die jedoch in der Mittelkonsole und ihren 500 Touch-Buttons unübersichtlich wird. Im Testwagen war die Mittelkonsole zudem mit weißem Klavierlack überzogen, was bei Dämmerlicht nicht dazu beitrug, die Lesbarkeit der Beschriftungen zu steigern.

2011 Chevrolet Volt

Macht Platz für die Batterien

Trotz seiner nicht geringen Außenlänge von 4,5 Metern ist der Volt nur ein Viersitzer. Und im Sinne einer optimierten Aerodynamik (cW: 0,28) auch noch mit einem Innenraum gesegnet, der sich durch schräg stehende A-Säulen und Seitenscheiben weiter einschränkt.  Man spürt den Versuch, eine optimale Raumausnutzung gewährleisten zu wollen. Auf der anderen Seite wird aber auch klar: zwei Motoren, ein Benzintank und genug Platz für Batterien – das stellt doch enorme Herausforderungen an die Konstrukteure.

Die 16 kWh leistenden Batterien wiegen 198 Kilogramm und nehmen in T-Form den Platz ein, den man früher einmal für Auspuffanlagen und Kardanwellen reservierte.

2011 Chevrolet Volt

16 kWh Batterieleistung und nur 40 Kilometer Reichweite?

Im Sinne einer maximalen Lebensdauer werden nur 10 kWh der Batterien für die Speicherung genutzt. Die Volt-Techniker wollen so einer frühzeitigen Alterung der Lithium-Ionen-Batterien vorgreifen und das gesamte System auf die klassische Lebenszeit eines Automobils ausdehnen.

Chevrolet gibt einen Durchschnittsverbrauch von 1,2 Liter auf 100 Kilometer an – das entspricht einer NEFZ-Messmethode und hat mit dem Alltag nichts zu tun.

 

Was der Volt wirklich verbraucht und wie der Alltag im Range-Extender-Plug-In-Hybrid aussieht, dass habe ich in meinem persönlichen Blog weiter ausgeführt. [klick]

Fazit:

Die Zeit ist reif für eine neue und vor allem ökologische Antriebstechnik – der Volt ist ein interessanter Zwischenschritt und auch wenn er in den Verkaufszahlen einem möglichen Erfolg hinterher fährt – ein Verlierer ist er ganz sicher nicht.

Kurzstrecke: Der Chevrolet Volt im Fahrbericht. Spannend?

Als Kind der 80-Jahre habe ich eine Zeit erlebt, in der wir im TV nur kaum mehr als 3 Programme hatten. Okay – das hat man damals auch nicht realisiert, die Filme die man schauen wollte, kamen eher immer zu Zeiten, zu denen man bereits im Bett sein musste. Aber ich erinnere mich an verschiedene TV-Serien die ich mir immer gerne angeschaut habe. Eine davon: Captain Future.

Und was hat nun das:  „Elektrofahrzeug ohne Reichweitenangst„,  damit zu tun?

Captain Future hat einen neuen Dienstwagen

„wuuuusch“ macht es, jedesmal wenn man die „Zündung“ einschaltet, oder ausschaltet. Zündung? Natürlich ist es keine Zündung mehr, wie mal angedacht, es ist der „Start-Button“, der Launch-Knopf, die Brücke in die E-Mobilität oder wie auch immer man zu dem blau leuchtenden Knopf in der Mittelkonsole sagen möchte.

Von diesem „Captain Future wuuuuusch“ einmal abgesehen erwachen die beiden großen Monitore zum leben und ansonsten passiert nichts. Die E-Auto typische Ruhe bleibt bestehen – das kann schon, oder nein – es verwirrt noch immer. Kein Motorengeräusch – dass ist zugleich merkwürdig wie auch angenehm.  Den Fuß auf die Bremse, den Getriebhebel Fahrwählhebel auf D und gespenstisch leise – lediglich untermalt von einem kaum wahrnehmbaren surren – geht es los.

Ja – das macht mir Spaß. Mir, der doch aus dem Chevrolet Fundus eher einen Camaro 6.2 oder eine Corvette wählen würde. E-Mobilität macht Spaß – aber auf eine andere Art!

Chevrolet Volt Testwagen

Zeit für neue Blickwinkel?

Veränderungen benötigen Zeit und sie benötigen immer jemanden der mutig genug ist, diese Veränderungen auch anzugehen. Es ist nicht leicht, 120 Jahre Automobil-Geschichte, die zum größten Teil durch Verbrennungsmotoren geschrieben wurde, umzuschreiben. Wir haben uns an unsere aktuellen Techniken gewöhnt, wir haben unsere Infrastruktur nach den Bedürfnissen der aktuellen Technik ausgerichtet – wir können fast beliebig flüssige Kraftstoffe tanken und wir wissen, bevor wir tanken müssen – fahren wir im Schnitt locker 500 Kilometer. Danach ist unser Leben ausgerichtet. Ich als passionierter Autofahrer, erlebe dies zumindest so.  Doch was passiert, wenn wir keine flüssigen Kraftstoffe mehr haben, oder der Preis der Mobilität den für die Allgemeinheit finanzierbaren Gipfelpunkt überschritten hat?

Chevrolet Volt Motorraum

Zeit für den Chevrolet Volt?

Mit dem 4,5 Meter langen Chevrolet Volt will der US-Konzerne GM zwei Probleme auf einmal lösen. Das ist ambitioniert und bedeutet eine große Herausforderung. Die Frage nach der Reichweite von Elektromobilen will man durch die Integration eines Fahrzeug eigenen Stromgenerators beantworten und die Frage nach den Kosten der Mobilität durch die mögliche Verwendung als lokal Emissions freies E-Auto beantworten. Geht das gut? Gibt es eine Eierlegende Wollmilchsau mit der in Zukunft alle Probleme gelöst werden?

Volt Schriftzug im Bild

Klare Antwort: Nein.

Mit dem Volt (und dem von Opel angebotenen baugleichen Ampera) bietet der GM-Konzern maximal eine Brücke in die Zukunft an. Was ich gefahren bin, ist nicht die Zukunft – es ist der Versuch die Zukunft neu zu gestalten. Ob es bei einem Versuch bleibt, sollte der einwöchige Alltagstest zeigen:

Chevrolet Volt an der Tankstelle

Der Alltag mit dem Chevrolet Volt:

An die stille gewöhnt man sich erschreckend schnell. Es ist erholsam wenn man per E-Motor unterwegs ist und die Angst man könne im Verkehr zum Hindernis werden, löst sich dank des 111 kW starken E-Motors schnell in Wohlgefallen auf. Speziell auf Landstraßen macht das überholen von LKW und Traktoren enorm Spaß, da der Gummiband-Effekt in der Beschleunigungsphase als beinah lustvoll empfunden wird. Geschuldet ist dieser Umstand der vollständigen Abwesenheit von Gangwechsel  und dem jederzeit mit dem Maximum an Kraft antretenden E-Motor. Prinzipiell ist so ein E-Motor also eine geniale Antriebsquelle.

Um den E-Motor mit Strom zu versorgen, wurde eine 16 kWh-Battery-Pack verbaut. Da man sich u.a. aus Gründen der Dauerhaltbarkeit dafür entschieden hatte, 60% der Batterieleistung nicht zu nutzen um so der Alterung der Lithiom-Ionen-Batterien vorzuplanen – bleibt eine nutzbare Akku-Leistung von etwa 10 kWh und diese sollte ausreichen um bis zu 80 Kilometer rein elektrisch zurück legen zu können. In der Planung des Volt ist man von der US-Amerikanischen durchschnittlichen Pendlerstrecke von 60 Kilometer ausgegangen und in der Theorie wäre man damit in der Lage, den Volt rein elektrisch zu bewegen.

Chevrolet Volt Anzeigen
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Die Praxis sieht anders aus:

Im Winter und auf Deutschen Autobahnen ist die Realität dann eine andere. Um möglichst nah an der grundlegenden Idee des Volz-Einsatzszenarios zu bleiben, habe ich ihn als „Pendlerfahrzeug“ getestet und zusätzlich ein typisches Familien-Wochenende unternommen: Der Ausflug in den etwas weiter entfernten Tierpark, oder der Besuch bei der Oma.   Übernommen habe ich den Testwagen mit 6292 Kilometer (im übrigen einer der ersten Volt Testwagen, während der Zeit bei mir, ist er ein Jahr alt geworden!) und als der Wagen zurück zu Chevrolet ging, waren 457,6 Kilometer hinzugekommen. Ich denke – das entspricht  einem durchschnittlichen Pendler-Auto. ( 23.000 Kilometer im Jahr)

Getankt an der Tankstelle habe ich: Gar nicht. Über Nacht an die Steckdose gehängt aufgeladen habe ich den Wagen indes vier Mal.

Verbrauchter Strom: 53,68 kWh – genutzter Strom: 41 kWh. Die Differenz zwischen der aus dem Stromnetz entnommenen Stromleistung und der vom Volt verbrauchten Stromleistung ist dem Ladeverlust zuzurechnen. Ich bin kein Elektriker – aber soweit mir bekannt ist, liegt dieser vollkommen im Rahmen der Toleranzen. Gemessen habe ich das im übrigen mit einem billigen Steckdosen-Zwischenstecker mit simpler Digitalanzeige. 

Zu den knapp 54 kWh kommen weitere 22,7 Liter Kraftstoff aus dem Tank des Volt – somit ergibt sich ein Durchschnittsverbrauch von 6.3 Liter auf 100 Kilometer.

Chevrolet volt Innenraum

Das Fahrzeug an sich:

Für einen 4,5 Meter langen Stummelheck-Kompakten bietet der Volt nur wenig Platz. Fahrer und Beifahrer sitzen intim integriert zwischen dem großen Mitteltunnel und der hohen Seitenlinie. Die Fenster sind schmal gehalten und die Windschutzscheibe verläuft im steilen Winkel von der Motorhaube in das Dach. Die Rundumsicht ist eher bescheiden und wird vor allem durch die massive A-Säule und das wenig übersichtliche Heck beschnitten.  Zudem macht die Verarbeitung im Testwagen einen durchwachsenen Eindruck.Chevroet Volt Verarbeitung

Die im Innenraum verwendeten Materialien empfand ich hingegen als sehr angenehm und auch die Gestaltung der beiden Digital-Displays ist gelungen. Weniger gelungen, die im Testwagen weiß lackierte Mittelkonsole mit der Vielzahl von kleinen Knöpfchen, die zudem bei Dämmerlicht kaum abzulesen sind.

Der Kofferraum bietet begrenzte 310 Liter Volumen und liegt damit 70 Liter unter dem Volumen des VW Golf. Zudem ist die Ladekante unerfreulich hoch und die Hürde die man nehmen muss, um Kästen in den Kofferraum zu heben, wenig praxis- und Rückenfreundlich.

Ladekante des Kofferraum Volt

Die Technik des Chevrolet Volt:

Chevrolet spricht von einem Elektrofahrzeug mit Reichweiten-Verlängerer. Den Begriff Hybrid nimmt man bei GM für die beiden Baugleichen-Versionen Volt und Ampera nicht in den Mund, dabei wäre „Paralleler-Plugin-Hybrid“ die richtige Bezeichnung.  Denn der 1.4 Liter Ecotec-Motor mit seinen 86 PS dient nicht nur als „Generator“, nein – beim abrufen der gesamten Leistung und auf höheren Geschwindigkeiten, unterstützt der Benzimotor den E-Motor direkt beim Antrieb der Vorderachse.

Abrisskante Chevrolet Volt

Fazit:

Die Diskussion darüber wie man die Technik nun nennt, wird dem Wesen des Volt jedoch in keiner Weise gerecht. Und auch das mäkeln an den Details im Innenraum lenkt ab, vom Kern des Volt.

Und nein, der Chevrolet Volt ist auch ganz sicher keine „Eierlegende Wollmilchsau“  – und er wird auch nie der Dienstwagen von Captain Future werden, denn die Geschichte von diesem Helden spielt Millionen Jahre vor dem Beginn unserer Zeitrechnung – aber ganz sicher ist der Volt eines:

Ein mutiger Schritt, in eine interessante automobile Zukunft!

Aktuelle Suchanfragen:

Chevrolet Volt – es bleibt „spannend“.

Okay, ich entschuldige mich für die flache Überschrift – es ist nicht wirklich eine metaphorische Glanzleistung, bei einem Elektromobil mit Reichweitenverlängerer, von „Spannung“ im Test zu sprechen. Doch – es ist eine Tatsache, dass dieser Test für mich mit viel „Spannung“ abläuft.

Abgeholt habe ich den Volt in Darmstadt – da waren sowohl Akku als auch Kraftstofftank voll. Bis heute habe ich das Fahrzeug zweimal an der Steckdose geladen und ansonsten eben einen sehr gemischten Alltag hingelegt   So wie ich mir den „üblichen“ Alltag für Familien- und Pendler-Fahrzeuge eben vorstelle. Die Details folgen dann im Fahrbericht. (Tanken will ich jedoch nur an der Steckdose – klappt das ohne Planung?)

Interessant und eben auch spannend bleibt aber die folgende Begebenheit:

Der Volt wurde heute Nacht geladen und zeigte am Morgen, bei eisigen -10° eine Reichweite von 25 Kilometer an – für den Akkubetrieb. Nach einer typischen Pendlerstrecke über Dörfchen von 10 Kilometer, zeigte er zur Rückfahrt, einige Stunden später und bei -7° eine Reichweite von 35 Kilometer an. die typische Pendlerstrecke zurück – wieder 10 Kilometer und bei Temperaturen zwischen -5 und -7° sind nun 27 Kilometer Restreichweite vorhanden.

Es bleibt also spannend, ob der Volt die Pendlerstrecke heute Nachmittag noch einmal Batterie-Elektrisch fährt, oder ob er seinen Reichweiten-Ecotec-Motor anwerfen muss. Spannend ist im übrigen auch das richtige adjektiv, wenn man versucht, Bodenwellen zu überfahren. Der Volt ist mit seiner zusätzlichen Gummilippe an der Front derart nah am Erdboden, dass man als Fahrer Angst um die Gesundheit des Captain-Future-Mobils hat.

Captain-Future-Mobil? Nun, über spannende Spannungen, Bodenfreiheit und Captain Future geht es dann im Fahrbericht – demnächst. Hier 😉

 

150 Jahre Opel

Opel ist kein Autohersteller mehr

Es gab bereits einige Beiträge in meinem Blog zum Thema: „Opel“ und meine Position zur aktuellen Lage ist klar: Opel könnte ein toller Automobil-Hersteller sein.  Nun denn. Aufgrund meiner oft recht polemischen Artikel über den Rüsselsheimer „Laden“, antwortet mir die Opel-Presseabteilung auch nicht auf Anfragen.  Was mir im übrigen mittlerweile egal ist. Es gibt genug weitere, sehr interessante und deutlich kommunikativere Automobil-Hersteller.

Opel steckt in einer Krise. Mit dieser Headline würde man heute keine Zeitung mehr verkaufen, zu abgedroschen und vollkommen verbraucht. Das Wort Krise wurde im Zusammenhang mit dem Hersteller inflationär oft verwendet. Neue Headlines braucht die Welt:

„Opel ist kein Autohersteller mehr, Opel ist ein Industriedrama“ 

(Zitat: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:ruesselsheimer-industriedrama-gm-ramponiert-das-opel-image/70064240.html)

Ich kann dem Autor Sven Clausen nur zustimmen. Besonders lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch ein Beitrag auf Motor-Talk: „Die schwarze Serie von Rüsselsheim„.  Es ist eine traurige Geschichte, mit welchen Vergleichen man die aktuelle Situation von Opel beschreiben muss. Doch ich sehe auch keine Lösung für Opel. Traurig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch der Umgang mit Kritikern und das extrem schlechte Kommunikationsverhalten der Opel-PR Abteilung.

Nun denn. Jeder bekommt was er verdient. Ein Kommentar unter dem ftd.de Artikel fragte lapidar: „Warum benennt man Opel nicht einfach in Chevrolet um?“ Gute Frage – eventuell erleben wir das ja auch noch. Eine eigene Markenkultur hat Opel sowieso nicht mehr. Was fehlt: Eigene Modelle mit Charakter,  Motorsportliches Engagement und faszinierende Produkte mit echtem Opel-Charakter. Stattdessen: Nur noch Marketing-Luftblasen die aus Rüsselsheim kommen.

Schade.

 

WTCC Pace Car stärker als ein Race Car

In den letzten Jahren war in der WTCC die Marke Chevrolet der Konkurrenz stets um eine Reifenlänge voraus und belegte 2011 mit dem Cruze am Ende Platz eins und einen weiteren Podiumsplatz.

2012 präsentiert der US-Automobilhersteller einen neuenRennwagen für die  World Touring Car Championship, bei dem die Konkurrenz  erst gar nicht ans überholen denken will:

Das offizielle Camaro-Safety-Car.

Safety Ca(r)maro wird zum Videostar

Das coolste PaceCar der WTCC-Geschichte wird in einem eigenen Videoporträt gewürdigt.  Dies zeigt dabei natürlich auch die berühmten Vorgängermodelle sowie die emotionalsten Szenen aus 46 Jahren Camaro-Geschichte – kommentiert von Chevrolet Europe Motorsport Director Eric Nève.

Bereits die ab 1966 gebaute erste Camaro-Generation zeigte im Motorsport großes Potenzial. Spezielle Rennversionen des Pony Cars kassierten reihenweise Trophäen. Zudem kam der Camaro viele Jahre lang als Pace Car der berühmten Indy 500 zum Einsatz. Obwohl der Camaro als Sicherungsfahrzeug der WTCC mit Serienmotor antritt, führt er das Feld mehr als würdig an. Schließlich übertrifft er die Tourenwagen der Serie mit seinen 432 V8-PS um rund 40 Prozent. Chevrolet ist es im neuen Video-Clip eindrucksvoll gelungen, die Aura dieses Muscle-Cars einzufangen.

Wie es sich für ein Modell mit großer Motorsporthistorie ziemt, wird mit Bruno Correia ein echter Motorsport-Experte am Steuer des Camaros sitzen, der in seiner Karriere mehr als 350 Rennen gefahren ist. Der Portugiese soll dem Feld mit dem Safety Car natürlich nicht davonfahren, sondern die Rennen mit seiner Routine vor allem sicherer machen. Im Laufe des fünfminütigen Filmbeitrags führt er durch die Welt eines Pace-Car-Drivers und wirft einen Blick zurück auf einen Unfall aus dem Jahre 2009. Damals verursachte die unüberlegt handelnde Crew des Sicherungsfahrzeugs einen schweren Unfall, bei dem sie mit dem Rennwagen von Franz Engstler kollidierte, was dem damals Führenden unverschuldet den möglichen Sieg kostete.

Chevrolet Captiva Foto: Jan Gleitsmann auto-geil.de

Chevrolet Captiva

Meine Kollegen Jan und Jens waren bei Chevrolet in München und sind den Facelift Captiva gefahren. Eigentlich war ich auch eingeladen, musste jedoch kurzfristig absagen. Leider – denn so wie ich das sehe, hatten die 2 mal wieder viel Spaß. Obwohl – eigentlich haben wir immer viel Spaß 😉

Auf jeden Fall haben Jan und Jens auch bereits die Eindrücke von der Probefahrt „verbloggt“ – an dieser Stelle der Link zum Fahrbericht von Jan:

Kurz angefahren: Chevrolet Captiva

Chevrolet Captiva Foto: Jan Gleitsmann auto-geil.de
Chevrolet Captiva Foto: Jan Gleitsmann auto-geil.de

Ich freue mich jedoch bereits heute auf das Audi-Event auf Malle, da wird dann auch Jan mit dabei sein .. freut ich also bereits heute auf viele gute Fotos 😉

 

American Lifestyle

Lust auf eine Runde 8-Zylinder Gebrabbel? Dann haben wir etwas für Sie!

Der Blogger Jan ist die böße Version des Camaro mit dem großen Achtzylinder V-Motor gefahren und hat nicht nur eine Menge wunderbare Fotos während dieser Testfahrt fertigen können, sondern auch einen Fahrbericht bei dem man förmlich die Vibrationen des 8 Zylinders noch auf dem eigenen Schreibtisch spürt.

Fahren Sie eine virtuelle Runde mit Jan mit und verschaffen  Sie sich ein paar „HubTräume“. 

Eines der grandiosen Fotos von Jan - nicht geklaut, ausgeliehen ;)

Bekommt Chevrolet die Social Media Kurve?

Meine ersten Kontaktversuche mit Chevrolet Deutschland waren recht ernüchternd. Wenn ich auch auf der IAA im Herbst (’11) dem Presse-Mensch meine persönliche Aufwartung gemacht habe und im Anschluss meine Klickzahlen bereitgestellt hatte, einen vernünftigen Kontakt konnte ich mit Chevrolet noch nicht herstellen.

Eines der grandiosen Fotos von Jan - nicht geklaut, ausgeliehen ;)

Könnte natürlich daran liegen, dass ich bis dato wenig positive Worte für die Konzernmutter von Chevrolet (dem Kraken GM) finden konnten. Vermutlich sogar.

Denn es scheint sich etwas zu tun bei Chevrolet – zum ersten Mal (soweit mir bekannt) hat Chevrolet einen Presse-Testwagen an einen Blogger herausgegeben. 

Jan – Der „Auto-Blogger-Senkrechtstarter“ hat in seinem Blog einen Fahrbericht über den Camaro mit V8 online gestellt. Wie immer sind die Bilder von Jan allererste Sahne!

Ist es doch endlich möglich, auch als Blogger oder Motorjournalist ohne Verlagsvertrag an einen Chevrolet Presse-Testwagen zu kommen? Es wäre schön – immerhin ist Chevrolet nicht nur die Marke mit den billigen Daewoo ReBadged Schubkarren, sondern auch die Heimat von Legenden wie der Corvette oder eben dem Camaro.

 

Chevrolet Volt - Bild: GM

Mehr Sicherheit für Opel Ampera und Chevrolet Volt!

Nach dem Brand eines Chevrolet Volt nach einem Crashtest  in den USA hat der Mutterkonzern General Motors  zusätzliche Maßnahmen zur Crash-Sicherheit ergriffen.

So wird unter anderem die Fahrzeugstruktur verstärkt, um die Batterien noch besser gegen die Folgen eines  Seitenaufpralls  zu schützen.  Unter anderem wird der Batterietunnel versteift und das Kühlsystem der Batterie wird künftig mit einem zusätzlichen Sensor überwacht, zusätzlich der Einfüllstutzen extra gesichert.  Auf einer Pressekonferenz betonte General Motors heute aber noch einmal, dass Kunden des ersten Serien-Elektroautos mit Range-Extender mittlerweile zusammen rund 32 Millionen Kilometer zurückgelegt haben, ohne dass es hierbei zu so einem Vorfall gekommen sei.

Chevrolet Volt - Bild: GM

Das Feuer in einem Chevrolet Volt war drei Wochen nach einem Seiten-Crashtest im Mai vergangenen Jahres ausgebrochen. Nach Angaben von General Motors hatte sich dabei aus einem Leck ausgetretene Kühlflüssigkeit, an einem Stromleiter der noch geladenen Batterie entzündet. Diese sei dort hingelangt, nachdem im Rahmen des Crashtests das Fahrzeug drei Wochen vorher fünf Minuten lang „auf den Kopf gestellt“ worden sei. Bei einer späteren Simulation des Vorgangs durch die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) vergingen sechs Tage, bis sich die Flüssigkeit entzündete. General Motors unterstrich noch einmal, dass es sich nicht um ein Problem der Batterie an sich gehandelt hat, sondern um ausschließlich um das Kühlsystem.