Erste Fahrt: VW Golf VII Update

Golf 7.2 im Fahrbericht

Analog war gestern!

Unglaubliche 43 Jahre begleitet uns das Auto, nach dem sogar eine Klasse benannt wurde. Der Golf! Allein bis Ende 2016 wurden von dem Kultauto über 33 Millionen Exemplare verkauft. Bevor Deutschlands Vorzeige – Auto Nummer 1 in zwei Jahren in die 8. Generation fahren wird, schicken die Autobauer aus Wolfsburg den Kompakten im Jahr 2017 nicht nur optisch und technisch geliftet auf den Markt. Mit neuen Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen eröffnet der Golf seine digitale Welt und ist bereit für das halb automatisierte Fahren. Das Angebot des Golf VII unter der Haube bleibt, wie schon zu seiner Einführung 2012,  ein Novum. Als einziges Auto weltweit ist der Golf wahlweise mit einem Elektro-, Hybrid-, Benzin-, Diesel-, und Gasantrieb lieferbar. Kleine Änderungen verspricht er jedoch im Benzin- und Dieselaggregate Angebot. Für einen Einstiegspreis von € 17.850 gibt es die Golf Limousine bereits mit einem äußerst sparsamen 1.0 Liter TSI Benziner mit 63 kW (85 PS).

 Alles wie immer?

Auf den ersten Blick scheint sich gegenüber dem Einführungsmodell des Siebeners nicht viel getan zu haben, registrieren wir nach unserer Ankunft auf der Sonneninsel Mallorca zu ersten Testfahrten. Der Golf bleibt Golf, wird aber schon von der Frontpartie klar als neuestes Update des Bestsellers aus der Autostadt erkannt. Um das Zusammenspiel von Kühlergrill und Scheinwerfer nochmals stilistisch zu optimieren, verlängerten seine Designer die untere Chromleiste des Grills nach links und rechts. Damit endet sie in einer Reihe mit dem LED-Tagfahrlicht. Der kleine, immer sichtbare Kasten des Radarsensors verschwindet im Markenlogo in der Mitte des Fahrzeuges und es wird generell keine Xenon bestückten Front-Scheinwerfer mehr geben. Darüber hinaus scheint die Heckansicht des Golfs ab sofort serienmäßig  mit LED Rückfahrleuchten.

Zur Golfer Anlage ein Golf.

Mit fünf Antriebsarten 

Alle mit dem Update einhergehenden Neuerungen oder Änderungen unter der Motorhaube verspricht Volkswagen bis Ende dieses Jahres umzusetzen. Die Modifikationen beschränken sich dabei auf die mit Benzin und Diesel betriebenen Aggregate. In der Basis arbeitet erstmals ein 1.0 TSI mit 63 kW (85 PS) und einem Drehmoment von 175 Newtonmeter. Der bislang angebotene 1.4 TSI wird auf 1.5 Liter Hubraum umgestellt und soll den Kraftstoffverbrauch mittels variabler Zylinderabschaltung senken. Für weitere 0.3 Liter/100 km Spritersparnis bürgt das neu eingesetzte Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Somit werden dann 13 verschiedene Motorvarianten angeboten. Darunter sind Benziner (TSI), Diesel (TDI), Erdgasmotoren (TGI) sowie Plug-IN-Hybrid (GTE) und reine Elektroantriebe (e).

Seit 41 Jahren Sportwagen im Golf.
Neuer Power Benziner im Golf mit 1.5 Liter Hubraum.

Dieselpower im GTD Sportwagen

Unsere erste Fahrt absolvieren wir mit dem Diesel Sportwagen GTD, den Volkswagen bereits seit 1982 seinen Kunden als Pendant zum GTI anbietet. Der 2.0 Liter TDI bringt 135 kW (184 PS) auf die Kurbelwelle. Brutale 380 Newtonmeter Drehmoment bei 1.750 – 3.250 Umdrehungen pro Minute und sein Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe lassen den Golf nach vorn ziehen. Im Innenraum haben bis zu fünf Personen auf Fahrer- und Beifahrersitz und der Sitzbank im Fond Platz. Auf dem Fahrersitz Platz genommen, demonstriert das Auto sein „Active Info Display“. Das 12,3 Zoll breite voll digitalisierte Kombiinstrument, das durch den Lenkradkranz sichtbar ist, bildet außer den üblichen Rundinstrumenten entweder alle Daten zum Fahrzeug (Bordcomputer) oder die Navigationsansicht ab. Das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende 9,2 Zoll Serien-Farbdisplay dient zur kompletten Darstellung des Infotainmentsystems. Mit der „Gestensteuerung“ navigieren wir uns durch die „App-Welt“, bedienen das Digital Radio oder kommunizieren per Smartphone. Viele Applikationen unseres „Streichelhandys“ werden per „Mirror-Link“, „Apple CarPlay“ oder „Android Auto“ auf den Bildschirm projiziert. Bei der Gepäckzuladung macht der Golf einen soliden Eindruck. Bei voller Bestuhlung fasst der Kofferraum immerhin noch 380 Liter. Sollte es mal zum Großeinkauf gehen, sind 1.270 Liter Zuladung keine so schlechte Kennzahl. In Richtung Süd / Osten gestartet, erreichen wir nach kurzer Autobahnfahrt die Landstraße nach Porto Colom. Die einwandfrei arbeitenden Assistenzsysteme, wie der adaptive Abstandsregler mit Geschwindigkeitsregelanlage, kurz ACC, kamen dabei mehrfach zum Einsatz. Die mallorquinischen Straßen lassen ein Rasen wie in Deutschland so oder so nicht zu. Das müssen wir auch nicht, denn der GTD bringt uns sehr souverän mit einem durchzugsstarken Motor und einem gut abgestimmten Fahrwerk bis zur ersten Tauschstation. Dort angekommen, nehmen wir das gleiche Fahrzeug für Fotofahrten auf den Küstenstraßen der Insel. Auch hier zeigt sich, dass der Golf GTD sehr stabil mit Lastwechsel und Schlaglöchern umgehen kann. Selbst Fahrten in leichtes Gelände meistert er selbstsicher.

GTD mit 184 Pferdestärken.

Stauassistent inklusive

Beim Thema Sicherheit und Comfort richtet man sich in Wolfsburg gezielt nach den im Trend liegenden Fahrerassistenzsystemen. Sind solche Dinge wie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer oder Abstandsregler absoluter Standard, so halten auch beim Update der 7. Generation immer mehr elektronische Helfer Einzug. Volkswagen wartet optional in der Limousine und in der Kombivariante mit einem Stauassistenten, einer neuen Fußgängererkennung für den Front Assist mit City-Notbremsfunktion, einem Emergency Assist und einem Trailer Assist auf. Der neu entwickelte Stauassistent basiert zum Beispiel auf dem Spurhalteassistenten und der automatischen Distanzregelung. Verfügbar in Modellen mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG), fährt der Golf erstmals im Zusammenspiel der Assistenzsysteme bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h teilautomatisiert.

Digitales Cockpit.

Qualität hat ihren Preis

Bleibt der Benzin getriebenen Golf unterhalb der 30.000 Euro Linie, knackt der Diesel Golf die Marke ganz knapp. In die Golf-Welt taucht der Kunde mit dem 1.0 Liter TSI Motor (63 kW / 85 PS) und Fünf-Gang-Schaltgetriebe für 17.850 Euro ein. Im Basismodell 2017 bereits Serie sind Start-Stopp-System, Infotainmentsystem, LED-Rückleuchten und der Rekuperationsmodus (BlueMotion Technology). Den preislichen Ausstieg findet der Golf mit dem 2.0 Liter Diesel und Sechs-Gang-Schaltgetriebe bei 31.325 Euro. Diese Preisspanne betrifft jedoch nur die Limousine. Den Schlusspunkt setzten die Sportler mit dem GTD und GTI. Für den GTI (6-Gang-DSG / 169 kW-230 PS) muss der Kunde 31.975 Euro und für den GTD (7-Gang-DSG / 134 kW-184 PS) immerhin 32.800 Euro bereitstellen.

Performance im Rundum Sorglospaket.

Fazit: Das Update der 7. Generation des VW Golf ist nicht nur einfach ein weiteres Facelift. Die Autobauer aus Wolfsburg bereiten ihrem Kunden ein völlig neues Auto, das mit leicht modifiziertem Exterieur, Interieur und einer Vielzahl von digitalen Dienstleistern seine Position für die nächsten Jahre im Markt als Platzhirsch festigt.

NICHT gestrandet, aber auch an der Slipanlage praktisch.

Wer in der „Golf-Klasse“ nach einem Auto sucht, das gute Qualität, solide Verarbeitung mit ordentlich Fahrspaß kombiniert, der kommt eben auch am Golf VII Update nicht vorbei.

 

 

 

 

 

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

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Golf GTD – Der Diesel-GTI in der siebten Generation!

Sparsam aber sportlich – mit diesen Attributen umschreibt Volkswagen den Golf GTD seit über drei Jahrzehnten. Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon präsentiert Volkswagen die neueste Version des Diesel-Golf, dessen 135 kW / 184 PS starker TDI-Motor bereits die EU-6-Abgasnorm erfüllt.

Der erste Golf GTD revolutionierte 1982 mit seinem Turbodiesel, einer sportlichen Abstimmung und seiner im Stile des Golf GTI individualisierten Ausstattung das Segment der kompakten Diesel-Pkw. In diesem Jahr folgt auf der Basis der siebten Golf-Generation nun der stärkste „GTD“ aller Zeiten. Mit einer Leistung von 135 kW / 184 PS empfiehlt sich der neue Golf GTD als ebenso dynamisches wie sparsames Langstreckenauto. Der 230 km/h schnelle Volkswagen verbraucht als Version mit 6-Gang-Schaltgetriebe lediglich 4,2 Liter auf 100 Kilometern. Dieser Durchschnittsverbrauch entspricht einer CO2-Emission von nur 109 g/km. Mit dem optionalen 6-Gang-DSG ergibt sich ein Verbrauch von 4,7 l / 100 km (Zweitürer 119 g/km CO2; Viertürer 122 g/km CO2). Beeindruckend ist auch sein Drehmoment von 380 Nm, das bereits ab 1.750 Umdrehungen zur Verfügung steht.

Optisch setzt sich der Golf GTD mit abgedunkelten LED-Rückleuchten inklusive LED-Kennzeichenbeleuchtung und einem verchromten Abgas-Doppelendrohr in Szene. 17-Zoll-GTD-Felgen mit Reifen der Dimension 225/45er, Seitenschweller, ein Diffusor, ein Sportfahrwerk und ein großer Dachkantenspoiler runden den dynamischen Gesamteindruck ab.

Zahlreiche markante GTD- Merkmale prägen auch den Innenraum: Neben Top-Sportsitzen im Karomuster („Clark“), einem schwarzen Dachhimmel, einem Sportlenkrad, Pedalerie und Fußablage in Edelstahl gehören dazu auch der GTD-Schaltknauf, GTD-Dekorleisten und das GTD-Kombiinstrument. Hinzu kommen Ausstattungen wie die Progessiv-Lenkung, eine weiße Ambientebeleuchtung, die Klimaautomatik „Climatronic“, ParkPilot vorn und hinten, das Winterpaket und das Radiosystem „Composition Touch“, die den nötigen Komfort auf langen Strecken garantieren. Als Serienlackierungen für den Golf GTD stehen „Tornado Rot“, „Schwarz“ oder „Pure White“ zur Verfügung.

Der neue Golf GTD ist in Deutschland zum Einstiegspreis von 29.350 Euro erhältlich und ab dem 5. März bestellbar.


Die Fakten im Überblick:

  • Der neue Golf GTD wird seine Weltpremiere in Genf feiern
  • Langstrecken-Golf mit 135 kW / 184 PS verbraucht um die 4,2 Liter Kraftstoff
  • Der Golf GTD erfüllt EU-6-Abgasnorm
  • Markteinführung Europa: Juni 2013.
  • Debüt der ersten Golf GTD-Generation: 1982.

Motor: Vierzylinder-TDI (aufgeladener Dieseldirekteinspritzer); vorn quer eingebaut; Hubraum 1.968 cm3; Bohrung/Hub 81,0/95,5 mm; Verdichtung 15,8:1.

Leistung: 135 kW / 184 PS bei 3.500 bis 4.000 U/min.

Drehmoment: 380 Nm bei 1.750 bis 3.250 U/min.

Getriebe / Kraftübertragung: Manuelles 6-Gang-Getriebe; automatisches 6-Gang-DSG; Frontantrieb.

Verbrauch / CO2-Emission (Schalter): 4,2 l/100 km; 109 g/km CO2.

Fahrleistungen (Schalter): 0-100 km/h in 7,5 s; V/max 230 km/h.

Leergewicht: 1.377 kg (Grundversion inkl. Fahrer [68 kg], Gepäck [7 kg] und zu 90 % gefülltem Tank; ermittelt nach RL 92/21/EWG.

(* Vorläufige Daten)

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