Erste Fahrt: VW Golf VII Update

Golf 7.2 im Fahrbericht

Analog war gestern!

Unglaubliche 43 Jahre begleitet uns das Auto, nach dem sogar eine Klasse benannt wurde. Der Golf! Allein bis Ende 2016 wurden von dem Kultauto über 33 Millionen Exemplare verkauft. Bevor Deutschlands Vorzeige – Auto Nummer 1 in zwei Jahren in die 8. Generation fahren wird, schicken die Autobauer aus Wolfsburg den Kompakten im Jahr 2017 nicht nur optisch und technisch geliftet auf den Markt. Mit neuen Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen eröffnet der Golf seine digitale Welt und ist bereit für das halb automatisierte Fahren. Das Angebot des Golf VII unter der Haube bleibt, wie schon zu seiner Einführung 2012,  ein Novum. Als einziges Auto weltweit ist der Golf wahlweise mit einem Elektro-, Hybrid-, Benzin-, Diesel-, und Gasantrieb lieferbar. Kleine Änderungen verspricht er jedoch im Benzin- und Dieselaggregate Angebot. Für einen Einstiegspreis von € 17.850 gibt es die Golf Limousine bereits mit einem äußerst sparsamen 1.0 Liter TSI Benziner mit 63 kW (85 PS).

 Alles wie immer?

Auf den ersten Blick scheint sich gegenüber dem Einführungsmodell des Siebeners nicht viel getan zu haben, registrieren wir nach unserer Ankunft auf der Sonneninsel Mallorca zu ersten Testfahrten. Der Golf bleibt Golf, wird aber schon von der Frontpartie klar als neuestes Update des Bestsellers aus der Autostadt erkannt. Um das Zusammenspiel von Kühlergrill und Scheinwerfer nochmals stilistisch zu optimieren, verlängerten seine Designer die untere Chromleiste des Grills nach links und rechts. Damit endet sie in einer Reihe mit dem LED-Tagfahrlicht. Der kleine, immer sichtbare Kasten des Radarsensors verschwindet im Markenlogo in der Mitte des Fahrzeuges und es wird generell keine Xenon bestückten Front-Scheinwerfer mehr geben. Darüber hinaus scheint die Heckansicht des Golfs ab sofort serienmäßig  mit LED Rückfahrleuchten.

Zur Golfer Anlage ein Golf.

Mit fünf Antriebsarten 

Alle mit dem Update einhergehenden Neuerungen oder Änderungen unter der Motorhaube verspricht Volkswagen bis Ende dieses Jahres umzusetzen. Die Modifikationen beschränken sich dabei auf die mit Benzin und Diesel betriebenen Aggregate. In der Basis arbeitet erstmals ein 1.0 TSI mit 63 kW (85 PS) und einem Drehmoment von 175 Newtonmeter. Der bislang angebotene 1.4 TSI wird auf 1.5 Liter Hubraum umgestellt und soll den Kraftstoffverbrauch mittels variabler Zylinderabschaltung senken. Für weitere 0.3 Liter/100 km Spritersparnis bürgt das neu eingesetzte Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Somit werden dann 13 verschiedene Motorvarianten angeboten. Darunter sind Benziner (TSI), Diesel (TDI), Erdgasmotoren (TGI) sowie Plug-IN-Hybrid (GTE) und reine Elektroantriebe (e).

Seit 41 Jahren Sportwagen im Golf.
Neuer Power Benziner im Golf mit 1.5 Liter Hubraum.

Dieselpower im GTD Sportwagen

Unsere erste Fahrt absolvieren wir mit dem Diesel Sportwagen GTD, den Volkswagen bereits seit 1982 seinen Kunden als Pendant zum GTI anbietet. Der 2.0 Liter TDI bringt 135 kW (184 PS) auf die Kurbelwelle. Brutale 380 Newtonmeter Drehmoment bei 1.750 – 3.250 Umdrehungen pro Minute und sein Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe lassen den Golf nach vorn ziehen. Im Innenraum haben bis zu fünf Personen auf Fahrer- und Beifahrersitz und der Sitzbank im Fond Platz. Auf dem Fahrersitz Platz genommen, demonstriert das Auto sein „Active Info Display“. Das 12,3 Zoll breite voll digitalisierte Kombiinstrument, das durch den Lenkradkranz sichtbar ist, bildet außer den üblichen Rundinstrumenten entweder alle Daten zum Fahrzeug (Bordcomputer) oder die Navigationsansicht ab. Das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende 9,2 Zoll Serien-Farbdisplay dient zur kompletten Darstellung des Infotainmentsystems. Mit der „Gestensteuerung“ navigieren wir uns durch die „App-Welt“, bedienen das Digital Radio oder kommunizieren per Smartphone. Viele Applikationen unseres „Streichelhandys“ werden per „Mirror-Link“, „Apple CarPlay“ oder „Android Auto“ auf den Bildschirm projiziert. Bei der Gepäckzuladung macht der Golf einen soliden Eindruck. Bei voller Bestuhlung fasst der Kofferraum immerhin noch 380 Liter. Sollte es mal zum Großeinkauf gehen, sind 1.270 Liter Zuladung keine so schlechte Kennzahl. In Richtung Süd / Osten gestartet, erreichen wir nach kurzer Autobahnfahrt die Landstraße nach Porto Colom. Die einwandfrei arbeitenden Assistenzsysteme, wie der adaptive Abstandsregler mit Geschwindigkeitsregelanlage, kurz ACC, kamen dabei mehrfach zum Einsatz. Die mallorquinischen Straßen lassen ein Rasen wie in Deutschland so oder so nicht zu. Das müssen wir auch nicht, denn der GTD bringt uns sehr souverän mit einem durchzugsstarken Motor und einem gut abgestimmten Fahrwerk bis zur ersten Tauschstation. Dort angekommen, nehmen wir das gleiche Fahrzeug für Fotofahrten auf den Küstenstraßen der Insel. Auch hier zeigt sich, dass der Golf GTD sehr stabil mit Lastwechsel und Schlaglöchern umgehen kann. Selbst Fahrten in leichtes Gelände meistert er selbstsicher.

GTD mit 184 Pferdestärken.

Stauassistent inklusive

Beim Thema Sicherheit und Comfort richtet man sich in Wolfsburg gezielt nach den im Trend liegenden Fahrerassistenzsystemen. Sind solche Dinge wie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer oder Abstandsregler absoluter Standard, so halten auch beim Update der 7. Generation immer mehr elektronische Helfer Einzug. Volkswagen wartet optional in der Limousine und in der Kombivariante mit einem Stauassistenten, einer neuen Fußgängererkennung für den Front Assist mit City-Notbremsfunktion, einem Emergency Assist und einem Trailer Assist auf. Der neu entwickelte Stauassistent basiert zum Beispiel auf dem Spurhalteassistenten und der automatischen Distanzregelung. Verfügbar in Modellen mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG), fährt der Golf erstmals im Zusammenspiel der Assistenzsysteme bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h teilautomatisiert.

Digitales Cockpit.

Qualität hat ihren Preis

Bleibt der Benzin getriebenen Golf unterhalb der 30.000 Euro Linie, knackt der Diesel Golf die Marke ganz knapp. In die Golf-Welt taucht der Kunde mit dem 1.0 Liter TSI Motor (63 kW / 85 PS) und Fünf-Gang-Schaltgetriebe für 17.850 Euro ein. Im Basismodell 2017 bereits Serie sind Start-Stopp-System, Infotainmentsystem, LED-Rückleuchten und der Rekuperationsmodus (BlueMotion Technology). Den preislichen Ausstieg findet der Golf mit dem 2.0 Liter Diesel und Sechs-Gang-Schaltgetriebe bei 31.325 Euro. Diese Preisspanne betrifft jedoch nur die Limousine. Den Schlusspunkt setzten die Sportler mit dem GTD und GTI. Für den GTI (6-Gang-DSG / 169 kW-230 PS) muss der Kunde 31.975 Euro und für den GTD (7-Gang-DSG / 134 kW-184 PS) immerhin 32.800 Euro bereitstellen.

Performance im Rundum Sorglospaket.

Fazit: Das Update der 7. Generation des VW Golf ist nicht nur einfach ein weiteres Facelift. Die Autobauer aus Wolfsburg bereiten ihrem Kunden ein völlig neues Auto, das mit leicht modifiziertem Exterieur, Interieur und einer Vielzahl von digitalen Dienstleistern seine Position für die nächsten Jahre im Markt als Platzhirsch festigt.

NICHT gestrandet, aber auch an der Slipanlage praktisch.

Wer in der „Golf-Klasse“ nach einem Auto sucht, das gute Qualität, solide Verarbeitung mit ordentlich Fahrspaß kombiniert, der kommt eben auch am Golf VII Update nicht vorbei.

 

 

 

 

 

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Aktuelle Suchanfragen:

40 Jahre GTI, im Clubsport nach Paris

Natürlich wäre der Flug schneller gewesen. Selbst die Fahrt mit dem Zug. Und sowieso hatte jeder abgeraten. Mit dem Auto zum Automobil-Salon nach Paris? In die Stadt der Liebe. Immer, aber doch bitte nicht mit dem Auto. Aber das hier ist weder ein Zug- noch ein Flug-Blog, das hier ist ein Autoblog, mein-auto-blog und wenn Habby „on tour“ geht, dann am liebsten mit vier Rädern.

Fahrbericht: Volkswagen Golf GTI Clubsport

Verliebt bis Paris

Der Flug war gebucht. Die Abfahrt in Richtung Flughafen ein wenig früher als notwendig, es sollte ja zuvor noch eine launige Runde im 265 PS starken GTI Clubsport durch den Spessart geben. War ja erst Tag zwei des Testzeitraums und der Tacho bis dahin kaum durch mich in Bewegung gebracht. Koffer einladen, den Hintern in die leicht kneifenden Sportsitze von Recaro gepresst, das Lenkrad eingestellt, den Sitz runtergestapelt und los. Sonores brummen begleitet die Abfahrt. Völlig unaufdringlich. So gar nicht wild. Gehört der Clubsport-Golf doch zum schärfsten was Volkswagen derzeit zu bieten hat. Für Sportfahrer die richtige Wahl. Im Gegensatz zum Golf R mit Frontantrieb unterwegs. Aber wer braucht schon Allrad, wenn er eine Sperre hat? Der Clubsport GTI feiert die 40 Jahre Golf GTI mit Anstand. Und natürlich in rot. Am besten in rot! Dann stechen die schwarzen Flics und der große Kühlluft-Schnabel an der Front so richtig heraus. Rot, die Farbe der Liebe. Karo die Muster auf den Recaro. Das Golfball-Gefühl am Schalthebel. Rot und handgerissen, 40 Jahre GTI feiert man genau so. Und dann sind 265 PS eine Ansage.

Sicher, ein Honda Civic Type R, ein Cupra RS 290, ein Ford Focus RS, ein A45, sie alle bieten mehr. Mehr Leistung, teilweise mehr angetriebene Achsen und manchmal auch mehr pre-pupertäres Gehabe. Das geht dem Clubsport Golf GTI trotz schwungvollen Heckflügels und martialischer Optik zum Glück völlig ab. Er fährt wie ein Golf. Und das ist erst einmal kein Handicap. Souverän brummend. Unwild.

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Hintern-Wohlfühlgebiet

101 Kilometer von der Haustür bis zum Flughafen Parkhaus P4. 30,2 Kilometer durch den Spessart bis zur Autobahnauffahrt auf die A3.  Die ersten Kilometer aus der Ortschaft sind bereits eine Wohltat. 40 Jahre GTI bedeutet eben auch, der GTI ist aus dem Gröbsten heraus. Er malträtiert dich nicht mit unnötiger Härte, er strapaziert deine Ohren nicht mit haltlosen Getöse. Er ist „der Kompakte“, das Auto. Wenn gleich man auch in der Zeit, bis der Bordcomputer (was ein aufgebohrtes Teil) die 75° Öl-Temperatur vermeldet, die Drehzahl nicht über 3.000 schwingt, der EA888 kann bereits andeuten zu was er bereit ist. Da kommt noch was. Theoretisch sind die 265 PS für 5.5 Sekunden auf Tempo 100 gut. Praktisch vermasselt einem die unsensible Kupplung alles. Man wünscht sich ja immer wieder einen Handschalter, so als Sportfahrer. Aber Kupplung und Schaltwege im Clubsport sind dann eher Omas-Zweitwagen, denn 40 Jahre GTI-Reifung. Was man aber verknusen kann. Denn der sämige Druck des 2-Liter Turbos ist etwas für Schaltfaule.

Nach 20 Kilometern ist klar: Selbst mein dicker Hintern lässt sich im Schraubstock der Recaros verpflanzen ohne sich gleich die Nervenbahnen der unteren Genitalien abzuquetschen. Die Fahrt zum Flughafen? Keine anständige Distanz. Paris? 648 km bis zum Event-Hotel? Das hört sich gleich viel besser an.

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Autobahn-Freibrenner

Als 1976 der erste Golf GTI mit 110 PS losgelassen wurde, brannte dieser die linke Spur der Republik mit Nachdruck frei. Sicher, damals war der leichte GTI schon eher der Landstraßen-King, aber wenn es mal schnell gehen sollte, dann waren eben die 183 km/h V-max eine Ansage. 40 Jahre später rennt der Clubsport GTI mit seinen 265 PS locker 250 km/h. Das Ergebnis an sich ist ähnlich. Es geht mächtig voran. Auch im sechsten Gang. Dem 350 Nm starken Zwoliter wurde eine überzeugende Elastizität anerzogen, mögen andere auch mehr Power haben – was die Fahrbarkeit angeht, treffen hier die besseren Argumente auf die leidenschaftliche Historie des GTI. Ein souveräner Lauf geradeaus, trotz Quersperre auf der Vorderachse. Lies sich der Clubsport im Spessart zackig ums Eck werfen, spielt er auf der Autobahn den Saubermann. Unbeirrt in Richtung Westen.

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Rasbar

Man muss nicht rasen. Aber man kann es ganz vorzüglich. Die Dämpfung ist adaptiv einzustellen. Wer da keine Abstimmung für die lange Strecke findet, der will es nicht. Der Comfort-Modus macht den Clubsport nicht zur Sänfte. Trocken schlagen grobe Verwerfungen durch. Selbst die 18-Zoll Bereifung hilft da nicht viel. Auch wenn mein Testwagen auf die Clubsport-Reifen verzichten musste, die Bridgestone S-001 sind keine Komfortspezies und eben eher sportlich steif, denn herzlich. Dafür funktioniert das Gripniveau der Reifen zusammen mit der Abstimmung des ABS viel besser, als man es von den Clubsport-Reifen in den Fachmedien lesen konnte. Ab der Grenze Deutschland-Frankreich ist das eh alles egal.

Dann zeigt sich der Clubsport von seiner Golf-Seite. Das ist der Kompaktwagen mit den mehr als ein dutzend Gesichtern. Auch nach 300 Kilometern pumpt noch Blut durch die Beine, der Rücken fühlt sich gut unterstützt und bei Tempomat 135 km/h vergisst man das Flügelwerk und die Ladedruckaffine Zielgruppe. Es reist sich dank Tempomat, adaptiv natürlich und Spurhalte-Assistent, mehr als souverän.

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Clubsport-Level Paris

Einige Hörbuch-Kapitel (im Auto, immer mit Hörbuch!) später sinken die Kilometer-Angaben auf der A4 gen Null. Nach der endlosen Weite der französischen Autobahnen verschlingt dich Paris. Und mit ihr der Verkehr. Umstellen im eigenen Fahrprofil ist angesagt. Erste Startreihe am Kreisel, zweite und dritte Spur aufmachen. Der Golf GTI Clubsport riecht das Asphaltband der Peripherique und will dich eigentlich verleiten einen neuen Geschwindigkeitsrekord zu manifestieren. Es zählt das System des „vorausschauenden“ Fahrens. Du schaust nach vorne und wer die Lücke zuerst erreicht, dem gehört sie. Eigentlich sehr einfach und völlig unkompliziert. Natürlich hast du Angst um die Felgen. Den feinen Frontsplitter. Aber Zuversicht ist dein Anker.

Wer dir auch immer erzählen will: Fliege nach Paris, oder nimm wenigstens den Zug. Lächle ihn an, er hat keine Ahnung. Nicht von Paris und nicht vom Golf GTI Clubsport!

40 Jahre Golf GTI und kein bißchen älter? Doch. Man spürt die enorme Reife. Dennoch ist der Golf GTI Clubsport endlich wieder ein „echter GTI“. Und damit gebührt ihm die Ehre der „Grand Tour“. Probier es doch selbst mal aus.

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VW Golf GTI Clubsport
Grundpreis 34.925 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4268 x 1790 x 1452 mm
KofferraumvolumenVDA 380 bis 1270 L
Hubraum / Motor 1984 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 195 kW / 265 PS (350 Nm)
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 5,5 s
Verbrauch, realistisch 9,0 L/100 km

Golf GTI Clubsport – Galerie

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Aktuelle Suchanfragen:

N24h Spezial: Benjamin Leuchter im Interview

Vor kurzem hat uns Benjamin Leuchter noch am Bilster Berg mit dem Volkswagen Golf GTI Clubsport in die Geheimnisse einer schnellen Runde eingeweiht, jetzt haben wir den Rekordhalter für die schnellste Runde in einem Frontgetriebenen Serienfahrzeug beim 24-Stunden Rennen am Nürburgring wiedergetroffen.

Interview mit Benjamin Leuchter beim 24h-Rennen 2016

Die TCR-Serie ist in Deutschland noch eher unbekannt. Umso bekannter dafür das 24h-Rennen am Nürburgring. Auch 2016 findet die Vollgas-Party am Ring statt und dieses Jahr gibt es zum ersten Mal eine Klasse für TCR-Fahrzeuge. Benjamin Leuchter startet als erfahrener Nordschleifen-Pilot auf einem solchen TCR-Golf GTI und stand uns (Jens von voice-over-cars und mir) zu einem Interview bereit.

Benjamin erklärt uns die Details des 330 PS starken Golf GTI TCR, erklärt die Rolle der Reifen, des Fahrwerks und erlaubt uns exklusive Einblicke unter die Haube des roten Boliden.

Benjamin Leuchter startet zusammen mit Fabian Danz, Tim Zimmermann, und Dennis Wüsthoff. Die Startnummer des Golf GTI TCR ist die 204. Das Qualifying zum 24h-Rennen 2016 haben sie mit einer 9.12,455 beendet. Damit startet die Truppe am Samstag von Startplatz 58 in das Rennen. Für ein Langstreckenrennen ist die Startplatzierung jedoch eher unwichtig, viel wichtiger ist das „durchkommen“. Wir drücken dem Team „racing one“ und dem roten Golf GTI TCR die Daumen für die wichtigste und längste Nacht des Jahres.

ADAC Zurich 24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 27.05.2016 Copyright Guido ten Brink / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com
#204 – Golf GTI TCR – Racing One / Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

 

 

Skoda Fabia R5 Combi Wörthersee 2015

ŠKODA Wörthersee 2015 – Auf dem GTI-Treffen in Reifnitz

Unser diesjähriger #ŠKODATrip verhieß vor allem mehr. Mehr Zeit, mehr Autos, mehr Pässe, mehr Spaß für alle. Daher wurden aus zwei dann drei Tage – zwei zum reinen Fahren. So hatten wir dieses Mal auch einen Tag lang Zeit, das 34. GTI-Treffen, die Auto News Wörthersee 2015, in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen.

34. GTI-Treffen Reifnitz

Aber bei all der endorphingeschwängerten Euphorie, als wir mittels Schnellboot über den Wörthersee bretterten und am GTI-Hafen ankamen, überkam mich auf dem Treffen doch die Ernüchterung.
Wie im vorherigen Jahr war und ist der Weg für mich das Ziel. Von München nach Krumpendorf nach München. Das Alpen-Panorama, die Bergpässe, der Wörthersee – ich könnte hier ewig auf und ab fahren. Aber dazu in einem separaten Artikel mehr.

Und obwohl ich persönlich mit der Tuning-Szene und dem GTI-Kult reichlich wenig anfangen kann, war ich natürlich neugierig auf die Autos, die Leute, die Szene.

GTI-Treffen 2015: Irgendwie wenig GTI

Großveranstaltungen sind ja meine Sache nicht und wenn es mich doch auf eine verschlägt, nehme ich meist die Rolle des Beobachters ein. So ließ ich meine Blicke schweifen. Meist erspähte ich jedoch eher Belangloses, Fragwürdiges und schlichtweg Hässliches. Mein persönliches Highlight erblickte ich kurz nach der Ankunft, wenige Meter von der Anlegestelle entfernt: ein unverbastelter VW Golf I GTI. Schlicht, in jugendlich angehauchter Würde gealtert und inzwischen zeitlos.

Babyblauer Porsche Panamera auf dem 34. GTI-Treffen 2015. Geschmack lässt sich nicht kaufen.Dieser Golf I GTI war es für mich, der an diesem Tag den Geist des Treffens atmete. Es ist schon auffällig, dass erschreckend wenig GTIs unterwegs waren. Klar, viele andere VWs waren präsent, ebenso Modelle von Audi, Seat oder Škoda. Und da wird auch fleißig geschraubt, gebastelt, optimiert.
Aber vorbeifahrende Bentleys, ein Mercedes-AMG GT S oder A 45 AMG wirkten dann doch leicht deplatziert wie auch der babyblaue Porsche Panamera.

Da das eigentliche Szene-Treffen am Wörthersee längst gelaufen ist, wenn der offizielle Part beginnt, sind bereits viele mit ihren Fahrzeugen abgereist. Nun ist es an den Herstellern zu zeigen, was geht und vermutlich nie in Serie gehen wird. Das GTI-Treffen ist immer wieder eine Fingerübung des VW-Konzerns in puncto Design und Performance.

Und genau das ist der Knackpunkt. Das eigentliche GTI-Treffen war atmosphärisch kaum greifbar, nicht zu spüren. Audi, Seat, Škoda und VW präsentieren sich auf ihren Ständen, bieten Rahmenprogramme und sorgen für Unterhaltung. Aber der einstige Geist des Wörthersee-Treffens ist verflogen.

Von Studien, Concept Cars & Fingerübungen

Skoda auf dem GTI-Treffen 2015

Nichtsdestotrotz ist es interessant zu sehen, was die Hersteller bieten. Für mich persönlich am spannendsten waren dabei das Audi TT clubsport turbo concept sowie der Škoda Octavia RS 230. Aber auch der Škoda Fabia R5 Combi hat einen gewissen Reiz, nicht zuletzt, da der R5-Schriftzug am Heck beinahe wie ein RS-Logo anmutet. Und überhaupt scheint inzwischen ein Fabia RS durchaus im Rahmen des Möglichen. Wo letztes Jahr noch dementiert wurde, gab es dieses Jahr nunmehr unkonkrete Aussagen.

Kurzer Schwenk nach Ingolstadt: Auf dem Audi-Stand wurde das Audi TT clubsport turbo concept vorgestellt, das einerseits in technischen Belangen den einen oder anderen Ausblick auf Folgendes gibt, andererseits darf die Studie gern als Vorgeschmack auf den neuen TT RS verstanden werden. Das Concept Car befriedigt bereits mit dem 2.5-TFSI-Fünfzylinder, der aktuell schon im Audi RS Q3 und RS3 zum Einsatz kommt.

Dem TT clubsport turbo concept wurde zusätzlich der E-Turbo (EAV) gegönnt, der bereits im Audi RS5 TDI zeigen durfte, wie viel Potential in der Technik steckt. 441 kW (600 PS) sollen bedarfsgerecht an alle vier Räder verteilt werden. Die Optik ist scharf, die Sidepipe ein feines Gimmick und der Sound, der beim Anwerfen auf dem Stand zu vernehmen war, ein Genuss.
Nur schade, dass das Ganze so wohl nicht in Serie gehen wird.

Sehr wohl in Serie kommt der Škoda Octavia RS 230. Die zehn Mehr-PS fallen kaum ins Gewicht. Wichtiger dagegen ist die Vorderachs-Differentialsperre, die für mehr Dynamik auf Kurvenfahrten sorgen dürfte. Das Paket als solches ist bereits vom Golf VII GTI Performance bekannt und soll dem Vernehmen nach gute Dienste erweisen.

Skoda Octavia RS 230 auf dem GTI-Treffen 2015 in Reifnitz

Daneben zeigen die Tschechen auf ihrem Stand den Škoda Fabia Red & Grey Plus, der mit optischen Aufwertungen punkten kann, dafür jedoch eine Leistungsspritze vermissen lässt. Im letzten Jahr stand ja hier schon der Škoda Rapid Spaceback Red & Grey, der eine angenehm anzusehende Fingerübung für den anstehenden Monte Carlo war.

Wie auch im letzten Jahr gab es ein Azubi Car zu sehen. Die Auszubildenden haben einen Fabia zum Pickup umgebaut. Der Škoda Fabia FUNstar bot neben einer glänzenden Riffelblech-Ladefläche die obligatorisch überdrehte Musikanlage. Ich könnte jetzt schreiben, ich wär’ zu alt für so’n Scheiß, aber ich fand das auch schon mit 18 doof. Aber jedem das Seine.

Was bleibt? Ernüchterung.

Skoda Fabia R5 auf dem GTI-Treffen

Im Großen und Ganzen ist der Geist des traditionellen GTI-Treffens verflogen. Nur noch wenige bunte Vögel treiben sich im Rahmen der offiziellen Veranstaltung herum. Die Hersteller des Volkswagen-Konzerns halten dagegen und zeigen, was zumindest in der Theorie denk- und machbar ist. Auf einem Treffen, das sich dem Tuning und der Individualisierung verschrieben hat, fallen auch die Studien teilweise etwas radikaler aus als auf den gängigen Messen. Immerhin.

Škoda-Stand Wörthersee GTI-Treffen 2015

Bleibt zu hoffen, dass das GTI-Treffen 2016 zum 35. Jubiläum und dem damit einhergehenden 40. Geburtstag des Golf GTI wieder verstärkt zu den eigenen Wurzeln zurück findet.

Auch bei den Kollegen von Autophorie, rad-ab.com und Trendlupe könnt ihr weitere Eindrücke vom diesjährigen GTI-Treffen auf euch wirken lassen.

Text: MvB
Fotos: Škoda Auto Deutschland (Enes Kucevic) / MvB
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TGIF – Wieder eine Woche vorbei – Lesestoff

Auch wenn heute Brückentag ist, es ist vor allem eines: Freitag. Und für alle die am Brückentag arbeiten mussten, oder durften. Für alle die, die einen richtigen Job haben – fängt jetzt das Wochenende an. Passenderweise habe ich hier ein paar Lese-Empfehlungen für Euch:

Tuningworld-Bodensee 2013

Eigentlich wollte ich selbst unten sein, aber Terminverschiebungen und andere Lebensunwägbarkeiten haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber zum Glück, es gibt ja die Lisa von „the-car-addict.com“ und Lisa bloggt nicht nur ganz offiziell für die Tuningsworld-Bodensee, sondern begleitet die ganze Messe auch weiterhin mit ihrem eigenen Blog (englisch!)

Autos – Tuning und ? Richtig. Frauen. Dementsprechend wird natürlich auch die „Miss Tuning“ am Bodensee gewählt – zum Artikel mit den hübschen Frauen geht es dort lang:

2013 MISS TUNING Finalists around TUNING WORLD Bodensee on May 9th ~ The-Car-Addict.com

2013 MISS TUNING Finalists around TUNING WORLD Bodensee on May 9th ~ The-Car-Addict.comhttp://www.the-car-addict.com/2013/05/2013-miss-tuning-finalists-around.html#Hey Guys Here they are: Anastasiya (24), Andrea (23), Bibi (23), Fee (25), Jeanette (26), Jenny (19), Jessica (25), Kathi (20), Kristina (26), Leonie (21), Luise (24), Madlen…

Weiter geht es mit dem Fahrbericht von Sebastian über den neuen VW Golf GTI

Mehr GTI geht nicht – Golf GTI Performance oder, Nummer 7 lebt

Auch hier wäre ich gerne selbst vor Ort gewesen, wäre den GTI selbst gerne gefahren, aber zum einen hätte ich mich nur darüber geärgert, dass der Termin für Blogger nicht auf der Rennstrecke war, wie für andere Journalisten, sondern wieder einmal rund um Nizza. Und zum anderen, die Möglichkeit zur Testfahrt kam so kurzfristig, da waren schon lange andere Termine geplant. Tja – leider kein Golf GTI 7 für mich, aber Sebastian hat es geschafft. Und so habe ich mir also bei Sebastian die Eindrücke vom neuen Performance GTI holen müssen – ein Lesetipp, auch für Euch:

Mehr GTI geht nicht! Erste Testfahrt im neuen VW Golf GTI Performance | passion:drivinghttp://passiondriving.de/2013/05/10/mehr-gti-geht-nicht-erste-testfahrt-neuer-vw-golf-gti-performance-test-review-fahrbericht/

Tipp nur 3 an diesem Freitag:

99 von 100 Punkten für den Tesla Model S

Consumer-Report ist in den USA so etwas wie unsere Stiftung Warentest. Neben Zeckenmittel und Bio-Säften durften die Mitarbeiter dieser Verbraucher-Beratungs-Orga nun auch ein besonderes Auto testen. Den Tesla Model S und heraus kam nicht viel weniger, als eine fast glatte Punktlandung – 99 von 100 Punkten – auf jeden Fall die bis dato höchste Bewertung eines Automobils.  Den Artikel zum Sieg auf consumerreports.org findet man im „greenmotorsblog.de„.

Tesla Model S – Consumer Reports vergibt Rekordwertung *VIDEO*http://www.greenmotorsblog.de/elektroautos/tesla-model-s-%E2%80%93-consumer-reports-vergibt-rekordwertung-video/13062/

Linktipp Nummer 4 führt zu bycan.de

Crashtest-Videos von besonderen Automobilen

Crashtests sind spektakulär und tragen ganz erheblich für die immer weiter wachsende Sicherheit in neuen Automobilen bei. Doch wie war das eigentlich damals? Can hat auf der Autobahn einen DeLorean gesehen und wollte wissen, wie sicher sind wohl die Automobilen Pretiosen der vergangenen Tagen gewesen? In seinem attraktiven Autoblog hat er einige Videos zum Thema Crashtest zusammengefügt.  Ein unterhaltsamer Beitrag – aber VORSICHT – Automobil-Freunde, das ist harter Tobak!

Huayra, SLS, DeLorean, Mustang: Frontalcrash Compilation [Video] | BYCAN Autokultur-Blog

Huayra, SLS, DeLorean, Mustang: Frontalcrash Compilation [Video] | BYCAN Autokultur-Bloghttp://bycan.de/2013/05/08/huayra-sls-delorean-mustang-frontalcrash-compilation-video/Als ich gestern auf der Autobahn einen DeLorean vor mir hatte, der mehr als gut mit den anderen Autobahnrasern mitgehalten hat, ist mir irgendwie dieses Crashtest-Video wieder eingefallen. Da war e…

Der letzte Link des Tages behandelt Dreiräder:

Rewaco – Trikes und BikeConversions

Die Freiheit auf drei Rädern genießen? Wer darauf steht, der wird bei rewaco fündig. Dort gibt es nicht nur diese klassisch geformten Trikes, sondern auch so genannte „Bike-Conversions“, also Motorräder die eine Starachse bekommen haben. Die Vorteile eines Trikes gegenüber eines Bikes ist mir durchaus klar, aber was ist mit den Nachteilen? Ist das nun eher wie Cabrio fahren, oder eher wie Motorrad fahren? Ich denke, ich werde mir so ein Trike mal näher anschauen müssen… to be continued..

rewaco Trikeshttp://www.rewaco.de/de/rf1-lt-2-technische-daten.aspx        Motordaten 1.5 Ltr. (110 PS) 1.6 Ltr. (140 PS) 1.6 Ltr. Turbo (201 PS) 2.0 Ltr. Automatik (140 PS) Motor wassergekühlter 4-Zylinder-Reihenmotor…
VW Golf 037 Siebte Generation

Volkswagen Golf 7 – Die Design-Diskussion

Seitdem es vom Golf eine stetige Evolution gibt, sprich der Namen Golf seit Jahrzehnten für ein und das ewig gleiche  Fahrzeug steht – seitdem gibt es mit dem erscheinen des neuesten Modells immer wieder die gleichen Design-Diskussionen.

Ein Golf ist ein Golf

Auf der einen Seite stehen die Kritiker, diese werfen dem VW-Konzern gerne vor, völlig langweilig zu sein. Unglaublich langweilig. Denn immer und immer wieder sind die Veränderungen am „neuen Golf“ eher marginal. Andere Automobil-Hersteller gehen hier den Weg der „Neu-Erfindung“ und selbst wenn der Name gleich bleibt, dann ist der Nachfolger eines Fahrzeuges doch immer mal wieder erfrischend anders. Ein gutes Beispiel ist hier die neue Mercedes-Benz A-Klasse.

War die alte A-Klasse noch ein verschroben wirkender Alt-Herren Eimer mit der Automobil-Neuronalen Wirkung von Beta-Blockern, so darf man den Daimler-Jungs für die „neue A-Klasse“ eine enorme Innovationskraft bescheinigen. Da wurde einfach mal vollständig das komplette Konzept auf den Kopf gestellt und vom Namen abgesehen (und dem leidlichen Frontantrieb) blieb nichts unverändert.

Nun kann man Mercedes-Benz als Vorbild für die Entwicklung sehen und dann mit Recht auf die „Lustlosigkeit“ in der Wolfsburger-Design-Abteilung verweisen. Doch halt – ich glaube, es ist nicht ganz so einfach.

Im Gegensatz zu allen Mitbewerbern ist der Golf über alle Kontinente hinweg erfolgreich.  Es gibt auf der Welt nur 2 Fahrzeuge die noch öfter verkauft wurden, als der VW Golf und das ist der Toyota Corolla und die F-Serie von Ford.  Schaut man sich jedoch die reine Produkt- und Markenhistorie an, so gibt es kein Fahrzeug das bekannter und einprägsamer als der Volkswagen Golf ist. Woran liegt das? Am langweiligen Design?

  • Golf I (Typ 17) (1974–1983), wurde als VW Citi Golf in Südafrika noch weiter gebaut
  • Golf II (Typ 19E/ab 1989: 1G1) (1983–1992)
  • Golf III (Typ 1H) (1991–1997)
  • Golf IV (Typ 1J) (1997–2003), wird in einigen Ländern (z. B. in Kanada) immer noch als City Golf angeboten
  • Golf V (Typ 1K) (2003–2008)
  • Golf VI (Typ 1K) (2008–2012)
  • Golf VII (ab 10. November 2012 auf dem Markt)

Design kann nicht langweilig sein. Denn die Eleganz eines Fahrzeuges liegt immer im Auge des Betrachters und nachdem man weiß, dass der Golf das 3. meistverkaufte Fahrzeug der Welt ist – kann es wohl kaum so sein, dass alle Käufer im Irrtum sind.

Im Gegenteil – das Geheimnis des VW Golf ist das gleiche Geheimnis das auch Coca Cola und den BigMäc auf der ganzen Welt erfolgreich gemacht hat. Man geht mit der Zeit – aber man wagt keine Experiment. Man setzt auf eine behutsame Entwicklung, aber man entfernt sich nicht zu weit von einer dem Nutzen unterworfenen Gestaltung.

Schaut man sich den Golf im Detail an – findet man keine sinnlosen Design-Spielereien. Die Gestaltung unterliegt der Funktion und vermittelt zugleich in jeder Golf-Generation das Gefühl von solidem Handwerk. Wer einen Golf kauft – der sucht Sicherheit. Sicherheit in der Investition und Sicherheit in der Funktion. Ein typischer Golf-Fahrer achtet eher auf Nutzen und praktische Details, als auf modischen Schnickschnack.

Ich denke – ich darf das sagen, denn ich bin selbst viele Jahre lang Golf gefahren und ich fand den Golf immer „genau richtig“. Richtig für meine Ansprüche.

Und dennoch fand ich den ersten Golf genauso genial, wie den siebten Golf – den jetzt vor kurzem vorgestellten Golf. Ist das nicht ein Beweis für die fabelhafte Design-Arbeit in Wolfsburg? Denn vom Steilheck und der C-Säule abgesehen  – haben der Golf 1 und der Golf 7 keine Gemeinsamkeiten mehr und dennoch bleiben beide im weiten Geschmacksfeld der Käufer gleichauf.

Mit dem Unterschied, dass hier über 20 Jahre in der persönlichen Entwicklung liegen und dennoch hat man es in Wolfsburg geschafft, den Charakter – die Aura des Golf zu bewahren. Über alle Jahre und alle Generationen hinweg wurde der Golf in seiner Gestaltung modernisiert – der Zeit angepasst, ohne hierbei die Wurzeln zu vergessen.

Ich denke der Erfolg des Golf liegt auch in seiner menschlichen Design-Entwicklung – denn es gibt kein Fahrzeug, dass über so viele Modellzyklen hinweg, immer wieder so deutlich als das neue Modell eines erfolgreichen Vorgängers zu identifizieren war. Es ist eine fast menschliche Vererbung der Gene – die das Gesicht der Golf-Generation immer wieder nur sachte überarbeitet.

Sympathie durch Design und die wahre Kunst liegt hierbei in der Kontinuität der Gestaltung. Denn das Design des Ur-Golf wurde von Giugiaro festgelegt, spätere Generationen wurden von Hartmut Warkuß und die letzten zwei Modelle von Walter de Silva gestaltet. Der Golf – bzw. die Design-Geschichte des Golf hat bis heute also 3 Väter und trotz allem, bleibt der Golf ein Golf.

Am Ende versteht man: Die Diskussion um ein „langweiliges Golf-Design“ ist doch nur ein Ausdruck von unverstandener Professionalität und mangelndem Verständnis der Golf-Historie.

 

 

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Astra OPC Opel

Turbo Blitz

Opel hat auf dem Genfer Automobil-Salon die Premiere des neuen sportlichen Flaggschiffes in der Kompaktwagenklasse gefeiert.

Opel Astra OPC

Die konsequente Weiterentwicklung des Opel Astra GTC hat zu einem 280PS starken Vertreter im Segment der besonders sportlichen Kompaktmodelle geführt.

Der Vierzylinder Turbomotor bringt neben den 280PS noch ein Drehmoment von 400Nm auf die Vorderachse und sorgt damit für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h – damit ist der Astra OPC der schnellste Serien-Astra aller Zeiten. Ein starker Motor macht aus einem Opel Astra alleine noch keinen sportlichen Vertreter der OPC Baureihe und so hat man im „Opel Performance Center“ die anderen Zutaten für diesen heißen Blitz ebenso überarbeitet.

Der Opel ASTRA OPC vertraut auf eine Brembo Bremsanlage mit Vierkolben Festsättel an der Vorderachse. Damit die Einflüsse des starken Motors auf die Lenkung nicht zu stark werden, griffen die Opel-Techniker auf eine spezielle Vorderachskonstruktion zurück. Versetze Montage- und Aufnahmepunkte für das vordere Federbein trennen die Lenkung von den Federelementen und sorgen so für optimalen Grip des Leistungsstarken Fronttrieblers.  Zusätzlich verfügt der OPC Astra über Dämpfer die in ihrer Kennlinie vom Cockpit aus angepasst werden. So lässt sich für jede Straße der optimale Kompromiss aus Sportlichkeit und Fahrfreude vereinen.

Damit man von außen gleich erkennt, dass hier ein sportlicher Astra mit mehr Leistung als üblich bewegt wird, hat man auch das Äußere Erscheinungsbild der sportlichen Leistungsfähigkeit angepasst.  Von neu gestalteten Stoßstangen bis hin zum aerodynamisch optimierten Heckflügel spricht der ASTRA OPC die deutliche Sprache des Extremsportlers. Optional liefert Opel bereits ab Werk 20 Zoll große Aluminiumfelgen aus.

Der Innenraum wird dominiert von Leichtbau Schalensitzen und einem kleinen abgeflachten Sportlenkrad. Neben den Leichtbau Schalensitzen bietet Opel für die Besatzung des schnellen Astra auch besonders variable und durch 18-fache Verstellmöglichkeit an jede Statur passende Bestuhlung in der ersten Reihe an.

Preise und genaue Verfügbarkeit sind stand heute noch nicht bekannt.

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