Spanier auf der Pole Position: Seat Leon Cupra 290 im Test

Es ist der schärfste GTI im VW-Konzern, nur den Namen GTI, den trägt er nicht. CUPRA steht für CUP RACER, eine gute Gelegenheit, sich den Seat Leon Cupra während des sechsten Laufes zum SEAT Leon Eurocup näher anzuschauen.  Der Nürburgring und seine Grand Prix-Strecke fordert die Cup-Piloten, die Eifel und ihre Straßen drumherum, den Testwagen. Test des 290 PS starken SEAT LEON CUPRA.

Test: Seat Leon Cupra 290

Pole Position in der GTI-Klasse

Wer 35.000 € im Budget hat, der bekommt eine Mittelklasse-Limousine mit 150 PS Diesel, ein wenig Ausstattung und oftmals noch weniger Emotionen. Oder man denkt noch einmal nach, erinnert sich an die Traumwagen der Jugend und schaut, was gibt eigentlich die „Hot Hatch“ Klasse so her? Man erinnert sich ja gerne an früher. Da war alles besser. Schärfer und natürlich viel emotionaler. Zum gleichen Preis bekommt man auch die Speerspitze aus dem sportlichen Programm der Spanier. Der Leon Cupra mit 290 PS lockt.

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Eine um 5 Kilogramm erleichterte Auspuffanlage mit einem Mittelschalldämpfer, weniger Gegendruck, ein wenig Bits-und-Bytes Geschubse im Motorsteuergerät und aus dem 280 PS Cupra wird ein 290 PS Cupra. Das passt zum 20-jährigen Jubiläum des Spaniers. Zum „noch“ moderaten Grundpreis von aktuell 35.420 € gehören zudem adaptive Stoßdämpfer und LED-Hauptscheinwerfer. Und fünf Türen. Damit hat der Spanier sogar ein praktisches Argument auf seiner Seite. Wer noch mehr Alibis benötigt, um den Kauf eines 290 PS-Kompakten zu rechtfertigen, der kann natürlich alternativ auch zum Kombi mit dem ST im Namen greifen.

Mit der Cupra-Optik fällt man auf, ohne zu nötigen. Wer es expressiver mag, der kann zudem aus einem Vorrat an „Kriegsschminke“ wählen. Muss man aber nicht. Um die zwei markanten Auspuff-Endrohre und den leichten Diffusor kommt der Käufer zwar nicht herum, aber schon eine schlichte Lackierung nimmt dem athletischen Leon die optische Schärfe. Wobei das die falsche Entscheidung wäre. Nehmen Sie ihn in rot! Bitte.

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Dass es die Spanier mit dem sportlichen Anspruch des Cupra 290 durchaus ernst meinen, zeigt der Blick in die Preisliste. Unter dem Punkt CUPRA Top Performance-Paket findet man eine Option, die extreme Maßnahmen bereithält. Der Wegfall der Climatronic, von Ablagefächern und Lautsprechern sorgt für eine Gewichtsreduzierung. Der Kunde zahlt hierfür 4.620 € Aufpreis. Für 3.060 € und ein Muss für echte Petrolheads steht das CUPRA Performance-Paket in der Preisliste. 19-Zoll Leichtmetallräder mit Michelin Pilot Sport Cup 2 Bereifung und eine 4-Kolben Bremsanlage von Brembo packen dann die Ernsthaftigkeit des Sport-Vorhabens in deutlich verschärfte Argumente.

Eine mechanische Vorderachssperre bekräftigt die Ansprüche. Und sie ist notwendig. 290 PS und 350 Nm fallen mit Nachdruck über die Reifen auf der Vorderachse her. Selbst im dritten Gang zerrt der Benziner bei Volllast ordentlich am belederten Lenkrad. Auf der Landstraße verwandelt sich der Charakter dann in „hingebungsvoll“. Enge Kehren zerren freilich noch immer am Volant, aber wer den lockeren Flow über die Eifelstraßen findet, wer die weiche Linie wählt und sich dabei nicht zu sehr in Versuchung führen lässt von der hartnäckig agierenden Brembo-Bremse, der swingt den Cupra behände über das Asphaltband. Die kraftvoll zubeißende Brembo-Anlage führt zu späten und harten Bremspunkten, einfach weil es geht. Das per Knopfdruck verstellbare Fahrwerk erlaubt jedoch ehrgeizige Kurven-Tempi, der weiche und runde Fahrstil ist mit leicht gesteigerten Kurven-Tempi möglich. Das optionale Doppelkupplungsgetriebe pfeffert im CUPRA-Modus die Gänge mit herzhafter Freude in die Schaltgassen. Nur um im Bedarfsfall und Comfort- oder Eco-Modus den verschliffenen Partner zu geben. Eine sehr gelungene Spreizung des Charakters, und das auf Knopfdruck.

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Wer sich nicht gerade auf der Jagd nach der Pole-Position in Richtung Drehzahlbegrenzer begibt, der findet im Leon Cupra dennoch ein feines Alltagsauto. Der Spagat zwischen GTI-Oberhaupt und Familienkutsche gelingt sehr gut. Wobei die sportlichen Gene des Spaniers nie zu verleugnen sind. Mit der 19-Zoll Bereifung ist der Abrollkomfort eingeschränkt.

Während sich die Piloten im Seat Leon Eurocup auf der Rennstrecke einen spannenden Fight liefern, überzeugt der Cupra 290 außerhalb der Rennstrecke, über die Eifelgassen getrieben, mit sportlichem Ehrgeiz. Hier hat die VW-Tochter Seat ganz klar den schärferen GTI auf die Räder gestellt.

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Kommt der Fiesta RS?

Wir finden ihn klasse, den sportlichen Kleinwagen aus Köln. Der Ford Fiesta ST macht sich nichts aus Manieren, rotzt rau aus seinem Endtopf, hoppelt stramm über Bodenwellen und schiebt mit seinem 1.6 Liter Turbomotor mit 182 PS druckvoll nach vorn. Zudem ist er mit seiner Optik nicht gerade auf der zurückhaltenden Seite – allein der ausladende Dachspoiler zeigt klar, wessen Geistes Kind der ST ist. Aber seit kurzem machen sich Gerüchte breit, dass es vielleicht einen Ford Fiesta RS geben soll. Wir haben uns umgehört, was es damit auf sich hat.

Bislang war gar nicht daran zu denken, dass es überhaupt eine Lücke oberhalb des Fiesta ST gibt. Gefällt der kleine Wilde doch sehr mit seinem quirligen Wesen und dem unverwaschenen Sportsgeist. Aber die Gerüchte um einen noch stärkeren Fiesta wurde lauter und lauter. Dennoch winkte der Europa Chef von Ford ab und sagte den Kollegen von „Car Throttle“ im Januar, dass ein RS kategorisch ausgeschlossen werde. Dennoch: Der Gedanke an einen Ford Fiesta ST in Doppelrahmstufe ist hartnäckig. Schließlich bedeutet der Ausschluss eines RS nicht, dass es keine Berechtigung für einen Ford Fiesta ST Plus gibt. Diese geschärfte Version wird für den Genfer Automobilsalon 2016 erwartet.

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Da es aber natürlich noch kein offizielles Go seitens Ford gibt, kann man auch keine Fahrleistungen oder technischen Daten erwarten. Aber man wird ja wohl mal laut denken dürfen? Der 1.6 Liter Turbo des ST ist für gut 210 PS und 230 Nm ausgelegt und bei dieser Ausbeute haltbar. Das wäre eine garantiefähige Leistung, mit der sich Ford nicht ins eigene Knie schießen würde, was die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit des sportlichen Kleinwagen anbelangt. Außerdem ist bei dem begrenzten Hubraum irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht. Klar, Peugeot reizt eben jenes Motorvolumen – 1.6 Liter – auf bis über 270 PS aus. Doch der Kleinwagen Ford Fiesta ST Plus soll auch fahrbar bleiben.

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Dennoch bleiben Zweifel: Legt man das Leistungsplus zu lasch aus, wäre der kleine Flitzer zu nah am Serien-ST und würde seine Daseinsberechtigung verlieren. Zumal nicht nur mehr Leistung, sondern auch Optik und vor allem Komponenten, wie etwa das Fahrwerk oder die Bremsen, weiter angepasst werden müssten. Legt man das Leistungsplus zu radikal aus, wird der Kleinwagen unfahrbar. Außerdem würde eine Kanibalisierung in Richtung des Ford Focus ST entstehen – und das wollen die Kölner sicher nicht.

Es heißt also – wie so oft – abwarten und Tee trinken. Vielleicht haben die Gerüchte ja Substanz und wir können schon bald noch rasanter über frühmorgendliche Landstraßen wetzen? Wenn die Gerüchte aber nicht stimmen sollten, ist das auch nicht schlimm – schließlich ist der Fiesta ST ohne Namenszusatz ein ganz Großer unter den Kleinen! So wie er ist.

 

Quelle: Car Throttle / Fotos: Ford/mein-auto-blog.de

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Erster Test: Ford Focus RS

Drift’sich gut!

Was sind schon 1.8%? Stellen Sie sich vor, Sie verdienen Eur 3.500 Brutto im Monat und bekommen 1.8% mehr Lohn. Dann stehen vor Steuer 63 € mehr auf dem Lohnzettel. Nach Steuern nur noch rund 23 €. Oder Milch mit nur 1.8 % Fett. Schmeckt eben so fad wie ein Low-Fat Yoghurt mit 1.8% Fett. Wir sind uns also einig. 1.8% sind nichts. Zu wenig. Es sei denn, man macht es wie FORD im neuen RS. Dann machen 1.8% den Unterschied! 

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Ford Focus RS im Fahrbericht

Der Trick mit dem Allradantrieb

Ford meint es mit dem neuen Focus RS so richtig ernst. Das eindeutigste Indiz? Nicht der 2.3 Liter Turbomotor, der in seiner Basis vom Mustang stammt, für seinen Einsatz im Focus RS aber mehr über sich ergehen lassen musste als einfach nur Panzertape über das Wastegate-Ventil zu bekommen. Eine hochfeste Legierung für den Alu-Zylinderkopf, Grauguss-Laufbuchsen im Alu-Motorblock, separater Ölkühler, Twin-Scroll-Lader mit üppiger Verdichterseite, neue Ventile, neue Kolben und so weiter. Am Ende stehen 350 PS zur Debatte. Aber das ist nur der eine Teil der Geschichte. Die Nummer mit der Ernsthaftigkeit kommt zurück zu den 1.8%. Und dieses Mal machen diese 1.8% den Unterschied.

Torque-Vectoring, längs und quer! 

Wo die Mitbewerber auf Kosteneffizienz achten und nur die zweitbeste Lösung wählen, nämlich eine Hang-On Variante nach Haldex-Muster, spucken die FORD-Techniker in die Hände und adaptieren eine eher ungewöhnliche Lösung. Mit einem klaren Ziel: Mehr Fahrspaß! Ford verwendet auf der Hinterachse ein Torque-Vectoring Differential mit zwei Lamellenkupplungen. Der Kniff des von GKN stammenden Systems? Mit dem variablen Kraftschluss der beiden Lamellen variiert auch der Kraftschluss zwischen der Vorder- und der Hinterachse. So agiert das System mit einer fixen Verbindung der Vorder- und Hinterachse, wobei die Hinterachse immer 1.8% mehr dreht als die Vorderachse. Doch erst die beiden Lamellen stellen über die variable Schlupfverteilung den Kraftschluss und damit die Drehmoment-Verteilung sicher. Der Effekt?

Der neue Ford Focus RS fährt sich wie ein Kompakt-Sportler mit Heckantrieb. Und jedwedes Untersteuern lässt sich per Gasfuß eliminieren. Untersteuernd in die Kurve gegangen? Mehr Gas!

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Das Torque-Vectoring Hinterachs-Differential mit den zwei Lamellen-Sperren.

Bangs and Burbles

Ein Vierzylinder klingt immer fad. Es sei denn, man pumpt den 2.3 Liter-Turbomotor mit der richtigen Technik auf. Verzichtet auf den Mittelschalldämpfer und packt eine kontrollierte, aber immer wieder zufällige „Lustkontrolle“ ein. Nicht nur, dass man den RS-Motor erst aus dem Werk entlässt, nachdem man eine Klangkontrolle durchgeführt hat. Zusätzlich spendieren die Ford-Techniker dem Focus RS gleich zwei künstliche Akustik-Hilfen. Zum einen der Klang aus den Lautsprechern. Sie untermalen den kraftvoll, satten und emotionalen Sound des RS-Modells. Dabei liegt der Fokus im Focus RS auf einer Unterstützung nicht nur durch eine reine künstliche Klangwelt. Zusätzlich entflammt sich im Sport-Modus der unkontrolliert eingespritzte Kraftstoff zum legendären „Bangs and Burbles“- Sound von kraftvollen Sportmotoren der frühen Motorsport-Zeit. Als man Kraftstoff noch gütig in großen Mengen in Richtung Brennraum führte. Es klingt nach Fehlzündungen und ist doch kontrolliert. Heute wird jedem Motor-Ingenieur erst einmal Bange, wenn man ihm sagt: Spritz mal Kraftstoff ein, damit dieser als Sound-Unterstützung explodiert. Aber im Vergleich zu Marktbegleitern ist dieses Sound-Kunststück extrem elegant gelungen. Weder vulgär, noch ordinär. Einfach nur emotionaler. Authentischer.

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Bevor der Motor aus dem Mustang in den Focus RS gepflanzt wurde, haben die Techniker noch einmal richtig Hand an das Triebwerk angelegt.

Emotionaler Sound, emotionales Fahrverhalten

Zum ersten Mal bietet Ford verschiedene Fahrmodi im Focus RS an. Normal, Sport, Track und Drift. Während der Focus RS im „Normal“- Mode anfährt wie sein 1.0 Liter EcoBoost-Brüderchen, dabei jedoch ständig auf seine Chance wartet, per Overboost aus 440 Nm 470 Nm zu generieren und diese dann zur Spaß-Verteilung an den Allradantrieb zu schicken, verändert der Sport-Modus dann schon die gesamte Wahrnehmung des Focus RS.

Der Sport-Modus greift auch in das Dämpfer-Setting ein. Anstelle einer stufenlos variablen Variante hat sich Ford für ein ernsthaftes Setup entschieden. Eine Lösung über schaltbare Ventile stellt eine 40% straffere Dämpfung ein. Der Effekt ist spürbar und sorgt dafür, dass man im Alltag einen fast schon kommoden Sportler fährt, auf der Rennstrecke, im Sport-Modus, jedoch die Dämpfer zackig auf „ernsthaft“ stellen kann. Der Sport-Modus stellt auch die Logik des Allradantriebes neu ein, die Motorsteuerung und die Lenkung. Zudem entspannt sich das ESP und lässt mehr Schwimmwinkel zu. Wem das passt, die Dämpfer aber zu hart werden, der drückt auf den Taster am Blinkerhebel und schaltet die Stoßdämpfer wieder in den „soften“ Modus. Das funktioniert auch im Race-Modus und nimmt derben Landstraßen ebenso wie verwinkelten Berg-Etappen im Hinterland Valencias den Schrecken. Ford hat nicht den Fehler gemacht und den Focus RS ohne Restfederweg ausgeliefert. Für einen ernsthaften Sportler bietet der RS viel Luft im Radhaus. Mag der Optik abträglich sein, fördert aber ernsthafte Sprints auch abseits von Topf ebenen Rennstrecken.

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100 Mal pro Sekunde errechnet sich das Allradsystem die korrekte Verteilung der Antriebsmomente. Das Ergebnis ist ein Kompaktsportler, der nie näher am puren Fahrspaß eines Heckmotor-Sportlers lag wie dieser Kölner.  Innerhalb von Millisekunden wird zudem das Antriebsmoment der Hinterachse zwischen links und rechts verschoben. Untersteuern wird per Gaspedal-Stellung zum Übersteuern unter Last! Hier wird nichts zusammengestaucht, hier wird Asphalt gefräst.

Ford verwendet für die Vorderachse weiterhin eine elektronische Torque-Vectoring-Steuerung über Bremseneingriffe, jedoch wird im RS, anders als im Focus ST, die Musik vom Heck gespielt. Die Vorderachse kann keine Längskräfte übertragen, weil die Seitenführung maximal gestemmt werden muss? Kein Problem: Befehl der Steuereinheit: Alle Kraft nach hinten an das Kurven äußere Rad! Das funktioniert so unfassbar gut, dass man bei FORD gleich noch dem Spieltrieb nachgab!

Driften wie Ken Block

Während sich der Focus RS auf öffentlichen Straßen bewegt, als wäre der Allmächtige persönlich hinter ihm her, entstehen dennoch keine Schweißflecken unter den Armen des Fahrers. Quer aus dem Kreisverkehr? Einfach mehr Gas, Lenkung auf, der Focus RS schwingt den Hintern in Richtung Ausgang und am Lenkrad fühlst du die volle Kontrolle. Das ist kein Spiel am Abgrund, es ist die erstmalige volle Kontrolle am Limit. Das gleiche Spiel im Supersportler? Du würdest es lassen. Zu schmal der Grenzbereich. Zu gefährlich der Konter der Bestie. Im Focus RS spielt der „beste Kumpel“, das aktive Hinterachs-Differential, den Magier. Am Steuer wird aus jedem ein Ken Block.

Drift-Modus aktiviert, eingelenkt, voll auf den Stempel und 15 Sekunden lang fallen 470 Nm über die 235er Michelin an der Hinterachse her. Die Fuhre geht quer, Lenkung leicht auf und von da an verteilt der Drift-Assistent die Leistung. Wer jetzt nicht völlig Talent frei am Lenkrad agiert, der lässt den Focus RS stundenlang im Kreisverkehr quer gehen. Alternativ bis zum rauchigen und stinkenden Ende des französischen Gummis. Während sich der Focus RS qualmend durch eine größer werdende Gummi-Wolke dreht, fühlt man sich am Volant allmächtig wie Gymkhana-Held Ken Block.

Ford Focus RS 013 erster Test Fahrbericht

Dass Ford „natürlich“ auch eine Launch-Control verbaut ist, eh klar. Oder?

Dass Ford dem selbst geschalteten Getriebe und seinem Fahrer aber auch den Gangwechsel bei voll getretenem Gaspedal erlaubt, eher ungewöhnlich. Es klingt nach der Rallye-WM, es fährt sich derbe geil! In 4.7 Sekunden auf 100? Kein Ding. Launch-Control an, Vollgas, Kupplung schnalzen lassen, der Kopf schwingt in Richtung Kopfstütze. Den rechten Fuß auf dem Gas lassen, der linke tupft die Kupplung, zeitgleich den zweiten Gang durchreißen. Volle Laderdrehzahl, leichtes Schnattern, sofort Druck vom Motor – der Sprint beeindruckt den letzten unwilligen Geist vom „Hot Hatch“.

Der Ford Focus RS – 5:0 für Köln!

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Die 1.8% sind eine Detaillösung mit großer Wirkung. Ebenso groß die Wirkung des Startpreises: Glatte 40.000 € werden für den neuen Focus RS fällig. Und wer bei den Fahrleistungen bereits zweifelnd in Richtung Ingolstadt, Affalterbach und München schielte, der wird sicher beim Kölner Kampfpreis endgültig schwach. Dabei ist der Focus RS nicht einfach nur billiger als der A45, der RS3 oder ein M235i, er ist schlicht schneller! Das sportlichere Auto. Der bessere Spagat im Alltag. Der überzeugendere Rennstrecken-Knaller. Das Drift-Tier, mit dem man um alle anderen Kreise fährt. Selbst die scharfen Spiel-Hansel von Seat (Cupra 290) und Renault (Megane RS) dürften sich auf eine Nordschleifen-Zeit des Kölners gefasst machen. Wer den ultimativen Fahrspaß sucht und nicht dem Spaltmaßfetischismus oder der Aura von drei Buchstaben aus dem Schwabenland erlegen ist, der greift ab sofort zum Focus RS.

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Zuviel zu lesen? Schaut Euch das Video von Jan an:

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Der Fahrzeugschein für den Ford Focus RS (2016)

Verkaufsstart:  Sofort
Basispreis:  Ab 40.000 €
Motorleistung:  350 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Manuell
Beschleunigung:  4.7 Sekunden für 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  – interessiert das wirklich?-
Höchstgeschwindigkeit: 266 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.390, 1.858, 1.470, 2.648 mm
Alle Fotos: Ford.
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Fahrbericht: Peugeot 308 GTi Sport – Gut gebrüllt, Mieze!

Was zeichnet eigentlich einen Löwen aus? Dass er der König des Dschungels ist? Dass er gut brüllen kann und manchmal aber auch schnurren, wie ein Kätzchen? Oder dass er immer Herr der Lage ist? All diese Eigenschaften wollten sich die Franzosen bei ihrem neuen Spielzeug zu eigen machen. Der neue Peugeot 308 GTi Sport weiß zu überzeugen. Aber was für ein Tier in ihm steckt: Löwe oder doch nur Miezekätzchen, sollte sich bald zeigen. Auf Tour im leider verregneten Porto in Portugal, ging es bereits am Flughafen los. Keine gute Voraussetzungen bei Sturm und Regen, den neuesten Hot Hatchback von Peugeot zu testen. Das nimmt einem ja den ganzen Spaß, wenn man auf den Straßen acht geben muss, nicht ins Aquaplaning zu geraten. Doch es nützte ja nix, der kleine Kompakte wartete mit seinen 272 PS schon darauf, getestet zu werden.

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Achtung: Technische Raffinessen

Schon beim Einstiegen zeigt sich: Hier ist sportlicher Fahrspaß an der Tagesordnung. Die Power von 272 PS verteilt sich auf 1.205 Kilogramm. Diese Kraft wird von einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe und einem Torsen-Differential auf die Straße gebracht. 235/35 R19 Michelin Pilot Super Sport Reifen unterstützen dabei und vermitteln ein sicheres Gefühl, auch bei der regennassen Fahrbahn. Ein 1,6-Liter-Motor wurde direkt aus dem RCZ R in den GTi Sport verfrachtet und schlägt sogar den aktuell stärksten Golf GTI um 42 PS. Die exklusiven Sportsitze gibt es direkt ab Werk. Weiches Alcantara schmiegt sich an glattem Leder und rote Ziernähte vervollständigen den sportlichen Look, der sich auch im restlichen Fond wiederfindet. Auch LED-Scheinwerfer, Navi und Klimaanlage finden sich in der Serienausstattung wieder. Rot ist allgegenwärtig. Das sportliche Lederlenkrad ziert eine rote Markierung, die noch präziseres Fahren erlauben soll. Drückt man auf die „Spaßtaste“, wird es noch sportlicher. Die Armaturen leuchten, wie soll es anders sein, Rot auf und kündigen eine neue Fahrdimension an.

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Das Fahrwerk tut dabei sein übriges. Die Komponenten bestehen teilweise aus Aluminium, wie die Querlenker an der nach dem McPherson-Prinzip gebauten Vorderachse. Diese sorgen mit 1,67 Grad negativem Radsturz für besseres Einlenkverhalten und mehr Grip in Kurven. Na, das kann ja heiter werden, sprichwörtlich. Das erste Grinsen schleicht sich ins Gesicht. Ja, so kann es weiter gehen. Regen hin oder her. Ein sicheres Gefühl macht sich in der Magengegend breit, trotz Spaßtaste, die die Armaturen in einem gefährlichem Rot erstrahlen lässt. Die Gasannahme wird direkter und der sonst eher dezente Motorsound wird im Innenraum satter – verstärkt durch einen Soundgenerator. Oh? Also doch ein Miezekätzchen? Wenn dann aber ein gepimptes. Auch wenn der Sound nicht 100 prozentig echt ist und das kleine Fauchen mein Grinsen ein wenig schief werden lässt, macht der kleine Kompakte trotzdem viel Freude.

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Das volle Drehmoment von 330 Newtonmetern erreicht der Kleine bei ca. 2000 Umdrehungen. Fahrwerk und Aufhängung sind zwar rennsporttauglich modifiziert, doch auch auf holpriger Fahrbahn erweisen sie sich als gut austariert und nicht zu hart. Ein straßentauglicher Rennflitzer also. Die Fahrt geht als nächstes auf die Rennbahn. Ein paar Runden so richtig auf das Gaspedal drücken? Aber ja doch! Die regennasse Strecke flößt Respekt ein. Nach einer kurzen Einweisung geht es ans Steuer der eigens dafür abgestellten Fahrzeuge. Etwaige Kollateralschäden werden wohl mit eingeplant. Von Runde zu Runde steigert sich das Gefühl der Sicherheit. Ja, der Kleine kann was. Auch auf der Rennstrecke. Und auch wenn das Heck hier und da mal ein bisschen ausbricht, zu keinem Moment perlt der Angstschweiß auf der Stirn. Sicherheit wird bei den Franzosen eben groß geschrieben. Doch auch jedes Fahrzeug muss sich irgendwann dem Wetter ergeben, oder ist es der Fahrer? Der Regen fällt gnadenlos stärker und nach den ersten Runden wächst mein Respekt noch mehr. Vorsichtshalber lasse ich nochmal den Profi ran und fahre ein paar Runden mit einem Rennfahrer mit, der mir die wichtigsten Fakten und Tipps beim Fahren auf einer Rennstrecke mitgab. Und was soll ich sagen? Es hat viel Spaß gemacht und ich bin sicherlich um ein paar Tipps schlauer, doch paar Runden mehr und mein Magen hätte einen Rückwärtssalto gemacht. Nicht ganz ohne, so eine Rundfahrt mit einem, der weiß, wo es lang geht. Besonders in so einem kleinen Flitzer wie dem Peugeot 308 GTi Sport. Hut ab!

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Fazit:

Der Peugeot 308 GTi Sport lässt sich bequem durch (fast) alle Straßen manövrieren. Wer es wissen will, kann ihn auch mal über die Rennstrecke jagen, doch auf den Straßen dieser Welt fühlt er sich wohler. Da muss er sich auch mit seinem kleinen „Brüllen“ als gepimpte Miezekatze nicht unter Beweis stellen. Die komfortable Sitzgarnitur ist auch für längere Fahrten ausgelegt, was sowohl den Rücken als auch den Bobbes erfreuen dürfte. Im direkten Vergleich dürfte es der Hot Hatch aber schwer haben. Denn gerade Renault und SEAT haben hier ein paar Modelle am Start, die eine echte Konkurrenz darstellen dürften. Allein beim Preis dürfte Peugeot aber noch punkten. Ab 34.950 Euro soll er kosten und bietet sowohl als Alltagsbegleiter und als Gelegenheitssportler alles, was das Herz begehrt.

Text / Bilder: Simone Amores

Weitere Impressionen:

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Fahrbericht: Ford Fiesta ST

Eine wohlige Andersartigkeit durchflutet die Aura des Ford Fiesta ST. Äußerlich, klar, da erkennt man den Kleinwagen sofort als Kölner Stadtfloh. Seine Persönlichkeit offenbart er erst nach dem Schlüsseldreh und den ersten Metern in der freien Wildbahn. Der Stadtverkehr mit ihm mag hart sein, herzlich wird der ST jedoch, sobald es auf die Landstraße geht. Hinter seiner profanen Kleinwagenmaske steckt eine knüppeldicke Überraschung.  Und während ein paar Kollegen die Testwagen 2014 gewählt haben und sich dabei auf eine Top 3 geeinigt haben, lenke ich den Fokus auf einen ganz besonderen Testwagen in diesem Jahr. Auf meinen Testwagen des Jahres 2014:

Es kann nur einen geben!

Ford Fiesta ST

Der will nur spielen. Und das schon eine kleine Ewigkeit lang. In seinem Segment hat der Fiesta ST durchaus auch eine Tradition vorzuweisen, aber so richtig Ehre hat es ihm noch nicht eingebracht. Dabei ist gerade dieser Fiesta ST die vermutlich deftigste Erinnerung an das, was man früher mal das „GTI-Feeling“ nannte. An einen ehrlichen, kleinen, überschaubaren und vor allem, noch viel wichtiger, einen bezahlbaren Volks-Sportler.

Dass die Nase jetzt so ein wenig nach englischer Sportwagen-Aristokratie aussieht, nimmt man schmunzelnd hin. Dass der Innenraum die trostlose Kölner-Kleinwagen-Herkunft nicht völlig verleugnen kann, man akzeptiert es. Spätestens nach dem ersten wilden Ritt über Eifel-Landstraßen oder daheim bei uns im Spessart. Es könnte auch die Sonderprüfung zur Rallye Monte Carlo sein, wenn der 1.6 Liter EcoBoost Turbo sein Eco über Bord wirft und fauchend nach Luft schnappt.

Ford Fiesta ST 50 Fahrbericht Testwagen des Jahres 2014

Hansdampf in allen Gassen

Die Optik ist schärfer, der EcoBoost heftiger. Im Innenraum sollen es die Sportsitze heraus holen. So richtig Laune macht das nicht. Aber es passt. Ein wurstig-griffiges Lenkrad mit silbernen Elementen, ein Aluminium-Schaltknauf und drei benoppte Aluminium-Pedal. So richtig wichtig ist das mit dem Innenraum ja auch gar nicht. Die Schaltanzeige im Cockpit will an die EcoBoost-Talente erinnern. Sparsam und so. Vermutlich fühlt sich die Anzeige selbst auch fehl am Platz. Schöner ist es, dem verwischenden Glimmen der rötlichen Zeiger zuzuschauen, wenn sich der 1.6 Liter Turbomotor durch die Drehzahlskala presst. Dass dort ein Turbo am Werk ist? Man merkt es. Nicht an einem drehfaulen Motor, sondern am Sound und am Druck.

Klavierlack rund um die Mittelkonsole mag adrett wirken, die vielen Taster des alten Entertainment-Systems törnen jedoch ab. Aber auch hier, egal. Wer braucht ein Radio in diesem kleinen Berserker? Lasst die Spiele beginnen. Die Musik grummelt das Doppel-Endrohr munter in die Landschaft.

Eilige Drucksache

Sie verstehen Spaß in Köln. Tempo 260 haben Sie dem kleinen Kölner Randale-Zwerg in den Tacho gestanzt. Das kann kaum sein. Oder doch? Erster Termin zur Abfahrt, Türen ins Schloss fallen lassen, nach dem Gurt angeln und das wurstige Lenkrad fest in die Griffel genommen.

Satt und unanständig betörend für einen so kleinen Stadtwagen grummelt der EcoBoost-Vierzylinder vor sich hin. Kalt liegt der Alu-Schaltknauf in der Hand. Großserien-Getriebe. Natürlich hatte man mehr erwartet. Aber gut, schlecht ist es nicht. Ausreichend direkt, ausreichend genau. War das Make-Up eventuell doch zuviel? Die Erwartungen zu hoch?

Ford Fiesta ST 41 Fahrbericht Testwagen des Jahres 2014

Bissfest und ohne Gnade

Die 240 Newtonmeter des Turbos ziehen ansatzlos durch. Malträtieren die Vorderräder. Wenn es feucht wird, kapitulieren die Bridgestone Sportreifen des Fiesta. Bereits nach wenigen Metern ist man mit der Straße unter den fein in die Radhäuser gezogenen 17-Zoll Felgen per du. Das Getriebe ist frei von einer unsäglichen Eco-Abstimmung. Kurz abgestimmt, da passen die Gänge zum Spielcharakter des 1.6 l Turbos. Druck, schalten, druck, schalten – Tempo 160. Ehe du dich versiehst, hast du im Kölner Rennzwerg deinen Lappen abgegeben. Also, abkühlen, runterkommen. Die nächste Landstraße wählen, Konzentration auf das Feedback an der Lenkung.

Sportlich straff soll die Federung laut Ford sein. Ich denke, hart aber ehrlich trifft es wirklich besser. Das hat seine Vorteile. Kurzer Wink in Richtung Vorderachse und der Fiesta ST wirft sich vorwitzig in die nächste Kurve. Dabei hält er sich nicht lange mit Seitenneigung auf. Umlegen, angasen, anbremsen und von vorne. Das Heck fühlt sich dabei agil und dynamisch an. Die Hinterachse ist nicht nur da, damit der Auspuff nicht auf dem Boden schleift. Hier wird die Agilität gefördert. Beim harten Anbremsen kann das für eine leichte Nervösität sorgen, aber alles gut. Alles im Rahmen dessen, was man sich immer von einem „Hot Hatch“ gewünscht hat. Das hat Charakter, so macht das einfach nur Spaß.

Die Bremse macht das launige Landstraßen- Intermezzo willig mit. Bleibt standhaft und erzählt freimütig von den Reserven.

Ford Fiesta ST 34 Fahrbericht Testwagen des Jahres 2014

Testverbrauch

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[tab title=“Alltagsfahrer“]Der Alltagsverbrauch bewegt sich um die 8.1 Liter auf 100 Kilometern.[/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Wer es darauf ankommen lässt, der unterschreitet die 7 Liter Grenze mit viel Tapferkeit. 6.3 Liter, weniger waren auch bei äußerster Enthaltsamkeit nicht machbar.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]Turbo läuft, Turbo säuft und die Grenzen des Downsizing sind dort erreicht, wo man es richtig laufen lässt. Die Max-Tour wurde mit 11.3 Liter abgeschlossen.[/tab]
[/tabgroup]

Ford Fiesta ST 38 Fahrbericht Testwagen des Jahres 2014

Zurück in die Zukunft

Es ist lange her, dass mich ein Auto so begeistert hat. Und es sind doch oftmals die, von denen man es nicht erwartet. Kölner Kleinwagen? Pah. Das Jahr war voll mit Testosteron-Prügeln. AMG-Hämmer, S-Modelle und exotische Sportler. Aber und das wird sich nie ändern, von denen erwartet man die aus den Fugen tropfende Begeisterung. Die Lust am Fahren wird indes immer seltener. Fahrdynamik-Schalter, Soundgeneratoren und die All-Inklusive-Mentalität lässt aus ehedem sportlichen Kompakten fette und dröge Alltagswürfel werden. Der Fiesta ST brachte in diesem Jahr etwas zurück, was ich simpel als „Fahrspaß“ bezeichnen lässt.

Am Abend noch schnell 350 Kilometer heim? Ein Traum, wenn am Flughafen der Fiesta ST wartet. Denn auch wenn die 260 auf dem Tacho hochgestochen sind – bei 230 rennt er fast in den Drehzahlbegrenzer – so ist es doch die Elastizität, die einem die Sinne raubt.  Egal, ob dritter, vierter oder fünfter Gang. Der Fiesta ST geht immer motiviert die Bahn entlang, wie ein Kölner an Karneval an die Kölsch-Bar. Der Durst bleibt dabei überschaubar. Also beim ST. Trotz viel Powerplay auf der linken Bahn und schnellen Attacken über Land war der Gesamtverbrauch des Fiesta ST unter 9 Liter. Bleibt man cool, fährt EcoBoostig durch die Lande, dann sind gute 6 Liter auf 100 als Minimum machbar.

Dass sein Trompeten-Sound im Innenraum nicht nur aus dem Motorbereich und dem Auspuff kommt, sondern zum Teil synthetisch ist, man verzeiht es ihm. Und mehr Kritik bleibt bei der Zeitreise zurück zu den „echten Hot Hatches“ nicht wirklich übrig. So könnte das in der Zukunft bleiben!

Fazit:

Es kann nur einen geben. Nur einen Testwagen des Jahres 2014. Und in diesem Jahr war es der Fiesta ST. Seine Talente sind berauschend und fallen dennoch nicht unter das Betäubungsmittel-Gesetz. Dabei bringt er den erwünschten Ausbruch aus dem Alltag.

Für unter 20.000 € (okay, rein akademisch) leistet der Ford Fiesta einen ernsthaften Anteil an der Work-Life-Balance. Und am Ende gilt nur ein Satz als Fazit: „Völker dieser Welt, sucht ihr Fahrspaß, schaut auf dieses Auto“!

 

Fahrzeugschein: Ford Fiesta ST 2014

Hersteller: Ford
Typ: Fiesta ST
Klasse: B-Segment Dreitürer
Motor: R4
Getriebe: 6G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.596 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 182 PS b. 5.700 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 240 Nm b. 1.600 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 1.195 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 6.9 s
Höchstgeschw.: 223 km/h
Verbrauch Benzin (NEFZ): 5.9 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 138 g/km
Emissionsklasse: EU 5
Effizienzklasse: C
cW-Wert:
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger  Titelbild: Bjoern Habegger
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Erste Fahrt: Der neue Ford Focus

Etwas Gutes noch besser machen, dass ist keine ganz leichte Aufgabe. Anerkennung verdienen die, die sich daran wagen, und Lob verdienen die, die dabei erfolgreich waren. Der Ford Focus gehört zu den Dauerläufern der Marke und im Reigen der Kompaktfahrzeuge zu den ewigen Konkurrenten des VW Golf. Jetzt hat Ford den Focus überarbeitet und will dabei vieles neu, einiges anders, aber primär alles besser als zuvor gemacht haben. Okay, solche Behauptungen höre ich von allen Auto-Herstellern, bei jedem neuen Modell und jedem Facelift.  Galt nun die Fragen zu klären, ob Ford jetzt nur Anerkennung oder gar ein Lob verdient.

Ford Focus 1.5 EcoBoost

Faktencheck am neuen Ford Focus 1.5 EcoBoost

Mit guten 30 Mitbewerbern ist das C-Segment, auch gerne als die „Golf-Klasse“ bezeichnet, die härteste Fahrzeugklasse. Nirgendwo sonst ist der Wettbewerb zwischen den Herstellern härter. Der Focus ist im übrigen – weltweit gesehen – die Nummer 1 in diesem Segment. Doch in Deutschland musst er sich bislang immer dem ewigen Bestseller Golf geschlagen geben.

Es gibt einen Erfolgsdruck im Segment, Ford antwortet mit einer ganz eigenen „Drucksache“.

Fahrbericht Ford Focus 2015 02 Ford Focus MCA

 

Alles neu?

Bereits im Februar hat uns Ford mit Fotos vom „neuen“ Ford Focus gelockt. Doch bis jetzt in den September hinein hat es gedauert, bis der neue Focus zu einer ersten Testfahrt zur Verfügung stand. Dabei ist eben nicht alles neu. Der Focus des Modelljahres 2015 ist ein Facelift-Modell.

Straffere Gesichtszüge, klarer ausgeformter Kühlergrill, der zudem so ein wenig „Aston-Martin-Feelings“ aufkommen lässt und am Heck wurden die Rückleuchten neu gezeichnet. Deren völlig nutzlosen, spitzen, Ausformung in die Seitenlinie hinein wurde jedoch kein Einhalt geboten.

Die wichtigsten Neuheiten sind unter der Haube und vor der Nase des Fahrers versteckt. Unter der Motorhaube ist es der neue 1.5 Liter Vierzylinder-Turbomotor mit bis zu 182 PS. Er übernimmt sein Grundprinzip von den erfolgreichen Dreizylinder-EcoBoost Motoren, und will Leistung und Effizienz in eine neue Leistungsklasse heben. Zudem wird er in zwei Leistungsstufen angeboten. Zusammen mit der kleineren, und nur 150 PS starken Version, löst dieser neue EcoBoost-Vierzylinder die 1.6 Liter Motoren-Familie des Vorgängers ab.

Nicht weniger wichtig sind die Veränderung im Innenraum. Dort hat in der Mittelkonsole nun endlich das Knöpfchen-Armageddon ein Ende gefunden und ein ausreichend großer  Touchscreen mit 8 Zoll Diagonale nimmt einen Teil des gewonnen Platzes ein. Das Multimediasystem dahinter nennt Ford „SYNC2“ und verspricht die pure Verständigung. Temperatur-Änderungen der Klimaanlage? Einfach sagen. Telefonieren? Einfach sagen. Navigieren? Sie ahnen es, einfach sagen. Das neue SYNC2 will auf dem Fahrer aufs Wort hören. Sag ich ja.

Lobenswert auch die umfassenden Arbeiten an der Karosserie. Der Vorderwagen soll versteift worden sein, die Karosse im gesamten, nun noch steifer, das Fahrwerk dafür ein wenig komfortabler und dennoch nicht minder agil. Zudem soll die Geräuschdämmung wirkungsvoller sein, dickere Fensterscheiben in den vorderen Türen sollen den Lärmpegel senken.

Fahrbericht Ford Focus 2015 06 Ford Focus MCA

Alles besser?

Der Focus war früher bereits der Agilitäts-König im Segment. Jetzt wurde er nicht schlechter. Im Gegenteil. Auf kurvigen Landstraßen im Hinterland von Malaga wurde die erste Ausfahrt zum ganz großen Kino. Unterwegs in einem Focus Titanium mit 182 PS Turbo-Benziner, machten die vielen unterschiedlichen Kurven enorm Spaß. Der Focus legt zackig ein, wird dabei unterstützt von einem Torque-Vectoring System und vermeidet nerviges untersteuern. Wer Lastwechsel provoziert, bekommt selbst den Nicht-ST (ein ST stand noch nicht zur Verfügung) zu einer dynamischen Vorstellung auf der Landstraße. Steif wie ein Walfisch-Penis der unter einer Überdosis-Viagra leidet, wirft sich die Karosse des Focus von Biegung zu Biegung. Dennoch bleibt genug Federungskomfort erhalten. Das ist beeindruckend. Die Lenkung fühlt sich präzise an, obwohl keine Sport-Reifen und maximale Rädergrößen montiert sind. Das ist richtig gut. Das ist noch besser als früher.

Der 1.5 Liter EcoBoost büffelt sich unter der mächtigen Ladedruck-Ägide stehend durch das Drehzahlband. Untenherum hört man ihn fauchend Luft holen, oben herum dreht er frei und spontan. Sparsamer soll er sein. Bis zu 19% weniger Verbrauch und CO²-Emissionen. Sehr löblich. Die Ladeluft-Wasserkühlung, der Turbo der nah am Zylinderkopf in den Abgas-Krümmer integriert wurde, Voll-Aluminium und verstellbare Nockenwellen. Der 1.5 Liter Motor beeindruckt nicht durch Hubraum, sondern durch Fahrbarkeit und Durchzug. Ob der Verbrauch wirklich so weit sank? Die Strecke die ich durch die Berge Süd-Spaniens nahm, dürfte kaum eine Aussagekraft für den Alltag haben. Im Drittelmix gibt Ford 5.6 Liter an. Ob das machbar ist, wird ein späterer Test zeigen müssen.

Hurra und Halleluja. Ob SYNC2 wirklich alle Kommandos versteht? Habe ich nicht ausprobiert. Eine Anpassung der Klima-Temperatur habe ich noch hinbekommen, für weitere Tests hat mir schlicht die Zeit gefehlt. Aber – das neue Konzept mit deutlich weniger Knöpfchen im Innenraum und dem großen 8-Zoll Touchscreen ist der „big winner“ im Paket des ganzen Facelift. Was waren die vielen Knöpfchen und das kleine Display zuvor nervig. Wunderbar und um Welten besser das neue Multimedia-System. Die Bedienlogik des Systems, um zwischen Navi, Telefon, Medien und Klima zu wählen, wurde in vier große farbige Kacheln unterteilt. Wer mit Windows 8 zurecht kommt, der wird mit dem SYNC2 keine Probleme haben. Leider erkennt das System noch keine ANDROID-Handys per USB-Kabel, via Bluetooth klappte die Wiedergabe von Musik allerdings problemlos.

Angeblich erkennt das System auch Kommandos wie: „Ich habe Hunger“ und wirft dann eine List von Restaurants in der Nähe aus.  Das SYNC 2 hört also aufs Wort und hierbei soll man sich nicht einmal an spezielle Kommandos halten müssen, man spricht einfach drauf los.

Wann geht es los?

Ab Ende September kommt der neue Focus auf den Markt, die Preise bleiben die gleichen. Mit fünf Türen geht es also weiterhin bei 16.450 € los. Neben dem neuen 1.5 Liter EcoBoost stehen noch noch drei weitere Benziner, darunter der bekannte 1.0 Liter EcoBoost Dreizylinder und sechs Dieselmotoren zur Verfügung.

Fahrbericht Ford Focus 2015 07 Ford Focus MCA

Bleibt das Fazit:

Ein ganz klares Lob und ein großes Lob dazu. Das Facelift des Focus hat die richtigen Schwachstellen aufgegriffen, hat sich dabei als erfolgreich erwiesen und mit dem neuen 1.5 Liter Turbomotor hat man zudem auch noch ein wenig Motoren-Zukunft für den Alltag geschaffen. Das der neue Focus noch besser fährt als der „alte“ Focus ist zudem eine Überraschung! Dieses Facelift hat aus dem „Guten“ Focus einen „noch besseren“ Focus gemacht! Glückwunsch Ford! 

 

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Ford Focus 1.5 EcoBoost[/notification]

Verkaufsstart: September 2014
Basispreis:  25.120 €
Motorleistung:  182 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.358 / 1.823 / 1.484 / 2.648
Normverbrauch:  5.6 Liter / 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  224 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  0-100 km/h: 8.7 Sekunden
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Gefahren: Audi S1

Die Marke Audi hat ein Problem. Könnte man zumindest meinen. In Puncto Design treten die Ingolstädter auf der Stelle, eine Unterscheidung zwischen A3, A4, A5 oder A6 ist im Rückspiegel nahezu unmöglich. Wirklich aus der Reihe tanzte auch der Audi A1 bisher nicht, zumindest aber auf Grund seiner deutlich kompakteren Ausmaße lässt er sich immerhin von den Markenbrüdern unterscheiden. Gut, dass Audi nun ausgerechnet diesen kleinsten Spross mit besten Zutaten nachschärft und einen Tatendrang beweist, den man so gar nicht erwartet hätte: der Audi S1 tritt mit einem historisch verknüpften Namen an, um für Audi die Krone im Segment der kleinen Hot Hatches einzufahren. Eine zum Scheitern verurteilte Mission?
Audi S1 Fahrbericht 24 Viperngrün

In Schweden dürfen wir Hand anlegen und den jüngsten und kleinsten Spross mit einem „S“ im Namen ordentlich die Sporen geben. Von außen gibt sich der S1 dabei auf Anhieb selbstbewusst: typisch für die S-Modelle ist der S1 sofort an seinen Außenspiegeln im Alu-Look erkennbar. Dominiert wird das Bild aber vom wuchtigen Doppelspeichen-Single-Frame-Grill und den großen Luftöffnungen. Optional, nämlich dann, wenn man auf den Bestellzettel sein Kreuzchen beim quattro-Optikpaket macht, gibt es zusätzlich noch rote Akzente in den Frontscheinwerfern, welche trotz LED-Optik nur mit Xenon-Brennern zu haben sind. Außerdem ziert dann ein „quattro“-Schriftzug den Türschweller und der Innenraum bekommt hier und da auch noch ein paar Farbkleckse verpasst. Das – soviel sei hier nun schon vorweggenommen – Konkurrenten seiner Kleinwagen-Hot-Hatch-Klasse aber wohl am häufigsten zu sehen bekommen werden, ist der schwarz lackierte Mittelteil zwischen den Rückleuchten und die vier – jawohl, richtig gehört – Endrohre unter der Heckschürze. Schön wird die Verbrennungsmelodie des Vierzylinders dadurch aber auch nicht: der Klang der vier Endrohre entspricht mehr dem dröhnenden Gebrumme eines Polos der dörflichen Tuningfraktion und im Innenraum versucht ein Sound Symposer mit bassiger Melodie die akustische Fahne hoch zu halten. Immerhin: hier klingt der Motor etwas kratziger, etwas aggressiver, sodass immerhin hier die Akustik stimmt.
Audi S1 Fahrbericht 13 Viperngrün

Es fällt schon auf, gekleckert wird hier nicht, der S1 hat halt auch ein großes Herz – im wahrsten Sinne des Wortes: Der 1.4-TFSI musste dem großen 2-Liter-TFSI aus dem S3 weichen. So ganz am rechten Fleck ist das große Herz aber nicht, liegt es doch weit vorne an der Vorderachse – viel mehr geben die Platzverhältnisse aber auch nicht her und insofern konzentriert sich das üppige Zusatzgewicht von über 100 Kilogramm vor allem dort, wo man es eigentlich nicht haben möchte: nämlich an der Vorderachse. Dem ist man sich auch bei Audi bewusst gewesen und hat einige Hebel in Bewegung gesetzt, um dem Audi S1 dennoch die gewünschte Agilität zuteil werden zu lassen: die Spur an der Hinterachse wurde im Vergleich zum „normalen“ A1 geschrumpft und die bisherige Hinterachse musste einer Vierlenker-Konstruktion weichen. An der Vorderachse gab es modifizierte Schwenklager und zwischen all dem einen quattro-Allradantrieb, der mittels elektronisch gesteuerter Haldex-Kupplung die Antriebsmomente munter zwischen den Achsen hin- und herschieben darf.
Audi S1 Fahrbericht 15 Viperngrün

Weil man sich in Sachen Gewicht wohl selbst schon an der Grenze des noch gerade noch sinnvollen gesehen hat, verzichtete man kurzerhand auch auf das DSG, welches nur noch mehr Zusatzgewicht an der falschen Stelle bedeutet hätte. Die Gänge dürfen also noch ganz klassisch von Hand durch die knackig kurzen und präzisen Gassen gerissen werden, während die Hand dabei einen massiven Aluminium-Schaltknauf umschließt. Der Fahrer ist also ganz Herr über die 231 PS und kann nach Lust und Laune die 370 Nm Drehmoment über die beiden Achsen herfallen lassen. Auch die elektronische Stabilitätskontrolle hält sich auf Befehl zur Gänze aus dem Geschehen raus, lediglich die elektronische „Sperre“ hilft über radselektive Bremseingriffe, die Drehmomente zwischen den Rädern einer Achse zu verteilen – zur mechanischen Variante fehlten dann wohl entweder Konsequenz, Platz oder Luft beim Gewicht. Macht aber nichts, denn das System hält sich überraschend stark zurück, kommt auch auf schwedischem Eis nicht in Versuchen, die Scheiben bunt zu bremsen und greift nur dann ein, wenn der Fahrer mit maximalen Lenkeinschlag und hartem Gaseinsatz signalisiert, dass die momentane Fahrtrichtung trotz kräftigem Drehmomenteinsatz an der Hinterachse noch immer nicht dem Richtungswunsch entspricht.

Häufig kommt das nicht vor, denn macht man die Lenkung erst einmal zu und lässt mit einem beherzten Gasstoß die Drehzahl in die Höhe schnellen, sorgt die Haldex-Kupplung für schlagartigen Kraftschluss an der Hinterachse. Kurzem Radstand sei Dank schnellt das Heck des S1 schneller herum, als der Fahrer „Driftwinkel“ sagen kann. Auf trockener Straße sorgt das System für herausragende Traktion. Ob jetzt auf der Geraden, wo der Audi S1 noch ganz den Turbomotor spielen darf und nichts von sanftem Ladedruckaufbau wissen will, oder wenn man aus engen Ecken herausbeschleunigt: der Allrad reagiert blitzschnell und lässt kein einziges der 231 Pferdchen im Regen stehen.
Audi S1 Fahrbericht 19 Viperngrün

Apropos im Regen stehen lassen: eine Familienkutsche ist der S1 auch als Sportback nicht. Im Fond ist höchstens für die ganz kleinen noch Platz und der Kofferraum ist auch nicht unbedingt der Rede wert. Aber immerhin für die ersten Jahre mit dem Nachwuchs im Haus könnte der geneigte Familienvater mit dem S1 noch seinen Spaß haben. Zudem ist der Audi S1 dank serienmäßiger adaptiver Dämpfer auch für längere Strecken zu gebrauchen. Denn bequem und in der garantiert richtigen Sitzposition sitzt man im S1 auf jeden Fall, das Audi drive select also auf „Comfort“ gestellt und schon wird der S1 für die Autobahn fit gemacht. Und sowieso lässt sich Audi beim Interieur nicht lumpen. Die Verarbeitung ist in jeder Hinsicht perfekt. Keine scharfe Kante, kein Grat, keine unschönen Spalten und keine nervigen Geräusche – Verarbeitung wie sie Teile der deutschen Konkurrenz selbst eine Fahrzeug- und zwei Preisklassen höher nicht auf die Reihe bekommt. Zwischen den S-typisch grau hinterlegten Rundinstrumenten findet sich zwar noch das etwas altbacken anmutende schwarz/weiße Pixelmatrix-Display und das MMI ist auch nicht die neueste Version, funktional lässt aber keines der beiden Systeme irgendwelche Wünsche offen.

Bleibt abschließend noch zu klären, ob der Audi S1 denn wirklich seine knapp unter bzw. knapp über (Sportback) 30.000 € wert ist? Und sofern man sich nicht auf ein familientaugliches Fahrzeug versteift, ist die Frage mit einem deutlichen „Ja“ zu beantworten. Dafür gibt es drei ganz einfache Gründe, die den S1 von seinen sportlichen Konkurrenten im Kleinwagen-Segment abheben: da wäre erstens natürlich der Allradantrieb, den sonst niemand zu bieten hat. Zweitens sind alle Konkurrenten, seien sie nun aus Frankreich oder gar aus dem eigenen Konzern, doch sehr selbstbewusst bepreist und verlangen vom Käufer nicht viel weniger nötiges Kleingeld. Und an dritter Stelle haben wir da vor allem den Motor: einen 2-Liter-Motor im Kleinwagen mit einem unverschämten Maß an Leistung. Und dann fällt einem auf, dass der Motor im S3 gar über 300 PS zu leisten im Stande ist. Gedankenspiele mit dem ein oder anderen Chiptuner im Hinterkopf beginnen, das passende Chassis ist vorhanden und Sorgen um Traktion gibt es auch keine. Wenn der Audi S1 nicht ohnehin schon ein gutes Paket ist, er lässt sich einfach zu einem noch besseren machen. Der Kampfpreis ist schließlich schnell mit den nicht unbedingt umwerfenden Verkaufszahlen des A1 zu erklären. Die Zeichen stehen gut, dass sich das mit dem S1 ändern könnte.

Fahrbericht und Fotos stammen von Sebastian Bauer. Seinen eigenen Blog findet man unter passiondriving.de

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