Test: Kia SOUL EV

Man muss nicht unbedingt anders sein, um mal etwas anderes zu fahren. Man muss auch nicht auf etwas verzichten, wenn man sich mal anders entscheidet. Man muss auch nicht wirklich schräg sein, wenn man mal eine Kombination wählt, die erst einmal schräg erscheint. Wie der Kubus von KIA, der SOUL und dann auch noch als E-Variante.

Fahrbericht: KIA SOUL EV

E-mobil mit Kante

Seit einiger Zeit hat KIA eine besondere Variante des ohnehin schon völlig andersartigen SOUL im Angebot. Eine rein elektrische Variante. Dass der eckige SOUL bereits eine gänzlich schräge Alternative zu den Klassikern darstellt, war uns nach dem Test der Benzin-Variante klar. Dass es noch cooler geht – sollte dann nach den zwei Wochen mit der E-Version feststehen. Pfiffig nennen ihn die einen. Einen Stadtwagen die anderen. Wir sagen: Eine theoretische Reichweite von über 200 Kilometern ist schon einmal ein guter Anfang! Und nein, es ist weder ein Stadtrandauto, noch ein reines Stadtmobil. Es ist Pendler-Glück!

Unauffällig auffällig?

Auffällig war, wie unauffällig der Soul EV zu sein scheint. Neugierige Blicke von Schülern am Straßenrand: Fehlanzeige, sonstige Hingucker – nada. Dabei ist der in hellblau und weiß lackierte Koreaner eine durchaus auffällige, fast schon optisch laute Erscheinung. Dass er elektrisch fährt, merkt der Passant natürlich nicht. Auch andere Autos stehen an der Ampel, ohne dass der Motor läuft und bewegen sich leise durch verkehrsberuhigte Zonen. Bei letzterem offenbart der Soul die gleiche Schwäche wie seine herkömmlich angetriebenen Pendants. Man hört ihn eben einfach nicht kommen. Das Fahrwerk des Soul ist straff und dem Abrollkomfort tun die 18-Zoll-Leichtmetall-Räder des Testwagens auch nicht wirklich gut. Dafür die im Keller des Soul platzierten Batterien. Tiefer Schwerpunkt, und so.

Null Emissionen, 100 Prozent Lifestyle

Der Elektromotor leistet 110 PS (81,4 kW) und verfügt über 285 Nm Drehmoment. Angetrieben werden, über ein Reduktionsgetriebe, die Vorderräder. Dass E-Autos agil sind – es hat sich herumgesprochen. Und auch den SOUL EV mag man gerne im Stop-und-Go bewegen. Bei der Reichweite stehen „bis zu 212 Kilometer“ auf der Habenseite des E-Soul. Seine Power speichert der Soul in einer Lithium-Ionen-Polymer-Hochleistungsbatterie, die Kia zusammen mit SK Innovation entwickelt hat. Der Akku baut auf Batteriezellen mit einer Energiedichte von 200 Wh/kg. Seine Kapazität beträgt 27 kWh.

11,2 auf 100 und 145 km/h Top-Speed

Den Kia SOUL EV kann man entweder mit dem serienmäßigen On-Board-Charger (6,6 kW Wechselstrom) an einem entsprechenden 230-Volt-Anschluss in nur vier bis fünf Stunden voll aufladen, oder, wenn die Zeit drängt, per ChaDeMo laden. Hier lässt sich der Akku an einer 50-kW-Schnellladestation in nur 33 Minuten zu 80 Prozent aufladen (nur Version Play). An 100-Kilowatt-Stationen, die es bisher in Deutschland nur vereinzelt gibt, verkürzt sich diese Ladezeit auf 25 Minuten.

Ökopunkte für das Karma

Die Ökopunkte vergibt der Bordcomputer, um den Fahrer zu gelassenem und sparsamen Umgang mit den Ressourcen zu erziehen. Nutzt man die Stellung „B“ des Getriebes, bremst der Soul EV bei jedem Gaswegnehmen stark ab und führt die so per Generator erzeugte Energie in die Batterie zurück. Bleibt man faul in der Automatikstufe „D“, wird weniger gebremst und entsprechend kleiner fällt der Umkehrschub in den Speicher aus. Normales Fahren im Rahmen der urbanen Tempolimits inklusive längeren Wartephasen an roten Ampeln, Schritttempo und ein paar sehr beherzte Sprints an noch gelben Ampeln resultieren in zwei kümmerliches Punkten auf der durch einen grünen Baum symbolisierten Öko-Skala im mittigen 8-Zoll-Display. Man kann wohl auch acht Punkte erzielen. Dazu bedarf es nur ein wenig „Ehrgeizes“.

Unfassbar gut mittlerweile: Das gesamte Look & Feel des KIA Soul. Das Infotainment-System überzeugt mit umfassender Informationswut bei gelungener UX-Logik. Die Materialien im Innenraum wirken zudem gut verarbeitet und wertig. Dass man hier einen Koreaner fährt – eher unwirklich. Jede Fahrt im SOUL EV wird zur Offenbarung. Mehr braucht es eigentlich nicht. Selbst die im Alltag realistischen 160 km reichen aus. Wenn in der nächsten Generation die Energiedichte des Akkus ebenso steigt wie bei den Mitbewerbern, dann stehen auch 300 km nicht mehr zur Debatte. Und warum genau sollte man dann noch zur Benzin-Variante greifen?

Noch mehr Karmapunkte

Apropos überzeugend: Bei der Ausstattung lassen sich die Koreaner nicht lumpen. Von Klimaanlage über Navi bis zur Rückfahrkamera ist ab Werk schon alles an Bord. Einziges wählbares Extra ist ein Komfortpaket für 990 Euro. Es beinhaltet Sitzbezüge in Teilleder, Sitzbelüftung vorn, Sitzheizung hinten und Parksensoren. In Sachen Klimatisierung hat sich Kia einiges einfallen lassen. So ermöglicht es die Automatik, nur den Fahrersitz zu kühlen, beziehungsweise zu temperieren, wenn nur dieser besetzt ist. Und zugunsten des höheren Wohlfühlfaktors sind Sitz- und Lenkradheizung serienmäßig. Das Heizelement kann man zugunsten von mehr Reichweite ausschalten, ohne die Lüftung zu beeinträchtigen. Dazu sollte man allerdings sommers wie winters die richtige Temperatur schon vorwählen, wenn das Auto noch am Ladekabel hängt.

Fazit:

Der KIA SOUL EV ist eine Demonstration dessen, warum es sich lohnt, mal abseits der Trampelpfade zu denken. Der kantige Kasten bietet ein sagenhaftes Raumgefühl, eine tolle Ausstattung, eine gute Verarbeitung und dazu das „gewisse Extra Andersartigkeit“ und kombiniert es in der Elektro-Version mit einem Auto, das man mit null Emissionen bewegen kann. Wer den Strom vom eigenen Hausdach zapft, der sollte schneller als bisher umdenken – out of the Box – sozusagen!

[notification type=“notification_mark“ ]Das ideale Auto für:

Karma-Punkte-Jäger
[/notification]

[notification type=“notification_info“ ]

Weil anders auch gut sein kann

Alternative zu: BMW i3, Nissan Leaf, Renault ZOE
Passt zu: Eigenheim-Besitzern und Pendlern mit Stromanschluss am Parkplatz.
Das überzeugt: Dass Andersartigkeit so „normal“ sein kann. [/notification]

Alle technischen Daten des KIA SOUL EV:

Der Fahrzeugschein für den KIA SOUL EV:

Technische Daten
SOUL EV
Grundpreis 28.890 – 30.790 €
Außenmaße Länge x Breite x Höhe 4.140, 1.800, 1.593 mm
KofferraumvolumenVDA 281 – 891 L
Hubraum / Motor E-Motor / Li-Polymer Akku
Leistung 81,4 kW / 285 Nm
Höchstgeschwindigkeit 145 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,2 s
Verbrauch 14.7 kW/h 100 km
Testverbrauch 17.1 kW/h 100 km

[notification type=“notification_info“ ]Stand vom 01.12.2016[/notification]

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Alle Fotos: Diana Habegger
Aktuelle Suchanfragen:

Riskiert ’ne dicke Lippe – Der Kia Sportage (2016) im Test

Hipster fällt einem sofort ein. Fashion-Victim, eventuell auch. Der neue Sportage ist KIA Antwort auf zurückhaltende SUV, der Sportage ist alles – nur nicht mehr dezent. Dafür sorgt seine prägnante Schnauze mit der auffällig dicken Lippe.

Fahrbericht: Kia Sportage

Dicke Lippe riskiert, und sonst so?

Es gibt da diese konservative SUVs, wie einen VW Tiguan oder einen Seat Ateca, die mit bulligem Auftritt überzeugen wollen – es dabei aber nicht übertreiben. Und es gibt diese unverblümt verspielten, wie den Nissan Juke, der sich, zumal im B-Segment beheimatet, komplett von der Gelände-Optik entfernt hat. Zu letzteren gehört die neue Generation Kia Sportage. Neben dem neuen Design bietet der Koreaner nun auch mehr Platz und diverse technische Updates – aus dem Sportage ist ein modernes Kompakt-SUV geworden, wie ein zweiwöchiger Test in der Redaktion von mein-auto-blog zeigte.

Strammer Max

Waren die Vorgängermodelle eher bieder, so hat sich der aktuelle Sportage zu einem strammen Burschen entwickelt. Von vorn wirkt der Hochbeiner nun ausdrucksstärker, zum einen durch den im Stil der Marke ausgeformten Kühlergrill, zum anderen dadurch, dass die leicht nach hinten gezogenen Leuchten nun weiter oben positioniert sind und die Motorhaube stärker konturiert ist. Insgesamt ist der Sportage stärker modelliert und wirkt dynamischer und weniger rundlich. Mit dem Design will er sich nicht nur von seinem eher konservativ gezeichneten Konzernbruder Hyundai Tucson abgrenzen, sondern vor allem vom Segments-Primus VW Tiguan.

Herzhaft lebendig greift der im Testwagen montierte 2,0-Liter-Diesel (ab 29.190 Euro in der dritten Ausstattungsstufe „Vision“) zu. Seine 136 PS und 373 Nm Drehmoment sind im Alltag absolut ausreichend, zu viel Temperament sollte man von dem Selbstzünder jedoch nicht erwarten. Zudem geht ihm bei höheren Geschwindigkeiten etwas die Puste aus (Vmax: 186 km/h). 4,9 Liter soll der Diesel verbrauchen, im Test nahm er sich etwas über sechs Liter. Zum Spritsparen hat sicher beigetragen, dass der Sportage nur über die Vorderräder angetrieben wurde. Allrad wird nur in Kombination mit den stärkeren Motoren angeboten und ist ausschließlich beim stärksten Selbstzünder Serie.

Sanfter Kamerad

Die Kombination des gemütlichen Diesels, der langen Schaltwege des 6-Gang-Schaltgetriebes und der eher komfortablen Fahrwerks-Abstimmung wollen nicht so recht zur sportlichen Optik passen – hier ist der Sportage eben ganz SUV. Der Koreaner ist ein Auto für längere Fahrten.  Dazu trägt unter anderem der gut funktionierende Spurhalte-Assistent bei. Er fängt das Fahrzeug nicht erst mit hektischem Lenkeingriff ein, kurz bevor es über die Linie zu fahren droht, sondern hält den Sportage meist recht mittig in der Spur. Sogar Autobahnkurven durchfährt das SUV so souverän, während der Fahrer seine Hand locker auf dem Lenkrad liegen hat. Darüber hinaus kann der Koreaner mit weiteren aktuellen (ebenfalls aufpreispflichtigen) Assistenzsystemen ausgestattet werden, zum Beispiel Querverkehrswarner, Verkehrszeichenerkennung, Totwinkel-Warner oder autonomen Notbremsassistent.

Um das Kapitel Assistenzsysteme perfekt abzuschließen, fehlt dem Sportage aber ein attraktiver Helfer: Der adaptive Tempomat, der neben der Geschwindigkeit auch den Abstand zum Vordermann hält. Ab der zweiten Ausstattungsstufe ist zwar eine einfache Geschwindigkeitsregelanlage Serie, das aufwendige, nicht nur für Vielfahrer sehr praktische Adaptiv-System ist aber nicht erhältlich.

Auch die vielen Knöpfchen am optionalen Multifunktionslenkrad und in der Mittelkonsole wirken nicht ganz so durchdacht verteilt, wie man es bei dem ansonsten positiven Eindruck erwarten würde. Darüber hinaus erlaubt sich der Sportage im Innenraum keine Patzer: Sachlich-schlichte Einrichtung mit ein paar silberfarbenen Details aufgehübscht (optional ist mehr Schick drin), gut ablesbare, analoge Instrumente, bequeme Sitze und ausreichend Platz auch in der zweiten Reihe. Das ist dem Längenzuwachs von vier Zentimetern auf 4,48 Meter zuzuschreiben, wodurch auch das Kofferraumvolumen auf 503 Liter (maximal 1.492 Liter) gewachsen ist.

Schon die Basisversion „Attract“ ist annehmbar ausgestattet. Wer zum Lockpreis von 19.990 Euro – Kia hat den Preis um rund 600 Euro unter die 20.000er-Marke gesenkt – bestellt, fährt in Sachen Ausstattung kein Verzichtmodell. Allerdings ist ausschließlich der 1,6-Liter-Einstiegsbenziner mit 97 kW/132 PS und Frontantrieb in dieser Ausstattung zu haben. Klimaanlage, Radio, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie elektrische Fensterheber und Außenspiegel sind immer an Bord. Das serienmäßig in der Höhe und Weite verstellbare Lederlenkrad hilft zusammen mit dem ebenfalls immer höhenverstellbaren Fahrersitz, eine wirklich bequeme Fahrposition zu finden. Auch praktisch: Geteilte Rückbank und in der Neigung verstellbare Rücksitzlehne muss man nicht extra hinzubuchen. Nachteil: Optional sind überhaupt keine Extra-Wünsche verfügbar, auf Sitzheizung oder Freisprecheinrichtung muss man verzichten.

Umfassend ausgestattet ist die Version „Spirit“, die in Kombination mit dem Einstiegsmotor allerdings rund 9.000 Euro mehr kostet als das Basismodell. Den im Test gefahrenen mittleren Dieselmotor gibt es ausschließlich in der mittleren Ausstattung „Vision“ und der höheren Option „Spirit“. Ein guter Kompromiss zwischen Komfort und Kalkulation bietet „Vision“, die mit 29.190 Euro gut 4.000 Euro günstiger ist als die nächst höhere Ausstattungslinie, aber trotzdem wichtige Extras an Bord hat: Sitzheizung vorn und hinten, Freisprecheinrichtung, Navi mit 7-Zoll-Monitor, Multifunktionslenkrad, Tempomat und Rückfahrkamera. Daneben sind einige Assistenzsysteme Serie wie Fernlicht-Assistent, Verkehrszeichenerkennung oder der oben genannten sehr komfortabel arbeitenden Spurhalteassistent mit Lenkeingriff. Zudem kann man „Vision“ mit diversen Ausstattungspaketen kombinieren.

Fazit:

Der Kia Sportage mag ein wenig merkwürdig dreinschauen, aber er macht vieles richtig. Mit seiner modernen Herangehensweise ist er ein ernstzunehmender Kandidat für etablierte Bestseller im Wettbewerbsumfeld – wenn auch noch etwas Luft nach oben ist. Und auch im Wiederverkauf ist die Prognose positiv: Die Marktbeobachter von Bähr & Fess prognostizieren dem getesteten Diesel-SUV in drei Jahren einen Restwert von 58,5 Prozent, mehr als beispielsweise einem vergleichbaren Nissan Qashqai..

[notification type=“notification_mark“ ]Das ideale Auto für:

Mamis Wunsch nach einem SUV.
[/notification]

[notification type=“notification_info“ ]

Sieht anders aus

Alternative zu: Nissan Qashqai, Ford Kuga, Mitsubishi ASX
Passt zu: Sicherheitsbewusste SUV-Käufer, die kein Allrad benötigen.
Das überzeugt: Umwerfend gute Verarbeitung und Materialwahl mittlerweile. [/notification]

Alle technischen Daten des Kia Sportage im Überblick:

Der Fahrzeugschein für den Kia Sportage 2.0 crdi 2WD

Technische Daten
Sportage 2.0 crdi 2wd
Grundpreis 37.850 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4480, 1860, 1640 mm
KofferraumvolumenVDA 503 bis 1492 L
Hubraum / Motor 1996 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 100 kW /136 PS (373 Nm)
Höchstgeschwindigkeit 186 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,3 s
Verbrauch 4,9 L/100 km
Testverbrauch 6,8 L/100 km

[notification type=“notification_info“ ]Stand vom 01.12.2016[/notification]

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Alle Fotos: Diana Habegger

Ssangyong Tivoli Black+White – Kontrastreiche Koreaner

Ssangyongs Kompakt-SUV Tivoli ist ab sofort als Sondermodell Black+White zu haben. Auffälligstes Merkmal der mindestens 23.000 Euro teuren Ausstattungsvariante ist die zweifarbige Außenlackierung. Bei schwarzer Grundfarbe sind Dach und Außenspiegel weiß, beziehungsweise umgekehrt. Zusätzlich gibt es 18-Zoll-Räder, wahlweise in Silber oder in Schwarz.

Das auf dem mittleren Ausstattungsniveau Quartz basierende Sondermodell hat Ssangyong mit einigen weiteren Ausstattungsdetails angereichert. So bietet der Tivoli Black+White zusätzlich einen Kollisionsverhinderer, beheizbare Vordersitze, Navigationssystem, Parkpiepser vorn und hinten sowie ein beheizbares Lederlenkrad.

Günstigster Tivoli Black+White ist die Version mit 94 kW/128 PS starkem 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner und Frontantrieb. Mit 85 kW/115 PS starkem 1,6-Liter-Vierzylinderdiesel werden für die 2WD-Version 25.500 Euro fällig, die 4WD-Variante kostet 27.500 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

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Test: KIA Optima Limousine

Bereits seit 2011 versucht KIA im dominant deutsch umkämpften D-Segment mitzuschwimmen. Mit der Marke von 300.000 verkauften Einheiten weltweit im Jahr 2015 im Gepäck kommt der koreanische  Autobauer sehr selbstbewusst daher.
Mit der für Europa zweiten Generation erhält der Optima ein neues Design und verspricht mit einer hochwertigeren Basisausstattung sowie der für KIA üblichen 7-Jahres-Garantie sowohl im Privatkunden- als auch im Geschäftskundenbereich mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Mit seinem Business-Charme und zwei Motorisierungen startete der Optima im Januar 2016 weiter durch. Den Einstieg bildet die Limousine bei einem Preis von 24.990 Euro.

KIA Optima 1.7 CRDI DCT Spirit

Business Liner aus Korea
Mittelklasse Limousine mit viel Komfort
Mittelklasse-Limousine mit viel Komfort.

Mit viel Komfort Punkte sammeln

Äußerlich als sportlicher Businesstyp auftretend, gibt sich der KIA Optima in Sachen Interieur einfach und übersichtlich. Ambiente, Verarbeitung und verwendete Materialien wirken sehr hochwertig. Beim Einsteigen und Schließen der Türe fährt der elektrisch verstellbare Fahrersitz in die zuletzt gespeicherte Sitzposition. Dies erleichtert sowohl den Ein- als auch den Ausstieg. Die Sitzposition auf den langstreckentauglichen Sitzen weist einen nahe am Schwerpunkt der Limousine liegenden Hüftpunkt auf. Fahrer- und Beifahrersitz bieten zudem 8-fache Verstellmöglichkeiten und sehr guten Seitenhalt. Für Beinfreiheit im Fond ist gesorgt. Selbst groß gewachsenen Insassen ist ein stressfreies Reisen auf den Rücksitzen gegönnt. Instrumenteneinheit und Bedienung sind bereits beim ersten Eindruck selbsterklärend und wirken nicht überladen. Eine gewisse Dominanz schafft der Sieben-Zoll-Touchscreen, der dem Fahrer zugeneigt ist. Wie auch schon die Mitbewerber richtet KIA einen eigenen Multimedia Dienst (KIA Connected Services) ein, um den Kunden nachhaltig zu bedienen. Das Manövrieren beim Parken und schnellem Lastwechsel des mit einer Länge von 4,86 Metern doch vergleichsweise großen Fahrzeuges ist bei der direkten und präzisen Lenkung sehr leichtgängig. Dank neuer Geometrie und Software-Kalibrierung erhalten wir auch mehr Rückmeldung auf Geraden und in langgezogenen Kurven gleichermaßen. So macht der 4-Türer auch beim Geradeauslauf eine sehr gute Figur.

Diesel mal sehr geräuscharm

Setzt man sich hinters Steuer und drückt den Startknopf, so hört man den 1.7 Liter Diesel mit seinen 104 kW (141 PS) leise nageln. Das Sieben-Stufen-Direktschaltgetriebe (DCT) bringt die 1,7 Tonnen schwere Limousine zwar etwas verzögert, aber sehr zügig in Bewegung. Das speziell für die von uns getestete Dieselversion angebotene adaptive Fahrwerk beweist ein um das andere Mal seine Leistungsfähigkeit beim Neutralisieren von Straßenunebenheiten und Schlaglöchern. Die Dämpferkraft für jedes einzelne Rad regelt das System über den in der Mittelkonsole positionierten Knopf unterschiedlich. Hier können die Modi „Sport“ oder „Normal“ gewählt werden. Der Optima zeigt beim „Sport“-Modus merklich mehr Stabilität. Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 4,4 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis nicht ganz zu schaffen. Unser Testwagen verlangt gut 5,9 Liter. Das ist aber dennoch ein bemerkenswert guter Wert für ein Fahrzeug wie den Optima. Überhaupt: der Antrieb des Koreaners liefert kräftige 340 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1750 und 2500 Umdrehungen pro Minute. Diese Kraft lässt das Fahrzeug in 11,0 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 203 km/h drin.

Leistungsstark und Geräuscharm, der 1.7 Liter Diesel aus dem Hause KIA
Leistungsstark und geräuscharm, der 1.7 Liter Diesel aus dem Hause KIA.

Geizt nicht mit Fahrsicherheitssystemen

KIA arbeitete nicht nur an der Fahrleistung des Fahrzeuges. Es wurden die bereits zum Standard eines D-Segment Fahrzeuges üblichen Sicherheitssysteme gleichermaßen überarbeitet und optimiert. So kommen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (ACC) inklusive Frontkollisionswarner und autonomen Notbremsassistenten (AEB) mit Fußgängererkennung ebenso zum Einsatz wie eine Gegenlenkunterstützung und Berganfahrhilfe. Je nach Ausführung und Ausstattung können einige kamera- und radarbasierte Assistenzsysteme geordert werden. Im Portfolio sind hier ein Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff (BSD), ein Querverkehrswarner (RCTA) zur Erkennung von Fahrzeugen im toten Winkel und eine Verkehrszeichenerkennung für Geschwindigkeitsbegrenzung (SLIF).

Alle Fahrsicherheitssysteme onboard - klar strukturiertes Cockpit
Alle Fahrsicherheitssysteme onboard – ein klar strukturiertes Cockpit.

Preisliste

Die Optima Limousine, die es ausschließlich als Fronttriebler gibt, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bietet KIA einen 2.0-Liter Benziner mit 163 PS und Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Die Dieselmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.7 CRDi mit der Leistungsstufe 104 kW (141 PS) und Sechsgang-Schaltgetriebe bzw. Sieben-Stufen-Direktschaltgetriebe auf. Der Basispreis beläuft sich hier auf 29.990 Euro. Generell sind die drei Varianten „Edition 7″ , „Vision“ und „Spirit“ sehr großzügig ausgestattet. Die Preisunterschiede zwischen den drei Ausstattungslinien sind mit € 2.700 zwischen „Edition 7“ und „Vision“ sowie € 4.000 zwischen „Vision“ und „Spirit“ moderat gehalten.

Business - Limousine mit chic
Business – Limousine mit Chic.
Fazit:

Alles in allem trifft der Optima das Wort „Business-Liner“ sehr gut. Zudem ist die Kombination zwischen Preis-/Leistungsverhältnis, Fahrdynamik und Design mit nettem Lifestyle Look sehr gut gelungen.

Effizienter Diesel mit viel Power
Effizienter Diesel mit viel Power

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

KIA

Optima 1.7 CRDI DCT Spirit

Motor R4, Diesel, Turbo
Hubraum 1.685 ccm³
Leistung 141 PS @ 4.400 U/min
Kraft 340  Nm @ 1.750 – 2.500 U/min
Getriebe 7-Stufen-Direktschaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.855, 1.860, 1.465   mm
Radstand 2.805 mm
Leergewicht 1.720 kg
Wendekreis 10,90 m
Höchstgeschwindigkeit 203 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,0 sec
Normverbrauch 4.4 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 5.9 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 4.8 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.5 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Test: Hyundai i30 Turbo – Der „Nicht-GTI“

Erinnern Sie sich an das Baumarkt-Tuning vor 20 Jahren? Oder sind es schon 30? Da gab es diese Turbo-Schriftzüge – nicht nur im Baumarkt – aber vor allem dort. Flugs diese Plastik-Klebebuchstaben gekauft, auf die Heckklappe damit und vor der „Disco“ wurde dann der Parkplatz zur Promenade. Alleine der Schriftzug, 30 PS Plus und von der Ampel weg, nur mit quietschenden Reifen, wegen der vielen Leistung und so.

Test: Hyundai i30 Turbo

Ist das kein GTI?

Bei Hyundai geht man einen völlig gegensätzlichen Weg. Die Sache mit dem Turbo, die macht man nicht für die Show, die macht man, weil es gut ist. Moderne Turbomotoren sind schon lange keine Tuning-Aggregate mit Dampf bis zum Abwinken und ebenso viel Durst. Der Turbo gehört zum Benziner wie Wasserstoff-Peroxyde zum Discoabend auf dem Land. Bei Hyundai hat man nun einen Turbo, der geht, sich aber im Respektabstand zur GTI-Fraktion aufhält. Denn beim i30 Turbo geht es nicht um die Antwort auf die GTI-Frage, sondern mehr um den klassischen GT.

Test Fahrbericht 073 Hyundai i30 Turbo schriftzug

Es scheppert noch immer nicht

Es war der inzwischen nicht mehr im Amt tätige Martin Winterkorn und Ex-Oberste-VW-Lenker Winterkorn, der dem Hyundai i30 eine besondere Solidität bescheinigte! „Do scheppert nix“ sprach es, als er den Hyundai 2011 auf der IAA unter die Lupe nahm. Er bezog es auf die Verstellung der Lenksäule und deren mechanische Fixierung. Es wurde zum Synonym der Qualität bei Hyundai. Und auch wenn der Turbomotor sich nicht an den GTI-Pfunden von VW orientiert, die Qualität und Haptik tut es. Bei geschlossenen Augen wähnt man sich schon lange nicht mehr in einem „billigen Koreaner“.

Der Hyundai i30 ist ein Paradebeispiel für die „sieben Meilenstiefel“, mit denen sich Hyundai auf den Weg gemacht hat, dem „Deutschen Alleskönner“ und „Immer-Gewinner“ das Leben schwer zu machen.

Im Hyundai i30 Turbo kommt zur soliden Verarbeitung noch ein wenig Make-Up. Rote Wangen an den Sportsitzen, ein Schaltknauf mit rotem Inlay, ein rot eloxierter Ring rund um den Startknopf. Ein paar Alupedale und rote Nähte. Nein, ein GTI will er nicht sein. Kann er gar nicht mit seinem 1.6 Liter Turbomotor.

Test Fahrbericht 071 Hyundai i30 Turbo front schräg vorne

Turbo-Druck? Nicht ganz.

186 PS waren mal beeindruckend. Damals. Als man Turbo-Schriftzüge im Baumarkt kaufte. Heute ist es eine minder beeindruckende Leistungsangabe. Hyundai hat den neuen 1.6 Liter Turbomotor sicher nicht „ausgewürgt“. Es geht um vernünftige Leistung, solides Drehmoment und das Ganze soll im Alltag nicht den Durst eines russischen Seemanns toppen. Mit den NEFZ-Wert von 7.3 Litern würde man das auch beweisen.

Wir haben den Hyundai i30 nicht an die Grenzen gebracht. In einer von uns üblicherweise gefahrenen Normrunde haben wir das Drehmoment von 265 Nm genutzt und sind den i30 Turbo eher schaltfaul und gelassen gefahren. Dass man so unter die 8.0 Marke rutscht, hat uns der i30 bewiesen.

Auf den kurvigen Straßen des Spessarts haben die direkt abgestimmte Lenkung, die präzise Abstimmung der Vorderachse und das sehr ausgewogene Verhalten der Dämpfer-Federelemente überzeugt. Man kann den i30 Turbo zügig bewegen, wenngleich der Turbomotor ab 4.000 u/min zugeschnürt wirkt. Aber da ist eben wieder die Einschränkung: Der i30 Turbo ist kein GTI.

Er ist aber auch kein Blender mit einem Turbo-Schriftzug aus dem Baumarkt. Der 1.6 er Turbomotor sorgt für souveräne Fahrleistungen in der Golf-Klasse. Mehr muss ein guter GT nicht drauf haben!

Der 1.6 Liter Turbomotor - ein GT, kein GTI!
Der 1.6 Liter Turbomotor – ein GT, kein GTI!

Und er hat noch etwas anderes gezeigt

Turbo muss nicht bedeuten, den „dicken Max“ raushängen lassen zu wollen. Turbo ist heute ein Synonym für „Effizienz“. Der I30 Turbo besticht durch eine GT-Abstimmung des Fahrwerks, eine solide Verarbeitung, der Erfüllung von Wolfsburger-Qualitätsstandards und dem Spaß an ein wenig „Show“.

Dass sich das Keyless-Go System in der Nacht zu erkennen gibt, die Spiegel klappen aus, die kleinen Umfeldbeleuchtungen gehen an, wenn man mit dem Schlüssel in der Tasche in die Nähe kommt – es wirkt nach Premium. Und es wirkt mehr als nur sympathisch.

Zwei Endrohre am Heck, ein roter Zierstreifen und der Turbo-Schriftzug. Es ist schlicht nicht seine Welt. Er ist viel mehr ein solider Kompakter, gut ausgestattet, mit einem guten Navigationssystem und viel Komfort- dazu ein moderner Motor. Die „Turbo-Show“ führt zu einer Erwartungshaltung, die der i30 nicht erfüllen kann. Das ist schade. Macht den i30 Turbo in der Summe seiner Eigenschaften aber nicht zu einem schlechten Auto!

Hyundai i30 Turbo fahrbericht test

Fazit zum Hyundai i30 Turbo

Bequeme Sitze, ein gut abgestuftes Sechsgang-Getriebe, eine solide Vorstellung beim Thema „Turbomotor“ und ein Fahrwerk mit geglückter Balance. Was will man eigentlich mehr? Wer mehr GTI will, der muss den GTI wählen. Das Original oder alternativ einen Honda Type-R? Der Hyundai i30 erinnert mich in bester Manier an den „alten Golf GT“. Nur mit einer umfangreichen Ausstattung und einer Serien-Ausstattung ,die kaum noch Wünsche offen lässt. Der Basis i30-Turbo kostet 23.850 € – dafür gibt es bei VW nur einen Polo GTI – alternativ einen VW Golf mit 1.4 Liter TSI-Motor und 125 PS.

Soviel auch zu der Frage, wie viel „GTI“ muss der i30 denn eigentlich sein?

Wer zum Basis i30 Turbo noch das Radio-Navisystem mit Rückfahrkamera ordert und das „Smart-Key-Paket“, der bekommt viel Qualität, eine gute Ausstattung und „GT-Feeling“ für 25.900 € – nach Liste!

 

Technische Daten:
Hersteller: Hyundai
Typ: i30 Turbo
Karosserie: Kompaktwagen
Motor: Vierzylinder-Turbo-Benzin-Direkeinspritzer
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Antrieb: Front
Hubraum: 1.591 ccm
Leistung: 186 PS (137 kW)
Drehmoment: 265 Nm
0 auf 100: 8,0 s
Vmax.: 219 km/h
Verbrauch – NEFZ: 7,3 Liter
CO2-Ausstoß – NEFZ: 169 g/km
Kofferraumvolumen von: 378 Liter
bis: 1.316 Liter
Gewicht: 1.367 kg
Maße: 4.300 / 1.780 / 1.470 mm
Preis: 23.850 EUR
Aktuelle Suchanfragen:

Test: KIA Soul 1,6 GDI – Alles cool?

Dieser KIA ist einmal etwas völlig anderes und das sieht man den Blicken der Mitmenschen an. Der SOUL erntet so viele Blicke wie sonst nur ein sportliches Cabrio oder ein fetter Geländewagen. Aber es schwingt kein „Sozial-Neid“ im Blick mit. Aufmerksamkeit tut ihm gut, denn der knuffige Kasten ist ein Außenseiter, den man mal ins Rampenlicht stellen sollte. Ein „irgendwie“ Kompakter, ein SUV oder doch ein Kombi? Ein Kubus auf jeden Fall. Ein Fahrbericht zu einem Auto, das anders ist. 

Coole Kiste oder Mini-SUV?

Test KIA Soul 1.6 GDI

Fahrbericht Test100 KIA SOUL 2

Es ist die zweite Generation des KIA-SOUL. Man glaubt es kaum, sieht man den Wagen doch so selten auf unseren Straßen. In den USA ist das etwas anderes, da gilt der SOUL als trendiges, hippes und für den urbanen Alltag spezifiziertes Charakter-Fahrzeug. Bei uns will KIA den SOUL „irgendwie“ auch als SUV verstanden wissen. Was jedoch keinen Sinn ergibt. Der SOUL hat weder Allrad noch wirklich viel Bodenfreiheit. Er hat mehr als ein simpler Kompakter aus der Golfklasse, aber alles am SOUL schreit nach der Straße und nichts nach dem Offroad-Park.

Mitte 2014 eingeführt, spielt der SOUL irgendwo mit in der Liga zwischen einem Kompakten, einem Mini-Van und einem Kombi. Sein Design ist außergewöhnlich und vor allem: Anders. Die Lackierung des Testwagens im satten und strahlenden Gelb wird von den klavierlackschwarzen Verkleidungen umgarnt. Auch die sonst matten Kunststoff-Elemente wurden in Klavierlack gehüllt und wirken edel. Am Heck umspielt ein herausgeformter Stoßfänger zwei Nebelschlussleuchten, die aussehen, als wären sie ursprünglich für den Raketenantrieb gedacht. Und die Steilheckklappe verdient ihren Namen auch wirklich.

Die Form der Seitenlinie wird vom schwarzen, nach hinten schmaler zusammenlaufenden Fensterband dominiert. Dank schwarzer A-Säulen wirkt das Dach, als hätte man dem SOUL eine Kappe aufgesetzt. Peppig, sportlich und witzig waren die Kommentare auf dem Supermarkt-Parkplatz.

Fahrbericht Test 84 KIA SOUL

Dröge aus dem Quark

1.6 GDI sein Name. Seine Leistung: Müde. Der Benzin-Direkteinspritzer muss ohne die Drehmoment fördernde Wirkung eines Turboladers auskommen und fühlt sich entsprechend mau an. Dass man ihm ein eher lang übersetztes 6-Gang-Getriebe zur Seite gestellt hat, hilft der Elastizität auch nicht auf die Sprünge. Im Gegenteil.

132 PS klingen erst einmal nicht so schlecht. Zusammen mit den nur 161 Nm (@4.850 U/min) ist die Darstellung im Alltag jedoch nicht überzeugend. Im Prinzip muss man den Motor immer weiter ausdrehen, als man das vom Gefühl her möchte. Verbunden ist das zudem mit einem angestrengten, rauh klingenden Motorengeräusch. Und es hilft nicht wirklich. den Spritverbrauch zu minimieren.

Theoretisch soll der KIA Soul mit dem 1.6 GDI auf einen Normverbrauch von 6.7 Litern kommen. Wir haben im „sparsamsten“ Fall einen Verbrauch von 7.2 Litern erreicht. Bedenkt man die sonst eher große Abweichung zwischen Norm und „Alltag“, ist das ein gutes Ergebnis. Allerdings erkauft man es sich mit einer niederschmetternden Trägheit.

Fordert man die 132 PS heraus und lässt mit viel Anlauf die V-Max von 185 km/h anliegen, stehen gut und gerne 10.7 Liter auf der Uhr. Wir fahren mit allen Fahrzeugen die gleichen „Sprit-Verbrauchsrunden„. Der Unterschied zwischen Minimal und Maximal ist beim SOUL überschaubar – im Alltag sollten 8.5 Liter als „Normal“ eingeplant werden.

Wirklich coole Kiste

Neben seinem außergewöhnlichen Design punktet der SOUL bei uns mit seinem erstklassigen Ausstattungsniveau, den witzigen Ideen im Innenraum und der überraschend guten Verarbeitung.

Sitzheizung und Sitzlüftung!

Die Spirit-Ausstattung überrascht mit einem Umfang, der auch Fahrzeugen einer Klasse darüber gut zu Gesicht stehen würde. Packt man dann noch das „VIP-Paket inkl. Panoramadach“ für 2.090 € und das Sound & Navi-Paket zu 1.390 € hinzu, kommt der SOUL nicht nur mit Sitz- und Lenkradheizung zum Kunden, sondern auch mit einer Sitzlüftung.

Das gigantische Panorama-Dach verfehlt seine Wirkung nicht. Vollständig abdunkelbar in der Sommersonne, lässt es geöffnet derart viel Licht in das Fahrzeug, dass man sich wie auf einem Freisitz fühlt. Der Fahrersitz kann dann zudem elektrisch eingestellt werden und zum VIP-Paket gehört auch eine Mittelarmlehne hinten, mit Getränkehaltern.

Das Multimedia-System und die Navigation überzeugen mit guter Grafik und schnellen Reaktionszeiten, dank dem „Sound-Paket“ wird der SOUL zudem zu einer rollenden Jukebox!

Dass man die unteren Lautsprecher in den vorderen Türen per LED-Lightshow zum Leben erwecken kann, war in der Altersklasse des Autors nicht mehr wichtig, aber andere SOUL-Fahrer dürften das als „cool“ und „hip“ empfinden.

Im Kofferraum bietet der SOUL mit wenigstens 238 Litern genug Platz für den Alltag. Der Laderaumboden kann gewendet werden und wechselt so zwischen dem klassischen Teppich und einer Oberfläche, die rutschfest und für „dreckiges“ Gepäck sinnvoll erscheint. Unter dem Laderaumboden versteckt sich ein Zusatzfach – praktisch für die Kleinigkeiten des automobilen Alltags. Dass in der Seitenwand eine „LED-Taschenlampe“ steckt, die eingestöpselt als „Kofferraum-Beleuchtung“ dient – anderswo würde man das als „simply clever“ bezeichnen – hier passt es zum „coolen Charakter“ des SOUL.

So fährt sich der KIA SOUL

Der Motor könnte einem schon die Laune verderben, wäre nicht der Rest des Paketes so überzeugend. Der SOUL fühlt sich steif und souverän an, sobald der Fahrbahnbelag rauh und stößig wird. Seine Federung schluckt viel weg, verheimlicht aber den Wunsch nach einer gewissen „jugendlichen Sportivität“ nicht.

Das Lenkrad gibt ein wenig vom Gefühl der Straße zurück. Die Verstellmöglichkeiten per Knopf (Dynamic, Normal, Comfort) können ignoriert werden, die Unterschiede machen den Alltag weder besser noch schlechter.

Der Testwagen rollt auf 18-Zoll Leichtmetallrädern mit NEXEN-Bereifung daher. Eher ungewöhnlich, das hatten wir noch nicht oft. Ob das leicht hölzerne Gefühl der Dämpfung von den Reifen herrührt, wir können es nicht abschließend beurteilen.

Übermütige Kurvenräuberei endet im milden Untersteuern. Allerdings sorgen die großen Räder und die insgesamt gute Fahrwerksabstimmung für einen Grenzbereich, der weit weg liegt von dem, was der Motor leisten kann. Da kommen im Alltag nur die ganz fiesen „Drehzahl-Hasardeure“ hin.

Fahrbericht Test86 KIA SOUL 2

Fazit:

Der SOUL ist ganz sicher kein SUV. Auch wenn man bei KIA dem putzigen Kubus dieses Talent andichten will. Zudem ist dieses „Lifestyle-Attribut“ völlig unnötig, der KIA SOUL ist cool, ganz ohne SUV-Gedöns und Gehabe. Ein Auto mit Charakter. Und trotz des müden Motors macht der SOUL jeden Tag wieder Spaß

Und dass KIA sieben Jahre Garantie in der Serie bietet, lässt den „coolen“ Charakter des SOUL in einem noch besseren Licht erscheinen!

 

KIA SOUL 1.6 GDI – 6 Gang 

Hersteller:  KIA
Typ: SOUL 1.6 GDI 6-Gang
Kasse:  C-Segment
Motor:  R4
Getriebe:  Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antrieb:  Frontantrieb
Hubraum:  1.600 ccm
Leistung:  97 kw / 132 PS @ 6.300 U/min
Drehmoment:  161 Nm @ 4.850 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  1.275 – 1.417 kg
Von 0 von 100:  11.0 s
Höchstgeschw.:  185 km/h
Verbrauch (NEFZ):  6.7 Liter (18″ Bereifung)
CO2-Ausstoß (NEFZ)  156 g/km (18″ Bereifung)
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  D
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Fotos im Artikel und Titelbild: Bjoern Habegger
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Kurz gefahren: Hyundai i30 Turbo

Das andere Premium

Der Hyundai i30 Turbo im Fahrbericht

In Rüsselsheim konstruiert, in Rüsselsheim entwickelt und in Tschechien gefertigt, der Hyundai i30 ist auch nach dem Facelift ein Koreaner, der europäischer ist als mancher europäische Mitbewerber. Das Hyundai-Design lebt von der gekonnten Feder des Ex-VW-Designers Peter Schreyer und mit jeder Generation werden die Hyundai-Modelle gefälliger. Beim i30 tat sich mit der jüngsten Entwicklung vor allem etwas unter dem Blech.

Keine GTI-Alternative

Der Kühlergrill wurde feiner geschliffen, das Design ist nun noch ein wenig fließender. Die Kühlergrillform bezeichnet die Hyundai-Pressemappe als „hexagonal“, ich sehe einen fernen Anklang an die früheren Werke von Peter Schreyer. Nun, das sollte dem Hyundai i30 jedoch nicht schaden. Schöne Autos hat der Designer mehr als einmal zu Papier gebracht.

Viel wichtiger ist jedoch, was sich unter dem Blech getan hat. Als Top-Motor kam ein 186 PS starker Benzindirekteinspritzer-Turbo hinzu. Die Turbo-Version, wie auf den Fotos zu sehen, bekommt ein Sportfahrwerk, doppelte Auspuffrohre, feiste 18-Zoll Leichtmetallräder und einiges an roter Kosmetik. Hier ziehen sich die Schminkspuren durch das ganze Fahrzeug.

Von der Nordschleife nach Unterfranken

Während die Renn-Variante des i30 Turbo noch vor kurzem beim 24h-Rennen am Nürburgring mit einem Klassensieg für einen Einstand nach Maß sorgen konnte, sind wir das neue i30 Turbo-Modell in Unterfranken durch die Weinberge und entlang am Main gefahren. Dabei wirkte vor allem die Abstimmung des Fahrwerks extrem gelungen. Straff, aber nicht zu hart. Gut gedämpft, aber nicht zu ruppig. Dazu passt dann auch die steife Auslegung der Servolenkung.

Hyundai i30 turbo 01 fahrbericht

Solide, wacker, schnittig

Trotz der 186 PS will Hyundai den i30 Turbo nicht als GTI-Gegner verstanden wissen. Er ist eher der fitte Langstrecken-Sprinter, der GT und nicht der Kurzstrecken-Sprinter mit höchsten Ambitionen. Und dieses Selbstverständnis passt zum fünftürigen i30 Turbo.

Mit dem manuellen 6-Gang Getriebe kommt sogar so etwas wie Schaltfreude auf. Trocken, knackig und mit guten Anschlüssen fördert es eine eher niedertourige Gangart. Ob der i30 Turbo in der Serie vom Erfolg auf der Nordschleife profitieren kann? Eher nicht, wohl aber von den rund 40.000 km, die man mit dem Fahrzeug in der Entwicklung über die Nürburgring-Nordschleife gefahren ist.

In den Weinbergen rund um Würzburg gefällt auf jeden Fall die Handlichkeit des i30 und die 265 Nm des 1.6 Liter Turbo-Benziners ermöglichen eine souveräne Gangart.

Bei der Verarbeitung zeigen die Koreaner dann auch, was die Entwicklung in Deutschland bewirkt. Es knistert nichts, es rappelt nix. Der Hyundai i30 wirkt gut verarbeitet und vermittelt das Gefühl eines erwachsenen und soliden Kompaktwagens. Dazu passt auch das angepasste Geräuschniveau im Innenraum. Eben Premium für alle.

Fazit:

Auch wenn der Kunde vorerst auf LED-Scheinwerfer beim i30 im Allgemeinen und auf ein Doppelkupplungsgetriebe beim i30 Turbo im Speziellen verzichten muss, der 1.4 Tonnen schwere Kompaktwagen macht dennoch Spaß. Die Leistung des Turbotriebwerkes ist klassenüblich und der Durst überschaubar (Norm 7.3l/100km). Rote Ziernähte machen noch keinen GTI-Gegner, aber das wollte man bei Hyundai ja auch gar nicht.

Und so ist der neue i30 Turbo, was er sein darf: Ein guter Kompakter mit genug Leistung und Komfort, auch für lange Touren.

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Leistung: Preis:
186 PS ab 23.850 €

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Hyundai Genesis 3.8 – Fahrbericht Fazit

Vorteile & Nachteile – Fazit:

Seite 2 zum Fahrbericht über das Hyundai-Coupé: [zum Anfang]
Egal wie sehr ich Fahrwerk und Lenkung kritisiere. In erster Linie bin ich Hyundai dankbar. Ein sportliches Coupé mit ordentlichem Motor und Heckantrieb? Das ist schlicht grandios.

Gehört das Genesis Coupé doch zu einer leider aussterbenden Gattung. Überall werden die echten Sportwagen-Motoren durch putzige Downsizing-Motoren ersetzt und der Heckantrieb durch den einfacher zu realisierenden Frontantrieb madig gemacht. Dabei kann es für einen Sportwagen nur eine Antriebsvariante geben. Und Vorderrad war es nicht.

Assistenzsysteme in Form von Spurhalte-, Seitenwind-, Totwinkel-, und was auch immer sucht man vergebens, stattdessen kann man das ESP vollständig deaktivieren. Hyundai meint es also durchaus ernst mit der Positionierung als „Sport-Coupé“.

Ausstattung

Edles Xenonlicht, Ledersitze mit Sitzheizung und die in diesen Tagen obligatorische Klimaanlage liefert Hyundai in Serie für die Version mit dem V6-Kraftwerk.  So bleibt als einziges Extra für den 3.8 Genesis die Achtstufen-Automatik und die Frage ob man einen der fünf Aufpreispflichtigen Farbtöne ordert.

Preislich noch einmal günstiger als der mit 39.600 € in der Liste stehende V6, ist der 275 PS starke 2.0 Turbo mit Vierzylindermotor. Hier fängt der Spaß bereits bei 33.490 € an.

Fazit Hyundai Coupe

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Vorteile:

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  • kraftvoller Motor
  • 5 Jahre Garantie
  • Vollständige Ausstattung

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Nachteile:

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  • Stößiges Fahrwerk
  • Unpräzise Lenkung
  • durstiger Motor

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Der Verbrauch:

  • Alltagsfahrer ohne Sparfuß:  11.4 Liter auf 100 KM
  • Öko-Experte mit grünem Zeh:  9.8 Liter auf 100 KM
  • Außendienstler mit Vollgas-Lust:  16.8 Liter auf 100 KM

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Was mich am Hyundai Genesis fasziniert hat:

  • Er wirkt so wunderbar ungehobelt und unangepasst. Der potente V6 klingt rauchig und lässt das ganze Auto lebendig erscheinen. 

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Genesis Hyundai V6

Das wünsche ich mir vom Hyundai Genesis V6 Nachfolger:

  • Ein Getriebe mit knackig kurzen Schaltwegen und ein Fahrwerk das am Nürburgring erprobt abgestimmt wurde.

Bewertung:

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Komfort – 13 von 25 Punkten

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  • Raumgefühl:  3 von 5 Punkten
  • Sitzposition:  3 von 6 Punkten
  • Fahrgeräusche innen: 3 von 4 Punkten
  • Haptik: 3 von 5 Punkten
  • Assistenzsysteme: 1 von 5 Punkten

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Fahrspaß – 17 von 25 Punkten

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  • Landstraße: 3 von 6 Punkten
  • Autobahn:  4 von 6 Punkten
  • Überholprestige: 2 von 2 Punkten
  • Beschleunigung: 4 von 5 Punkten
  • V/max: 4 von 6 Punkten

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Kosten – 18 von 25 Punkten

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  • Anschaffung: 6 von 6 Punkten
  • Aufpreisliste:  6 von 6 Punkten
  • Versicherung: 2 von 5 Punkten
  • Wartung: 2 von 3 Punkten
  • Wertverlust: 2 von 4 Punkten

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Antrieb – 17 von 25 Punkten 

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  • Motor: 4 von 6 Punkten
  • Getriebe: 4 von 5 Punkten
  • Bremsen: 3 von 5 Punkten
  • Sound innen: 2 von 3 Punkten
  • Verbrauch: 4 von 6 Punkten

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Genesis Hyundai Coupe in Fahrt

Die Amerikaner haben einen Bezeichnung für den Zusammenhang zwischen dem Kaufpreis eines Autos und der Leistung die man dafür bekommt: „Bang for the Buck“. Was soviel bedeutet wie: Viel Leistung für sein Geld zu bekommen. Für sportliche Coupés werde ich diese Kennziffer in der Zukunft auch nutzen.

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„The bang for the bucks“ Faktor:

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115 PS/€

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Hyundai Genesis Kühlergrill gesicht

Punktzahl gesamt: 65 / 100 Punkten

Hyundai Genesis V6 3.8-  Das Fazit:

 Sport-Coupé zum fairen Preis

Er hinterlässt einen zweigeteilten Eindruck bei mir.

Zum einen mag ich die Grundidee des Genesis, denn er bietet viel Kraft zu einem sehr attraktiven Anschaffungspreis. Auf der anderen Seite ist der Genesis nicht so emotional und ausgereift wie ich es mir gewünscht hätte. Der Erfolg der Koreaner auf dem deutschen Markt ist allerdings auch nicht abhängig von diesem sportlichen Coupé, sondern eher von Modellen wie dem Hyundai i30 und dem i40.

… zu den technischen Daten… >>>

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Hyundai Genesis Coupé im Fahrbericht auf evocars

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Vielen Dank an den Automobil-Hersteller für die Bereitstellung des Testfahrzeuges!
Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2013 |  by-nc-nd

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Aktuelle Suchanfragen:

Demnächst im Test: Hyundai i40 Kombi

Kaum eine Marke erobert derzeit erfolgreicher die Märkte in Europa, als dies Hyundai tut. Was das Geheimnis der Marke aus Korea ist und weswegen der Hyundai i40 bei den Tests der arrivierten dt. Automobil-Magazine so gut wegkommt, das gilt es zu klären!

Demnächst bei mir im Blog:

Der Hyundai i40 1.7 crdi Kombi

In Europa entwickelt, für Europa entwickelt. Mit dem i40 greift die Marke aus Korea die arrivierte Mittelklasse an. Volkswagen Passat, Ford Mondeo, Mazda 6 und Toyota Avensis zielen auf das gleiche Marktsegment.

Der Testwagen mit dem dem 136 PS starken Diesel stellt, anders als bei den möglichen Mitbewerbern, jedoch bereits die Top-Motorisierung im Bereich der Selbstzünder dar.

Das der i40 für den Europäischen Markt konstruiert wurde, wird auch dadurch unterstrichen, dass Hyundai zuerst die Kombi und dann die Limousinen-Variante auf den Markt brachte.

Ob sich der vom Ex-BMW Designer Bürkle gezeichnete Kombi im Test durchsetzen kann, darüber dann schon bald mehr – hier im Blog!

NYIAS 2013: KIA Soul

Nach den SUVs kommen die UUVs. KIA präsentiert in New York den neuen KIA Soul, der kaum anders aussieht, als der bisherige Soul und dennoch frisch und neu wirkt.

UUV steht für Urban Utility Vehicle und soll damit das Moderne Mehrzweck-Automobil für den aktiven Stadtmenschen darstellen.

Größer und äußerlich wie auch unter dem Blech, runderneuert, ohne jedoch dabei den ursprünglichen Charakter des Koreanischen Kasten zu verbiegen.

Sobald KIA technische Daten und Preise für die deutsche Version bekannt gibt, werde ich auf den schicken Stadtkastenwagen noch einmal eingehen.

hyundai veloster turbo

Hyundia Veloster Turbo

Neu in der neuen Kategorie: „Was ich noch fahren will“, der Hyundai Veloster Turbo.

In dieser neuen Kategorie werde ich die Fahrzeuge sammeln, die ich noch Testfahren will, das ist nicht nur für die Hersteller praktisch 🙂 – sondern auch für mich, so kann ich ein wenig den Überblick behalten wenn ich einen Fahrbericht bei den Kollegen finde und mich dann später erinnern will, was es eigentlich war – was ich unbedingt noch fahren will ;).

Den Anfang macht also der Hyundai Veloster Turbo – gefunden beim Kollegen Peter Ruch aus der Schweiz. Seinen Fahrbericht kann man im radical-mag.com nachlesen:

Fahrbericht Hyundai Veloster Turbo: Seite 1-2

Fahrbericht Hyundai Veloster Turbo: Seite 1-2http://www.radical-mag.com/erfahrungen/fahrbericht-hyundai-veloster-turbo-1068/seite_1-2

Der Veloster ist an sich ja bereits ein eigentümliches „Coupe“ – denn nur auf der einen Seite hat er das, was ein Coupe ausmacht: Keine Tür für die zweite Reihe.

Von links ist der Veloster ein Coupe – rechts jedoch, da hat er plötzlich eine Tür für die Rücksitzbank. 3 Türen sind dann auf jeden Fall etwas ungewöhnliches – und neu hinzugekommen ist der 1.6 Liter Turbo-Motor mit 184 PS.

Zeit sich den Veloster auf die Liste der Fahrzeuge zu setzen, die ich noch fahren muss 🙂

Aktuelle Suchanfragen:
Kia Sportage Fahrbericht Blog

Fahrbericht: Kia Sportage

Mein erster Koreaner. Auch als jemand der wirklich versucht ausgesprochen subjektiv zu bleiben, weiß ich um die Vorteile von „objektiven“ Sichtweisen.  Und trotzdem waren „die Koreaner“ für mich immer eine Nation, die im Bereich der Automobil-Fertigung doch am Ende nur eines fertig bekommen haben: Extrem farblose und geschmacksneutrale Fließband-Autos ohne tiefer gehenden Sinn für Gestaltung und Geschmack.

Soul aus Seoul. Am Ende meiner 14 Tage im neuen KIA Sportage war mir jedoch klar, dass die Koreaner noch schneller als die Japaner, in den zwanzig Jahren zuvor, gelernt haben den Geschmack der Mittel-Europäer zu treffen und Fahrzeuge mit beeindruckender Wertigkeit zu fabrizieren. Und um mich besonders weit aus dem Fenster zu lehnen: Ich glaube – KIA hat bereits mehr als einen japanischen Hersteller überholt. Warum ich das so sehe – das zeigt mein Fahrbericht:

Die rasante Aufholjagd der Koreaner am Beispiel des neuen KIA Sportage:

Ein Wagen für das Volk – der KIA Sportage!

Kia Sportage Foto front schräg

Kompakte SUV: Die Klasse der kompakten SUV ist Klassenlos geworden und man kann heute nicht mehr sagen, wer sich hinter dem Steuer eines solchen Teilzeit-Feldwege-Helden befindet. Und um die Klassenlosigkeit zu unterstreichen, spielen auch alle Hersteller mit und haben eigene Interpretationen der weich gespülten Offroader im Programm.

Diesel und Allrad:  KIA hat in der Konzeption des Sportage alles richtig gemacht und bietet gleich 3 unterschiedlich starke Diesel-Motoren an. Zudem lassen sich die Motoren mit reinem Frontantrieb, Allradantrieb und auch mit einer modernen Automatik kombinieren.  Die Spannweite der Leistung geht hierbei von 115PS bis hoch zu 184PS und man gibt dem verwöhnten deutschen Autokäufer das Gefühl der Auswahl.

Design für das Volk: Waren die Koreanischen Modelle früher Autos ohne Stil und Gesicht, die nur allzu schnell in der grauen Masse des Marktes untergingen, darf sich KIA heute mit einem Design schmücken, dass allgemeine Zustimmung findet. Dafür verantwortlich ist der Ex-Volkswagen Designer Peter Schreyer. Und mit diesem Mann am Design-Brett wurde aus der grauen Maus KIA ein gefährlicher Global-Player für das Automobile Establishment in Europa. Ich kann an dieser Stelle bereits zugeben: Mir persönlich gefällt die Designlinie des Peter Schreyer und es verwundert daher nicht – wenn man als Freund des „cleanen VW-Style“ auch Gefallen an der neuen Formensprache von KIA hat.

Doch was taugt dieser kompakte SUV denn nun? Geht Design über Qualität? Bleiben neben dem Blendwerk auch überzeugende Fakten übrig? Mein Fahrbericht über den Koreaner soll für Aufklärung sorgen:

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  • Modellbezeichnung: KIA Sportage Spirit
  • Ausstattung:  Spirit
  • Testwagenpreis: 31.750€
  • Grundpreis Baureihe: 19.950€  (135PS Benziner)

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  • Hubraum: 1.995 ccm³
  • Leistung: 136 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h
  • Beschleunigung: 0-100: 12,1  Sekunden

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KIA Sportage Happy Face

Zur großen KIA Sportage Galerie

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Das will er sein:

Ein Sportler unter den kompakten SUVs

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Das kann er:

Alte Vorurteile in Wohlgefallen auflösen
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Das kann er nicht:

Offroad überzeugen. Der Sportage ist ein Supermarkt-SUV.
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Kia Heck Banderole

Design Außen: Design für das Volk

Dynamisch, kraftvoll und dennoch sachlich im Design. Das ist eine Design-Sprache die man so schnell nicht selbst entwickeln kann. Die Handschrift des Ex- VW Designers Schreyer zeigt sich nahezu in jedem Winkel des adretten Sportage. Die Kühlermaske geht fliesend in das Styling der Scheinwerfer über, die Seitenline ist geprägt von athletisch geformten Radhäusern. Mit stämmiger Erscheinung prägt der Sportage seine Außenwirkung.  Dabei wirkt er behände und dynamisch – im Styling haben die Koreaner alles richtig gemacht.

KIA sportage Rücklicht

Punktabzug gibt es jedoch für die Rücklichter, deren Design in der Nacht eine hochwertige LED-Technik nur „vorspielen“.

Design & Haptik Innen: Best in class

Hatte man vor einigen Jahren noch gut eingespielte Kritikpunkte und immer wieder bewährte Vorurteile gegenüber der asiatischen Innenraum-Kultur, so kann der KIA Sportage im Innenraum nun als die Bechnmark der Asiatischen Kompakt-SUV-Bewegung gesehen werden.  Ein weitläufiges Armaturenbrett, frei von Schnörkeln und überzeugend in Technik und Verarbeitung. Ist das noch ein Koreaner?

Kia Sportage Fensterheber

Punktabzug gibt es für die Fensterheber-Schalter die eine vermeintliche Brücke in die Vergangenheit schlagen und die wenig solide wirkenden Türverkleidungen.

KIA Sportage Innenraum

Fahrleistungen & Fahrgefühl: Alles easy.

Typisch für die Klasse der kompakten SUV erfüllt der KIA den Wunsch nach leicht erhöhter Sitzposition. Der Mittlere der drei Dieselmotoren ist eine sinnvolle Kraftquelle und überzeugt durch einen geringen Lärmpegel und eine angenehme Laufruhe. Die Schaltung des Sportage wirkt gut übersetzt und der Kontakt zur Straße ist nicht unnötig entkoppelt.  Besonders wohl fühlt sich der 136PS starke Sportage auf der Landstraße. Auf der Autobahn ist das mitschwimmen im Verkehr Problemlos möglich.

KIA Sportage Fahrbericht Heck

Alltagsfaktor: Keep it simple

Das Platzangebot in der ersten Reihe kann vollständig überzeugen, in der zweiten Reihe wünscht man sich jedoch ein wenig mehr Beinfreiheit und durch die ansteigende Fensterlinie fühlt man sich  eingeengt. Die Laderaumkante des Sportage ist für einen SUV noch auf einer erstaunlich niedrigen Höhe und sorgt zusammen mit der großen Heckklappe für eine gute Nutzbarkeit des Kofferraums. Die Parkpiepser hinten helfen beim rangieren – nur vorne, da wünscht man sich entweder eine bessere Übersichtlichkeit – oder eben auch Parksensoren. Diese sind jedoch leider nicht erhältlich!

Wenn der KIA auch mit einem Allradantrieb im Test war – die überschaubare Bodenfreiheit und die auf Asphalt optimierten Reifen setzen dem Offroad-Drang eine frühes Ende. So bleibt vor allem der Traktionsvorteil auf nassen Straßen als Punkte-Bringer übrig.

Serien-Ausstattung: Full-House

6 Airbags sind immer mit an Bord, dazu zählen die obligatorischen Fahrer- und Beifahrer-Airbags, die Seitenairbags auf Höhe der Vordersitze und so genannte „Vorhang-Airbags“ für die Fensterbereiche. Ebenso in Serie sind ABS, ESP und eine Traktionskontrolle. Für SUVs sinnvoll sind die in Serie gelieferte Berg-Anfahrhilfe und die Berg-Abfahrhilfe.

In der Spirit-Ausstattung ebenso enthalten: 18 Zoll Aluminium-Felgen, Getönte Schreiben für die zweite Reihe, Sitzheizung vorne und hinten, KIA Navigations-System, Bluettooth-Freisprecheinrichtung, Xenon-Scheinwerfer, Keyless-Go mit einem Startknopf, Regensensor, 2-Zonen Klimaautomatik.

Kia Sportage Motor

 

Der Motor

Der Klassiker im aktuellen Motorenbau kommt auch im Sportage zum Einsatz: Ein zwei Liter großer Vierzylinder Turbodiesel mit Direkteinspritzung und Partikelfilter. Im Falle des Koreaners wird dieser Motor in zwei Leistungsstufen angeboten: Mit 136PS und 184PS. Im von mir gefahrenen 136PS Diesel empfindet man vor allem die gut gedämpfte Laufruhe und den kraftvollen Antritt bis knapp unter die 3.000 Umdrehungen als positiv erwähnenswert. Darüber hinaus wirkt der Motor eher zugeschnürt. Ein wenig enttäuscht war ich vom späten Antritt des 373 Nm starken Diesels. Hier bleibt eine spürbare Gedenkpause zu Beginn des Drehzahlbandes.  Wer den 136PS Diesel nicht mit dem 4WD System der Koreaner verbandelt, sondern statt dessen, dass weniger anspruchsvolle 2WD System wählt, der erhält auch nur 320Nm. Klingt komisch – ist aber so.

Getriebe: 6-Gang Manuell

KIA sportage 6-Gang Schaltknauf

Wer sich für die manuelle Variante des Sechsgang Getriebes entscheidet, der freut sich vermutlich über die gut abgestimmte Kupplungsbetätigung und ist weniger begeistert von den zu langen Schaltwegen. Auch an der Genauigkeit könnte man noch ein wenig feilen.  Gut gelungen ist hingegen die Abstufung des Getriebes. Auf langen Autobahn-Etappen sorgt ein relativ lang übersetzter sechster Gang für ein niedriges Drehzahl-Niveau und zugleich für angemessene Verbrauchswerte.

 

Kia Sportage Haube offen

Multimedia & Audio: Volltreffer

Voll und ganz überzeugen konnte mich das 7-Zoll große Navigations-System im Sportage. Sowohl in der logischen Benutzerführung, als auch in der Geschwindigkeit für die Routenberechnung und auch in der grafischen Darstellung. Großes Kino und mit Abstand das Beste was ich bislang in einem Asiatischen Kompakt-SUV nutzen durfte!

Der Sound des 4×50 Watt starken Systems überzeugte durch einen warmen und gut betonten Klang.  Schön dargestellt wird auch die Radiofunktion des Systems und wie man es sich wünscht, kann man fast alle Funktionen sowohl über den Touchscreen steuern, als auch über die akkurat an den Seiten platzierten Knöpfe. Logisch – flink und genial praktisch. Volle Punktzahl für dieses Navi-Entertainmentsystem.

 

KIA Sportage Navigation

Lifestyle: Was ist das?

„Ist das so ein KIA?“  Während des Test-Zeitraums wurde ich des öfteren von Passanten angesprochen, ob das „so ein KIA“ sei – oder ganz generell, was das denn für eine Marke sei. Es scheint, als wäre meine Empfindung zum aktuellen Design-Style der Koreaner nicht völlig verkehrt. Die Passanten waren durchweg positiv angetan vom Sportage. Und – was auch interessant ist – durch die Bank wurde der Kaufpreis des Sportage falsch geschätzt. Fast 10.000€ Differenz zu Gunsten des Sportage, was in den überwiegenden Fällen für weitere gute Beurteilungen sorgte.

„Einen auf dicke Hose machen“ – kann ich grundsätzlich nicht als positiv erachten, für den Sportage scheint es jedoch ein Pluspunkt zu sein. Ich selbst konnte mir vor einiger Zeit noch nicht vorstellen, dass ein Koreaner „wertiger“ eingeschätzt wird, als er ist. Volle Punktzahl in dieser Bewertung, weil man hier am Besten sehen kann, welchen „Sprung“ die Marke hingelegt hat!

 

KIA Sportage Rückansicht

Der Kostenfaktor:

Über 30.000 Euro für einen Koreaner? Und trotzdem ein Schnäppchen.

Vergleicht man den Sportage mit Volkswagen Tiguan und BMW X1 bis X3 – so darf man wie nie zuvor von einem interessanten Angebot sprechen. Denn nie zuvor war die Lücke zwischen deutschem Premium und Koreanischem Angebot so übersichtlich klein.

Dank des adretten Stylings, eines sparsamen Diesel-Motors und einer guten Neuwagen-Kalkulation steht der KIA Sportage ganz klar als „Schnäppchen“ im Programm.

Punktabzug gibt es hier nur für die typisch asiatisch mangelnde Kreativität in der Aufpreisliste. Wer Xenon-Licht möchte, muss mindestens die „VISION“ Ausstattung wählen und dann ein Paket aus Xenon-Licht, vollwertigem Reserverad (!!), automatisch abblendendem Innenspiegel, Lichtsensor und teil beheizbarer Frontscheibe wählen. Das Paket kostet extrem günstige 670€ – ist aber wie gesagt erst ab der VISION-Ausstattung erhältlich und somit summiert sich der Aufpreis auf  2.930€

 

Kiqa Sportage Leinwand 2

Kurz erwähnt:

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Konzept:

Ausnahmslos alle Hersteller schwimmen erfolgreich auf der Welle der „kompakten SUV“. Einer Fahrzeug-Gattung die im Prinzip nichts besser kann, als ein sinnvoller Familien-Kombi, aber durch weniger Offroad-Talente besitzt als ein echter Geländewagen. Sinnvoll sind diese Fahrzeuge nicht wirklich. Erfolgreich dafür umso mehr. KIA dürfte mit dem Sportage zum erfolgreichsten Asiaten in diesem paradoxen Segment werden!
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Verbrauch:

Bewegt man den Sportage mit angemessener Ruhe und primär über Land, lassen sich Verbrauchswerte von um die 6 Liter realisieren. Leider verzichtet KIA auf eine im Stadtverkehr den Verbrauch reduzierende Start-Stopp-Automatik. Wer mit dem Sportage gerne lange Strecken fährt und dann auch das gesamte Leistungspotential des 136PS Diesel anfordert – bleibt locker unter 10 Liter Grenze. Was ich als sparsam bezeichne!
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Haptik:

Nein – auch wenn der KIA erfolgreich im Designfeld der Volkswagen-Familie wildert, gänzlich auf dem Niveau von Audi oder Volkswagen ist auch dieser Sportage noch nicht angekommen. Aber und an dieser Stelle müssen in JAPAN die Alarmglocken schellen, kein Asiate zuvor hat mit derart großen Schritten und mit einer so überzeugenden Vorstellung den Abstand zur selbst definierten Premium-Qualität aufgeholt und eingeholt!
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Garantie:

„7 ist mehr als 2“. 7 Jahre Hersteller-Garantie (bzw. 150.000km). Das ist ein echtes Pfund beim Kauf eines Neuwagen – vor allem dann, wenn man sich privat nach einem neuen Auto umschaut. Deutsche Automobil-Hersteller blamieren sich hier bis auf die Knochen, gewährt man teilweise doch nur „2 Jahre gesetzliche Gewährleistung“. 7 Jahre Garantie, neben der soliden Vorstellung im Test und dem attraktivem Preis – ein echtes Argument, „pro KIA“!

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KIA Sportage Frontmaske

Fazit:

Es war einmal…“ So fangen nicht nur alle Märchen an, so muss ich in der Zukunft auch über meine Vorurteile gegenüber den Koreaner sprechen. (ja, ich hab diese Formulierung bereits beim DS4 benutzt 🙂 – aber es trifft nun einmal auch hier zu!)

Kia Leinwand

Die Koreaner machen derzeit alles richtig. Attraktive Fahrzeuge mit einem Design, das voll und ganz den Geschmack der Kontinental-Europäer trifft. Ganz nebenbei wird der Sportage im übrigen auch in Europa gebaut (Slowakei).  Design und Verarbeitung sind die eine Sache, etwas anderes ist das Fahrgefühl – aber auch hier ist KIA mit großer Sorgfalt darauf bedacht, sich keine Blöße zu geben. Und in der Tat – der Sportage  vermittelt auch im Alltag ein Gefühl von besonderer Wertigkeit. Nichts an ihm wirkt billig. Und das man hinter dem eigenen Produkt steht, demonstriert auch die lange Hersteller-Garantie von 7 Jahren.

Der Kia Sportage ist ein extrem gut gelungenes Fahrzeug und das sagt dann auch die Gesamt-Punktzahl aus:

Mein Fazit:

Da gibt es keinen Spielraum  für Diskussionen:  Die Punkte ergeben ein Gesamt-Ranking und sind über alle Fahrzeugklassen vergleichbar – da direkt objektiv auf Modellklasse und Zielgruppe eingerichtet. Je mehr Punkte, desto besser ist das Fahrzeug. Ein Sportwagen kann keine 100 % erreichen, weil der Alltagsnutzen gering ausfällt. Ein Familien-Van fällt eventuell in der „Straight-Performance“ durch. Das Ranking ist natürlich ein völlig subjektives – es ist das mein-auto-blog Ranking. Bjoern Habegger

[toggle title=“Disclosure:“] Mein Testurteil ist  unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an KIA Deutschland  für das Testfahrzeug.[/toggle]

Text/Fotos: Bjoern Habegger | mein-auto-blog.de | 2012

Aktuelle Suchanfragen:
Es lebe der Sport: Genesis Coupe

Operation Genesis und mehr Leistung für den Veloster

Auf dem Genfer Automobil-Salon hat Hyundai eine überarbeitete Version seiner sportlichen Markenvertreter präsentiert:

Hyundai Genesis und Veloster

Der ungewöhnliche Veloster erhält einen 1.6 Liter Turbomotor der mit 186Ps für ansprechende Fahrleistungen sorgen soll. Als Getriebe steht eine 6 Gang Handschaltung oder eine 6-Stufen-Automatik zur Auswahl. Topspeed des Veloster sind 214 km/h und damit genug um auch mal auf der Autobahn ordentlich Spaß zu haben.

Veloster Turbo mit Leistungs-Plus
Veloster Turbo mit Leistungs-Plus

 

Das Debüt des aufgefrischten Hyundai Genesis Coupés war in Genf eine der vielen Europapremieren.  Das Design des sportlichen Coupés wurde sanft überarbeitet, das Fahrwerk besser abgestimmt und die Hinterachse bekommt nun ein Leistungsplus von 44 bis 61 von den Frontmotoren durchgereicht.  Dabei beeindruckt der 2 Liter Turbomotor mit der Leistungsspritze von 61PS auf 275PS und der 3,8 Liter V6 bekam u.a. durch eine Umstellung auf Benzin Direkteinspritzung ein Plus von 44 PS und schickt in Summe somit 347PS an die Hinterachse.

Beide Motorisierungen können mit einer 8-Stufen-Automatik ausgeliefert werden, die dann auch mit Schaltpaddles am Lenkrad ausgerüstet wird.

Es lebe der Sport: Genesis Coupe
Es lebe der Sport: Genesis Coupe

 

Beide Modelle werden ab dem Sommer 2012 auf dem Deutschen Markt erhältlich sein.

Cee’d gut aus

KIA präsentiert auf dem Genfer Automobil-Salon in diesen Tagen unter anderem den neuen Mitbewerber in der Golf Klasse aus dem eigenen Haus:

Der „Kia Cee’d“ gut aus

Sowohl der 5-Türige Kompakte als auch sein Kombibruder „sw“ werden in diesen Tagen auf dem Genfer Automobil-Salon der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der 2.ten Generation des Cee’d präsentiert der Koreanische Hersteller seine erreichte Kompetenz für die Golf-Klasse. Mit 4 Metern 31 wurde der neue Cee’d ein wenig länger als sein Vorgänger, aber auch ein wenig flacher.

Wenn der Golf-Gegner im Juni auf den Deutschen Markt kommt, wird man zwischen modernen Benzinern und Dieselmotoren wählen können. Die Bandbreite reicht hierbei von 90PS bis 135PS. Für den 1.6 Liter Benzindirekteinspritzer wird KIA ein Doppelkupplungsgetriebe anbieten.

Der besonders sparsame 1.6 Liter CRDI Dieselmotor soll mit seinen 128PS mit einem Gesamtverbrauch von nur 3,7l auf 100 KM auskommen, das entspräche CO2-Emissionen von 97 Gramm je Kilometer.

Preise werden in Kürze nachgereicht.

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Der neue KIA Ceed

Cee’d gut für KIA aus /update

Im März wird der Koreanische Automobil-Hersteller KIA auf der Genfer Autoshow die Neuauflage  seines Golf Rivalen „Cee’d“ präsentieren.  In der zweiten Generation des Kompaktwagens sollen sich das Design eines sportlichen Coupés mit dem funktionalen Platzangebot eines fünftürigen „HotHatches“ vereinen.

Der neue KIA Ceed

KIA will in der Kompaktwagenklasse noch mehr Käufer finden als bisher und wird im neuen Cee`d  einen besseren Materialmix für den Innenraum verwirklichen. Hinzu kommt das kraftvolle und elegante Design des ehemaligen VW-Designers „Schreyer“ der nun in KIA Diensten steht.  So verliert der KIA endgültig seine hausbackenen asiatischen Wurzeln und trägt mit Chromleisten und durch kraftvolle Sicken unterstützt, ein modernes und elegantes Design zur Schau.

Im Juni 2012 soll es soweit sein und der neue fünftürige KIA Cee’d beim Händler stehen. Im September folgt das „Sporty Wagon“ genannte Kombimodell.

Update: Jetzt auch mit Foto von der Rückseite. Cee’d noch immer gut aus.