Mercedes-Benz SL – First Class Lifting

Der Ort war extrem gut gewählt. Eine kleine Lagerhalle, unscheinbarer Eingang in einer Seitenstraße, aber ganz nah zum Rodeo Drive in Beverly Hills. Ein dunkle Straße. Hinterhöfe der Glanz-Boutiquen, auf der anderen Seite Versace und Co. Hier in Beverly Hills muss sich niemand mit Armutsproblemen beschäftigen. Die Luft riecht nicht nach dem Salz des Meeres wie in anderen Westküsten-Städten der USA, dafür liegt Beverly Hills bereits zu abseits, die Luft riecht nach Kreditkarten ohne Limit und dem Gold von Geldscheinspangen. Wer hier eine Lagerhalle besitzt, um seine automobilen Schätze zu parken, der wird vor dem Tanken nicht nach der günstigsten Zapfsäule suchen müssen. Es ist eine andere Welt. Aber es ist die Heimat von Luxus-Roadstern wie dem Mercedes SL.

Facelifting für eine Roadster-Ikone

Weltpremiere des neuen Mercedes-Benz SL

Beverly Hills als mondänen Ort für die Premiere eines „Facelifts“ zu wählen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. In Rufweite von Hollywood und dem Glanz der Film-Industrie ist der Griff zu Botox und dem Skalpell ein alltäglicher, hört man. Mercedes-Benz hatte mit dem SL in seiner Baureihe R231 bislang ein kleines hausgemachtes Nasen-Problem. Die prägnante Gesichtsform fand nicht überall Anerkennung. Mit dem jüngsten Facelift wird das jetzt anders. Schönheits-OP gelungen?

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Mitten in Beverly Hills – eine Automobil-Kultur Oase…

Bevor das Tuch vom neuen SL gezogen werden konnte, lief man jedoch in dieser angesprochenen Halle, mitten in Beverly Hills, kurz Gefahr, den Anlass des Besuches an der Westküste der USA zu vergessen. Bruce Meyer war als Gastgeber gefunden und seine Sammlung, von der sich nur ein Teil in dieser unscheinbaren Halle befindet, raubt einem kurz den Atem. Le Mans Siegerfahrzeuge. Klassiker mit Historie. Darunter eine Shelby Cobra mit der Seriennummer 1, Ferrari 250 GTO und Rekordfahrzeuge. Darauf einzugehen, bedarf eines eigenen Artikels. Dieser hier soll sich jedoch dem „frisch gelifteten“ SL widmen.

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Vermutlich der richtige Ort für den SL Roadster: Hollywood!

Die Nase zurecht gerückt

Das Facelift des SL hat vor allem an der Nase gesiegt. Jetzt wirkt der Kühlergrill nicht mehr so wuchtig, dazu strahlt er mit den kleinen silbernen Diamanten, wie man das von anderen Modellen gewohnt ist. Die Scheinwerfer haben an Eleganz gewonnen und die Motorhaube zieren nun die AMG typischen Powerdomes, oder wie Freunde sagen: Zornesfalten. Die Stoßstange sieht nach AMG-Line aus, bildet aber die Basis aller Sternen-Roadster. Nach oben offen auf der Power-Skala die AMG-Modelle SL63 und 65. Und wer in Beverly Hills nicht in den Verdacht der Altersarmut gebracht werden möchte, der ordert seinen SL sowieso nicht mit den Basis-Triebwerken.

Die sicher nicht ärmliche Basis bildet der SL 400 mit einem nun 367 PS starken V6 Bi-Turbo. Darüber rangiert der bekannte V8 mit 4.6 Litern und 455 PS. Die AMG Varianten SL 63 und 65 bilden dann die Krönung im Luxus-Segment. Dem AMG-Achtzylinder hat man 585 PS gegönnt, der V12 kommt mit 630 PS und unfassbaren 1.000 Nm.

Die beiden „Basis“ Triebwerke, also die Nicht-AMG Varianten, kommen in Serie nun mit dem Neungang Automatikgetriebe. Bei den AMG-Varianten muss man noch auf die Powershift-Getriebe von AMG mit sieben Gängen zurückgreifen. Wobei gerade dem V12 Turbo mit 1.000 Nm auch ein Viergang-Getriebe reichen würde – vermutlich.

Allen SL gemein: Das Dach lässt sich bis Tempo 40 öffnen und schließen, damit muss man nicht mehr nur auf die Ampelphasen warten.

Verneigt sich vor Kurven

Alle SL kommen in Serie mit einem adaptiven Fahrwerk und entsprechend arbeitenden Dämpfern. Wer sich für das Active Body Control Fahrwerk entscheidet, kann zudem auf die zuerst im S-Coupé präsentierte „Kurvenneigefunktion“ zurückgreifen. Im Geschwindigkeitsbereich zwischen 15 und 180 km/h neigt sich hierbei das Fahrwerk des SL um bis zu 2.65° in die Kurve und egalisiert so das Gefühl der Querbeschleunigung. Fahrkomfort auf einem neuen Level und extrem gut passend zum „cruise-Faktor“ des großen Roadsters.

Die Preise für das „Facelift“ des SL sind noch nicht bekannt. Aber vermutlich wird man sich einen neuen SL eher leisten können als eine „Garage“ im Hinterhof der wohl teuersten Einkaufsmeile der Welt.

Weltpremiere in Los Angeles: Der Mercedes-Benz GLS

„S G-eht“ weiter!

Luxus-SUV mit neuen Namen und Details

Die Sache mit dem G zieht sich bei Mercedes-Benz durch das SUV-Modellprogramm. „Der G“, der Ur-Vater der Geländewagen und erst vor kurzem wieder „frisch gemacht“. Von dieser Strahlkraft, von dieser legendären Geländefähigkeit sollen alle SUV im Mercedes-Programm profitieren. Daher hatte man bei Mercedes-Benz begonnen, die Namen des SUV-Modellprogrammes anzupassen (wir haben darüber berichtet). Die L.A. Autoshow bildet nun den Rahmen der vorerst letzten Taufe. Mit der Modellpflege des Mercedes GL wird aus ihm zugleich der GLS. G ist also der Namensgeber der Offroader und SUV. Nach unten gab es einen GLA, dem SUV zur A-Klasse, aus dem GLK wurde der GLC, das SUV passend zur C-Klasse, der ML wurde zum GLE, dem SUV im Segment der E-Klasse, zudem gab es dort auch ein viertüriges Coupé, das GLE Coupé. Und nun also, aus GL wird GLS, das S-Klasse für das Gelände. Theoretisch. Denn praktisch fahren die großen SUVs primär doch eher „on the Road“ als „off the road“.

GLS 350 d, Exterieur: Cavansitblau metallic, exterior: cavansite blue
GLS 350 d in Cavansitblau metallic

Mehr Power, mehr Gänge, mehr Multimedia

Äußerlich wurde nur behutsam Hand angelegt. Unter den großen SUV ist der GLS beliebt, eine optische 180°-Veränderung war nicht notwendig. Neben den neuen LED-Scheinwerfern an der Front, dem großen Stern im Grill und den sachte veränderten Rückleuchten sind es daher die inneren Werte, die zählen. Der neue GLS bekommt nun das 9-Gang Automatikgetriebe und das große Comand-Display. Erstmalig lassen sich auch AMG-Sportsitze für den SUV ordern. Wobei sein Raumgefühl eher den „Siebensitzer“ betont – als dass man nun den Sportsmann herauskehren müsste.

Vier Motoren stehen zur Auswahl. Darunter drei Benziner und ein Diesel. GLS 400, der V6-Turbo mit 333 PS, der GLS 500 mit dem bekannten V8-Turbomotor und 455 PS und der einzige Diesel, der GLS 350d mit 3 Liter Hubraum und 258 PS. Oberhalb dieser Leistungsklassen rangiert die AMG-Variante als GLS 63 mit einem nun 585 PS leistenden V8-Bi-Turbo.

GLS 350 d 4MATIC, Interieur: Leder sattelbraun/schwarz, Zierteile: Holz Wurzelnuss glänzend, interior: leather saddle brown, trim parts: walnut wood high-gloss
GLS 350 d 4MATIC mit einem Interieur in Leder sattelbraun und schwarz. Zierteile in Holz Wurzelnuss glänzend.
GLS 350 d 4MATIC, Exterieur: Cavansitblau metallic, 6-Zylinder Dieselmotor, 258 PS, 620 Nm exterior: cavansite blue, 6 cylinder diesel engine, 258 hp, 620 Nm
GLS 350 d 4MATIC mit dem 6-Zylinder Dieselmotor und 258 PS, 620 Nm.

Der GLS ist ein Luxus-SUV und die Preise entsprechend. Den Anfang markiert der 350d für knapp 75.000 € – am anderen Ende rangiert der GLS 63 AMG für 135.000 €!

Bestellen kann man den neuen GLS sofort, zur Auslieferung kommt er im März 2016!

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Weltpremiere in Los Angeles: Der neue FIAT 124 Spider!

Aus Konkurrenten werden Brüder!

Einst war der Fiat Spider ein klassischer Roadster und mit 200.000 Fahrzeugen in 19 Jahren Produktionszeit auch erfolgreich. Die schärfere Variante kam jedoch von Alfa Romeo. Später setzte der erfolgreiche Mazda MX-5 das Segment der puristischen Fahr-Maschinen mit der japanischen Perfektion und dem Fokus auf das Wesentliche unter Druck. Fiat reagierte damals mit der Barchetta auf den Wettbewerb. Jetzt werden aus Konkurrenten Brüder. FIAT präsentiert an der US-Westküste den „Bruder“ des MX-5. Und anders als ursprünglich geplant, bekommt der Alfa Spider – so er kommen wird – ganz eigene Gene. Bleiben zwei „Brüder zur Sonne“ übrig.

FIAT 124 Spider – Der Italiener unter den Roadstern

Die L.A.-Autoshow ist die Bühne für die Weltpremiere des neuen FIAT 124 Spider. Dass seine Gene mit denen des neuen Mazda MX-5 verwandt sind, ist nicht zu übersehen. Trotz fleißiger Arbeit der Italiener. Doch FIAT hat es geschafft, dem neuen 124 Spider, fast 50 Jahre nach der Premiere des ersten Modells, einen eigenen Charme zu verpassen. FIAT nutzt die perfekte Basis des japanischen Roadsters, um den Traum vom italienischen Roadster mit neuem Leben zu füllen. Erstmalig kombinieren die Italiener damit auch den bekannten 140 PS starken 1.4 Liter Turbobenziner mit Heckantrieb. Die Stärken des Gen-Bruders von Mazda übernimmt auch der FIAT 124 Spider. Eine ausgewogene Gewichtsverteilung, ein Fahrwerk mit Doppelquerlenkern an der Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse und eben den Heckantrieb. Das Pfund der italienischen Variante dürfte der Drehmomentverlauf des 1.4 Liter Turbomotors sein. Mit seinen 240 Nm bringt er genug Kraft mit, um den kleinen Roadster sportlich bewegen zu können.  Zum Vergleich: Der stärkste Motor im Mazda MX-5 muss sich mit 188 Nm begnügen.

Das manuelle Sechsganggetriebe eint die beiden Brüder. Und wenn FIAT das Getriebe ähnlich fein hinbekommt, dann steht einer spaßvollen Fahrt im Frühjahr nichts mehr entgegen.

Limitierte Sonderserie zum Start

Für 124 glückliche FIAT 124 Spider Kunden gibt es eine limitierte Sonder-Edition zur Wiedergeburt des italienischen Roadsters. Wer keinen der 124 „Anniversary-Sondermodelle“ bekommt, der wird sich entscheiden dürfen zwischen zwei Ausstattungslinien und acht verschiedenen Farben.

Bei der ganzen Freude über die Rückkehr des neuen Spiders gibt es einen Haken: Wir werden den Roadster nicht vor dem „Sommer 2016“ bei den Händlern sehen!

 

 

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