IAA 2017 – Mercedes-Benz elektrisiert jetzt auch die Kompaktklasse

Bis 2022 will Mercedes-Benz Cars mehr als zehn vollelektrische Fahrzeuge auf dem Markt haben. Das erste im Kompaktsegment wird EQA heißen und als Concept Car auf der IAA 2017 zu sehen sein.

EQ steht für intelligente Elektromobilität. Unter dieser Marke wird Mercedes-Benz ein umfassendes elektromobiles System aus Elektrofahrzeugen, Wallboxes und Ladeservices bis hin zum Home Energiespeicher anbieten. Das erste Serienmodell der neuen Produktmarke EQ, der EQC, wird ab 2019 im Mercedes-Benz Werk Bremen produziert. Es basiert auf dem letzten Jahr in Paris gezeigten Concept EQ. Das Concept EQA zeigt die konsequente Weiterentwicklung der neuen Designsprache: Sicken sowie Linien sind deutlich reduziert. Die spiralförmigen Leuchteinheiten sollen an die Kupferwicklungen eines Elektromotors erinnern und in der Animation elektrische Impulse visualisiert.

Je ein Elektromotor an der Vorder – und Hinterachse erbringen eine Systemleistung von über 200 kW (270 PS). Über eine front- oder hecklastige Momentenverteilung des permanenten Allradantriebs lässt sich die Fahrcharakteristik verändern. Welches Fahrprogramm gewählt wurde, zeigt das Concept EQA der Außenwelt als Gimmick über einen virtuellen Grill. Im Fahrprogramm „Sport“ bildet er einen glimmenden Flügel im Horizontalformat ab, bei „Sport Plus“ erscheinen vertikale Streben im Stil eines Panamericana-Grills. Je nach installierter Batteriekapazität soll der EQA eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer realisieren.

Die Lithium-Ionen Batterien liefert die Daimler-Tochter Deutsche Accumotive. Sie lassen sich via Induktion oder Wallbox aufladen und sind auch für das Schnellladen vorbereitet. Vision beim Aufladen an öffentlichen Ladesäulen ist „seamless charging“: Dieser Mercedes me-basierte Service ermöglicht es dem Kunden, unkompliziert an den unterschiedlichsten Ladestationen Strom zu laden und zu bezahlen.

 

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Mercedes-AMG E43T 4matic – Der billigere AMG?

Habby testet den „Billigen-AMG“

Mercedes-AMG E43T 4matic – Mit Druck vorbei am Ziel?

Da steht er, der AMG-Light. Pardon. Natürlich ist auch der Mercedes-AMG E43 ein AMG – sagt ja bereits der Name. Aber geboren wurden die 43er als 450er und erst, als man das Potential des V6-Turbo so richtig erkannt hatte und man sah: Hoppla, so eine AMG-Entry-Class unterhalb der V8-Wuchtbrummen wäre richtig gut für das Geschäft, wurde die 43er Klasse geboren. Vorhang auf für den E43, als Limousine und als T-Modell. Erste Fahrt im Mercedes-AMG E43T 4matic.

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Zornig wummernd dreht sich der V6 in Richtung „Redline“, dem Fotografen im Fond wird es mulmig, aber Papa Habby (der Autor spricht in der dritten Form) will wissen, was der E43 kann. Mulmig mag man vom Rücksitz zuschauen, hinter dem Lenkrad fühlt sich das Spektakel vollständig unter Kontrolle an. Der 3-Liter V6 hat dank mehr Ladedruck die 400 PS-Hürde knapp übersprungen und seine 520 Nm drückt er gewaltvoll in Richtung 9-Gang Getriebe. Mercedes-AMG hat das Seriengetriebe leicht überarbeitet, gerade im Sport+-Modus hämmern die Gänge spektakulär und mit Nachdruck rein. Die ganze Show verschwindet ebenso spontan, wie sie gekommen ist, switcht man zurück in den Comfort oder ECO-Modus. Es ist das Spiel mit den Software-Parametern, das den Charakter der Limousine verändert. Ob Kombi oder Limousine, die Technik des Mercedes-AMG E43 bleibt identisch. Bei den Fahrwerten hinkt das „Touristik-Modell“ der Limousine marginal hinterher. Wobei 0.1 Sekunden Unterschied wirklich lächerlich sind. Die 250 km/h Topspeed erreichen beide. Streichen wir also das Kapitel „Fahrdynamische Unterschiede“.

Hier ist der Sprung vom kommenden 400er zum 43 der interessantere. Und da ist nicht nur der Leistungssprung wichtig, sondern das Gesamtpaket des Mercedes-AMG E43.

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Duftmarke AMG

Im AMG-Ornat sieht diese neue E-Klasse verschärft aus. Das darf man mal sagen, auch wenn man eigentlich ein Fan des „stehenden Sterns“ auf der Motorhaube ist. Aus der sinnlichen Klarheit wird sportive Dominanz und das steht der Daimler’ischen oberen Mittelklasse ganz vorzüglich. Während Abteilungsleiter und Opas Sparbuch nach dem E220d lechzen, drehen sich die Träume von solventen Familien-Papas und Freiberuflern (Blogger gehören aber nicht dazu!) dann eher um die AMG-Derivate. Mit dem E43 sinkt die finanzielle Eintrittshürde auf das „untere Scheich-Niveau“, wer sich aber an der sündigen Liste der optionalen Extras labt, der trabt schneller in Richtung 100 Kilo als ein Fastfood-Junkie zum Bluthochdruck.

Dennoch. Und ja aber. Selbst wenn dieser AMG-Motor eben nicht in Handarbeit hergestellt wird und selbst wenn Mercedes-AMG in Bälde den wahren Häuptling der E-Baureihe, den E63 präsentiert, so ein vierhundert plus ein PS starker E kann sehr überzeugend agieren. Gerade als Kombi. Praktisch, gerade noch so, dass man mit rationalen Argumenten in das Rennen gehen kann, aber unter Druck auch richtig flink. Dank Allradantrieb in Serie, auch im Nassen eine sichere Bank und für den Winter, ja, da ist ja der Allradantrieb dann wieder ein Argument aus dem weitschweifigen Baukasten der Sicherheits-Systeme.

Überhaupt, Systeme. Sicherheit und Assistenz, Sound und Licht. Mercedes hat es mit der E-Klasse auf die Spitze getrieben und S-Klasse Käufer dürften sich aktuell ein wenig hinten angestellt fühlen, denn was Mercedes an Assistenz in die E-Klasse packt, packt einen. Allerdings – auch da – die Aufpreisliste im Blick. Und immer den Leasingrechner im Hinterkopf.

Der raue Sound des V6 verschwimmt im C-Modus und beim Bummeln im neunten Gang über die Landstraße recht schnell. Wer sich für Sport+ und Attacke entscheidet, erlebt die emotionale Stimmlage des Sechszylinders. Es ist beeindruckend. Ein Spagat auf dem Niveau von Mr. Jekyll und Mr. Hyde. Im Gewand eines erfolgreichen Managers, der Spießer-Klamotten gegen Hugo Boss-Anzug und Sportschuhe getauscht hat.

Die Entscheidung, ein AMG-Entry-Level zu schaffen. Nachvollziehbar. Damit es keine oberflächliche Nummer bleibt, packt man bei AMG eben neben der Optik auch die Hardware an.Das Fahrwerk wird optimiert, der Allradantrieb in Richtung hecklastig abgestimmt, bei den Bremsen aufgesattelt und die Schaltzeiten verkürzt.

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Papa würde nochmal ja sagen

Der erste Ausflug im E43 ist schnell vorbei. Das liegt dieses Mal jedoch nicht an den 401 PS, sondern am eng getakteten Zeitplan. Klar ist jedoch – Papa würde sich für so einen Mercedes-AMG E43 als T-Modell entscheiden, wenn das Budget den Sprung zum kommenden E63 nicht zulässt. Zumal der 43 auch die ganz zivile und souveräne Gangart des Understatements beherrscht. Ob man das vom kommenden V8-Tier auch wird sagen können? Es bleibt spannend. Ich würde ja sagen – das Budget sagt jedoch nein …

 

 

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Markenausblick Mercedes – Die S-Klasse will Weltklasse bleiben

Auch eine S-Klasse kommt in die Jahre. Selbst wenn man ihr das äußerlich nicht unbedingt ansieht. Nach knapp vier Produktionsjahren sieht Mercedes jedoch Bedarf für Veränderungen. Diese sind umso wichtiger, weil zeitgleich im Herbst der neue A8 (Generation D5) auf den Markt kommt, für den Audi eine Menge an Innovationen verspricht.

Die Überarbeitung des Mercedes Flaggschiffs fiel daher nicht gerade knauserig aus: Gesicht neu, Motoren neu, Cockpit neu, Intelligenz neu. „Die Entwicklung war sehr umfassend. Die S-Klasse soll mit einer ganzen Reihe neuer Features und Funktionen technologischer Vorreiter bleiben“, sagt Entwicklungsvorstand Ola Källenius. Das intern „Mopf“ genannte Facelift soll die erfolgreichste Oberklasse-Limousine der Welt für die kommenden drei Jahre weiterhin dort fahren lassen, wo sie auch zuvor fuhr: auf Platz eins.

Sowohl der Siebener-BMW als auch der Audi A8 fahren beim globalen Absatz bislang hinterher. Die meisten S-Klasse-Neuzulassungen werden in China, den USA und Südkorea registriert. Seit Markteinführung im Sommer 2013 sind weltweit über 300.000 Einheiten verkauft worden, 90 Prozent davon mit langem Radstand. Für die 2015 eingeführte Luxusvariante Maybach verzeichnet Mercedes einen Anteil von über zehn Prozent. Die S-Klasse ist im Portfolio der Schwaben eine Lizenz zum Gelddrucken.

Entsprechend spendabel zeigt man sich nun bei der Modellpflege. Allerdings: Ans Blech ging es dem Luxusliner nicht. Dies hätte dann doch zu hohe Kosten bei den Presswerkzeugen nach sich gezogen. Zudem gab es, was das Design angeht, keine Beschwerden aus Kundensicht. Leicht geändert wurden Frontschürze und Scheinwerfer. Innen erhielt die S-Klasse nach Vorlage der eine Nummer kleineren neuen E-Klasse jetzt einen durchgehend großen Bildschirm und ein neues Multifunktionslenkrad. Es enthält die mit der E-Klasse eingeführten Mini-Pads zur Menübedienung und – erstmals bei Mercedes – sitzt im Lenkrad der Tempomat. Der traditionelle Lenkstockhebel gehört damit der Vergangenheit an.

In Sachen Assistenzsysteme und Intelligenz gehen die Stuttgarter Autobauer einen weiteren Schritt in Richtung autonomes Fahren. Der aktive Abstands-Assistent Distronic greift nun auf Kartenmaterial von Here zurück, erkennt Kreisverkehre, Kurven, Kreuzungen und ähnliches und passt automatisch das Tempo an. Die Stärke der Verzögerung hängt davon ab, welcher Modus (Eco, Comfort oder Sport) eingeschaltet ist. Im Stau kann die S-Klasse bis zu 30 Sekunden stehen. In diesem Zeitfenster fährt sie automatisch wieder an. Neu sind zudem die Car-to-X-Kommunikation, das automatische Quer- und Längsparken sowie das selbstständige Ein- und Ausparken, ohne das jemand hinter dem Lenkrad sitzt.

Premiere haben die neu entwickelten Dreiliter-Reihensechszylinder. Der Diesel trägt die interne Bezeichnung OM 656 und leistet 229 kW/313 PS. Zum Vierzylinder OM 654 besitzt er einen hohen Verblockungsgrad, wie Motoren-Entwickler es nennen, wenn viele Gleichteile verwendet werden. Der Zweiliter-Selbstzünder OM 654 hatte voriges Jahr seine Premiere in der E-Klasse W 213. Noch ist nicht entschieden, ob Mercedes sein Flaggschiff in Zukunft erneut auch als Diesel-Mildhybrid S 300 h – dann mit dem OM 654 – anbieten wird. Die alte Version, unter deren Haube noch der OM 651 arbeitete, wurde bereits eingestellt.

Bei den Benzinern dürfte der M 256 einen neuen Maßstab im Segment markieren. Er leistet 299 kW/408 PS und soll, bestückt mit einem 48-Volt-Teilbordnetz mit elektrischem Zusatzverdichter und integriertem Starter Generator (ISG), nicht nur der sparsamste, sondern auch der sauberste Sechszylinder seines Segments sein. Serienmäßig ist ein Partikelfilter an Bord, den, sukzessive, auch die anderen Baureihen erhalten werden, inklusive der Vierzylinder-Modelle. Alle Motoren der S-Klasse sind nun einheitlich mit dem 9-Gang-Automatikgetriebe (NAG3) gekoppelt.

Als weltweit erste Plug-in-Hybrid-Limousine wird der S 500 e mit einem induktiven Ladesystem ausgestattet. Es ermöglicht das kabellose Laden der Batterie, was für den Kunden einen deutlichen Komfortgewinn bedeutet. Das System, es wurde zusammen mit BMW entwickelt, steht allerdings nicht gleich zur Markteinführung zur Verfügung, es kommt voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018.

Der Verkauf der neuen S-Klasse beginnt diesen Herbst. Neben der Limousine W 222 erhalten auch der V 222 (längerer Radstand), der X 222 (Mercedes-Maybach) und der Maybach Pullmann VV 222 sowie die AMG-Varianten ihre entsprechende Modellüberarbeitung. Zum Ende des Jahres sind dann das Coupé (C 217) und das Cabriolet (A 217) dran. Ob Letzteres auch in nächster Generation die Gruppe der „Dream Cars“ bereichern soll, ist ungewiss. Mercedes plant, sein heutiges Angebot von sechs offenen Autos, auf fünf oder gar vier zu reduzieren. (Michael Specht/SP-X)

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Mercedes-Benz Concept A – Shanghai 2017 mit großer Galerie

Da kommt eine neue „Kompakt-Klasse“ auf uns zu. Eine Kompakt-Klasse die völlig aus den eigenen Schuhen erwächst. Vermutlich ein mehr als legitimer Nachfolger des ehemaligen „Baby-Benz“, nur mit Front- statt Heckantrieb. 

Shanghai 2017 – Mercedes präsentiert das Concept A Sedan

Natürlich kann sich die Presse-Abteilung von Mercedes-Benz nicht verkneifen, von der sinnlichen Klarheit des „Concept A Sedan“ zu fabulieren. Es ist der Oberbegriff der aktuellen Design-Philosophie, geprägt durch Gordon Wagener, dem Chief Design Officer der Daimler AG.

Verabschieden wir uns mal vom Pressemappen-Text. Kommen wir zu den Fakten.

Concept A Sedan zeigt die kommende Design-Linie der „Kompaktklasse“, die gar nicht mehr so kompakt sein wird. Das Konzeptfahrzeug kommt bereits auf 4.570 mm Länge und 1.870 mm Breite.  Oder anders gesprochen, er ist länger und deutlich breiter als der W201, der selige Baby-Benz, den man damals der „Mittelklasse“ zusprach. Und dennoch, es wird genau so kommen. Als A-Klasse Limousine werden wir den Concept A Sedan wieder sehen. Geschliffen aus Shooting Brake und CLA-Genen, basierend auf der MFA-Plattform, wird der jüngste Baby-Benz eine elegante Limousine werden.

Der Panamericana-Kühlergrill dürfte einer kommenden AMG-Variante vorbehalten bleiben, aber die leicht nach vorne geneigte Schnauze, die starken Flanken, die hohe Seitenlinie und eine massive C-Säule stehen für sportliche Eleganz. Kompakt ist da maximal der Spielraum beim Preis.

Ein wenig ängstlich dürfte man auf die kommende Aufpreisliste schielen, denn ohne optionale 20″-Räder lässt sich mit erscheinenden der nächsten „Kompakt-Generation“ vermutlich gar nicht mehr auskommen. Will man die großen Radhäuser und drahtigen Seitenlinien nicht völlig verkümmern lassen.

Marktreife soll die Limousine im übrigen im Jahre 2018 besitzen, freue wir uns also mal auf Genf, oder gar auf Detroit in 2018!

Und jetzt lassen wir mal ein paar Werksbilder „wirken“:

Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017
Mercedes-Benz Concept A Sedan, 2017

Mercedes-AMG GLC 63 – Der neue im Studio

Man geht dreimal in der Woche trainieren, stemmt Eisen, spult zig Kilometer auf dem Laufband ab und erblickt dann ihn – den Neuen. Man gehört schon seit längerem zu den schweren Jungs im Fitnessstudio und dann kommt plötzlich der Neue und gehört einfach so dazu. Die Rede ist hier vom Mercedes-AMG GLC 63, der nun die Riege der Spitzensportler bei Mercedes komplettiert. Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass er nicht ohne Vorwarnung da war, sondern sich seinen Weg geebnet hat. Read more

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Pkw-Bestseller im März – Mercedes erobert zwei Segmente

Im März 2017 hat das Kraftfahrt-Bundesamt einen deutlichen Anstieg bei den Pkw-Neuzulassungen verzeichnet. Demnach kamen 359.683 Autos neu auf die Straße, was einem Anstieg um 11,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz eines leichten Rückgangs waren die Kompakten im März 2017 bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland wieder volumenstärkstes Segment. Mit 84.826 neu zugelassenen Exemplaren lag ihr Marktanteil bei 23,6 Prozent. Deutlich zugelegt im Vergleich zum März 2016 haben vor allem die SUVs (+28,3 %) und Geländewagen (+ 18,5 %). Mit 81.993 Fahrzeugen und einem Marktanteil von 22,8 Prozent bilden sie zusammen das zweitstärkste Segment. Die größten Zuwächse nach den SUVs verzeichneten die Utilities (16.740/+26 %) sowie die Großraum-Vans (14.868/+20,4 %).

Beliebtestes Modell war wie immer der VW Golf mit 23.340 Neuzulassungen (-8,6%). In gleich fünf anderen Segmenten gab es hingegen Führungswechsel. So konnte in der Mittelklasse die Mercedes C-Klasse (6.861/+17,7 %) den VW Passat von Platz 1 verdrängen, und mit der E-Klasse (4.864/+72,1 %) setzte sich Mercedes zudem in der Oberen Mittelklasse an die Spitze. Dafür hat der BMW 7er (602/+1,0 %) in der Oberklasse die Mercedes S-Klasse abgelöst. Bei den Sportwagen konnte der Porsche 911 (963/+28,1 %) die Spitzenposition vom Audi TT übernehmen, während es bei den Utilities einen markeninternen Wechsel gab: Hier musste der VW Caddy dem VW Transporter (3.950/+15,8 %) weichen.

In den anderen Klassen konnten die Spitzenreiter des Vormonats ihre Positionen behaupten. Bei den Minis lag der VW Up (4.016/+19,4 %) vorne, während bei den Kleinwagen weiterhin der VW Polo dominierte (8.517/+38,9 %). Bei den SUVs ist der Ford Kuga die Nummer 1 (4.495/+35,2 %), bei den Geländewagen der VW Tiguan (6.983/+25,9 %). Meistverkaufter Mini-Van war wieder die Mercedes B-Klasse (3.137/+4,9 %), sowie bei den Wohnmobilen Fiats Ducato (3.800/-1,1 %). (Mario Hommen/SP-X)

Mercedes-Benz E Cabrio – Der Stoff, aus dem die Träume sind

Mal ehrlich: Die ganzen Klappdach-Cabrios der letzten Jahre mögen vielleicht praktisch sein, aber eines sind die wenigsten – hübsch anzusehen. Und zu einem klassischen Cabrio gehört nun mal ein Stoff-Verdeck. Das war beim Mercedes-Benz E-Cabrio zum Glück nie anders und so kommt auch das neue Modell mit einem Textil-Käppchen. Was der Schwabe noch zu bieten hat, wollen wir uns einmal genauer ansehen. Read more

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RaceChip C43 – Kombi mit Rennwagenflair

Die Crew von RaceChip hat ein neues Spielzeug und das hört auf den Namen Mercedes-Benz AMG C43. Der schwäbische Kombi, der ab Werk schon nicht gerade müde ist, dient dem Baden-Württemberger Tuner als neues Showcar und wurde erst kürzlich werbewirksam auf Teneriffa bewegt. Mit dem RaceChip C43 wollen die Göppinger zeigen, wie Fahrspaß, Leistung und Alltagsnutzen kombiniert werden können, dass aber dennoch Raum für eine Leistungssteigerung bleibt. Statt der serienmäßigen 367 PS push der Chiptuner das T-Modell auf 435 PS und 634 Nm. Wir schauen uns den optimierten Stuttgarter genauer an.

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Smart „ready to share“ – Nimm’ doch meinen!

Erst kürzlich hat Smart seinen Paket-Service „ready to drop“ gestartet, jetzt zündet die Mercedes-Tochter die nächste Stufe. Mit „ready to share“ können Smart-Fahrer ihren Wagen, wenn sie ihn nicht selbst brauchen, ganz einfach Freunden, Bekannten oder Kollegen überlassen und müssen nicht mal mehr den Schlüssel persönlich übergeben. Möglich macht’s die Technik, die auch die Car-to-go-Flotte nutzt.

In ausgewählten Städten (unter anderem Stuttgart, Köln und Berlin) können Smart-Fahrer ihren City-Flitzer seit kurzem mit einer Connectivity-Box ausrüsten lassen. Über das kleine Kästchen hinter der Windschutzscheibe lässt sich der Smart dann per Smartphone-App öffnen – so kann der DHL-Bote ein Paket im Kofferraum platzieren. Nun erweitert Smart diesen Pilotversuch um eine weitere Funktion: Wer schon ”ready-to-drop“ nutzt, kann mit der gleichen Hardware auch sein eigenes, kleines Car-Sharing-System aufsetzen. Über die App können Smart-Besitzer festlegen, zu welchen Zeiten sie ihren Wagen vermieten möchten und dann Leute dazu einladen, auf den Kalender zuzugreifen. Noch muss jeder potentielle Mieter persönlich hinzugefügt werden, so dass sich der „Kundenkreis“ anfangs wohl auf Familie, Freunde oder die Kollegen in einem kleinen Unternehmen beschränken wird. Später könnte dieser Kalender auch öffentlich zugänglich sein – zum Beispiel über Daimlers zusätzlichen Car-Sharing-Service Croove oder per Facebook.

Neben den verfügbaren Zeiten kann man in der App auch einen Preis für die Vermietung festlegen: Entweder, man überlässt den Wagen kostenlos, zum Selbstkostenpreis – den der Wagen auf Basis der aktuellen Spritpreise automatisch errechnet – oder sogar mit einem kleinen Aufschlag, um Geld zu verdienen. So soll es über kurz oder lang möglich sein, mit wenigen Fahren im Monat zum Beispiel die komplette Leasing-Rate zu verdienen. Das System kann sogar so programmiert werden, dass es nur Geld verlangt, bis eine voreingestellte Summe erreicht ist. Denn: Wer mit der Vermietung mehr Geld einnimmt, als ihn der Wagen überhaupt kostet, rutscht schnell in den gewerblichen Bereich. Das sollte zumindest zuvor mit dem Finanzamt abgeklärt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Zusätzlich zum Preis lässt sich auch eine Homezone festlegen, in der der Wagen nach der Fahrt wieder abgestellt werden muss; auch das wird wohl erst wirklich interessant, wenn man seinen Wagen im größeren Stil anderen überlässt. Anfangs dürften Formalitäten wie der Abstellort oder aber wer die Tankrechnung zahlt eher auf dem kurzen Dienstweg zwischen Eigentümer und Fahrer geregelt werden.

Hat man seinen Smart zum Verleih freigegeben und einer der eingeladenen Car-Sharing-Teilnehmer will den Wagen nutzen, kann er ihn über die App buchen – je nach Einstellung muss die Buchung eventuell vom Eigentümer noch bestätigt werden. Der kann sie auch jederzeit wieder stornieren, falls er den Smart doch selber braucht. Erst kurz vor der vereinbarten Mietzeit erfährt der Nutzer den exakten Standort des Wagens; dort angekommen kann er ihn dann über sein Smartphone entriegeln. Gestartet wird vorerst noch ganz konventionell per Schlüssel, der im Auto deponiert werden muss. Ohne die vorherige Entriegelung per App ist der Schlüssel allerdings nutzlos, sprich, wenn jemand den Wagen aufbricht, kann er trotzdem nicht den Motor starten. Ein Vorteil für den Eigentümer: Er kann in Zukunft den Auto-Schlüssel immer daheimlassen, denn als Eigner braucht er den Wagen natürlich nicht zu buchen, sondern kann ihn jederzeit per App öffnen und mit dem hinterlegten Schlüssel davonbrausen.

Zumindest so lange der Pilotbetrieb läuft – während dem die Nachrüstung der Connectivity-Box und die Bereitstellung der Services übrigens kostenlos ist – stellt Smart außerdem eine Vollkasko-Versicherung für alle Car-Sharing-Fahrer bereit. Wie das in Zukunft mit den Assekuranzen geregelt wird, ist noch offen – doch zeigen laut Smart die großen Versicherungsgesellschaften großes Interesse an der CarSharing-Thematik. Auch das finale Preismodell für die Connectivity-Box und die „ready-to“-Angebote ist noch nicht in trockenen Tüchern. Allerdings geht Smart von eher geringen Kosten für aus. (Michael Gebhardt/SP-X)

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Mercedes Sondermodelle für SL und SLC – Fesch in den Frühling

Seine Roadster-Modelle bietet Mercedes ab sofort auch in den Ausstattungen Red Art (SLC) und Designo Edition (SL) an. Die in Hinblick auf Optik und Ausstattung aufgewerteten Varianten starten bei rund 39.000 respektive 117.000 Euro.

Als Sondermodell Designo Edition bietet der Mercedes SL im Innenraum einige Akzente in Weiß

Für den kleineren Roadster SLC hat Mercedes das Ausstattungspaket Red Art Edition aufgelegt, dass unter anderem einen Hauch mehr Dynamik in die Außenoptik bringt. Es stehen acht Außenfarben zur Wahl. Exklusiv ist eine Dsigno-Lackierung in Mattsilber bestellbar. Speziell für den SLC 43 AMG ist zusätzlich ein grauer Designo-Mattlack erhältlich. Alle Red-Art-Edition-Modelle zeichnen sich durch Rotakzente in der Außenhaut aus. Die Kontrastfarbe findet sich unter anderem bei Frontsplitter, Kühlergrill oder einer Zierleiste im Heckdiffusor wieder.

Außerdem gibt es den Mercedes SLC als Sondermodell Red Art Edition

Hinzu kommen 18-Zoll-Räder im Doppelspeichendesign sowie größere und gelochte Bremsscheiben vorne. Im Innenraum gibt es eine exklusive Lederausstattung in Schwarz mit roten Ziernähten, zudem sind Sitz- sowie die Kopfraumheizung Airscarf an Bord. Grundsätzlich ist die Red Art Edition auch mit dem Ausstattungspaket AMG-Line kombinierbar, was einen noch sportlicheren Auftritt erlaubt. In der Basismotorisierung SLC 180 kostet die Red Art Edition rund 39.000 Euro, für die Topversion SLC 43 AMG werden rund 62.000 Euro aufgerufen.

Neben dem Außendesign hat Mercedes auch den Innenraum des SLC Red Art Edition mit Rotakzenten aufwertet

Gut 55.000 beziehungsweise 75.000 Euro mehr muss man für die Modelle SL 400 respektive SL 500 in der Designo Edition bezahlen. Das Sondermodell bietet eine Außenlackierung in Metallicblau, AMG-Schmiederäder (19 oder 20 Zoll) sowie einige farbliche Sonderakzente im Innenraum, wie etwa Sicherheitsgurte und Zierelemente in Weiß. Zudem gehören zum Designo-Paket Komfortdetails wie etwa der Multikontursitz mit Klimatisierung und Massagefunktion, Airscarf sowie das Fahrassistenz-Paket, das unter anderem Abstandstempomat sowie Spurhalte- und Totwinkel-Assistent bietet. (Mario Hommen/SP-X)

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Mercedes überarbeitet London Taxi – Vito mit lenkender Hinterachse

Bei Taxis in London handelt es sich in der Regel um die etwas barock anmutenden, legendären TX-Modelle des Traditionsherstellers LTI. Doch mittlerweile erfüllen auch einige Vans die nötigen Voraussetzungen, um als Taxi in der britischen Hauptstadt zugelassen zu werden. So wie der Mercedes Vito, den es bereits seit 2008 als London Taxi gibt. Jetzt wurde das Black Cab aus Stuttgart überarbeitet.

Der neue London-Vito ist für maximal sechs Passagiere ausgelegt. Auch behinderte Gäste können mitfahren, denn der Zugang ist für Rollstuhlfahrer barrierefrei. Öffnen sich die elektrischen Schiebentüren zum Fond, fahren auf beiden Seiten Trittstufen elektrisch heraus. Eine Klimaanlage und ein Start-Stopp-System gehören zum Serienumfang. Außerdem bietet das Taxi einige Assistenzsysteme wie Müdigkeits- und Totwinkelwarner oder den aktiven Einparkassistenten.

Wie schon beim bisherigen Modell erfüllt auch der neue London-Vito die besonderen Wendekreis-Anforderungen für Taxis in der britischen Hauptstadt. Dank einer eigens konstruierten lenkbaren Hinterachse beträgt der Wendekreis lediglich 7,62 Meter. (Mario Hommen/SP-X)

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Test: Mercedes-Benz GLE 350d Coupé

Die neue Ausrichtung wirkt, Stuttgart hat gerade erst so richtig Fahrt aufgenommen: Die Spitzenposition im Kampf um die globale Vormachtsstellung der Premium-Hersteller zurückerobert, neue Modelle bringen sie gefühlt im Wochentakt auf den Markt – die komplett neue Design-, wie Technologielinie, sie funktioniert bestens.

Test: Mercedes-Benz GLE 350d Coupé

Bestes Beispiel dafür ist das GLE 350d Coupé. Er strotzt nur so vor Selbstbewusstsein, spielt ganz gezielt die Karte des mächtigen emotionalen Statements, um das es in dieser Fahrzeugklasse zu gehen scheint. Imponieren. Darstellen. Das kann das neue Mercedes-Coupé überraschend gut. Vor allem, weil doch seit jeher klassische Zurückhaltung eher Inbegriff eines jeden Benz war. Eindruck schinden, Prestige- und Ehrfurcht bei den anderen Verkehrsteilnehmern hinterlassen, damit besetzt man heute aber eher die fetten Nischen und entsprechend fährt das  GLE Coupé vor.

Mit 21-Zoll-Bereifung, hinten über 30 Zentimeter breit, steht der vollausgestattete Testwagen so fleischig in den gewölbten Radkästen, dass du die Spoiler, Lufteinlässe und Racing-Gitter der AMG-Line-Verzierung beinahe übersiehst, wären da nicht noch ein paar Radkastenverbreiterungen, Windkanten und andere hochglänzende Details. Generell gilt natürlich auch beim GLE Coupé, wie für jeden anderen Mercedes-Benz auch, dass sich die wirklich feinen Details erst gegen Aufpreis aus der Preisliste locken lassen.

Interessant dabei: du entscheidest über tiefgreifende Auswirkungen des Fahrzeugcharakters allein über die dort gesetzten Kreuze. Das Airmatic-Paket etwa bringt erst diese wirkliche Souveränität, dieses entkoppelte Gleiten, das erstrebte Schweben über den Dingen, das man von einem Mercedes erwartet – und das Trotz der mächtigen Felgen. Natürlich gilt das aber auch für die Dinge, die man nicht unbedingt wie ein Luftfederbein greifen kann, so etwa das Fahrerassistenzpaket Plus, die Klimatisierungsautomatik auch im Fond, LED Intelligent Light System und nicht zuletzt das Comand Online-System.

Die Macht dieser geballten Systemkompetenz des GLE 350d Coupé zeigt sich darin, wie spielerisch du plötzlich mit ihm umgehst. Sein Größe stört dich nicht beim Parken, er macht das schließlich von alleine, er schaut für dich in den toten Winkel und hält die Spur in der engen Autobahnbaustelle. Nicht einmal den Dieselmotor nimmst du mehr als solchen wahr. Und das obwohl es immer noch das alte Aggregat aus dem Vorgänger ist. Soll heißen: 3.0 Liter V6-Direkteinspritzer, 258PS mit 620Nm. Grund dafür ist die neue 9G-Tronic, ein Wunderwerk modernen Maschinenbaus. Unmerklich gleitet es durch die Fahrstufen, hält den Selbstzünder stets im fleischigen Drehmoment massiv und doch drehzahlmäßig so im Hintergrund, dass du ihn kaum je zu dir durchdringen hörst.

Es ist also trotz der Streitwagen-Optik und den Abstrichen bei der Praktikabilität, die die flache Dachlinie und dieses Coupéheck bringen, doch noch sehr viel Mercedes-Benz alter Schule zu finden. Klar, er ist in Sachen Handling, Verbrauch, ja selbst bei der Connectivity-Technologie nicht mehr auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist – 3.5 Tonnen Anhängelast, weit über 600kg Zuladung und dieses unglaublich viel Selbstvertrauen gebende Gefühl, dass man einen Mercedes-Benz fährt, machen ihn aber dennoch zur Empfehlung. Und wem das selbstbewusste Auftreten gefällt, der wird ihn eh mögen.

Test: Mercedes-Benz GLE 350d

Er ist noch immer eine imposante Erscheinung, der Mercedes-Benz GLE 350d 4Matic, dennoch scheint seine Wirkung ein bisschen blasser. Wo man in Stuttgart gerade so richtig Fahrt aufgenommen hat, die Spitzenposition im Kampf um die globale Vormachtsstellung der Premium-Hersteller zurück erobert hat, neue Modelle im Wochentakt auf den Markt bringt, eine komplett neue Design- wie Technologielinie vorgestellt hat – da sitzt das große SUV ein bisschen zwischen den Stühlen.

Fahrbericht Mercedes-Benz GLE 350d

Zu alt, um Kind der aktuellen Formensprache zu sein und zu jung, um von Grund auf neu konstruiert zu werden, blieb nur der Zwischenweg über eine Modellpflege. Aus dem ML wurde der neuen Nomenklatur folgend der GLE, also der geländegängige Ableger der E-Klasse – mit der er technologisch tatsächlich sehr wenig zu tun hat – und er bekam eine neue Front, neue Leuchten am Heck, ein neues Getriebe und ein leicht geändertes Interieur samt frischem Infotainment mit auf den Weg.

Dass der Verzicht auf das radikal Neue nichts Schlechtes sein muss, zeigt sich vor allem beim Fahrgefühl. Denn das ist so angenehm und schwer, wie man sich das gemeinhin für einen großen Mercedes vorstellt. Ein feistes Trumm und doch kommod. Dabei ist er selbst der großen Freiheit nicht abgeneigt, denn entgegen der meisten seiner Konkurrenten scheut sich der GLE nicht vor dem Gelände. Selbst wer sein Kreuzchen nicht beim Offroad-Paket gemacht hat, wird erstaunt sein, was der 350d auf Abwegen tatsächlich zu leisten im Stande ist.

Generell gilt unbedingt: du entscheidest über tiefgreifende Auswirkungen des Fahrzeugcharakters allein über ein paar Kreuze in der Preisliste. Das Airmatic-Paket etwa, so wie in unserem Testwagen verbaut, bringt erst diese wirkliche Souveränität, dieses entkoppelte Gleiten, das erstrebte Schweben über den Dingen. Natürlich gilt das aber auch für die Dinge, die man nicht unbedingt wie ein Luftfederbein greifen kann, etwa das Fahrerassistenzpaket Plus, die Klimatisierungsautomatik auch im Fond, LED Intelligent Light System und nicht zuletzt das Comand Online-System.

Die Macht dieser geballten Systemkompetenz zeigt sich darin, wie spielerisch du plötzlich mit dem GLE 350d umgehst. Seine Größe stört dich nicht beim Parken, er macht das schließlich von alleine, er schaut für dich in den toten Winkel und hält die Spur in der engen Autobahnbaustelle. Nicht einmal den Dieselmotor nimmst du mehr als solchen wahr. Und das, obwohl es immer noch das alte Aggregat aus dem Vorgänger ist. Soll heißen: 3.0 Liter V6-Direkteinspritzer, 258PS mit 620Nm. Grund dafür ist die neue 9G-Tronic, ein Wunderwerk modernen Maschinenbaus. Unmerklich gleitet es durch die Fahrstufen, hält den Selbstzünder stets im fleischigen Drehmomentmassiv und doch drehzahlmäßig so im Hintergrund, dass du ihn kaum je zu dir durchdringen hörst.

Vielleicht ist es also doch nicht so schlecht, dass der GLE noch so ein bisschen ein Mercedes alter Schule ist? Auch wenn er im Handling oder im Verbrauch, ja selbst bei der Connectivity-Technologie nicht mehr auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist – 3.5 Tonnen Anhängelast, weit über 700kg Zuladung und dieses unglaublich viel Selbstvertrauen gebende Gefühl, dass man einen Mercedes-Benz fährt.

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Mercedes-AMG E63 4Matic T – Die Wuchtbrumme

Die E-Klasse ist seit jeher das, was man als wahres Raumschiff bezeichnen würde, wenn es um geräumige Kombis der oberen Mittelklasse geht. Das kann aber auch das normale T-Modell der E-Klasse, das jüngst vorgestellt wurde. Raum und Eleganz mit ausufernder Leistung zu verknüpfen, kann hingegen nur einer: Der Mercedes-AMG E63 4Matic T. Dieser Kombi bietet dank eines 4.0 Liter V8 und Biturbo-Aufladung die markentypische Performance, die bei 612 PS gipfelt. Mit dem voll variablen Allradantrieb, der 4MATIC+, verpufft die Leistung aber nicht einfach, sondern wird in schier unglaubliche Fahrleistungen umgemünzt, die denen eines AMG GT würdig sind. Wir blicken auf den neuen Spitzensportler in der geräumigen oberen Mittelklasse. Read more

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Design-Entwicklung bei Mercedes – Die Rückkehr zur puristischen Form

Erinnern Sie sich? Noch in den 90er-Jahren kostete der sogenannte „Reiserechner“ beim Mercedes-Topmodell über eintausend Mark Aufpreis. In einer Zeit, in der viele BMW-Modelle längst umfangreiche Bordcomputer serienmäßig boten und Renaults elektronische Reisebegleiter über eine Sprachausgabe verfügten. Dafür wirkten die von Chefdesigner Bruno Sacco kreierten Produkte nicht nur bodenständig, sondern auch im besten Sinn einfach und elegant. Und sie strahlten dabei eine schier grenzenlose Solidität aus, was sie in ihren besten Zeiten ja auch waren.

Mercedes soll also mal konservativ gewesen sein? Jüngere Autofans werden das kaum glauben können, denn heute zeigt sich die Marke in Sachen Design ausgesprochen mutig. Auch und gerade im Vergleich zu den Wettbewerbern aus Bayern. Chefdesigner Gordon Wagener stützt sich bei der Weiterentwicklung der Produkte auf zahlreiche, weltweit verteilte Designzentren. In Sindelfingen wird dann gebündelt, was die Kreativspezialisten in Brasilien, China, Indien, Japan und den USA auf den Weg bringen.

Mit der Skulptur Aesthetics A gibt Mercedes eine Vorschau auf die neue Mercedes-Designgeneration, an deren Anfang der Nachfolger der A-Klasse stehen könnte

Viele Länder und Regionen, das heißt auch viele Kulturen. Autodesigner lassen sich nicht nur von der Natur inspirieren – was sich dann in Trends wie dem organischen Design widerspiegelt – sondern auch von Menschen, deren Alltag, Kleidung und Kunst. Gutes Design braucht dringend internationale Anregungen. Ob es nun teure italienische Riva-Boote sind, japanische Haifischflossen oder brasilianische Blumen: Es gibt viele Beispiele dafür, wie Linien und Elemente am und im Auto Dingen aus dem Alltag entlehnt sind – seien es Schlüssel, Tasten, Lichteinheiten oder auf den ersten Blick banal scheinende Funktionselemente wie zum Beispiel Lüftungsdüsen.

Einem möglichst breiten, multinationalen Publikum gerecht zu werden, ist übrigens gar nicht so einfach. Schließlich ist der aufstrebende S-Klasse-Kunde in China vielleicht gerade einmal Anfang dreißig, während Oberklasse-Fahrer in Europa selten unter fünfzig Jahre alt sind – beide stellen völlig unterschiedliche Ansprüche in Bereichen wie Entertainment oder Komfort.

Es soll ein flächenbezogenes und puristisches Design werden – die Zeit der Sicken sei vorbei, proklamiert Chefgestalter Wagener

Auch die Innenarchitektur moderner Luxusautos ist inzwischen denkbar vielschichtig, weil heutzutage Handwerkskunst und anspruchsvolles Infotainment immer weiter miteinander verschmelzen, was neue Herausforderungen mit sich bringt. Beide Felder unterliegen Trends, für das Mobiliar und die Oberflächen muss die Kreativabteilung daher Spezialisten wie Mode- und Textildesigner beschäftigen, um am Puls der Zeit zu sein. Diese wiederum haben sich mit den technischen Gegebenheiten auseinanderzusetzen, was eine Zusammenarbeit mit den entsprechenden Experten erforderlich macht und Schnittstellen erfordert, die es früher überhaupt nicht gab.

Was noch vor wenigen Jahren mechanische Anzeigen und überschaubare LCD-Displays richten konnten, übernimmt heute eine meist riesige Monitorfläche. Und hier steckt riesiges Potenzial für die Zukunft. Wie werden sich Innenräume verändern gerade im Hinblick auf die fortschreitende Autonomisierung? Insbesondere der Fahrer wird den Lebensraum Automobil künftig anders wahrnehmen, weil er sich weniger auf das Fahren konzentriert und sich mehr den übrigen Funktionalitäten des Autos widmen kann. Mit derartigen Zukunftsmodellen beschäftigen sich etwa die Mitarbeiter der fünf Mercedes „Advanced Designstudios“. Was vielleicht in zehn, zwanzig Jahren auf die Kunden zukommen könnte, zeigen verschiedene Studien. Da werden kurzerhand komplette Armaturen zu Anzeigeflächen, oder aber Projektionen in die Windschutzscheibe ergänzen den Informationsfluss und gehen weit über die Leistungen heutiger Head-up-Displays hinaus.

Bei Mercedes macht man sich natürlich auch viele Gedanken über das künftige Design des Innenraums

So gar nicht digital – zumindest nicht vollständig – verlaufen Teile des sogenannten Designprozesses. Zwar werden Entwürfe mit dem Rechner erzeugt, doch um das Modellieren von Tonmodellen kommt man am Ende immer noch nicht herum. Da sind regelrechte Künstler am Werk, die so virtuos mit dem Werkstoff umgehen können, dass am Ende mit Schabern und Spachteln ein präzises 1:1-Modell dessen entsteht, was die Gestalter vorher am Computer erzeugt haben – und zwar mit jedem so noch kleinen Detail. Dann betrachten die Experten das Ergebnis unter verschiedenen, simulierten Lichtverhältnissen und bessern bei Bedarf nach. Schließlich spielen Reflexionen eine bedeutende Rolle bei der Wirkung von Form und Farbe.

Aufregende Studien wie der Mercedes-Maybach 6 sollen einen Vorgeschmack geben, wie künftige Serienmodelle mal aussehen könnten

Da stellt sich die Frage, wie es um die Zukunft des Mercedes-Designs bestellt ist. Aufregende Studien wie F015 oder Vision Mercedes-Maybach 6 sollen ja auch immer einen Vorgeschmack geben, wie künftige Serienmodelle mal aussehen könnten. Mit der Skulptur Aesthetics A gibt Hersteller eine Vorschau auf die neue Mercedes-Designgeneration, an deren Anfang der Nachfolger der A-Klasse stehen könnte. Es soll ein flächenbezogenes und puristisches Design werden – die Zeit der Sicken sei vorbei, proklamiert Chefgestalter Wagener. Diese „glatte“ und „klare“ Stilrichtung wird bereits im jetzt startenden E-Klasse Coupé manifest. Doch auf das Endergebnis muss der Markenfan noch ein bis zwei Jahre warten. (Patrick Broich/SP-X)

NAIAS 2017: Erweiterung des Mercedes-AMG GT Programms

„Let´s go to Detroit“, heißt es in einem meiner Lieblingsfilme – „Out of Sight“. Man mag über den Streifen sagen was man will, aber der Satz stimmt in diesem Jahr, wie selten. Neben der Modellpflege des Kompakt-SUV Mercedes-Benz GLA zeigen die Stuttgarter auf der NAIAS 2017 in Detroit die Auffrischung des Mercedes-AMG GT. Und sich diesen Boliden aus der Nähe anzusehen lohnt sich wirklich, schließlich sprechen wir hier von mehr als ein reines Facelift: Der Parade-Sportler wird um den Mercedes-AMG GT C ergänzt, der zwischen AMG GT S und AMG GT R positioniert wird. Zu viel Buchstaben-Wirrwarr? Wir bringen Licht ins Dunkel! Read more

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Der Mercedes-AMG GLA 45 AMG 4Matic im Jungbrunnen

Neu? Wirklich? Ja, tatsächlich, der Mercedes-AMG GLA 45 AMG 4Matic erhielt ein Facelift – oder MoPf, wie es in Stuttgart genannt wird. Die unscheinbare Modellpflege bringt dem Komakt-SUV eine optische wie auch technische Aufwertung. Die vorsichtigen Optimierungen führen zu einer intelligenten Aerodynamik, die unter anderem durch eine neue Frontschürze und einen entsprechenden Dachkantenspoiler zu einer verbesserten Fahrstabilität führen soll. Zeitgleich verbessert sich der Luftwiderstand auf einen cW-Wert von 0,33. Hier kommen die Details.

Die Modellpflege am Mercedes-AMG GLA 45 AMG fiel „vorsichtig“ aus

Es ist ein typisches Facelift: Eine neue Frontgestaltung, neue Lufteinlassgitter, etwas Lack hier und da und fertig. Beim GLA 45 Facelift hat das alles aber auch einen Sinn und Zweck. So bewirkten die optisch kaum wahrnehmbaren Änderungen eine verbesserte Leitung der Kühlluftströme.

Ein Facelift, das man erst auf den zweiten Blick erkennt

Neben der Aerodynamik wurde auch die Serienausstattung des Mercedes-AMG GLA 45 aufgewertet. So finden sich nun LED-Scheinwerfer auf der Seite der Ausstattungsdetails, die frei Haus kommen. Optional sind hingegen die attraktiven 20-Zoll-Felgen im Vielspeichen-Design, die dem Kompaktsportler ausgezeichnet stehen.

Dezente Verfeinerungen auch im Interieur des Kompakt-SUV.

Auch innen legten die Affalterbacher – hier hat AMG seinen Hauptsitz – Hand an. So ist die Instrumententafel nun serienmäßig mit Kunstleder bezogen. Ergänzt wird die Interieur-Aufwertung durch rote Kontrastnähte, Zierteile in matt bedruckter Grundstruktur und durch AMG-Schriftzüge. Zudem erhielt das Kombi-Instrument ein neues Zifferndesign und überrascht mit einer Tachoeinteilung in 30er Schritten.

Wie es bei einer Modellpflege üblich ist, kommen natürlich auch neue Ausstattungen hinzu. So kann man den GLA 45 AMG nun mit einer 360 Grad-Kamera ausrüsten, die auf vier vernetzte Kameras zurückgreift. Damit erhält man beim Parken und Rangieren einen realistischen Rundumblick aus der Vogelperspektive. Interessanter, vor allem für diejenigen, die den Kompaktsportler gerne artgerecht bewegen, ist da sicherlich das mechanische Vorderachs-Sperrdifferential. Es hält zusammen mit optionalem AMG Dynamic Plus Paket unter dem Blech Einzug. So sollte in Kurven jederzeit genügend Grip zur Verfügung stehen. Und für das letzte Quäntchen Sportsgeist sorgt das AMG Ride Control Sportfahrwerk, das um das Fahrprogramm „Race“ ergänzt wurde.

Fitness-Studio: Der GLA 45 AMG leistet 381 Turbo-aufgeladene PS.

GLA 45 AMG mit einer Literleistung von 191 PS

Geblieben ist der agile 2.0 Liter Turbomotor. Er leistet beeindruckende 381 PS. Damit hält er eine beeindruckende Literleistung von 191 PS parat – Rekordniveau bei Vierzylindern. Die Ausbeute sind kräftig drückende 475 Nm. So gerüstet, sprintet der Mercedes-AMG GLA 45 AMG in 4,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und lässt es erst bei abgeriegelten 250 km/h gut sein.

Geblieben ist aber nicht nur das Aggregat, das man aus dem Bruder A 45 AMG kennt, sondern auch seine Attribute. So gefällt der Turbo-Vierzylinder mit einem spontanen Ansprechverhalten und hoher Durchzugskraft. Gleichzeitig ist er aber auch drehfreudig und rotzt aus seinem Auspuff, dass es nur so kracht – eine wahre Freude. Wem das zu viel des Guten ist, darf beruhigt sein: Serienmäßig kommt das Kompakt-SUV von AMG mit einer Klappen-Abgasanlage, die je nach Fahrprogramm schaltet. Reißt man sich hingegen zusammen, soll sich der GLA 45 AMG genügsam geben und im Drittelmix nur 7,4 Litern konsumieren. Dieser Wert dürfte aber dennoch eher theoretischer Natur sein, schließlich ist ein AMG für die zügige Gangart gebaut. Und genau darauf wurde auch das 7-Gang-DCT ausgelegt. Die Fahrstufen drei bis sieben wurden kürzer übersetzt, sodass die Beschleunigung nun noch emotionaler wirkt und sich das Ansprechverhalten verbessert.

Die Dortmund-Edition

Zum Marktstart wird der Mercedes-AMG GLA 45 AMG – genauso, wie seine Brüder, die auf der A-Klasse-Basis aufbauen – als Yellow Night Edition erhältlich sein. Mit den ausschließlich in Nacht- oder Cosmosschwarz erhältlichen Modellen feiert AMG sich und seine Erfolge. Warum auch nicht, schließlich kann man den Affalterbachern nicht gerade vorwerfen, sich auf ihren Loorberen auszuruhen.

Beflügelt: Durch den gelben Anstrich sticht das Leitwerk richtig heraus.

So kommt die Yellow Night Edition mit graphitgrau-matten und gelbe Flächen daher, die sich am gesamten Fahrzeug wiederfinden. Neben den Leichtmetallfelgen trägt natürlich auch das Interieur den schwarz-gelben Anstrich. Ob das Sondermodell damit zum Dienstwagen für die Spieler von Borussia Dortmund wird?

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Mercedes auf der CES 2017 – Vier Buchstaben Zukunft

Axel Harries hat bei Daimler gerade einen sehr dankbaren Job. Als CEO der „schnellen Einsatzttruppe“ Case kann er mit seinem Team nach Start-up-Manier forschen und entwickeln, gleichzeitig aber steht ihm der Mutterkonzern mit Geld und Ressourcen jederzeit zur Verfügung. Ende 2016 hat Daimler die neue Case-Strategie vorgestellt, und die Buchstaben mit Leben gefüllt: C steht für Connectivity, A für autonomes Fahren; S bedeutet Shared und Service und E bezeichnet den Elektroantrieb. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird diese Strategie nun teilweise konkretisiert.

Das Thema autonomes Fahren steht bei Mercedes schon längere Zeit ganz oben auf der Agenda. Doch stehen die Stuttgarter aktuell vor den gleichen Problemen wie alle anderen Hersteller: Das Auto verfügt noch nicht über ausreichend künstliche Intelligenz, um komplexe Entscheidungen so gut und sicher wie ein Mensch zu treffen, und auch die Bilderkennung muss noch deutlich besser werden. Zumindest Letzteres scheinen die Ingenieure langsam aber sicher in den Griff zu kriegen. Neue Systeme verarbeiten pro Stunde bis zu sieben Terrabyte an Daten und können nicht nur Straßen, Fußgänger und andere Fahrzeuge ausmachen, sondern auch den Gehweg, Laternenpfosten, Gebäude und den Himmel erkennen und sogar Motorradfahrer von Radlern unterscheiden. Und: Die Technik ist lernfähig. Hat ein Auto in Australien einmal ein Känguru als solches erkannt, kann es die Information ans Backend übermitteln und mit dem nächsten Update können alle Mercedes das hüpfende Beuteltier bestimmen.

Die Sitze massieren ihre Insassen

Weitere Fortschritte auf dem Feld der künstlichen Intelligenz sollen außerdem dabei helfen, dem Fahrer die Fahrt angenehmer zu machen. Die auf dem Messestand ausgestellte C-Klasse zum Beispiel lernt durch die Auswertung von Verhaltensmustern ihren Fahrer immer besser kennen und ist nach wenigen Wochen in der Lage, die wahrscheinlich gewünschte Route schon beim Einsteigen vorzuschlagen oder vorherzusehen, wann der Lenker wen anrufen möchte. Apropos anrufen: Auch mit dem eigenen Heim steht das Auto künftig in Kontakt. Ab Anfang 2017 können die Kunden über Google Home oder Amazon Alexa mit ihrem Auto Kontakt aufnehmen und zum Beispiel den Tankfüllstand abfragen, oder schon von daheim aus Naviziele einspielen. Umgekehrt lässt sich natürlich auch aus dem Auto das Smart Home steuern und zum Beispiel das Licht einschalten.

Mithilfe der an Bord verbauten Sensoren scannen Mercedes-Modelle freie Stellplätze am Straßenrand und melden diese an die Cloud

Im Bereich der neuen Service setzt Mercedes vor allem auf Gesundheitsdienstleistungen. Die zum Konzeptfahrzeug „Fit & Healthy“ umgebaute Maybach S-Klasse bietet zum Beispiel zwei sogenannte Erlebniswelten, die Einfluss auf Beduftung, Massage, Ambientelicht und Ionisation der Klimatisierung nehmen und in ähnlicher Form schon bald mit dem S-Klasse Facelift in Serie gehen könnten. Je nachdem ob einem nach Regeneration oder Aktivierung ist, werden zahlreiche Sinne angeregt – sogar die Bauchmuskeln. Beim neuen 4D-Sound wird der Klang derart in mechanische Bewegung umgesetzt, dass er in der Magengegend gut spürbar ist. Spüren kann der Fahrer auch die Tiefenmassage und den Aktivsitz, der im Motion-Modus in Bewegung gerät: Kleine Veränderungen der Sitzposition, zum Beispiel durch Variation der Neigung, sollen auf längeren Fahrten für Entspannung sorgen. Eine ähnliche Technik hat allerdings BMW schon vor einigen Jahren präsentiert.

Der Mercedes der Zukunft gibt auf seinen Fahrer acht

Ganz neu ist dagegen die Predictive Emergency Defense. Über Sensoren im Lenkrad oder eine Smartwatch kann der Wagen den Puls des Fahrers abfragen und daraus den Gesundheitszustand ableiten. Speziell für Vielfahrer und Berufskraftfahrer hat Mercedes eine Sensor-Weste entwickelt, die es sogar ermöglicht, ein EGK während der Fahrt anzufertigen. Diagnostiziert das Auto einen Herzinfarkt, kann es unverzüglich die Rettung rufen und kontrolliert anhalten. Bei einem medizinischen Notfall ist es zweitrangig, wo der Wagen parkt – in der City aber kann die Suche nach einer freien Lücke sehr nervenaufreibenden sein. Das will Mercedes zusammen mit Bosch ändern: Mithilfe der an Bord verbauten Sensoren scannen Mercedes-Modelle freie Stellplätze am Straßenrand und melden diese an die Cloud. Andere Fahrer können die Info abrufen und direkt einen verfügbaren Stellplatz ansteuern.

Neben der Pkw-Sparte hat Daimler erstmals auch seine Van-Abteilung mit nach Las Vegas gebracht

Neben der Pkw-Sparte hat Daimler erstmals auch seine Van-Abteilung mit nach Las Vegas gebracht. Und die wollen gleich eine kleine Revolution bei der Paketauslieferung auf der letzten Meile anzetteln. Von einem Mercedes-Sprinter mit ausgeklügeltem Ladesystem, der zwischen verschiedenen innerstädtischen Lager-Hubs pendelt, sollen Roboter ausgesendet werden, die die Zustellung einer Bestellung zum Kunden über die letzten ein, zwei Kilometer übernehmen. Einen entsprechenden Feldversuch will Mercedes zusammen mit seinem Roboter-Partner Starship und einem noch nicht näher benannten Logistikunternehmen noch im ersten Halbjahr 2017 starten. (Michael Gebhardt/SP-X)

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CES 2017: Vision von der letzten Meile

Mercedes-Benz hat gleich zwei Van-Konzepte nach Nevada gebracht. Nevada Anfang Januar? Zeit für die CES in Las Vegas. CES? Stand das mal für Consumer Electronics Show, will selbst der Veranstalter davon nichts mehr wissen. CES steht 2017 für „CES“. Punkt. Und aus der Handelsmesse für Elektronik-Krusch und Unterhaltungselektronik wurde eine Fachmesse für die drei wichtigen Themen der „mobilen Zukunft“. Elektrifizierung, Konnektivität und Autonomes Fahren. Und so nutzen die Automobil-Hersteller die erste Januar-Woche, noch vor der Messe in „Motown“ Detroit, um die Fachwelt auf die Zukunft einzustimmen.

VISION VAN VEGAS – Mercedes revolutioniert die „last mile“

Postbote 2.1

Es sind keine gänzlich neuen Konzepte. Beide Van-Varianten kannte man bereits, aber die CES bietet das richtige Umfeld, um auf das Thema „Van der Zukunft“ noch einmal aufmerksam zu machen.

Teil 1: Vans and Robots

Bereits vor dem ersten offiziellen CES-Tag lud Mercedes die Medienwelt in die urbane Welt eines Shopping-Centers vor den Toren von Las Vegas ein. Genau die richtige Umgebung. Denn auch wenn wir uns alle keine Briefe mehr schreiben, wir bestellen unsere Waren doch immer lieber im Netz. Oder wünschen eine Lieferung nach Hause, just in time. Um die steigenden Transportaufgaben zu meistern, investiert Mercedes-Benz zusammen mit weiteren Partnern eine gesteigerte Portion Hirnschmalz und heraus kommt der Bubentraum von Robot-Fans.

Mutterschiff und ihre Robot-Kids

Die Idee ist so cool wie logisch. Die letzte Meile ist für die Zustellung von Paketen die aufwendigste. Einsteigen, aussteigen, von Tür zu Tür, zurück in den Paketwagen, wieder 500 Meter fahren, einsteigen, aussteigen, klingeln und immer wieder von vorne. Das ist nicht einfach nur ein anstrengender Job, er ist auch jenseits jeder Effizienz angesiedelt. Wenn dann der Empfänger nicht anzutreffen ist, dann killt die Wiederanfahrt auch das letzte Quentchen Effizienz. Die Lösung, die Mercedes-Benz mit Starship Technologies, einem britischen Start-Up, erarbeitet hat – packt die Zukunft beim Schopfe.

Ein umgebauter Mercedes Sprinter dient als „Mutterschiff“ für ein halbes Dutzend Robots. Kleine sechsrädrige Roboter, die kaum größer sind als zwei Kasten Bier. Im Sprinter gemeinsam zu einer logischen und vom Kollegen Computer als ideal berechneten Haltestelle verbracht, schwärmen die Bots aus und erreichen selbstständig ihr Ziel.

Und wer klingelt an der Tür?

Mit der Hilfe von Kameras, GPS und Ultraschallsensoren bewegen sich die Robots mit bis zu 6 km/h auf den Gehwegen. Erkennen Passanten und rote Ampel. Klettern über Bordsteinkanten und werden aktuell auch noch von einem „Controller“ in zentraler Position kontrolliert. Die gesamte Lieferkette orientiert sich an dem Wunsch des Endkunden, möglichst schnell den bestellten Artikel zu erhalten. Via App lassen sich die Lieferadresse festlegen und der Zeitpunkt vereinbaren. Ebenso via App wird der Empfänger darüber informiert, dass sich sein Paket nun im Robot vor seiner Tür befindet.

Drei Stunden nach Bestellung soll die Ware dann beim Kunden eintreffen. Nicht einfach nur „same day“, auch noch individuell abgestimmt. Nach der erfolgreichen Übergabe macht sich der Robot wieder auf den Weg. Er kommuniziert ständig mit seinem Mutterschiff und ist in der Lage, zurück zum Ursprungsort zu fahren oder einen neuen „Meeting-Point“ zu vereinbaren.

Aktuell fahren die Robots bis zu 10 Kilometer. In der nächsten Ausbaustufe sollen sie nicht nur in ihrem Mutterschiff beladen, sondern auch aufgeladen werden. So lassen sich per Algorithmus geplante Auslieferungstouren um kleinere, dezentrale Waren-Hubs aufbauen. Big-Data, Automation und selbstfahrende Robots.

Die Vision von „Vans and Robots“ gibt einen Ausblick auf eine heftige Steigerung der Effizienz im Lieferverkehr und eine „letzte Meile“ , die vom Kollegen Robot abgefahren wird. Die Kosten für diese Automation? Knapp 1$/€/Pfund je Zustellung. Danke – dafür verzichte ich dann wirklich gerne auf den mürrischen Paketfahrer, der oftmals nicht einmal vor der Tür wartet, bis das Klingeln verhallt ist und seine „Benachrichtungskarte“ schon eingeworfen hat, bevor man die Chance hatte, ihm die Tür zu öffnen. Dann doch lieber per App ein Rendevouz mit dem Robot vereinbart ;).

Teil 2: Der Vision VAN in Vegas

„Vision Van in Vegas“: Vernetzung und Drohnen

Die Notwendigkeiten des alltäglichen Güter-Transportes mit den unausweichlichen Faktoren der Digitalisierung verschmelzen lassen. Nicht weniger als die Zukunft der „letzten Meile“ – mit dem Vision VAN präsentiert Mercedes-Benz einen Ausblick in die Welt von DHL, UPS und Co. in ein paar Jahren. Dass Drohnen und Robots dazugehören? So unwahrscheinlich ist das gar nicht.

Als erster Transporter weltweit wird er zum Gesamtkonzept für eine komplett digitale Prozesskette vom Warenverteilzentrum bis zum Empfänger. Er verfügt über einen vollautomatisierten Laderaum, integrierte Drohnen zur autonomen Luftzustellung und eine moderne Joystick-Steuerung. Dank seines 75 kW starken Elektroantriebs mit bis zu 270 km Reichweite erfolgt die Zustellung mit dem Vision Van emissionsfrei und nahezu lautlos. Mit dem Zusammen­spiel einer Cloud-basierten Steuerungssoftware mit optimierter Hardware setzt der Vision Van neue Maßstäbe für die Effizienz, Qualität und Flexibilität von Zustelldienstleistungen auf der letzten Meile.

Ein Musterbeispiel für intelligente Kommunikation

Besonderen Raum im Gesamtkonzept des Vision Van nimmt die Gestaltung der „User Experience“ und des „User Interface“ ein. Die Studie ist ein Beispiel für intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeug, Fahrer und Umwelt. Über den Black Panel Kühlergrill mit LED-Matrix und ein ins Heck integriertes LED-Display kommuniziert das Fahrzeug mit anderen Verkehrsteilnehmern. Es warnt sie etwa, wenn das Fahrzeug anhält, abbiegt oder Drohnen von ihm abheben. Es signalisiert dem nachfolgenden Verkehr auch, dass das Fahrzeug überholt werden kann, weil es sich für längere Zeit in einer Parkposition befinden wird.

Im Innenraum setzt sich diese Form von intelligenter Kommunikation fort. Über das Dashboard, einen weit geschwungenen Ring, überzogen mit einer Premiumtextilie, versorgt das Fahrzeug seinen Fahrer mit allen relevanten Informationen – zum Beispiel Geschwindigkeit, Informationen zur Routen­planung und Details zum Drohnenflug. Auch über den Boden im Innenraum spielt der Vision Van Informationen an den Zusteller. Dank eines speziellen Effekts signalisieren LED-Anzeigen im Edelstahlboden, ob sich Fußgänger oder Radfahrer nähern. An der Hinterwand der Fahrerkabine, neben der integrierten Paketausgabe, befindet sich ein Infoterminal. Es dient als Kommunikationsmittel für die autonom funktionierende Systemwelt des Vision Van. Gleichzeitig dient es als zentrale Steuereinheit, um das intelligente Fahrzeug und die automatisierten Systeme und Informationen rund um die einzelnen Aufträge zu vernetzen.

Der Fahrer wird darüber hinaus mittels einer Smartwatch kontinuierlich mit Informationen für die manuelle Zustellung versorgt. Sie zeigt ihm unter anderem die Lieferadresse, Eingabecodes für elektronische Schließsysteme und gegebenenfalls sichere Ablageorte für die jeweilige Sendung an. Auch für den Endkunden ergeben sich neue Möglichkeiten: Er profitiert von der zuver­lässigen Umsetzung neuer Optionen wie der Lieferung am gleichen Tag und der zeitgenauen Zustellung. Gleichzeitig kann er die Zustellung optimal an seine Bedürfnisse anpassen und zum Beispiel deren Termin verschieben, wenn sich seine Tagesplanung ändert.

Willkommen in der Zukunft der Transportwelt.

Wettrennen der Premiummarken – Mercedes wieder an der Spitze

Mercedes kann seine Position als weltweit führende deutsche Premiummarke zurückerobern. Im laufenden Jahr werden die Stuttgarter einer Prognose des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen zufolge mit knapp 2,1 Millionen verkauften Fahrzeugen an BMW (ohne Mini) vorbeiziehen. Der Münchner Konkurrent erreicht mit 2,0 Millionen Verkäufen Platz zwei vor Audi mit 1,87 Millionen Fahrzeugen. Im kommenden Jahr dürfte Mercedes seine Position noch ausbauen: Die Experten gehen von 2,24 Millionen verkauften Autos aus, während BMW auf 2,1 Millionen und Audi auf 1,93 Millionen kommt.

Mercedes war lange Zeit die klare Nummer eins unter den Premiummarken. 2005 jedoch wurde die Marke von BMW auf Platz zwei verwiesen, 2011 zog dann auch noch Audi vorbei.

Insgesamt läuft das Geschäft für die deutschen Premiumhersteller gut. Im kommenden Jahr werden Audi, BMW und Mercedes laut CAR gemeinsam 6,27 Millionen Neuwagen verkaufen. Das entspricht einem Anteil von 7,4 Prozent an dem dann 84,6 Millionen Fahrzeuge großen Weltmarkt. (Holger Holzer/SP-X)

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Roadtrip: 4.043 Meilen quer durch die USA #mbc2c

USA: Coast2Coast in der Mercedes-Benz E-Klasse

Unterwegs im Drive-Pilot Habitat

Um ein Land zu verstehen, muss man es bereisen. Um ein Auto zu verstehen, muss man es fahren.  Soweit, so simpel. Die neue E-Klasse kenne ich bereits. Hier gab es die internationale Premiere für Journalisten, dann kam das T-Modell und derzeit fahren die Kollegen den AMG-Hammer der E-Klasse. Doch Presse-Fahrveranstaltungen sind zeitlich eng gesteckte Erlebnisse. So eine „full spec“ E-Klasse dabei wirklich zu „erfahren“ – eher schwierig. Und auch die ganzen Motorisierungen zu testen. Man lässt sich ja doch lieber zu E43 und AMG hin verleiten.

Unter der Oberfläche

Ähnlich sieht es bei den USA aus. Ein Land, das fasziniert. Eigentlich kenne ich es auch. Aber eben, nur oberflächlich. Und derzeit berührt mich das Land persönlich sehr. Was passiert dort? Was denken die Menschen, wenn man mal nicht die hippen Ost- und Westküsten-Städte besucht? Als die Frage kam, ob ich nicht mit der neuen E-Klasse von Miami nach Los Angeles fahren möchte – war meine Antwort klar, noch bevor die Frage zu Ende gestellt wurde. Ja – ich will. So unüberlegt und dennoch eindeutig war vermutlich nur  noch meine Antwort vor dem Standesbeamten.

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Und dieses Mal stand kein AMG zur Verfügung. Kein G63, kein SL63, nicht einmal eine feine S-Klasse 550. Nein, es sollte ein E300 4matic sein, in Buchhalter-Grau, oder wie es die Mercedes-Benz Experten nennen, in Diamant-silbern. Mit einem Vierzylinder. In den USA. Durch die USA. Den aufgeladenen „300er“ Vierzylinder und den Mercedes-Allradantrieb inklusive 9-Gang Automat gibt es in dieser Kombination im übrigen nicht in Deutschland. Spannende Wahl also allemal. Viel spannender war jedoch die Frage, wie sich der Drive-Pilot schlagen würde. Ist die Zeit reif für Stufe 2 auf den 5 Stufen zum autonomen Fahren?

Karibik-Buntes Ambientelicht

Die USA sind vielschichtig. Wie die Ausstattungskataloge des Mercedes-Benz Konfigurators. Der Start in Miami ein buntes Erlebnis. Launiges Karibik-Feeling mischt sich mit der Präsenz von Senioren und Winter-Flüchtlingen aus der ganzen Welt. Die ersten Meilen vergehen, während man sich in den Konfigurations-Möglichkeiten der Business-Class Limousine verirrt. Wo war noch einmal die Ambiente-Beleuchtung? Verflucht? Welche der 64 Farben passt denn nun zu Miami?

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Der Drive-Pilot wird bereits zum Start der Tour aktiviert. Unsicherheit. Erst einmal. Man kennt ja das TESLA-Fiasko. Aber es ist nun einmal kein „Autopilot“, wie es die anderen nennen, es ist und bleibt ein Assistenzsystem auf dem Level 2. Für die Navigation probiere ich also lieber die Sprach-Erkennung aus, damit bleiben die Augen auf der Straße und das „Schreiben“ auf dem Dreh-Drücksteller mag zwar auch funktionieren, ist aber eben nicht so intuitiv. Und überhaupt – was musste man bei den US-Adressen noch einmal beachten? Erst die Hausnummer? Dann die Straße? War der Zielpunkt der Tages-Etappe nun „South“ oder „North“? Dem Comand-System ist es egal. Meinen US-Slang akzeptiert es wohlwollend. Die Suche über die Sprach-Erkennung? Ein Segen. Die Ergebnisse, zu 99.9% auf den Punkt. So muss das mit dem „Assistieren“ laufen. Helfen, nicht nerven. 

Die Augen ermüden, der Drive-Pilot nicht

Nach 250 Meilen ermüden die Augen. Die Eindrücke entlang der Küste Floridas sind berauschend. Das Meer, Strandverläufe und immer wieder die ewig gleichen Kleinstädte. Hier eine Tankstelle von der Kette A, da ein Fastfood-Restaurant von der Kette B und da drüben, wieder ein Shop von Kette C. Bereits am ersten Tag wird klar: Die USA mögen ewig gleich strukturierte Prozessabläufe. Die USA, das Land der Ketten und der Systemgastronomie. Aber damit tut man ihnen unrecht, oder? Dem 300er ist es auf jeden Fall egal. Er schiebt uns, während sein Vierzylinder unter 2.000 Umdrehungen im 9.Gang vor sich hin brummelt, mit überraschender Effizienz in Richtung Tagesziel. Nicht erotisch, der Klang, aber effizient im Antrieb.

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Ja, Kaltstart ist nicht so sein Ding. Müssen wir Benzin tanken, oder nicht doch Diesel? Beim Aufbruch in Richtung Westen, der erste Tag ging an der Ostküste entlang in Richtung Norden, stellt sich die Frage zum ersten Mal. Der 300 mag sich als Effizienz-Wunder präsentieren, aber dafür erfordert er die Nachsicht beim Geräuschbild. Am Anfang dachte ich noch, da wäre das Hosenrohr gerissen. 

Effizient, aber rau

Die Meilen addieren sich. Der Verbrauch sinkt auf knapp 32 mpg. Beim Umrechnen im Handy klappt die Kinnlade herunter.

Die Landschaft verändert sich zum ersten Mal, als wir Texas erreichen und die Golf-Küste verlassen. Aus dem fast tropischen Bild wird ein etwas kargeres. Die Menschen verändern sich. Die Autos, mit denen wir uns die Interstate teilen, verwandeln sich. Aus SUVs und Limousinen werden Pick-Up Trucks. Nicht diese „kleinen Dinger“. Die großen. Mit Zwillings-Bereifung und derben Rußfahnen beim Beschleunigen. Feinstaub und Nox-Emissionen? Die Probleme der anderen. Sowie es so langsam eh mehr und mehr um „die anderen“ geht. 

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Noch den ersten 1.000 Meilen ist der Drive-Pilot zum besten Freund geworden. Keine Interstate vergeht, ohne die Wachsamkeit und Assistenz des Drive-Pilot zu nutzen. Er warnt dich vor Trucks, die unangekündigt die Spur wechseln, er hält dich sicher auf deiner Spur, während du im Satelliten-Radio zwischen Sendeplatz 85 und 179 nach neuer Musik suchst. Und natürlich entspannt er deine Körperhaltung. Die Hände lässiger am Lenkrad, leichte Führung, den rechten Fuß relaxed im Fußraum, weg vom Gaspedal. So gibt dir diese E-Klasse den Freiraum, deine Gedanken schweifen zu lassen. Die Augen auch mal über den Horizont wandern zu lassen. Die Eindrücke mental zu verarbeiten. Vom subtropischen Klima Floridas zur trockenen Landschaft Texas in Richtung Norden, in Richtung Wälder und weit greifenden Bergen. Colorado überrascht am meisten. Den Vierzylinder-Turbo geißeln die Aufstiege auf über 4.000 Höhenmeter. Jetzt, ja jetzt, wäre der E400 die deutlich lockere Wahl. Oder ein 350er Diesel? Doch die USA verstehen den Diesel nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn er ohne Rußwolken auskommt. Ein Diesel ohne Rußwolken – und überhaupt, ein Diesel, ja, doch nur ein Truck-Antrieb. Manchmal kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Bei den Motoren herrscht selige Übereinstimmung und trottelige Vergangenheitsliebe, aber wehe, du fragst nach French-Toast oder Kaffee, von beidem gibt es mehr Varianten als es dem eigenen Cholesterin-Spiegel oder der Magendrüse gut tut. Texas, New Mexico und Colorado sind so völlig anders als die Urlaubsorte an der Ost- und Westküste. Nicht, dass die Menschen nicht freundlich sind. Auf dem ganzen Trip haben wir nicht einen Menschen getroffen, der nicht freundlich war. Aber, es ist anders. Der mittlere Westen ist gläubig. Und manchmal glaubt man sogar die wenig nachvollziehbaren Versprechen eines Verführers mit orangener Haut und merkwürdigen Haupthaar. 

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Atemberaubend

Die anspruchsvolle Landschaft Colorados raubt mit ihrer dünnen Luft nicht nur mir den Atem. Auch der Verbrauch des E300 leidet. 30 mpg sind erst einmal Geschichte. Wie gesagt, „Rightsizing“ des Antriebes ist eine Frage, die mehrschichtig ist. Und manchmal ist mehr, eben gerade richtig. Notiz in der Ringmappe: E-Klasse für den nächsten USA-Roadtrip? Mindestens als 400er Benziner.

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Filmkulisse USA

Von Colorado führt der Weg nach UTAH. Das Land der Canyons. Und wieder ändert sich die Vegetation komplett. Endlose Highways führen in Richtung Horizont. Meile um Meile, geradeaus. Das Tempolimit wird großzügig ausgelegt, die Warnschwelle des Comand-Systems angehoben. Mittlerweile finden die Finger blind zum Untermenü für die Sitzmassage. Nach über 2.800 Meilen ist der Favorit hier klar gefunden. Die „Active Massage“ gewinnt. Der Sound der „kleinen“ Burmester-Anlage liefert das akustische Spektakel für die umwerfenden Eindrücke der Weite. So langsam wirkt das alles wie ein endloses Intro für einen Roland Emmerich Film.

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Aliens und Waffen

Immer wieder die Gedanken, wie das wohl war, als nicht der Stern gen Westen trug, sondern eine Kutsche. Ein Pferd. Die Einsamkeit muss brutal gewesen sein. Der „wilde Westen“? Keine einfache Kulisse, ein Sinnbild für die Anforderungen, die man meistern musste. Eine Historie, die Menschen prägt, eine Geschichte, die erklärt, weswegen man den „Amis“ nicht einfach das „Second Amendment“ wegnehmen kann. In Nevada soll es Aliens geben. Oder wenigstens einen „Extraterestrial Highway“. Wie vieles in den USA verläuft man sich schnell in Touristenfallen – aber abseits der Trampelpfade findet man immer wieder Stellen, an denen einem die Faszination der Weite jegliche Laute raubt. 

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Am vorletzten Tag lockt die Sünde. Las Vegas. Dieses Lichtermeer in der Wüste. Wer „Vegas“ besucht, sollte das mit dem Auto tun. Und er sollte am Abend ankommen. Vegas liegt in einem Tal-Kessel, lange, bevor man ankommt, schimmert der Himmel über der Wüste orange. Nach der endlosen Weite, der Einsamkeit, draußen – wirkt das überdrehte Las Vegas surreal. Überdreht. Zu grell. Wie einige der Lichtfarben der Ambiente-Beleuchtung, wie die volle Dröhnung aus der Burmester-Anlage bei überkommender Müdigkeit.

Vegas zu verlassen, ist so schön wie ankommen.

Noch ein letztes Mal lockt die Wüste. Auch nach über 3.300 Meilen spielen die Sitze in der E-Klasse den perfekten Gastgeber. Warum man sich so gerne auf die E-Klasse als Flottenfahrzeug einlässt? Vermutlich, weil sie auch in der jüngsten Generation ihre klassischen Tugenden nicht vergessen hat. Okay, zu dieser Erkenntnis hätte es vermutlich auch die Strecke Ulm-München getan. Nachdem man sich aber über die gesamte Breite des Nordamerikanischen Kontinent davon überzeugt hat – muss es nochmal erwähnt werden. 

Der Salzgeruch der Westküste überlagert das Beduftungsystem der E-Klasse, als das Ziel sichtbar wird. Die Pier in Santa Monica, Endpunkt der Route 66 durch die USA. Endpunkt einer Reise, die mir am Ende mehr Antworten über die E-Klasse lieferte als über die USA.

Welcome to Drive-Pilot-Habitat-Country, welcome to the U.S.

Die klassische Reise-Limousine ist, auch als 300er, Sieger der Herzen, nicht der Performance und nicht beim Geräuschbild – aber wenn es um die Tugend des „Ankommens“ geht, fährt sie einen klaren Punktsieg ein. Um die USA zu verstehen, gut, dazu muss ich vermutlich noch einmal zurückkommen. Eventuell beim nächsten Mal voll-autonom? Ost-Küste -> West-Küste? Das dürfte dann auch für den „Stern“ eine Herausforderung sein.

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Kältemittelstreit – Mercedes führt CO2-Klimaanlage ein

Mercedes beginnt mit der Umstellung auf CO2-Klimaanlagen. Den Start macht nun das S-Klasse Coupé, weitere Varianten des Oberklassemodells sollen im kommenden Jahr folgen. Damit sind die Stuttgarter der weltweit erste und wohl auch auf absehbare Zeit einzige Hersteller mit dieser Technik. Im kommenden Jahr soll auch in der kleineren E-Klasse als Option eine Klimaautomatik mit CO2-Technik angeboten werden. In den Standardvarianten kommt dann jedoch das wegen möglicher Brandgefahr umstrittene Kältemittel R1234yf zum Einsatz.

Das aktuell noch in der E-Klasse genutzte Vorgängermittel 134a wird zum 1. Januar 2017 endgültig verboten. Für Mercedes ist das ein Problem, hatte die Marke die Sicherheitsdiskussion um R1234yf vor drei Jahren doch mit eigenen Brandtests erst in Fahrt gebracht und anschließend den Einsatz des Stoffes gegen große Widerstände verweigert.

Wo R1234yf aus Mercedes-Sicht nicht zu vermeiden ist, soll ein umfassendes Schutzpaket den erzwungenen Einsatz des Stoffes absichern. Unter anderem gibt es eine Schutzgas-Patrone im Motorraum. Bei einem Unfall tritt das Edelgas Argon aus, das heiße Motorteile gegen das austretende Kältemittel abschirmen soll. Laut Hersteller wird so einer Entflammung entgegengewirkt. (Holger Holzer/SP-X)

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Neue Mercedes-Motoren – Nach altem Rei(he)nheitsgebot

Sie sind zurück, die guten, alten Reihen-Sechszylinder. Die neue Motorenfamilie von Mercedes kommt wieder in der altbewährten Bauform, die viele Kunden vor allem wegen ihrer Laufruhe schätzen. Das allein aber hat die Stuttgarter nicht zum Umdenken bewogen: Zum einen ist der Reihenmotor schlichtweg günstiger, da nur ein Zylinderkopf und Ventiltrieb benötigt wird. Zum anderen ist die Abkehr vom V-Motor auch der veränderten Nachfrage geschuldet. Der V6 nämlich ist ein Abkömmling des großen Achtzylinders. Der allerdings wird immer seltener nachgefragt, weshalb sich eine gemeinsame Basis und Fertigung mit den Vierzylindern in Zukunft eher rechnet. Da die nun mal eben in Reih’ und Glied stehen, werden auch beim Sechsender die Zylinder wieder hintereinander angeordnet.

Das allerdings ist nicht die einzige Neuerung. Auch bei Mercedes steht das Thema 48-Volt-Bordnetz ganz oben auf der Agenda. Und das bringt der neue Sechser M 256 ab Mitte 2017 in die dann frisch überarbeitete S-Klasse. Aber der Reihe nach: Der Benziner hat, wie alle Aggregate der neuen Motorenfamilie, das einheitlichen Zylindervolumen von gut einem halben Liter, macht in Summe also drei Liter Hubraum. Was sich daraus an Leistung generieren lässt, will man in Stuttgart noch nicht preisgeben. Nur so viel sei verraten: Mehr als 300 kW/408 PS und über 500 Nm Drehmoment – gleichzeitig sinkt gegenüber dem aktuellen Modell im S 400 der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß um 15 Prozent.

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Für den gezügelten Durst zeichnet freilich nicht wirklich die neue, alte Zylinderanordnung verantwortlich. Vielmehr sorgen motorinterne Optimierungen, zum Beispiel reduzierte Reibung, für den Minderverbrauch. Und natürlich der ISG. Der „integrierte Starter-Generator“ sitzt zwischen Motor und Getriebe und ersetzt den klassischen Riementrieb. Hier kommt das 48-Volt-Netz ins Spiel, schließlich ist der ISG im Grunde nichts anderes, als ein Elektromotor. Er übernimmt das Starten des Benziners und steuert beim Beschleunigen Kraft bei, die für schier „brutalen Durchzug“ sorgen soll. Außerdem erlaubt er eine Lastpunktverschiebung, sprich der Ottomotor kann verbrauchsärmer betrieben werden, da er nicht mehr die maximale Power liefern muss. Umgekehrt, also beim Bremsen, sorgt der ISG dafür, das überschüssige Energie wieder in Strom und nicht nur in Wärme verwandelt wird.

Da der Riementrieb gänzlich entfällt, sind alle Nebenverbraucher wie Wasserpumpe oder Klimakompressor elektrisch ausgelegt; dadurch können sie auch bedarfsgerecht gesteuert werden. Und noch ein Bauteil nutzt das neue 48-Volt-Netz: Der elektrische Zusatzverdichter, der dafür sorgt, dass der Verbrenner schon reichlich Drehmoment bereitstellt, ehe der große Abgas-Turbolader in die Gänge kommt. Apropos Abgase: Da der Reihen-Motor zwar länger, dafür aber schlanker ist, als ein V-Triebwerk, konnte nahezu die gesamte Abgasnachbehandlung direkt an den Motor ran gebaut werden. Nur der Partikelfilter – ja, den gibt es zukünftig auch für die Benziner – ist noch im Unterboden.

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Der R6 ist aber nicht das einzige neue Triebwerk im Mercedes-Stall. Abgeleitet davon gibt es einen neuen Zweiliter-Vierzylinder (M 264). Auch mit 48-Volt-Unterstützung, aber einem riemengetriebenen Starter-Generator, der ebenso für extra Schub sorgt und Energie rekuperieren kann. Mercedes spricht hier von rund 200 kW/272 PS Leistung. In der aufgefrischten S-Klasse wird der Motor nicht zum Einsatz kommen, seine Premiere findet Ende 2017 statt, vermutlich in der E-Klasse. Dort, im E 220 d, arbeitet heute schon ein Vierzylinder-Diesel der neuen Generation. Dem stellt Mercedes bald auch eine Sechszylinder-Version zur Seite; wie bei den Benzinern ebenfalls in Reihe und mit drei Litern Hubraum. Der OM 656 liefert über 230 kW/313 PS und stemmt mehr als 650 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Anders als beim Vierzylinder setzt Mercedes hier auf doppelte Aufladung und einen erhöhten Einspritzdruck von 2.500 bar. Das 48-Volt-Netz oder ein Startergenerator sind beim Diesel allerdings noch nicht vorgesehen.

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Das gilt auch für den neuen Biturbo-Achtzylinder M176, der wie der Sechszylinder-Diesel ebenfalls in der S-Klasse debütieren wird. Der mit den AMG-Motoren aus GT und C 63 verwandte V8 zeichnet sich vor allem durch die Zylinderabschaltung aus. Bei Nichtbedarf werden die Brennkammern 2, 3, 5 und 8 mittels verschiebbarer Nockenstücke der Ein- und Auslassnockenwelle stillgelegt. Ruft der Fahrer mehr Leistung ab, steigt die Drehzahl über 3.250 U/min oder schaltet man in den Sport-Modus, wird der Teilzeit-Vierzylinder binnen Millisekunden wieder zum Achtender. Zusammen mit einer Hubraumreduzierung von 4,6 auf vier Liter und weiteren, innermotorischen Verbesserungen soll der Verbrauch um rund zehn Prozent sinken. Gleichzeitig steigt die Leistung von 355 kW/455 auf über 350 kW/476 PS. Damit setzt Mercedes einen neuen Maßstab im S 500. (Michael Gebhardt/SP-X)

10 Fragen zum neuen Mercedes-Benz Pick-Up

Weltpremiere für ein Konzept. Großer Bahnhof in den Schärengärten in Schweden. Was wohl irgendwie einen Sinn ergibt, denn Steine und Bäume können die Schweden – und Steine und Bäume wirken gerade genug rustikal und „down to earth“, um einen Pick-Up zu präsentieren. Nicht irgendeinen – den Mercedes unter den Pick-Ups. Vorhang auf, für einen ganz zarten unter den Harten: Den Premium-Pick-Up aus Stuttgart!

Mercedes-Benz X-Class Concept

Ganz egal, ob GLT, GLX oder X-Class, was Mercedes in der Nähe von Stockholm präsentiert hat, gehört zu den Dingen, die eigentlich niemand mehr braucht. Aber vermutlich die Hälfte der Anwesenden direkt mitgenommen hätte, weil es eben dieses „will ich haben“ Gefühl auslöst. Egal, wie sinnfrei es sein mag. Eine Premium-Pick-Up Klasse? Mal ehrlich. Ein Hirngespinst von Marketing-Schulabrechern, oder? Oder nicht. Einfach nur eine logische Konsequenz. SUVs hat jeder. Will jeder. Und der Pick-Up? Der verliert gerade sein hemdsärmeliges Image und wandelt sich zum Lifestyle-Kumpel. Wie der Kombi, vor bald 40 Jahren. Das stellt einen natürlich vor ein paar Fragen. Zehn davon beantworte ich in diesem Artikel! 

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1.) Braucht es dieses Ungetüm wirklich?

Nein. Oder doch? Fakt ist: Es gibt Märkte, auf denen diese Pick-Up Fahrzeuge unfassbar gut verkauft werden. Süd-Amerika, Australien, Russland und auch die USA. Aber bislang gibt es keinen echten Trend zu Premium Pick-Ups. Das will Mercedes-Benz ändern und mit der X-Class ein Angebot etablieren, mit dem man neue Bedürfnisse weckt. Die Premiere der beiden Varianten in Stockholm hat darauf einen Vorgeschmack geliefert. Sowohl der „goldene“ als auch der Perlmutt-Weiße haben die Blicke auf sich gezogen. Und ja, beim Design sprechen wir noch vom Concept-Status, aber die Richtung ist klar. Maskulin oder elegant. Offroad oder urban. Hot oder cool – und nein, über die „sinnliche Klarheit“ sagen wir an dieser Stelle kein Wort. Das tun andere bereits genug. Natürlich ist ein Pick-Up keine Antwort auf die Fragen der modernen Mobilität in den hochkonzentrierten urbanen Lebensumfeldern – aber, die Frage stellt eben nicht jeder. Es gibt Märkte, da braucht es mehr als einen elektrischen smart. Und Mercedes-Benz sieht sich in der Rolle, alle Antworten liefern zu können. Auch wenn die Frage noch nicht gestellt wurde.

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2.) Welche Motoren werden kommen?

Mercedes wird den bekannten V6 Diesel in den Pick-Up packen. Das garantiert zuverlässige Technik, genug Druck und einen annehmbaren Verbrauch. Dass man damit den Lebenszyklus der V6-Triebwerke noch ein wenig verlängert, im Controlling dürfte das gut angekommen sein. Denn klar ist auch: Mercedes-Benz steht gerade an der Schwelle zu einer neuen Motorengeneration.

Neben dem 250+ PS starken Diesel wird es auch den 2.3 Liter Nissan Dieselmotor geben. So als Einstieg in die Premium Pick-Up Klasse. Preislich attraktiver, aber widersprüchlich zur Idee des Premium Pick-Up, oder?

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3.) Kann der Laster auch Last, oder was?

Ja. Bis zu 1.2 Tonnen Zuladung sollen sich auf der Pritsche breit machen können. Das sind Zielwerte und weil man bei Mercedes-Benz auf eine Einzelradaufhängung an der Hinterachse vertraut, könnte der V6-Diesel auch eher bei 1.05 Tonnen landen. Das wird man abwarten müssen. Bei der Premiere wurde Mercedes-Benz jedoch nicht müde zu betonen, wie ernst man den Einstieg nehme. Und auch wenn man ein neues Segment schaffen will – muss auch ein Premium Pick-Up die Leistungswerte der Mid-Size Pick-Up Klasse erfüllen. Auch ohne rustikale Starrachse. Warten wir mal ab – vermutlich landen auf der Ladefläche der „X-Class“ am Ende doch nur Rotwild-Mountainbikes, Surfboards und hin- und wieder ein Billy-Regal.

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4.) Wie ernsthaft nimmt man die Allradtechnik?

Ernst. Zumindest die V6-Dieselvariante wird mit einem Allrad-Antriebsstrang von Mercedes-Benz kommen. Zwei Differentialsperren und ein Untersetzungsgetriebe inklusive. Und mit einem permanenten 4matic-Allradantrieb. Aber – ja – es wird auch eine „Einstiegsvariante“ mit Allradantrieb-System vom Kooperationspartner geben, bei der primär die Hinterachse angetrieben wird.

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5.) Hat der Daimler einen Konkurrenten?

Laut Daimler erfindet man das Segment gerade neu. Was natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Ein Volkswagen Amarok mit V6-Diesel wird in der gleichen Preisklasse liegen und dürfte die gleiche Zielgruppe adressieren. Ansonsten ist die neue X-Class eben durchaus eine Kombination, die man sonst eher nicht kennt.

Auch das Interieur des Concepts zeigt die Richtung gut an. Eine Mischung aus V- und C-Klasse. Ein Hauch E-Klasse und eine Anmutung, die deutlich oberhalb der gängigen Pick-Up Erfahrungen liegt.

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6.) Wie steht es um die Sicherheit des Pick-Up?

Da lässt es sich Mercedes-Benz natürlich nicht nehmen, alles an Bord zu stopfen, was man gerade so in den Schubladen hat. Bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen wird man sich an der neuen E-Klasse orientieren. Abstandshalter, blind-spot-warner und wie die Dinger sich nennen. Bei der Frage der Crashsicherheit wird man kurz mal den Atem anhalten, denn die Basis für den GLT / GLX / „die X-Klasse“, der Nissan Navara hat nur 4-Sterne im EuroNCAP Crashtest. Und 4-Sterne für einen Daimler? Da hatte man sich beim CITAN bereits blamiert – ich bin gespannt, wie man hier vorgeht!

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7.) Machen die das jetzt nur wegen den Amis?

Pick-Up = Amerika. Nein. Lustigerweise kommt einem beim Thema Pick-Up sofort der US-Markt in den Sinn. Und ja, in den USA sind Pick-Ups so etwas wie der VW Käfer bei uns nach dem Krieg. Aber: In den USA kauft man „Full-Size Trucks“. Die haben dann gerne mal 3.5 Tonnen Zuladung und sind eine andere Klasse. Deutlich rustikaler. Deutlich günstiger. In dieses Segment will Mercedes-Benz (aktuell) nicht. Also: Nein – der GLT / GLX / „die X-Klasse“ wird nicht wegen den Amis oder für die Amis gebaut. Die Zielmärkte sind Australien, Russland und Süd-Amerika. Fertigen wird man den Pick-Up im übrigen in den Nissan Werken in Barcelona und in Argentinien.

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8.) Wird es eine AMG-Variante geben?

Schaut man sich den Perlmutt-Weiß lackierten an, dann kann man das AMG-Badge schon förmlich riechen. Eine Variante mit 4.0 Liter V8-Bi-Turbo und 500 PS? Ja, warum denn nicht.

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9.) Wie teuer wird dieser Pick-Up?

Natürlich hat Mercedes-Benz noch keine Preise genannt. Es ist noch ein Concept. Aber. Orientieren wir uns am Volkswagen Amarok, dann würden ich mit einem Einstiegspreis von 42.205,50 € für den „kleinen“ Nissan-Diesel rechnen – und knapp 60.000 € für den V6-Diesel mit Mercedes-Antriebsstrang.

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10.) Und was ist jetzt Nissan daran? Und warum?

Buh! Nur ein „re-badged“ Nissan. Das ist ja gar kein Mercedes. Das war auch meine Befürchtung – und ja, unter den Konzeptfahrzeugen in Stockholm war die pure Nissan-Welt zu finden. Aber ich glaube, Mercedes-Benz ist sich bewusst, was es bedeutet, das Wort Premium in das Produkt einfließen zu lassen. Und bei den Technik-Themen hat man sich scheinbar deutlich mehr ins Zeug gelegt, als beim CITAN-Projekt. Eigene Achsen, eigene Motoren, eigene Getriebe, eigene Elektronik, eigene Sicherheits- und Assistentenzsysteme. Und eine deutlich veränderte Blechhaut. So sind zum Beispiel die Türen in der Oberfläche verändert. Nicht die Form, die bleibt dem Spender-Chassis treu, aber die Blechhaut, die man sieht. Im Prinzip spart man sich die Entwicklung eigener Leiterrahmen. Man nimmt die moderne Plattform von Nissan und adaptiert dann die Elemente, die das Fahrgefühl und die Wahrnehmung beeinflussen.

Das spart Kosten und lässt den Einstieg in ein neues Segment mit einem überschaubaren Kostenrisiko zu. Aber ist es ein Risiko?

Vor der Premiere hätte ich diese Frage anders beantwortet – jetzt suche ich nach Gründen, weswegen ich einen Pick-Up brauche … 

Aktuelle Suchanfragen:

Drei Milliarden für neue Motoren bei Mercedes-Benz

Die wichtigste Botschaft? Der Verbrenner und der Selbstzünder, sie sind noch nicht tot. Noch nicht. Mercedes-Benz hat jetzt eine völlig neue Motoren-Familie präsentiert. Drei Milliarden Euro hat man in die Entwicklung dieser Triebwerke gesteckt. Drei Milliarden, die man vor fünf Jahren (geschätzt) für die neue Motoren-Generation als notwendig erachtet hat. Heute – mit der Aussicht auf ein Verbot von Triebwerken mit fossiler Nutzung – wirkt das unangebracht. Ist es aber nicht. Denn auch wenn wir mit Vollstrom auf eine elektrische Zukunft steuern, noch sind der Benziner und sein öliger Bruder, der Diesel, nicht tot. Noch nicht. Willkommen zur „Next Generation Motorenfamilie“ bei Mercedes-Benz, eventuell „the last Generation?“

Neue Motoren bei Mercedes-Benz

Die neue Motorenfamilie brennt eigentlich schon seit der Premiere des Mercedes-AMG GT ein Feuerwerk ab. Dessen Hot-V Achtzylinder Turbo war der erste Vertreter der neuen Familie. Jetzt hat Mercedes-Benz auch das Tuch vom Reihensechszylinder und dem neuen Vierzylinder-Benziner gezogen. Reihensechszylinder? JA! Endlich haben die Gerüchte ein Ende, endlich kommen die Fakten auf den Tisch. Und die haben es in sich!

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48 Volt, E-Turbo und Partikelfilter für den Benziner

Wenn 2017 das Facelift, der Schwabe mit Stern sagt Mopf, für die S-Klasse erfolgt, dann feiert der neue Reihensechszylinder-Benziner endlich Premiere. Sechs Zylinder, 3 Liter Hubraum, 500 Kubik pro Zylinder, wie bei allen in der neuen Motorenfamilie. Dazu das neue 48 Volt-Bordnetz für die Aggregate und zwei Turbolader. Ein Twinscroll-Lader im Abgasstrang und ein elektrischer Turbolader, der binnen 300 Millisekunden mit bis zu 70.000 Umdrehungen Druck aufbaut. Adieu, du schnödes Turboloch!

Getrost können wir hier auf 400+ PS hoffen und dank Effizienzsprung mit dennoch weniger Verbrauch als die bisherigen V6-Benziner, die mit rund 333 PS auskamen. Der neue Motor (intern M256) erhält zudem einen integrierten Startergenerator in der Getriebeglocke. Damit entfällt nicht nur der Anlasser, es lässt sich so zudem Leistung in das 48 Volt Bordnetz zurückspeisen – die zusätzliche 48 Volt Lithium-Ionen Batterie gesellt sich zum normalen 12-Volt Bordnetz hinzu. Der Startergenerator dient auch als elektrischer Booster mit bis zu 220 Nm zusätzlicher Kraft. Und noch einmal: Adieu, du schnödes Turboloch! Dass der Direkteinspritzer-Benziner zudem einen Partikelfilter bekommt, zeigt die Ernsthaftigkeit in der Entwicklung. Das 48-Volt Bordnetz des Aggregates versorgt die leistungshungrigen Nebenaggregate des Motors. Von den Wasserpumpen über Servopumpen zum Klimakompressor bis hin zum E-Turbolader. Der so eingesparte Riementrieb des neuen Sechsers sorgt zudem für einen kompakten Aufbau des Motors. So steigt die Leistung des Reihensechszylinders auf Werte, die ehemals den Achtzylindern vorbehalten waren – die Bauraumgröße ähnelt jedoch eher einem Vierzylinder-Triebwerk.

Anders als ein Vierzylinder genießt der Reihensechser jedoch die Balance der sich selbst eliminierenden Massenkräfte. Wie ein V12, so surrt auch ein Reihensechser in eleganter Ruhe und frei von störenden Massenmomenten. Seidenweicher Lauf, gleich einer Turbine. BMW-Fans wissen das. Und auch beim Daimler hatte man Reihensechser. Bis man eine V-Motorenfamilie benötigte, weil – ja warum eigentlich. Doch das ist Geschichte. 500 Kubik und 90 Millimeter Zylinderabstand – die neue Motorenfamilie beim Daimler.

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Vierzylinder mit 48-Volt (M264)

Der neue Turbo-Vierzylinder M264 muss erst einmal auf einen elektrischen Turbolader verzichten. Erst einmal. Die 100 kW Leistung je Liter Hubraum lassen auch so aufhorchen. 136 PS pro Liter. Bei 4 Zylindern mit je 500 Kubik entspricht das einer Leistung von rund 272 PS. Premiere wird der neue Vierzylinder mit Twinscroll-Lader in 2017 feiern. Auch der Vierzylinder erhält ein 48-Volt Bordnetz und einen Starter-Generator, allerdings nicht auf der Kurbelwelle wie beim Sechsender, sondern Riemen getrieben. Auch der Vierzylinder wird damit in die Lage versetzt, Leistung zu rekuperieren, bis zu 12.5 kW, und auch elektrisch zu boosten. Bis zu einer Drehzahl von rund 2.500 Umdrehungen wird der Riemenstartergenerator mit elektrischer Kraft den Benziner aus dem Turboloch treiben. Also auch hier: Adieu, du schnödes Turboloch!

Damit es mit den Partikel-Emissionen hinhaut, bekommt auch der Vierzylinder-Turbobenziner einen Partikelfilter. Direkteinspritzer mit hoher Effizienz haben ein Partikel-Problemchen. Der Partikelfilter für Benziner hebt das neue Aggregat auf ein Emissionslevel, weit vor der aktuellen Gesetzgebung. Das ist wichtig – denn nur so lässt sich der Einsatz von Verbrennern überhaupt noch argumentieren. Der elektrische Antriebsstrang, er zieht dennoch langsam und sicher in unser Automobil. Noch versteckt er sich unter 48-Volt Bordnetzen und Starter-Generatoren, aber auch hier – alles nur ein weiterer Schritt zur Elektrifizierung. Die Grenzen der Hybridisierung verschwinden zunehmend. Mit dem 48-Volt Bordnetz und den Riemen-Startergeneratoren oder den integrierten Starter-Generatoren bei den Sechszylindern erwächst der Verbrenner zum Hybriden.

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Diesel-Reihensechser OM 656

Zwei Turbolader in Reihe, eine so genannte Twin-Turbo-Konfiguration, ein Aluminium-Motorblock mit Stahlkolben und der NANOSLIDE-Beschichtung und mehr als 310 PS Leistung. Der neue Dieselmotor mit sechs Zylindern in Reihe gehört zu den besonderen Leckerbissen. Für Menschen mit Diesel in der Blutbahn. Noch ein letzter satter Aufschlag, bevor wir alle rein elektrisch fahren. Noch einmal Drehmoment-Orgien erleben. Satter Schub aus dem Keller, Effizienz, wie man sie zuvor nicht kannte.

Der neue Reihensechser ist eng verwandt mit dem in der E-Klasse vorgestellten neuen OM 654 Vierzylinder-Dieselmotor.  Bis 2019 will Mercedes-Benz alle Dieseltriebwerke in allen Baureihen auf diese neue Generation umgestellt haben. Damit werden dann auch die neuen Abgasvorschriften nach RDE-Anforderung erfüllt.

 

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Dr. Jekyll and Mr. Hyde – Die neue Mercedes X-Klasse

Vor ein paar Stunden war es soweit: In Stockholm wurde die neue Mercedes X-Klasse gezeigt. Natürlich entspricht das, was wir aktuell noch zu sehen bekommen, nicht dem endgültigen Modell. Doch das Conceptcar ist schon sehr nah dran an der Serie, schließlich ist Ende 2017 die Marktreife geplant. Die Stuttgarter sprechen beim neuen Modell vom ersten Pickup der Firmengeschichte und wollen mit ihm eben dieses Segment umkrempeln. Das haben sie vor 20 Jahren schon einmal geschafft, als sie mit der M-Klasse die Riege der reinen Geländefahrzeuge zum Segment der SUV umfunktionierten. Werfen wir einen Blick auf die Details der neuen Mercedes X-Klasse.

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Paris 2016 – Mechthilds Stimmungsbild

Unser Rundgang über den Mondial de l’Automobile 2016

Es ist wie immer viel los in Paris. Bloß: Nur in der Stadt, nicht auf der Messe. Viele Hersteller sind gleich gar nicht gekommen. Ford etwa, Volvo, auch Mazda. Aber auch Bentley, Rolls-Royce oder Lamborghini. Eine Ausstellung mache keinen Sinn mehr, produziere im Verhältnis zu viele Kosten und man erreiche den Kunden heutzutage auf anderen Kanälen besser.

Recht haben sie. Wenn Livestreams von Weltpremieren und Pressekonferenzen dich daheim am Computer in die erste Reihe setzen, man Bild- und Informationsmaterial sowieso schon Wochen vorab in die Öffentlichkeit getickert hat, dann bleibt wirklich keine Notwendigkeit mehr, vor Ort zu sein. Zumal das Internet daheim zuverlässiger und schneller arbeitet, die Steckdose stets frei ist und der Kaffee ohne lange Wartezeit jederzeit in die Tasse läuft.

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Es gibt dann aber doch einen Grund, weshalb sich einer von uns das Getümmel dann doch immer antut: die Stimmung.

Papier und Präsentationen, pardon: keynotes, sind bekanntlich geduldig. Die Animationen und Werbefilmchen meist unfassbar aufwändig produziert, die technischen Daten atemberaubend und die Studien hochglänzend. Doch was dahinter passiert, wie es bei den Besuchern ankommt, wie sich der Rest der Marke präsentiert und vor allem positioniert – das kann man eben nur vor Ort spüren, wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, spazieren geht, beobachtet und auf sich wirken lässt.

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So zeigt sich der Salon in Paris dieses Jahr von einer sehr zwiespältigen Seite.

Was haben die Großen doch für eine Revolution angekündigt. Das neue, große, große Ding der Mobilität – Ideen, Visionen, Wahnsinn. Ein digitaler Fortriss in die Moderne, weg vom alten stinkenden Mief.

Allen voran Mercedes, „se fjudschör“ ist die neue Gebetsmühle vom schwäbischen Schnauzbartträger Zetsche, mit der Generation EQ werden die Schwaben alles revolutionieren, vernetzen, cloudbasieren und überhaupt. Am Ende steht ein hochbeiniges Etwas am Stand, das von schräg hinten wie eine Mischung aus Renault Talisman und Porsche Macan aussieht und vorne gleich gar kein eigenes Gesicht bekam. Basieren soll es auf dem GLC, den Innenraum der neuen A-Klasse vorwegnehmen und natürlich mit Reichweite wie Leistung bei völliger Emissionsfreiheit glänzen.

Nur es ist eben bloß ein Konzept. Irgendwas für die Zukunft. Vielleicht 2018. Oder aber erst 2019? Ansonsten gibt es: nichts. Nur warme Worte, ein nettes Lächeln und eben die unglaublich souverän machende Gewissheit, dass sie im Moment mit ihren herkömmlichen Verbrennern soviel Kohle scheffeln wie nie.

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„se fjudschör“? Gerne. Aber erst irgendwann, wenn sie die Kuh fertig gemolken haben.

Es geht dann schon soweit, dass die Stern-Entourage beim obligatorischen Rundgang ganz offen und unverhohlen die Designsackgassen der Konkurrenz verhöhnt. Das haben wir in dieser Form noch nicht erlebt – auch wenn die Kritik in unseren Augen vielleicht berechtigt erscheinen mag – aber es zeigt doch, dass man vielleicht auf einem gefährlich hohen Ross sitzt. Zumal wirkliche Innovation auch in Stuttgart nur in einer Ideenwelt stattfand, nicht auf der Straße und damit für den Kunden erwerbbar.

Das gleiche Problem trifft Volkswagen. Bei all den anderen Problemen, mit denen man in Wolfsburg derzeit zu kämpfen hat. Mit größter Spannung wurde das neue, den Dieselskandal vergessend machende Elektroauto erwartet, stattdessen gab es: ID. Ein ähnlich generisch dreinschauendes Vehikel wie der Mercedes EQ. Technische Daten interessieren tatsächlich wenig, denn sie sind zum Markstart 2020 und bei der Autonomisierung in 2025 wahrscheinlich massiv überholt.

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Daneben steht ein e-Golf mit nun 300km Zyklus-Reichweite, also gerade einmal 200 realen Straßenkilometern und ein e-up!, dem man zwar das neue Gesicht verpasst hat, die Technik aber gleich auf dem Stand von 2012 beließ. Glückwunsch! So geht Fortschritt, so kommt man aus der Krise und so schafft man beim Kunden, der heute ratlos vor seinem TDI steht, neues Vertrauen.

Ein Trauerspiel, wirklich. Wir hatten viel erwartet von VW. Bei den anderen Konzernmarken war es noch schlimmer. In Ingolstadt findet moderne Antriebstechnik gleich gar nicht statt. Man zeigt stattdessen einen Q5, den nur Experten vom Vorgänger unterscheiden können und 400 PS-starke Kompaktwagen. Seat: nichts. Skoda: nichts.

Bei BMW lackieren sie den i8 nun immerhin in einer neuen Farbe, der i3 bekommt einen stärkeren Akku, aber daneben macht sich ebenfalls Ratlosigkeit breit. Was haben sie damals Geld in die Hand genommen für ihre i-Baureihen. Tolle Konzepte, auf die Straße gebracht mit feiner Technik und großem Potenzial. Nun fehlt irgendwie der Mut. In die Breite schaffen sie es nicht, die Plugin-Modelle wirken allenfalls halbherzig und so richtig schafft man es nicht, die Technologie-Führerschafft von i3 und i8 in all die 2er, 3er und 5er zu packen. Ebenfalls: schade!

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Daneben war bei Opel die Hölle los. Der Ampera-e, oder Amperä – ganz wie man mag – war einer der Stars in Paris. 500 Kilometer elektrische Reichweite nach Norm bei bezahlbaren Preisen und (wirklich!) sofortiger Verfügbarkeit. Natürlich merkt man beim Styling und der Bedienung, dass es sich hier um einen Ami handelt, aber es ist weniger schlimm als beim Vorgänger und so wird der neue mit dem sperrigen Namen seinen Weg machen. Bei denen, die elektrisch fahren wollen.

Heimlicher Sieger in Paris aber war der Renault Zoe. Heimlich still und leise haben sie seinen Akku bei gleichbleibender Größe auf 41 kWh Kapazität aufgestockt und sorgen so für 400 NEFZ-Kilometer. Am Tacho des augenscheinlich unter eigener Kraft vorgefahrenen Ausstellers zeigten sich dann 300 km Reichweite, was angesichts der Preisklasse immer noch eine kleine Sensation ist. Denn: er kostet kaum 25.000 Euro.

Es geht also mit der Elektromobilität. Wenn man denn will. Und es geht heute. Der Rundgang in Paris hat aber deutlich gezeigt, dass man mit herkömmlicher 08/15-Technik einfach noch viel mehr Geld verdienen kann. Und augenscheinlich will. Die Versuche, das mit hochtrabenden Visionen zu kaschieren, sind leider nicht gelungen.

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Was ist das für 1 AUTO bloß?!!!??!

Wenn man Visionen hat, soll man zum Arzt gehen. Ein dummer Spruch. Wer die Welt verändern will, der braucht Visionen. Gut, nicht unbedingt die Vision 6 von Mercedes-Maybach, aber das wäre dann auch ein gänzlich anderes Problem. Willkommen zu „Was ist das für 1 Auto bloß?!!!?!“

VISION Mercedes-Maybach 6

Knapp sechs Meter lang, zwei Türen, endlose Motorhaube, Stummel-Po und fiese LED-Schlitze als Scheinwerfer, dazu eingelackt in einen erotischen roten Farbton mit leckerer Tiefenwirkung und viel, viel Brillanz-Wirkung. Man könnte sich vor den massiven Kühlergrill knien, sich verliebt hypnotisieren lassen oder schlicht auf dem Absatz kehrt machen. Der bereits in Pebble Beach präsentierte „VISION Mercedes-Maybach 6“ polarisiert. Wäre er schwarz lackiert, er wäre der Dienstwagen von Film-Bösewichten, in weiß die passende Kutsche für Schneewitchen 2052. Oder in einem matten grau die Raumlandefähre von Darth Vader. Das von Mercedes-Benz arg strapazierte Bild von „heiß und kalt“, von Technik und Erotik, von „sinnlicher Klarheit“, wir wollen es auf jeden Fall vermeiden. Dieses Auto ist maximal pörnos, auch wenn die Brücke zur Maybach-Historie arg gestrickt und wenig belastbar wirkt.

Natürlich ist der VISION Mercedes-Maybach 6 rein elektrisch angetrieben. Natürlich maximal performt. 750 PS und Allradantrieb. Vier Sekunden auf 100, Tempo 250 rein elektrisch. 500 Kilometer Reichweite. Beliebige Zahlen lassen sich einsetzen, denn um die reine Machbarkeit geht es einfach nicht. Es ist Designer-Pornographie und Handwerk. Es ist das: „Was wäre, wenn..“, das man in Blech formt. Ohne Gedanken an Restfederweg, Crash – und Knautschzonen oder Machbarkeits-Studien – völlig egal, was auf dem Datenblatt steht. Der rote Lack soll verführen. Die lange Form weckt Phallus-Gelüste und nur asexuelle Wesen würden sich gelangweilt umdrehen.

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

 

 

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