Toyota Yaris – Sportmodell zum Rallyestart

Toyota feiert die Rückkehr in die WRC-Rallye-WM mit einer Sportversion des Kleinwagens Yaris. Die Premiere der Hochleistungsausführung ist für den Genfer Salon (9. Bis 19. März) angesetzt.

Mit schwarz-roten Designakzenten ist der Dreitürer optisch an das Wettbewerbsfahrzeug angelehnt, vom Standardmodell unterscheiden ihn außerdem ein großer Dachspoiler und ein mittig montiertes Endrohr in Trapezform. Für den Antrieb verspricht der Hersteller eine Leistung oberhalb von 154 kW/210 PS, weitere Daten nennt er nicht. Im Rennwagen kommt ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit über 279 kW/380 PS zum Einsatz. Wie teuer der Wettbewerber von Ford Fiesta ST und VW Polo GTI wird, ist ebenfalls noch unklar. Die Konkurrenz startet knapp oberhalb von 20.000 Euro.

Das Sportmodell des Yaris soll mehr als 210 PS leisten

Parallel zur Einführung des neuen Top-Modells erhält die komplette Baureihe ein leichtes Lifting. Neben einem modernisierten Innenraum und leichten Änderungen an Front und Heck soll unter anderem der Hybridantrieb künftig mehr Leistung entwickeln. Die Markteinführung dürfte zur Jahresmitte 2017 erfolgen. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

News: Renault Motorsport baut auf zwei Säulen

Jüngst wurde das neue Motorsportprogramm von Renault im konzerneigenen Entwicklungszentrum Technocentre in Guyancourt bei Paris vorgestellt. Der Hersteller zeigt das neue Fundament der sportlichen Bemühungen, das auf zwei Säulen basiert. Zum einen wird die Abteilug in Renault Sport Racing inklusive des neu gegründeten Renault Sport Formel 1 Teams und zum anderen in Renault Sport Cars aufgeteilt. Ziele und Ausrichtungen gaben die Franzosen zudem bekannt. Read more

Matthias Kahle startet bei seiner Heim-Rallye auf einem Fabia R5!

Rallye-Fahrer wollen Rallyes fahren. Auf Bestzeiten, nicht im Schongang – wie zuletzt mit mein-auto-blog bei der Hamburg-Berlin-Klassik 2015! Das Matthias Kahle das Rallye-Fahren im Blut hat wird jeder bestätigen, der den Sachsen einmal persönlich erlebt hat. Jetzt wird Matthias Kahle ausgerechnet bei seiner Lieblings-Rallye und seiner Heim-Rallye, der ADMV Lausitz-Rallye, in einen neuen Škoda Fabia R5 steigen! 

Kahle bringt einen Fabia R5 in die Lausitz mit!

Nein - Das ist kein Fabia r5! Das ist der Skoda Rallye R130 RS.
Nein – Das ist kein Fabia r5! Das ist der Skoda Rallye R130 RS.

Sieben Mal hat Matthias Kahle die Deutsche Rallye-Meisterschaft gewonnen. Und dennoch, wenn es vom 29. bis 31. Oktober rund um den Tagebau in Weißwasser auf die Zeitenjagd gehen  wird, dann wird sich auch der siebenfache dt. Meister ordentlich ins Zeug legen müssen. Es ist in diesem Jahr seine einzige Rallye auf Zeit – die Fahrten mit „uns“ dürften kein Training für ihn gewesen sein. Und sein Arbeitsgerät ist in der Rallye-Meisterschaft mehr als „überzeugend“ bislang, für Matthias Kahle aber fremd. Neuland. Der gebürtige Sachse Kahle ist demnach bescheiden wie immer und dämpft auf seiner Homepage erst einmal die Erwartungen der Rallye-Fans!

Doch mein-auto-blog wird Matthias Kahle, seinem Beifahrer Christian Doerr und dem Team rund um den Škoda Fabia R5 die Daumen drücken! 

 

 

Aktuelle Suchanfragen:

Mitfahrt im Škoda Fabia R5

Es ist die bislang schärfste Rallye-Waffe der Tschechen, der nach FIA R5-Reglement aufgebaute Fabia mit dem schlichten Namen: Fabia R5.

Das Fia-R5 Reglement schreibt einen 1.6 Liter Turbomotor vor und sagt zudem, das Aggregat müsse aus dem gleichen Konzern kommen wie das Rallye-Fahrzeug. Keine Chance auf sündig teure Sonderlösungen. Mag man denken. Aber ganz so einfach machen es sich die Hersteller dann doch nicht. Im Volkswagen-Konzern fehlt bislang ein reiner 1.6 Liter Turbo, auf den man aufsatteln könnte. Und so kommt ein 1.8 Liter Block (EA888) zum Einsatz. Der Zylinderkopf wiederum ist frei, hier haben die Spezialisten von Oreca Schützenhilfe geleistet. Als Turbo greift man auf den Lader zurück, den man ansonsten bei Audis RS3 findet. Am Ende leistet der 1.6 Liter-Turbo im Škoda Fabia R5 rund 280 PS, schmunzelnd mag man das anmerken – es ist die Leistung, die man bei der FIA anstrebte. Am Ende könnten es dann auch ein paar PS mehr sein.

Das Getriebe darf nur 5 Gänge haben, die wiederum werden dafür sequentiell durch die Gassen gejagt. Der Allradantrieb ist ein eher simples Stück Mechanik, das Hinterachs-Differential kommt vom Spezialisten X-TRAC, die Kraftverteilung und die Sperrwirkung darf nicht variabel sein. Der Fabia R5 kommt auf eine 50:50 Verteilung zwischen vorne und hinten und sperrt mit 80-90% je Achse.

Ausflug in der Baby-Boden-Boden-Rakete von Škoda 

Nun, der Kopf nickt heftig nach hinten, dann nach vorne, einmal links. Einmal rechts, dabei feuert dir das kleine Triebwerk seine Lebensfreuden um die Ohren. Es ist laut. Richtig laut. Warme Slick-Reifen bieten unfassbaren Grip, die heftigst gesperrte Achse tut ihr übriges. Zack und die Schwerkraft rupft am Helm. Zweimal, dreimal geht das so, auch eine Art Training.

Jan Kopecky rupft an der Handbremse, flippert am Lenkrad, lässt den Fabia mit kaum gebremstem Elan um eine 90° Rechtskurve rutschen. Scheinbar haftfreudiger Asphalt-Untergrund ergibt sich dem Dynamik-Diktat des Rallye-Piloten. Konzentriert lässt der frisch gebackene tschechische Rallye-Meister den R5-Fabia durch einen Fußgänger-Tunnel rutschen – auf dem Tacho der Onboard-Kamera werde ich später nachlesen: Knapp 130 km/h – dabei ist dieser Tunnel kaum breiter als der Rallyewagen selbst.

Ein beherzter Zupfer an der Handbremse leitet die Halbzeit ein. Die gleichen 90°-Abknicke noch einmal. Ich versteife die Hals-Muskulatur, konzentriere mich auf den Schmerz, der gleich folgen wird. Meine Nicht-Rallye-Piloten-Figur wurde in die Sitze gepresst. Ich ertrage die Schmerzen, die mir die Gurte im Lendenbereich verpassen, grinsend, debil grinsend vor Freude.

Not that bad ..! 😉

Und was passiert im Hintergrund?

Das nun eingefügte Film-Material ist nicht vollständig. Völlig unvorbereitet habe ich die Möglichkeit bekommen, ein paar Szenen „behind the scenes“ des Škoda Auto Deutschland Rallye-Teams zu drehen. Während Fabian Kreim und Armin Kremer bei der Deutschland Rallye die ersten WPs fuhren – habe ich mich mal beim Team umgeschaut …

… aus den angedachten Interviews wurde später nichts. Terminnöte und der schlichte Rallye-Alltag hatten uns eingeholt. Aber ich denke, vor allem das Interview zum Thema „Technik“ des Rallye-Fabia R5 sollte man nicht in der digitalen Asservatenkammer verstauben lassen!

Aktuelle Suchanfragen:

Jan Kopecký holt tschechischen Meistertitel im ŠKODA Fabia R5

ŠKODA Pilot Jan Kopecký (CZ) hat sich zum tschechischen Landesmeister gekrönt und dem Werksteam damit den ersten Titel mit dem neuen Fabia R5 beschert. Gemeinsam mit seinem Copiloten Pavel Dresler (CZ) triumphierte Kopecký bei der 45. Barum Czech Rallye Zlín auf heimischem Boden gegen die versammelte europäische Elite und begeisterte damit Tausende Fans. Nach dem fünften Sieg im fünften Saisonrennen stehen Kopecký/Dresler vorzeitig als Champion in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft (MČR) fest. Damit gelang nach dem Triumph in der Europameisterschaft(2013) und der Asien-Pazifik-Meisterschaft (2014) ein ganz spezieller Titel-Hattrick.

„Gratulation an unsere tschechischen Landesmeister Jan Kopecký und Pavel Dresler! Der erste Titel mit dem neuen ŠKODA Fabia R5 für unser Werksteam ist der Lohn für die Arbeit der gesamten Mannschaft von ŠKODA Motorsport. Und zugleich eine Bestätigung, dass wir bei der Entwicklung unseres neuen Rallye-Boliden einiges richtig gemacht haben“, lobte ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek.

Der erst im April der Weltöffentlichkeit vorgestellte ŠKODA Fabia R5 erwies sich in der tschechischen Landesmeisterschaft als zuverlässiges und schnelles Siegerauto. Der routinierte Pilot Kopecký blieb mit dem Turbo-Allradler auch im fünften Saisonlauf ungeschlagen und ließ dabei auch der europäischen Elite keine Chance. Der vorletzte MČR-Saisonlauf war gleichzeitig Wertungslauf der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC).

„Wir freuen uns riesig über den Meistertitel! Václav Pech hat uns das Leben im Saisonverlauf nicht leicht gemacht. Aber unser ŠKODA Fabia R5 ist wirklich sehr, sehr stark. Zudem möchte ich dem Team von ŠKODA Motorsport danken, das uns das Siegen leicht macht. Erst unser Triumph bei der Rallye Deutschland in der WM, eine Woche später der EM-Erfolg hier in der Heimat – wir erleben wirklich eine geniale Zeit. Jetzt wird erstmal gefeiert“, kommentierte Kopecký. Der 33 Jahre alte Tscheche holte sich zum dritten Mal nach 2004 (im ŠKODA Fabia WRC) und 2012 (im ŠKODA Fabia Super 2000) den begehrten tschechischen Landesmeistertitel.

Möglich wurde dies durch eine überzeugende Vorstellung auf den anspruchsvollen Asphaltpisten in Mähren mit zahlreichen Richtungswechseln. Mit Siegen in allen acht Wertungsprüfungen am Samstag arbeiteten sich Kopecký/Dresler einen Vorsprung auf den Erzrivalen Václav Pech (CZ) heraus, den sie in den kniffligen sechs Wertungsprüfungen am Sonntag trotz eines Drehers clever verteidigten. So konnten sie ihre Siegesserie im Zwei-Jahres-Abstand fortsetzen: Nach 2009, 2011 und 2013 feierten sie ihren vierten Sieg beim Saisonhöhepunkt der tschechischen Rallye-Szene.

Das ŠKODA Werksteam setzt die Titeljagd nach seinem historischen ersten Meisterschaftsgewinn mit dem Fabia R5 in diesem Jahr fort. In der FIA Asien-Pazifik-Rallye-Meisterschaft (APRC) befindet sich das Werksteam Pontus Tidemand/Emil Axelsson (S/S) auf Titelkurs. Ebenfalls aussichtsreich im Rennen liegt das Werksduo Esapekka Lappi/Janne Ferm (FIN/FIN) in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2). „Der erste Titelgewinn ist für uns der Ansporn, noch härter für weitere Erfolge zu arbeiten“, so ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek.

Die Zahl zur Barum Czech Rallye Zlín: 9
Der ŠKODA Fabia R5 war auch bei der EM-Rallye in Mähren das überragende Auto. Neun der 15 Wertungsprüfungen gewannen Jan Kopecký/Pavel Dresler. Dabei brachten die neuen tschechischen Landesmeister am Samstag das Kunststück fertig, alle acht Prüfungen für sich zu entscheiden.

Barum Czech Rallye Zlín – Endstand Gesamtwertung
1. Kopecký/Dresler (CZ/CZ), ŠKODA Fabia R5 2:12.17,7 Std
2. Pech/Uhel (CZ/CZ), Mini John Cooper Works S2000 + 0.27,3 Min.
3. Kajetanowicz/Baran (PL/PL), Ford Fiesta R5 + 0.39,9 Min.
4. Lukyanuk/Arnautov (BY/RUS), Ford Fiesta R5 + 1.10,8 Min.
5. Valoušek/Havelková (CZ/CZ), ŠKODA Fabia Super 2000 + 2.30,0 Min.

Tschechische Rallye-Meisterschaft (MČR)

Veranstaltung Datum
Rallye Šumava Klatovy 24.04.–25.04.2015
Rallye Český Krumlov 22.05.–23.05.2015
Rallye Hustopeče 19.06.–20.06.2015
Rallye Bohemia 10.07.–12.07.2015
Barum Czech Rallye Zlín 28.08.–30.08.2015
Rallye Příbram 02.10.–04.10.2015

Hamburg-Berlin-Klassik 2015: Dramatischer zweiter Tag!

Tage 2 ist zu Ende. Morgen verlassen wir Wolfsburg und nehmen Kurs auf die Perle. Auf nach Hamburg. Tag 2 der Hamburg-Berlin-Klassik bot keine technischen Defekte. Zumindest nicht für den Rallye-Skoda mit der Startnummer 155. Ein kühler Morgen lies die Hitze im Fahrzeug erst einmal vergessen. Der Skoda 130RS hat als Rallyefahrzeug 136 PS – davon kommen vermutlich genau 100 kW als Hitze im Innenraum an. Bewölkter Himmel, Herbstliche Temperaturen und schon erträgt man auch das.

Hamburg-Berlin-Klassik, ohne Ritterschlag?

Alles war gut. Alles war bestens. Nach jeder WP habe ich meinen Fahrer, den Profi, den Rallye-Meister nach seiner Meinung gefragt. Gute Prüfung? Schlechte Prüfung? Das Gefühl von Matthias Kahle ist untrüglich. Und seine Meinung war eindeutig: „Das lief gut“.

Die Ergebnisse kamen jedoch erst spät am Abend online. Und dann der K.O.-Schlag am Abend, ein fester Hieb in die Magengrube. Plötzliches Unwohlsein. 400 Strafpunkte an WP 12 dem Rittergut Altenrode – und damit das Maximum. Was war passiert? Was haben wir falsch gemacht?

Wer kommt heute mit den wenigsten Strafpunkten heim? #hbklive #hbk2015

Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am


WP 12 – Rittergut Altenrode

Die Gesamtzeit für diese WP? 28 Sekunden. Die gestoppte Zeit für Team 155? 23.04 Sekunden. Eine Tragödie. Es schmerzt. Der Fehler lag, das ist nachvollziehbar, an einer selbst erstellten Timer-Einstellung. Anstelle von 28 Sekunden, wurden 23 Sekunden in das System eingetragen. Von mir. Vom Beifahrer. Vom Co-Pilot des siebenfachen dt. Meisters. Das klingt fast nach Sabotage, ist aber am Ende ein schlichter Flüchtigkeitsfehler. Die falsche Zeit und der Rallye-Champ fährt diese fast .00 an! Unfassbar.

Tag 2 endet demnach nicht in den Top 5! Tag 2 beendet das Team Kahle / Habegger auf Gesamt 9. Nicht auszumalen was möglich gewesen wäre – ohne diesen dramatischen Fehler.

 

Morgen – Tag 3 der HBK2015 gilt es daher nun. Alles auf Angriff, alles auf Attacke – volle Konzentration … ! 

Schon heute früh, am Start zu Tag 2 nicht mehr dabei, mein Schauspieler-Held: Armin Rohde. Vorzeitig aus der Rallye ausgestiegen. Genaue Gründe sind bislang nicht bekannt.

 

 

 

 

HBK 2015: Himmel, Hölle, Halleluja! Tag 1

Motorsport ist die pure Leidenschaft. Motorsport, das sind Emotionen, die man in Blechbüchsen verpackt. Motorsport ist ein Lebenselixier und Motorsport muss man leben. Wer sich dieser wundervollen Mischung mal ganz ohne die Gefahren des Leistungsports nähern will, der sollte eine Klassik-Rallye ausprobieren. Zum Beispiel die Hamburg-Berlin Klassik. mein-auto-blog startet 2015 auf einem Skoda Rallye 130 RS und am Steuer der siebenfache dt. Rallye-Meister Matthias Kahle!

Tag 1 der HBK 2015 – Himmel, Hölle, Halleluja

Das erste Problem trat noch vor dem Start auf. Motorsportler sind „Sportler“, eine breite Hüfte eher selten, Hüftgold noch seltener. Doch der Autor dieser Zeilen und der Beifahrer von Matthias Kahle, der ist nicht schmal. Nein. Und die Sandtler Schalensitze sind auf Presspassung geschnitten.

Um 13:30 am Donnerstag die Startzeit. Ein neuer Sitz? Klar, einfliegen lassen. Wie bei der Formel 1? Nein. Natürlich nicht. Klassik-Rallyes leben auch von dem Talent der Teilnehmer, zu improvisieren. Lösungen finden. Ein Schalensitz ist tief. Was also tun, um die Tiefe auszugleichen? Ein Kissen?

Wenn sich 125 kg Lebendgewicht auf ein Daunenkissen setzen, dann gleicht ein solches Kissen eben auch nichts mehr aus. Es musste eine andere Lösung her. Team 155 Skoda Auto Deutschland hat den Weg zum Baumarkt angetreten und den Sitz auf der Beifahrerseite mit einer Styroporplatte neu ausgeformt.

Schalensitzbau im Eil-Verfahren. Sitztiefe eliminiert, der Beifahrer thront nun im Rallye RS130

Himmel – Der Start zur HBK 2015

Der Start zur Hamburg-Berlin Klassik, in diesem Jahr wieder von Berlin in Richtung Hamburg fahrend, war einfach großes Kino. Die Menschen stehen in Doppelreihen am Straßenrand. Wo immer der bunte Rallye-Skoda vorbeifährt, es wird gejubelt, es wird gewunken. Die Menschen wissen, in diesem Rallye-Skoda RS 130 mit der Startnummer 155 sitzt nicht irgendwer, in diesem Auto sitzt der siebenfache dt.-Rallyemeister. Auch wenn seine Wurzeln nicht ganz so östlich liegen wie die des Skoda, im ehemaligen Osten der Republik kennt jedes Kind den Matthias Kahle. Die ersten Kilometer des 255 km langen ersten Tages führen durch entlegende Ortschaften, kleine Landstraßen, eine ruhige, eine entschleunigte Welt. Und Matthias Kahle mag sieben dt. Rallye-Meisterschaften gewonnen haben – im öffentlichen Straßenverkehr ist er ein ganz ruhiger. Ein besonnener Fahrer, er hat die Ruhe einfach weg. Anders sein Beifahrer. Ich.

Vor zwei Jahren zum ersten Mal die HBK gefahren, muss ich mich erst einmal wieder in „Roadbook“, Chinesenzeichen und Wertungsprüfungen einfinden. Wie rechnet man Meter in Sekunden in km/h um? Was ist der Unterschied zwischen 6,10 und 6:10? Doch die Ruhe des Profis strahlt ein wenig ab.

Läuft. #hbklive

Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am

Wer denkt sich sowas aus? #hbklive #hbk2015 #skoda #155 Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am

Und die Hitze ermattet.

Hölle – Tag 1 im Rückblick

Was schreibt der Mann da von Hitze? Als es aus Berlin raus ging und in Richtung Westen, zog sich der Himmel doch zu. Es wurde kühler. Später sogar richtig nass. Kurz vor Wolfsburg wollte die Welt sogar einmal kurz untergehen. Ja, das mag alles für die Welt „um den Rallye-RS130“ gelten, nicht aber für den heute rund 100.000 € wertigen Boliden. Klimaanlage? Hat er nicht. War ja klar. Aber auch eine funktionierende Lüftung musste aus Gewichtsgründen raus. Was übrig bleibt? Zwei winzige Öffnungen in den Seitenscheiben. Völlig ohne Dämmmaterial stürzt nicht nur der Motorenlärm über die Insassen her, auch die Hitze des vorne platzierten Wasserkühlers und des Motors im Heck fällt über die spärliche Kabine her. Wann immer es möglich war, reißen Matthias und ich die Türen auf. Frischluft! Kühle oder wenigstens nicht ganz so heiße Frischluft.

Kabelbruch. Schaffen wir es dennoch zur letzten WP des Tages? #hbk2015 #hbklive

Ein von Bjoern Habegger (@habegger) gepostetes Foto am

Lärm und Temperaturen ermatten den „Nicht-Profi“. Und dann kommt Pech dazu.

Kurz vor der WP6 fällt das Instrumentenbrett aus. Und die Wischer. Und das bei Regen. Auch der Tripmaster fällt aus – ein Problem, das uns kurz darauf weitere Zeit kosten wird. Matthias fährt rechts ran. Hängt sich Kopf über unter das Armaturenbrett. Eine Schmelzsicherung hat sich verabschiedet. Wir verlieren knapp 10 Minuten.

Die Zeit will Matthias aufholen. Zum ersten Mal lässt er den Rallye 130 fliegen. Die 100 kW des 1.3 Liter Vierzylinders produzieren jetzt neben Hitze endlich auch Schub.

Und dann haben wir einen Hinweis übersehen. Konzentrationsschwäche führt zu einem Navigationsfehler. Für Matthias die Chance zu zeigen, wie man Rallye-Meister wird. Handbrems-Drehungen in der Altmark. Wir müssen uns neu orientieren. Immer korrekt am Landstraßen-Tempo-Limit, fliegen wir über einen Feldweg. Zweiter Gang, Drift einleiten. Matthias sucht den Weg, indem wir uns mehr durch das Seitenfenster orientieren.

Zurück auf dem „richtigen Pfad“, dreht Matthias den 130 RS aus. Mitbewerber werden im Rückspiegel kleiner. Natürlich geht diese HBK nicht „auf Top-Zeiten“, sondern mehr auf Köpfchen – aber am Ende wollen wir unsere verlorene Zeit zurückholen.

Kurz vor der letzten WP des Tages stottert der Motor. Drei Zylinder. Aus. Wir rollen auf einen Grünstreifen. Der Motor verschluckt sich. Die Uhr tickt derweil herunter. Denn auch wenn das alles hier nur „Spaß“ sein soll, es gibt Zeiten an den Check-Points, die müssen wir einhalten. Und irgendwann kommt der Schlusswagen und dann ist so eine Rallye eben vorbei. Wir zählen die Sekunden.

Der Servicewagen kommt. Ein Kabel von der Zündspule zum Verteiler hat sich gelöst. Die Reparatur dauert keine 2 Minuten. Mittlerweile ist es dunkel. Matthias und ich, wir stehen unter Druck. Die letzte WP – Matthias lässt den Rallye-Skoda durch die Altmark fliegen.

Halleluja!

Ohne Zeitstrafe. Gerade so in der Zeit, kommen wir am Ziel an. Drei Stunden später, kurz vor Mitternacht kommen die ersten Ergebnisse online.

Team Kahle / Habegger #155 hat mit einem Platz 15 Gesamt noch alle Chancen. Ich bin erleichtert. Der Tag bot mehr Action als ich vertragen kann. Todmüde geht es in das Hotelzimmer. Morgen wird angegriffen, sind Matthias und ich uns sicher – konzentriert unter die Top 5 – das muss jetzt unser Ziel sein!

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Suchanfragen:

Preview Hamburg-Berlin Klassik im Mini Cooper S

Erst 14 Tage liegt die Erfahrung meiner ersten Oldtimerrallye zurück und die Eindrücke sind noch gar nicht alle verarbeitet, da geht es schon bald wieder die Startrampe hinauf.
Die zum achten Mal ausgetragene Hamburg-Berlin Klassik Oldtimerrallye, kurz HBK, startet am Donnerstag den 27. August vor dem Berliner Olympiastadion zur ersten Etappe in Richtung Zielort Hamburg, wo sie am Samstag, den 29. August, nachmittags bei der Fischauktionshalle eintreffen wird.

Über die schönsten Nebenstraßen Norddeutschlands windet sich der aus gut 180 Old- & Youngtimer bestehende starke Tross, bei dem alle teilnehmenden Fahrzeuge vor 1995 gebaut sein müssen, über drei Tage und rund 700 Kilometer in die Stadt mit dem Tor zur Welt.
Ursprünglich verlief die Rallye nach ihrem Namen, also von Hamburg nach Berlin, aber da am Wochenende die Straßen in Richtung zur Hauptstadt oft verstopft sind, hat man vor einiger Zeit kurzerhand den Streckenverlauf um 180 Grad gedreht.

In diesem Jahr führen die Routen zuerst wieder von Berlin über Tangermünde nach Wolfsburg und in der zweiten Hälfte erstmals durch den Harz mit seinen malerischen Landschaften nach Hamburg. In der Autostadt gastiert das rollende Museum der Automobilwerke und Privatfahrer für zwei Nächte.

Mit dabei sind wie immer bei der Hamburg-Berlin Klassik zahlreiche Prominente aus Sport, Film und Musik, die auf historischen Fahrzeugen der Automobilhersteller an der Rallye teilnehmen. So sind erneut die ehemalige Eiskunstläuferin Katharina Witt auf einem wunderschönen BMW 328 dabei, die Boxweltmeisterin Nikki Adler in dem 70er Jahre Traumwagen BMW 3.0 CSL und Schauspieler Armin Rohde auf einem majestätischen Rolls Royce Silvercloud I DHC.

Ich selbst werde auf einem von der BMW Group Classic zur Verfügung gestellten Austin Mini Works Rallye Replica von 1968 mit der Startnummer 100 auf die dreitägige Reise gehen. Mit britischem Understatement lasse ich es auch eher gemütlich angehen und möchte einfach die Fahrt genießen. Mein Kollege Bjoern Habegger von mein-auto-blog.de steigt direkt sportlicher ein. Er sitzt auf dem Hot Seat eines Skoda 130 RS (#155) mit Vorjahressieger Matthias Kahle am Steuer. Der 7-fache Rallyemeister ist auch bei historischen Veranstaltungen meist in den Top Ten zu finden. Ich drücke die Daumen, dass Bjoern ihm aus dem Gebetbuch genannten Roadbook den richtigen Weg weisen kann und sie auch wieder im vorderen Feld landen werden.

Tagesaktuell gibt es wieder erste Eindrücke und Bilder des Tages von uns.

 

Der WRC-Erfolg von Škoda in Deutschland

Gut 280 PS, Allradantrieb und geht unter 4 Sekunden auf 100 km/h. Die Rede ist nicht von einem Porsche, die Rede ist von einem Škoda Fabia. Im letzten Jahr konnten wir von mein-auto-blog auf dem heißen Platz neben dem Piloten Sepp Weigand im Fabia Super 2000 Platz nehmen – ein mehr als beeindruckendes Erlebnis. In diesem Jahr haben wir den Škoda-Youngster Fabian Kreim bei seinem Einsatz in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC2) einen Tag begleitet. Das richtige Umfeld? „Die deutsche Rallye“ – der Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Deutschland – schlicht, die Deutschland-Rallye. Start- und Zielpunkt ist Trier und von dort geht es in die Weinberge. Spektakulär ist untertrieben!

WRC Deutschland-Rallye 2015: Einsatz für den Youngster im Fabia R5

wrc rallye deutschland 86 fabian kreim skoda fabia r5

Fabian Kreim ist mit seinen 22 Jahren bereits ein abgebrühter Rallye-Fahrer. Dabei fährt er erst seit drei Jahren Rallyes. Einen eher ungewöhnlichen Weg vom Kart zum „Off-Road-Zirkus“ hat der gebürtige Odenwälder da hingelegt. Aber eben auch einen, den man bereits jetzt als erfolgreich bezeichnen kann. Sein Arbeitsgerät in diesem Jahr: Ein vollständig neu entwickelter Škoda Fabia nach dem R5-Reglement der FIA. Der Motor stammt aus dem Konzernregal und wurde mit veränderten Laufbuchsen von 1.8 auf 1.6 Liter geschrumpft, der Ladedruck ist vom Reglement vorgeschrieben. Die rund 280 PS sind das eine, die 420 Nm das andere. Der Fabia ist von Grund auf als Rallye-Fahrzeug aufgebaut und hat einen fixen Allradantrieb mit zwei Diff-Sperren. Wobei die Sperr-Wirkung an den Achsen rund 80 % beträgt. Das sequentielle Fünfgang-Getriebe ordentlich bedient, stürmt der auf 1.80 Meter Breite aufgepumpte Fabia in unter 4 Sekunden auf Tempo 100 – und zwar egal, auf welchem Untergrund!

Deutschland-Rallye: Wettkampf mit den Stars

Für Fabian Kreim bedeutet der Einsatz in der WRC 2 den direkten Wettkampf mit den „großen Namen“ des Motorsports. Ein Vorteil eventuell der für die D-Rallye geplante Einsatz zusammen mit Armin Kremer. Das Einsatz-Team von Škoda Auto Deutschland arbeitet zusammen mit einer weiteren Motorsport-Legende: Raimund Baumschlager sorgt für den reibungslosen Einsatz und in dessen Team-Zelt an diesem Wochenende auch der Fabia R5 von Rallye-Legende Armin Kremer. Ob der „Alt-Meister“ dem „Youngster“ wertvolle Tipps geben konnte? Sicher! Kaum einer kennt die Deutschland-Rallye und die weltberühmte „Panzerplatte“ besser als der dreifache deutsche Rallyemeister.

Am Ende war es aber der Youngster, der dem Altmeister den Weg weisen konnte. Armin Kremer war leider nicht vom Glück verfolgt, sein Rallye-Einsatz schon am ersten Tag beendet. Keine Panzerplatte am Samstag für ihn.

Fabian hingegen fuhr in drei Prüfungen in die Top 3 des WRC 2-Feldes.

Das zeigt, dass er den nötigen Speed hat. „Gleichzeitig wurde klar, wo er noch zulegen kann und muss“, sagte Andreas Leue, Teamleiter Motorsport und Tradition bei ŠKODA AUTO Deutschland. Kreims 33 Jahre alter Markenkollege Kopecký spielte dagegen all seine Routine aus und feierte gemeinsam mit seinem Copiloten Pavel Dresler (CZ) den ersten WM-Sieg für den neuen ŠKODA Fabia R5 auf Asphalt. Und das mit dem großen Vorsprung von über vier Minuten nach 374,43 Wertungskilometern.

Die Rallye-Weltmeisterschaft wird an der Spitze vom massiven Erfolg der Volkswagen-Truppe bestimmt, mit unfassbaren Abständen distanzieren sie den Werkseinsatz der Hyundai-Truppe. Geht es um die Ergebnisse der Königsklasse (WRC), dann gewann die VW Motorsport-Mannschaft 20 von 21 Wertungsprüfungen bei der Rallye-Deutschland! Nur in der Wertungsprüfung „Stein & Wein“ (SS18) konnte der Engländer Evans auf einem Ford Fiesta WRC mit 0.6 Sekunden Vorsprung gewinnen!

Alle anderen WPs wurden zum Teil mit einem – für die anderen – peinlichen Vorsprung der VW-Werkstruppe gewonnen.

Ein viel engeres Bild ergibt der Blick in die WRC2-Klasse! 

Der Werks-Einsatz von Škoda mit Kopecky und Lappi dominiert auch in dieser Klasse das Bild, aber die Abstände zu den Konkurrenten in der WRC 2 sind doch deutlich kleiner. Der Škoda-Werksfahrer Kopecky lieferte eine starke Vorstellung in Deutschland ab und sicherte sich den Sieg in seiner Wertungsklasse.

In der SS1, der Arena Panzerplatte, betrug der Rückstand des Škoda Auto Deutschland Youngsters Fabian Kreim auf den Werkspiloten Kopecky nur 0.2 Sekunden! Das ist mehr als ein Achtungserfolg!

Ein Gesamtplatz 8 und gleich mehrere Top-Zeiten in den einzelnen Wertungsprüfungen – damit zeigt Fabian, was in ihm steckt – und in seinem Škoda Fabia R5!

Der nächste WRC-Lauf wird die Rallye Australien sein, diese startet am 10.09.2015!

wrc rallye deutschland 113 fabian kreim skoda fabia r5

*Wer die Panzerplatte vermutlich noch besser kennt, ist der siebenfache Rallye-Meister Matthias Kahle. Eben dieser Matthias Kahle hat uns am Wochenende bei der Deutschland-Rallye begleitet und in der kommenden Woche werden wir gemeinsam zur Hamburg-Berlin-Klassik 2015 starten!

 

Aktuelle Suchanfragen:

Rückblick: Sachsen Classic 2015

Sachsen hat nicht nur eine lange Automobilbautradition, sondern auch wunderschöne Landschaften zu bieten, dazu eine Region mit bedeutenden Uhrenmanufakturen und eine Traditions-Bierbrauerei. Die wohl perfekte Kulisse, um schon zum 13. Mal eine Oldtimerrallye durch Sachsen und das Umland zu führen.

Die Einwohner scheinen das rollende Automuseum zu lieben. Denn überall, wo sich das 180 Autos starke Teilnehmerfeld bei flimmernder Hitze durch die teilweise kleinen Ortschaften schlängelt, stehen begeisterte Menschen am Wegesrand. Kinder mit Fahnen in der Hand, Partyzelte, der Duft von Grillfleisch zieht durch die eine und andere Gasse.

Eine Prüfung, ein meist 100-300 Meter langes Teilstück, das in einer bestimmten Zeit durchfahren werden muss, ist die „Steile Wand“ von Meerane. Bei einer Steigung von 12 Prozent und in diesem Jahr bei Temperaturen um die 38 Grad schnauft sich so mancher Vorkriegsoldtimer den Berg hinauf.

In unserem von Volkswagen Classic bereitgestellten „Rallye Golf G60“ von 1990 haben wir es etwas einfacher. Die 210 PS, die der mittels G-Lader aufgeblähte GTI-Motor liefert, haben mit der Steigung ein leichtes Spiel.

Am Ende wird aber ein Vorkriegsoldtimer die Nase vorne haben. Nach einer Reise über 628 Kilometer durch Sachsen Anhalt, Thüringen, das Erzgebirge und sogar durch Tschechien haben Gianmaria Aghem und Rosella Conti die wenigsten Fehlerpunkte kassiert und gewinnen die Sachsen Classic 2015. Ihr BMW 328 aus dem Baujahr 1938 bewältigte die Strecke zuverlässig wie viele der jüngeren Modelle, die in der Youngtimer-Klasse antraten.

Wie wir im VW Rallye Golf diese (Zeit)Reise erlebten, kann man hier nachlesen.

 

[notification type=“notification_info“ ]Text: Bernd Schweickard  © Foto: Uli Sonntag für VW, Bernd Schweickard[/notification]

Sachsen Classic: Tag 3 – Finale Furioso!

Am heutigen Samstag steht noch mal eine lange Etappe an. Auf der Augustusbrücke wird gestartet, dann geht es nach Krasna Lipa in die Tschechische Republik, der Heimat der Volkswagen Konzernmarke Skoda, die auch mit einigen Autos vertreten ist. Das große Finale wird am späten Nachmittag vor der „Gläsernen Manufaktur“ von Volkswagen in Dresden gefeiert.

Heute läuft es besser. Die ersten Wertungsprüfungen gelingen uns natürlich noch nicht perfekt, aber das Zusammenspiel Fahrer-Beifahrer, Zeit – Wegstrecke funktioniert immer besser. Im Fussball würde man sagen, man lernt die Laufwege des anderen kennen und zu deuten. Als Hilfe klebt mir Hermann nun PostIt’s mit der Zeit und der Strecke in Metern an den Rückspiegel. Er zählt runter, ich fahre schnell rein in die Prüfung und habe immer den zeitlichen Endpunkt auf dem PostIt vor Augen. In der zweiten Wertungsprüfung fahren wir direkt auf Platz 52 von 180 und so scheint „Mission Top 100“ doch noch möglich.

„Um 10.52 Uhr kommt das vorübergehende Ende nur wenige Meter vor der Zeitkontrolle in Krasna Lipa.“

VW Sachsen classic finale-8

Der dritte und wieder einigermaßen heiße Tag fordert schon am Vormittag seinen Tribut. Einige Fahrzeuge stehen mit offener Motorhaube am Wegesrand, auch die Nummer 43 mit VW-Klassik Sprecher Eberhard Kittler an Bord eines VW Golf I, wie er damals in die DDR geliefert wurde. Der Kupplungszug war gerissen, wie wir später am Tage erfahren sollen.
Kurz danach kommt ein Teilnehmer raus aus einem Porsche 911 hinter uns, im Stop&Go vor der Kontrolle, an meine Tür und spricht Worte aus, die man nicht gerne hört „Du, nach jedem Halt ist unter eurem Auto eine Pfütze, da musst du besser mal schauen.“
Heut ist es mit rund 30 Grad nicht so heiss wie gestern, trotzdem schwitze ich, fahre rechts ran und sehe nach dem Aussteigen schon die dunkle nasse Stelle auf dem Asphalt. Hermann kommt von der Zeitkontrolle zurück und ahnt schon nichts Gutes. Wasser oder Öl? Eine Frage wie Pest oder Cholera, keins von beiden ist schön. Finger rein, gefühlt, gerochen – Öl! Wir werfen uns unter das Auto und sehen eine mit Öl verschmierte Front des Motors und der unteren Aufhängungsteile. Aus!

Spring schnell in den VW T2 Bus dort vorne, dann kommst du schon mal zum Mittagshalt in Löbau beim Zuckerspeicher. Ich rufe mal den Klaus an, ob wir das noch repariert bekommen. Klaus ist im sympathischen Team von VW Classic so was wie der Maschinist, der überall im Einsatz ist und versucht, die Wagen alle ins Ziel zu bekommen, wenn mal ein Problem auftritt. Aber hier, bei unserem größeren Ölverlust am VW Golf G60, dem limitierten Sondermodell ,bin ich mir unsicher. Dazu hat der Wagen noch einen seltenen Motor eingebaut, den es eigentlich nur in einer Kleinserie des G60 Limited in normaler schmaler GTI Karosse gab. In dieser Version liefert der Motor 210 PS anstatt der serienmäßigen 160 PS an alle vier Räder, da der Rallye Golf den „Syncro“ genannten Allradantrieb eingebaut hat. Im Moment liefert diese seltene, komplett originale Motoreinheit jedoch nur Null PS.

Nach etwas über einer Stunde kommt ein Anruf: „Er läuft wieder.Hermann fährt auf Bestzeitkurs die Verbindungsetappe nach Löbau und holt dich ab.“ Unfassbar, bei der Hitze und zwei fast parallelen Ausfällen sind wir wieder dabei. Auch wenn es nun nicht mehr um eine Gesamtplatzierung geht, durch den Ausfall haben wir zwei Prüfungen nicht fahren können und kassieren Strafpunkte im vierstelligen Bereich, freuen wir uns einfach auf die Zielankunft in Dresden.

2015 sachsen classic-15

„Den Wagen ins Ziel zu bringen, ist nun die Aufgabe!“

Der Weg führt uns durch malerische Landschaften mit hunderten von fröhlich winkenden Menschen am Wegesrand. In so manchem kleinen Örtchen haben sich mehrere Einwohner im Vorgarten eines Nachbarn getroffen. Bierbänke, Essen, Trinken und Luftballons am Gartenzaun bringen Partystimmung mit, die wir schwitzend aufsaugen. Eine so tolle Atmosphäre hätte ich mir gar nicht vorstellen können.

Während der Fahrt haben wir ständig die Öldruckleuchte im Auge, aber es passiert nichts. Hermann und Klaus haben mit einer Schraube und 3-Komponentenkleber das Problem am Öldruckgeber repariert. Der nächste Halt ist die Traditionsbrauerei Radeberger, wo sich das Teilnehmerfeld sammelt und fast geschlossen auf die letzten Kilometer nach Dresden geht, zum Zieleinlauf an der Gläsernen Manufaktur. Kurz vor uns hat ein mächtiger Hagelschauer die halbe Stadt und das Umland lahm gelegt. Überall liegen abgebrochene Äste herum, Ampelanlagen sind ausgefallen, Straßenbahnen stehen blinkend hintereinander in der Stadt, fast ein Endzeitszenario.

Davon ließen sich aber viele Dresdner und Oldtimerfans nicht abhalten und einige hundert stehen am Zielleinlauf winkend in mehreren Reihen hintereinander, als um 15.20 der erste Wagen die Ziellinie passiert. Wir sind mittendrin und es ist ein unglaublich schönes Gefühl, langsam die Rampe hinauf zu rollen, bis sich die schwarz-weiß karierte Flagge vor unserm VW Golf G60 senkt. Geschafft!

„Die Sachsen Classic ist mehr als nur eine Oldtimer-Rallye, sie ist wie ein großer Familienausflug!“

Rund 620 Kilometer haben wir zurückgelegt, bei uns können es auch 10 Kilometer mehr sein, als wir 2-3 kleine außerplanmäßige Umfahrungen hatten, weil wir einen Abzweig verpassten. Drei Tage voller Erlebnisse, Gluthitze, Ausfall, Reparatur und schöne Landschaften liegen hinter mir und Hermann Dreyer.
Dazu habe ich das erste Autogramm meines Lebens geschrieben, als ein Kind an unser Auto kam und für sein Sammelheft, das Programmheft mit den Abbildungen aller Fahrzeuge, die jeweiligen Unterschriften der Besatzung wollte. Obwohl es schon ein wenig anstrengend war, ist es schade, dass dieser große Familienausflug, meine erste Oldtimerrallye, vorbei ist.

 

 

[notification type=“notification_info“ ]Text: Bernd Schweickard | © Foto: Uli Sonntag für VW, Bernd Schweickard[/notification]

Sachsen Classic: Tag 2- Parole: Durchhalten!

Nachdem der Prolog und der erste Fahrtag mit Platz 56 in der Gesamtwertung soweit erfolgreich hinter uns liegen, geht es am Freitag schon früh wieder los. Um 8.01 startet der 180 Wagen starke Rallyetross wieder in Zwickau auf dem „Platz der Völkerfreundschaft“. Unsere Startzeit ist mit 8.27 Uhr angesetzt. Hermann hat schon am Vorabend im Roadbook alle Wertungsprüfungen bearbeitet und Zeiten, Wegstrecke und Bremspunkte ausgerechnet. Als Verantwortlicher für die Gesamtfahrzeugentwicklung bei Volkswagen ist Hermann Dreyer mit Zahlen vertraut und erklärt mir, wo ich am besten bremsen und beschleunigen soll.

Klingt einfach, stellt sich in der Praxis jedoch, wenn man noch keine Übung hat, als schwierig heraus. Angetreten war ich morgens mit dem Gedanken, unseren 56. Platz weiter auszubauen und „zumindest“ in die Top 50 zu fahren. Nach den ersten drei Wertungsprüfungen hat sich dieses Unterfangen aber schnell erledigt. An Hermann liegt es nicht, er ist ein exzellenter Beifahrer, hat die Uhr im Blick und zählt ruhig und beständig die Zeit runter.
Während es am ersten Tag meiner allerersten Oldtimerrallye so war, dass ich meistens noch Strecke übrig hatte, während Hermann bereits mit dem Zählen fertig war, wollte ich heute ein neues System ausprobieren, was ich mir bei den erfahreneren Teilnehmern abgeschaut habe. Eigentlich zu schnell rein in die Wertungsprüfung, um am Ende ganz langsam an die Lichtschranke ranzurollen. Klasse System, nur habe ich bei meinen ersten Versuchen es wohl zu schnell angehen lassen, dass ich diesmal schon vor der Lichtschranke stand, während Hermann noch fleißig zählte. Am Nachmittag kommt noch die Hitze dazu, welche dann auch eine Art Konzentrationsschwäche auslöst. Dazu haben wir die beiden „geheimen“ Wertungsprüfungen völlig verpasst. Diese sind eine Art „nette Gemeinheit“ des Veranstalters, meist zwei Prüfungen pro Tag einzubauen, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Gegen Nachmittag war dann klar, mein Missgeschick entfernt uns auf brutalste Weise von den Top 50 und wird uns abends auf den Ergebnislisten auf einem Platz weit hinter Platz 100 landen lassen.

2015 sachsen classic-10

So konzentrieren wir uns schon während der Fahrt auf die wunderbare Landschaft. Schade nur, dass es damals im VW Golf noch keine Dynaudio-Soundanlage gab, wie sie heute verfügbar ist. Zum gemütlichen Reisen durch die schöne Landschaft wären tolle Klänge aus einer Soundanlage noch ein weiterer Pluspunkt. Zur Mittagspause bildet Schloss Purschenstein den perfekten Rahmen für die vielen Vorkriegsoldtimer. Diese hatten an einem der heißesten Tage mit Temperaturen bis knapp an die 40 Grad noch mehr zu kämpfen als wir. Im VW Rallye Golf aus dem Baujahr 1990 fahren wir zwar auch ohne Klima, aber die Technik hat mit den Temperaturen weniger Probleme als die Vintage-Klasse.

Bis zum Nachmittag und dem Kurzbesuch beim Glashütte Uhrenmuseum des Zeitmesser-Sponsoren „Union Glashütte“ sind wir mehrfach durchgekocht. Vergessen sind die „angenehmen Strapazen“ aber, als wir nun zum Zielleinlauf auf der Dresdner Augustusbrücke ankommen. An diesem Abend startet auch das Dresdner Stadtfest und somit erscheinen wohl noch mehr Menschen als sonst und bilden einen breiten Menschenspalier bis zur Zielrampe hoch.

„Die Deutsche Mille Miglia“ wird die „Sachsen Classic“ mitlerweile auch genannt. Hier weiß man, warum und am nächsten Tag soll dieser Eindruck noch stärker werden. Aber nun sind Hermann und ich erstmal froh angekommen zu sein. Zeit für den Check-In im Hotel und eine Erfrischungsdusche.

 

 

[notification type=“notification_info“ ]Text: Bernd Schweickard | © Foto: Uli Sonntag für VW, Bernd Schweickard[/notification]

Aktuelle Suchanfragen:

Hamburg-Berlin-Klassik 2015: Starterliste

Der Veranstalter der „#HBK2015“ haben eine aktualisierte Starterliste online gestellt. Download über diesen Link (klick).

Wichtige Startnummern für die „HBK2015“ im Überblick

#155 Matthias Kahle auf einem Škoda 130 RS aus dem Baujahr 1976. Der Beifahrer? Ich 😉

Weitere wichtige Startnummern? Natürlich die #100, ein Mini Cooper S aus dem Jahr 1963, darauf genannt unser Lifestyle-Experte Bernd Schweickard und – zu unserer Überraschung – einer der Ex-Redakteure aus früheren Zeiten des Blogs: Ralf Bernert.

Aber wer fährt denn sonst noch so mit?

Zum Beispiel Esther Schweins auf einem Ford Capri, Startnummer: 22. Oder Schauspieler Roland Löwitsch auf einem Seat 1400 B mit der Startnummer: 59. Und mein Lieblingsschauspieler: Armin Rohde geht mit der Startnummer 101 auf einem Rolls-Royce an den Start! Ex-DTM Pilot Jockel Winkelhock wird mit der Startnummer 142 einen Opel GT fahren.

Wir werden versuchen, mit den genannten Stars ein Interview zu führen, während wir mit dem 2013 Sieger der HBK natürlich nur ein Ziel vor den Augen haben!

 

😉

Aktuelle Suchanfragen:

Sachsen Classic Tag 1 – Prolog

Früher habe ich diese Artikel über Oldtimer-Rallyes, wobei der Begriff „Sternfahrt“ oder „Event“ wohl besser angebracht ist, immer gerne gelesen und nun bin ich mittendrin. Einer Einladung von Volkswagen Classic folgend, fahre ich ab morgen meine erste „Oldtimer-Rallye“ mit. Die wunderbare „Sachsen Classic“ soll es sein, ein Event, von dem ich in den vergangenen Jahren nur positives hörte. Die reizvolle Landschaft, nette Menschen im Fahr-Pulk und an den Straßen, nun darf ich es selbst erleben.

Heute am Vortag der dreitägigen Fahrt über gesamt 628 Kilometer, stand Kennenlernen und ein Rallye-Lehrgang auf dem Sachsenring in der Programmagenda.

Mein fahrbarer Untersatz, ein sogenannter „Yountimer“ wird ein „Rallye Golf“ Baujahr 1990 sein. Es ist eine Sonderedition des VW Golf GTI, der in einer zur Homologation gebauten Stückzahl von 5.000 Einheiten gefertigt wurde. 2.500 hätten laut FIA Reglement genügt, aber die Nachfrage war so hoch, das es doppelt so viele wurden.
Passend zu meinem Alter trägt er die Startnummer 45 auf den Türen. Als könnte man das nicht noch alles Toppen, stellt sich die Frage nach dem Fahrer, da ich als Beifahrer gemeldet bin und in die Rolle des Navigators schlüpfe, der uns hoffentlich gut zu den einzelnen Zielpunkten führt.

Mein Fahrer ist kein geringerer als Hermann Dreyer. Seit fast 35 Jahren ist Dreyer im Volkswagen-Konzern und 2012 übernahm er die Leitung Gesamtfahrzeugentwicklung der Marke Volkswagen. Sozusagen ein „Wolfsburger Urgestein“, wobei er das nicht gerne hört, da es klingt, als sei er älter als die Menschheit selbst.

„Vom Benziner über den G-Lader bis zum PlugIn-Hybriden –
Ich habe Fragen – Dreyer kennt die Antworten.“

Alles begann im Dezember 1980, als der Diplom-Ingenieur Dreyer in die Dienste von Volkswagen trat, zuerst im Bereich Produktionsplanung Montage. Weitere Stationen in der QS-Qualitätssicherung und ab 2005 deren Leitung, prägten seinen Werdegang. Wenn sich einer mit VW auskennt, dazu sämtliche Entwicklungsschritte der letzten drei Jahrzehnte locker aus dem Ärmel schüttelt in denen ich motorisiert aufgewachsen bin, dann ist das Hermann Dreyer.
Ich hab einige Fragen im Gepäck, ihr habt auch welche, ob zu alter Technik oder zu neuesten Entwicklungen bei Volkswagen?
Mailt uns eure Fragen. Jeden Tag wird Live aus dem Auto Hermann Dreyer einige beantworten.

Wer die Sachsen Classic Live vor Ort sehen möchte, hier der „Sachsen Classic Zeitplan“ für den morgigen Tag:

Donnerstag, 13. August 2015, Etappe „Sachsenring“ (125 Kilometer)
o 10:45 Uhr Start historischer Motorräder in Zwickau am Hauptmarkt, dort 14:30 Uhr auch Zieleinlauf o 12:01 Uhr Start der Oldtimer-Rallye „Platz der Völkerfreundschaft“ in Zwickau
o 12:20 Uhr Sahnpark Crimmitschau
o 12:30 Uhr Steile W and Meerane
o 13:00 Uhr Schloss Ponitz
o 13:40 Uhr Schloss Wolkenburg
o 14:00 Uhr Sachsenring Fahrerlager
o 15:10 Uhr Zwickau, August-Horch-Museum
o 15:15 Uhr Zieleinlauf in Zwickau am „Platz der Völkerfreundschaft“

 

 

 

 

[notification type=“notification_info“ ]Text: Bernd Schweickard © Foto Bernd Schwickard[/notification]

Aktuelle Suchanfragen:

HBK 2015 – Die wichtigsten Links im Überblick!

HBK2015Es ist die 8.Auflage der Hamburg-Berlin-Klassik und wieder einmal ist 
mein-auto-blog.de mit vor Ort und auf Achse. 
Hamburg-Berlin-Klassik, kurz HBK. Wir freuen uns auf eine klasse Zeit,
zusammen mit Škoda Auto Deutschland starten wir auf einem Škoda Rallye 130 RS. 
Unser Pilot? Niemand geringeres als der
siebenfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle

mein-auto-blog.de wird auf der HBK2015 gleich doppelt mit von der Partie sein. Bernd Schweickard, der Lifestyle-Experte auf „mab“ und Gründer des AWR-Magazins wird auf einem „Mini“ an den Start rollen und Bjoern Habegger als Gründer von mein-auto-blog.de darf die spannende Rallye zusammen mit dem Deutschen Rallyemeister Matthias Kahle angehen! 

Die wichtigsten Link im Überblick

Die AutoBild Klassik hat, als Veranstalter der #HBK, eine tolle Galerie zum „Abend der Gewinner“ aus dem Vorjahr online gestellt – klick. Und hier geht es zur allgemeinen Berichterstattung der AutoBild.

[notification type=“notification_info“ ]Unser Live-Blog zur #HBK2015 startet am Mittwoch den 26.08.2015 von der „Technischen Abnahme“ am Vorstart, rund um das Olympia-Stadion in Berlin! [/notification]

 

 

 

HBK2015 – Wir starten mit Matthias Kahle!

HBK2015Es ist die 8.Auflage der Hamburg-Berlin-Klassik und wieder einmal ist mein-auto-blog.de mit vor Ort und auf Achse. Hamburg-Berlin-Klassik, kurz HBK. Wir freuen uns auf eine klasse Zeit, zusammen  mit Škoda Auto Deutschland starten wir auf einem Škoda Rallye 130 RS - unser Pilot? Niemand geringeres als der siebenfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle

mein-auto-blog.de wird auf der HBK2015 gleich doppelt mit von der Partie sein. Bernd Schweickard, der Lifestyle-Experte auf „mab“ und Gründer des AWR-Magazins wird auf einem „Mini“ an den Start rollen und Bjoern Habegger als Gründer von mein-auto-blog.de darf die spannende Rallye zusammen mit dem Deutschen Rallyemeister Matthias Kahle angehen! 

„Rallye-Fahrer haben doch alle einen Nagel im Kopp!“

Ein berühmtes Zitat mit unbekannten Ursprung – aber das es so ist, das habe ich bereits selbst erlebt. Im letzten Jahr hat mich Sepp Wiegand in einem Škoda Fabia Super 2000 mitgenommen, eine Erfahrung die ganz klar gezeigt hat: Rallye-Fahrer ticken einfach anders.

In diesem Jahr also Matthias Kahle. Im März geboren, wie ich. Ein paar Jahre älter und mit ein paar mehr Rallye-Meisterschafts-Titeln. Ich? Null. Matthias Kahle? Sieben!  Und weil das eh nicht zur Diskussion stand, wird wohl auch Matthias Kahle unseren Škoda 130 RS bewegen. Eventuell kann ich Matthias Kahle ja am Vorabend an der Bar genug bequatschen, damit ich auch mal in das Steuer greifen kann. Ansonsten bleibt mir die Aufgabe über, das Gebetsbuch zu lesen und die bloß nicht die Orientierung zu verlieren.

skoda-startet-mit-sechs-klassikern-bei-oldtimer-rallye-avd-histo-monte

Unser Rallye-Škoda ist im übrigen ein astreines Heckmotor-Sportgerät. Unter 900 kg leicht, und mit mehr als 140 PS aus einem 1.3 Liter Vierzylinder wird der „Ostblock-Porsche“ auf die wunderbare Klassik-Tour von Berlin nach Hamburg gehen. Das der 130 RS bis zu 220 km/h schnell sein soll, glaube ich sofort – seine klassische Coupé-Linie hat auch nach 40 Jahren nichts von seinen Reizen eingebüßt.

Wir freuen uns auf unseren Start am 27.8.2015 vor dem Berliner Olympia-Stadion!  Und Sie können mit uns „live“ dabei sein! Folgen Sie unserem Twitter-Account und unserem Instagram-Account, liken Sie uns auf Facebook und schauen Sie in den Blog!

 

 

Foto: obs/Skoda Auto Deutschland GmbH - Das Titelbild zeigt rechts Matthias Kahle, links Peter Göbel. Peter Göbel ist zugleich der Leiter der HBK-Rallye!
Aktuelle Suchanfragen:

Mitfahrt: Das Safari-Ungeheuer im Dauner Urwald

Es gibt Momente im Leben, da trifft man auf etwas und ist einfach fasziniert. Und wenn dies dann auch noch eine fahrende Legende ist wie der Nissan 240RS, der im selben Jahr zusammengeschraubt wurde, in dem ich das Licht der Welt erblickte, dann stehen sich zwei Aug-in-Aug gegenüber. So passiert am vergangenen Wochenende beim Eifel Rallye Festival in Daun – einem Festival, das Generationen vereint.

Obwohl ich 1985 noch viel zu klein war, um das Aussterben der Gruppe B Rallyeweltmeisterschaft mitzuerleben, so kam ich doch sehr früh durch meine Liebe zum Motorsport an die Klassiker von damals. An die wahren Rennmaschinen, in denen einfach das Auto und der Pilot um Sieg oder Niederlage entschieden. Keine hochkomplizierten Techniken und politische Entscheidungen den Kampf ums Podest bestimmten.

Nissan fuhr die erste Safari Rallye der Gruppe-B-Zeit mit dem neuen Typ 240RS im Jahr 1983. Während die Werkswagen von Mike Kirkland (Chassis 006) und Shekhar Mehta früh durch Motorschäden ausfielen, führte der dritte von Timo Salonen die Rallye bis kurz vor dem Ziel an, ehe auch sein Motor kaputt ging. Im folgenden Jahr wurde Chassis 006 als Chase Car (schnelles Servicefahrzeug) eingesetzt, ehe er an Ashok Patel verkauft wurde. Der Kenianer war bei der Safari 1985 mit Platz neun bester Privatfahrer.

Genau dieser Nissan mit dem Chassis 006 wurde von dem jetzigen Besitzer, Achim Loth, im Jahre 2008 von Kenia nach Deutschland geholt und seither komplett über fünf Jahre restauriert. Keine leichte Aufgabe für den Schweizer, denn wie viele andere Rallyefahrzeuge von damals schien auch der 240RS wie vom Erdboden verschwunden zu sein und Ersatzteile waren kaum erhältlich. Doch zum Glück war der Wagen fast komplett, denn bei gerade mal 200 sportlichen Ablegern des Nissan Silvia bedeutete jedes fehlende Teil eine Neuanfertigung. Doch trotzdem mussten einige Blech- und Motorenteile und verschiedene Kleinsteile eigens für den 240RS angefertigt werden.

Seit 2014 ist der Nissan nun wieder einsatzbereit und nahm im letzten Jahr auch das erste Mal bei der Eifel Rallye Meisterschaft teil. Und so kam ich nun am letzten Freitag ins beschauliche und idyllische Daun, um mir das Ganze mal aus der Nähe anzusehen. Niemals hätte ich diesen Auflauf an Menschen erwartet, diesen bunten Mix an Autofans, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und keiner hatte mich vorgewarnt, welch fantastischen Autos dort einfach so mal eben auf dem „Marktplatz“ stehen. Auf meiner Runde entdecke ich den Audi Quattro, einen Opel Ascona 400 und den unverkennbaren Lancia Delta Integrale. Und dann stehe ich vor ihm: Mit einem treuen Blick schaut er mir entgegen und ich bin gefesselt. Welch schönes Rennauto! Und mit 32 Jahren noch sehr gut in Schuss!

Nach einer kurzen Einweisung in die Technik und die Besonderheiten des Fahrzeuges fahren wir im Konvoi an den Treffpunkt für die Mitfahrten. Ich bin als Zweite dran und warte geduldig am Straßenrand in einer „Haarnadelkurve“, was als nächstes passiert. Mit einem Schlag wird die Stille des Dauner Waldes gebrochen. Mit Donner und Grollen bahnt sich an, was man kurze Zeit später live sieht. Das Getriebe knarrt beim Gangwechsel, die Reifen quietschen, es raucht und qualmt, und der Nissan 240RS spurtet den Berg hinauf – Gänsehautfeeling inklusive. Wie wird dann erst die Mitfahrt?

Als ich im engen Schalensitz Platz nehme, mir wie früher die Kopfhörer aufsetze, die Gurte festzurre, wird mir schon ein bisschen flau im Magen. „Der Sitz ist das einzige nicht originale Teil, früher war hier ein Klappsitz, aber heutzutage geht Sicherheit vor“, erklärt mir Achim, bevor er auch schon den ersten Gang eingelegt hat. Der übrigens beim Rechtslenker unten links ist, um das Ganze noch zu verkomplizieren.

Während das Auto sonst über afrikanische Steppen jagte, musste sich das Safari-Ungeheuer mit einer asphaltierten Serpentinenstraße außerhalb von Daun begnügen – aber das war dennoch Spaß pur.

Auch wenn wir ab und zu abbremsen müssen, da wir auf Verkehr auflaufen, man, ist das ein Wahnsinnsgefühl ! Es ist kein Motorenlärm, nein, es ist Musik in den Ohren. Es scheint die Sonne, die Vögel zwitschern im Wald und mittendrin dieses Ungetüm, dass mit seinen 1000 kg keinerlei Probleme hat, den Anstieg in die Wälder hochzupeitschen. Komischerweise blieb ich mal ganz stumm während der Mitfahrt, was bei mir selten der Fall ist. Und als es vorbei war, hatte ich Herzklopfen und ein riesiges Strahlen im Gesicht. Was für ein Auto! Hier beherrscht noch das Talent des Fahrers das Auto, nicht umgekehrt. Hier muss der Fahrer das Auto im Griff haben, sonst liegt man in der nächsten Böschung auf dem  Dach. Hier erlebt man wahren Rennsport und fragt sich dennoch, die Typen von damals müssen doch einfach verrückt gewesen sein.

IMG_0043

Dass die „Typen“ von damals nicht nur verrückt, sondern auch unheimlich charismatisch und witzig waren, beweist mir kurze Zeit später Mike Kirkland, der mir in einem astreinen Oxford-Englisch Rede und Antwort zu seiner Karriere und dem Nissan steht.

„Es ist einfach fantastisch, mein Auto wieder zu sehen und vor allem die ganze Arbeit, die Achim und die Jungs da reingesteckt haben. Wenn du mich fragst, ist das haargenau das Auto, mit dem ich vor 32 Jahren bei der Rallye an den Start ging. Ich sehe einfach keinen Unterschied zu damals.“

Was macht für Sie die Faszination Rallye-Sport aus?
„Motorsport ist mein Leben, das ist das, was ich liebe! Ich nahm an 90 Safarirallyes teil und an vielen weiteren, wie etwa in Zypern, Hongkong, Beijing. Ich hatte das schönste Leben, das man sich vorstellen kann. Wenn ich den Sport in meinem Alter noch ausführen könnte, würde mich nichts davon abhalten, aber ich bin jetzt einfach nicht mehr schnell genug. Die letzte Rallye, an der ich teilnahm, war 2006 in Südamerika. Das waren 30 unheimlich spannende und tolle Tage und das beste am Motorsport ist: man trifft wirklich die besten Menschen auf der Welt.“

Wie finden Sie das Eifel Rallye Festival?

„Ich finde diese Veranstaltung einfach nur gigantisch. Ich sehe hier so viele Autos, gegen die ich früher angetreten bin. Es sind hier so viele, von denen ich die originalen Autos kenne und mit den Fahrern nach wie vor befreundet bin.“

Würden Sie gerne ein Rallye Auto aus der heutigen Zeit mal fahren?
„Nein, ich weiß, dass ich jetzt nicht mehr schnell bin. Ich bin jetzt 68 Jahre alt. Aber damals im Jahr 2006 saß ich das erste Mal seit 13 Jahren wieder in einem Rallye Auto und wir belegten den zweiten Rang. Und sogar ich war sehr überrascht darüber, wie stark wir noch waren.“

Schade, dass ich leider schon nach einem Nachmittag wieder fahren musste, aber das Team hatte eine tolle Rallye und wurde zudem mit dem Preis für das Auto mit dem besten Original-Zustand ausgezeichnet. Ich werde dieses unbeschreibliche Erlebnis so schnell nicht wieder vergessen. Danke Nissan. Danke Mike Kirkland.

 

Text und Interview: Jasmin Müller
Fotos: Bernd Schweickard, Stefan Deck

Ausfahrt im Gruppe B Nissan 240 RS von 1983

Die brutale Gruppe B der Rallyeweltmeisterschaft starb aus, 1985, drei Jahre bevor ich einen Führerschein hatte. Live erleben konnte ich diese Adrenalinbeschleuniger nicht, wie viele andere 70 und 80er Jahre Geborenen. Dennoch haben sich diese Kultfahrzeuge wie der Audi Quattro, Opel Ascona 400, MG Metro 6R4, Peugeot T16 oder ein Lancia Delta Integrale in den Köpfen der Benzinfreaks festgesetzt. So war es wohl auch bei Achim Loth, dem Inhaber einer Karosseriebaufirma in der Schweiz. Der ambitionierte Hobby-Rallyefahrer und Fan der Schotterpisten besitzt schon einen originalen Werks-Rallye-Golf und suchte ursprünglich noch ein weiteres Gruppe A Auto.
Zur gleichen Zeit im Jahr 2008 entdeckte Rallye-Fotograf Reinhard Klein in Kenia drei originale Nissan 240 RS Gruppe B Rallyefahrzeuge die damals in Afrika geblieben waren. Das war durchaus üblich, da die Kosten für den Rücktransport sehr hoch waren und ein Autowerk dann eher direkt einen Neuwagen baute.

IMG_9958

Matching Numbers

Mitfahrt im Gruppe B -Rally-Fahrzeug

Der Wagen von Achim Loth hat Chassisnummer 006 und sogar noch den originalen Motor drin. „Matching Numbers“ nennen Fachleute diese Kombination aus originalem Chassis mit originaler Motornummer. Dieser Wagen ist nachweislich durch Nissan das eingesetzte Fahrzeug, auf dem damals Mike Kirkland und Anton Levitan bei der berühmten Safari Rallye 1983 teilgenommen haben. Leider fiel der Wagen früh durch einen Motorschaden aus.

Reinhard Klein ist nicht nur Rallye-Fotograf und Kenner der Szene, er ist auch Mitbegründer der „Slowly Sideways“, einer Art Freundeskreis für Besitzer von alten Rallyefahrzeugen. Und was macht man wenn man sich zu einem Treffen zusammenschließt? Man bringt seine Fahrzeuge mit. Das passierte vor einigen Jahren mit der Gründung des „Eifel-Rallye-Festivals“. Eine Veranstaltung bei der nicht auf Zeit gefahren wird, sondern der Spaß miteinander im Fokus steht und das Präsentieren der historischen Fahrzeuge. Am Anfang nur Insidern bekannt, pilgern heute tausende Zuschauer in das kleine Eifelstädtchen Daun. Hier bin ich heute auch und versuche mich zu entsinnen, wann ich zuletzt so viele Menschen bei einem modernen Autorennen gesehen habe.

Am Freitagvormittag findet eine Abnahme statt und die Fahrzeuge stehen auf dem Marktplatz aus. Auch wer sich nicht auskennt, es ist einfach zu finden. Immer nur den Menschen hinterher und auf den „Sound“ zu. Vorbei an Pretiosen der Rallyezeit bis ca. Mitte der 80er Jahre, erreiche ich den Stand von Achim Loth und seinem Team.

IMG_9935

Nummer 006 rennt!

Heute steht etwas ganz Besonderes an, etwas, was man nicht einfach morgen oder nächste Woche wiederholen kann. Die Mitfahrt im Werks-Nissan 240 RS mit der Chassis-Nr. 006!

Nach einer kurzen Einweisung in die Technik und die Besonderheiten des Fahrzeuges, klettere ich über den eingeschweißten Stahlkäfig in den engen Schalensitz. „Das ist das einzige nicht ganz originale Teil an dem Wagen“, sagt mir Achim, schnell waren wir, wie in der Szene üblich, per Du. Früher war hier nur eine Art Klappsitz montiert, ohne Kopfstütze, das man an die Ersatzteile hinten, wie das Reserverad, besser rankommt. Heute geht Sicherheit vor, aber der Rest ist im originalen Zustand wie er mir versichert.

Die Restauration erstreckte sich über fünf Jahre. Der Wagen war zum Glück fast komplett, denn Teile für einen Nissan 240 RS zu finden ist mehr als schwierig. Dagegen sind Ersatzteile für einen 50er Jahre Mercedes Benz 300 Sl Gullwing Massenware. Nur rund 200 sportliche Ableger des Nissan Silvia wurden als 240 RS gebaut. Noch weniger als Rechtslenker. Ein paar Teile mussten dennoch erneuert werden, was in diesem Fall jeweils eine Einzelanfertigung bedeutet. Egal ob Blechteil, Motorteil oder nur eine kleine Schraube, alles musste speziell für den Wagen angefertigt werden.
Dieser wurde zwar komplett zerlegt, die Elektrik neu angefertigt und alles überholt, auch die Karosserie wurde gerichtet das sie wieder „gerade“ ist, jedoch wurden „Macken“ gelassen. „Das sind originale Zeichen der Zeit, die gehören so“, ruft Achim mir zu, als ich auf eine recht krumme Stelle oben am Dach hinweise.

Dagegen sind Ersatzteile für einen 50er Jahre Mercedes Benz 300 Sl Gullwing Massenware.

Und das ist es auch was die Leute lieben die heute hier sind und uns ein wenig den Weg vom Servicepoint zur Straße versperren. Wenn der Wagen, mit dem Mike Kirkland mit Vollgas durch den roten Staub der afrikanischen Steppe gejagt ist, für eines nicht gebaut wurde, ist es Stadtverkehr mit Stop&Go. Achim reißt und zieht am dünnen Schaltstock, dabei immer schön Zwischengas gebend weil das Getriebe nur teilsynchronisiert ist. Mit einem lauten „Klack“ rastet der erste Gang ein und „der Eimer“ wie Achim den 240 RS liebevoll nennt, macht einen Bocksprung nach vorne, als gelte es, der Antilope hinterher zu jagen.

IMG_9965

100 Phon, auf die Ohren

Mit einer Menge an metallischen Schleif-, Klapper- und Rattergeräuschen bewegen wir uns raus in Richtung Teststrecke. Die Geräusche wandern außerhalb des Ortes plötzlich in den Hintergrund weil sich die Auspuffgeräusche in den Vordergrund drängen. Ich selbst hatte Ende der 80er an meinem Fahrzeug einen Gruppe A Auspuff mit 100 Phon montiert. Das soll so laut sein, als stünde man drei Meter neben einem Presslufthammer. Hier reden wir aber nicht von solch einer Kinderschokolade, hier reden wir von der Gruppe B! Also noch einen Schalltopf weniger, im Prinzip, einfach nur ein langes Rohr vom Motor bis nach hinten.

Wir reden hier auch nicht von Lärm, sondern von Sound, der ganz vorne im 2,4 Liter Vierzylinder entsteht. Rund 280 PS entstehen durch die Explosionen in den Brennräumen die wild fauchend hinten ausgespuckt werden.

IMG_0048

Slowly Sideways!

Mit dem putzigen Anstieg auf der Teststrecke hat der knapp 1.000 Kilogramm leichte Wagen einfaches Spiel. 270 Nm drücken bei 7.200 Umdrehungen auf die Hinterachse und lassen diese auch manchmal quer kommen. Das ist ja auch irgendwie der Sinn bei „Slowly Sideways“ und Achim peitscht den in traditionellen Nissan-Farben lackierten Wagen die 180 Grad Kurven hinauf, bis wir so schräg sind, dass ich aus dem Seitenfenster geradeaus schauen kann.

Es bleibt keine Zeit zum Denken. Über das Headset wird nicht nur die Stimme des Fahrers und Beifahrers übertragen, sondern auch die Innengeräusche des Fahrzeuges verstärkt wahrgenommen. Das helle Scheppergeräusch dringt so noch viel intensiver in meinen Kopf, von außen klopft das sonore Donnern des Auspuffs an, „Hallo, ist jemand Zuhause?“.

Heute scheint die Sonne, es sind 25 Grad und nach einigen Kilometern wird es plötzlich noch wärmer. Ich überlege kurz das Fenster zu öffnen, der 240 RS verfügt über handelsübliche Fensterkurbeln, aber dieses ist bereits unten. Ja klar, keine Dämmung, das heißt nicht nur mehr Geräusch, sondern auch mehr Hitze die der Motor gerne über das Blech in den Innenraum ableitet. Wunderbar.

In diesem Moment frage ich mich, was sind das für Typen, die in den 80ern in solch „einem Eimer“ volles Rohr bei teilweise über 40 Grad im Schatten quer durch Afrika fuhren. Dreck, Schlamm, Staub, wilde Tiere und Hitze klingen nicht gerade nach einer Kasperlefahrt.

Fragen wir doch einen der es wissen muss, den ehemaligen Werksfahrer der Chassisnummer 006 im ersten Einsatzjahr 1983 genau dort fuhr, Mike Kirkland. Wir treffen den heute 68-Jährigen lustigen Kenianer, der mal sagte: „Nissan hat mich nur deswegen unter Vertrag genommen, weil ich im Kopfstand ein Glas Bier trinken konnte“.
Er ist aber nicht nur ein fröhlicher Mensch, er kann auch richtig Gas geben. Alleine bei der Safari fuhr er in der Steppe Ostafrikas fünf Mal aufs Podium. Hier beim Eifel-Rallye-Festival steuert er den von Achim Loth aufgebauten Werkswagen bei der Parade.

IMG_9954

 

EifelRallyeFestival20

Interview mit Mike Kirkland

mab/AWR
Wie war der Moment, als Sie Ihren ehemaligen Werkswagen hier wieder sahen?

MK (Mike Kirkland)
Es war ein unglaubliches Gefühl. Und ich muss sagen, Achim und sein Team haben eine super Arbeit geleistet. Es ist alles so wie vor 32 Jahren. Ich hab es genau kontrolliert. (lacht)

mab/AWR
Was ist die Faszination Rallyefahren für Sie?

MK
Es ist für mich alles im Leben. Ich bin 19 Mal die Safari gefahren, aber auch die Zypern-Rallye, die Elfenbeinküste oder die HongKong-Peking Rallye. Es ist für mich das wundervollste Leben was man sich vorstellen kann.

mab/AWR
Fahren Sie noch aktiv bei historischen Rallies?

MK
Manchmal schon, wobei ich zuletzt 2006 ins Lenkrad gegriffen habe, bei der „Across South America Rallye“. 30 Tage quer durch den ganzen Kontinent bis nach Ecuador. Das war super.

mab/AWR
Was verbindet Sie heute noch mit dem Rallyesport?

MK
Es ist der Spaß! Im Motorsport triffst du die verrücktesten und lustigsten Leute der ganzen Welt. Es ist eine Familie. Ich habe heute noch Kontakte zu vielen Wegbegleitern von früher.

mab/AWR
Wie gefällt Ihnen das Eifel-Rallye-Festival?

MK
Es ist absolut fantastisch. Diese ganzen alten Autos und auch Fahrer zu sehen, ich fuhr gegen diesen und gegen diesen hier, harte Duelle. Aber wenn wir uns heute hier sehen, haben wir viel zu lachen. Und die Begeisterung der Zuschauer, einfach wunderbar.

mab/AWR
Wäre es ein Wunsch von ihnen mal ein aktuelles Rallyeauto zu fahren?

MK
Nein, ich bin nun 68 Jahre alt und für ein modernes Rallyeauto zu langsam.

mab/AWR
Sind Sie sicher?

MK
Mmh, ich denke schon.

mab/AWR:
Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte mab/AWR-Reporter Bernd Schweickard

Text: Bernd Schweickard /  © Foto: Bernd Schweickard
Aktuelle Suchanfragen:

News: Mercedes G 500 4×4² – Der Gigant fürs Grobe

Sie ist kantiger als alle anderen, schon länger auf der Straße und abseits der Straße hat sie mehr drauf als die meisten Konkurrenten: So sticht die Mercedes G-Klasse seit Jahr und Tag aus der Flut der Geländewagen heraus. Demnächst kann man das allerdings auch wörtlich nehmen. Denn auf dem Genfer Salon zeigt Mercedes Anfang nächsten Monats eine neue Version des mittlerweile 36 Jahre alten Dinosauriers, die mit ihren 2,25 Metern Höhe buchstäblich ein überragendes Auto ist.

Verantwortlich sind dafür so genannte Portalachsen, wie man sie bei Mercedes bislang nur aus dem Unimog und dem Wüstenschiff G 6×6 kannte: Bei ihnen stecken die Räder nicht mit der Nabe auf der Mitte der Achse, sondern können dank eines Portalgetriebes deutlich tiefer montiert werden. So wächst die G-Klasse in den Himmel und die Bodenfreiheit steigt von 21 auf 45 Zentimeter. Zugleich geht mit den neuen Achsen die Spurweite um 30 Zentimeter in die Breite, was Mercedes mit neuen Radläufen aus Karbon zusätzlich betont. Egal ob mit der 22-Zoll-Bereifung für die Straße oder den grobstolligen 18-Zöllern für den Offroad-Einsatz sieht die G-Klasse damit im Rückspiegel ziemlich furchterregend aus.

mercedes_g500_20215_5.jpg

Zu den neuen Achsen und den zwei Radsätzen gibt es auch Varianz bei der Federung: Um die Performance auf und neben der Straße zu verbessern, bekommt der G 4×4² erstmals Verstelldämpfer aus dem Rallye-Sport, mit denen wahlweise die Bewegung des Aufbaus im Gelände erleichtert und bei der Kurvenhatz fast vollständig vermieden wird: Eben noch bockige Bergziege wird aus dem G-Modell so beinahe das sprichwörtliche Brett.

Auch unter der Haube betreten die Schwaben Neuland: Erstmals diesseits von Affalterbach kommt in dem G-Modell der V8-Motor aus dem AMG-Sportwagen GT zum Einsatz, der bald seinen Weg auch in M- und E-Klasse finden wird. Er leistet 310 kW/422 PS, kommt auf bis zu 610 Nm und ermöglicht selbst im fast drei Tonnen schweren G 500 4×4² eine Spitzengeschwindigkeit weit über 200 km/h.

mercedes_g500_20215_1.jpg

In Genf steht der neue G als Showcar und nach der offiziellen Sprachregelung wollen die Schwaben damit jetzt erst einmal die Kundenresonanz ausloten. Doch müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn der Gigant fürs Grobe nicht bald durchs Gebirge stürmen müsste. Denn man muss nur auf seinen großen Bruder schauen um zu wissen, wie verrückt die Truppe um die G-Klasse ist. Auch der 6×6 stand schließlich mal als Studie auf der Messe – und seitdem bislang fast 150 Mal verkauft.

Autor:

Aktuelle Suchanfragen:

In die Wüste geschickt: Mitsubishi Lancer Evolution X

Außerordentliche Vorfreude auf einen Testwagen – dieses Gefühl entwickelt sich nicht bei jedem neuen Testwagen, der bei mein-auto-blog.de auf den Hof rollt. Der seit 2009 angebotenen Mitsubishi Lancer Evolution ist so ein Auto, welches das Herz des Auto-Testers schneller schlagen lässt. Doch diese Begegnung wird zugleich die letzte sein, denn Mitsubishi nimmt zum Ende des Jahres den Evo vom Deutschen Markt. Es schwingt also durchaus Wehmut mit, bei dieser letzten Wertungsprüfung.

10 Generationen Alltagsverweigerer

Zum Abschied des Mitsubishi Evolution

Der Evo! Der Brand Sharpener seit 1992 für die ansonsten eher bieder agierende Marke aus Japan. Bereits in der 10. Entwicklungsstufe treibt diese viertürige Limousine der unteren Mittelklasse auf den internationalen Rallypisten und quer durch Wüsten und Kontinente ihr Unwesen. Und das in den 1990 Jahren auch mit großem Erfolg. Vier Fahrertitel und einen Markentitel konnte die Marke mit den drei Diamanten im Firmenlogo in der Rallye WM erringen, bevor die Übermacht der französischen Marken in diesem Sport nicht mehr zu stoppen war. Das Rezept der damaligen Erfolge, welches bis heute seine Gültigkeit hat: Ein quer eingebauter robuster 2,0l Vierzylinder, der auch dem Einsatz von mächtigen Turboladern stand hält und Kraft in den Antriebsstrang presst, die in jeder Lebenslage über ein ausgetüfteltes Allradsystem einfach immer in Beschleunigung gewandelt wird. Egal, ob es Schnee, Sand, Schlamm oder Asphalt ist. Und da viel Leistung viel kühlende Luft und auch etwas aerodynamischen Abtrieb braucht, verpassten die Japaner dem hausbackenen Lancer seit jeher zahlreiche Be- und Entlüftungsschächte an der Front sowie einen üppigen Spoiler am Heck.

mitsubishi EV X 10 Abschied

Trotz Ausstieg aus dem werksseitigen Rallye Engagement sollte mit dem aktuellen Evo X alles sogar noch besser werden. Erstmals gibt es ein Basisfahrzeug, das durchaus seine optischen Reize hat und auch technisch ging es mit Doppelkupplungsgetriebe, aktivem Mittendifferenzial und Giermomentregelung kräftig nach vorne. Die Vorfreude scheint also durchaus berechtigt zu sein, besonders, da es sich um die Variante mit dem High-Performance-Paket handelt, welches den 295 PS starken Lancer noch mit Bilstein Stoßdämpfern, Eibach Federn, Recaro Sitzen, BBS Felgen, Brembo Bremsen und einem Doppelkupplungsgetriebe verfeinert.

Doch leider endet die Vorfreude schlagartig mit dem Drehen des fummeligen Drehschalters an der Lenksäule. Einen Zündschlüssel gibt es Dank Smart-Key-System nicht mehr und Sound auch nicht. Dem gezündeten Triebwerk entweicht nämlich nur ein trübes Verbrennungsgeräusch aus den mächtigen Endrohren und auch mit steigender Drehzahl tut sich nicht viel. Akustisch nicht und auch in Sachen Vortrieb nicht. Dieses Aggregat soll knapp 300 PS haben und den Fahrer in 5,6 Sekunden auf 100 km/h katapultieren? Der Blick in den Fahrzeugschein gibt ein wenig Aufklärung über das Leistungsmanko: Stolze 1,7 Tonnen wiegt der Evo. Doch das alleine kann nicht der Grund für den scheinbar müden Antritt des Mitsubishis sein. Es fehlt einfach der ungehobelte Turbopunch der alten Tagen, den man von einem Auto mit solch pubertärem Äußeren erwartet und auch das Doppelkupplungsgetriebe trägt seinen Teil dazu bei. Doch eher nnmotiviert ruckt die Schaltbox im Alltagsbetrieb durch die Gänge.

Im krassen Gegensatz zur gebotenen Leistung steht dagegen der Verbrauch: „Unzeitgemäß“ ist ein heutzutage gerne verwendetes Adjektiv, aber kaum traf es besser zu, als bei diesem Allradsportler. Unter 14l im Schnitt ist nur bei extremer Schleichfahrt möglich und genau diesen Fahrzustand mag der Lancer Evolution überhaupt nicht. Er will nur eins: Brachial getreten werden! Je mehr, desto besser, lautet hierbei die Devise. Wer das Getriebe auf Sport oder Super Sport stellt und sich traut, schneller in eine Kurve hineinzufahren, als es einem der gesunde Autofahrerverstand einreden mag, wird mit knackig kurzen Schaltzeiten und dank hervorragend arbeitender Drehmomentverteilung an allen vier Rädern mit aberwitzigen Kurventempi belohnt.

Doch genau diese Stärke des Lancers ist auch sein größtes Problem, denn wann kann man es sich erlauben, einen für den Rallyesport entwickelten Wagen im täglichen Leben an der Haftungsgrenze zu bewegen? Selten. Nie? Aus wirtschaftlicher Sicht muss das jeder für sich selber entscheiden, aber 49.950 Euro und bis zu 25l verbranntes Super Plus (auf 100 km) sind für ein Auto, das den normalen Alltag nur äußerst widerwillig meistert, schon eine Ansage. Und aus rechtlicher Sicht wird die Situation noch viel schwieriger, denn wenn einem nach heißem Ritt auf kurvenreicher Landstraße schon die Motorradfahrer mit unmissverständlichen Handzeichen grüßen, weiß man, in welchen Geschwindigkeitsbereichen man sich soeben aufgehalten hat.

Aber für diesen einen kurzen Augenblicke hat der Evo wirklich Spaß gemacht. Sehr sogar und darum werden wir ihn doch auch ein wenig vermissen, denn einen Nachfolger wird es für den Mitsubishi Lancer Evolution X nicht geben.

Mach es gut, Evo – egal, welche Kritik man Dir an den Kopf geworfen hat, Du hattest wenigstens einen echten Charakter. 

[tabgroup]
[tab title=“Technische Daten“]

Modell
Lancer EVO X MR
Zylinder Zahl/Anordnung
4/R
Hubraum (cm3)
1.998
Nennleistung (kW/PS bei 1/min)
217/295 bei 6.500
Nenndrehmoment (Nm bei 1/min)
366 bei 3.500
Verbrauch kombiniert ab (l/100 km)
10,5
CO2-Emission kombiniert ab (g/km)
245
Effizienzklasse
who cares
Beschleunigung 0-100 km/h (s)
5.3
Höchstgeschwindigkeit (km/h)
247

[/tab]
[tab title=“Heldentaten:“] [yes_list]

  • Deine Eltern waren Rallye-Champions, da verzeiht man dem Nachwuchs geringe Unzulänglichkeiten im Alltag. So herzhaft wird es wohl nie wieder.

[/yes_list] [/tab]
[tab title=“Prügelknabe“] [no_list]

  • Wenn man es dem Evo X im Alltag besorgte, dann waren 20 Liter auf 100 Kilometer völlig normal. Damit hast Du leider keinen: „Und wer denkt an die Eisbären“ Aufkleber auf die Stoßstange kleben.

[/no_list][/tab]
[/tabgroup]

Aktuelle Suchanfragen:

Autonews – Der Wochenrückblick KW 31

1. 600 Schulbusse für Rumänien

Mit dem Movano will Opel in Rumänien die Kinder sicher zur Schule bringen. Nach dem Gewinn einer öffentlichen Ausschreibung, spendierten die Rüsselsheimer 600 gelbe Schulbusse. Bereits 100 Exemplare wurden auf einer von der Regierung begleiteten Presseveranstaltung in Bukarest übergeben. Die auffälligen Busse bieten Platz für jeweils 16 Schulkinder plus Fahrer. Der Movano Trabus wurde von einer rumänischen Spezialfirma zum Schulbus umgebaut und verfügt nun über einen 2,3-Liter-Dieselmotor und eine Klimaanlage. Auf dass die Kids wohlbehalten an ihr Ziel gelangen.

ampnet_photo_20140728_084390

2. Kia Sorento Teil Drei

Auf der Paris Motorshow 2014 wird der neue Kia Sorento in seiner dritten Auflage präsentiert. Mit seiner hohen Gürtellinie und einem schmalen Fensterband nähert sich der Sorento so langsam seinem Bruder dem Sportage an. In der Linienführung wird er durch Chromeinfassungen veredelt. Die nun dritte Modellreihe wurde in den Kia-Designstudios in Korea, Deutschland und den USA entworfen und soll für weiteren Aufschwung der Marke sorgen. Ende August wird der Sorento in Korea erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

ampnet_photo_20140729_084453

ampnet_photo_20140729_084454

3. Meistverkauftes SUV der Welt: Honda CR-V

Der japanische Automobilkonzern kann sich auf die Schulter klopfen. Sie haben es geschafft das meist verkaufte SUV ihr eigen nennen zu dürfen. Der Honda CR-V war im ersten Quartal 2014 das beliebteste SUV der Welt. Enthüllt wurde dieses Ergebnis von dem globalen Fachinformationsdienst „Focus2move“. Nach ihren Berechnungen rollten in den ersten drei Monaten 165 017 CR-V über den Ladentisch. Das sind rund zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit nur 161.837 verkauften Exemplaren.

ampnet_photo_20140729_084460

4. Erste Bilder vom Land Rover Discovery Sport

Klammheimlich und noch ganz eingehüllt in seiner Tarnung wurde der neue Land Rover Discovery Sport nun entdeckt. Noch vor seiner offiziellen Premiere im September erlaubten die Engländer einen kleinen Einblick auf die neuen Kurven des Discovery Sport. Weiteres weiß man aber noch nicht außer, dass der Discovery eine 5+2-Sitzanlage erhalten wird. Da wird man sich also noch etwas bis September gedulden müssen bis dann endgültig alle Hüllen fallen gelassen werden.

ampnet_photo_20140730_084466

5. Surfin’ Fiat 500L

Für die Surf-Meisterschaften in Kalifornien hat sich Fiat den 500L geschnappt und diesen ein bisschen auf Surfer-Dude umgestyled. Das Konzeptfahrzeug präsentiert sich im Design der Kult-Sportschuhmarke Vans und ist im typischen Stil der Firma lackiert: die untere Hälfte in Weiß und im oberen Bereich findet sich Blau mit einer Struktur, die an das Canvas der Schuhe erinnert. Gekrönt wird der Style von einem blau-schwarzen Schachbrettmuster. Kotflügelverbreiterungen, Seitenschweller und die 18-Zoll-Leichtmetallräder des 500L kommen in Mattschwarz. Das Armaturenbrett ist mit knallig-bunten Grafiken im Vans-Stil verziert und die Sitzbezüge greifen wiederum das Thema Canvas. Auf dem Dach bietet der Diat 500L einen maßangefertigten Träger für mehrere Surfboards. Ab in die Wellen.

At the Vans US Open of Surfing in Huntington Beach, Calif., the

At the Vans US Open of Surfing in Huntington Beach, Calif., the

6. Sneak Peak auf den Toyota GT86 CS-R3

Der Toyota GT86 CS-R3 wird sich das erste Mal beim neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft vom 21. bis 24. August rund um Trier zeigen. Die Rallyeversion des Sportwagens startet allerdings nur als Vorausfahrzeug. Am Steuer sitzt die ehemalige Doppel-Rallyeweltmeisterin und Werksfahrerin Isolde Holderied und treibt den heckgetriebenen Prototypen die Rund 274 Kilometer über insgesamt 18 Etappen an. Neben einem sequentiellen Sechs-Gang-Getriebe, Sperrdifferential und geänderter Bremsanlage wurden auch der Kabelbaum sowie die Steuereinheit speziell angepasst. Der GT86 CS-R3 ist ab dem ersten Quartal 2015 als Bausatz verfügbar allerdings steht der Preis noch nicht fest.

ampnet_photo_20140730_084532

7. Neuer Smart ab 10.895 Euro

Klein, kleiner, Smart. Den neu designten Cityflitzer gibt es ab sofort für 10.895 Euro zu kaufen und damit bleibt er preislich bei seinem Vorgänger. Der Forfour startet ab 11.555 Euro mit jeweils 70 PS und Schaltgetriebe. Ab dem 22. November können die neuen Besitzer die kleinen Autos ihr eigen nennen. Die Topmotorisierung mit 90 PS folgt dann im Dezember diesen Jahres, das Doppelkupplungsgetriebe Twinamic im Frühjahr 2015. Beide Basis-Varianten verfügen über jede Menge Ausstattungs-Highlights und sind in drei Ausstattungslinien „passion“, „prime“ und „proxy“ verfügbar.

smart fortwo, BR C453, 2014 / smart forfour, BR W453, 2014

Video: Das Beste aus 5 Jahren Škoda Fabia Super 2000

 

Vor ein paar Wochen konnte ich die Faszination Rallye selbst erleben. Die Mitfahrt im Fabia S2000 war ziemlich prägend. Aber ebenso beeindruckend, die Arbeit der Mechaniker. Profis die binnen einer Kaffeepause ein Getriebe ein- und wieder ausbauen. Die Foto-Story zeigt mehr davon.

Motorsport ist absolut faszinierend und dieses Video packt die Leidenschaft der Škoda-Truppe gut in bewegte Bilder – schön anzuschauen, alle mal!

 

 

 

Škoda Fabia Super 2000 – Eine Offenbarung

Zur Einleitung ein Geständnis: Ich gehe üblicherweise davon aus, der Nabel der Welt zu sein (habe ich gehört). Und Autoblogger wurde ich, weil ich Auto fahren kann. Weil ich Autos beurteilen kann. So wenig, so kurz zu meinem Selbstverständnis. Und dann gibt es, seitdem ich über Autos blogge, immer wieder solche Tage, solche Ereignisse, diese Art von Erlebnisse, die einem die Augen öffnen, den Horizont verschieben und einem vorkommen wie eine Offenbarung. 🙂

Wie zum Beispiel die Mitfahrt im Škoda Fabia Super 2000 Rallye-Fahrzeug – am Steuer, der Rallyeprofi: Sepp Wiegand.

Die Rallye-Offenbarung – Škoda Fabia S2000

200 kW Leistung? Das sind ja nur 272 PS und da soll ich nicht selbst fahren, sondern festgegurtet auf dem Beifahrersitz hocken, während ein anderer am Lenkrad kurbelt? Minimiert man die Mitfahrt im Fabia Super 2000 auf diese Sichtweise, dann wird man spätestens beim starten des Motors heftigst überrascht. Erschütternd der Schrei des Vierzylinders sobald er mit Luft und Benzin gefüttert wird, die Drehfreude ejakuliert förmlich aus dem bescheidenen Endröhrchen. Wild zitternd sprotzelt der Leerlauf oberhalb der 2.000 Touren-Marke und springt wie ein wilder Hengst über 400 Umdrehungen nach oben und unten. Im Innenraum wird es derweil heiß, die Luft steht hier drinnen während Sepp, mit mir auf dem Beifahrersitz, in Richtung der provisorischen Rallye-Stage fährt. Dabei wird es nicht über die Rennstrecke von Brünn an sich gehen, sondern über die Versorgungspfade des Traditionskurses. Und diese sind kaum breiter als der Fabia selbst.

Der Kopf nickt heftig nach vorne, dabei war ich vorgewarnt und ich war auch vorbereitet, doch wenn Sepp die im Durchmesser 35.5 Zentimeter großen Bremsen des nur 1.200 Kilogramm schweren Rallye-Fabia in die Zange nimmt, dann sollte man eine geübte Hals-Muskulatur haben. Warme Slick-Reifen bieten unfassbaren Grip und meine Hals-Muskulatur ist eben nicht trainiert – zack und die Schwerkraft rupft am Helm. Zweimal geht das so, auch eine Art Training. Doch nur ein zahnlose Übung für das, was gleich folgen sollte.

skoda rallye erfahrung

Rallye-Fahrer und der berühmte Nagel im Kopf

Sepp brüllt mir via Gegensprechanlage in die Ohren, gleich würde es losgehen, wir rollen auf den simulierten Startpunkt zu und Sepp zündet die Tschechische Boden-Boden-Rakete. 200 kW fühlten sich nie stärker an – ob es wirklich nur 272 PS sind die hier unter der kurzen Haube des Fabia mit wahnwitzigen Getöse an die Arbeit gehen? Mir kommen Zweifel – konzentriere mich aber lieber auf die Strecke – immer den Horizont im Auge behalten und dem Magen nicht die Chance geben, später im Parc fermé, für peinliche Momente zu sorgen. Das Mittagessen muss drinnen bleiben. Auf jeden Fall. Also die Augen in Richtung Strecke und Horizont gerichtet, in den Ohren trommelt der zwei Liter Saugmotor auf seine Maximal-Drehzahl zu. Ungewöhnlich, die maximale Leistung liegt früher an als das maximale Drehmoment. Die 272 PS sollen bei 7.000 Umdrehungen versammelt sein, die 253 Nm des brüllenden Vierzylinders jedoch erst bei 8.250 Umdrehungen.

Mein Kopf schwingt kräftig nach rechts, Sepp hat den Fabia in eine Linkskurve geworfen die mir zuvor nicht aufgefallen ist. Das wird mein Magen nicht mögen. Im Mittelohr tobt bereits das aufkommende Unwohlsein. Noch bevor sich der gerade einmal 4 Meter lange Fabia ausgependelt hat, drückt ihn Sepp bereits wieder in eine 90° Rechtskurve und hinein in einen Tunnel. Der Fabia ist kaum kleiner als der Tunnel, es dröhnt das Gebrüll des Fabia S2000 von den Blechverschalungen der engen Röhre zurück. Am Ende des Weges steht ein Müll-Container. Ich sehe ihn. Er kommt im aberwitzigen Tempo auf uns zu – nein halt, wir auf ihn – verflucht, ich sehe ihn, also muss Sepp ihn doch auch sehen – warum reagiert dieser Rallye-Pilot denn dann nicht?

Sepp rupft an der Handbremse, spielt mit dem Lenkrad flipper und lässt den Fabia mit kaum gebremsten Elan um eine weitere 90° Rechtskurve rutschen. Aus dem staubigen Asphalt-Untergrund wird eine Schotterstrecke. Mit Löchern tief genug um einen vorlauten Auto-Blogger darin zu versenken. Sepp kümmert sich nicht um diese Löcher, er treibt den Fabia unter Volllast auf die nächste Kuppe zu. Blind nach links abbiegen, dass ist nichts was ich bisher als Hobby in meinen Lebenslauf geschrieben hätte. Doch im Augenblick kümmert das niemanden in diesem Fahrzeug. Konzentriert lässt der noch junge Sepp Wiegand den Rallye-Fabia an zwei mobilen Toiletten-Häuschen vorbeifliegen – auf dem Tacho der Onboard-Kamera werde ich später nachlesen: Knapp 160 km/h – dabei ist der Weg kaum breiter als der Rallyewagen selbst – und rechts geht es mehrere Meter eine steile Wiese hinab. Ein Fehler von Sepp Wiegand und die Welt würde einen Automobil-Blogger verlieren. Die Gedanken in diesem Augenblick werden immer kruder.

Unfassbar wie sehr ich mich auf dieses Ausfahrt gefreut hatte, jetzt – kaum zwei Minuten nachdem ich zum ersten Mal meine Halsmuskulatur strecken durfte, sehne ich das Ende herbei. Viel länger müsste es nicht mehr dauern – der heiße Stuhl, der Co-Piloten Platz im Rallye-Fahrzeug ist nicht meine Welt. Unwohlsein und Adrenalin-Kick mischen sich zu einem Emotionscocktail nach Fabia-Rezept.

Eine Handbrems-Drehung leitet die Halbzeit ein. Da ich die Strecke zuvor nicht kannte wird mir nun bewusst, wir fahren die gleichen Kurven noch einmal zurück.

Ich versuche mich auf meinen Piloten zu konzentrieren, auf seine Arbeit am Lenkrad, will einen Blick erhaschen von seinem Gesichtsausdruck. Das ist nicht leicht, während der Fabia bei Tempo 140 einen Elchtest macht und der Abhang nun links vorbeiwischt.

Nach knapp fünf Minuten und einer Punktlandung am Zielstrich nimmt Sepp Wiegand das Tempo raus, ich atme zum ersten Mal wieder bewusst ein und aus. Endorphine fluten mein Hirn und lassen das Mundwerk lose werden – ich habe auf Youtube noch einmal nachgehört, ja ich habe meinen Piloten wirklich als „total bescheuert“ bezeichnet. Aber das war im Fieber des Adrenalin, unter dem unfassbaren Eindruck von höchster Faszination, absolut als Kompliment gedacht.

Und es war eine Offenbarung

Mein Magen hat es überstanden, mein Ego weniger. Nicht einmal 80% dessen, was der junge Sepp Wiegand in einer echten Rallye-Stage geben würde, hat er hier auf der sicheren Rundstrecke abgerufen, für mich war es allerdings soviel, dass ich in der Zukunft die eigenen Nabelschau mit anderen Augen sehen werde. Hammerhart, diese Jungs! 

 

Hier geht es weiter – so wechselt das Team binnen 12 Minuten das Getriebe des Škoda Fabia Super 2000

 

 

 

 

Aktuelle Suchanfragen:

Roadtrip: Vom Ring zum Col de Turini

SUBARU ist eine pragmatische Automarke. Was man dort macht, macht man mit dem vollen Ingenieurs-Geist einer japanischen Marke. Und wenn man ein Auto baut um damit die Rallye-Weltmeisterschaft zu gewinnen, dann gewinnt man damit die Rallye-Weltmeisterschaft. So geschehen in 1995, 1996 und 1997. Diese Jahre haben einen Namen geprägt: Impreza.  Aus den sportlichen Impreza wurde über die Jahre der WRX. Der WRX STi.

Bevor im Juni die neue Generation des WRX STi in den Handel kommt, war es Zeit mit dem Vorgänger eine Abschiedstour zu unternehmen. Ihn noch einmal zu entführen, an den Ort seiner Ur-Ahnen. Und weil SUBARU in Deutschland auch eine Tradition auf der Nordschleife hat – den WRX also nicht nur Offroad in der Rallye-WM zum Titel fahren lies, sondern auch beim härtesten Rennen der Welt, den 24-Stunden am Nürburgring antreten lässt. Konnte es nur einen Startpunkt für diesen Trip geben:  Den Nürburgring.

Vom Nürburgring zum Col de Turini

#wrxtrip – Mit 300 PS durch die Geschichte

Es gibt bereits Fahrberichte vom neuen SUBARU WRX, hier zum Beispiel. Doch bevor der neue WRX in diesem Blog eine Rolle spielt, muss der Vorgänger noch einmal zeigen was in ihm steckt. Die Route führt vom Nürburgring, über die Porta Nigra zum Col de Turini. Über 1.000 Kilometer einfache Fahrstrecke und damit genug Zeit, den Geist des Ex-Rallye-Weltmeisters und 24h-Helden zu erforschen.

Wie so oft bei meinen Roadtrips, werde ich auch dieses Mal versuchen, viele Dinge live zu bringen. Für Twitter und instagram ist es daher wichtig, den #Tag zu kennen: #wrxtrip

 

subaru wrx sti 2014 200ps

Und heute geht es los! 

Was man so alles auf einen Roadtrip mitnehmen sollte, habe ich im übrigen bei eBay in einer meiner Kollektionen gesammelt. Wer sich selbst gerne auf den Weg macht und mit dem Auto lieber „on the Road“ ist, als zu Hause auf der Couch – der kann ja mal in diese eBay-Kollektion schauen und mir seine Meinung sagen/twittern/schreiben 😉

4. Nordeuropäische E-Mobil Rallye 2014

Am 13. Juni startet in Flensburg die größte E-Mobil Rallye des Nordens. Über 45 Teams aus Europa werden in der Flensburger Innenstadt erwartet. Start und Ziel ist der Südermarkt, direkt im Herzen der Flensburger Altstadt.  An der umweltfreundlichen Elektro-Rallye, die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein unterstützt wird,  dürfen nur reine E-Fahrzeuge teilnehmen.

Ein interessantes Teilnehmerfeld erwartet die Zuschauer an der Strecke. Mit der Startnummer 01 geht das weltweit stärkste Elektroauto, ein Rimac Concept One mit 1088 PS, auf die über 520 km lange Tour durch Süddänemark und Schleswig-Holstein. Gefahren wird nach Bordbuch mit Chinesenzeichen und Kartenskizzen. Auf der Strecke über Aabenraa, Haderslev, Kolding, Vejle, Assens, Sønderborg und Enge Sande erwarten die Teilnehmer 20 Wertungsprüfungen, bei denen Orientierungssinn und der Umgang mit einer Stoppuhr gefragt sind. Mitmachen kann jeder, der ein Elektroauto und eine-/n Beifahrer-/in hat. Besonders für Anfänger ist die Rallye ein optimaler Einstieg in den Orientierungs- und Gleichmäßigkeits-Automobilsport, der immer mehr Freunde findet.

Das Nenngeld von 290 Euro für private Teams pro Fahrzeug (inklusive Fahrer und Beifahrer) beinhaltet neben der Gesamtorganisation die Ausschüttung von Pokalen für Fahrer und Beifahrer sowie weitere Leistungen. 50 Prozent der Teilnehmer, die das Ziel in Wertung erreichen, erhalten Pokale. Zusätzliche Sonderpreise für die Bestplatzierten in Leistungsprüfungen ergänzen die Gewinnmöglichkeiten.

Auch 2014 hat der Veranstalter ECO-Mobility e.V., der die Rallye in Zusammenarbeit mit dem Automobilclub von Lübeck e.V. im ADAC organisiert, einen spannenden Wettbewerb ausgearbeitet. Nur durch die Unterstützung von regionalen Ortsclubs, wie dem Automobilclub von Flensburg, dem MSC Nordmark Kiel und Motorsport Sønderjylland, sowie Unternehmen und Institutionen, wie IBG Technology aus Lübeck, GreenTec Campus Enge Sande, GrundGrün aus Berlin, GreenTech Center aus Vejle (DK), der Kommune Vejle, dem Udviklingsråd Sønderjylland und der IHK Schleswig-Holstein ist so eine Großveranstaltung durchführbar. Über 100 Helfer sind in den drei Tagen auf den Beinen, um den Teilnehmern eine unvergessliche Rallye zu bereiten.

Bis zum 12. Mai können sich noch Teams zum vergünstigten Nenngeld von 290 Euro (statt 390 Euro) anmelden. Interessierte finden auf der Internetseite www.emobil-rallye.com das Nennungsformular und die Ausschreibungsunterlagen zum downloaden bereit.

emobil rallye

 

Pressemeldung

Genf 2014: Die Dakar-Version des Ford Ranger

Europa-Premiere für einen Rallye-Helden in Genf

Der Ford Ranger, der in diesem Jahr bei der Rallye Dakar in Südamerika debütierte, wird im Rahmen des Genfer Automobilsalons am 4. und 5. März auf dem Ford-Stand stehen (Halle 5).

Die „Dakar“-Version des Ford Ranger basiert auf dem 4×4-Serienfahrzeug mit Doppelkabine und modernen Leichtbau-Komponenten. Sein Aluminium-V8-Motor leistet 354 PS.
Der Rallye-PickUp nutzt Einzelradaufhängung sowie ein sequentielles Sechsgang-Getriebe mit permanentem Allradantrieb.

Der ebenso berühmte wie gefürchtete Marathon-Raid, der Anfang des Jahres zum 35. Mal ausgetragen wurde – und zum sechsten Mal in Folge in seiner neuen südamerikanischen Heimat stattfand -, führte über eine Gesamtlänge von 9.300 Kilometern und gilt als eine der härtesten Herausforderungen im Motorsport überhaupt. Die diesjährige „Dakar“ begann am 5. Januar 2014 im argentinischen Rosario. Das Ziel sollten die teilnehmenden Auto-, Lkw-, Motorrad- und Quad-Fahrer gut zwei Wochen später,  am 18. Januar, in Valparaiso, Chile, erreichen. Dazwischen lagen 13 Tagesprüfungen über steile Dünenkämme, über brutale Schotterpisten, über endlose Sandstrecken – inklusive des ersten Abstechers nach Bolivien.

Pilotiert wurden die beiden in der T1-Topkategorie genannten Ford Ranger von international besetzten Fahrerpaarungen: Mit der Startnummer 308 gingen die beiden Argentinier Lucio Alvarez / Bernardo Graue ins Rennen – ihr Fahrzeug ist in Genf zu sehen -, die Südafrikaner Chris Visser / Jacob Badenhorst stellten sich dem Abenteuer „Dakar“ mit der Startnummer 329.

Beim diesjährigen Debüt des „Dakar“-Ranger ging es vor allem darum, die Tortur möglichst unbeschadet zu überstehen und überhaupt ins Ziel zu kommen. Dieses Ziel wurde erreicht: Das argentinische „Ranger“-Team Lucio Alvarez (Pilot) / Bernardo Graue (Co-Pilot) belegte den siebten Rang in der Klasse für benzinbetriebene Geländewagen und den 22. Platz im Gesamt-Klassement. Weniger als 45 Prozent der gestarteten 147 Autos schafften es überhaupt bis ins Ziel.

Ganz im Sinne der global ausgerichteten Produktphilosophie „ONE Ford“ war das diesjährige „Dakar“-Engagement von Ford das Ergebnis einer weltweiten Kooperation unter der Leitung von Ford Südafrika. An der Konzeption der beiden speziell konstruierten Ford Ranger haben sichExperten der internationalen Fahrzeugentwicklung ebenso beteiligt wie die erfahrenen Spezialisten des „Special Vehicle Teams“ (SVT), zu dem auch die in Europa besser bekannte Ford RS-Abteilung gehört.

Für den Aufbau und die Vorbereitung der beiden bärenstarken Wüstenrenner zeichnete Neil Woolridge Motorsport in Pietermaritzburg nahe Durban/Südafrika verantwortlich, während die Einsatzlogistik in den Händen der South Racing aus Rüsselsheim lag.

„Ein komplexer Herstellungsprozess stellte sicher, dass jedes Teil dieses Rallye-Fahrzeugs nach dem Entwurf eine perfekte Passform erhielt“, erklärte Neil Woolridge, Team Manager. „Obwohl wir das Auto
eher als Privatprojekt in Südafrika aufgebaut haben, erhielten wir jede Menge wertvolle Unterstützung vom globalen Ford-Entwicklungsteam“. Gerard Quinn, Head of Ford Racing in Europe, ergänzte: „Es gibt keine härtere Motorsport-Veranstaltung als die Rallye Dakar. Die ‚Dakar‘ war ein völlig neues Projekt für uns, auf die Leistungen können Ford und das gesamte Team sehr stolz sein“.

„Motorsport ist das härteste Testumfeld für die Ford-Ingenieure, um zuverlässige und leistungsstarke Produkte für Kunden zu entwickeln“, fügte Quinn hinzu. „Die diesjährige Rallye Dakar war die härteste
Belastungsprobe für Mensch und Material seit vielen Jahren, das bestätigt auch die diesjährige Ausfallquote. Dass der Ford Ranger erfolgreich ins Ziel gekommen ist, spricht für die außerordentlichen
Stärken des Autos. Es freut mich sehr, dass die ‚Dakar‘-Version des neuen Ford Ranger auf dem Genfer Automobilsalon zu sehen sein wird“.

Pressemeldung

RallyCross Beetle mit 560PS und Allradantrieb

Volkswagen Motorsport hat in Chicago einen Beetle vorgestellt der es knüppeldick unter der Haube hat. Der TSI-Motor leistet kräftige 560 PS und der Beetle bekam natürlich Allradantrieb.

Volkswagen of America hat sich für dieses Projekt den US-Rennsport-Spezialisten Andretti Autosport zum Partner genommen und nennt das Team: Volkswagen Andretti RallyCross Team.

Es werden zwei Global-Rallycross-Fahrzeuge für die Rennfahrer Tanner Foust und Scott Speed eingesetzt.

Mit diesem allradgetriebenen RallyCross-Beetle stellt Volkswagen in den USA gleichzeitig das leistungsstärkste Modell der Baureihe vor: Der TSI-Motor leistet durch Aufladung und Direkteinspritzung mehr als 560 PS.

RallyCross gehört zu den Motorsport-Disziplinen in Amerika, deren Fangemeinde am rasantesten wächst – sowohl in Besucherzahlen als auch im Bezug auf TV-Einschaltquoten. Die anspruchsvollen Rundkurse bestehen teils aus Staubpisten, teils aus Asphalt und bieten den Zuschauern durch Niveauunterschiede mitunter spektakuläre Sprünge der Wettbewerbsfahrzeuge von über 20 Meter Länge.

Aktuelle Suchanfragen: