Die sieben wichtigsten SUV-Neuheiten – Der Boom boomt

Die TV-Werbung bringt die schöne heile Welt ins Wohnzimmer. Glückliche Familien cruisen im neuen SUV über leere Küstenstraßen, strahlende Kinderaugen entdecken vom Rücksitz aus die üppige Natur, verliebte Pärchen finden romantisch verschwiegene Plätzchen. Und wenn Papa der Hafer sticht, biegt er ins Gelände ab und zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. So ein SUV, perfekte Mixtur aus Kombi und Geländewagen, bringt eben Freiheit, Abenteuer und Wohlbefinden. Sagen jedenfalls die Werber.

Der neue XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit

Die Fernsehspots für die wichtigsten Genf-Neuheiten sind sicher längst abgedreht. Kein Problem bei der Neuauflage des nicht nur in Deutschland meistverkauften Volvo-Modells. Der XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit. So darf er schon heute die Neugestaltung von Instrumenten und Infotainment präsentieren, auf die das größere Flaggschiff noch warten muss. Auch die ohnehin schon beeindruckende Fülle von Assistenzsystemen wurde noch erweitert. Erkennt der Bordrechner einen drohenden Unfall, gibt er den Befehl zum automatischen Ausweichen. Das funktioniert zwischen 50 bis 100 km/h. Zum Marktstart kann aus vier Motoren gewählt werden, zwei Diesel und zwei Benziner. Leistungsdaten zwischen 140 kW/190 PS und 236 kW/320 PS, das Topmodell mit Plug-In-Hybrid kommt sogar auf 299 kW/407 PS. Die Preise des nordischen Allradlers starten bei 48.050 Euro.

Mit dem neuen Velar schließt Land Rover die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport

Keinen Vorgänger hat der Range Rover Velar, das nunmehr vierte Familienmitglied der britischen Ikonenmarke. Er schließt die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport. Technisch stand sich beim Velar der Jaguar F-Pace Pate. Die Highlights: Alu-Karosse, bewusst schlichtes Design, futuristische Gestaltung des Cockpits, hohe Leistungsfähigkeit im Gelände. Im Motorenangebot gleich drei Diesel (132-221 kW/180 – 300 PS). Die beiden Benziner schicken 184 – 280 kW/250-380 PS an alle vier Räder. Der Einstieg in den Briten beginnt bei stolzen 56.400 Euro. Die limitierte Erstausgabe lässt sich Landrover sogar mit fast 110.000 Euro bezahlen. Marktstart ist im Sommer.

Der neue Opel-Besitzer PSA setzte bei seiner jungen Edelmarke DS bislang auf Veredelung bestehender Citroen-Modelle. Mit dem DS7 Crossback kommt jetzt das erste speziell für DS entwickelte Modell. Mit knapp 4,57 Metern Länge tritt das französische SUV gegen etablierte Rivalen wie den Audi Q5 oder den BMW X3 an. Was schon zeigt, in welche Richtung der Neuling düsen will – Premium a la France. Dazu ist der DS7 besonders feinfühlig ausgestattet, bietet viel Leder und sorgsam gestaltete Schalter. Technisch überrascht das erste Nachtsichtsystem in dieser Klasse oder eine Kameratechnik, die die Straße vor dem DS7 im Visier hat und das Fahrwerk frühzeitig auf Bodenwellen oder Löcher vorbereitet. Das hat bislang nur die Mercedes S-Klasse zu bieten. Drei Benziner und zwei Diesel sind im Angebot, die Leistungsspanne reicht von 96 kW/130 PS bis 169 kW/230 PS. Marktstart ist Anfang nächsten Jahres, die Preise beginnen wohl bei etwa 30.000 Euro.

Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein

Zwei japanische Marken zeigen, dass es auch Bodenständiger geht. Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein. Der Name ist eine Hommage an ein gleichnamiges Sportcoupé, dessen Produktion vor fünf Jahren eingestellt wurde. Das „Cross“ deutet an, dass sich der neue Eclipse im Gegensatz zu seinem Namensgeber auch außerhalb fester Straßen bewegen kann. Eigenwillig ist die Gestaltung der Heckpartie mit stark geneigter Scheibe, die zudem von einer Karosseriestrebe geteilt wird. Künftige Kunden können sich zwischen je einem Diesel und Benziner entscheiden. Daten und Preise des Allradlers sind noch nicht bekannt. Der „Sonnenfinsternis“ (deutsch für Eclipse) findet in Deutschland ab Ende des Jahres statt.

Die zweite Generation des Subaru XV steht zwar auf einer neuen Plattform, optisch sind die Ähnlichkeiten zum Vorgänger allerdings sehr groß

Schräg gegenüber auf dem Subaru-Stand zelebriert der Allrad-Spezialist die zweite Generation des ebenfalls kompakten Modells XV. Obwohl die jetzt auf einer neuen Plattform steht, hat sich das Blechkleid nur wenig geändert. Die wesentlichen Neuerungen sind in der Technik versteckt. Motor, stufenloses Automatikgetriebe und Allradsystem wurden gründlich renoviert. Zentrale Bedienfunktionen werden jetzt auf einem acht Zoll großen Touchscreen-Monitor erledigt. Preise und Leistungsdaten soll es rechtzeitig zur Markteinführung im November geben.

Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und -Innenraum

Der Zeitpunkt war günstig. Einen Tag nach der Verkündung der Opel-Übernahme durch PSA feierte die erste deutsch-französische Gemeinschaftsarbeit ihren Messestart. Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und –Innenraum. Der 4,21 Meter kurze Neuling ersetzt den Mikro-Van Meriva und zielt als kleiner Bruder des Mokka auf den SUV-Hype auch in dieser Klasse. Dabei ist der Crossland X nicht fürs Gelände gedacht, auch wenn eine Art Unterfahrschutz das vermuten lässt. Allradantrieb ist nicht bestellbar, dafür aber eine reiche Auswahl an Triebwerken: Drei Dreizylinder-Benziner und zwei Diesel bieten zwischen 60kW/81 PS und 88kW/120 PS. Preise hat Opel noch nicht verraten.

Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen

Apropos Peugeot: Auch bei der neuen Mutter musste ein vertrautes Modell dem SUV-Trend weichen. Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen. Selbst ganz hinten sitzt man zumindest für kürzere Strecke recht passabel. Da die Neuauflage gleich um 19 Zentimeter länger ist, passen jetzt bis zu 2.150 Liter in den 5008. Die Gestaltung des Innenraums erinnert an den kleineren 3008. Weitgehend bekannt auch das Motorenangebot (96-133 kW/130-180 PS). Die Preise beginnen bei 24.650 Euro.

(Peter Maahn/SP-X)

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Erste Fahrt: Range Rover Sport SVR

Rock am Ring

Dass ein SUV nicht ins Gelände gehört, weiß man ja schon länger, obwohl einige durchaus gute Geländewageneigenschaften besitzen. Auf der Münchner Maximilianstraße benötigt man diese aber weniger, außer, man möchte einen Bordstein erklimmen.

Und für dort, aber auch für richtigen Männer-Asphalt, der auf einer Rennstrecke ausgelegt wurde, gibt es ein neues Spielzeug, den Range Rover Sport SVR. Es handelt sich dabei um einen von der bei Land Rover neu gegründeten Abteilung „Special Vehicles Operations“ (SVO) modifizierten Range Rover Sport V8.

Nicht nur äußerlich wirkt das neue Topmodell der Range Rover Familie, in der SVR-Exklusivfarbe „Estorilblue“ lackiert, brutal, richtig ab geht’s unter der Haube. 550 PS, 680 Nm Drehmoment und 260 km/ Spitzengeschwindigkeit, im SUV, erscheinen schon auf dem Papier unbegreifbar. Der Motor ist eine Evolutionsstufe des 5,0-Liter-V8-Kompressormotor Triebwerks, das 40 PS und 56 Nm mehr leistet als im Serien Range Rover Sport V8. Es ist eher die Gesamtheit des Fahrzeugkonzeptes und die Detailverbesserung, die den Mehrpreis von 25.000 Euro gegenüber dem Serien-Pendant ausmachen.

Und wo kann man solch einen Böller am besten ausprobieren? Richtig, auf der GP-Strecke des Nürburgrings. An diesem Dienstagmorgen, bei eisigem Wind um die 10 Grad in der Eifel, stehen ein halbes Dutzend SVR in der Boxengasse des Nürburgrings bereit, um ausgeführt zu werden. Die letzte Auspuffsonate vom 24h-Rennen, das erst vorgestern Nachmittag zu Ende ging, scheint noch nicht ganz verklungen, als wir den bärenstarken V8 starten. Wie soll man das beschreiben, dieses Gefühl, wenn sechs Hubraummonster in einer verwaisten Boxengasse zum Leben erweckt werden und der Schall durch die kalte Morgenluft zwischen den Rolltoren der Boxen und der Pitwall wie ein PingPong-Ball hin und her reflektiert.

Fahrbericht Land Rover Range rover sport 16 nurburgring

Die erste von zwei Neuheiten beim Range Rover wird uns hier vorgeführt. Die zweistufige aktive Auspuffanlage. Sie erzeugt mithilfe elektronisch gesteuerter Ventile bei höheren Drehzahlen eine Geräuschkulisse, die zu einer Rennstrecke passt, versprüht aber zugleich bei langsamerer, gleichmäßiger Fahrt kultivierte Laufruhe.

Auf der Rennstrecke glänzt der SVR zwar mit Sportwageneigenschaften. Immerhin holte er mit 8,14 Minuten die Rekordzeit für eine Umrundung der Nordschleife für ein Produktions-SUV nach England, auch wenn diese Trophäe mittlerweile wieder in Zuffenhausen steht, aber er kann seine schiere Größe und Gewicht nicht verleugnen. Sein Vollaluminium-Monocoque, das erste in seiner Fahrzeugklasse, hilft das Gewicht um 39% gegenüber des Vorgängers zu senken, aber die Waage zeigt dennoch eine zwei vor dem Komma bei der Tonnenangabe des Gewichtes an.

Fahrbericht Land Rover Range rover sport02 nurburgring schweickard

So ambivalent verhält sich der SVR bei sportiver Fahrweise. Beim Anbremsen in der Mühlenbachschleife aus voller Fahrt scheint der SVR schwer wie ein Ozeantanker zu sein und schiebt immer weiter Richtung Kurvenäußeres, dort wo der Asphalt aufhört und der Kies beginnt. Gut, das wäre jetzt kein Hindernis, denn im Gegensatz zu einem Sportwagen sitzen wir ja in einem Full-Size-SUV, einer, der auch Gelände kann. Und das mit einem richtigen, permanenten Allrad, mit einer 50:50 Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Sollte es mal richtig grob werden, steht dem Fahrer ein zweistufiges Verteilergetriebe mit Untersetzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Und sollte überraschend ein Fluss vor dem SVR-Fahrer erscheinen, hilft die in diesem Segment unübertroffene Wattiefe von 850 Millimeter. Elektronische Helfer wie die Wassertiefenmessung „Wade Sensing“ unterstützen den Fahrer bei den Wasserspielen.

Wir probieren das heute nicht aus, bleiben auf dem Asphalt und sind erstaunt, wie leichtfüßig der SVR nun aus der Mühlenbachschleife in Richtung Schumacher-S hochzieht. Dabei brüllt der V8 wie der König der Löwen, als wolle er die gesamte Sahara vor einer Gefahr warnen. Die Lenkung ist für unsere Begriffe etwas zu weich abgestimmt und auch das Bremspedal lässt einen sehr weiten Weg zu, packt aber vehement zu.

 

„Hot Lap mit Horst von Saurma“

Doch was wirklich in diesem Macho-SUV steckt, zeigt uns Horst von Saurma, der vor drei Jahren an dieser Stelle noch mit Roland Asch und Patrick Simon das 24h-Rennen bestritten hatte.

Horst lässt die exzellent schaltende ZF-Achtstufenautomatik, die für den SVR von den SVO-Spezialisten nochmals überarbeitet wurde und nun mit um 50% verkürzten Schaltzeiten glänzt, links liegen und schaltet manuell mittels der Paddels am Lenkrad.

Mit einem Profi am Volant bewegt sich der Achtender noch mal ganz anders. Horst lässt den SVR ganz zart auf Kante den schwarzen Gummi seiner 295/40 R22 Continental SportContact5 Hochleistungsreifen in der Mercedes Arena abradieren. Die stark konturierten Oxford-Leder-Sitzschalen halten mich bei diesen Fliehkräften an Ort und Stelle und ich wundere mich, dass sich die Reifen nicht von den gewaltigen 22 Zoll Felgen verabschieden. Man kann bis in die feinsten Härchen am Arm, die vor Begeisterung senkrecht nach oben stehen, die Kraft und diese Gewalt merken, die hier am Werke ist.

Und manchmal geht auch mehr. So treibt Horst diesen SUV-Koloss, der sich so leichtfüßig anfühlt, auch mal quer über die Strecke. Der Geruch von verbranntem Reifengummi bahnt sich seinen Weg in den Innenraum. Vorne stampft der V8 wie die riesige Maschine in dem Film „Das Boot“ , als volle Fahrt befohlen wurde und U96 sich seinen Weg durch die peitschende See schneidet. Allerdings – mein Kapitän Horst von Saurma sitzt entspannt wie der Oberförster auf dem Weg zur Jagd im Gestühl. Dabei hält er das Volant locker in der Hand und rockt unter trompetenartigem Getöse aus den dicken Endrohren über den Ring.

Der Range Rover SVR wird zu Preisen ab 126.400 Euro nicht das Volumenmodell der Marke werden, aber selbst jetzt, vor der offiziellen Vorstellung beim Händler, liegen SVO schon 1.600 Bestellungen vor. Der SVR ist zwar der schnellste und leistungsstärkste Land Rover aller Zeiten, jedoch müssen die Käufer Geduld mitbringen. Bei SVO sind aktuell rund 60 Fahrzeuge gebaut worden. Die Wartezeit beträgt aktuell über sechs Monate.

 

 

Text: Bernd Schweickard © Foto: Land Rover, Bernd Schweickard
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BTG-Rundenrekord im Range Rover Sport

Update: Nein, es war doch nicht BTG, es war die Industriepool-Runde, ab/bis T13. Das macht die Sache noch ein wenig spektakulärer. Und ja - ich hatte BEVOR ich den Artikel schrieb, extra nachgefragt. Sei es drumm:

 

Okay, es ist ein Rundenrekord für die SUV-Klasse. Aber es ist ein Rundenrekord. Mit 8 Minuten und 14 Sekunden wurde ein Testfahrzeug für den kommenden Range Rover Sport SVR auf der Nordschleife gestoppt.  Damit ist der SVR RAnge im übrigen schneller als der Jeep Grand Cherokee mit einer 8:49 und einem Cayenne Turbo S, der die Nordschleife bereits in einer 8:33 umrundete [Quelle].

Beim Goodwood Festival of Speed“ im Juni feierte der Range Rover Sport SVR seine Fahrpremiere vor großem Publikum. Anschließend kehrte das dynamische Modell in die Eifel zurück, um das intensive Testprogramm fortzusetzen. Das „dicke Ding“ ist dabei leistungsstark wie kein Land Rover zuvor: Der weiter entwickelte 5,0-Liter-Kompressor-V8 bringt 550 PS an die vier angetriebenen Räder – 40 PS mehr als beim bisherigen Supercharged-Topmodell.

Rundenrekord auf der Nordschleife

Für die Optimierung von Handlingeigenschaften und Fahrverhalten eignet sich der Nürburgring ideal. Mit ihrem welligen Profil ist die berühmte Nordschleife die ultimative Teststrecke gerade für Hochleistungsmodelle. Und dazu zählt nun auch der Range Rover Sport.

Mike Cross, Chief Engineer Vehicle Integrity bei Land Rover, erklärt: „Der Nürburgring ist für die Modellentwicklung und -erprobung einer der härtesten Prüfsteine. Auf den 20,8 Kilometern mit seinen mehr als 70 Kurven kann man Autos stärker, zuverlässiger und schneller machen. Wir wollten herausfinden, ob sich ein SUV in diesem anspruchsvollen Umfeld wie ein Sportwagen verhalten kann. Das Ergebnis dieses Projekts ist spektakulär: Der neue Range Rover Sport SVR hat eindrucksvoll demonstriert, dass er auf der Straße wie ein echtes Performance-Modell auftritt.“

Für die Entwicklung des neuen Range Rover Sport SVR zeichnet das Spezialistenteam von Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations verantwortlich. Sie hatten das Ziel, den am stärksten leistungsorientierten Range Rover Sport aller Zeiten zu schaffen – und dies ohne Abstriche beim hohen Fahrkomfort der Baureihe und ihren bemerkenswerten Geländeeigenschaften zu machen. So verfügt auch der Range Rover Sport SVR über eine Getriebeuntersetzung für harte Offroad-Einsätze und über die 850 Millimeter messende Wattiefe, die alle übrigen Varianten der erfolgreichen Modellreihe auszeichnet.

Der neue Range Rover Sport SVR wird im kommenden Jahr in den Ausstellungsräumen der Land Rover-Händler eintreffen.  Ob man dann aber gleich auf die Nordschleife abbiegen muss? Vermutlich eher nicht.

Herstellerfotos des neuen Range Rover Sport

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Vorstellung Range Rover Sport  | TDV 6 | SDV 6 | V8 Supercharged

Vorstellung Range Rover Sport  | TDV 6 | SDV 6 | V8 Supercharged

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Der neue Range Rover Sport

Lästermäuler würden sagen: Das sportlichste an einem Range Rover waren bisher die Fußball spielenden Ehemänner die ihren Frauen einen solchen Vierrad-Aristokraten für Neureiche gekauft haben. Doch – stopp – denn der neue „Sport“ war zusammen mit dem neuen Range Rover im Trainingslager und hat ordentlich Pfunde purzeln lassen. Es ist eine simple Formel: „Weniger Gewicht + Mehr Leistung = Mehr Fahrspaß“

Im Falle des neuen Range Rover Sport sind es 420 Kilogramm die der, noch immer über 2 Tonnen schwere, Range Rover Sport verloren hat. Range Rover wollte den dynamischsten „Sport“ aller Zeiten auf die mächtigen und bis zu 21 Zoll großen Felgen stellen. Ob das gelungen ist?

Range Rover Sport SDV6

Landlord im Jogging-Anzug

Der Range Rover Sport im Fahrbericht

Drei Motoren bietet Range Rover zum Start des Sport an. Darunter zwei Diesel und einen aufgeladenen V8 mit überwältigenden 510 PS und 625 Nm Drehmoment.

Erstkontakt

Die Augen zu und die Nase berichtet vom Lederduft. Viel Leder. Selbst das Armaturenbrett wurde zu großen Teilen in Leder gehüllt. So stelle ich mir britische Automobile vor. Da muss ein Teil des Handwerks sichtbar sein, man muss es fühlen können und erleben. Der neue Range Rover Sport macht da keine Ausnahme.

Auch wenn der neue Range Rover Sport nun auf dem Range Rover basiert und nicht mehr auf dem Discovery, so ist der  Sport deutlich kürzer (-14,9 cm) und auch um einiges flacher (-5,5 cm) als der Range Rover und im Ergebnis teilen sich beide doch nur 25 % der Bauteile.

Der neue Sport ist gegenüber seinem Vorgänger nur um 6,2 cm in der Länge gewachsen, bekam aber einen um 17,8 cm längeren Radstand, das kommt nicht nur dem Design zu Gute, sondern auch den Passagieren in der zweiten und auf Wunsch auch der dritten Sitzreihe. Aufgrund des wirklich nur als „übersichtlich“ zu bezeichnenden Fußraumes für die dritte Sitzreihe spricht Land Rover auch eher von einem 5+2 Sitzer, denn von einem Siebensitzer. Praktisch: Wer die Option auf die dritte Reihe einlöst, verliert keinen Platz im Kofferraum! Die Plätze 6 und 7 falten sich elegant unter den Kofferraum. (Wo beim kommenden Hybrid dann vermutlich die Batterie sitzen wird..!Vermutung)

Die Karosse des neuen Range Rover Sport besteht vollständig aus genietetem und geklebtem Aluminium, eine moderne Bauweise die nicht nur Gewicht spart, sondern auch mehr Steifigkeit verspricht. Zudem sind die Türen aus Aluminium und viele andere Bauteile aus einem Magnesiumguss.

Range Rover Sport SDV6 in Wiese

Weniger Gewicht, mehr Leistung

Allen Motoren gemeinsam ist die Art der Kraftübertragung. Die moderne 8-Gang Automatik von ZF übernimmt die gewohnt unspektakuläre aber perfekte Arbeit der Gangwahl. Über dieses Getriebe habe ich schon viele Lobeshymnen geschrieben und auch im Range Rover Sport demonstriert es die optimale Verbindung von Komfort und Agilität. In Zusammenspiel mit dem „Terrain Response 2“ Allradantrieb erwacht nicht nur im „Dynamik-Modus“ der Sportsgeist im Briten.

Range Rover Sport beim Slalom

Der V8-Kompressor

Ob es positiv ist, weil der V8-Sound so pur und ekstatisch herüber kommt, oder negativ weil das typische Kompressor-Surren und -Heulen fehlt? Ich bin mir uneins. Klar ist: Die Entwickler haben dem Kompressor die klangliche Mitteilung seiner Arbeitswut abgewöhnt. Der per Kompressor aufgepumpte fünf Liter V8 bleibt dennoch der überzeugende Spielführer im dynamischen Range Rover Sport.

Die Physik lässt sich nicht überlisten, mit 510 PS und 625 Nm lassen sich jedoch die Grenzen des Möglichen enorm weit verschieben, auch wenn der V8-Sport mit 2 Tonnen auf der Startbahn steht. Unter wütendem Getöse der 8 Töpfe bollert der V8-Range binnen 5.3 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Aufgrund der puren Kraft ist die enorme Dynamik auf der Geraden auch nicht weiter überraschend, der erste Aha-Moment folgt erst, wenn die britische Wuchtbrumme in den Slalom einbiegt.

Nein, er lenkt nicht ein wie ein Kart und auch jeder Vergleich mit einem Sportwagen aus Zuffenhausen wäre albern und würde nur von Weltfremde zeugen – doch in Anbetracht der Tatsache, dass der Range Rover Sport an der Vorderachse 26 Zentimeter Federweg bietet, an der Hinterachse 27,2 cm und damit im Gelände eine mögliche Achsverschränkung von mehr als einem halben Meter (54.6 cm) bietet und wenn man sich dann zurück erinnert an das Leergewicht von mindestens 2 Tonnen, den 11 Zentimeter Bodenfreiheit (Minimal!) – dann, ja dann ist es geradezu PHÄNOMENAL was mir der Range Rover Sport auf der abgesperrten Landebahn eines Flughafen in Siegerland gezeigt hat.

Mit knapp 80 km/h um die Slalom-Hütchen und mit 120 km/h in den Elchtest. Der Range Rover Sport vergisst förmlich seine Dimensionen. Er dribbelt behände um die Hütchen und bleibt dabei zu jederzeit ein fairer Sportsmann.

Range Rover sport in Fahrt vorbei schnell

Die Dieselmotoren

Für die Tour über Land besser geeignet, die sparsameren Dieselmotoren. Auch wenn der V8 Kompressor der selbst erklärte Kapitän der Range Rover Sport Mannschaft ist, die beiden jeweils 600 Nm starken Dieselmotoren bedeuten keine wirkliche Selbstkasteiung. Im Gegenteil – gerade der 292 PS starke SDV6 besticht durch Kraft, Drehfreude und Laufruhe und lässt zudem einstellige Verbrauchswerte realistisch erscheinen.

Wo der V8 Kompressor wütend trommelnd nicht nur die Mundwinkel des Fahrers zum grinsen, sondern auch die Gesichter im Bundesverband der deutschen Tankstellenpächter zum leuchten bringt, stapft der drei Liter große V6-Diesel mit der Kraft seiner früh anliegenden Drehmoment-Wallungen fast ebenso souverän über die Bahn.

Wenn der größere der beiden Diesel auf Tempo 100 marschiert, dann bleibt die Akustik zwar deutlich dezenter und auf der Uhr 1.9 Sekunden liegen (7.2 Sek. f. 0-100 km/h), aber langweilig ist dennoch anders!

Die aktuelle Einstiegsmotorisierung in die Range Rover Sport Welt ist die 258 PS starke und bis zu 210 km/h schnelle Variante des V6-Diesel. Bis zur IAA wird Range Rover noch den 339 PS und 700 Nm starken V8-Diesel präsentieren und auf der IAA wird zusätzlich ein Diesel-Hybrid seine Prämiere feiern.

Range Rover Sport Pirelli Reifen

Erfolgreich

Der Range Rover Sport spielt eindeutig in der Champions Liga der dynamischen SUV-Welt. Das zeigt auch der Erfolg und das ungebrochene Wachstum der Marke im ersten Halbjahr 2013. Hier steht, trotz der aktuellen Krise beim Absatz von Neuwagen, ein Plus von 19% in den Büchern der Briten.

Und sollte das Wasser dann doch irgendwann mal bis zum Hals stehen, dann hat Range Rover noch ein Ass im Außenspiegel des neuen Sport versteckt:  Denn der Range Rover Sport ist der erste Geländewagen mit Wassertiefen-Melder. In den Außenspiegel stecken Sensoren die den Fahrer vor Wassertiefen warnen, die die 85 Zentimeter Watt-Fähigkeit des Range Rover Sport überschreiten würden.

Range Rover sport cockpit

Fakten:

Markteinführung am 20. September. 

Zu den Preisen und technische Daten des

Zur Galerie des neuen Range Rover Sport:

 

Zu guter Letzt:

Die aktuellen Vorverkaufszahlen von 900 Fahrzeugen sprechen zudem dafür, dass mein Vorurteil: Nur Fußballer-Ehefrauen würden einen Range Rover Sport fahren – wirklich nur ein Vorurteil ist.

 

Sebastian von „passiondriving.de“ ist den Range Rover Sport HSE Dynamic 5.0 ebenso gefahren, lest auch seine Meinung zum sportlichen Briten. 

 

 

 

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Technische Daten Range Rover Sport TDV6

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Vorstellung Range Rover Sport  | TDV 6 | SDV 6 | V8 Supercharged

Range Rover Sport TDV6
Markteinführung am: 20.09.2013
Motortyp: V6 Turbodiesel, 24 Ventile, längs eingebaut, Bohrung 84 mm, Hub 90 mm, 16:1 verdichtet
Hubraum in ccm³: 2.993
max. Leistung bei min-1: 190 kW / 258 PS bei 4.000 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 600 Nm bei 2.000 U/min
Höhe, Breite, Länge in mm: 1780 x 2073 x 4850
Radstand in mm: 2923
Vorderer Böschungswinkel: 31°
Hinterer Böschungswinkel: 31°
Leergewicht: 2.115 kg
Watt-Tiefe in mm: 850
Wendekreis: 12,6 m
Bremsen: Va: 350 mm Innen belüftet, HA: 350 mm Innen belüftet
Allradantrieb / System: Permanenter Allradantrieb, Torsen-Differentiral, „Terrain Response 2“
Getriebe: 8-Gang Automatik ZF 8HP70
Differentialsperren: Mitte: Torsen sperrbar, Heck: optional, sperrbar
Tankvolumen  77 Liter
CO2-Emission, kombiniert:  194 g/km
Abgasnorm  EU 5
Effizienzklasse:  C
cW-Wert:  0,34
Stirnfläche:  –
Normverbrauch innerorts  8.3 l / 100km
Normverbrauch außerorts  6.7 l / 100km
Normverbrauch kombiniert  7.3  l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:  7,6 Sekunden
Basispreis: S: 59.600 €, SE: 64.800€, HSE: 71.400€  [inkl. MwSt.]
Garantie: 12 Monate ohne KM-Beschränkung
Anmerkungen:

Range Rover sport TDV6-Motor

Vorstellung Range Rover Sport  | TDV 6 | SDV 6 | V8 Supercharged

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