On Tour im Audi RS 3 Sportback

Deutsche – und nicht nur die Italienfans unter ihnen – lieben den Gardasee. Palmen, Pizza und die Promenade am Wasser sind zum Greifen nah. Jetzt im Winter bietet sich die Gelegenheit, auch mal die stille Seite des größten Sees Italiens zu erkunden. Freie Fahrt auf der Gardesana, einer der Traumstraßen Europas. Ohne schleichende Autoschlangen mit Wohnmobilen kann man es mit dem Audi RS3 Sportback hier mal so richtig krachen lassen. Kurz hinter Riva öffnet sich auf dem Weg zur Südspitze des Sees der erste steinerne schwarze Schlund. Ein Tritt auf das Gaspedal und die geballte Kraft von 367 PS drückt einen in den Sitz und hinein ins Dunkel. Das Grollen des Ingolstädter Fünfzylinder-Turbobenziners mit 2,5 Litern Hubraum fängt sich in den Wänden des ersten der 78 Tunnel und dringt zurück durch die einen Spalt weit geöffnete Seitenscheibe. In gerade mal 4,3 Sekunden spurtet der Hochleistungssportler unter den Audis von Null auf 100 km/h. Das Drehmoment von 465 Newtonmeter liegt bereits bei 1625 Umdrehungen pro Minute an, was den RS 3 in den Leistungsbereich eines Porsche Carrera bringt. Doch erlaubt sind jetzt lediglich 80 km/h und hinten schimmert schon wieder das Tageslicht. Bei Bedarf und natürlich ganz anderen Orts beschleunigt der RS 3 bis auf abgeregelte 250 km/h, wer dann noch Geld locker macht, dem öffnet Audi den Fünftürer auch bis 280 km/h. Die Frage, ob es Sinn oder Unsinn ist, ein kompaktes Fahrzeug mit soviel PS auszustatten, lässt sich am ehesten auf einer Strecke wie dieser beantworten.

AudiRS3
Bei wenig Verkehr kann man auch mal der Ideallinie folgen.
Interior
Im Innenraum sind Lenkrad,Wählhebel, Einstiegsleisten und das Fahrerinfosystem mit RS3-Enblemen bestückt.
AudiRS3
In einem Tunnel um den anderen feuert der Fünfzylinder seinen heißeren Sound den steinernen Wänden entgegen.

Stoisch klebt der RS3 auf dem Asphaltband

Im Kurvengeschlängel der Gardesana Occidentale, wie die Straße entlang des Westufers des Gardasees auch genannt wird, bleibt das Kraftpaket beim Bremsen vor der Kehre, beim Einlenken und beim Beschleunigen unaufgeregt. Das Heck bleibt dabei wie auf Schienen, nichts bricht aus. Stoisch und sicher lassen Fahrwerk und Allrad den Fünfender auf dem Asphaltband kleben. Unebenheiten in der Fahrbahn werden allerdings ohne Wenn und Aber direkt nach innen weitergegeben. Der Nachteil der 25 Millimeter Tiefgang gegenüber dem „normalen“ A 3. Selbst in der Stellung Comfort bleibt der RS 3 einer der straff abgestimmten Audis. Wie straff, zeigt sich dann, wenn über das Drive Select System der Dynamic-Modus aufgerufen wird, bei dem Lenkung, Motorsteuerung und der passende Sound wirklich spitz ausgerichtet sind. Nichts für alle Tage, aber für besondere wie diesen und Straßen, auf denen der RS 3 jetzt unterwegs ist. Sie hat alles, was einen Quattro stark macht: Hier und da Split, mal feucht, mal nass und wieder trocken. Im Grunde jederzeit gut für eine böse Überraschung, aber nichts, was unseren Audi groß aus der Ruhe bringt. Man kann die Lust der Maschine förmlich heraushören, wenn nach dem Spurt auf einer kurzen Geraden heisere Zwischengasstöße das Bremsen und die Gangwechsel der Siebengang S-tronic untermalen. Eine Handschaltung gibt es übrigens für den RS 3 weder für Geld noch für gute Worte. Dafür optional Keramikbremsen, die sich im Dauereinsatz als absolut standfest und jederzeit bissig erweisen.

AudiRS3
Typisch Audi: der Waben-Kühlergrill.

Bella Macchina : Italiener haben ein Auge für schöne Autos

Am Ostufer des Sees weitet sich jetzt das Land. Im Comfortmodus reagieren Lenkung und Gaspedal wieder gelassener auf die Befehle, Drehzahl- und Dezibel-Level haben sich beruhigt. Auch die fahrerische Drehzahl fällt damit ab in Richtung Ruhepuls. Am Kiesstrand von Torbole quittiert das Publikum in Pelz und Daunenjacke die Vorfahrt des Autos mit dem Waben-Kühlergrill mit Quattro-Schriftzug, den aussagekräftigen beiden Endtöpfen und der Spoilerlippe oberhalb der Heckscheibe mit wohlwollenden Blicken auf die „ bella macchina“. Italiener haben ein Auge für schöne Autos. Der Audi RS 3 kostet mindestens 53 500 Euro. Ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gehört zur Serienausstattung.

AudiRS3
Am Kiesstrand von Torbole quittiert man den Auftritt des sportlichen Ingolstädters mit „Bella Macchina“ .

[notification type=“notification_info“ ]

 

Technische Daten und Verbrauch im Alltag

[/notification]

Audi

RS 3 Sportback 2,5 TFSI quattro S tronic

Motor Fünfzylinder,Benziner mit Direkteinspritzung
Hubraum 2.480 cm³
Leistung 270 PS @ 5550 -6800 U/min
Kraft 465 Nm @ 1525-5550 U/min
Getriebe 7-Gang Direktschaltgetriebe S-tronic
Permanenter Allradantrieb quattro mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung, elektronische Differentialsperre EDS
Länge, Breite, Höhe 4.343, 1.800, 1.411  mm
Radstand 2.635 mm
Leergewicht 1.520 kg
 Wendekreis  10,90 m
Höchstgeschwindigkeit 280 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 4,3 sec
Normverbrauch 8,2 l/100km
Alltagsfahrer  8,8 /100km

Text: Solveig Grewe, Photos: Jacopo Salvi, Innenaufnahme: Audi

Gleich 3 Wünsche auf einmal! #OTRARallye2016

Spannung, Spiel und Spaß: Die #OTRARallye2016

Pfingsten ist ja traditionell eher eine ruhige Zeit. Man nutzt die Feiertage und das lange Wochenende gerne für einen kleinen Entspannungsurlaub oder einen Besuch bei der Familie. Das ist für die meisten auch absolut in Ordnung. Allerdings gibt es auch den Schlag Menschen, der sich mehr dafür begeistert, fremde Orte zu entdecken, sich Herausforderungen zu stellen und neue Leute kennen zulernen – Leute mit einer gewissen Rastlosigkeit … und Benzin im Blut.

Für genau diesen Typus Mensch richtet der kleine, aber feine Auto & Travel-Blog „OnTheRoadAgain“ jedes Jahr im Frühjahr die OTRA-Rallye aus! „Rallye“ hat hier allerdings nichts mit Wüstendünen, Feldwegen und Schotterpisten, sondern in erster Linie mit Autobahnen, Landstraßen und Serpentinen zu tun.

Dabei geht es mitnichten nur um Geschwindigkeit und möglichst kurze Etappenzeiten. Einfache „Raserei“ führt zwar möglicherweise zum Ziel, aber nicht zum Sieg – denn bei der Rallye stehen Planung, strategisches Handeln und taktisches Geschick im Vordergrund. Für jedes der sechs Teams, bestehend aus je zwei Leuten und einem Fahrzeug, besteht die Herausforderung darin, mit dem Lösen von möglichst vielen Challenges Punkte zu verdienen.

Die Challenges sind dabei eingeteilt in Rallye- und Etappenchallenges und sehr vielfältig. Sie reichen von „Komme zuerst an“ über „Verbrauche den wenigsten Sprit“ bis hin zum legendären „Balls of Steel Award“. Zusätzlich werden vor jeder der drei Tagesetappen aus einem Pool Fotochallenges gezogen. Hier bekommt das Team, welches als erstes eine bestimmte Location anfährt und ein Beweisfoto davon postet, die Punkte. Dabei ist weniger der Gasfuß gefragt, sondern viel eher eine solide Planung. Lohnt es sich noch, die Fotochallenge zu machen, oder büßt man dann einen Platz ein und hat unterm Strich weniger Punkte?

Am lukrativsten jedoch sind die Mottochallenges, die jeder der Etappen ihre eigene Charakteristik verleihen. Auf der ersten Etappe, von Mitteldeutschland an den Genfer See, steht die Geschwindigkeit im Vordergrund. An Tag 2, von Lausanne nach Monaco, heißt es für die Fahrer „Hoch hinaus“, denn es zählen die meisten Höhenmeter! Die letzte Tagesetappe führt von einem Fürstenstaat in den nächsten – das Ziel ist Vaduz in Liechtenstein. Zum Ausklang geht es auch eher gemütlich zu, denn es gewinnt das Team mit der gleichmäßigsten Fahrweise.

Das Team, welches am Ende die meisten Punkte erringen konnte, nimmt nicht nur den Pokal und viele spannende Erfahrungen mit nach Hause, sondern auch das gute Gefühl, als „Rallyesieger 2016“ die besten Strategen gewesen zu sein.

Du hast Bock drauf, dich mit deinem Copiloten der Herausforderung zu stellen? Ihr seid mindestens 21 Jahre alt und beide im Besitz eines gültigen EU-Führerscheins? Dann bewerbt euch jetzt! Schickt eine E-Mail an rallye@on-the-road-again.eu, aus der hervorgeht, warum gerade IHR die richtigen Teilnehmer für die #OTRARallye2016 seid! Noch Fragen offen? Alle wichtigen Infos findet ihr hier im Factsheet. Steigst du ein, oder lässt du’s sein? Die Bewerbungsphase läuft noch bis Sonntag, 03. April!

Alle Interessierten können ab Pfingstfreitag (13. Mai) das Geschehen auf dem Blog (on-the-road- again.eu) oder unter #OTRARallye2016 auf Facebook (fb.com/ontheroadagaineu) bzw. Twitter (twitter.com/OTRAeu) verfolgen.

Viel Spaß dabei und ein schönes Pfingstfest wünschen die Jungs von OnTheRoadAgain!

Kleiner Jeep Renegade, ganz tapfer!

Go anywhere, do anything!

Tapfer kämpft sich der kleine Renegade durch das Unterholz. Immer wieder setzt Staub die Frontscheibe des kleinsten der Jeep Famile zu. Kein Wunder, vor ihm zeigt der stämmige Bruder Wrangler gerade, was es heißt, mal richtig im Gelände unterwegs zu sein. Immerhin stammt er in direkter Linie von dem legendären Willis MB ab. „Go anywhere, do anything“, lautet die Devise von Jeep, die seit fast 75 Jahren ausschließlich Geländewagen und SUV bauen. Nun sind wir nicht am Rubicon in Montana, jenem mörderischen TestTrail, den jeder Jeep, der etwas auf sich hält, gemeistert haben muss. Doch auch das Testgelände hier im Maintal ist mit seinen Geröllstrecken und unübersichtlichen Schlammlöchern durchaus anspruchsvoll.

P1150471

In der Offroad-Variante Trailhawk mit Allradantrieb und diversen Fahrprogrammen hat der Renegade, der als erster Jeep nach der Liason von Chrysler mit Fiat nicht in Amerika, sondern in Italien gebaut wird, nicht viel Mühe mit der Strecke. Wie es sich für einen Jeep gehört. Auch für einen, der sich zwar jetzt mit einem Fiat 500 X eine Plattform teilt, dessen kantiges Äußeres aber mehr von seinen amerikanischen Genen zeugt. Im Innenraum sorgen trotz viel Jeep typischem Plastik farblich abgesetzte Umrandungen, das große Farbdisplay in der Mitte und die geschäumte Oberfläche der Armaturentafel für eine eher italienisch anmutende erfreulich freundliche  Atmosphäre. Vorne wie hinten gibt es für ein Auto dieser Klasse ordentlich Platz.

P1150493

Auf der Strecke fordern spitze Steinkanten jetzt einen äußerst gefühlvollen Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse. Doch vor dem Schlimmsten bewahren spezielle Unterfahrschutz-Planken, die Jeep dem jüngsten Sprössling mit auf den Weg gegeben hat. Zwar unterstützt den Renegade Trailhawk mit dem 170 PS starken Vierzylinder Diesel keine Geländeuntersetzung, dafür eine im Vergleich zu den anderen Modellen kürzere Achsübersetzung, was gemeinsam mit dem kurzen ersten Gang der Neunstufen-Automatik zu überraschenden Offroadtalenten führt. Jetzt eröffnet sich vor uns ein Bild, das den Atem stocken lässt. Der Wrangler streckt ein Hinterrad in die Höhe und droht, den Hang hinunterzupurzeln. Unbeirrbar senkt sich das Urgestein von Jeep langsam ab und setzt seinen Weg fort. Die Sorge, dass der kleine Renegade hier nun doch noch scheitern könnte, lässt uns an Umkehr denken. Doch leider schiebt sich gerade der für alle Jeep typische siebenstrebige Kühlergrill eines uns folgenden Cherokee in den Rückspiegel. Wir lassen es langsam angehen. Die Traktionskontrolle kümmert sich um den Vortrieb und in Zentimeterarbeit kippen wir ab. Am Ende zeigt sich, dass die Technik eines Jeep Renegade Trailhawk mehr kann als jeder noch so geübte Offroad-Artist.

 

Aktuelle Suchanfragen:

Hart, aber herrlich – der Porsche Boxster Spyder

Auch wenn die Blätter jetzt unaufhaltsam taumeln, reizen milde Temperaturen zum Autofahren oben ohne. Vor der ersten Ausfahrt mit dem neuesten Roadster von Porsche sieht man Fahrerin und Beifahrer erst einmal ein wenig etwas ratlos. Wer es für überflüssig hält, Gebrauchsanweisungen für Autos zu lesen, für den bleibt der Striptease des Boxster Spyder erst einmal ein Buch mit sieben Siegeln. Nach der Entriegelung über den Schlüssel gilt es, die seitliche Befestigung des Stoffdachs über unsichtbare Druckknöpfe mit der nötigen Sorge um die Fingernägel zu lösen und am Rahmen zu befestigen, den Kofferraumdeckel mit den weit nach hinten gespannten Finnen zu öffnen, die Falten zu ordnen und dann nach hinten verschwinden zu lassen. Ein Schauspiel, was in umgekehrter Reihenfolge bei einem plötzlichen Schauer schon mal zu Stress führen kann. Doch die vollautomatische Variante verbot sich schon von selbst. Peinlich genau und in Erinnerung des historischen Vorbilds Spyder 718 haben die Ingenieure in Zuffenhausen auf jedes Gramm des rassigen Roadsters geachtet. Mit Erfolg: Der neue Spyder wiegt weniger als jeder andere Boxster. Nur konsequent: Innen erfüllen Schlaufen aus Stoff die Funktion von schweren Türgriffen. Auch andere Dickmacher wie eine Klimaanlage oder ein Radio bleiben außen vor. Wer trotzdem auf ein wenig Komfort und Entertainment nicht verzichten will, dem spendiert Porsche beides ohne Aufpreis.

Wir gleiten in die festen Sportschalensitze. Den Zündschlüssel, natürlich klassisch links von dem kleinen handlichen Lenkrad, umgedreht und der 3,8 Liter Boxstermotor Sauger, den die Schwaben aus dem 911 Carrera S entliehen haben, faucht heiser los. Der erste Gang sitzt mit einem metallischen Klicken, nahtlos deklinieren sich dann in gleicher Manier die folgenden fünf Gänge durch. Ein Doppelkupplungsgetriebe wäre übertriebener Luxus und fehlt im Angebot für den puristischen Spyder. Alles andere als puristisch zeigt sich der Sechszylinder unter der Haube. Mit seinen 375 PS, das sind gerade mal zehn PS weniger als im Cayman GT4, darf sich der Motor als „stärkstes je in einem Serien-Boxster verbautes Aggregat“ rühmen. Bisher hielt der Boxster GTS mit 330 PS diesen Rekord, im von 2009 bis 2011 gebauten Vorgänger des Swyders sorgten 320 PS für den geballten Vortrieb. In 4,5 Sekunden hetzt der Roadster von null auf 100 km/h, erst bei auf heimischen Landstraßen natürlich unerreichbaren 290 km/h ist Ende.

Geschmeidig jagt der satt auf dem Asphalt liegende Roadster das sanft geschwungene Asphaltband entlang. Trotz Windschott zwischen den beiden Kopfstützen zerzaust die Frisur. Egal. Das Gaspedal, die präzise Lenkung und die bissig zugreifende Lenkung aus dem 911er Carrera stimmen ein in einen Kanon aus brachialer Beschleunigung und stets wohl dosierter Verzögerung des Drehmoments von 420 Newtonmetern. Das 20 Millimeter tiefer gelegte Sportfahrwerk vermag Unebenheiten im Asphalt wenig zu verbergen. Im Sport Plus Modus und bei gedrückter Taste für den Klappenauspuff brüllt sich der Mittelmotor fast heiser. Jedes Herunterschalten wird prompt mit einem knallenden Zwischengasstoß quittiert, der die Drehzahl wieder in die korrekte Höhe katapultiert, Aus den beiden Endrohren knallt es, wenn man dann doch mal vom Gas geht und im lang gezogenen Tunnel geraten wir in ein wahres Soundgewitter. Bestellt werden kann der Spyder mit dem diskreten Schriftzug zwischen den dicken Backen hinten zum Preis ab 79.945 Euro.

Aktuelle Suchanfragen:

Mit dem Volvo XC 90 auf dem Mont Ventoux

I want to guard your dreams and visions

Ausfahrt im neuen Big-Boss-SUV der Schweden

Spiel den Boss. Wie gewünscht, beschallt Bruce Springsteen jetzt den Innenraum des Volvo XC 90 mit seinem legendären Road Song  „Born to Run“. Die Sprachsteuerung versteht nicht nur die komplizierten Namen der südfranzösischen Örtchen, zu denen das Navigationssystem uns bringen soll, sondern sogar den Spitznamen des  Lieblingssängers. Wer eine konventionelle Eingabe für das Infotainment bevorzugt, greift auf den 9,2 Zoll großen Bildschirm im Hochformat und seine intuitive Menüführung zurück. Jetzt geht es die gut ausgebaute Straße hinauf zum Mont Ventoux.

Einundzwanzig Kilometer schlängelt sie sich mal in weiten Schwüngen, mal in engen Kehren erst durch Kiefernwälder, dann durch struppiges Nadelgehölz, bis die Vegetation dann eher an die nordische Heimat unseres Testwagens erinnert als an die Provence.  Immer wieder fällt der Blick auf den kahlen Kegel, bis zu dem mehr als 1600 Höhenmeter zu überwinden sind. Kein Problem für den Siebensitzer mit Allradantrieb.

Test Fahrbericht AQ5R8925 Volvo XC90

Die 225 PS des Vierzylinder Diesel  treiben den über zwei Tonnen schweren XC 90 ohne spürbare Mühe voran. Trotz seiner beachtlichen Ausmaße von knapp fünf Metern Länge und fast 2,20 Breite legt er sich in die Kurven wie ein normaler PKW. Schnell und unmerklich wechseln sich die acht Gänge der Automatik ab. Die Straße ist übersät mit Sprüchen und Markierungen der Tour de France. Zuletzt 2013 war der Mont Pelé, der geschälte Berg, wie der Mont Ventoux auch genannt wird, mit seinen Steigungen von bis zu 11 Prozent  Teil der Tour.  Nicht nur deshalb  zählt die Bezwingung des  „windigen Bergs“ zu den  anspruchsvollsten Bergstrecken.

Test Fahrbericht AQ5R8687 Volvo XC90

Auf der langgezogenen Geraden am Scheitel des Bergrückens blinkt es im Seitenspiegel auf einmal hektisch auf und ein Warnsignal ertönt.  Auf den Tote- Winkel-Assistenten in dem schwedischen SUV ist Verlass. Ein Motorrad nähert sich, setzt an zum Überholen. Gut, dass gerade mal keine Radfahrer auf der Strecke sind. Das wäre eng geworden. Die nächste Kurve scheint im unfassbar blauen Himmel zu enden. Doch kurz davor lenkt uns der Spurhalteassistent ohne Pardon zurück in die rechte Fahrbahn.

Test Fahrbericht AQ5R8730 Volvo XC90

Wenn sich einer auf Sicherheit versteht, dann ist das der schwedische Autohersteller, der sein größtes SUV mit allem bestückt hat, was an Assistenten greifbar ist. So soll zum Beispiel die Run off Road Protection für den Fall, dass man von der Straße abkommt, durch elektrische Gurtstraffung und speziell konstruierte Vordersitze schweren Verletzungen vorbeugen helfen.  Gegen Ende der Strecke, unter dem Gipfel, eine letzte steile Kehre. Eiskalter Wind pfeift um das Auto. Langsam senkt sich die Sonne ab und der Schwede begrüßt die aufkommende Nacht mit seinen Scheinwerfern.

Test Fahrbericht unnamed (4) Volvo XC90

 

 

Fotos: Craig Pusey
Aktuelle Suchanfragen:

Willkommen zurück, Marty McFly

Du musst dich daran gewöhnen Vierdimensional zu denken“ „Stimmt, damit hab ich echte Probleme.“

Heute ist der Tag an dem Marty McFly in der Zukunft ankommen wird. Marty McFly, Doctor Emmet Brown und ein zu einer Zeitmaschine umgebauter DeLorean. Hollywood-Unterhaltung in drei Teilen. Teil 1 kam 1985 heraus. Da war ich 10 Jahre alt. Vermutlich habe ich den ersten Teil mit 11 Jahren gesehen als der Film auf VHS herauskam. Autos waren zu dieser Zeit meine Leidenschaft. Die Vorstellungen der Hollywood-Filmemacher von der Zukunft sind in den Filmen anzuschauen. Aber – wie habe ich mir eigentlich so als 11-Jähriger die Zukunft vorgestellt?

Die Autos der Zukunft – 30 Jahre später

Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen. So endet Teil 1 der Film-Triologie: Zurück in die Zukunft. Fliegende Autos? Nein – das habe ich mir nie so vorgestellt. Autos die fliegen, nennt man Flugzeuge. Für mich war immer klar, Autos fahren auf Straßen. Ungefähr mit 10 Jahren habe ich angefangen Autos zu „malen“. Und dabei waren immer auch Modelle die ein wenig aussahen wie der DeLorean des Doc Emmett Brown.

ZURUECK-IN-DIE-ZUKUNFT-III-Back-to-the-future-III

Aber meine Autos haben immer die Straße unter den Rädern berührt.

Leider gibt es die „Zeichnungen“ meiner frühen Kindheitsjahre nicht mehr. Ganze Blocks habe ich vollgemalt. Oft waren es Autos die mit den Stoßfängern des W140 gesegnet waren. Die „Sacco-Bretter“ der S-Klasse (W140) haben mich ebenso geprägt, wie der DeLorean.

Bereits früh war mir klar, Autos werden alleine fahren können. Eventuell war das aber auch dem Einfluss von Knight Rider geschuldet. Autos die fahrende Computer sind, mit denen man reden kann. Das war war für mich als „Steppke“ ganz klar. Das wird kommen. Über Antriebstechniken habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht. V8, V12, V10, W16 – das waren die Triebwerke meiner Autos. Also ganz klar beeinflusst von den damaligen Top-Modellen. Da gab es zum Beispiel den „Vector W16„. Eines meiner Autos sah damals aus wie eine S-Klasse (W140), bekam aber von mir einen W16-Heckmotor verpasst. Und natürlich Flügeltüren wie der DeLorean. Das dieses Auto mit dem Fahrer reden konnte – eh klar.

Ja- die Autophantasien eines 12-Jährigen.

30 Jahre später sehe ich das alles ein wenig anders. Wobei, fliegende Autos? Die sehe ich immer noch nicht. Dazu gab es immer wieder Studien, Einzelstücke. Aber ernsthaft, der Mensch als Autofahrer schafft es ja nicht einmal den Blinker korrekt zu bedienen und sich das Rechtsfahrgebot zu verinnerlichen – wie soll man da an das „fliegen“ denken?

Sprechende Autos

Wenn man sieht welche Intelligenz heute in „smartphones“ steckt und wie gut wir uns mit google und siri von apple unterhalten können, dann dürfte eine brauchbare „Sprachsteuerung“ keine ferne Zukunft mehr sein. Wie Autos in der Zukunft mit der Umwelt sprechen könnten, hat im übrigen die Mercedes-Benz Studie F015 gezeigt! Und auch wenn mir die „Blech-Seife“ nicht gefällt, vermutlich gibt das Konzeptfahrzeug durchaus eine Studie ab, wie man die Mobilität in der Zukunft verstehen muss.

Selbstfahrende Autos

Auch das war damals ein TV-Highlight. K.I.T.T. konnte ja bereits selbst fahren, ja reden auch, und wann immer Micheal Knight in seine „smartwatch“ sprach, damals wusste niemand das er da eine smartwatch trägt, dann kam „K.I.T.T. um die Ecke. Bislang sind wir nicht ganz so weit. In einer ganz nahen Zukunft werden unsere Autos alleine einparken können. Wir werden schon bald Autos haben, die zumindest „Teil-Autonom“ unterwegs sein werden. Daran habe ich keine Zweifel und auch wenn das „TESLA-Experiment“ mit dem „Autopilot“ erst einmal aussieht, als würde es in die Hose gehen – sobald die Automobil-Hersteller und die Zulieferer das Paket an Sensoren aufgestockt haben, werden autonome Autos sicherer fahren, als 99% aller sonstigen Verkehrsteilnehmer.

Zeitmaschinen

Nun – auch wenn man bei mobile.de (zum Beispiel) einen Delorean für gut 30.000 € bekommt, es fehlt noch immer Flux-Kompensator. Zeitreisen mit einem Auto? Das war die wirklich geniale Idee hinter „Zurück in die Zukunft“. Als Auto-Blogger werde ich meine persönlichen Zeitreisen wohl anders planen müssen. Wobei – die Fahrt im Rallye-Skoda 130 RS zusammen mit Matthias Kahle, das war ja fast so etwas wie eine Zeitreise.

Paul Nigh's 'TeamTimeCar.com' Back to the Future DeLorean Time Machine
Paul Nigh’s ‚TeamTimeCar.com‘ Back to the Future DeLorean Time Machine

Heute Abend steht dann erstmal Teil III an: Zurück in die Zukunft

Eventuell gibt es dann ja wieder neue Ideen, zum Automobil der Zukunft …

 

 

Und diese Kollegen haben sich auch auf Marty McFly gefreut (glaube ich):

 

"TeamTimeCar.com-BTTF DeLorean Time Machine-OtoGodfrey.com-JMortonPhoto.com-01" by Terabass - Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:TeamTimeCar.com-BTTF_DeLorean_Time_Machine-OtoGodfrey.com-JMortonPhoto.com-01.jpg#/media/File:TeamTimeCar.com-BTTF_DeLorean_Time_Machine-OtoGodfrey.com-JMortonPhoto.com-01.jpg
Aktuelle Suchanfragen:

Passion: smart times 2015

Wenn knapp 2500 Begeisterte nach Budapest strömen, insgesamt locker 1000 Smart auf dem Heldenplatz parken und ein Wochenende lang ausgiebig feiern, dann ist: smart times.

smart times _DSC4167budapest 2015

reduced to the party

„smart times“: Ein Treffen, das aus einem losen Miteinander verschiedener Fanclubs bald länderübergreifend und immer größer wurde, bis sich auch der Hersteller selbst an diesem Spektakel beteiligte. Seit fünf Jahren nun spricht die Vorstandsvorsitzende des kleinen Kleinwagenherstellers die Eröffnungsrede am ersten Abend der Veranstaltung. Und nicht etwa bloß ein paar Grußworte, die der Ghostwriter locker aus dem Handgelenk geschüttelt hat, nein. Annette Winkler kommt nicht nur im Discokugel-Smart mit einem ebensolchen Kleid auf die Bühne gefahren, sie feuert eine gut einstündige Show ab, in der sie jede der anwesenden dreißig Nationen Landessprache begrüßt, die weiteste Anreise kürt, den Elektro-Marathon eines Fahrers aus Hamburg würdigt und sogar drei Smart-begeisterte Brautpaare, die sich im Rahmen des Festivals haben trauen lassen, auf die Bühne bittet. Dazu stimmt sie Lieder an, klatscht, tanzt und ist selbst mindestens so aus dem Häuschen, wie die Menge, die sie begeistert.

Das am Ende sogar noch das neue Smart Cabrio seine Weltpremiere vor den Fans feiern darf, bevor es sich in ein paar Tagen auf der IAA in Frankfurt der Weltpresse zum ersten Mal präsentiert, ist mit Sicherheit auf die Initiative von Frau Dr. Winkler zurückzuführen.

Denn ihr geht es weniger um die perfekte Marketinginszenierung ihrer Marke, sondern um deren Identität. Und die geht von der Begeisterung ihrer Fans aus. So hat sie in Budapest beinahe die gesamte Führungsriege vor Ort, lässt Designer und Entwickler in den Dialog mit den Markenanhängern treten, Wünsche, Anregungen, Lob und Kritik einfangen. Ein „wir-Gefühl“ soll entstehen – auch wenn sich dieser Dialog auch als kostengünstige Marktforschung sehen ließe. Oder customer-clinic. Oder wie auch immer man es nennen mag.

Was die Veranstaltung auf jeden Fall ist: authentisch. Zwar finden sich viele Fahrzeuge aus der Flotter mit Böblinger Kennzeichen auf dem Platz, doch es sind die, die die Fans begeistern. Zwei Crossblade stehen offen für jede Fotoschandtat zur Verfügung, diverse Brabus tailor-made Modelle der neuen Generation, sogar die Original Smart forjeremy Studie haben sie aus dem Schwabenland mitgebracht.

Ansonsten hält sich der Hersteller aber vornehm zurück und überlässt den Clubs die Bühne. Eben jenen, die die smart times zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Und wenn das vielleicht auch bedeutet, dass im Ablauf nicht immer alles perfekt ist, so verleiht es dem Treffen doch Charakter. Soviel, dass manch hartgesottenem Norweger über 2500 Kilometer einfache Anfahrt mit seinem crossblade auf sich nimmt. Ohne Türen, ohne Windschutzscheibe, stattdessen bloß: Passion.

smart times _MSC3738budapest 2015 smart times _MSC3582budapest 2015 smart times _MSC3533budapest 2015 smart times _DSC4648budapest 2015 smart times _DSC4283budapest 2015 smart times _DSC3913budapest 2015 smart times _DSC3861 - Kopiebudapest 2015 smart times _DSC3847 - Kopiebudapest 2015

Aktuelle Suchanfragen:

SunshineTour 2015 – Katharina’s Beetlewalk

Ein Besuch bei der 10. Beetle Sunshinetour!

Der Brügmanngarten am Travemünder Strand dient seit 2005 einmal im Jahr als Hintergrund zum mittlerweile größten europäischen Beetle Fan-Treffen. Wenn die Organisatorin Gaby Kraft ruft, kommen sie alle angekrabbelt, mit ihren teils sehr bunten und schrill dekorierten kleinen VW Beetle. Dieses Jahr sogar rund 515 Stück aus 14 Nationen. Wieder ein neuer Teilnehmerrekord.

Volkswagen ist seit einigen Jahren als Sponsor mit dabei und so konnten wir zum 10-jährigen Jubiläum in einem mit sportlichen Motiven folierten US-Beetle der ersten Generation Teil der Beetle-Familie sein. Für ein Wochenende tauchen wir ein in die fröhliche bunte Welt der Fans rund um den Käfer, den Beetle und den NewBeetle.

„Die Beetle SunshineTour ist eine große Familienfeier.“

Das fällt uns direkt auf: Es gibt keine Klassenunterschiede, alle feiern miteinander. So startete der 500 Wagen-Korso am LUV Shopping Center, wo das Sunshine Wochenende auch äußerst stimmungsvoll eröffnet wurde.
Bei Ankunft auf der Festwiese kommentierten Sidney Hoffmann, deutschlandweit bekannter Moderator von den PS Profis, und der deutsche Rapper MC Fitti die schönsten Beetle und deren Besonderheiten. Da war Spaß garantiert! „Ich bin ja schon seit Jahren bei der Sunshinetour dabei, weil ich es einfach cool finde, was für eine tolle Stimmung hier unter den Fans herrscht! Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“, so der PS Profi.

beetle sunshine Fotogalerie-45

Tagsüber gab es bei schönstem Sommer-Urlaubswetter am Strand von Travemünde nicht nur hunderte liebevoll veränderte Beetle zu sehen, auch abends wurde kräftig gefeiert.
Am Freitagabend sorgte die Band „Urban Beach“ für Urlaubsstimmung. Nicht nur bei den Teilnehmern, es mischten sich auch viele Urlaubsgäste ohne Beetle unters feiernde Volk in der lauen Sommernacht. Am Samstagabend trat Deutschlands meist gebuchte Robbie Williams Coverband „Supreme RW“ auf. Der Leadsänger Mario Nowack gewann im Juli 2011 in der Castingshow ‚My Name Is‘ auf RTL 2 und wurde von den Zuschauern zu Deutschlands bestem Robbie Williams Imitator gewählt. Wer dazu ein Selfie mit dem neuen Marketingleiter bei Volkswagen machen wollte, konnte dies in der Robbie Williams Foto-Box tun. Allerdings war Robbie zum Leidwesen der vielen weiblichen Beetle Fahrerinnen nur als Pappfigur anwesend.

beetle sunshine Fotogalerie-30

Nicht nur das Wetter, auch der Preis für den schönsten Beetle war heiß. Ein exklusives Wochenende in der Autostadt inklusive Übernachtung im Hotel Ritz-Carlton in Wolfsburg gab es für den ersten Platz. Christiane Ravos heißt die Gewinnerin, die mit ihrem knallroten Beach-Beetle für die liebevolle Detailarbeit, passend zum Motto „Fun in the Sun“, belohnt wurde.

Aber auch andere „Kunststücke“ waren einen Besuch des Brügmanngartens wert. Ob der „Rizzi“-Beetle, der „Otmar Alt“-Beetle oder Herbie, die allesamt von VW Classic mit an die Ostsee gebracht wurden oder die privat umgebauten Beetle, wie das mit IKEA-Tüten verkleidete Beetle-Cabrio samt eingepacktem Billy-Regal auf dem Rücksitz.

Noch ganz im Beetlemania-Fieber, zeigen wir euch hier unsere Auswahl von verschiedenen stylischen VW Beetle von Katharina’s Rundgang durch den Brügmanngarten.

Text: Katharina Gabryluk
© Foto: Bernd Schweickard

Aktuelle Suchanfragen:

gamescom: Interview Ken Block

Mit High Speed zur gamescom!

Wir treffen Ken Block zum Exklusiv-Interview.

In Köln sind auch außerhalb des Karnevals bunte fröhliche Menschen unterwegs, sagt man. Einmal im Jahr wird es allerdings noch bunter, schriller, wenn im August in den Kölner Messehallen die gamescom stattfindet. Die mittlerweile weltgrößte Messe für Computer- und Konsolenspiele, zieht jährlich tausende Menschen an. In diesem Jahr ist mit 345.000 Besuchern sogar wieder ein neuer Rekord zu verzeichnen. Darunter sind neben visuell „normalen“ Besuchern auch Elfen, Zauberer und Kämpfer. Viele der Besucher kommen in wunderschönen und aufwendigen Kostümen ihrer virtuellen Helden.

Einer davon ist Ken Block. Der US-amerikanische Rallye- und Rallyecrossfahrer, der mit seinen „Gymkhana-Videos“ zum YouTube-Star avancierte. Race- & Speed-Fans werden wohl seinen auf der Messe ausgestellten Ford Mustang, ein Einzelstück mit Allradantrieb, als Anlaufstelle haben und versuchen möglichst schnell dorthin zu gelangen, um ein Autogramm oder „Hoonigan“-Shirt zu bekommen.

Schnelligkeit verbindet alle Besucher der gamescom, den gerade im Online-Gaming-Bereich, ist eine schnelle Internetverbindung unentbehrlich. Ob beim Fantasykampf mit dem Zauberschwert gegen die dunkle Macht oder ganz speziell bei Online-Rennspielen. Wer hier nicht auf eine schnelle Datenleitung zurückgreifen kann, hat schon verloren, wenn die Startampel auf Grün springt. Hier sind schnelle Reaktionen und schnelles Material gefragt. Keiner weiß das besser als Ken Block, der aktuell führende in der amerikanischen RallyeCross-Meisterschaft. So wirbt die Race-Internet-Ikone seit Beginn des Jahres für Unitymedia, einem Anbieter von schnellen Datenleitungen. Zuerst wird er im Kino und Web in einem 30-sekündigen Unitymedia-Spot zu sehen sein und drückt für den Anbieter von High-Speed-Internet-Leitungen förmlich aufs Gas.

Pic Ken block-2

Für uns die Möglichkeit, Ken Block während der gamescom im schicken Kölner mediaLoft von Unitymedia exklusiv treffen und interviewen zu können:

mab:
Ken, nebenan ist die gamescom, die weltgrößte Spielemesse, warst du schon dort?

KB:
Ja, gestern war ich schon einmal wegen „Need for Speed“ dort. Das Spiel wurde zwar vor 3 Monaten angekündigt, aber gestern war der erste große PR-Tag, mit mir und Magnus Walker. In der neuesten Ausgabe des Rennspiels gibt es verschiedene Spielmodi wie „Speed“, „Style“, „Outlaw“ usw. und Magnus und ich stehen jeweils für eine der insgesamt fünf Spielmodi.

mab:
Warst du schon mal auf einer Gamesmesse?

KB:
Nein, das war für mich das erste Mal und es macht mir riesigen Spaß dort, die Leute zu sehen, die Fans und auch mal ein wenig zu spielen. Es war ein schöner lustiger Tag gestern und ich freue mich auch heute schon auf meinen Besuch dort.

mab:
Wie ist es, dass eigene Auto virtuell nachgebaut zu sehen und kannst du das Gefühl beschreiben, wie es ist, zu sehen, dass tausende von Game- und Racefans nun als „Ken Block“ virtuell Gas geben?

KB:
Obwohl ich seit Jahren in das Thema „Video-Rennspiele“ involviert bin, ist es für mich immer noch faszinierend, eine „digitale Kopie“ von mir, bzw. meinem Auto zu sehen. Das viele tausend Gamer dann versuchen wie ich zu driften und zu fahren, dass ist immer wieder ein unbeschreibar tolles Gefühl, vor allem diese Faszination daran teilen zu können.

mab:
Hast du auch Videogames gespielt?

Pic Ken block-8

KB:
Ich bin mit Videospielen aufgewachsen. Wobei mich immer fast nur für Rennspiele interessierten. Das ist auch heute noch so.

mab:
Du hast Millionen von Follower bei Facebook und Instagram. Welche Bedeutung hat social media für dich?

KB:
Für mich ist es eine großartige Möglichkeit den Fans zu zeigen, was ich als Rennfahrer alles erlebe. Ich selbst bin ein Fan von Michael Schumacher, Colin McRae oder auch Tommi Mäkinnen, diesen ganzen Jungs aus der Vergangenheit. Als Fan hatte man damals nur die Möglichkeit sie beim Rennen, ihrem Beruf, zu sehen. Heute ist das anders. Ich freue mich das ich allen Fans die Möglichkeit mit einem Blick „behind the scenes“ geben kann, was ich alles erleben darf, außerhalb des Rennfahrens.

mab:
Wieviele Stunden verbringst du am Tag im Internet?

KB:
(lacht) Ok, auf alle Fälle zu viel, aber zwei Stunden am Tag muss ich mindestens online sein, um meine ganzen beruflichen Dinge erledigen zu können. Kontakte zu den Sponsoren und meine weiteren Aufgaben im Berufsleben, außer Rallye fahren. (lacht) Ja, ich habe ein vielfältiges Leben und bin immer beschäftigt, aber das gefällt mir so.

mab:
Wie bist du auf die Idee zu den Gymkhana Videos gekommen?

KB:
Es gab solche Videos im Skate- und Snowboarding-Bereich schon. In diesen Bereichen gab es Wettkämpfe und die besten Szenen wurden als Highlights auf einer DVD angeboten. So kamen wir auf die Idee, dies mit einem Auto zu produzieren und als Video ins Internet zu stellen. Eine großartige Möglichkeit für uns zu zeigen was wir können und Motorsport-Fans Unterhaltung zu bieten.

mab:
Hast du jemals gedacht, so erfolgreich mit deinen Videos zu werden?

KB:
Ganz klar, nein! Wir die im Motorsportbereich arbeiten, sehen diese Dinge, wie in den Gymkhana-Videos, das Driften usw. ja fast täglich, für uns ist das normal. Das eine so breite Masse daran auch gefallen hat war mir nicht bewusst und ich freue mich, dass ich diese Arbeit und diese Videos machen darf.

mab:
Was macht dir mehr Spaß, eine Rallye zu fahren im Kampf um tausendstel Sekunden oder das reine Driften?

KB:
Ich bin aufgewachsen in den 80ern und 90ern als Rallyefahrzeuge noch richtig herum rutschten, aber heute, die Aufhängung, die Reifen, alles ist so gut das die Autos kaum noch schleudern. So sind es für mich zwei Welten, ich liebe das Driften wie in den Gymkhana-Videos, aber ich bin auch begeistert von einem modernen Rallyeauto mit dem du exakt im Wettkampf auf Zeit fahren musst. Aktuell führe ich die amerikanische Rallyecrossmeisterschaft an, ich liebe das Schleudern von Autos, aber tief in mir drin, bin ich ein Wettkämpfer.

mab:
Wenn ein junger Racefan mit dem Driften anfangen möchte, welche Tipps hast du?

KB:
Ich werde oft gefragt wie man am besten anfangen soll und ich kann nur sagen,
der beste Weg ist in einer professionellen Rallyeschule zu starten. Ich war auch in einer Rallyeschule in den USA und profitiere noch heute von dem Basiswissen, was mir dort beigebracht wurde. Ob Rallyeschule oder Driftschule, wichtig ist, das man von Anfang an die richtigen Dinge von einem Profi erklärt und beigebracht bekommt. Auf keinen Fall sollte man selbst auf öffentlichen Straßen oder Plätzen üben. Es ist gefährlich und man lernt nichts. Unbedingt direkt zu einem Profi gehen. Das ist der einzige Weg.

mab:
Vielen Dank für das Gespräch.

Pic Ken block-6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Interview führte mabAWR-Reporter Bernd Schweickard

 

 

[notification type=“notification_info“ ]Text: Bernd Schweickard | Foto: Unitymedia[/notification]

Aktuelle Suchanfragen:

#ŠKODATrip 2015 – Höher, schneller, weiter, Großglockner

Bereits letztes Jahr gab es einen kleinen feinen Škoda-Roadtrip zum Wörthersee-Treffen 2014. Damals ging es mit drei Octavias von Salzburg nach Klagenfurt. In diesem Jahr sollte auf dem Weg zum GTI-Treffen 2015 alles etwas größer sein. Die Škoda-Wörthersee-Tour 2015.

Blick auf die Alpen von der Großglockner-Hochalpenstraße

Treffpunkt Airport München. Auf dem Parkplatz erwarten uns Škoda Octavia L&K, Octavia RS Combi, Octavia RS TDI sowie Octavia Combi Scout 2.0 TDI 4×4. Für jeden Geschmack etwas. Nur ganz so bunt wie im letzten Jahr wurde es nicht.

Škoda Wörthersee Tour 2015
SKODATrip durchs Alpenmassiv

Aber wer braucht schon bunt, wenn er einen Road-Trip vor sich hat? Pures Fahren zählt. München, Chiemsee, Großglockner-Hochalpenstraße, Wörthersee, Nockalmstraße, München – und viele, viele weitere Straßen, Pässe, Denkwürdigkeiten. Der Weg war noch immer das Ziel.

Kurze Pause mit dem Škoda Octavia Combi Scout

Es gibt wenig Schöneres, als Natur, Landschaft und Panoramen über das Asphaltband und die Fahrt im Auto kennen zu lernen – insbesondere dann, wenn sich Straßen so schön durch die Gegend schlängeln wie im Alpenraum. Vorbei an bunten Blumen, rauschenden Bächen, verfallenen Ruinen. Das ist Road-Trip-Romantik und Autofahrer-Kitsch, wie es mir gefällt. Im Tal lassen wir zügig den darniederliegenden Chiemsee hinter uns und machen Höhenmeter gut.

Alpen-Berg-Bach-Romantik

Hier im Tal, zwischen den Bergkämmen, wenn du diesem kleinen unbedeutenden grauen Streifen folgst und links und rechts von dir das Bergmassiv steil emporragt, spürst du es wieder. Diese Unbedeutsamkeit, dass alles so klein ist. Mit dem Kinn auf dem Armaturenbrett kannst du gerade so die Gipfel der Berge direkt vor deiner Bugnase sehen. So oft erlebt und jedes Mal aufs Neue faszinierend.

Škoda Octavia RS Combi

Schnell ’ne Pause eingelegt, Kippe angesteckt, Kamera um den Hals und die Szenerie auf sich wirken lassen. Das Rauschen des Tauwasserbachs im Hintergrund, die gespenstische Stille der Ruine, das Alpen-Panorama … Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Škoda Octavia Combi Scout beim ŠKODATrip 2015

Zurück ins Cockpit, das Triebwerk gestartet und ab ins schöne Österreich. Der Weg zur österreichischen Grenze führt mir eine schöne Seite eines geeinten Europas vor Augen. Malerische Bergstraßen, umsäumt von allerlei Nadelgehölz, kleine Tunnel. Irgendwo dazwischen, vor einem unscheinbaren Tunnel, wird dem aufmerksamen Fahrer kundgetan, dass er Österreich erreicht hat. Grenze? Wo? Immerhin innereuropäisch funktioniert’s.

Licht am Ende des Tunnels: Škoda Octavia RS Combi

Mit Škoda gen Österreich

Raus aus dem bewaldeten Tal machen wir schnell Höhe gut, bis sich uns endlich das beschneite Alpenpanorama offenbart. Schroffe Felsen zur Linken, das kurvige Freudenband unter den Rädern und weiße Gipfel zur Rechten – so sieht ein gepflegter Trip durch die Alpen aus.

Blick auf die Alpen von der Großglockner-Hochalpenstraße

Wir erreichen die Großglockner-Hochalpenstraße, zahlen eine deftige Straßennutzungsgebühr und machen uns voller Vorfreude auf ins Hochgebirge. Schleife um Schleife schrauben sich die Serpentinen nach oben. Dank DSG im Octavia Combi Scout entfällt das viele Rühren im Getriebe, die Haldex-4×4 hält uns ohne Traktionsverlust in der Spur.

 Octavia-Konvoi auf dem Großglocknerpass

Keine Angst, den Gänsemarsch im Schneckentempo legen wir nur fürs Foto auf den Asphalt. Während des Foto-Stopps und der Kolonnen-Schleichfahrt setzt erster Regen ein. Allmählich wird der Asphalt feucht. Schnell sind die Fotos im Kasten und nachdem die Freigabe von Enes, dem Mann hinter der Kamera, kommt, kann es nur heißen: „Feuer frei!“

Nur für's Foto: Im Gänsemarsch über den Großglocknerpass.

Druckvoll schiebt der Zweiliter-Selbstzünder an. 380 Newtonmeter, das Gefälle und die nächste Serpentine, die auf dich zu rauscht. Ein beherzter Tritt ins Bremspedal macht dem Schub vehement ein Ende. Die einsetzende Negativbeschleunigung presst den Brustkorb in den Gurt. Lustvoll eingelenkt, geht’s am Scheitelpunkt wieder aufs Gas.

Škoda Octavia RS Combi auf dem Großglocknerpass

Wie an der Schnur gezogen, folgt der Combi Scout den Lenkimpulsen. Schieben über die Vorderachse? Niente. Freilich macht die aufgebockte Karosse dann und wann auf sich aufmerksam, aber das macht der Combi Scout dank Allrad locker wett im Vergleich zum reinen Frontkratzer-RS.

Škoda Octavia Combi Scout auf dem Weg nach oben

Ein Hoch aufs DSG im Diesel. Kraft hat der 2.0 TDI – ohne Frage. Wenn jedoch das gut nutzbare Drehmoment irgendwo zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen liegt, bis du froh, dass das Doppelkupplungsgetriebe die Arbeit übernimmt.

Alpen-Panorama auf der Großglockner-Hochalpenstraße mit Škoda Octavia Combi Scout

Die Landschaft wird schroff. Verdreckter Schnee säumt die Straßenränder, das Thermometer zeigt nur noch fünf Grad. Bis auf über 2.500 Meter Höhe führt uns unser Weg. Von Frühling ist hier nichts zu spüren, der Wind schneidet einem eisig ins Gesicht. Zeit für die Abfahrt. Auf zum Wörthersee.

Mit dem Škoda Octavia Combi Scout auf der Großglockner-Hochalpenstraße

Mit dem Škoda Octavia Combi Scout waren wir gut gerüstet fürs bergige Land. Nachdem wir also Heiligenblut erreichen und den Großglocknerpass verlassen, machen wir uns auf die Suche nach geeignetem Terrain für den Combi Scout. Wir wollen sehen, was er abseits des Asphalts kann. Und das gibt’s separat zu lesen.

Text: MvB
Fotos:
Škoda Auto Deutschland (Enes Kucevic) / MvB
Aktuelle Suchanfragen:
Skoda Fabia R5 Combi Wörthersee 2015

ŠKODA Wörthersee 2015 – Auf dem GTI-Treffen in Reifnitz

Unser diesjähriger #ŠKODATrip verhieß vor allem mehr. Mehr Zeit, mehr Autos, mehr Pässe, mehr Spaß für alle. Daher wurden aus zwei dann drei Tage – zwei zum reinen Fahren. So hatten wir dieses Mal auch einen Tag lang Zeit, das 34. GTI-Treffen, die Auto News Wörthersee 2015, in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen.

34. GTI-Treffen Reifnitz

Aber bei all der endorphingeschwängerten Euphorie, als wir mittels Schnellboot über den Wörthersee bretterten und am GTI-Hafen ankamen, überkam mich auf dem Treffen doch die Ernüchterung.
Wie im vorherigen Jahr war und ist der Weg für mich das Ziel. Von München nach Krumpendorf nach München. Das Alpen-Panorama, die Bergpässe, der Wörthersee – ich könnte hier ewig auf und ab fahren. Aber dazu in einem separaten Artikel mehr.

Und obwohl ich persönlich mit der Tuning-Szene und dem GTI-Kult reichlich wenig anfangen kann, war ich natürlich neugierig auf die Autos, die Leute, die Szene.

GTI-Treffen 2015: Irgendwie wenig GTI

Großveranstaltungen sind ja meine Sache nicht und wenn es mich doch auf eine verschlägt, nehme ich meist die Rolle des Beobachters ein. So ließ ich meine Blicke schweifen. Meist erspähte ich jedoch eher Belangloses, Fragwürdiges und schlichtweg Hässliches. Mein persönliches Highlight erblickte ich kurz nach der Ankunft, wenige Meter von der Anlegestelle entfernt: ein unverbastelter VW Golf I GTI. Schlicht, in jugendlich angehauchter Würde gealtert und inzwischen zeitlos.

Babyblauer Porsche Panamera auf dem 34. GTI-Treffen 2015. Geschmack lässt sich nicht kaufen.Dieser Golf I GTI war es für mich, der an diesem Tag den Geist des Treffens atmete. Es ist schon auffällig, dass erschreckend wenig GTIs unterwegs waren. Klar, viele andere VWs waren präsent, ebenso Modelle von Audi, Seat oder Škoda. Und da wird auch fleißig geschraubt, gebastelt, optimiert.
Aber vorbeifahrende Bentleys, ein Mercedes-AMG GT S oder A 45 AMG wirkten dann doch leicht deplatziert wie auch der babyblaue Porsche Panamera.

Da das eigentliche Szene-Treffen am Wörthersee längst gelaufen ist, wenn der offizielle Part beginnt, sind bereits viele mit ihren Fahrzeugen abgereist. Nun ist es an den Herstellern zu zeigen, was geht und vermutlich nie in Serie gehen wird. Das GTI-Treffen ist immer wieder eine Fingerübung des VW-Konzerns in puncto Design und Performance.

Und genau das ist der Knackpunkt. Das eigentliche GTI-Treffen war atmosphärisch kaum greifbar, nicht zu spüren. Audi, Seat, Škoda und VW präsentieren sich auf ihren Ständen, bieten Rahmenprogramme und sorgen für Unterhaltung. Aber der einstige Geist des Wörthersee-Treffens ist verflogen.

Von Studien, Concept Cars & Fingerübungen

Skoda auf dem GTI-Treffen 2015

Nichtsdestotrotz ist es interessant zu sehen, was die Hersteller bieten. Für mich persönlich am spannendsten waren dabei das Audi TT clubsport turbo concept sowie der Škoda Octavia RS 230. Aber auch der Škoda Fabia R5 Combi hat einen gewissen Reiz, nicht zuletzt, da der R5-Schriftzug am Heck beinahe wie ein RS-Logo anmutet. Und überhaupt scheint inzwischen ein Fabia RS durchaus im Rahmen des Möglichen. Wo letztes Jahr noch dementiert wurde, gab es dieses Jahr nunmehr unkonkrete Aussagen.

Kurzer Schwenk nach Ingolstadt: Auf dem Audi-Stand wurde das Audi TT clubsport turbo concept vorgestellt, das einerseits in technischen Belangen den einen oder anderen Ausblick auf Folgendes gibt, andererseits darf die Studie gern als Vorgeschmack auf den neuen TT RS verstanden werden. Das Concept Car befriedigt bereits mit dem 2.5-TFSI-Fünfzylinder, der aktuell schon im Audi RS Q3 und RS3 zum Einsatz kommt.

Dem TT clubsport turbo concept wurde zusätzlich der E-Turbo (EAV) gegönnt, der bereits im Audi RS5 TDI zeigen durfte, wie viel Potential in der Technik steckt. 441 kW (600 PS) sollen bedarfsgerecht an alle vier Räder verteilt werden. Die Optik ist scharf, die Sidepipe ein feines Gimmick und der Sound, der beim Anwerfen auf dem Stand zu vernehmen war, ein Genuss.
Nur schade, dass das Ganze so wohl nicht in Serie gehen wird.

Sehr wohl in Serie kommt der Škoda Octavia RS 230. Die zehn Mehr-PS fallen kaum ins Gewicht. Wichtiger dagegen ist die Vorderachs-Differentialsperre, die für mehr Dynamik auf Kurvenfahrten sorgen dürfte. Das Paket als solches ist bereits vom Golf VII GTI Performance bekannt und soll dem Vernehmen nach gute Dienste erweisen.

Skoda Octavia RS 230 auf dem GTI-Treffen 2015 in Reifnitz

Daneben zeigen die Tschechen auf ihrem Stand den Škoda Fabia Red & Grey Plus, der mit optischen Aufwertungen punkten kann, dafür jedoch eine Leistungsspritze vermissen lässt. Im letzten Jahr stand ja hier schon der Škoda Rapid Spaceback Red & Grey, der eine angenehm anzusehende Fingerübung für den anstehenden Monte Carlo war.

Wie auch im letzten Jahr gab es ein Azubi Car zu sehen. Die Auszubildenden haben einen Fabia zum Pickup umgebaut. Der Škoda Fabia FUNstar bot neben einer glänzenden Riffelblech-Ladefläche die obligatorisch überdrehte Musikanlage. Ich könnte jetzt schreiben, ich wär’ zu alt für so’n Scheiß, aber ich fand das auch schon mit 18 doof. Aber jedem das Seine.

Was bleibt? Ernüchterung.

Skoda Fabia R5 auf dem GTI-Treffen

Im Großen und Ganzen ist der Geist des traditionellen GTI-Treffens verflogen. Nur noch wenige bunte Vögel treiben sich im Rahmen der offiziellen Veranstaltung herum. Die Hersteller des Volkswagen-Konzerns halten dagegen und zeigen, was zumindest in der Theorie denk- und machbar ist. Auf einem Treffen, das sich dem Tuning und der Individualisierung verschrieben hat, fallen auch die Studien teilweise etwas radikaler aus als auf den gängigen Messen. Immerhin.

Škoda-Stand Wörthersee GTI-Treffen 2015

Bleibt zu hoffen, dass das GTI-Treffen 2016 zum 35. Jubiläum und dem damit einhergehenden 40. Geburtstag des Golf GTI wieder verstärkt zu den eigenen Wurzeln zurück findet.

Auch bei den Kollegen von Autophorie, rad-ab.com und Trendlupe könnt ihr weitere Eindrücke vom diesjährigen GTI-Treffen auf euch wirken lassen.

Text: MvB
Fotos: Škoda Auto Deutschland (Enes Kucevic) / MvB
Aktuelle Suchanfragen:

Die VW-Sportschau

Eine alte Fussballerweisheit sagt, „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“. Manchmal trifft dies auch auf den Automarkt zu. Als Volkswagen 2008 dem legendären Haussportler „Scirocco“ zu neuem Leben verhalf, hoffte man auf einen ähnlichen Erfolg wie es das Urmodell binnen 18 Jahren von 1974 bis 1992 eingefahren hatte. Damals wurden von dem sportlichen VW Coupé in zwei Generationen 795.734 Stück produziert. Ein Welterfolg.

Heute denkt die Automobilindustrie in anderen Zahlen. Vom aktuellen Scirocco wurden bis Ende 2013 im portugiesischen Palmela zwar über 200.000 Einheiten gefertigt, in heutigen VW Dimensionen ist das allerdings eher ein Nischenprodukt. Auf unseren Straßen ist der Scirocco auch eher in der Außenseiterrolle, trotz guter und stabiler Anleihen. Im Ausland ist er beliebt, gut die Hälfte der produzierten Fahrzeuge fährt auf Chinas Straßen und in England.

Eine ähnliche Außenseiterrolle im Fußball-Kosmos fristete in den letzten Jahren der VFL Wolfsburg. Oft als unemotionale Werkstruppe verschrien, die nie wirklich schlecht ist, aber auch nicht den ernsthaften Sprung nach vorne schafft. Der Meistertitel vor einigen Jahren setzte ein überraschendes Ausrufezeichen.

An diesem Wochenende soll das anders werden. Nachdem in der Liga souverän der Vize-Meistertitel herausgespielt wurde, steht man nun in Berlin im Endspiel des DFB-Pokals. Der Gegner ist Dauergast im Finale der letzten Jahre, Borussia Dortmund. Dazu wird es das letzte Spiel von Trainer Jürgen Klopp beim BVB sein. Auf der anderen Seite möchte VFL Trainer Dieter Hecking den ersten großen Erfolg für die gute Arbeit der letzten Zeit einfahren und den Pott in die Autostadt holen. Für einen emotionalen Abend waren also alle Zutaten angerührt.

So verhält es sich auch bei unserem Testwagen, mit dem wir nach Berlin anreisen.

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“

Diesen Schlachtruf nehmen wir wörtlich und reisen im potentesten VW Sportler an, dem Scirocco R.

Im Spätsommer des letzten Jahres wurde er nach sechs Jahren leicht überarbeitet oder, wie Sportler sagen würden, er bekam eine Frischzellenkur. Der Scirocco R verfügt nun über eine Leistung von 280 PS und hat damit 15 PS mehr als sein Vorgänger. Er erledigt den Spurt auf 100 km/h mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG in nur 5,5 Sekunden – sehr sportliche 0,3 Sekunden schneller als bisher. Wir fahren das Modell mit dem knackig schaltenden Sechs-Gang-Getriebe, welches die 350 Nm ausschließlich an die Vorderräder transportiert. Hier wird die Leistung trotz des fehlenden Allradantriebs, der im Schwestermodell Golf R serienmäßig ist, perfekt in Vortrieb umgesetzt. Als würde Kevin De Bruyne zum Spurt in Richtung gegnerisches Tor ansetzen.

Wirkt der normale Scirocco mit seiner geringen Fahrzeughöhe von nur 1,40 Meter und den niedrigen Seitenscheiben schon sehr progressiv sportlich, prägen den R eine eigenständige Front- und Heckpartie mit Elementen aus dem Motorsport sowie die neuen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen „Cadiz“.  Optional pressen sich sogar 19-Zoll Alufelgen in die Radhäuser. Drei große, schwarz glänzende Lufteinlässe vorn, Schwellerverbreiterungen im R-Styling, verchromte Abgasendrohre und ein großer Dachkantenspoiler sind weitere äußere Merkmale des Spitzensportlers im Scirocco Programm. Zum Interieur gehören die gesonderten Sitzbezüge „Race“ mit R-Logo, in denen wir bei flotter Kurvenfahrt ausreichend gut in Position gehalten werden. Auf den 600 Kilometern von der Redaktion bis zum traditionellen Olympiastadion in Berlin bieten sie aber auch entsprechenden Langstreckenkomfort.

Zumindest, wenn man bei dem optionalen elektronisch verstellbaren Fahrwerk den Schalter von „Sport“ auf „Comfort“ stellt. Trotz der um 15 mm abgesenkten Karosse, der strafferen Fahrwerksabstimmung und den großen Felgen werden nicht alle Stöße an die Insassen übermittelt. Ein gelungener Kompromiss zum perfekt abgestimmten Handling, welches mit dem griffigen Lederlenkrad zu leichten Dribblings um die anderen Fahrzeuge verführt.

Damit es uns im Interieur nicht zu komfortabel wird, sorgen Dekoreinlagen in „Carbon Race“, drei Zusatzinstrumente in der Mitte des Cockpits und Pedale in Edelstahl für Rennatmosphäre. Nach außen dokumentiert das auch der tolle dunkle Sport-Sound aus den beiden Endrohren. Innen wird er auf der Autobahn ab 4.000 Touren prägnant und für Freunde sportlicher kleiner Coupés sicher eine Freude sein.

Wer es eher mit Sound aus der Musikanlage hat, wird sich beim überarbeiteten Scirocco über das 400-Watt-Soundsystem Excite des Exklusivpartners Dynaudio freuen. Die dänischen Premium Lautsprecherexperten verbauen einen digitalen 10-Kanal-Verstärker. Dieser verteilt die Songs der mitgebrachten Fan-CD auf acht verzerrungsarme Dynaudio Lautsprecher und einen mächtigen Subwoofer. Ein Klangerlebnis, als sei man plötzlich direkt in die Fußballarena versetzt.

Dort steht mittlerweile die Arena Kopf, als Bas Dost in der 38. Minute zum 3:1 für die Wölfe einnetzt. Bis zum Schlusspfiff soll sich an diesem Spielstand nichts mehr ändern, was zum ersten Pokalerfolg der in grün-weiß aufspielenden Wolfsburger führt. Ohne signifikante Höhen, aber vor allem ohne große Schwächen, hat der VFL Wolfsburg sich diesen historischen Erfolg verdient. Das gleiche wünschen wir dem neuen VW Scirocco, der über die identischen Attribute verfügt.

Text: Bernd Schweickard © Foto: Bernd Schweickard

#mbrt15 – Von Alabama nach New York

mbrt15 10 von alabama nach new york der trip
Best of #mbrt15

Big Mäc, big thing, big trip..oder so! 

2.600 km von Tuscaloosa bis nach New York.

Roadtrips haben bei Mercedes-Benz durchaus eine Historie. 2013 fuhren wir erstmalig von der Westküste der USA nach Detroit. Wir brachten die, damals neue, E-Klasse zur NAIAS 2013 in Detroit. Bereits im Jahr zuvor fuhr Mercedes unter dem Namen „Hunting the A-Class“ in Richtung Genf zur Premiere auf den Automobil-Salon. Und mein-auto-blog? Wir fuhren 2012 den legendären Porsche-Blogger-Roadtrip und den Citroën-Blogger-Roadtrip. Man kann also durchaus sagen: Wenn es um Roadtrips geht, dann passen Mercedes-Benz und mein-auto-blog.de ganz gut zusammen.

Der Start in Alabama

mbrt15 03 von alabama nach new york

Es soll ja Menschen geben, für die ist es auf einem Roadtrip wichtig zu wissen, wohin es geht. Welche Städte, welche Orte. Welche Hotels. Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe. Für mich findet ein Roadtrip im Auto statt. Draußen, die Landschaft die vorbeifliegt, die ist Kulisse. Und Kulissen sind austauschbar. Die Beste austauschbare Kulisse bietet jedoch ein Roadtrip in den USA. Immer. Das liegt zum einen am Stil der Amerikaner, alles in systemisch einwandfreie Prozesse zu packen. Da sieht jeder Truckstop aus wie der andere. Fast-Food-Hütten, Supermärkte, immer die gleichen Reklametafeln. Zum anderen an dieser schieren Größe.

Im Prinzip kann man an jeder Interstate die Route unterbrechen und findet immer die gleiche Infrastruktur vor. Das klingt langweilig. Verschafft einem aber auch die Art von Sicherheit die nicht störend wirkt. „Hier kenne ich mich aus“. Da Starbucks, dort Waffle House und da drüben ein Bad, Bath & Beyond. Langweilig? 

Nein. Denn der Reiz eines Roadtrips in den USA liegt in den Entfernungen und den Details. Okay – auch an der Landschaft. Vor allem aber an dieser unfassbaren Größe. Dementsprechend bieten die USA für Roadtrips den richtigen Rahmen. Immer. Ganz egal ob es quer durch die USA entlang der Route 66 geht, oder die Westküste hoch, die Ostküste runter oder eben quer durch, wie zuletzt beim #mbrt15.

Start des #mbrt15 war dieses Mal das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa, Alabama. Auf fast 4 Millionen Quadratmetern fertigen mehr als 3.500 Mitarbeiter die US-Varianten der C-Klasse und des GLA, aber eben und deswegen wurde das Werk ursprünglich gebaut, die SUV-Modelle von Mercedes-Benz. ML und GL haben US-Wurzeln und werden im Werk Tuscaloosa für die ganze Welt gefertigt.

mbrt15 06 von alabama nach new york

The all new Mercedes-Benz GLE and the GLE Coupé

Die Coupé-Version des Mercedes ML, der M-Klasse kannte man bereits vorher, aber für die NYIAS 2015 war die Premiere des Mercedes-Benz GLE angesagt. GLE-Coupé? GLE? Genau, Mercedes-Benz änderte die Namen der SUV-Modelle. Allen voran das „G“ für Gelände. Aber auch für die Familiennähe zum G-Modell. Wobei die eher im Prospekt zu finden ist, als unter dem Blech der Modelle. Aus dem ML, der M-Klasse wurde nun der GLE. Und damit wird klar, ein GL-E ist der Offroad-Bruder der E-Klasse. Und das GLE Coupé? Nun, zu allem Überfluss ist der „Coupé-Vertreter“ des SUVs nicht nur sinnlos, sondern auch mit vier Türen behaftet. Vier Türen, ein Coupé? Ein Coupé auf dem Fahrwerk eines SUV? Ja, man kann sich viele Fragen dazu stellen, davor zusammenbrechen und sich ratlos geben. Am Ende aber zählt nur eines: Der Kunde will es so.

Des Kundenwunsch ist sein Himmelreich, vor allem in den USA. Honey – ein wenig Eiswasser? 

mbrt15 01 von alabama nach new york

Etappe 1 – Vom Offroad-Gelände bis zu den Appalachen

Bevor es mit dem beeindruckenden Fuhrpark aus G-Modellen, GLA, GLE und GLE Coupé los ging, musste der Offroad-Park am Werksgelände in Tuscaloosa bezwungen werden. Beim nächsten Mal will ich dann aber selbst fahren. Dann kann man sich bei 100% Gefälle wenigstens am Lenkrad festhalten und nicht nur an der eigenen Verzweiflung.

gle coupe mbrt15

War der #mbrt13 noch unter dem Slogan „Guarding the E-Class“, ging es bei mbrt15 eigentlich um zwei Modelle. Denn auch wenn es ein Roadtrip war, die Onliner, Blogger, Videographen, Photographen, Journalisten (you name it) saßen nicht hinter dem Steuer des GLE Coupé und auch nicht hinter dem Steuer des frisch gelifteten GLE. Also „begleiteten“ wir dieses Mal zwei „Brummer“. Und beide werden ihre Premiere auf der Straße erst weit nach diesem Trip erleben.

Damit die beiden GLE fit und munter in New York ankamen, stellte Mercedes-Benz eine Armada aus GLA 45 AMG, GLA 250, G 550 und G63 bereit. So gerüstet konnte man auf die Tour gehen. 2.600 km von Tuscaloosa bis nach New York.

mbrt15 07 von alabama nach new york

Von hinten wie von vorne, G L E .. 

Mit dem Heck des GLE Coupé werde ich nicht warm. Nein, ernsthaft. Damit kann ich überhaupt nichts anfangen. Das Facelift des ML hingegen wirkt gelungen. Zumindest von hinten. Das passt. Frische Leuchtengrafik und ein Auspuff-Design nach Art des Hauses.

mbrt15 33 von alabama nach new york

Echtes Mistwetter gehört zu jedem Roadtrip. Es kann nicht immer nur die Sonne scheinen. Und das meine ich durchaus metaphorisch.

mbrt15 32 von alabama nach new york

Hier geht es weiter, zum zweiten Teil… 

 

 

 

 

 

Born in Alabama – #mbrt15

Der Schwarze Krieger. So der Name der Stadt. Tief im Herzen von Alabama in den Südstaaten der USA liegt Tuscaloosa oder wie die Choctaw- Indianer es nannten: Tushka. Der schwarze Krieger.

Mercedes-Benz fertigt dort seit 1995 die Fahrzeuge der M-Klasse, der R-Klasse, den GL und seit dem letzten Jahr auch die C-Klasse für den Nord-Amerikanischen Markt.  Und wenn in einer guten Woche in New York die Messe-Halle zur NYIAS 2015 geöffnet wird, dann wird man dort den neuen Mercedes-Benz GLE finden. Und wir bringen ihn aus dem Werk im Süden der USA aus Tuscaloosa in Alabama nach New York!

#mbrt15

2.600 km Roadtrip – Born in Alabama

Bereits seit 2012 veranstaltet Mercedes-Benz mit ausgesuchten Digital-Influencern und Journalisten derartige Touren. 2013 war das große Jahr der E-Klasse und wir fuhren von L.A. quer durch die USA bis nach Detroit auf die dortige Motorshow.

2014 ging es mit der neuen C-Klasse von Houston nach Detroit. Wieder, wie im Jahr zuvor, auf die NAIAS. Wer im Internet nach #mbrt14 sucht, wird viele Fotos und spannende Berichte zu dieser Tour finden.

2015 ist nun nicht Detroit und die NAIAS das Ziel, sondern die Automobilshow im „Big Apple“. NYIAS 2015 wird den Rahmen bilden für die Weltpremiere des Mercedes-Benz GLE. Autokenner wissen es, der „neue“ GLE ist das Facelift-Modell der aktuellen ML-Baureihe. Weil man bei Mercedes-Benz aber die Namen sortiert hat, wird aus dem ML nun die GLE-Baureihe. Von der es im übrigen bereits eine Coupé-Version gibt. Das GLE Coupé. Neben dem neuen GLE werden wir auch ein solches GLE Coupé, einige G-Klassen und GLA-Varianten auf der Tour durch die USA einsetzen.

Spannende Momente, großartige Ausblicke und die faszinierende Welt der RoadTrips. In dieser Woche. Und in der kommenden Woche. Auf mein-auto-blog.de und natürlich auf vielen weiteren Blogs.

Wer live dabei sein will, dem sei der Fotodienst instagram ans Herz gelegt. Dort ab Freitag nach #mbrt15 suchen und fast live mit erleben, wie wir den neuen GLE aus dem Herzen Alabamas nach New York überführen.

#mbrt15 – stay tuned…

Mann gegen Frau – Die Entscheidung auf der Rennstrecke

Wer kennt das nicht in einer Partnerschaft: „Alles was du kannst, das kann ich viel besser!“ – „Kannst du nicht!“ – „Kann ich doch!“ doch was so humorig im Musical Annie get your gun besungen wird, kann hinter dem Lenkrad eines Autos durchaus mal zu Diskussionen führen. Denn hier geht es schließlich um die Ehre des Mannes, der diese Zeilen schreibt. Autofahren, das ist ganz klar meine Domäne. Dazu kommt: hunderte von Runden habe ich auf der Nordschleife abgerissen, da kommt doch jetzt nicht mal eben meine Freundin, setzt sich ins Auto ohne jegliche Rundstreckenerfahrung und ist dann schneller? Also brauchen wir einen Schiedsrichter. Neutral und kompetent, wenn es um schnelles Autofahren geht. Wir wenden uns an Gedlich Racing, denn die wissen, wie man mit Heißspornen umgeht und einen Plan hat das Team rund um Chefinstruktor und Rennfahrer Markus Gedlich auch gleich zur Hand: ein separates Coaching für mich und meine „Wilde Hilde“.

Wer bügelt hier? Und wen?

Mann vs. Frau – Die Entscheidung am Berg

Kreis Höxter im Spätherbst. Es ist kalt, die Wolken hängen tief. Genau nicht das richtige Wetter für den Showdown der erhitzen Gemüter im Geschlechterkampf. Noch ist es ruhig auf der hier Anfang 2013 eröffneten Rennstrecke Bilster Berg. Wikipedia bezeichnet diesen 4,2 Kilometer langen Rundkurs emotionslos als Test- und Präsentationsstrecke für Fahrzeuge auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots der Britischen Streitkräfte. Was eine technokratische Untertreibung, denn als uns Instruktor Daniel Schwerfeld bei der Hand nimmt und uns um diese beeindruckende Berg- und Talbahn führt, staunen wir beide nicht schlecht. „Noch Fragen?“ Daniel steht grinsend vor uns, nachdem wir in die steil abstürzende Mausfalle geblickt haben, den Kopf weit in den Nacken legen mussten, um den Ausgang aus der Steilwand zu finden und das Geschlängel zwischen Munitionsfeld und Telegrafenbogen uns fast schwindelig gemacht hat. Ja, wir haben eine Frage: warum haben wir uns ausgerechnet hier verabredet, um zu klären, wer schneller ist? Die Antwort ist bestechend: „Ihr kennt beide die Rennstrecke nicht und ihr habt die Möglichkeit, auf ein und dem selben Auto von uns gezeigt zu bekommen, wie man hier am besten rumkommt.“

Aha, rumkommen. Und mit was? Vor uns steht ein in hellblau und rot gehaltener Opel Corsa OPC, vorbereitet für den Einsatz auf der Rennstrecke: leergeräumt, mit Käfig, Schalensitze, Vierpunktgurte, Semislick, Differenzialsperre, 200PS stark und ausgestattet mit dem Race Navigator One, einem unbestechlichen Datarecordingsystem, das Rundenzeiten, Geschwindigkeit, sowie Längs- und Querbeschleunigung misst und zusätzlich auch noch die Insassen und die Strecke filmt. Es ist also angerichtet und ich fasse zusammen: Unbekannte Strecke, unbekanntes Auto und… ach ja, der Rundkurs ist nass und rutschig. Das kann ja heiter werden. Der Meinung ist auch unser Instruktor, der als erstes meine Freundin Daniela auf dem heißen Sitz des Co-Piloten verzurrt und dann mit dem Corsa kernig röhrend die Boxengasse verlässt.

DSC_8512
Photocredits: Thomas Wysocki

 

Kernig röhrend auf die erste Runde 

Drei Runden später kommen Daniel und Daniela grinsend wieder zum Pitstop: Fahrerwechsel und es scheint, die beiden haben richtig Spaß auf dem feuchten Geläuf. Als der Trainer und seine Schülerin nach ein paar weiteren Runden  wieder in die Boxengasse rollen, sich den per Saugnapf an der Frontscheibe befestigten Race Navigator schnappen und in ein stilles Kämmerlein zurückziehen, wird mir klar, wie ernst es die beiden meinen. Übertragen auf einem Tablet wertet der Coach die Daten aus und diskutiert sie mit meiner Partnerin. Ich bin zum Zuschauen verurteilt und bin zutiefst beeindruckt, wie man mit dieser Applikation Kurvengeschwindigkeiten, Bremspunkte und Beschleunigung übereinanderlegen und vergleichen kann. So akribisch, wie die beiden ins Detail gehen, haben sie ihr Lernziel klar im Visier und es wird deutlich: egal, ob Rennstreckennovizin oder alter Trackday Fuchs, beim 1:1 Coaching werden alle gleich behandelt und das Ergebnis ist verblüffend. Oder in Zahlen ausgedrückt: 17 Sekunden finden die beiden zwischen Danielas erster und letzter Runde. Doch es kommt den Instruktoren gar nicht so sehr auf den reinen Zeitgewinn an, sondern um das Gespür für Auto und Strecke. „Viele Teilnehmer nutzen die Breite einer Rennstrecke für ihre Ideallinie nicht optimal aus und passen ihren Fahrstil auch nicht auf die Charakteristik des Autos an.“ bringt es Daniel auf den Punkt. Und damit wendet er sich mir zu: „Los, Helm auf, festschnallen und Abfahrt. Du solltest ja eigentlich wissen, wie man sich auf einem Rundkurs bewegt.“ Das schon, doch auch mich bewahrt das nicht vor einer klaren Manöverkritik: ich bremse manche Kurven zu hart an, anstatt mich sanft in die Radien hineinzubremsen. „Du musst flüssiger fahren und mehr Speed mit in die Kurven nehmen.“ Auf geht es zum zweite Stint und nach etwas verunsichertem Start spüre ich deutlich das Ergebnis meiner Bemühungen: Daniel muss nicht mehr so stark nicken, als ob er in einem Smart sitzen würde und der Navigator spuckt eine acht Sekunden schnellere Rundenzeit aus. Daniel grinst zufrieden: „Weißt Du, genau darum mache ich diesen Job so gerne, denn jeder kann bei uns noch etwas lernen.“

Geschlechterkampf: Race-Mode: ON!

Und der geschwindigkeitsgetriebne Geschlechterkampf? Die männliche Ehre wurde gerettet. Mit etwas über 11 Sekunden konnte ich die beste Frau an meiner Seite distanzieren. Doch die reinen Rundenzeiten gilt es zu relativieren, denn sich innerhalb eines 45 minütigen Trainings um 17 Sekunden zu steigern, ist beeindruckend und zeigt ihre steile Lernkurve oder wie unser Coach sagt: „Daniela hat echt Potenzial“. Ich komme mir dagegen mit meiner achtsekündigen Verbesserung eher schwach vor.

Nichtsdestotrotz beweisen beide Ergebnisse, wie intensiv sich das Gedlich Racing Instruktorenteam beim 1:1 Coaching mit seinen Kunden auseinandersetzt und diese motiviert, ohne sie zu überfordern. So erfahren sich nicht nur Neulinge den Spaß an der Haftungsgrenze, auch den erfahrenen Hasen können etliche neue Aspekte bei der Suche nach dem Limit auf der Rennstrecke mitgegeben werden. Der moralische Sieger ist also ganz klar Daniela, denn sich ohne Vorkenntnisse in einen Trackday samt Coaching zu stürzen, verdient höchsten Respekt.

Die Frage, wer im automobilen Geschlechterkampf schneller ist, kann somit also nicht final beantwortet werden. Es riecht nach Revanche und auch dafür hat Gedlich Racing eine Lösung parat: Ein Wintertraining unter der wärmenden Sonne Südspaniens auf dem herrlichen Kurs von Ascari.

Aktuelle Suchanfragen:

Impressionen: Mercedes-Benz Maybach S600

_LI_2695

Das ist kein Fahrbericht. Kein Test. Das ist kein Zollstock-Artikel, nicht einmal Journalismus. Das ist einfach nur Lebensart. Von der teuren Sorte.

Vermutlich ist es mit die beste Lebensart, die man sich für Geld kaufen kann. Zwischenstopp in Los Olivos. Ein kleines Nest in der Nähe von Santa Barbara. Die Neverland-Ranch liegt nicht weit entfernt und auch die Ranch von Ex-Präsident und Schauspieler Ronald Reagan ist in der Nähe. Was man in den USA eben so unter „in der Nähe“ versteht.

Los Olivos ist ein Nest. Ein putziges kleines Nest. Es erinnert an Westernkulissen, fast erwartet man, Karl May um die Ecke spazieren zu sehen. Los Olivos besaß bis vor kurzem die älteste Tankstelle in Kalifornien. Viel Verkehr war das damals wohl nicht. Eine Zapfsäule nur. Heute ist im ehemaligen Kassenhäuschen der Tankstelle eine Vinery untergebracht. Unter anderem. Und ein Laden für Touristennippes. Der Wein in der Verkostung stammt im übrigen aus einem Anbaugebiet kaum weiter als die Neverland Ranch oder Reagans Farm. Südkalifornischer Wein. Mit einer schweren Note. Im Geschmack ein wenig spanischer Rioja, gar ein Gran Reserva, ein wenig Erdbeere. Auf jeden Fall viel rote Traube. Eine Markierung auf dem Trottoir markiert die Embargo-Grenze, bis dorthin, nicht weiter. Also mit dem Alkohol. Da sind die Kalifornier streng. Alkohol auf der Straße: No Way ! Und das in der Porno-Nation Nummer eins. Geht. Ein Glas Wein, lässig am neuen Stuttgarter Flaggschiff gelehnt, das wollen sie verbieten.

Technische Daten sind, während der Wein in die Nase steigt, den Gaumen verzaubert und man im Hinterkopf das ruchlose Übertreten von Recht und Gesetz genießt, völlig unwichtig. Mercedes-Benz hat sich das erste Abenteuer Maybach einst viel Geld und auch ein wenig guten Ruf kosten lassen. Dieses Mal ist man schlauer. Toller Name, gerne.Kostspieliges Abenteuer mit ungewissem Ausgang? Eher nicht.

Deshalb pocht auch kein 16-Zylinder-Herz unter der S-Klassen Haube. Der bekannte Zwölfzylinder aus dem S600 muss es regeln. Für den Alltag ist er mit mehr als genug Leistung am Werk. Sechs Liter Hubraum sind eben doch schon eine Hausnummer. Zwei Turbos drücken das Kraftniveau in die Schmerzregionen der Getriebehersteller. Da mag das Technikerherz noch so laut nach „Extravaganz“ rufen, technisch und von dem, was an Kraft abrufbar ist, wird sich keiner vernachlässigt fühlen müssen. Andere hätten vermutlich aus dem Maybach nicht einfach nur eine Luxuslimousine gestrickt, nein, gleich ein Zeppelin wäre wohl die Alternative gewesen.

Zum zweiten Mal leicht nippen. Ein wenig rauchig, der Wein. Kräftig, schwerer Abgang. Kann man dem Maybach nicht vorwerfen. Selbst mit knapp fünfzehn Metern (sry. das ist eine Übertreibung, aber wie gesagt, keine Fakten in diesem Artikel) wirkt das ursprüngliche S-Klasse Design von Gordon Wagener noch immer flüssig, stimmig, elegant. Eine Schokoladenseite aus jedem Blickwinkel. Geadelt wird der Mercedes-Maybach durch kleine Embleme. MM, die Maybach-Motorenwerke. Und auch den Mercedes-Benz Schriftzug im Lenkrad wird man noch austauschen. Mercedes-Maybach ist die neue „Sub-Brand“. Neben Mercedes-AMG, dem Sport-Equipment für den Ausflug vor das Gym, steht nun „MM“ für Mercedes-Maybach, für neuen Luxus. Für sinnvollen Luxus. Wie ein guter Rotwein, gerne auch für 20 Dollar das Glas…

_LI_2723

Bevor wir die Pause eingelegt haben, hatte mich der Fond des Maybach in ein kokonartiges Nest gebettet. Tief und fest geschlafen. So gut, wie nie zuvor in einem Auto. Einem Eilzug ähnlich, nur viel leiser; wie in der Business-Class im Flugzeug, nur viel privater. Mercedes-Benz sollte sich dringend überlegen, einen eigenen Shuttle-Service mit diesen Maybach-Modellen zu etablieren. Nie zuvor war der Weg zum nächsten Weinglas friedvoller, luxuriöser, feiner. Das tiefe Lammfell lässt die Füße kaum mehr los. Luxus ist – wenn man zuviel von allem hat. Zum Beispiel mehr Dämmfolie, mehr Dichtungsgummi, mehr Nappa-Leder. Am Ende steht der leiseste Innenraum, den man derzeit für Geld in Serie kaufen kann. Fernes Rauschen, in vorauseilendem Gehorsam noch beim Entstehen an der Wurzel eliminiert.

_LI_2795

Steve hat mich an diesem Abend gefahren. Der Maybach war das erste Auto, in dem ich das Lenkrad freiwillig einem anderen überlassen habe. Steve trug weiße Handschuhe und wollte mir demonstrieren, wie schön das „gefahren werden“ sein kann. Ich habe es leider verpasst. Ich habe geschnarcht und von den Kilometern der Chauffeurs-Fahrt kaum das Schließen der Türen mitbekommen. Seine weißen Handschuhe hat Steve im übrigen auch nicht abgelegt, als ich ihn auf einen Kaffee einlud. Vermutlich machen das Maybach-Fahrer so.

_LI_2713

Roter Wein, auch aus Kalifornien, auf nüchternen Magen. Da bleibt auch auf der Rückfahrt das Steuer verwehrt. Aber das ist gut so.  Der richtige Platz im Mercedes-Maybach ist ohnehin der auf der Rücksitzbank. Am liebsten rechts. Da lässt sich per Fernbedienung auch noch der Beifahrersitz wegschieben. Die letzten Zentimeter aus der 20 Zentimeter -Wachstums-Orgie nutzen.

Eigentlich ist der Maybach nur eine S-Klasse. Eine mit mächtig viel Platz. Echter Luxus eben. Aber keine Experimente mehr. Das mag man doof finden. Am Ende entscheidet aber der Erfolg. Und während sich der erste Wiederbelebungsversuch der Marke Maybach als kostspieliger Fehltritt erwies, baut der zweite Versuch nun auf der „besten Limousine“ der Welt auf.

Was kann da schon schiefgehen?  Manchmal ist es eben besser, auf Experimente zu verzichten. Meine Rückfahrt habe ich deswegen genossen wie die Hinfahrt: Sanft schlummernd.

 

 

 

Mehr Infos, mehr Daten. Mehr Fakten. Demnächst. In diesem Blog.

In der Zwischenzeit sollte man den Artikel von Gast-Autor Fabian lesen … (klick)

 

Aktuelle Suchanfragen:

Geschichtsträchtiges Amsterdam: Das Hotel Amsterdam De Roode Leeuw

Bereits im 15. Jahrhundert war das De Roode Leeuw eine bekannte Herberge. Die erste Besitzurkunde stammt aus 1454. Das Gebäude stand ursprünglich auf der Dam an der Stelle, wo heute das Madame Tussauds und Peek & Cloppenburg zu finden sind. Das Gebäude wurde im Jahre 1838 abgerissen und im Jahre 1911 in das dazu gehörige Café De Roode Leeuw integriert.

New_Superior_Room_2

Damals nur mit 35 Zimmern ausgestattet, bietet das heutige vier Sterne Hotel im denkmalgeschützten Gebäude 79 komfortable Zimmer mit moderner Ausstattung. Sie sind elegant ausgestattet und verfügen über zahlreiche moderne Annehmlichkeiten wie einen kostenlosen High-Speed Internetzugang.

New_Superior_Room

Die Anbindung des Hotels kommt zudem jedem Sightseeing mehr als zugute. Es liegt direkt im historischen Zentrum der niederländischen Hauptstadt, inmitten des Finanz-, Geschäfts- und Einkaufsbezirks.

Das à la Carte Restaurant „De Roode-Leeuw“ bietet wunderbare regionale Spezialitäten und neben einem immer fröhlichen Empfangschef viele Bilder der königlichen Familie und jede Menge historischer Fakten. Von da aus sind die meisten Sehenswürdigkeiten nur einen Katzensprung entfernt und wenn man auch stets an interessant duftenden Coffee-Shops vorbei kommt, bietet das Hotel Amsterdam De Roode Leeuw ein wunderbar luxuriöses Ambiente für bezahlbare Münze.

_MG_6448



Aktuelle Suchanfragen:

Fahrbericht Mercedes GLA 250 4matic: Lässiger geht’s nicht

Was bedeutet eigentlich die Abkürzung GLA? Nach meiner Tour mit dem Mercedes GLA 250 4matic nach Amsterdam bedeutet es definitiv: Ganz Lässig, Alter! Perfekt zum letzten sonnig-warmen Herbstwochenende überließ man mir den kompakten SUV für zwei Wochen zum Testen. Warum also nicht die Gunst der Stunde nutzen und auf ein verlängertes Wochenende nach Amsterdam fahren? Gesagt, getan. Unser Testfahrzeug in Mountaingrau und mit  AMG-Paket der Extraklasse wartete schon ungeduldig darauf, zeigen zu dürfen, wie sich der 211 PS starke Turbo und das 7-Gang-Doppelkungsgetriebe fahren lassen.

Schon das erste Probesitzen vermittelte ein fast zu gutes Gefühl. Leuchtende Zierleisten begrüßten uns beim Öffnen der Türen des nur 4,4 Meter langen SUVs. Im Interieur erwarteten uns elektrisch einstellbare Vordersitze mit Memory-Funktion in edlem Schwarz und überall glänzendes Carbon. Da kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. An der  Armaturentafel leuchteten jede Menge Knöpfe, die erst mal erkundet werden mussten. Das kann “Frau“ schon ein wenig überfordern, doch mit Geduld und der Anleitung aus dem Handschuhfach findet sich schnell jede nötige Funktion. Unter anderem auch das USB-Kabel, das sich in der verschiebbaren und aufklappbaren Mittelarmkonsole befand.

IMG_0868

Schnell, schneller, GLA

Drei verschiedene Fahrmodi luden ein, den GLA ein bisschen zu treten. Besonders im Sport-Modus zeigte sich, dass der kleine SUV durchaus ernst zu nehmen ist. Die Schaltung sollte man aber dem schwäbischen Antriebssystem überlassen. Ein Versuch, die Konkurrenz mittels Paddels abzuhängen, zeigte sich schwieriger als erwartet. Frau am Steuer? Keineswegs, aber im Automatik-Modus zeigte sich die wahre Stärke des kleinen Kompakten. Der Antrieb variiert in Sekundenbruchteilen. Vom 1. bis zum 7. Gang schaltet der Mercedes GLA so fluffig, dass man davon nichts mitbekommt. Unter der Haube pochen die modernen Vierzylinder-Motoren mit Turboaufladung und Direkteinspritzung (in Serie mit Start & Stopp Funktion), hier kann man sich den Effizienz-Vorsprung selbst erfahren. Aber nicht nur an der Tankstelle spüren wir die Effizenz. Der GLA 250 4MATIC sprintet in nur 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und untermauert damit zudem den dynamischen Führungsanspruch der GLA-Klasse.

Auf der Tour nach Amsterdam fuhren wir erstmal ganz entspannt im Eco-Modus. Dank Attention Assist und Collision Prevention Assist war die längere Autobahn-Tour extrem relaxed. Bremsen oder Gas geben? Dank adaptivem Tempomaten übernimmt das der GLA. Das sorgt für pure Entspannung auf der Langstrecke. Bei anhaltender Kollisionsgefahr und ausbleibender Fahrerreaktion kann das System sogar bis zu einem Tempo von 200 km/h eine autonome Bremsung durchführen und so die Unfallschwere mit langsamer fahrenden oder plötzlich bremsenden Fahrzeugen verringern. Fehlt nur noch, dass der GLA selbstständig lenkt, so bliebe dann auch mehr Zeit für die Maniküre. Auch in der Stadt, und vor allem in Amsterdam sind diese Sicherheitssysteme mehr als Gold wert. Bei den tausenden Fahrrad- und Rollerfahrern um einen herum kann man die zusätzlichen Augen an jeder Ecke definitiv gebrauchen.

IMG_0827

Hier hieß es nämlich: Zweirad vor allen anderen. Wer etwas auf sich hält, hat ein Fahrrad oder auch zwei. Amsterdam lässt sich aber auch nicht besser erkunden als auf dem Rücken eines Drahtesels. Oder einer Vespa. Dank wunderschönem Sonnenschein glänzte die niederländische Metropole in warmen Goldtönen und die Grachten glitzern einladend. Eine bessere Zeit hätten wir nicht abpassen können. In jeder der kleinen Gassen entdeckten wir die sogenannten Coffee-Shops, die allerdings alles andere als Kaffee verkaufen. Ein wohlbekannter Duft nach „Wald“ umwehte unsere Nasen, egal wo wir hin gingen. Ja, auch die Niederländer wissen, was Entspannung bedeutet.

Kommen wir zum Verbrauch des Mercedes GLA: Längere Stadtfahrten kombiniert mit den etwas flotteren Fahrmanövern auf der Autobahn ließen den Kraftstoffkonsum des Mercedes GLA 250 4MATIC leider nicht auf dem vorgegebenen kombinierten Verbrauchswert von 6,7 Litern verharren. Bei moderater Fahrweise im Eco-Modus auf der Autobahn schafften wir 8,5 Liter auf 100 Kilometer. In der Stadt pendelte sich der Verbrauch bei 10.7 ein. Am Ende hatte er einen kombinierten Wert von 10,4 pro 100 Kilometer auf der Nadel. Das macht den GLA nicht gerade zu einem sparsamen Kameraden. Dafür waren wir aber auch flott unterwegs.

IMG_0838

Scharfer Charakter

Scharfe Linien, klar definierte Oberflächen und eine kantige Front machen ihn zu einer beeindruckenden Erscheinung. Die prominente, selbstbewusst aufgerichtete Front mit Zentralstern verleiht dem GLA einen starken, souveränen Ausdruck. Die sportlichen Sitze in unserem Testfahrzeug geben guten Seitenhalt, sind jedoch für längere Fahrten für meinen Geschmack etwas zu hart. Fünf runde Lüftungsdüsen in Carbon-Optik in der Instrumententafel und ein geteiltes Panoramaglasdach werten das Fahrzeug nochmals zusätzlich auf. Beim großen Display, das sich über das Rundinstrument in der Mittelkonsole bedienen lässt, bedarf es einiger Übung. Wenn man aber ein wenig damit spielt, kommt man schnell dahinter, wie es funktioniert.

Auch bei den Amsterdamern hinterließ der Mercedes GLA 250 4MATIC einen bleibenden Eindruck. Egal, wo wir auch hinfuhren, wir konnten uns der Blicke gewiss sein. Besonders bei unseren Stopps, um Fotos zu machen. Da wurde der Kompakt-SUV schon mal zum Mittelpunkt des Geschehens. Nicht nur bei der Ausstattung bekommt „Frau“ und „Amsterdamer“ große Augen, sondern auch beim Preis. Ab 35.300 Euro aufwärts ist der Mercedes GLA 250 4MATIC zu bekommen. Durch die ganzen Sicherheitssysteme und das schicke AMG-Paket dürften es nochmals ein paar Tausender mehr werden, die der geneigte Kunde auf den Tisch legen kann.

simone im mercedes gla in amsterdam

 

Fazit:

Ein Stern reicht dem Testwagen nicht. Der Mercedes GLA verdient in jedem Fall ein paar Sterne mehr. Hier werden wieder mal alle Erwartungen, die man an einen Mercedes stellt, mehr als erfüllt. Die feine Materialauswahl, die hilfreichen Systeme und das sehr sichere, dynamische Fahren stehen definitiv auf der positiven Seite. Auf der anderen Seite steht der Preis, der mit der Wahl von einigen weiteren Ausstattungsmerkmalen für größeres Zähneknirschen sorgen dürfte.

Weitere Impressionen aus Amsterdam:

Fotos: Simone Amores
Aktuelle Suchanfragen:

MORELO mit neuer Modellreihe

Luxus zu einem Preis, der den Einstieg in die Oberklasse der Reisemobile leichter macht – dies ist auf einen Nenner gebracht das Konzept des neuen MORELO Home. Nach Palace, Palace Alkoven, Manor und Loft bringt der First Class Reisemobilbauer aus Schlüsselfeld mit dem Home nun seine fünfte Modellreihe an den Start.

Das Fahrgestell des Home basiert auf dem Fiat Ducato mit Tiefrahmen. Dies erlaubt eine insgesamt flachere, dynamische und schnittige Silhouette, die MORELO mit einer neu gestalteten, kompakteren Front verbindet. Die gewohnt großzügigen Grundrisse der MORELO Modellreihen mit Raumbädern und separaten Duschen finden sich auch beim Home. Bei der Innengestaltung zeigt der Home mit einem komplett neuen Möbeldesign Eigenständigkeit.

Bei der Konstruktion des Aufbaus setzt MORELO auf bewährte Materialien wie bei der Loft-Baureihe, mit Aluminium außen und innen sowie Dämmung mit RTM-Schaum. Dach und Boden sind aus witterungsbeständigem GfK.

HOME Seite

Die Home Modellreihe wird erstmals auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf Ende August mit vier Modellvarianten präsentiert. Mit einem Preis ab 105.000 Euro verwirklicht der zweiachsige 74 HX mit komfortablem Raumdesign und Querbett im Heck den Traum vom günstigen Einstieg in die Luxusklasse. Das Flaggschiff der neuen Baureihe, der Home 83 MX mit Doppelachse, zeigt mit 8,30 Meter Länge und Queensbett überzeugend Größe. Dazwischen rangieren die Modelle 79 LX und 83 LBX – auch beim Home zeigt MORELO individuelle Vielfalt als First Class Qualitätsmerkmal.

7.000 km Abenteuer von München nach Marrakesch

14 spannende Tage erleben Motorsportfreunde und AutoEnthusiasten vom 30. Mai bis 12. Juni 2014 bei der 1. MUMOMA-Rallye (MünchenMonaco-Marrakesch), die in 13 Stages über die schönsten Pässe, Landstraßen und Wüstenpfade von München nach Marokko führt.

Die Rallye-Amateure können mit allem starten, was vier Räder und eine Straßenzulassung hat. Zudem gibt es auch eine Motorrad-Klasse. Die Überquerung der Alpen, der Pyrenäen und des Atlas-Gebirges gehören ebenso zur spektakulären Route wie die reizvollen Zwischenziele Monte Carlo, Lissabon, Sevilla oder Fes.

Für 600 Euro Startgebühr kommen die Rallye-Fans in den Genuss perfekter Organisation durch die Spezialisten von RaceAdventures aus Freising bei München. Seit 16 Jahren organisieren die Race-Profis Adventure-Rallyes und individuelle
Autorennen. Ihr großes Know how garantiert ungetrübtes Abenteuer und Fahrvergnügen auf der 1. MUMOMA-Rallye.

Beim großen Offroad-Abenteuer fahren die Teilnehmer in Teams mit bis zu drei Fahrzeugen. Unter dem Motto „Grips statt Gaspedal“ ermittelt RaceAdventures die Klassen- und Gesamtsieger nicht nach Zeit, sondern nach unterschiedlichen
Herausforderungen, bei denen es vor allem auf Navigationsgeschick und Teamwork ankommt.

Extra-Klassen gibt es für: Sportwagen, Young- und Oldtimer, Standard-Fahrzeuge, low-budget-Autos (bis 1.500 Euro), Spezialfahrzeuge (4WD, Camper, Trucks bis 3,5t) sowie Motorräder. In der Gesamtwertung fährt Team gegen Team, in der
Klassenwertung Fahrzeug gegen Fahrzeug. Navigiert wird abwechselnd nach dem ausführlichen, von RaceAdventures ausgearbeiteten Roadbook, nach GPS und nach selbst zu planender Streckenführung.

Die Teilnehmer können die monatelang ausgearbeitete und mehrfach getestete Strecke der MUMOMA-Rallye wahlweise auf Asphalt oder Schotter fahren, ganz nach persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben und je nachdem, was man seinem
Fahrzeug zumuten will.
Auch an den guten Zweck haben die Organisatoren gedacht: Jedes Auto hat mindestens 30 kg Material für marokkanische Schulkinder an Bord, außerdem können Teams mit „low-budget“-Autos ihr Fahrzeug nach Zieleinlauf dem CharityZweck der Rallye spenden.

Neben der Fahrerwertung sind in einem täglichen „Quest-of-the-day“ Aufgaben zum jeweiligen Tagesziel zu lösen. Hier kann ein „Home-Team“ helfen – bestehend aus Freunden, Familie oder Arbeitskollegen. Diese können so die Rallye hautnah
mitverfolgen und dem Team sogar einen Vorsprung verschaffen.

Die drei Etappen (München-Monte Carlo, Monte Carlo-Lissabon, LissabonMarrakesch) und insgesamt 13 Stages sind bis auf eine individuell zu planende Stage festgelegt. So kann jedes Team seine Übernachtungen im Voraus planen und
Quartiere nach eigenem Ermessen und Anspruch reservieren.

Auch bei der Zeitplanung ist an die speziellen Bedürfnisse der Rallye-Amateure gedacht, denn die Veranstaltung liegt arbeitnehmerfreundlich in einer Phase, in der man nur zehn Urlaubstage für fast drei Wochen Urlaub benötigt.
RaceAdventures-Chef Martin Ruppenthal: „Wir wollten ganz bewusst eine Rallye, bei der nicht das zur Verfügung stehende Budget oder die Motorleistung des Fahrzeugs entscheiden. Die MUMOMA ist ein großes, aber bezahlbares Motorsport-Abenteuer
auf zwei Kontinenten, bei dem jedes Team die gleiche Chance auf den Sieg hat – egal wie alt, schnell oder teuer der fahrbare Untersatz auch immer ist!“

Nähere Infos über Streckenführung, Zeitplan und Teilnahmebedingungen auf
www.mumoma.de

Aktuelle Suchanfragen:

Carglass

Carglass repariert, Carglass tauscht aus.

Feine Sache dieser Slogan, nur leider per TV-Werbung derart heftig penetriert, das er auf meiner persönlichen „Werbe-Nerv-Liste“ kurz nach Seitenbacher-Müslis auftaucht.  Über 67 Millionen Euro hat Carglass in 2011 für Werbung ausgegeben – eine stolze Summe und erklärend für die Penetranz des Slogans im TV.  Mit 269 Niederlassung spielt Carglass in Deutschland mittlerweile den großen Autoglaser und 29 Millionen Euro Gewinn (vor Steuern) sprechen eine deutliche Sprache. Das Geschäft mit dem Autoglas läuft und Carglass ist der Platzhirsch.

Und „Erfolg“ macht angreifbar.

Wie bei jedem Unternehmerischen Erfolg, wird ein Unternehmen mit jeder neuen Umsatzsteigerung angreifbar für Neider, Intellektuelle und natürlich für Menschen, die gerne auch mal an Verschwörungen und dunkle Mächte glauben. Mal subtil, mal weniger subtil. Im Falles eines Zeitungsartikels der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ bin ich mir noch nicht ganz sicher, was den jungen FAZ-Redakteur zu seinem Artikel veranlasst hat. Manchmal muss man sich im frischen Job (Seit 4 Monaten bei der FAZ) ein wenig kräftiger strecken um wahr genommen zu werden. Eventuell dies, oder eine persönliche negative Erfahrung mit dem Unternehmen Carglass oder eventuell einfach nur der Wunsch nach einem tollen, kritischen Artikel für die Sonntags-Lektüre (wer liest eigentlich die FAZ-Sonntag?).

So kann man in dem Beitrag des jungen Journalisten zum Bsp. lesen:

Ob sich das Wachstums-Tempo halten lässt, ist indes fraglich…sind die Versicherer doch mittlerweile…nicht mehr so richtig überzeugt davon, dass auch sie vom Erfolg der Carglass-Kette profitieren…

Leider ohne Hinweis auf die Quelle der Aussage. Weiter geht es mit einer Aussage, deren Sinn wohl die vollständige Arbeit des erfolgreichen Kölner-Unternehmens und viel wichtiger, die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Unternehmens angreifen soll:

Sachverständigenorganisationen weisen darauf hin, dass nicht jeder winzige Steinschlag, der außerhalb des Sichtbereiches des Fahrers liegt, unbedingt behoben werden muss.

Zu keiner Zeit habe ich in einem der Werbe-Spots von Carglass, ganz egal wie nervig deren Werbe-Claim ist, eine Aussage gehört – die mit einer undifferenzierten Definition von Steinschlag, Panik verursachen will. Im Gegenteil. Die gezeigten Steinschläge sind immer regelrechte Krater und gut sichtbare Flatscher. Der Artikel packt an dieser Stelle, völlig undifferenziert, jeden Steinschlag in die gleiche Kategorie.

Warum so undifferenziert?

Man könnte vermuten, Hr. Coekoll hat sich schlicht keine Gedanken gemacht über Steinschläge – oder über den Alltag einer Windschutzscheibe. Oder hat er eventuell gute Argumente? Hat er Fälle in denen Kunden mit winzigen kleinen Steinschlägen zu unnötigen Reparaturen überredet wurde? Nein. Einfach nur den Begriff Steinschlag nicht differenziert betrachtet. Keine Gedanken darüber gemacht, dass es Fälle gibt, in denen die Verbundglas-Scheibe vom Steinschlag so getroffen wurde, das die Folie im Inneren der Scheibe offen liegt. Denn es gibt eine Vielzahl von Schäden – die sicher, weder auffallen – noch repariert werden müssen. Nur das Carglass hier für eine Reparatur dieser Bagatellen spricht, das kann ich nicht erkennen. Also – was war die Initialzündung des Artikels?

Eventuell kann dieser Satz zur Klärung beitragen?

Carglass hat den Menschen eingeredet, dass jeder kleine Steinschlag sofort repariert werden muss

Okay, verständlich. Wenn ich ein Produkt habe, mit dem ich Geld verdienen will, dann bewerbe ich natürlich und stelle die Merkmale und die Notwendigkeit meines Produktes heraus – in so fern eigentlich, absolut keine Erwähnung wert. Doch interessant von wem der Satz stammt. Der Satz stammt von „Thomas Klein“ dem Chef des Bundesverbandes der Autoglaser. Und nun raten Sie mal, wer nicht im Bundesverband der Autoglaser vertreten ist?

Richtig: Carglass. 

Nun, besonders subtil ist die Intention des Artikels und die gewünschte Message am „Skandal Carglass“ damit nicht mehr.  Vor allem wenn der BVA e.V. selbst mit der „Steinschlagreparatur“ wirbt.

Nachdem dann in der vorletzten Woche auch die „AutoBild“ den schwachsinnigen Artikel aus der FAZ aufgegriffen hatte und lediglich für die eigene Zielgruppe versimpelt und verkürzt, erneut veröffentlicht hatte,  war mein Interesse auch geweckt. Anders als die AutoBild, habe ich das Gespräch mit Carglass gesucht und mich vor Ort informiert.

 

Meine Erfahrung mit Carglass – meine Meinung:

Auf die Kontaktanfrage hat man bei Carglass schnell und offen reagiert. Der Wunsch nach einem „get together“ und einer Demonstration der Arbeit wurde zeitnah umgesetzt. Bereits da war ich erstaunt, wie offen und flexibel eine Firma sein kann, die derart nervig wirbt ;).

Am letzten Donnerstag war ich vor Ort und habe, zusammen mit anderen Bloggern, einen Blick hinter die Kulissen von Carglass geworfen. Unter anderem habe ich mir auch die Methoden der Glas-Reparatur zeigen lassen. Wir haben uns die typischen Steinschlag-Schäden angeschaut und konnten mit „Maulkorb“ freien und nicht gecasteten Mitarbeitern über das Unternehmen sprechen.

An diesem Foto wird deutlich, über welche Art von Steinschlagschäden man bei Carglass spricht:

Beim prüfen, nach der Reparatur.

Kein Krater mehr vorhanden!

Carglass hat sich als Gesprächspartner präsentiert, der ohne schlechtes Gewissen und völlig offen, über die Details der eigenen Arbeit geredet hat.  Wirtschaftlichen Erfolg, oder den Erfolg einer Werbe-Kampagne mit fiktiven Vorwürfen zum Skandal aufbauschen, diese Art der Presse-Arbeit kann ich nachvollziehen. Aber eventuell sind das einfach die „lauen Lüfte“ die man im Bereich der alten Print-Medien benötigt. Mehr Substanz lässt sich am „Vorwurf“ der FAZ, der völlig unreflektiert in der AutoBild wiederholt wurde, nicht finden.

Lange Rede kurzer Sinn:

Hätte man journalistisch gearbeitet – dann wäre der Platz in beiden Print-Publikation wohl frei geblieben. Peinlich ist die Nummer vor allem für AutoBild.  Im übrigen hat Carglass kein Werbe-Budget für Print-Kampagnen, nur mal so als Information. (Nicht das ich hier irgendwas, irgendwem unterstellen wollte.)

 

Edit: Roberts Artikel zum Carglass Besuch.

 

 

Information: Dieser Artikel wurde nicht von Carglass bezahlt, gekauft oder direkt beeinflusst in Text oder Inhalt. Und nein, Carglass hat auch bei mir keine Werbung gebucht!

 

 

Aktuelle Suchanfragen: