Sechs sells! Erste Fahrt im Mercedes S400d

Weltpremieren können aufregend und spannend sein. So wie damals, bei der S-Klasse in Hamburg. Einen Flugzeug-Hangar hatte man umgebaut, die Elb-Philarmoniker eingeladen und die ganz große Show gespielt. Die erste Fahrt der Luxuslimousine fand dann auch nicht „ums Eck“ statt, sondern in Kanada. Rund um Toronto. Die S-Klasse von Mercedes-Benz, eben immer eine Nummer besser als der Rest der automobilen Welt. Und eigentlich konnte man das „Beste“ doch nicht mehr verbessern – eigentlich. Aber wie sagte es schon der ewige Stenz von Helmut Dietl? „A bisserl was geht immer!“ 

S kommt noch besser

Erste Fahrt in der neuen S-Klasse

Der S400d im Speziellen und das Luxus-S im großen Ganzen

Plakative Headline. Verschobene Anspielungen auf schlüpfrige Gedanken und das Spiel mit der Zahl Sechs. Nun, natürlich hatte die S-Klasse auch vor dem Facelift einen Sechszylinder. Aber die waren in V-Form. Und das ist eben, BMW-Fahrer wissen das, nur eine Notlösung. Sechszylinder? Die müssen in Reihe stehen. Mitten in die Dieseldiskussion hinein bringt nun Mercedes-Benz den vermutlich geilsten Dieselmotor aller Zeiten. Eventuell auch den letzten seiner Art. Schön, dass es ein Reihensechszylinder wurde!

Sechs in Reihe

Seit 2013 wurden über 300.000 Limousinen der S-Klasse verkauft. Und keine davon hatte diese Prachtmotoren, die nun mit der Modellpflege 2017 in diese, optisch nur sanft verfeinerte, Luxuslimousine einziehen. Neben den V8-Motoren M176 und M177, den V8 Triebwerken mit den Turboladern im Innenraum des V, bekannt aus den Mercedes-AMG GT Modellen, sind es eben die „normalen Reihensechser“, die nun die Aufmerksamkeit ganz auf sich ziehen. Dass ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Diesel-Diskussionen das absolute Highlight der Modellpflege ein 340 PS starker Dieselmotor ist, man muss es als Ironie der Automobilgeschichte verstehen. Denn diese neue, und mit Abstand stärkste Dieselmotorengeneration aller Zeiten, erfüllt bereits heute alle Vorgaben für die künftige Gesetzgebung im Bereich Emissionen. Der als S400d mit 700 Nm antretende Diesel ist ausgelegt für die RDE-Testverfahren. Er und sein mit 600 Nm kaum als schwächlich zu bezeichnender kleiner Bruder im S350d bekamen eine Kombination aus Aluminiumgehäuse und Stahlkolben. Nanoslide-Beschichtung, variable Ventilsteuerung, Abgasnachbehandlung ganz nah am Brennraum, Stufenmulden-Brennverfahren, zweistufige Turboaufladung und Mehrwege-Abgasrückführung sorgen für höchste Effizienz und minimale Emissionen. Noch nach NEFZ ermittelt, sollen so 5.1 bis 5.6 Liter Verbrauch möglich sein. In einer S-Klasse.

Gefühle in Fahrt

Unfassbar. Unhörbar. Unglaublich. Dass man in einer S-Klasse nicht viel von der profanen Selbstzünder-Tätigkeit hören kann, entspricht bereits den Erwartungen – dass man aber weder im Leerlauf noch bei Last akustische Hinweise auf den Dieselmotor bekommt, krönt den Sechszylinder zum Helden der täglichen Langstrecke. Gekoppelt an das 9-Stufen Automatikgetriebe, erfüllt der 2.925 Liter große Reihensechszylinder seine Arbeitsaufgabe mit maximaler Punktzahl. 700 Nm und Drehfreude in Diesel untypischer Manier sorgen für dieses so luxuriöse Gefühl der unbescheidenen Leistungs-Oberklasse. Während man der 9G-Tronic ab und an den Vorwurf einer ruckelnden Arbeitsweise zwischen Gang 1 bis 3 ankreiden kann, ist der neu entwickelte Sechszylinder einfach nur ein Streber. Wenn die erste Testrunde auch viel zu kurz war – dass hier gerade das beste Langstreckenauto der Welt noch einmal besser wurde, ist bereits nach wenigen Kilometern eindeutig. Bis zur nächsten Mopf. Vermutlich.

Oder bis zu dem Augenblick, in dem man sich über Effizienz keinen allzu großen Kopf mehr macht.

Gefühle in Fahrt – Das Leistungsplus

Neben dem S500, der nun ein 2.999 Liter großer Reihensechser ist, gibt es nun auch einen S450 (wieder mit R6). Leider hatte der enge Zeitplan der ersten Presse-Testfahrt keinen Raum gelassen, um auch die neue Benziner-Generation mit sechs Zylindern in Reihe erleben zu können. Spielen hier doch noch das neue 48Volt-Bordnetz, der integrierte Starter-Generator und ein elektrischer Turbo eine interessante Rolle. Stattdessen standen die beiden „Hot-V Achtzylinder“ auf dem Programm. Als M176 im S560 4matic und als S63 mit dem M177.

469 PS und 700 Nm stehen im S560 bereit. Und dank Zylinderabschaltung soll ein kombinierter Verbrauch von deutlich unter 9 Litern möglich sein. Der S63, auch nur als 4matic erhältlich, wuchtet 612 PS und 900 Nm in Richtung 9-Gang Automatik. Der Normverbrauch? 8.9 Litern. Wem dieser Normverbrauch jedoch wichtig ist, der ist mit dem S400d besser bedient.

Wem der Verbrauch völlig wumpe ist und das setzen wir in diesem Segment einfach mal voraus, der erlebt im S63 die beinahe gewalttätige Arbeit vom Gipfel der Verbrennungsmotoren. 612 PS machen aus der S-Klasse keinen handlichen Sportwagen, aber es fühlt sich an, als würde man im Kreuzfahrtschiff am Wildwasser-Kanu-Wettbewerb teilnehmen. Die schiere Gewalt der 900 Nm zerkrümelt alle Bedenken um das Leistungsgewicht. Der Allradantrieb 4matic ist nun in der Lage, variabel die Leistung zu verteilen und kümmert sich fürsorglich um die Longitude Erlebniswelt. Untermalt vom akustischen Sperrfeuer einer Panzerhaubitze.

Entspannung pur

Keine andere Fahrzeugklasse, kein anderes Automobil steht mehr für die komfortable Langstrecke als die S-Klasse von Mercedes-Benz. Bequeme Sitze, gutes Raumgefühl und Assistenzsysteme, die einem die Arbeit erleichtern. Dazu souveräne Motoren und ein Fahrwerk, mit dem man nicht nur die Straße scannt, nein, man blendet sie auch aus. Kein anderes Auto bietet so viel Entspannung bei so viel Aufregung um das Detail. Dass es dabei manchmal zu Lösungen kommt, die niemand angefragt hat, darf nicht verwundern. Doch nach der „Fit & Healthy“ Idee zur CES 2017 war klar, da kommt noch was auf uns zu. Innovationen sind nicht immer sofort zu erkennen. Es kommt auf den Nutzen im Alltag an.

Zitat: Mit Hilfe vernetzter Komfortsysteme kann das Fahrzeug das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Passagiere fördern. Statt wie bisher nur sporadisch einige (Lieblings-)Systeme zu nutzen, können Kunden mit der ENERGIZING Komfortsteuerung künftig noch stärker und abwechslungsreicher von der Komfortausstattung ihrer S-Klasse profitieren.

Puh. Ambientebeleuchtung, Sitzmassage, Beduftung und optische Eindrücke sollen den Fahrer je nach gewähltem Programm erfrischen, wärmen, Vitalität verleihen, Freude bringen (??) oder Behaglichkeit vermitteln. Nun gut. Da der erste Test mit der neuen S-Klasse eh zu kurz ausfiel, sind die Wirkungen dieser „Antworten auf ungestellte Fragen“ erst einmal offen geblieben. Sicher, die 14 pneumatischen Massagezellen je Sitz sind schon eine tolle Sache.

Ernsthaft. Wer zum ersten Mal S-Klasse fährt, der fragt sich eh, wie man diese Fahrt verbessern soll. Wer die S-Klasse schon kennt, der fragt sich nur: Wie finanziere ich mir meine eigene S-Klasse? Selten gab es ein Feature, das mich weniger gereizt hat. Gut für die Leasing-Rate.

Sicherheit von morgen

Intelligent Drive dank „Aktive Abstands-Assistenten“ Distronic, aktiven Lenk-Assistenten, Geschwindigkeitslimit-Assistenten, aktiven Spurwechsel-Assistenten, aktiven Nothalt-Assistenten, Staufolgefahren und Verkehrszeichen-Assistenten. Dazu kommt eine Armada an Pre-Safe-Lösungen, die sich auch um das Gehör des Menschen Gedanken machen und im entscheidenden Fall, bevor der Airbag auslöst, einen hochfrequenten Ton aussenden, der das Gehör zum Selbstschutz veranlasst. Wer sich nur um die technischen Lösungen für die Bereiche Sicherheit interessiert, der wird Tage mit dem Studium der eingesetzten Varianten von Radar und Kameralösungen zubringen. Für Mercedes-Benz ist die Benchmark auch in diesem Segment erstrebenswert, aber gerade im Feld der digitalen Lösungen erscheinen andere doch noch einmal innovativer. So ist zum Beispiel Apple CarPlay auch nach dem Facelift nicht wireless erhältlich und Touchscreens haben es wieder nicht in das Fahrzeug geschafft. Nicht einmal in Reihe zwei. Dafür verwöhnt man dort mit dem besten Sitzkomfort und einem Airbag auch im Gurt.

Dafür hat es das Paket „Intelligent Drive“ nun auf eine Art „Chauffeurs-Level“ geschafft. Auch für Selbstfahrer.

Fahren mit Chauffeur

Die Verknüpfung der Assistenzsysteme mit Daten aus dem Navigationssystem führt zu einem mehr als intelligenten Tempomaten. Er bremst ab, bevor es in die Ortschaft geht, er verzögert rechtzeitig, bevor man abbiegen muss, er fährt Kreisverkehre mit sinnvoller Geschwindigkeit an und liest zudem die Tempobeschränkungen und übernimmt diese. Im Stau folgt man nun bis zu 30 Sekunden dem Vordermann auch aus dem Stand weiter und wer es will, der lässt die S-Klasse den Spurwechsel übernehmen. Es ist die aktive Vorbereitung auf die Rolle als nicht-aktiver Fahrer. Und es ist das ganz große Kino für die lange Strecke. Kein anderes Auto ermöglicht einem diese Form der Entspannung. Perfekte Sitzposition, verbunden mit dem Plus an Sicherheits-Assistenzsystemen, die einem die Fahrt erleichtern. Wer die neue S-Klasse mit Chauffeur erleben will, der bekommt bereits heute und auf dem Fahrerplatz einen Eindruck vom „gefahren werden“.

Willkommen in der S B-Klasse – Der B-enchmark-Klasse

Die Presse-Meldung zur neuen S-Klasse besitzt 88 eng bedruckte Din A4-Seiten. Alleine die neuen Assistenzsysteme, die neue Motorengeneration und die vielen kleinen Verbesserungen im Detail würden, hätte man die Zeit auf alles einzugehen, die Premiere der „gemopften“ S-Klasse zu einer mehrtägigen Veranstaltung werden lassen. So bleibt nach einem Tag die Chance, das Flaggschiff der Stuttgarter demnächst noch einmal für ein ausführliches Video zu erleben. Nicht unterschlagen werden soll jedoch noch ein kleines Detail. Das neue Lenkrad. Mercedes verabschiedet sich vom eigenständigen Tempomat-Hebel an der Lenksäule. Stattdessen sind dessen Funktionen nun auch im neu gestalteten Lenkrad zu finden. Eine schlechte Lösung? Nein. Aber für alt-gediente Daimler-Fahrer ein Stil-Bruch, für alle andere eine kleine Hürde weniger, sich an die S-Klasse zu gewöhnen.

 

Galerie mit Kommentaren:

Welche Farben hätten Sie denn gerne? Dutzendfach adaptive Lichtgestaltung im Cockpit.
Eine vollständig neue Motorengeneration. Sechs Zylinder in Reihe erfüllen den Wunsch nach einem perfekten Massenausgleich und damit nach Laufruhe.
Wohnlich? Definitiv. Bei der Gestaltungswahl wird man auch mit 60+ und im US-Amerikanischen Lebensraum glücklich.
Business-Class fliegen oder S-Klasse fahren? Die Wahl ist sehr einfach! Fahren!
Das Head-Up Display ist perfekt positioniert und hat den richtigen Umfang an Informationen.
Gut zu erkennen: Das neue Lenkrad mit der integrierten Tempomatfunktion.
Jetzt mit variablem Allradantrieb! Der 4matic+.
Das neue Multi-Beam LED Licht in der S-Klasse.

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Markenausblick Mercedes – Die S-Klasse will Weltklasse bleiben

Auch eine S-Klasse kommt in die Jahre. Selbst wenn man ihr das äußerlich nicht unbedingt ansieht. Nach knapp vier Produktionsjahren sieht Mercedes jedoch Bedarf für Veränderungen. Diese sind umso wichtiger, weil zeitgleich im Herbst der neue A8 (Generation D5) auf den Markt kommt, für den Audi eine Menge an Innovationen verspricht.

Die Überarbeitung des Mercedes Flaggschiffs fiel daher nicht gerade knauserig aus: Gesicht neu, Motoren neu, Cockpit neu, Intelligenz neu. „Die Entwicklung war sehr umfassend. Die S-Klasse soll mit einer ganzen Reihe neuer Features und Funktionen technologischer Vorreiter bleiben“, sagt Entwicklungsvorstand Ola Källenius. Das intern „Mopf“ genannte Facelift soll die erfolgreichste Oberklasse-Limousine der Welt für die kommenden drei Jahre weiterhin dort fahren lassen, wo sie auch zuvor fuhr: auf Platz eins.

Sowohl der Siebener-BMW als auch der Audi A8 fahren beim globalen Absatz bislang hinterher. Die meisten S-Klasse-Neuzulassungen werden in China, den USA und Südkorea registriert. Seit Markteinführung im Sommer 2013 sind weltweit über 300.000 Einheiten verkauft worden, 90 Prozent davon mit langem Radstand. Für die 2015 eingeführte Luxusvariante Maybach verzeichnet Mercedes einen Anteil von über zehn Prozent. Die S-Klasse ist im Portfolio der Schwaben eine Lizenz zum Gelddrucken.

Entsprechend spendabel zeigt man sich nun bei der Modellpflege. Allerdings: Ans Blech ging es dem Luxusliner nicht. Dies hätte dann doch zu hohe Kosten bei den Presswerkzeugen nach sich gezogen. Zudem gab es, was das Design angeht, keine Beschwerden aus Kundensicht. Leicht geändert wurden Frontschürze und Scheinwerfer. Innen erhielt die S-Klasse nach Vorlage der eine Nummer kleineren neuen E-Klasse jetzt einen durchgehend großen Bildschirm und ein neues Multifunktionslenkrad. Es enthält die mit der E-Klasse eingeführten Mini-Pads zur Menübedienung und – erstmals bei Mercedes – sitzt im Lenkrad der Tempomat. Der traditionelle Lenkstockhebel gehört damit der Vergangenheit an.

In Sachen Assistenzsysteme und Intelligenz gehen die Stuttgarter Autobauer einen weiteren Schritt in Richtung autonomes Fahren. Der aktive Abstands-Assistent Distronic greift nun auf Kartenmaterial von Here zurück, erkennt Kreisverkehre, Kurven, Kreuzungen und ähnliches und passt automatisch das Tempo an. Die Stärke der Verzögerung hängt davon ab, welcher Modus (Eco, Comfort oder Sport) eingeschaltet ist. Im Stau kann die S-Klasse bis zu 30 Sekunden stehen. In diesem Zeitfenster fährt sie automatisch wieder an. Neu sind zudem die Car-to-X-Kommunikation, das automatische Quer- und Längsparken sowie das selbstständige Ein- und Ausparken, ohne das jemand hinter dem Lenkrad sitzt.

Premiere haben die neu entwickelten Dreiliter-Reihensechszylinder. Der Diesel trägt die interne Bezeichnung OM 656 und leistet 229 kW/313 PS. Zum Vierzylinder OM 654 besitzt er einen hohen Verblockungsgrad, wie Motoren-Entwickler es nennen, wenn viele Gleichteile verwendet werden. Der Zweiliter-Selbstzünder OM 654 hatte voriges Jahr seine Premiere in der E-Klasse W 213. Noch ist nicht entschieden, ob Mercedes sein Flaggschiff in Zukunft erneut auch als Diesel-Mildhybrid S 300 h – dann mit dem OM 654 – anbieten wird. Die alte Version, unter deren Haube noch der OM 651 arbeitete, wurde bereits eingestellt.

Bei den Benzinern dürfte der M 256 einen neuen Maßstab im Segment markieren. Er leistet 299 kW/408 PS und soll, bestückt mit einem 48-Volt-Teilbordnetz mit elektrischem Zusatzverdichter und integriertem Starter Generator (ISG), nicht nur der sparsamste, sondern auch der sauberste Sechszylinder seines Segments sein. Serienmäßig ist ein Partikelfilter an Bord, den, sukzessive, auch die anderen Baureihen erhalten werden, inklusive der Vierzylinder-Modelle. Alle Motoren der S-Klasse sind nun einheitlich mit dem 9-Gang-Automatikgetriebe (NAG3) gekoppelt.

Als weltweit erste Plug-in-Hybrid-Limousine wird der S 500 e mit einem induktiven Ladesystem ausgestattet. Es ermöglicht das kabellose Laden der Batterie, was für den Kunden einen deutlichen Komfortgewinn bedeutet. Das System, es wurde zusammen mit BMW entwickelt, steht allerdings nicht gleich zur Markteinführung zur Verfügung, es kommt voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018.

Der Verkauf der neuen S-Klasse beginnt diesen Herbst. Neben der Limousine W 222 erhalten auch der V 222 (längerer Radstand), der X 222 (Mercedes-Maybach) und der Maybach Pullmann VV 222 sowie die AMG-Varianten ihre entsprechende Modellüberarbeitung. Zum Ende des Jahres sind dann das Coupé (C 217) und das Cabriolet (A 217) dran. Ob Letzteres auch in nächster Generation die Gruppe der „Dream Cars“ bereichern soll, ist ungewiss. Mercedes plant, sein heutiges Angebot von sechs offenen Autos, auf fünf oder gar vier zu reduzieren. (Michael Specht/SP-X)

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S wird immer besser. Erste Informationen zur S-Klasse „MOPF“

Das Bessere ist des Guten Feind. So sagte es Voltaire, so erleben es Besitzer von Mercedes-Benz S-Klassen mit jeder Modellpflege. Shanghai 2017, Mercedes-Benz präsentiert das „Update“, die „Modellpflege (kurz MOPF)“ der aktuellen Generation „S“. Von einer neuen S-Klasse zu sprechen wäre zu viel, aber die Bandbreite der Neuerungen sprengt jeden Rahmen! 

S ist noch besser geworden.

Weltpremiere Mercedes-Benz S-Klasse „MOPF“ in Shanghai 2017

Während sich die Optik kaum verändert, stecken unter dem Blech viele spannende Veränderungen. So darf die S-Klasse nun auch das erste Mercedes-Modell mit dem neuen Reihensechszylinder sein. Neben den neuen Effizienz-Triebwerken stehen jedoch vor allem Komfort und Sicherheit im Vordergrund.

Einmal mit allem, nur geiler!

Mehr Sicherheit, mehr Intelligenz, mehr Komfort, mehr Wellness, mehr Luxus, mehr Power. Liest man sich die Pressemeldung zur neuen Mercedes-Benz S-Klasse durch, dann stellt sich am Ende nur eine Frage: Wie verarbeitet man als Auto-Journalist diese News? Am besten, man konzentriert sich auf drei ganz persönliche Highlights.

Mercedes-Benz S-Klasse; Langer Radstand; 2017; Exterieur: Diamantsilber; AMG Line; Interieur: Leder Magmagrau/Espressobraun – und mit neuen Multibeam LED, sowie einem Ultra-Range Fernlicht.

Highlight 1: Der neue Reihensechser, Diesel.

Tatsache. Der Motor spielt auf mein-auto-blog eben noch immer die größte Rolle. Und auch, und gerade, weil es ein Dieselmotor ist. In dieser Fahrzeug- und Preisklasse mag es einen TESLA geben, der alles auch elektrisch kann, aber 1.200 km an einem Tag, auf der linken Spur mit Tempomat 190+, das schafft bislang nur der Dieselmotor. Und als Vielfahrer kenne ich solche Tage. Also:

Der neue S400d 4matic besitzt den stärksten Seriendieselmotor der Stuttgarter, über die gesamte Historie betrachtet. 340 PS und 700 Nm lassen sich abrufen, verpackt unter dem wundervollen Kleid der S-Klasse Limousine. Zweistufige Aufladung, Nanoslide-Laufbahnbeschichtungen die eine Kombination aus Alublock und Stahlkolben erlauben, eine variable Ventilsteuerung und und und und .. der neue Dieselmotor ist eine einzige Konzentration von Hightech-Details. Stufenmulden-Brennverfahren, Mehrwege-Abgasrückführung und motornahe Abgasnachbehandlung stehen für die Erfüllung auch zukünftiger Emissionsgesetze. Der neue Motor wurde bereits für die kommende RDE-Prüfung ausgelegt und gehört zu den effizientesten Triebwerken der Welt. 2.925 Kubikzentimeter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe – eine Kombination die den S400d 4matic mit 5.6 Litern auf 100 Kilometer auskommen lassen sollen. Eine Stufe darunter, der neue S350d 4matic. Mit 286 PS und 600 Nm ein wenig zurückhaltender in der Leistung und neuer Effizienzking in der Oberklasse. 145 Gramm CO2 und nur 5.5 Liter auf 100 km sollen auf dem Reiserechner stehen. Das ist definitiv ein Highlight und die vermutlich sinnvollste Brücke, bis das E-Auto Dilemma gelöst wurde.

Mercedes-Benz S-Klasse – 2017 – Kein Tempomat-Hebel mehr, ein Frevel? Dafür mit Schalterleisten in den Lenkradspeichen.

mein-auto-blog durfte die neue Stufe der Level2-Autonomie bereits testen und ich war überzeugt vom Fortschritt. Nun der offizielle Serienstart. Ein verbessertes Kamera- und Radarsystem behält das Verkehrsgeschehen nun noch besser im Blick. Neue Rechner-Algorithmen beziehen erstmal die neuen, präziseren, Kartendaten in die Funktionen des „Drive-Pilot“ mit ein. Nun werden die Geschwindigkeiten vor den Kurven oder Kreuzungen automatisch reduziert, der Wagen kennt seine Route und unterstützt den Fahrer beim aktiven Fahren. Und er nimmt ihm viele Aufgaben ab. In Verbindung mit dem aktiven Lenk-Assistenten und dem adaptiven Abstandstempomaten, wird nun eine Stufe des „Selbstfahrens“ erreicht, die erstmals wirklich den Namen „Drive-Pilot“ verdient. Die S-Klasse ist intelligenter denn je. Aber auch sicherer. So kann der aktive Nothalt-Assistent das Fahrzeug kontrolliert zum Stillstand bringen, sollte der Fahrer nicht mehr aktiv werden.

Das man den Staufolge-Assistenten ebenso überarbeitet hat und man nun Stopps von bis zu 30-Sekunden erlaubt, binnen denen die S-Klasse automatisch wieder anfährt, dürfte nicht nur den Stau-geplagten Stuttgartern gefallen.

Highlight 3: Wellness auf Rädern, ernsthaft.

Mit der ENERGIZING Komfortsteuerung geht eine Weltneuheit in Serie: Diese Sonderausstattung vernetzt verschiedene Komfortsysteme im Fahrzeug. Sie nutzt gezielt Funktionen der Klimaanlage (einschließlich Beduftung) und der Sitze (Heizung, Belüftung, Massage), der Flächenheizung sowie Licht- und Musikstimmungen und ermöglicht je nach Stimmung oder Bedürfnis des Kunden ein spezielles Wellness-Set-up. Dadurch steigen Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit während der Fahrt bzw. bei einem Stopp. Abhängig von der Ausstattung lässt sich ENERGIZING Komfort auf allen Sitzplätzen erleben.

Äh? Gut, ich freue mich sehr auf die kommende Testfahrt 😉

Haben wir noch was vergessen?

Ach ja, richtig. Maybach und AMG!

Natürlich erhalten auch der Mercedes-Maybach und der Mercedes-AMG das Facelift-Programm. Wobei sich gerade beim Mercedes-Maybach die Veränderungen in Grenzen halten. Details wären zu vermelden – und – ein neuer Motor. Der Mercedes-Maybach S560 4matic mit 469 PS starken V8 und 700 Nm. Dieser V8 basiert auf dem Mercedes-AMG Motor und verfügt nun über eine Zylinderabschaltung im Teillastbereich. Für den Oligarchen mit dem grünen Gewissen, sozusagen. Ernsthaft, Mercedes spricht von einem Norm-Verbrauch von 9.3 Litern. Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen.

Den neuen V8-Motor bekommt natürlich auch der Mercedes-AMG S63 4matic+. Hier lassen die Mercedes-Mannen 612 PS aus dem bekannten Hot-V V8 Bi-turbo. Der 5.5 Liter V8 wandert damit aufs Altenteil und muss dem neuen Sportler-Herz Platz machen. Ach ja, Zylinderabschaltung kann auch der V8 im S63 😉 – wir grinsen wieder.

Markt-Einführung der neuen Modelle wird im Juli sein!

Mercedes-AMG S 65, anthrazitblau
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-AMG S 63 4MATIC+, designo diamantweiß bright
Mercedes-AMG S 63 4MATIC+, designo diamantweiß bright
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Nachhilfe aus Stuttgart für die S-Klasse Assistenten

Natürlich kann auch das Facelift, Sternfahrer sagen Mopf, der Mercedes-Benz S-Klasse weiterhin im besten Fall von Hand gelenkt werden. Aber, wenn die nun vier Jahre alte Generation „S“ im Herbst mit dem frischen Facelift auf die Straße rollt, dann grummeln nicht nur neue Reihensechser unter der langen Haube, dann wurden auch die Assistenten auf Vordermann gebracht. Für mein-auto-blog konnte ich mir einen ersten Eindruck von den Fähigkeiten der fleißigen Helferlein verschaffen.

S geht immer besser

Facelift vor allem für die Assistenzsysteme der Mercedes-Benz S-Klasse

Natürlich muss das Flaggschiff der Stuttgarter voraus fahren, vor allem in den Punkten „Sicherheit“ und „Fahrkomfort“. Doch seit dem Erscheinen der E-Klasse im vergangenen Jahr war es eben nicht mehr das „Stolze S“ mit dem geilsten Paket an Features und Assistenten, es war das „Business E“. Damit ist in Kürze Schluss. Die neue S-Klasse ist nach dem Mopf nicht nur in der Lage, mit neuem Kartenmaterial des Partners HERE zu navigieren, sondern in der Kombination des „aktiven“ Abstandstempomaten, des „aktiven“ Lenk-Assistenten, des „aktiven“ Spurwechsel-Assistenten und des „aktiven“ Nothalte-Assistenten in der Lage, ein ganz neues Level der als Level II bezeichneten Autonomie zu erreichen. Nein, von einem Autopiloten spricht man bei Mercedes-Benz noch immer nicht. Wohl aber von einer gänzlich neuen Kooperation zwischen S-Klasse und Fahrer. Ja, der Fahrer ist immer „in der Verantwortung“, aber die S-Klasse tut, was technisch möglich ist, um Sicherheit und Komfort zu maximieren.

Der Mensch denkt, der Tempomat bremst

Im Alltag lässt sich der neue Komfort vor allem bei Überlandfahrten gut nutzen. Mit einem aktiven Tempomaten erkennt die S-Klasse nicht nur die Tempolimits und bremst automatisch auf die erlaubte Geschwindigkeit ab, dank der neuen Kartendaten kennt die S-Klasse nun auch Kreuzungen, Kreisverkehre und Kurven. In Zusammenarbeit mit einer aktiven Navigation führt das zu folgender Begebenheit: Der Fahrer hat die Füße weg vom Gas, die S-Klasse schnurrt mit Tempo 100 über Land – (wie fein der neue Reihensechser-Diesel schnurrt, darf ich jetzt wirklich nicht schreiben …) – und das Navigationssystem gibt die Anweisung, die nächste Kreuzung rechts abzubiegen. Im Kombiinstrument, welch schnöder Name für die TFT-Landschaft vor der Nase des Fahrers, erscheint ein symbolisierter Abbiege-Hinweis. Es könnte auch ein Symbol für eine Kreuzung oder einen Kreisverkehr sein, die S-Klasse verlangsamt daraufhin ihr Tempo, der Fahrer setzt den Blinker und die S-Klasse wird, vom Fahrer gelenkt, mit passendem Tempo abbiegen. Der Lenk-Assistent übernimmt nicht das Abbiegemanöver, das muss der Fahrer schon noch selbst übernehmen, aber gemeinsam mit dem Lenk-Assistenten und dem aktiven Tempomaten spielen Fahrer und S-Klasse als Team zusammen.

Dass bei Fahrten über Land der Lenkassistent beinahe alleine in der Lage ist, das Gros der Kurven zu meistern, sollte man nicht zu oft schreiben, zu groß vermutlich die Verlockung, die Arbeit ganz an die S-Klasse abzugeben. Dafür sank nun die Warnschwelle für die „Hands-Off“ Warnmeldung wieder. So lange, bis es Lenkräder mit kapazitiver Sensorik gibt, wird man als Fahrer immer mal wieder dem Lenkrad einen Impuls verpassen müssen. Oder der Gesetzgeber wird endlich aktiv und öffnet sich für neue Regelungen bezüglich der möglichen Freiheitsgrade beim „Teilautonomen“ Fahren. Noch ist es ein langer Weg, bis die S-Klasse auch alleine fahren darf – können – könnte sie es vermutlich bereits bestens.

Überholen per Tipp-Blinker

Während man bei der E-Klasse bislang bereits den Spurwechsel in die Hand des Fahrzeuges geben konnte, dafür aber den Blinker betätigt halten musste, wird die S-Klasse das nächste Level erreichen. Ein einfaches „Tipp-Blinken“ reicht, um dem Fahrzeug den Spurwechselwunsch mitzuteilen. Lässt es sich gefahrlos überholen (Fahrspurwechsel), blinkt die S-Klasse und übernimmt kontrolliert den Vorgang. Mit der neuen Generation merkt sich das Fahrzeug den Spurwechselwunsch nun für „bis zu 10-Sekunden“. Ist die Spur noch besetzt, können bis zu 10-Sekunden vergehen, bis die S-Klasse die passende Lücke gefunden hat, dann selbst blinkt und den Spurwechsel beendet.

30-Sekunden Pause im Stop & Go

Erweitert ist auch der Umfang des Staufolge-Assistenten. Mit der kommenden Generation wird der Staufolge-Assistent ein beinah unverzichtbares Extra dieser Tage : bis zu 30-Sekunden im Stillstand pausieren können, um bei erneut fließenden Verkehr alleine anzufahren.

Der Rest bleibt S-klassig

Wie gelungen die S-Klasse beim Thema Design war und ist, zeigt der von mir gefahrene Versuchsträger. Die optischen Veränderungen für die kommende Generation halten sich in engen Grenzen. Neue LED-Scheinwerfer mit einem „Ultra-Fernlicht“, noch mehr LED-Punkte für eine noch flexiblere Ausleuchtung und ein neues Lenkrad im Innenraum. Viel hat es wohl nicht gebraucht, um die S-Klasse „frisch“ zu machen – verständlich.

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Was ist das für 1 Cabrio? Mercedes-Maybach S650 Cabriolet

Bitte! Etwas mehr Contenance! Aber die Frage in der Überschrift scheint berechtigt: Was ist das für ein Cabriolet? Ein S-Klasse Cabriolet? Mit etwas mehr Pomp? Das könnte man so unterschreiben, doch die Realität sieht etwas anders aus. Wie auch bei der Limousine, haben die Macher hinter den Stuttgarter Kulissen Potential für die ausgestorbene Marke Maybach auch beim offenen Luxus-Gleiter gesehen und machen daraus das Mercedes-Maybach S650 Cabriolet. Natürlich gibt es hier nur die feinsten Zutaten in Hülle und Fülle. Das kann man über die zukünftigen Besitzer wohl kaum sagen: Nur 300 Exemplare werden vom Luxus-Cabrio gebaut. Wir schauen einmal auf die Details.

Von außen sehr nah am S-Klasse Cabrio

Exklusive Premiere des Mercedes-Maybach S 650 Cabriolets am Vorabend der LAAS 2016: Exclusive Premiere of the Mercedes-Maybach S 650 Cabriolets at the eve of the LAAS 2016
Sinnliche Klarheit auch beim Mercedes-Maybach S650 Cabriolet

Was darf es sein? Das Beste! Eine Einstellung, die zu kaum einer anderen Marke so gut passt, wie zu Maybach. Entsprechend luxuriös und gediegen geht es in den Fahrzeugen zu. Doch das kann auch schon die Basis, das S-Klasse Cabriolet sehr gut. Beim Mercedes-Maybach S650 Cabriolet wird die „Sinnliche Klarheit“ aufgegriffen und mit fadenscheinig dekadenten Zutaten nochmals gepusht. So findet sich am Maybach ein neuer Stoßfänger, der von reichlich Chrom am gesamten Fahrzeug, Maybach-Emblemen an den Kotflügeln und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen ergänzt wird. Den krönenden Abschluss bildet die Abdeckung des Verdeckkastens, die ein entsprechendes Marken-Signet trägt. Wohl eine Frage der Zeit, bis Tuner diese Ideen nachahmen.

Innen ist alles im Fluss

Im Interieur setzen die Schwaben beim Mercedes-Maybach S650 Cabriolet auf maritimes Flair – genauer: auf Yacht-Look. Hier ist nahezu jeder Quadrat-Zentimeter mit feinstem Leder ausgeschlagen und soll den Fluss der Linien in den Fokus setzen. Das zeigt sich besonders an den Sitzen, in die ein perforierter Wasserfall eingesteppt ist. Eingerahmt wird dies von einem Keder im Stil eines Budapester-Schuhs. Seine Abrundung findet das mehr als nur noble Ambiente in entsprechenden Zierteilen, die in ihrer Farbgebung und Maserung an die gewählte Leder-Ausstattung angepasst werden. Und hier zeigt sich, dass man Stil nicht kaufen kann, schließlich ist bei den Farbkombinationen von Pastellgelb/Schwarz bis Porzellan/Sattelbraun Vieles erhältlich.

Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet, Interior, Fluss der Linien, Rautensteppung ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 272 g/km Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet, interior , flowing lines, outer diamond quilting; Fuel consumption combined: 12,0 l/100 km; Combined CO2 emissions: 272 g/km
Wasserfall-artige Steppungen sollen alles im Fluss halten

Im Grundpreis von 300.000 Euro Netto sind aber noch ein paar nette Gimmicks enthalten. Dazu zählt etwa das exklusive Reisetaschen-Set, das in derselben Leder-Farbkombination gestaltet wird, wie die Innenausstattung. Zudem gibt es ein Car-Cover, das nicht nur eine hübsche Rautensteppung aufweist, sondern dieselbe Farbe trägt, wie das Stoffverdeck des Mercedes-Maybach S650 Cabriolet. Nicht auszudenken, wenn dieses Zubehör-Produkt beispielsweise schlicht schwarz wäre…

Auf 300 Exemplare limitiert: Neues Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet: Ultimative Open-Air-Exklusivität
Leder soweit das Auge reicht

Die Freude am Überfluss

Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet Studioaufnahme Exterior, exklusives Reisetaschen-Set "THE AFFINITY" ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 272 g/km Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet studio shot, exclusive travel luggage set "THE AFFINITY"; Fuel consumption combined: 12,0 l/100 km; Combined CO2 emissions: 272 g/km
Das Reisetaschen-Set ist inklusive

Kommen wird zum Highlight des Maybach – dem Aggregat. Der V12 leistet 630 PS und ist damit kein Kind von Traurigkeit. Das zeigen allein schon die Fahrleistungen. Auf 100 km/h geht es in 4,1 Sekunden, Schluss mit lustig ist es bei politisch korrekten 250 km/h. Hier wird der Gang zum Haus- und Hof-Veredler sicherlich mehr versprechen. Aber das zeichnet das Mercedes-Maybach S650 Cabriolet gar nicht aus, sondern viel mehr sein Drehmoment. 1.000 ist nicht etwa die Kubik-Zentimeter-Angabe für zwei Brennräume des 6.0 Liter V12. Nein! Der V12 liefert 1.000 Nm direkt an die Hinterräder! Gedrosselt, versteht sich. Mehr würde die 7G-Tronic nicht verkraften. Und so kann man locker-flockig über die Flaniermeilen dieser Welt cruisen, mit dem Wissen, dass jeden Moment Kraft im Überfluss bereitsteht. Ein Attribut, das gut zu einem Maybach passt.

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Volvo S90 Excellence – Konkurrenz für die S-Klasse

Volvo macht aus dem Business-Modell S90 eine Luxuslimousine. Auf der Guangzhou Motor Show feiert nun mit der „Excellence“-Variante die neue Top-Ausführung des Viertürers Premiere. 2017 wird das Modell weltweit in den Handel kommen, produziert wird des in China.

Augenfälligster Unterschied zum Standard-S90: Der Beifahrersitz fehlt zugunsten der Beinfreiheit des rechten Fond-Insassen. Wie sein durch eine Bar in der Mittelkonsole getrenntes Pendant auf der linken Seite nimmt er in besonders komfortablen Massagesitzen Platz, klimatisierte Becherhalter und ein Multimediabildschirm runden das Angebot ab. Als einzigen Antrieb kündigen die Schweden ihren rund 400 PS starken Plug-in-Hybriden an.

Statt des Beifahrersitzes gibt es eine multifunktionale Konsole
Statt des Beifahrersitzes gibt es eine multifunktionale Konsole

Ein genaues Markteinführungsdatum für Europa sowie Preise nennt Volvo nicht. Als bisher einziges „Excellence“-Modell in Deutschland ist aktuell der XC90 mit einem Listenpreis von 123.150 Euro zu haben. Dort liegt der Aufpreis gegenüber der nächstbesten Variante „Inscription“ bei knapp 43.000 Euro. Ein S90 Excellence dürfte unwesentlich günstiger ausfallen. (Holger Holzer/SP-X)

Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard – Bombensicherer Big-Benz

Vor allem Regierungsoberhäupter dürften jetzt hellhörig werden: Mercedes bietet den Maybach S 600 Pullman, also die Highend-Stretchversion der S-Klasse, künftig auch in einer besonders geschützten Guard-Ausführung an. Dank aufwendiger Panzerung soll sie sogar Bomben widerstehen soll.

Von außen sieht man dem S 600 Pullman Guard seinen gewaltigen Panzer kaum an
Von außen sieht man dem S 600 Pullman Guard seinen gewaltigen Panzer kaum an

Man soll es dem Mercedes-Maybach S 600 Pullmann Guard nicht gleich ansehen, dass er eine derartige Panzerung mit sich trägt. Der verborgene Schutzmantel soll im durchsichtigen wie undurchsichtigen Bereich Sprengbelastungen nach der Richtlinie ERV 2010 sowie Beschuss nach der Widerstandsklasse VR9 abwehren. Nicht nur Kugeln aus Sturmgewehren haben hier keine Chance, auch vor Minen, Handgranaten oder TNT-Bomben sollen Insassen sicher sein.

Um eine so aufwendige Panzerung zu realisieren, musste Mercedes bereits im Rohbauprozess die Grundstruktur stärken. Außerdem wurden Hohlräume mit Spezialstählen, Aramid- und PE-Komponenten aufgefüllt. Stolze 5,1 Tonnen bringt die mit Schutzmaterial vollgepropfte 6,5-Meter-Limousine auf die Waage. Allein die Einstiegstüren sind so schwer, dass Elektromotoren beim Öffnen und Schließen helfen müssen.

Der großzügige Fond des Mercedes-Maybach S 600 Pullman bietet eine Vis-à-vis-Bestuhlung
Der großzügige Fond des Mercedes-Maybach S 600 Pullman bietet eine Vis-à-vis-Bestuhlung

Neben dem besonderen Schutz bietet der S 600 Pullman außerdem reichlich Luxus. Bequeme Executive-Sitze mit enormer Beinfreiheit empfangen die Fahrgäste im vollständig belederten Fond. Diskrete Atmosphäre gewünscht? Per Knopfdruck schieben sich Vorhänge vor die hinteren Fenster, außerdem gibt es eine absenkbare Trennscheibe zum Fahrerbereich, die sich auf Wunsch auch undurchsichtig machen lässt.

Standesgemäß ist auch die Motorisierung: Hier kommt der V12-Biturbo-Motor zum Einsatz, der 390 kW/530 PS sowie 830 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt. Wenn auch ein eigentlich souveräner Antrieb, darf der Pullman Guard maximal nur 160 km/h schnell fahren.

6,5 Meter lang, 5,1 Tonnen schwer und 1,4 Millionen Euro teuer: Der Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard ist ein Mobil der Superlative
6,5 Meter lang, 5,1 Tonnen schwer und 1,4 Millionen Euro teuer: Der Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard ist ein Mobil der Superlative

Ausliefern will Mercedes die ersten Guard-Varianten des S 600 Pullman in der zweiten Hälfte 2017. Während die ungepanzerte Version rund eine halbe Million Euro kostet, müssen Kunden für die Guard-Version in Deutschland 1,4 Millionen Euro bezahlen. (Mario Hommen/SP-X)

Mercedes S500 Cabriolet – Es wurde aber auch Zeit

Das erste Mal, dass der Schreiber dieser Zeilen in einem Cabrio der S-Klasse saß, ist schon ein knappes halbes Jahrhundert her. Damals kletterte er als Dreikäsehoch ins Auto von Papas Chef: brandneu, hellblau und chromfunkelnd, wie es in den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bei Mercedes gerade en vogue war. Heute ist der offene 250 S von damals ein begehrter Oldtimer und ähnlich teuer wie sein direkter Nachfolger, das S500 Cabrio von heute.

Obwohl die Stuttgarter also eine große Tradition im Bau offener Autos haben, dauerte es tatsächlich bis 2016, um wieder eine große offene Limousine ins Portfolio aufzunehmen. Groß ist das S-Cabrio tatsächlich. Fünf Meter und 3 Zentimeter misst es und ist damit eine Handbreit kürzer als die Limousine. Das merkt man auf den Rücksitzen, wo eigentlich nur für kurze Strecken Erwachsene angemessen untergebracht werden können, wenn unter den vier Insassen auch welche sind, die an Körpergröße und Masse die Norm zart überschreiten. Gegen eine Reise zu viert spricht auch das Kofferraumvolumen von maximal 350 Litern.

Verzichten würden wir aber auf die Swarovski-Kristalle an den Scheinwerfern. Dieses Bling-Bling hat ein S500 Cabrio nicht nötig
Verzichten würden wir aber auf die Swarovski-Kristalle an den Scheinwerfern. Dieses Bling-Bling hat ein S500 Cabrio nicht nötig

Aber ein Cabrio kauft man auch in dieser Klasse nicht für den Familienurlaub mit Kindern oder Eltern, sondern um zu zweit zu Reisen. Die hinteren Plätze dienen eher dazu, ab und an Freunde mit ins Restaurant zu nehmen. Vorne lebt es sich auf S-Klasse-Niveau und sogar ein bisschen besser. Das gegenüber der Limousine leicht modifizierte Cockpit vermittelt Yachtatmosphäre, zumindest wenn das Dach offen ist und für eben diesen Betriebszustand investiert man schließlich mindestens 139.051 Euro – ohne Extras.

Mercedes hat viel Hirnschmalz in die Verdeckkonstruktion gesteckt. Ergebnis: Im Stadtverkehr öffnet und schließt sich das Stoffverdeck binnen weniger Sekunden bis Tempo 50. Weiteres Ergebnis: man kann auch kleine Regenpausen zum sommerlichen Cruisen nutzen.

Für die knappen 140.000 Euro liefert Mercedes ein Auto, dem nichts fehlt.
Für die knappen 140.000 Euro liefert Mercedes ein Auto, dem nichts fehlt.

Damit die Frisur der Angetrauten auch auf der Autobahn nicht vollends ruiniert wird, fährt ebenfalls auf Knopfdruck ein Windschott hinter den Rücksitzen hoch. Zusammen mit einem winzigen Spoiler am Rahmen der Windschutzscheibe wird so der draußen tosende Sturm dezent abgewiesen. Und zwar derart gründlich, dass man sogar bei Geschwindigkeiten von 150 km/h bei offenem Dach mittels Freisprechanlage so telefonieren kann, dass auch der Gesprächspartner etwas versteht.

Natürlich kann der S500 schneller. Viel schneller sogar. Schließlich hat der Achtzylinder-Biturbo 335 kW/455 PS. Damit lässt sich das Zweitonnen-Cabrio in 4,6 Sekunden auf Landstraßentempo bringen und die üblichen 250 km/h sind ebenfalls im Nu erreicht. Aber derlei ist unziemliche Hast, die man im großen Cabrio nicht nötig hat. Cruisen ist angesagt, Genießen, Landschaft riechen, Musik hören, automobiles Schlendern auf höchsten Niveau, dass man sonst so eigentlich nur in der richtigen Luxusklasse der Rolls Royces und Bentleys erleben kann. So bewegt kommt der große Benz übrigens dem Normverbrauch von 8,5 Litern ziemlich nah. Im Alltag, mit schnellen Autobahnetappen und allerlei Kurzstrecken, waren es tatsächlich 11,2 Liter Super, die durch die Einspritzanlage zischten. Aber das spielt in die Reise- und Preisklasse höchsten eine sehr untergeordnete Rolle.

Innen geht es edel zu
Innen geht es edel zu

Für die knappen 140.000 Euro liefert Mercedes ein Auto, dem nichts fehlt. Von elektrischen Ledersitzen bis zum großen Navi ist alles on Bord. Eigentlich. Denn, Mercedes wäre nicht Mercedes, wenn es nicht eine Vielzahl von Kleinigkeiten gäbe, die das Autoleben auch auf diesem Niveau noch schöner machten. Dabei reden wir jetzt nicht vom Nackenfön, der bei kühlem Wetter tatsächlich so angenehm ist wie eine beheizte, oder besser noch klimatisierte Sitzfläche. Nein, es sind eher die offensichtlichen Attribute wie ein Leder-Holzlenkrad oder das helle extraweiche Editionsleder, die uns überzeugen würden, noch mehr Geld auszugeben. Natürlich ist auch das Komplettpaket an elektronischen Assistenten ein Muss, auch wenn wir sie im Alltag nie und nimmer alle einsetzen.
Verzichten würden wir aber auf die Swarovski-Kristalle an den Scheinwerfern. Dieses Bling-Bling hat ein S500 Cabrio nicht nötig. Es strahlt auch so genügend Noblesse aus und ist damit ein würdiger Nachfolger seines 50-jährigen Ahnen. (Günter Weigel/SP-X)

Sunshine Star: Erste Skizze des neuen S-Klasse Cabriolets

Er wird noch in diesem Jahr seine Premiere feiern, der ungekrönte König der mondänen Küstenstädte, Monacos und Beverly Hills. Das neue Cabriolet der S-Klasse. 40 Jahre nach dem Maybach-Cabriolet wird es wieder ein viersitziges Luxus-Cabriolet von Mercedes-Benz geben! 

Mit dem S-Klasse Cabrio bringt Mercedes-Benz das sechste Derivat der S-Klassen-Baureihe und zugleich die edelste Variante. Natürlich wird es den Luxus-Liner mit V8-Turbo und V12-Triebwerken geben. AMG-Modelle? Natürlich. Man darf, wie beim S-Coupé, die S63 und S65-Varianten erwarten.

News: Brabus 850 6.0 Biturbo Coupé – S-Klasse in superschnell

Brabus rüstet das Mercedes S-Klasse Coupé auf. Als Brabus 850 6.0 Biturbo Coupé kommt der zweitürige Viersitzer auf 625 kW/850 PS und ein elektronisch auf 1.150 Nm begrenztes Drehmoment. Premiere feiert der Oberklasse-Sportler auf dem Genfer Salon (5. bis 15. März).

Als Basis des Tuning-Modells dient das 430 kW/585 PS starke S 63 AMG Coupé mit Allradantrieb, dessen 5,5 Liter-V8 auf 5,9 Liter vergrößert wurde. Dazu gibt es zwei größere Turbolader und ein neues Ansaugmodul. Resultat ist eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h und eine Spurtzeit von 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Tempo 200 ist nach 9,4 Sekunden erreicht. Preise nennt der Bottroper Veredler nicht, das Basisfahrzeug schlägt bereits mit 170.586 Euro zu Buche.

Autor: Holger Holzer/SP-X

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Neuer Mercedes-Maybach Pullman: Die Krönung in Stretch

Mit den Luxus-Versionen Mercedes-Maybach bauten die Stuttgarter vergangenes Jahr ihr Angebot in der S-Klasse weiter aus, nun feiert die extralange Limousine Pullman auf dem Genfer Salon (5. bis 15. März) Premiere.

Im neuesten Modell der Stuttgarter Sub-Marke befinden sich hinter der elektrisch absenk- und verdunkelbarer Trennwand vier Einzelsitze in einer Vis-a-vis-Sitzordnung. Wer in Fahrtrichtung reist, nimmt auf Executive-Sitzen Platz, die unzählige Verstellmöglichkeiten von Lehnen, Sitzflächen und Fußstützen bieten. Zwei weitere Passagiere können bei Bedarf auf den ausklappbaren Sitzen entgegen der Fahrtrichtung mitreisen. Auf Wunsch kann das Flaggschiff auch ohne Zusatzsitze geliefert werden.

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Mit einer Länge von 6,50 Metern ist der Mercedes-Maybach Pullman noch einmal um einen Meter länger als die Mercedes-Maybach S-Klasse. Der Radstand des neuen Luxusmodells überragt mit 4,42 Meter die Länge einer Mercedes B-Klasse (4,39 Meter). Der Pullman ist mit 1,60 Metern zudem mehr als 10 Zentimeter höher als eine Mercedes S-Klasse.

Auch leistungsmäßig gibt sich der Luxusliner keine Blöße: Angetrieben wird das Topmodell von einem V12-Biturbo, der aus sechs Litern Hubraum 390 kW/530 PS holt (830 Nm Drehmoment).

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Für den Einsatz als Staatskarosse ist das Interieur noch einmal verfeinert worden. Der Innenraum ist vollständig mit Leder verkleidet. Neben dem Dachhimmel sind unter anderem auch Türrahmen und Sitzkonsolen mit der edlen Tierhaut bezogen. Am Dachhimmel informieren drei Analoginstrumente die Fondpassagiere über Außentemperatur, Geschwindigkeit und Uhrzeit.

Die ersten Besteller erhalten ihre Fahrzeuge Anfang kommenden Jahres. Mindestens eine halbe Million müssen sie dafür investieren. Der Ende 2014 präsentierte Mercedes-Maybach S600 verfügt über den gleichen Antrieb, kostet jedoch rund 188.000 Euro. Der S500 startet ab 134.050 Euro, angetrieben wird dieser Stuttgarter allerdings von einem Achtzylinder-Biturbo-Aggregat, der aus 4,7 Litern Hubraum 335 kW/455 PS schöpft.

Autor: Adele Moser/SP-X

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Mercedes-Maybach: S 600 Die Krönung der S-Klasse

Alleine hatte Maybach keine Chance. Der 2002 als Rolls-Royce-Konkurrent wiederbelebten Vorkriegs-Marke waren nur knapp zehn Jahre Lebenszeit beschieden. Nun kehren Name und Logo erneut zurück: Diesmal allerdings unter dem Dach der S-Klasse. Als Mercedes-Maybach S-Klasse wirbt die Luxuslimousine nun zu Preisen ab 134.000 Euro um betuchte Kundschaft.

Schon die Langversion der S-Klasse bietet jede Menge Platz und Luxus. Die Mercedes-Maybach S-Klasse toppt das: Mit einer Länge von 5,45 Metern und einem Radstand von 3,37 Metern hat die Chauffeurs-Limousine um 20 Zentimeter zugelegt. Davon profitieren die Passagiere auf der Rückbank – sie können in den beiden Liegesitzen mit gesteppten Polstern die Beine bequem ausstrecken. Das Interieur ist noch einmal verfeinert, optional sind Extras wie Klapptische zum Arbeiten oder eine Sprachverstärkung für die Unterhaltung mit dem Chauffeur erhältlich.

Von außen ist die Aufwertung aber nur an Details erkennbar. Unter anderem wurden die hintere Tür im Vergleich zur Langversion der S-Klasse um knapp sieben Zentimeter gekürzt und das Dreiecksfenster in die C-Säule verlegt. Die Rücksitze liegen so hinter dem Türausschnitt, schwingt die Tür auf, sind die Insassen nicht unmittelbar dem Blitzlichtgewitter der Fotografen ausgesetzt, sondern haben noch einen Moment Privatsphäre.

Keine Blöße gibt sich die besondere S-Klasse auch leistungsmäßig: Der V12-Biturbo des Topmodells S 600 (ab 187.842 Euro) holt aus sechs Litern Hubraum 390 kW/530 PS (830 Nm Drehmoment). Die Kraft verteilt ein Siebengang-Automatikgetriebe. Im S 500 (134.000 Euro) kommt ein 4,7-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz, der 335 kW/455 PS leistet.

Trotz der edlen Zutaten ist der Mercedes-Maybach nicht das teuerste Fahrzeug der Marke. Dieser Titel bleibt weiterhin dem Geländewagen-Urgetüm G 65 AMG vorbehalten, das ab 268.345 Euro zu haben ist. Und auch der sportliche S-Klasse-Ableger S 65 AMG ist mit 234.906 Euro noch spürbar kostspieliger. Das könnte sich ändern, wenn die Schwaben im Frühjahr das nochmals um einen Meter längere Spitzenmodell Pullmann nachschieben.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Mehr Komfort als in der S-Klasse

Mit der neuen Generation der Oberklasselimousine Phaeton will VW ab Ende 2016 neue Maßstäbe beim Fahrkomfort setzen und selbst die Mercedes S-Klasse in den Schatten stellen. Das wohl mit Technik des kommenden Audi A8 gebaute Markenflaggschiff soll zu diesem Zweck laut „Auto Motor und Sport“ mit einer vorausschauenden Luftfederung ausgestattet werden, die Unebenheiten vor dem Fahrzeug mittels Kameras erkennt und das Fahrwerk darauf einstellt. Anders als beim Stuttgarter Segment-Primus, der eine ähnliche Technik seit Ende 2013 anbietet, soll das VW-System auch nachts und bei höheren Geschwindigkeiten arbeiten.

Darüber hinaus soll die große Limousine in der Stadt bis 60 km/h teilautonom fahren können, auf der Autobahn auch bei höherem Tempo. Überholmanöver kann sie dort ohne Hilfe des Fahrers durchführen.

Der seit 2002 angebotene Phaeton war vor allem ein Prestige-Projekt der damaligen Konzernführung. In Europa und den USA konnte sich die technisch exquisite Limousine auch mangels Markenimage aber nie durchsetzen, so dass sie ständig vor dem Produktionsaus stand. Die Rettung kam 2009 aus China, wo sich der luxuriöse Viertürer zum Erfolgsmodell mauserte. Zudem konnte die Plattform für die Continental-Modelle der Konzerntochter Bentley genutzt werden. Trotzdem streckte man die übliche Produktionszeit von rund acht auf letztlich 14 Jahre.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Erlkönig: Das ist ein dickes Ding! S-Klasse XXL erwischt!

Hier kommt die S-klasse für Könige, Scheichs und Oligarchen

Neben den normalen Mercedes Benz S-Klasse in der Kurz- und Langversion wirkt dieses XXL-Exemplar wahrhaftig mächtig. Vor allem mächtig lange!

Der neue „Pullmann“ ist die längste Variante der S-Klasse und wird  noch oberhalb des neuen Maybach liegen. Gefertigt wird dieser Luxus-Liner bei BRABUS in Bottrop.  Mit 6.40 Metern wird der neue Pullmann in eine neue Dimension vordringen. Im Fahrgast-Abteil werden sich vier Passagiere gegenüber sitzen und unter der Haube wird ein V12 vor Vortrieb sorgen!

Mit mehr als 600 PS dürfte sich auch die knapp 2.6 Tonnen Limousine ordentlich ausführen lassen. Nach den Angaben unseres Erlkönigs-Fotografes legt auch diese S-Klasse bei selbst mehr als 230 km/h noch ordentlich Tempo zu.

Mercedes-Benz S-Klasse – Das Spezial!

Sternbild: Stuttgarter Luxus

S65 amg von hinten burg

Das Beste oder nichts. Der Werbeslogan der Stuttgarter setzt die Automobilbauer im Ländle mächtig unter Druck. Und wenn es ein Auto gibt, auf das der Slogan zutreffen muss, dann ist es die S-Klasse. Die S-Klasse ist das Synonym für die Verschmelzung des Premium-Anspruchs mit deutscher Ingenieurskunst. Die S-Klasse von Mercedes-Benz steht wie keine andere Limousine in diesem Segment für ausgeprägten Langstrecken-Komfort, für begeisternde Technik und im Falle der aktuellen Baureihe, auch für extrem gutes Design.  Seit der Präsentation der neuen S-Klasse im letzten Frühjahr in Hamburg, haben die Stuttgarter das Motorenangebot für ihr Flaggschiff stetig ausgebaut. Für meinen Blog konnte in der Zwischenzeit fast alle verfügbaren Motorisierungen erfahren.

Bevor wir bald eine neue Steigerungsform des „großen S“ erleben, wird es Zeit die wichtigsten Artikel zur neuen S-Klasse in einem „S-Special“ zusammenzufassen! 

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Vorstellung S500

The new S-Class. Press Drive, Canada 2013, Die neue S-Klasse. Pressefahrvorstellung in Kanada, 2013

Die Ingenieure bei Mercedes-Benz hatten es nicht leicht. Der Markel-Claim vom “Besten oder nichts” dürfte die Verantwortlichen noch einmal unter mehr Druck gesetzt haben, als dies bei der Entwicklung einer neuen S-Klasse von Anfang an üblich ist. Doch, nur unter Einsatz von Druck und Hitze entstehen Diamanten. | Fahrbericht S500

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Vorstellung S300 BlueTEC Hybrid

500 Nm schon bei 1.600 Umdrehungen, 240 km/h Höchstgeschwindigkeit, dennoch Effizienzklasse A+.  | Fahrbericht S300 BlueTEC Hybrid

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Fahrbericht: Mercedes S400 Hybrid

s-klasse s400 hybrid fahrbericht

Kurz rein elektrisch aus der Parklücke, dann springt der Benziner an, zieht am S400 und gemeinsam drücken E-Motor und Benziner die S-Klasse in den Berufsverkehr hinaus. Das klappt erst einmal sehr gut.  | Der S400 Hybrid im Test

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Impressionen: S65 AMG

S65 aMG fahrbericht

Mit dem S65 AMG in die profane Welt des Alltags abzutauchen, beim Getränkehändler die Bierkiste zu kaufen, vor dem Supermarkt einen passenden Parkplatz zu finden oder nur mal schnell zur Post-Filiale zu fahren, fühlt sich an, als würde man mit einem Blau-Wal als Haustier zur Gassi-Runde aufbrechen. Es ist immer ein wenig too much. Aber nur äußerlich.  

Eindrücke vom Häuptling der S-Klassen!

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Fahrbericht: Mercedes-Benz S63 AMG

mercedes-benz S63 AMG 07 S-Klasse 2014

Mit allen Feinheiten, mit allen Annehmlichkeiten und natürlich auch mit reichlich Kraft. 455 PS, ein V8 Biturbo mit 900 Nm sorgt für reichlich Dampf und ist der zweitstärkste Vertreter seiner Gilde. Für den Fahrbericht hat sich Ralf die Berge angeschaut. Die flogen mit 250 km/h an ihm vorbei. Oder so.

Sport-S mit trotzigem V8 & Mehr zur Technik des S63 AMG

 

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Neu: Mercedes-Benz S500 Plug-In Hybrid

mercedes-benz49 s500 plug-in hybrid iridiumsilber

Zeitenwandel: Auch in der S-Klasse von Mercedes-Benz wird nun ein Plug-In Hybride angeboten. Mercedes-Benz bietet mit diesem Plug-In Hybriden im Segment der Luxuslimousinen eine echte Alternative an. Gute 30 Kilometer rein elektrisch? Das könnte reichen um vom Bankenviertel zum Flughafen zu kommen.  | Fahrbericht S500 Plug-In Hybrid

 

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S wie sicher – Sicherheitstechnik I.

S-Klasse Rücksitzbank beide Plätze

Ein Blick in Richtung Belt-Bag, dem Airbag im Gurt.  | Der Airbag im Gurt, einfach sicher!

S-Klasse Beltbag

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S wie sicher – Sicherheitstechnik II.

Mercedes-Benz 53 S-Klasse 2014

Alles klar? Alles LED! Ein Blick auf die Lichttechnik der neuen S-Klasse.

S-Klasse Lichttechnik

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Magic Body Control erklärt

magic body control vs goodtobebad

Die Mercedes-Benz S-Klasse kann etwas, was andere Luxus-Automobile nicht können: Sehen!

Magic Body Control erklärt

 

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Sternbild Luxus

S-Klasse Luxus Sitze

Insgesamt sind es über 100 elektrische Helferlein, die den Insassen der neuen S-Klasse das Leben besonders angenehm machen wollen.

Mehr zu den elektrischen Helfern in der neuen S-Klasse

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Kann die S-Klasse alleine fahren?

TecDay Intelligent Drive

Noch sind viele rechtliche Fragen ungeklärt – die Technik aber, ist vorhanden. Mercedes-Benz hat dies kurz vor der IAA in Frankfurt bewiesen und ein Video online gestellt.

Zum Video

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Eine S-Klasse als T-Modell?

Mercedes-Benz 04 Neue S-Klasse

S-Klasse T-Modell – Warum nicht?

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Keine Kritik an der S-Klasse?

Mercedes-Benz 71 S-Klasse 2014

Bereits vor der Weltpremiere der neuen S-Klasse hatte Mercedes zu einem ersten Test des neuen Comand-Systems eingeladen. Nach diesem Termin war ich nicht überzeugt. | Kritik am Comand-System

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S-Klasse Bildergalerie

Mercedes-Benz 17 S-Klasse 2014

168 Fotos von der neuen S-Klasse. Das große S-Klasse Foto-Archiv.

Hier klicken

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Die neue S-Klasse W222 – Der Erfolg gibt Mercedes-Benz recht:

monatliche zulassungen mercedes s-klasse w222 vergleich bmw audi

Auto-Tests, Fahrberichte, Meinungen – ganz egal was Motor-Journalisten und Auto-Blogger über ein Auto schreiben. Ob wir es gut finden, oder nicht. Der Erfolg eines Autos lässt sich relativ leicht überprüfen. Man schaut sich den Markt an. In der Grafik sieht man die Verkaufszahlen der S-Klasse, des Siebeners von BMW und dem Audi A8. Man erkennt gut den Einbruch der S-Klasse bei den Zulassungen im Juni 2013. Dann kam das neue Modell zu den Kunden.  Im August 2014 verkaufte Mercedes-Benz 6.5 mal mehr S-Klassen als BMW vom eigenen Top-Modell. Und auch der erst vor einigen Monaten aufgefrischte A8 von Audi ist weit abgeschlagen.

Die Baureihe W222 ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Und die wachsende Palette an Motorisierungen hat der Luxus-Baureihe einen zusätzlichen Schwung verliehen. Ganz egal ob sparsamer Diesel, moderner Hybrid oder maximale Power – die S-Klasse überzeugt.

 

Mercedes-Benz S-Klasse Erfahrungen und Erlebnisse in den Online-Medien:

 


Aktuelle Suchanfragen:				

Fahrbericht: Mercedes-Benz S400 Hybrid

Elektrisch los surren. Das geht. Vorsichtig und mit gedämpftem Elan. Aber es geht. Weil eine S-Klasse aber an sich schon ein sehr leises Auto ist, ist der Verzicht auf den Einsatz des Benziners im S400 Hybrid irgendwie nicht ganz so faszinierend wie in anderen Hybrid-Automobilen. Das ist dann einfach die Last eines bereits mehr als komfortablen Autos. Da wird es schon schwierig, die Vorteile des fast lautlosen E-Motors und die Abwesenheit von Vibrationen zu feiern. Eine normale S-Klasse, gerade als S500, ist kaum lauter, vibriert kaum mehr als dieser S400, den man mit sanftem Zehenspiel von der Ampel wegfahren lässt.

Der Vorteil des Hybrids muss sich also woanders verstecken.

Im besten Auto zu einem besseren Menschen?

Mercedes-Benz S400 Hybrid. Das Beste ist nicht gut genug.

Kaum vorstellbar, aber die technisch doch eher komplexe Hybrid-Version der S-Klasse ist in der Preisliste der Stuttgarter Oberklasse derzeit der günstigste Benziner. Dabei bringt er nicht nur den 3.5 Liter V6-Benziner und die 7-Gang Automatik mit, sondern auch einen schmalen scheibenförmigen Elektromotor mit 20 kW, der seine Heimat zwischen Benziner-V6 und Automatikgetriebe gefunden hat. Neben der Funktion als Elektromotor übernimmt diese Dynamo-Scheibe zudem die Arbeit des Anlassers und der Lichtmaschine.

Nun sind die 20 kW zwar in der Lage, den Wagen elektrisch anzutreiben, aber nur wenn der Fahrer mit viel Sensibilität am Gas hantiert und bei überschaubarer Wegstrecke. In der Stadt –  von der Ampel weg – geht es kurz elektrisch, dann schaltet sich der Benziner dazu. Was die S-Klasse dafür gut kann, ist das “Segeln”. Vom Gas gehen, der Benziner schaltet sich aus, das Getriebe in den Leerlauf – die S-Klasse segelt dahin. Wer nun mit viel Gefühl am Gaspedal spielt, der hält für einige Zeit die Geschwindigkeit nur per E-Antrieb. Der Vorteil in der Geräuschentwicklung ist dabei allerdings, wie eingangs erwähnt, überschaubar. Die S-Klasse an sich ist einfach schon derart leise, derart gedämpft, derart komfortabel, der Verzicht auf den 306 PS starken V6-Benziner bringt nicht wirklich ein Komfortplus.

[one_half] [notification type=“notification_mark“ ]Die Basics:[/notification]
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  • 2 Wochen im Test
  • 2.822 Testkilometer 
  • Basispreis: 86.334,50 €
  • Testwagenpreis: 125.061 €

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[one_half last=last] [notification type=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:[/notification]
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S400 Hybrid Fahrbericht

Kein Plus – eher ein Minus

Der Verbrauch. In Summe stehen 333 PS an Leistung zur Verfügung. Die S-Klasse gilt derzeit als das komfortabelste Fahrzeug in ihrer Klasse. Sie verwöhnt die Insassen mit einer Hot-Stone-Massage (optional), klingt im Innenraum auf Wunsch wie ein Opernsaal oder ein Rock-Konzert in der ersten Reihe (Burmester-Anlage), schottet einen vom widrigen Alltag ab (Doppelverglasung), läuft bei Tempo 250 km/h in den elektronischen Begrenzer und spurtet binnen 6.8 Sekunden auf Tempo 100. Und dennoch – im Alltag sind knappe 9 Liter auf 100 Kilometer machbar, ohne sich deswegen kasteit zu fühlen. Wer es darauf ankommen lässt und sich vom grünen Energiefluss im Display animiert fühlt, der schafft eine niedrige 7, eine hohe 6. Und hier sprechen wir über Liter Benzin je 100 Kilometer. Eine Sache, die man vor einigen Jahren für unmöglich gehalten hätte. Es ist nicht lange her, da hat eine über 300 PS starke S-Klasse gute 15 Liter auf 100 Kilometer verschlungen, ohne dass deswegen irgendwer mit den Augen gerollt hätte. Das war eben so. Leistung, Luxus, Lust – das kostet.

Das kann auch der S400 Hybrid noch immer. Wer die S-Klasse so bewegt, wie es in den Stammbaum des großen Stuttgarters geschrieben wurde – also mit Tempomat 200 über eine lange Distanz – der bläst auch schnell mal 16 Liter (auf 100 km) durch die sechs Brennräume und verändert dabei deren Aggregatzustand von flüssig in gasförmig. Nun mag man geneigt sein zu sagen: Was bringt denn der Hybrid-Antrieb bei dieser Hatz?

Nix. Bis sehr wenig.

Der E-Motor arbeitet im Schubbetrieb als Generator, einem Fahrrad-Dynamo nicht unähnlich und wer nicht segelt, sondern leicht das Bremspedal antippt, der lässt den Generator zum Kraftwerk werden. So sammelt die S-Klasse überflüssige Kraft ein, wandelt die nicht mehr gebrauchte Bewegungsenergie in Strom und speichert diese in ihrem Lithium-Ionen Akku. Diese Lithium-Ionen Akkus sind von Haus aus eher leicht, in der S-Klasse S400 Hybrid aber auch nicht allzu groß. Damit wären wir wieder beim Start. Weil der Akku nicht besonders groß ist, hält der Vorrat an elektrischer Energie nie lange an. Dafür bringt der E-Motor ab der ersten Rotation feine und nützliche 250 Nm Drehmoment mit. Das hilft dem frei Saugenden –  der V6 in der S-Klasse ist nämlich der “alte” 3.5 Liter Sauger – ein wenig über sein überschaubares Drehmoment-Angebot hinweg. Mercedes nennt es boosten und das ist es,  was der E-Motor gut kann. Er unterstützt den Benziner beim Beschleunigen. Und er sammelt überflüssigen Schwung wieder ein.

Alltags-Situationen

Kurz rein elektrisch aus der Parklücke, dann springt der Benziner an, zieht am S400 und gemeinsam drücken E-Motor und Benziner die S-Klasse in den Berufsverkehr hinaus. Das klappt erst einmal sehr gut. Wer sich aber konzentriert, wer anfängt sich von der möglichen Sparsamkeit des dicken Dings challengen zu lassen, der bemerkt die holperigen Übergänge zwischen E-Motor, Benziner und deren unterschiedlichen Strategien bei der Zusammenarbeit. Andere können das deutlich besser. (Kurzer Blick nach Japan..)

Rein in die Ortschaft, leicht auf der Bremse. Das Gefühl auf dem Bremspedal ist gut – der Unterschied zwischen der ersten Rekuperation des e-Motors und dem Anpacken der Bremsklötze an die Scheibe ist fein abgestimmt. Da wirkt nichts künstlich. Die klassische Ortsdurchfahrt schafft die S-Klasse im rein elektrischem Betrieb. Und das fasziniert schon. Aber nicht wegen der Ruhe, sondern eher, weil es eben möglich ist.

Auf der Autobahn fängt der V6 dann an, sich bemerkbar zu machen, zumindest dann, wenn der Wunsch nach „ordentlich Schub“ geäußert wird. Wer das Gaspedal durch den hochflorigen Teppich wanzt, der erlebt einen zornig drehenden V6-Saugmotor. Das ist hart an der Grenze zum Verlust der Contenance. So richtig melodisch wirkt er nicht und ohne Turbohilfe fehlt ihm auch der Schub. Das soll ja die Elektroscheibe richten. Bei Tempo 140 zum Sprint ansetzen, ist da jedoch nicht mehr im Lastenheft vermerkt gewesen.

Der Hybrid-Schriftzug am Heck des Testwagens nimmt einem ein wenig die Last des Luxus ab. Große Autos. Spritschlucker. Böse Menschen. Diese Gleichung gibt es ja doch immer mal wieder. Und natürlich schwirrt dieser Gedanke im Hinterkopf – der Hybrid hilft die Last zu minimieren. Sollen es die anderen ruhig sehen. Ja – diese S-Klasse kostet in der Serie zwar gute 86.000 € und als Testwagen mit der entsprechenden Ausstattung dann schon eher 125.000 € – aber hey, ich übe mich in Zurückhaltung. “Kleiner” V6 und e-Motor anstelle von V12-Bi-Turbo und Maximum-Attack.

Der Drehzahlmesser mit "Charge"-Bereich. Darin sichtbar: Wie stark der S400 Hybrid rekuperiert.
Der Drehzahlmesser mit „Charge“-Bereich. Darin sichtbar: Wie stark der S400 Hybrid rekuperiert.

Komfort-Wumms

Was der Antriebsstrang bei mir nicht so richtig geschafft hat, übernahm der Fahrkomfort, der Sitzkomfort, dieses allgemeine Level des Wohlsein an Bord der neuen S-Klasse. Es gibt derzeit kein Auto mit besseren Sitzen. Es gibt kein Auto mit einem besseren Langstreckenkomfort – mal eben 1.000 km am Stück abreißen? Eine Wohltat. Sitzmassage an, Sitzklima an, die Soundanlage (auch ohne Burmester schon eine Wucht) an und ab geht der Wohlfühl-Express.

s-klasse Hybrid gefahren

Fazit:

Das “beste Auto der Welt” ist beim Thema Hybridantrieb – zumindest derzeit – nicht die beste Wahl. Der Test über knapp 3.000 km war nicht völlig überzeugend. Zu oft spürte man den Wechsel der Antriebsform, zu unharmonisch der Übergang zwischen E-Motor, Benziner, zwischen Boosting und Rekuperation. Man wird auch nicht zu einem “besseren Menschen”, nur weil man einen Hybriden gekauft hat. Gleichwohl erzieht der S400 seinen Fahrer zu einer effizienten Gangart.

Sobald es um die klassischen Qualitäten der S-Klasse geht, wie Sitzkomfort, Fahrkomfort und das Talent für die große – ich meine wirklich große – Reise, dann punktet auch der S400 Hybrid. Das hat er allerdings nicht seinem Antriebsstrang zu verdanken. Denn das sind Fähigkeiten, die jede S-Klasse mitbringt.

 

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[tab title=“S500 Plugin Hybrid“]In einigen Tagen wird Mercedes-Benz der Presse die Möglichkeit geben, den neuen Plugin-Hybrid S500 zu fahren. Im Gegensatz zum S400 Hybrid bekam der S500 Plugin nicht nur den V6-Motor mit Turboaufladung, sondern auch ein größeres Batteriepaket. Damit ist dann, dank Aufladung zu Hause an der Steckdose, eine Reichweite von bis zu 35 Kilometer rein elektrisch möglich. Zudem sollen bis Tempo 140 km/h die Zündkerzen schweigen. Damit das geht, erstarkte der Elektromotor auf 85 kW. Bestellen kann man diesen großen Hybriden bereits. Sein Basispreis? Mit 108.944,50 € bereits über der magischen 100.000 € Hürde. [/tab]
[tab title=“S350 BlueTEC Diesel“]Einen Hybriden kauft man, weil man sparen will. Allerdings ist es mit dem kleinen e-Motor und der überschaubaren Batterieleistung gar nicht so leicht, wirklich sparsam zu sein. Wer zudem mehr als nur Stadtverkehr fährt, der wird vermutlich mit dem S350 BlueTEC Diesel glücklicher werden. Hier stehen stolze 620 Nm zur Verfügung und der NEFZ-Normverbrauch fällt sogar unter die 6 Liter (je 100 km) Marke.

 

Der S350 BlueTEC ist  knapp 6.000 € günstiger als der S400 Hybrid.[/tab]
[tab title=“Hybrid erklärt“]Mild-Hybrid, Voll-Hybrid, Plugin-Hybrid? Toyota hat für den Prius vor einigen Jahren die Begrifflichkeit: „Voll-Hybrid“ geprägt. Damit war gemeint, dass ein solches Fahrzeug rein elektrisch anfahren kann. Die anderen Hersteller haben es tapfer übernommen und sobald ein Hybrid nicht elektrisch anfahren konnte, war er ein Mild-Hybrid. Plugin-Hybriden sind den „Voll-Hybriden“ sehr ähnlich. Dank größerer Batterien und der Möglichkeit zur Ladung per Stecker (plugin), schaffen diese Voll-Hybriden jedoch weitere Wegstrecken im rein elektrischen Modus. Der S400 Hybrid ist ein „Voll-Hybrid“ und der S500 Hybrid wird der „Plugin-Hybrid“ werden. Einen „Mild-Hybrid“ gibt es im S-Klasse-Programm nicht.[/tab]
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Der Fahrzeugschein:
Hersteller: Mercedes
Typ: S 400 Hybrid
Klasse: Oberklasse
Motor: V6
Getriebe: 7G-Tronic Plus
Antrieb: Heck
Hubraum: 3.498 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 306 PS (225 kW) / 27 PS
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 370 Nm / 250 Nm
Gewicht Fahrfertig: 1.925 kg
Von 0 auf 100: 6,8 s
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch (NEFZ): 6,3 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 147 g/km
Emissionsklasse: EU 6
Effizienzklasse: A
cW-Wert: 0.26
Kommentar:
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Erste Ausfahrt – Das neue S-Klasse Coupé

Magic Body Control, Active Body Control und dazu die eleganteste Version des Verzichtes, das neue Coupé der S-Klasse konnte man eigentlich nur in der Region rund um Florenz vorstellen. Florenz, die kulturelle Hauptstadt der Toskana, Heimat und Wirkungsstätte von Michelangelo. Wie kaum ein zweiter besaß eben dieser Michelangelo die Gabe, bereits in dem Rohling eines Kunstwerkes, die endgültige Dramatik der Schönheit seiner späteren Schöpfung zu entdecken. Und der von ihm geformte “Body”, die Statue des David, wurde weltberühmt. Als Mercedes die neue S-Klasse vorstellte war schnell klar: Die ästhetische Krönung würde der Verzicht von zwei Türen darstellen. Maximaler Luxus entsteht eben durch den Verzicht. Während die Kunst vom weglassen des Unnötigen, einen Akt der Befreiung darstellt, ist der zweite gute Grund für die Präsentation in Florenz die Ansammlung von Vermögen. Florenz war die Heimat der Medici, die im 15. und 16. Jahrhundert die finanzielle und politische Macht in der Toskana zentrierten. Und die Medici gründeten das, was wir heute als modernes Bankwesen kennen. Bei einem Basispreis von 125.961,50 € ist eine eigene Bank ganz hilfreich. Wo also sonst, hätte man die Krönung des des Mercedes-Fahrzeugprogrammes vorstellen können?

Kunst, Kultur und Moneten

Erste Ausfahrt mit dem S-Klasse Coupé

Das die Coupé-Version der S-Klasse nun nicht mehr mit dem schnöden “CL” des Vorgängers bezeichnet wird und zudem auch noch fast 18 Zentimeter kürzer wurde, tut ihm gut. Mit der Bezeichnung S-Klasse Coupé sind die Fronten gleich geklärt. Was hier mit gut 2.1 Tonnen Leergewicht vorfährt ist nicht einfach nur ein Zweitürer, es ist die S-Klasse-Variante der mondänen Oberklasse.  Wie bereits bei der S-Klasse und der kürzlich präsentierten neuen C-Klasse, spricht das Design des großen Coupés die Formensprache von “sinnlicher Klarheit”(sic!) – so sagt es Designchef Gorden Wagener.

Ein imposanter Kühlergrill, ordentliche Kühlluft-Öffnungen in der Stoßstange, eine flache A-Säule dick wie die Oberschenkel von Michelangelos David. Das Dach spannt sich stramm über die Köpfe der oberen Zehntausend (wer sonst außer Motor-Journalisten und den oberen Zehntausend wird sich darin sehen lassen dürfen?) und läuft aus, in einen kurzen knackigen Hintern der frei von jeglicher Faltenbildung, nur gekrönt von einer scharfen Abrisskante, die Schokoladenseite des Coupes bildet. (Wobei auch das Renault Laguna Coupé von hinten gut ausschaut und an eben dieses erinnern mich die Rückleuchten.)

mercedes s-klasse coupe s63 rückleuchten

Kunstbanause auf Tour

Mit Kunst und Kultur kann ich nicht viel anfangen. Motoren und Fahrdynamik sind meine Welt. Also die Scheunentor große Tür der Fahrerseite geöffnet und hineingeschlüpft in die wohlige Welt des Luxus. Sitze bauen, das können die Schwaben. Das Interieur ist eine Komposition für Aristokraten. Aluminium, Holz und Leder – dazu die moderne Welt der großen, doppelten TFT-Displays. Der Innenraum spannt den Bogen von spielerischem Luxus hinüber zu kühler Technologie. Gelungen. Ein Ort zum aushalten. Ein Platz zum entspannen. Bis zum starten des Triebwerkes.

Die Auswahl für die erste Ausfahrt ist übersichtlich. Es gibt Achtzylinder mit zwei Turbolader. Als S500 warten 455 PS auf die solvente Kundschaft, der ebenso präsentierte und ebenso gefahrene AMG S63 presst 585 PS in die Skulptur.

455 PS und 700 Nm reichen für den Ausflug in die Toskana. Gutterales brabbeln entweicht den beiden Endrohren, die bekannte 7-Gang Automatik zupft die Gänge durch das Drehzahlband. Leichter Druck im Nacken verkündet von den möglichen 4.6 Sekunden. Doch nicht immer muss man das Machbare nutzen. Das S63 Coupé würde gar in 4.2 Sekunden auf Tempo 100 springen. Doch wer schneller fährt, hat weniger Zeit für die schönen Dinge. Nicht die Ankunft ist das Ziel, die Reise dorthin. Eine leise Reise. Fasziniert erlebt man die Diskrepanz zwischen aktueller Reisegeschwindigkeit und gefühlter Geschwindigkeit. Es ist verflixt still im inneren des großen Coupé. Windgeräusche lassen auf sich warten, deren eintreffen führt in vielen Ländern dieser Welt bereits zu einem Tempo im Bereich der verbotenen Zone. Abrollgeräusche sind nur entfernt zu hören und wer einmal in Fahrt ist, der hört auch vom feinen Achtzylinder-Timbre des Triebwerks kaum noch etwas. Völlige Entkopplung. Ein großes Reise-Coupé will die S-Klasse in dieser Version sein. Ein GT mit dem Anspruch auf höchste Komfortweihe. Um dorthin zu kommen wurde viel technischer Aufwand betrieben. Doppelte Verglasungen, ein neues Konzept für die Türdichtungen und eine perfektionierte Aerodynamik sind die Rohlinge aus denen dieses Kunstwerk geschaffen wurde.

erste ausfahrt s-klasse coupe

Augen für die Straße

Die S-Klasse beeindruckte mich bei ihrer Weltpremiere bereits durch ein System mit dem Namen: Magic Body Control. Dahinter steckt eine Verbindung aus Stereo-Kamerasystem und einer aktiven Fahrwerksregelung. Das neue S-Coupé darf neben dieser Funktion des vorrausschauenden Dämpfer-Gehorsams noch eine weitere Weltneuheit präsentieren: Die Kurvenneigefunktion. Bis zu 2.5° legt sich das S-Coupé mit dieser Technik in die Kurve. Anders als beim bewegen eines Motorrads, laufen die Knie des Fahrers jedoch nicht Gefahr die Straße zu berühren. Der Fahrer sitzt auf den schnellsten Komfortsesseln der Republik und wird entkoppelt von der Querbeschleunigung – nur dies hat er mit dem Prinzip Motorrad gemein. Und es funktioniert.

Hydraulik-Kolben am oberen Ende der Federbeine sorgen für eine Anhebung oder Absenkung des Fahrzeuges. Bei einer Linkskurve wird die Vorspannung der Federn links gesenkt, das Fahrzeug taucht links ein, die rechte Seite erhöht per ausfahrenden Hydraulikkolben die Vorspannung der Feder und hebt das Fahrzeug rechts an. Eine Kurvenneigung von bis zu 2.5° und maximal 4 cm je Richtung sind das mechanische Ergebnis.  Das gefühlte Ergebnis beeindruckt. Den schiefen Turm von Pisa konnte man damit allerdings nicht beeindrucken, dessen Neigung beträgt 4°…

Da das Fahrwerk diese Einstellungen nicht als Reaktion auf eine bereits eingeleitete Kurve einleitet, sondern über die Stereo-Kamera in der Windschutzscheibe etwa 15 Meter vor das Fahrzeug schauen kann, fühlt man sich als Insasse bereits vor dem einlenken in die Kurve entkoppelt von den Gesetzen der Physik. Den angenehmsten Effekt hat Magic Body Control mit aktivierter Kurvenneigefunktion für die Mitfahrer. Hier verschwinden die unangenehmen Folgen von ständig wechselnder Kurvenfahrt. Für den Fahrer mag der Verlust des bekannten Gefühls der Querbeschleunigung erst einmal verwirrend sein.

[notification type=“notification_info“ ]btw: Mercedes versteht dieses Feature als Komfortmerkmal und aktiviert die Fahrwerksverstellung nur im Geschwindigkeitsbereich zwischen 15 und 180 km/h.[/notification]

Neben dem Magic Body Control Fahrwerk, basierend auf hochmodernen Öldruck-Dämpfern, bietet man zusätzlich noch das Active Body Control Fahrwerk (Luftfederung) an. Käufer werden also in der Zukunft noch besser abwägen müssen, welches Fahrwerkssystem die größten Vorteile für die eigene Reise bietet. Eine Entscheidung die man ohne Probefahrt nicht treffen kann.

Wer sich für diese neue Technik interessiert, muss sich jedoch gedulden. Das System wird vorerst nur bei den Modellen mit Heckantrieb angeboten und die stehen zum Start der Luxusklasse noch nicht im Angebot.  Den Start machen die 4matic-Modelle und die „Wuchtbrumme“ S63 AMG Coupé.

mercedes s-coupe schnauze

Offene Fragen

Das große Coupé bietet immenses Begeisterungs-Potential, hinterlässt aber auch offene Fragen. So wurde im Facelift-CLS vor kurzem das neue Multibeam-LED Licht präsentiert, die Königsklasse wird jedoch mit der bereits bekannten LED-Lichttechnik vorgestellt. Eine ungewöhnliche Entscheidung, da helfen auch die 47 funktionslosen Swarovski-Kristalle im Scheinwerfer nicht.  Auch die Fragen weshalb die Luxusklasse mit Stern noch immer ohne LTE-Hotspot auskommen muss, oder wer auf die Idee kam, den schlichten Knopf zum öffnen der Heckklappe weg zu lassen – bleiben ohne Antwort.

Ebenso drängend wie die Frage nach der Lichtquelle sind die, nach dem neuen 9-Gang Automatikgetriebe. Denn auch dies steht vorerst nicht in den Preislisten. Es drängt sich das Gefühl auf, als wäre Mercedes von der kulturellen Faszination, vom eigenen David, vom Luxus des Seins im neuen Zweitürer, so überzeugt, dass man sich die aktuellsten Technik-Feature für einen späteren Zeitpunkt aufheben will – ohne deswegen einen Mangel an Interessenten zu vermuten.

mercedes s-klasse coupe neu

Fazit:

Ob Michelangelo die Swarovski-Steinchen in den Scheinwerfern gemocht hätte? Ich bezweifel es. Es widerspricht dem Grundsatz der Askese und des Minimalismus, aber hey, wer auffallen will, der muss eben mit besonderen Gimmicks um die Ecke kommen. Aber unter uns, das neue MultibeamLED Licht wäre sinnvoller gewesen als dieser optische Modefurz.

Der Rest ist eine Wucht – es lässt sich nicht anders zusammenfassen. Das S-Coupe besinnt sich als natürliche Krönung des Modellprogramms auf die Kombination aus dem Besten.

 

S-Klasse Coupé – Die Galerie:

Artikel der Kollegen:

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Mercedes S-Klasse Cabrio – Photoshop

Dass es vom neuen S-Klasse Coupe eine Cabriolet-Version geben wird, dürfte beschlossene Sache sein. Stellt sich nur die Frage, wann genau kommt die luxuriöseste Frischluft-Version der neuen S-Klasse? Und wo – auf welcher Automobil-Messe – werden wir die ersten Studien gezeigt bekommen?

Fragen über Fragen zum neuen S-Klasse Cabrio

Das S-Klasse Cabrio dürfte Frischluft-Luxus für bis zu vier Insassen bieten und mit der gleichen Fahrwerkstechnik an den Start gehen, wie das neue S-Klasse Coupe.

Stoffverdeck beim S-Klasse Cabrio

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Premiere: Mercedes S63 AMG Coupé

Die zwei wichtigsten Werte vorneweg: 585 PS und 900 Nm Drehmoment stecken unter der langen Haube des Mercedes-Zweitürers. Zweitürer, was für eine profane Beschreibung für die erste Krönung des Mercedes-Programms in diesem Jahr:

Mercedes-Benz S63 AMG Coupé

Wer soviel Leistung nicht auf eine angetriebene Achse los lassen will, der bekommt das große Coupé der Schwaben auch mit dem Mercedes-Allradantrieb 4matic. Im Falle des knapp 600 PS Sternenschiffes ist der Allradantrieb eine echte Hilfe. Während das Heckgetriebene S63 Coupé binnen 4.3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet, schafft es die 4matic Version sogar in nur 3.9 Sekunden. Beiden Varianten ist die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h.

Mercedes S-Klasse Coupe S63 07 Premiere S-Coupe

Gegenüber dem Vorgängermodell CL 63 AMG wurden die Motorleistung um 30 kW (41 PS) und das Drehmoment um 100 Newtonmeter gesteigert. Dennoch konnte der Kraftstoffverbrauch des S 63 AMG Coupé reduziert werden: Mit einem Wert von 10,1 Liter je 100 Kilometer nach NEFZ gesamt ist der Zweitürer das verbrauchsgünstigste Modell im Wettbewerbssegment. Die Absenkung um bis  zu 0,4 Liter je 100 Kilometer und die Erfüllung der Abgasnorm EU6 zeigen,  dass sich bei Mercedes-AMG Performance, Effizienz und Umweltverträglichkeit keineswegs ausschließen.

One man, one engine“: Motorenproduktion in Handarbeit
Der Biturbo-Achtzylinder des S 63 AMG Coupé wird in der AMG Motorenmanufaktur von Hand montiert – wie im übrigen alle AMG V8- und V12-Motoren.

Das S 63 AMG Coupé mit Heckantrieb verfügt über das AMG Sportfahrwerk auf Basis MAGIC BODY CONTROL. Eine Weltneuheit ist die Kurvenneigefunktion. Damit legt sich das S 63 AMG Coupé ähnlich einem Motorrad- oder Skifahrer in die Kurve. Die auf die Insassen wirkende Querbeschleunigung wird ähnlich der Fahrt in einer Steilkurve reduziert, die Passagiere sitzen satter im Sitz. Speziell auf Landstraßen bietet die neue Kurvenneigefunktion mehr Fahrspaß und Komfort. Ziel ist nicht das Erreichen höherer Kurvengeschwindigkeiten, sondern ein noch angenehmeres Fahrerlebnis.  Die Kurvenneigefunktion lässt sich mit Hilfe des ABC-Schalters als einer von drei Fahrmodi anwählen und ist in einem Geschwindigkeitsbereich von 30 bis 180 km/h aktiv.

Weltpremiere und Markteinführung in 2014
Das S 63 AMG Coupé feiert seine Weltpremiere auf der New York International Auto Show im April 2014. Der Verkauf der 4MATIC Variante beginnt im April, die Variante mit Hinterradantrieb folgt im Juli. Für beide Modelle startet die Markteinführung im September.

 

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S-Klasse Coupé verneigt sich vor Kurven

Wenn in Genf die Coupé-Version der neuen S-Klasse präsentiert wird, dann wird dies auch die Weltpremiere eines völlig neuen Fahrwerksfeatures sein. Das Coupé der neuen S-Klasse wird das erste Serienfahrzeug sein, dass sich einem Motorrad gleich in die Kurve legt. Allerdings nur minimal. Oder?

Die Basis für dieses neue Technik stellt das „sehende Fahrwerk“ von Mercedes-Benz. Oder wie man es beim Daimler getauft hat: Magic-Body-Control.

Mit Magie hat es allerdings nichts zu tun, sondern mit einem System von Sensoren, Steuergeräten und einer Stereo-Kamera in der Winschutzscheibe.  Mit dieser Stereokamera ist das System in der Lage die Straße vor dem Fahrzeug zu erfassen und die Dämpfung auf die Gegebenheiten einzustellen.  Bei der ersten Testfahrt mit der neuen S-Klasse konnte ich mir ein Bild von der Wirkung des „Magic Body Control“ verschaffen und war überzeugt von der Funktion. Wobei, überwältigt trifft es besser. Kein Auto zuvor war in der Lage die besonderes fiesen Fahrsituationen, wie Bahnübergänge und Frostaufbrüche, derart geschickt auszublenden. Der Fahrkomfort der neuen S-Klasse wuchs mit der Integration des „sehenden Fahrwerks“ weit über das Niveau von bislang gekannten „Luxus-Fahrwerke“ hinaus.

Mit dem neuen S-Klasse Coupé folgt nun ein „Update“ für das sehende Fahrwerk:

Magic Body Control legt das Auto in die Kurve!

Das Steuergerät für das aktive Fahrwerk wertet die Daten der Steroekamera aus, verknüpft diese mit den Querbeschleunigungssensoren und den restlichen Informationen wie Geschwindigkeit und Lenkwinkel. Mit der Hilfe dieser Informationen entscheidet Magic Body Control nun, ob und wie weit sich das Fahrzeug in die Kurven legen soll. Maximal 2.5° Grad Neigung sind aktuell möglich.

Das System arbeitet im Geschwindigkeitsbereich zwischen 30 und 180 km/h und soll dafür sorgen, dass die Insassen weniger Querbeschleunigungskräfte verspüren und die Kurvenfahrt nicht nur dynamischer, sondern auch komfortabler zu erleben ist.

Wer nun ein Blatt Papier nimmt, eine weiße Linie darauf malt und mit einem Geodreick eine zweite Linie im Winkel von 2.5° aufzeichnet, wird merken: So richtig viel sind 2.5° aber nicht.

Geht man von einer Spurweite von 1.63 Metern aus (Werte der neuen S-Klasse, für das neue Coupe habe ich noch nichts gefunden), so ergibt ein Winkel von 2.5° eine Höhen-Differenz von 71 Millimetern auf die gesamte Spurweite und damit 7.1 Zentimetern Variabilität.

magic body control kurvenschräglage

Vermutlich geht das Fahrwerk nicht auf einer Seite 7.1 Zentimeter in die Luft oder in Richtung Boden, sondern teilt sich diese Arbeit zwischen links und rechts auf. Damit bleiben gut 3.5 Zentimeter die das neue S-Klasse Coupe auf jeder Seite in der Höhe variiert.

2.5° klangen eher unspektakulär. Ein aktives Fahrwerk das je nach Kurvenfahrt auf jeder Seite bis zu 3.5 Zentimeter hoch, oder herunter fährt – das klingt allerdings spannend.

Die erste Testfahrt mit dem Magic Body Control-Fahrwerk, das nicht nur sehen kann, sondern auch das Auto in Kurven legt wie ein Motorradfahrer – wird von mir mit Spannung erwartet. Denn die Frage ist nicht nur, wie schafft es das große Coupé, das Fahrwerk so schnell anzupassen – sondern auch, wie ist die Wirkung auf den Fahrer?

 

 

 

 

 

Detroit 2014 – Premiere Mercedes Benz S600

Wie der neue Mercedes S600 aussieht? Wie die anderen S-Klassen auch, würde ich sagen. Sieht man von den eckigen Auspuffrohren im AMG-Stil mal ab, dann dürften kommende Zwölfzylinder-Fahrer den Genuss des Understatements vollkommen ausleben.

Mercedes-Benz S600

Noch bevor das Tuch vom Zwölfzylinder-Oberhaupt der S-Klassen-Familie gezogen wird, sind wieder einmal die Prospektfotos im Internet aufgetaucht.

Mit 530 PS und 830 NM liegt der Zwölfzylinder in der Leistungsabgabe kurz unterhalb der AMG-Modelle mit V8 und V12. Aber anders als die sportlichen Brüder, will der S600 das ultimative Luxus-Modell der Baureihe sein.

Mehr Fotos, dann live von der Messe in Detroit.

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Neue S-Klasse als T-Modell

Im Rest der Welt sind Pampers-Bomber, Estates, Avants, T-Modell und wie auch immer die praktischen Kombiversionen genannt werden, nicht so beliebt wie bei uns.

Dabei ist ein Kombi immer die praktischere Variante. Vermutlich weil Pragmatismus nicht sexy ist und wir Deutschen ja eh als Pragmatiker bekannt sind, deswegen sind Kombis nur bei uns beliebt. Mercedes hatte mit dem T-Modell des W123 den ersten durchschlagenden T-Modell-Kombi Erfolg und denke ich an den W124, dann war die Kombiversion nicht nur die praktischere Version, sondern auch eine besonders elegante Formvariante.

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S-Klasse T-Modell – Warum nicht?

Nur in der S-Klasse hat sich Mercedes bislang nicht zu einem Kombi (T-Modell) durchringen können. Aber warum eigentlich nicht? Wenn ich mir die Fotos von Theophiluschin anschaue, dann wäre ein W222 (V222, bzw. ein S222) Kombi –pardon – ein S222 eine extrem elegante Erscheinung.

Endlich könnte man zusammen mit seinen Freunden in den Golf-Club fahren und neben den vier Golf-Bags würde sogar der Hund noch Platz im Kofferraum finden.

Wie findet ihr den W222 T? (S222)

Auf jeden Fall hübscher als dieser Tuning-Unfall der neuen S-Klasse…[klick]..

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Mercedes-Benz S63: Fortsetzung in schnell

Mit Björn habe ich den S 500 in Toronto erlebt. Meist auf dem Rücksitz, häufig fast flach auf dem Rücken. Ich wurde massiert, mit einem heissen Stein gewärmt und lauschte den zarten Klängen einer R&B-Sängerin, die in den Lautsprecher-Boxen der Marke Burmester ein Konzert gab. Ich habe aus der Loge meinen Chauffeur beobachtet, er hob die Hände als wäre er ein Dirigent. Der Mercedes fuhr ohne Eingriffe des Herrn Habegger und der hatte seine Freude daran.

Mercedes-Benz S63 AMG im Fahrbericht

Die Fortsetzung der S-Story, in schnell

mercedes-benz S63 AMG 04 S-Klasse 2014

Nun sitze ich im S 63 und zwar vorn links. Das Steuer in der Hand und anstelle eines R&B-Sounds lausche ich den Tönen eines sehr kräftigen V8-Motors, der mir das Lied von 585-PS singt. Im Geiste sitzt Björn schräg hinter mir, er platziert seine vier Buchstaben auf exklusivem Leder, er schaut zu, wie die Landschaft rund um Salzburg an den Seitenscheiben vorbei fliegt, er bemerkt den sportlichen Antritt des AMG und er würde gern vorn sitzen. Aber das geht jetzt nicht. Ich sitze vorn.

Natürlich wird eine Frage gestellt und später auch beantwortet. Weshalb S 63 und nicht S 500? In Kanada fuhren wir den S 500. Mit allen Feinheiten, mit allen Annehmlichkeiten und natürlich auch mit reichlich Kraft. 455 PS, ein V8 Biturbo sorgt für reichlich Dampf. Und nun 130 PS mehr, 200 Newtometer mehr Drehmoment. Der Preis für diese Unterscheide liegt bei mehr als 40.000,00 Euro. Die Antwort klingt einfach und folgt doch einem klaren Schema: Image.

mercedes-benz S63 AMG 01 S-Klasse 2014

In 4.4 Sekunden auf 100 km/h

Dass der S 63 um eine halbe Sekunde eher die Marke 100 km/h schafft ist spürbar aber nicht immer relevant. Auf der Autobahn, der S 63 auf der linken Spur, dahinter der S 500. Der Schnellere kann in den Rückspiegel lächeln. Umgekehrte Situation. Der Blinker blinkt rechts. Meist sind es Gedankenspiele. „Mein neuer Dienstwagen ist der S 500. Und Deiner? Der S 63. Whow.“ Die Antwort auf die Frage nach dem Unterschied kann aus einer Silbe bestehen: Whow.

Auf Österreichs Autobahnen werden AMGs eingebremst. Vielleicht will man den Passagieren des S 63 die Ruhe und Unaufgeregtheit der Landschaft schmackhaft machen, vielleicht will man auch die Talente der S-Klasse von AMG in entspannter Atmosphäre präsentieren. Das gefällt mir nur in kleinen Dosen. Zu gerne hätte ich den V8 beim Wort genommen. Ihm bei seinem Antritt zugehört, die Newtonmeter bei fast 4.000 Touren gespürt und hätte dabei zugesehen, wie die Berge links und rechts mit 250 km/h an mir vorbei fliegen. Ich hätte das Seitenfenster geöffnet und mir angehört, was der Motor da vorn zu sagen hat. Aber leider geht das nicht, zu teuer, zu nervig, zu unprofessionell. Journalisten halten sich an Regeln, sind Vorbilder, haben immer eine Hand voll Hirn am Gasfuß.

mercedes-benz S63 AMG 07 S-Klasse 2014

Volle Kraft voraus

Nach dem kurzen Intermezzo auf dem Alpen-Highway nun die einspurige Tour. Landstrasse, Dorfstrasse und so viele wunderbare LKW vor der Nase. Ich habe keinen Schimmer ob das Bodenwellen-Radar den 40-Tonner als Mutation einer Unebenheit betrachtet, Fakt ist, hier kann der S 63 gleich mal zur Sache gehen oder besser fahren. Man spricht jetzt von Durchzug, von Elastizität oder von der Beschleunigung aus dem laufenden Betrieb, zum Beispiel wenn ein LKW mit 70 km/h die Sicht versperrt und weiter vorn die Straße so lang und gerade läuft wie ein Band ohne jede Falte. Dann schlägt der Moment des S63. Man nimmt Maß, hält ein wenig Abstand, damit man am Hindernis vorbei schauen kann, wenn nichts außer Mücken und Luft auf der Gegenseite zu sehen ist, werden Gasfuß und Pedal in einer Sekunde eins. Der V8 nimmt das Kommando, „volle Kraft voraus“ entgegen und arbeitet mit Hochdruck. Das Ergebnis mündet mit sehr vielen Umdrehungen, einer sehr eindringlichen Geräuschkulisse und dem immer kleiner werdenden LKW im Rückspiegel. Dass dabei die Insassen des S 63 zunächst hoch konzentriert der Leistungsentfaltung zusehen, dann schnell merken, dass da gerade Physik in konzentrierter Form verabreicht wird und zudem die Sicht da vorn wieder frei ist, macht die S-Klasse von AMG zu einem Auto, das man mit einer Silbe beschreiben kann: Whow.

mercedes-benz S63 AMG 09 S-Klasse 2014

Eine ganz andere Geschichte. Allradantrieb im S 63. Das ist neu und muss getestet werden. Jetzt wissen wir alle, dass es  schon seit Jahren Allrad und AMG als Gemeinschaft gibt. Der G zum Beispiel kann das. Nun also das S. Der schwarze Allradler muss von der Straße, auf weniger festen Boden, aber nicht zu doll mit dem Gelände treiben. Bei der S-Klasse sollte man grundsätzlich nicht über Wattiefe, Böschungswinkel und Rampen sprechen. Wenn AMG die Finger im Spiel hatte, werden schon hohe Bordsteine zum Thema. Allrad und AMG sind eher als Optimierung zur Straßenlage gedacht, mehr Haltung in schnellen Kurven. Trotzdem haben wir den Ernstfall geprobt. Ab in den Wald, rauf auf´s Unterholz. Mit Standardantrieb wäre hier schon Schluss, der S müsste ohne fremde Hilfe Überwintern. Auf allen Vieren jedoch befreit sich der 2-Tonner recht locker und lässig. Ein wenig schütteln, ein wenig lenken und der Viertürer strahlt wieder. Auf der Landstraße haben wir später ein paar Kurven mit Schmackes durchfahren. Der 4Matic gab sich auch keine Blöse. Er lief satt, sauber und sehr stabil über den Asphalt.

Unser Kommentar: „Whow.“

mercedes-benz S63 AMG 08 S-Klasse 2014

Technische Daten:

Hersteller: Mercedes-Benz
Modellname: S63 AMG
Karosserievariante: Limousine Viertürig
Motor: v8 Biturbo-Direkteinspritzer
Getriebe: Siebengang-Speedshift-Wandlerautomatik
Antrieb: 4matic Allradantrieb
Hubraum: 5.461 ccm
Leistung: 585 PS bei 5.500 U/min
Drehmoment: 900Nm von 2.250 bis 3.750 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 4.4 Sekunden
Höchstgeschw.: 250 km/h / geg. Aufpreis: 300 km/h
Verbrauch nach Norm: 10.1 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 237 g/km
Testverbrauch:
Räder: VA: 255/45-19  HA: 285/40-19
Leergewicht: 1.970 kg
Länge, Breite, Höhe: 5.157 / 1915 / 1.501 mm
Lustfaktor / max 10 Punkte:  9 von 10
Preis: ab 149.880,50 EUR

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Mercedes-Benz SSC – S-Klasse Coupé mit vier Türen

Als Mercedes-Benz vor 10 Jahren auf der IAA 2003 die „Vision CLS“ vorstellte, war man im Begriff eine völlig neue Fahrzeugklasse zu „erfinden“. Waren Coupés bis dato immer zweitürig, stellte der CLS in seiner späteren Serienreife (10/2004) eindeutig klar: Ein schönes Coupé kann auch vier Türen besitzen.

Die IAA 2013 war die Geburtsstunde für eine Studie, die mit Sicherheit den Weg in die Serienfertigung finden wird: Das S-Klasse Coupé. Und auch wenn man noch von einem Konzeptfahrzeug spricht, das es ein großes Coupé geben wird, das steht bereits fest.

S-Klasse Limousine, S-Klasse Coupé, S-Klasse Cabrio – alles beschlossen.

Mercedes-Benz SSC

Doch wäre ein viertüriges Mercedes S-Klasse Coupé nicht die besondere Würze im Modellprogramm? Nachdem ich die Foto-Retuschen vom Spezialisten Theo sah, bin ich mir sicher – in Stuttgart glühen die Köpfe, ob man nicht auch einen CLS in „groß“ und luxuriös anbieten sollte.

Was sagt ihr? Sieht diese Computer-Retusche eines viertürigen S-Klasse Coupés nicht extrem gut aus?

Und der Namen?

Theo hat seine Schöpfung „SSC“ getauft und will damit an die Rennsportwagen der Vorkriegsjahre erinnern: SSK.  Da bin ich allerdings skeptisch. „SS“ geht in Deutschland als politisch unkorrekte Bezeichnung unter, egal worin die Hommage besteht. Was wäre denn noch möglich? SCL?

Concept S-Class Coupé

 

Rendering-Quelle: http://www.theophiluschin.com/?p=5584

 

 

 

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Magic Body Control – Leicht erklärt

Die Mercedes-Benz S-Klasse kann etwas, was andere Luxus-Automobile nicht können: Sehen!

Und für ein beeindruckendes Fahrerlebnis  nutzen die hellen Köpfe „beim Daimler“ diese neue Fähigkeit unter anderem für das „Beste Fahrwerk“ seiner Klasse. Und das Ergebnis? Schwer zu erklären, aber in einem neuen Werbespot von Mercedes dennoch leicht auf den Punkt gebracht:

In diesem Sinne, lasst die Hühner tanzen!