Als ich einmal fast die Bodensee-Klassik gewann. Oder so.

Der Opel Kadett C Coupé als GT/E war ein Bubentraum für viele, damals. Und natürlich nur so richtig original in der „gelb-weißen“ Original Lackierung der 1000-Serie von ’77-’79. Schlanke Karosserie und Heckantrieb. Der Endgegner für die Golf GTI-Fraktion. Entweder Volkswagen oder Opel GT/E. Zwei Liter Hubraum, der Motor längs montiert und dank Bosch L-Jetronic 115 PS stark. Wer damals den Oberlippenbart pflegte und VoKuHiLa trug, der stand auch auf das knackige Sportler-Coupé der Rüsselsheimer. Heute ein gesuchter Kult-Youngtimer. Auf dem Weg zum Oldie. Der Serien GT/E hatte nicht nur den bekannten 2.0 Liter 115 PS Einspritzer, sondern auch ein Sperr-Differential und ein knackig kurzes Fünfgang-Sportgetriebe von ZF verpasst bekommen. Das Leergewicht des Coupés ? Für heutige Verhältnisse eine Besonderheit. Easy unter 1.000 Kilogramm! So konditioniert, war das Kadett Coupé natürlich prädestiniert für den Motorsport. Der Einstiegspreis damals lag im übrigen bei 16.900 D-Mark! Kein Schnäppchen, aber für Sportfahrer ein erreichbarer Fixpunkt!

Mit dem Herzen eines Rallye-Helden zur Bodensee-Klassik 2017

Dann kann auch Gesamtplatz 47 ein Sieg sein!

Die Bodensee-Klassik ist eine Veranstaltung für Menschen mit Benzin im Blut. Umgeben vom wundervollen Panorama des Allgäus, der Alpen und des Bodensees lässt sich der Autofahrer-Alltag mit der Hilfe von „altem Blech“ und knackigen Touren vergessen. Zurück in eine Zeit, in der das Autofahren primär eine Lust war.

Damit der sportliche Ehrgeiz nicht durch übereifrige Polizisten mit Laserpistolen und absurden Strafsummen für klitzekleines Überschreiten des Tempolimits ausgebremst wird – ist die Prämisse der Ausfahrt: „Reisen statt rasen“ und der sportliche Wettkampf wird in „Wertungsprüfungen“ auf Parkplätzen abgehalten. Aber auch hier geht es dann nicht um „Rekordrundenzeiten“, sondern um Präzision – um das 1/100 bei der Einhaltung von Zeitvorgaben. Festgehalten im Roadbook, stellen sich die Teams den Aufgaben. Der Beifahrer gibt vor, der Fahrer reagiert. 100 Meter in 16 Sekunden die Ansage und der Fahrer muss genau dies einhalten. Es ist ein Teamsport. Und nicht selten sind Teams an diesen Aufgaben zerbrochen.

Lämmle und Habby in der Startnummer 32

Die Rollen im Cockpit waren fix verteilt. Meine Co-Pilotin sollte Sarah Elsser sein, eine Moderatorin, bekannt aus dem TV. Und diese Frau würde mir sagen, wo es lang geht. Das liest sich, als wäre der Chauvi am Steuer nicht wegzudiskutieren. Klassische Geschlechterrollen während der Rallye? Nein. Aber Habby ist ein Autoblogger und ein miserabler Beifahrer. Umso wichtiger zudem die Rolle des Co: Die Richtung und die Zeiten ansagen. Während der obligatorischen Rallye-Schulung war sich ein älteres Paar eine Sitzreihe hinter uns dann auch einig: „Was Lämmle sagt, wird gemacht.“ Oder so ähnlich der Wortlaut des Paares in den 60-70zigern. Lämmle von nun an der Rufname der Co-Piloten Sarah, und was Lämmle sagt, wird Habby tun. Da links abbiegen? Und wenn alle vor einem rechts fahren? Dann wird dennoch links abgebogen. Lämmle hat das Kommando. So klassisch chauvinistisch war die Aufgabenteilung also nicht.

Der Papiertiger

Das Rallye-Fahrzeug von Achim Warmbold sollten wir fahren. Eine Rallye-Variante des Opel Kadett C Coupe GT/E. 160 PS stark, mit kurzem Getriebe und Sperrdiffferential ausgerüstet. Verstärkte Dämpfer, kürzere Federn und ein Überrolbügel vervollständigen das Setup. Ein erstes Anlassen: Oh, der läuft ja rau. Die ersten Meter: Oh, der hat sicher keine 160 PS. So ist das mit den Presse-Fahrzeugen. Nicht alles, was nach Rallye aussieht, fährt auch wie „Rallye“. Unsere Startnummer 32 hatte die „35“ von Achim Warmbold 1978 auf Platz 2 in der Deutschen Rallyemeisterschaft getrieben. Aber leider nur die Optik des Ex-Werkswagens und die Startnummer – die Leistung entsprach dem Serien GT/E und vermutlich auch das nur mit viel Liebe.

Berg-Etappen wurden so zur Berg-Prüfung für das ZF-Getriebe. Unter 2.500 Umdrehungen lief unser Kadett nicht wirklich rund und wollte kein Gas annehmen, ab 3.5 zog er – bei 4 ging ihm die Luft aus und auf 4.5 wurde er vor allem lauter – aber nicht mehr schneller. Fleißiges Rühren im knackigen Sport-Getriebe. Der erste Gang hinten links, zwei vorne und so weiter. Das kann in der Hektik einer Zeitprüfung schon mal irritieren – war das jetzt der zweite, der dritte, oder doch der vierte Gang? Unser Kadett nahm es mit herzlichen Reaktionen auf. Immerhin die Optik stimmte und so strahlten nicht selten die Herzen von älteren Männern am Straßenrand. Bei einem Tankstopp lächelte die kastanienrot gefärbte Kassiererin milde und setze einen verträumten Blick auf: „So einen hatte mein Mann auch mal“. Ich denke – die Episode zwischen ihr und ihrem Mann hatte durchaus Höhepunkte im Kadett GT/E.

Klassensiege und schmerzliche Niederlagen

Man könnte die Bodensee-Klassik nicht so lieben, würde sie nicht von einem Profi-Team organisiert werden. Nach dem ersten Wertungstag war die Stimmung im Team „Lämmle und Habby“ großartig. Lämmle hatte die Beschilderung durch Chinesen-Zeichen sofort verstanden und Habby den rechten Weg gewiesen. Und auch die ersten Wertungsprüfungen verliefen extrem erfolgreich. Für so ein junges Team. Für Lämmle war es immerhin die erste Klassik-Rallye. Platz 29 von 173 Teilnehmern. Da darf man schon ein wenig stolz sein. Mit diesem Stolz startete der Freitag der Rallye. Zwei Etappen, mehrere Wertungsprüfungen und am Abend sollten wir festgestellt haben, wenn die Tankuhr „leer“ anzeigt, dann ist der Kadett auch wirklich leer. Komplett leer. Zum Glück ging uns der Sprit erst kurz vor einer Tankstelle aus. So durfte Lämmle ans Steuer und Habby freute sch über das gute Leistungsgewicht des Rallye-Optik-GT/E. Ein wenig Sport konnte dem guten Gefühl keinen Dämpfer verpassen. Ein katastrophales Ergebnis schon.

Platz 65 am zweiten Tag – eine herbe Enttäuschung. Was war passiert?

Eine doppelt versteckte Durchfahrtsprüfung übersehen – und zweimal bei einer Wertungsprüfung in den Himmel geschaut. Das reichte, um im knappen Feld der Top-Leute eine rote Laterne zu kassieren. Jede 1/100 Sekunde Abweichung ein Strafpunkt, eine verpasste Durchfahrtskontrolle, 300 Strafpunkte und am Abend von Tag zwei standen 1323 Punkte auf dem Konto. Am Vortag waren es noch 814 und die Spitzen-Teams bleiben unter 400 pro Tag. 🙁 Das muss Motorsport sein. Dieses Gefühl. Eigentlich geht es ja um nichts. Aber auf der anderen Seite eben doch um alles. Team Lämmle und Habby unter Druck.

Tag 3 – ein versöhnliches Ende

Der dritte Tag belohnte die Teilnehmer mit grandiosen Strecken. Enge und verwinkelte Berg-Passagen, der GT/E röhrt zwischen dem dritten und zweiten Gang und 3 bis 4.000 Umdrehungen hin- und her. So langsam bildet sich Hornhaut an der rechten Hand. Ungewöhnlich harsch der Druck, mit dem die Schaltung geführt werden will, wenig schmeichelnd in der Hand der Schaltknauf. Die Ohren haben sich derweil an den mit wenig Dämmung versehenen Rallye-Advokaten gewöhnt. Es ist halt laut im GT/E.

Konzentration bei Lämmle, Konzentration bei Habby. Noch einmal das gute Ergebnis vom Freitag wiederholen. Zeigen, dass der Freitag kein Glücksgriff war, sondern Ergebnis von guter Teamarbeit. Und prompt geht die erste Wertungsprüfung des Tages in die Hose. Doch Lämmle baut den frustrierten Habby wieder auf. Dank der Gesangseinlagen der Co-Pilotin kann die Stimmung im ’79 VoKuHiLa-Traumwagen nicht schlecht bleiben. Und mit 377 Strafpunkten am Samstag steigern wir uns sogar. Platz 17 im Starterfeld und damit noch einmal ordentlich Land gut gemacht.  Und mit einer 0.00 in der allerletzten Wertungsprüfung haben wir sogar eine Wertungsprüfung gewonnen. Doch dieser Sieg bleibt unbelohnt, denn wir sitzen in einem Fahrzeug des Sponsors. ZF ist Partner der Bodensee-Klassik und unser Fahrzeug wurde von ZF zur Teilnahme angemeldet. Wie gewonnen, so – glücklich. Punkt. Doch wir blieben das beste ZF-Team und der Drittbeste Opel – man muss sie nur finden, die Gründe zum feiern!

Am Ende fühlt sich diese Bodensee-Klassik an, als hätten wir sie gewonnen. Danke an „Lämmle“, du warst eine tolle Co-Pilotin! 

 

 

 

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Seat Ateca FR – Sportlicher Mehrwert

Auf der Barcelona International Motor Show wurde es vorgestellt, das sportliche Top-Modell der Baureihe: Der Seat Ateca FR. Die Abkürzung FR kennen wir bereits aus dem Seat-Ausstattungs-Alphabet und übersetzten es mit „Formula Racing“. Was es damit auf sich hat, zeigen die nächsten Zeilen. Klar ist aber, dass der Ateca FR eine Ergänzung der Seat Produktoffensive darstellt, die mit dem Ateca selbst begonnen hat. Nach dem Facelift des Seat Leon und der Neueinführung des Ibiza wurden weitere SUV und Crossover wie der Arona bereits angekündigt. Werfen wir also einen Blick auf den Ausbau der Ateca-Baureihe. Read more

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Tesla Model X 100 D – Sport-Van für Hollywood

Eines muss man Tesla lassen – sie haben die Branche aufgemischt und Lösungen zu Problemen gefunden, die vorher niemanden kümmerten. Das Thema Schnellladestationen an Autobahnen beispielsweise wäre ohne Teslas privates Engagement samt Verschenken des Stroms gar keins, weil es eben keine Säulen gäbe. Wir haben probiert, wie sich das Tesla Model X im winterlichen Alltag schlägt.

Model X, das ist in der Tesla-Nomenklatur das Top-Model und eine Art SUV, wobei das 5,04 Meter lange Fahrzeug optisch eine Mischung aus Van und SUV-Coupé ist, jedenfalls nichts mit herkömmlichen SUV-Maßstäben zu tun hat. Auf der Straße wirkt er trotz seiner Breite von 2,07 Metern elegant, die Form stimmig. Der cw-Wert von 0,24 erscheint durchaus glaubhaft. Weil die gelungene, aber letztlich einfache Form dem geneigten Käufer zu wenig sein könnte, um die Andersartigkeit seines Fahrzeugs zu dokumentieren, und weil – wie man hört – 90 Prozent der Kunden in Befragungen Gefallen daran gefunden haben, hat Tesla dem Model X Flügeltüren spendiert. Aber nur hinten.

Wer will, kann den Tesla Model X auch als Zugmaschine hernehmen. Den Stromer kann man grundsätzlich auch mit Anhängerkupplung ausstatten

Theoretisch wird so das Einsteigen auch in engeren Parklücken einfacher, praktisch gehen die Flügel nicht viel weniger weit auf als die herkömmlichen Türen vorne. Nebenbei wird bei einem Fahrzeug dieser Breite jede europäische Standardparkbucht zu eng, so dass man derlei Stellflächen besser ganz meidet. Alle Türen öffnen und schließen elektrisch, was schick ist, aber länger dauert als ohne Hilfsmittel. Im Alltag nutzt man die hinteren Portale dadurch nicht, um mal schnell eine Tasche auf den Sitz zu legen oder seine Jacke aufzuhängen, wie in normalen SUVs. Dazu dauert der Prozess zu lange und für die Jacke sucht man einen Haken vergeblich.

Das Tesla Model X darf das, weil es anders ist und anders sein muss. Alternative Lösungen finden sich so einige. Dass die Modelle dieser Marke im Interieur auf Schalter verzichten und man alles über einen tatsächlich ziemlich intuitiv zu bedienenden Riesenbildschirm regelt, ist bekannt. Funktioniert gut mit kleinen Schwächen, die an mangelnder Gewohnheit liegen dürften. Dass sich das Auto entriegelt, wenn man sich nähert, ist angenehm, der Verzicht auf einen Startknopf oder einen Zündschlüssel nur folgerichtig. Wo es mangels Verbrennungsmotor nichts zu zünden gibt, reicht der Tritt auf das Bremspedal, um das Auto fahrbreit zu machen. Zum Start nutzt man den von Mercedes bekannten Lenkradhebel und tippt ihn Richtung D und schon schnurrt das 2,5-Tonnen-Gefährt nahezu lautlos davon.

Eindrucksvoll: Die Informationszentrale mit Riesendisplay

Beim Druck auf das Strompedal gilt es Vorsicht walten zu lassen. Tesla nutzt die Grundeigenart von E-Motoren, ihr maximales Drehmoment vom Start weg abzugeben, um phänomenale Sprintwerte zu erzeugen. Aus dem Stand vergehen nur 3,1 Sekunden bis die 100er-Marke erreicht ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Das ist nicht weiter verwunderlich, liegen doch 510 PS an der Hinterachse und 262 PS vorn an. Die 100-kWh-Batterie kann aber nur so viel Strom abgeben, dass die Systemleistung auf 611 PS begrenzt ist.

Kraft ist also reichlich vorhanden in den Motoren, und beim Start auch in der Batterie. Weil in Deutschland gerade Winter ist, konnten wir die Beschleunigungskraft nur bedingt testen, brachten die Batterie aber durch abgeforderte Heizleistung an ihre Grenze. Auch das Tesla Model X ist, bei aller innewohnenden Finesse, am Ende ein ziemlich normales Elektroauto mit den zugehörigen Schwächen. Und dazu zählt auch hier die Batterie. 100 Kilowattstunden fasst der Akku, das ist ungefähr viermal so viel wie bei einem E-Golf oder einem Nissan Leaf. An einer Haushaltsteckdose dauert es auch viermal so lange, bis der Speicher voll ist.

Die Fahrleistungen des Model X sind mehr als imposant: Die Sprintzeit dauert knapp über drei Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h

Wir haben das nicht wirklich probiert, weil wir das Fahrzeug nicht drei Tage an der Steckdose parken wollten. Die Alternative mit der Starkstromdose – das passende Kabel liegt gegen einen Extrapreis von 1.600 Euro bei – halbiert die Ladezeit, ist aber auch nicht befriedigend. Abhilfe schaffen die Supercharger, die Tesla entlang der Autobahnen aufgestellt hat. In 20 Kilometer Entfernung befindet sich eine solche Station. Dort fasst unser Testwagen wie versprochen in 30 Minuten 80 kWh Strom, 80 Prozent der vollen Ladung nämlich. Das funktioniert wie das Tanken an einer Benzinzapfsäule. Schlauch mit Stecker von der Säule nehmen, reinstecken laden und derweil einen Happen essen. Wunderbar, zumal Tesla den Strom für dieses Modell noch verschenkt.

Weniger wunderbar ist die daraus resultierende Reichweite. 542 Kilometer gibt Tesla im europäischen Normzyklus an, in unserem winterlichen Alltagstest war es ungefähr die Hälfte. Der Verbrauch lag zwischen 35 und 4, Kilowattstunden je 100 Kilometer. Dabei spielte das Streckenprofil und die Heizleistung eine größere Rolle als die Durchschnittsgeschwindigkeit. Auf der Autobahn, bei maximal 120 km/h, wie auf amerikanischen Highways üblich, sinkt der Verbrauch. Deutsche Landstraßen mit häufigen Tempowechseln treiben ihn hoch. Die Nutzung der Klimaanlage im Winter ist auch nicht hilfreich. Ohne die geht aber nichts. Der Versuch des Verzichts scheiterte nach kürzester Zeit an beschlagenden Scheiben.

Das Model X von Tesla ist über fünf Meter lang und über zwei Meter breit

Man kommt mit dem Tesla Model X weiter als mit einem E-Golf, aber längst nicht so viel weiter, wie man erwartet. Dafür ist das Model X derzeit das einzige E-Auto, dass es auch mit Anhängerkupplung (800 Euro) gibt. Zu den Vorteilen zählt auch der üppige Laderaum. Der vordere Kofferraum schluckt immerhin 187 Liter, der hintere bis zu 2.493 Liter, sofern man das Fahrzeug als Fünfsitzer nutzt und die beiden Sitze in der dritten Reihe umlegt. Richtig, das Model X ist dank dritter Sitzreihe das fast perfekte Mama-Taxi für die eigenen Kinder und deren Freunde, im urbanen Umfeld – sagen wir im Großraum Hollywood – also bestens aufgehoben. Dort sollte man auch einigermaßen erfolgreich sein, denn Tesla verlangt für diesen schicken E-Van 156.700 Euro. Unser Testwagen kam inklusive diverse Extras (Kaltwetterpaket, Autopilot, Sonderlack u.ä.) auf 182.540 Euro. Ordert man ihn als 75 D mit der kleineren Batterie, sind 102.500 Euro plus Extras fällig. Große Verbreitung dürfte auch deshalb nicht zu erwarten sein. (Günter Weigel/SP-X)

Skoda Octavia RS – Mehr PS zum kleinen Preis

Zu Preisen ab 30.900 Euro ist ab sofort der Skoda Octavia RS bestellbar. Die frisch geliftete Sportvariante von Limousine und Kombi (700 Euro Aufpreis) ist wahlweise mit einem 135 kW/184 PS starken 2,0-Liter-Diesel oder einem gleich großen Benziner mit 169 kW/230 PS erhältlich. Bei der Kraftübertragung besteht die Wahl zwischen einer manuellen Sechsgang-Handschaltung und einem Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen. Letzteres ist beim Diesel auch mit Allradantrieb kombinierbar (ab 35.290 Euro). Zur Ausstattung zählen neben den üblichen optischen Beigaben unter anderem LED-Scheinwerfer, die elektronischen Querdifferenzialsperre XDS+ und ein Notbremsassistent mit Personenerkennung. Die Preise steigen im Zuge des Liftings. Der Benziner wird um rund 500 Euro teurer, erhält im Gegenzug aber auch 10 PS mehr Leistung. Der Preis für den nicht geänderten Diesel steigt um 400 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

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Audi SQ5 – Benzin statt Diesel für das Sport-SUV

Audi krönt seine neu aufgelegte Q5-Baureihe mit einem Topmodell. Der SQ5 wird in der zweiten Generation nicht mehr von einem V6-Diesel mit drei Litern Hubraum angetrieben, sondern erhält den gleich großen Benziner, der beim Vorgänger noch den Märkten in Amerika und Asien vorbehalten war. Das Turbo-Triebwerk leistet 260 kW/354 PS und stellt ein Drehmoment von 500 Nm zur Verfügung. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 8,3 Liter an. Die Kraftübertragung an alle vier Räder läuft über eine Achtstufenautomatik. Auf den deutschen Markt kommt der SQ5 Mitte 2017, die Preise dürften bei rund 65.000 Euro liegen. (Holger Holzer/SP-X)

Dunlop Winter Sport Reifen – Schwer in Fahrt

Alle Autobesitzer brauchen Winterreifen. Ob nun für den Kleinwagen, die Mittelklasse-Limousine, den Familienvan, das SUV oder den Sportwagen. Doch immer häufiger kann man die Kategorie des Fahrzeugs nicht mehr klar festlegen – eine Herausforderung für die Reifenhersteller. So sind SUV nicht mehr rein für das Gelände geeignet, sondern bieten auch hohe sportliche Fähigkeiten. Und das zeigt Dunlop nun auf besonders spektakuläre Art und Weise.

SUV sind groß, verbrauchen viel Benzin und sind vollkommen unsportlich. Die ersten beiden Aspekte mögen vielleicht stimmen, aber unsportlich sind sie beileibe nicht mehr. Ein Paradebeispiel dafür liefert Porsche mit dem Macan. Das SUV vereint Dynamik mit Komfort und Prestige, wie kein zweites. Umso wichtiger ist es auch, dass die Pneus dazu passen – und an dieser Stelle kommen die Dunlop Winter Sport Reifen ins Spiel.

Um nun zu demonstrieren, wie gut diese Reifen für den Winter geeignet sind, hat sich der Reifenhersteller etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Zur Demonstration des Potentials der Dunlop Winter Sport Reifen wurde eine Ski-Halle gemietet. Mit ihrem weichen, fluffigen Schnee, entsprechender Kälte, konstanten Bedingungen und nicht zu unterschätzenden Steigungen wie Gefällen, ist die Herausforderung für einen Winterreifen nicht zu unterschätzen. Und eines kommt noch erschwerend hinzu: Der Porsche fährt nicht einfach nur einen abgesteckten Parcours ab, sondern ist Teil eines ganz besonderen Stunts.

Dunlop Winter Sport Reifen: Volle Kraft voraus!

An der Front des SUV ist eine Half-Pipe installiert, auf der ein Skifahrer ein Kabinettstückchen vollführen soll. Doch nicht einfach im Stand – das wäre zu einfach – sondern während der Porsche auf ihn zueilt. Der Sportler fährt bergab, während das SUV bergauf auf ihn zu schnellt. Die Dunlop Winter Sport Reifen verzahnen sich dabei fest mit dem Schnee, als wäre er gar nicht vorhanden, sodass der Macan stetig an Speed zugewinnt. Und so kommt es, wie es kommen muss: Der Ski-Fahrer und das Fahrzeug treffen aufeinander. Wie dieses Spektakel ausgegangen ist, seht ihr im Video oben. Noch bevor Ihr das Geschehen aber bestaunt habt, lasst Euch eines gesagt sein: So etwas habt Ihr noch nicht gesehen.

Audi Q2 Edition 1 – Erste Sahne

Wer A sagt, muss auch B sagen. Im Audi-Alphabet ist das aber falsch, da bei den Ingolstädtern das Q auf das A folgt. Ist in den A-Baureihen nahezu jede Lücke besetzt, scheint es in den Q-Baureihen noch die eine oder andere unbesetzte Nische zu geben. Nach dem SUV-Flaggschiff Q7, dem Q5 für die gehobene Mittelklasse und dem Kompakten Q3 kommt nun also der Q2. Wer jetzt geglaubt hat, dass die Q-Reihe nur die ungeraden Zahlen nutzt, lag also falsch. Warum? Ist doch klar: man will sich in Ingolstadt noch eine Lücke zur Abrundung nach unten lassen.

Der Audi A2 war seiner Zeit weit voraus und galt nicht gerade als Kassenschlager. Das will der neue Audi Q2 anders machen, besonders als Edition 1. Das zum Marktstart erhältliche Sondermodell will mit seinem besonders sportlichen und schicken Look auf Kundenfang gehen. Und wenn man sich die Zulassungszahlen im Segment der SUV so ansieht, muss man kein Hellseher sein, um ihm einen reißenden Absatz zu prophezeien. Zumal der Käufer alles anzunehmen scheint, solange „Premium“ oder „Lifestyle“ dahinter steckt.

Auf großem Fuß: 19-Zoll-Felgen beim Audi Q2 Edition 1
Auf großem Fuß: 19-Zoll-Felgen beim Audi Q2 Edition 1

Aber SUV? Sind das nicht diese riesigen Spritschleudern mit großvolumigen Motoren und Allradantrieb? Spätestens seit es Kompakt-SUV gibt, gilt dies nicht mehr. Zumal der Begriff nichts anderes bedeutet als Sports Utility Vehicle – also ein Gefährt, das für den sportlichen Einsatz gedacht ist. Das kann also die zügige Partie von A nach B sein oder der Transport der Snowboards und Surf-Bretter. Allrad-Antrieb, schiere Größe und dicke Maschinen sind längst nicht mehr Standard. So fährt auch der neue Audi Q2 Edition 1 serienmäßig mit Frontantrieb und Downsizing-Motoren vor. 1.4 Liter sind es bei den Benzinern, 1.6 beim Diesel. Der Selbstzünder leistet 115 PS, die Benziner maximal 150.

Wenn man sich den neuen Ingolstädter so ansieht, dann ist er auch nicht sehr groß – wobei man von einem Winzling ebenfalls nicht sprechen kann. Er wirkt stämmig und breitschultrig, könnte von seinen Abmessungen sogar dem Q3 Konkurrenz machen. Besonders als Audi Q2 Edition 1 mit seiner üppigen Ausstattung. Im exklusiven Farbton „Quantumgrau“ mit Exterieur-Details in schwarz und Manhattan-grau rollt das SUV zurückhaltend und vornehm vor. Einzig die Verkleidung der Dachsäule in sattem Schwarz wirkt durch die weißen Audi-Ringe etwas „drüber“. Der Rest? Audi-typischer Chic. S-Line-Exterieur-Teile, ein Diffusor am Heck, ein Audi-Exklusiv-Paket für die Front und 19-Zoll-Räder im Rotor-Design sorgen für den dynamisch-markanten Auftritt.

Zum Auftakt: Audi Q2 Edition 1

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Das Design des Audi Q2 ist sicherlich Geschmackssache

Innen trennt sich der Audi Q2 Edition 1 vom grau-schwarzen Äußeren. Zwar dominieren auch hier dunkle Farben, doch die Sitze stechen hervor. Sie kommen in einem Mix aus Stoff und Leder und tragen ein dezentes Braun, das auf den Namen „Amaretto“ gehorcht. Nicht ganz passend wirkt die einstellbare Kirmes-Beleuchtung in LED: zehn Farben sind wählbar – je nach Lust und Laune. Das hat nicht zuletzt die Mercedes-Benz S-Klasse vorgemacht. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen (nicht) streiten. Der Rest des Interieurs des Audi Q2 Edition 1 ist dafür wieder ganz auf Premium-Niveau: Ein Lederpaket und die typisch hohe Verarbeitungs- und Materialgüte erfreuen die Passagiere.

Alles wie gehabt also bei Audi. Stück für Stück werden die Nischen besetzt. Ob damit irgendwann Schluss ist, wird die Kundschaft vielleicht irgendwann entscheiden. So lange Lifestyle aber in ist und Premium-Preise gezahlt werden können, wird man noch einige Modelle sehen. Egal, ob ansehnlich oder nicht.

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Kann man ein e-bike am Plug-in Hybrid Outlander laden?

„Man sollte mal wieder Fahrrad fahren“

Wie oft habe ich diesen Satz schon an einem Sonntag in der Früh ausgesprochen und am Ende saß ich dann doch wieder im Büro am Schreibtisch und habe gearbeitet. Ja, Fahrrad fahren. Wenn wir nicht auf einem Berg wohnen würden. Am Ende einer Radtour muss man dann nämlich noch einmal diesen blöden Berg hoch. Da hat man schon Frust, bevor man abfährt. Also – keine Fahrradtour. Obwohl, da gab es doch mittlerweile auch „Plug-in Hybrid“ Fahrräder. e-Bikes. Stromspeicher und elektrischer Pedalantrieb, der einen dann beim Treten unterstützen kann. Richtig. Eventuell wäre genau das die richtige Lösung, um „mal wieder Fahrrad zu fahren“. Völlig ungeplant kam dazu in dieser Woche eine Leserfrage herein:

„Kann man mit dem Outlander PHEV ein Elektro-Fahrrad laden?“

Die Antwort lautet, frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip: Ja. 

Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander verfügt für die DC-Gleichstromladung über den ChaDeMo-Anschluss und dort kann man nicht nur „Strom einfüllen“, sondern auch wieder entnehmen. Ein Ladevorgang des e-Bikes ist – grundsätzlich – also erst einmal möglich. Wenn, ja wenn das e-Bike denn einen ChaDeMo-Anschluss hätte, was es jedoch nicht hat.

e-Bikes werden per AC-Anschluss und dem allseits bekannten Schuko-Stecker geladen. 

Man benötigt also erst einmal eine Wandler-Box. Und auch wenn wir bereits seit zwei Jahren darauf warten, so richtig frei auf dem Markt erhältlich ist diese Box noch immer nicht. Am Ende des Tunnels scheint sich jedoch Licht erkennen zu lassen. Das Unternehmen Combination hat die DinX-Powerbox vorgestellt und plante den Verkauf ab Juli 2016.

Laut den technischen Daten der Box wird man damit 2.7 kW Dauerleistung an 230 Volt abliefern. 2x 230 Volt Schuko-Stecker sollen die Kompatibilität zur Haushalts-Welt ermöglichen. Wenn man davon ausgeht, dass ein Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander rund 9 kWh an elektrischer Leistung zur Verfügung stellen kann, könnte man einen normalen Haushalt damit für rund 4 Tage mit Strom versorgen. Und ein e-Bike?

Gängige e-Bikes haben rund 14-16 Ah Akkus, einen 250 Watt Motor und laufen mit 36 Volt. Per Ladegeräte-Adapter – der gehört zu den e-Bikes – könnte man also locker mehrere Dutzend Ladungen des e-Bikes am Outlander PHEV vornehmen. Und genau das führt zu dem Beispiel, wofür sich diese Bi-Direktionale-Funktionalität nutzen lässt. Stellen Sie sich den typischen Camping-Urlaub vor: Der Outlander Plug-in Hybrid kann als „Strom-Aggregat“ funktionieren und neben den e-Bikes für den Tagesausflug lädt er am Abend den Camping-Kühlschrank. Im Prinzip setzt man den Ideen keine Grenzen.

Für mich persönlich steht fest: Ich werde mal wieder Fahrrad fahren, aber nur mit einem Plug-in Hybrid Fahrrad, oder wie andere sagen: Mit einem e-Bike!

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Toyota GT86 Facelift – Erst der Anfang?

2012: Ein Ruck ging durch die Sportwagenwelt – der Toyota GT86 und das Schwestermodell, der Subaru BRZ erblickten das Licht der Welt. Klein, leicht, erschwinglich und heckgetrieben zeigten die beiden japanischen Racer, dass wir viel zu lange auf einen veritablen Sportler aus Fernost warten musste. Die 200 PS aus dem 2.0 Liter Boxermotor klangen recht vielversprechend. Doch das Fahrzeug geriet so gut austariert und bietet eine solch schöne Balance, dass die Motorleistung eher nach einem Einstieg, denn nach dem Ende der Fahnenstange, klingt. Nun zeigt Toyota das Facelift des GT86 und bietet von allem mehr – nur die Leistung bleibt gleich.

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Neue Heckpartie, alter Spoiler. Wie immer Geschmackssache

Das Design des Toyota GT86 zeigt die typische Linienführung eines Coupés: Lange Motorhaube, kurzes Heck, gestreckter Radstand. Daran ändert auch das Facelift nichts. Doch die Linienführung gibt sich gestrafft. So wuchs der Kühlergrill etwas, während die Frontschürze frischer wirkt. Neu ist aber, dass der Toyota GT86 eine komplette LED-Ausstattung mitbringt. Sowohl die Haupt, wie auch die Nebelscheinwerfer und das Tagfahrlicht weisen diese Technik auf. Hinzu kommen Rückleuchten, die ebenfalls von LEDs illuminiert werden. Auch hier wurde die Linienführung gestrafft und gibt sich eine Idee ansehnlicher, ohne den Vorgänger aber alt aussehen zu lassen. Geblieben ist lediglich der Heckspoiler, der wie ein Fremdkörper wirkt.

Fremd dürften die beiden Ausstattungslinien indes nicht sein: Sowohl das Topmodell, der Toyota GT86, wie auch die Einstiegsversion, der Toyota GT86 Pure, behielten ihren Namen, gefallen aber sogar in der Basis mit einer reichhaltigen Ausstattung. Auf eine Klimaanlage, ein Multimedia-Audiosystem oder etwa Sportsitze muss man im japanischen Coupé nie verzichten. Das höherwertige Modell bietet neben Leichtmetallfelgen ein zusätzliches 4,2 Zoll Display, das allerlei Fahrzeugdaten anzeigen kann: Von der Drehmoment- und Leistungskurve, über Rundenzeiten, bis hin zu den Fliehkräften.

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Hier im Bild: Die US-Version, die aufgrund der allgegenwärtigen Tempolimits ohne einen Spoiler auskommt

Alles schön und gut, für den Sportwagenfan sind aber die Optimierungen unter dem Blech interessanter. So bietet der Toyota GT86 mit der Modellpflege eine noch feinere Fahrwerksabstimmung mit einer veränderten Federung und Dämpfung. Mit von der Partie ist zudem die knackige Sechsgangschaltung, die einfach besser zum Sportwagen passt, als das komfortbetonte Sechsgang-Automatikgetriebe. Doch mit diesen Optimierungen stellt sich eine Frage: Wo bleibt das Plus an Leistung? Wo der Druck aus unteren Drehzahlen? Wo das motorische Potential, um an die Grenzen des Fahrzeugs zu gehen? Wir hoffen, dass da noch etwas kommt!

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Powerwürfel: Fiesta ST jetzt mit 200 PS

Es ist kein Ford Fiesta RS geworden, noch nicht, aber immerhin ein ST mit 200 PS. Für den Kleinwagen Fiesta schon eine Ansage. 10 Prozent mehr Power, 20 Prozent mehr Drehmoment. Damit ist der Fiesta, pünktlich zu seinem 40. Geburtstag, stärker als je zuvor! 

Fiesta mit 200 PS – Der Powerwürfel

Der 1.6 Liter EcoBoost-Motor wurde weiter entwickelt und auf 200 PS gepusht. Die limitierte Sonderedition des Fiesta ST200 erhält zudem ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk und eine modifizierte Lenkung. War der Fiesta ST bereits ein echter Sportler (hier im Test), so legt der Fiesta ST200 noch einmal einen oben drauf.

Bis heute wurden mehr als 30.000 Fiesta ST in Europa verkauft, seit über 40 Jahren fährt der Fiesta zudem als feste Größe in der Liga der Kleinwagen vor. Mit dem ST200 wird aus dem knackigen Fiesta ST ein Ford Performance-Modell. Denn genau aus dieser Abteilung stammen die Ideen und während der normale ST bereits beeindrucken kann und der größere Bruder Focus RS alles in Grund und Boden fährt, hat man dem kleinen Fiesta nun die Sportschuhe noch einmal neu geschnürt. Zur generellen Leistungsteigerung kommt noch eine Overboost-Funktion mit 215 PS und 320 Nm für bis zu 20 Sekunden.

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Damit der Druck auch anständig in Vortrieb umgewandelt wird, wurde zudem die Gesamtübersetzung verkürzt. Der Fiesta ST200 sprintet nun in der wichtigen Spurt-Disziplin von 50 auf 100 km/h in nur 5.2 Sekunden. Seine Top-Speed liegt bei 230 km/h.

Ebenso wie der jüngst überarbeitete Fiesta ST profitiert auch der ST200 von zahlreichen Fahrwerks-Modifikationen wie zum Beispiel der um 27 Prozent verwindungssteifer ausgelegten Drehstabfederung der
Hinterachse sowie dem neuen Querstabilisator. Letzterer mit einem Durchmesser von nun 21 statt wie bislang 19 Millimetern. Hinzu kommen entsprechend angepasste Stoßdämpfer-Raten und verkürzte Federn. Die Karosserie des ST200 wurde, ebenso wie beim Fiesta ST, gegenüber dem „konventionellen“ Fiesta um 15 Millimeter abgesenkt. Damit erreicht der ST200 in Sachen Fahrdynamik ein neues Level.

Für kraftvolle Verzögerung sorgen 278 Millimeter große Bremsscheiben an der Vorder- und 253 Millimeter große Scheiben an der Hinterachse. Im Vergleich zum „konventionellen“ Fiesta verfügt der ST200 zudem über einen größeren Tandem-Hauptbremszylinder.

„Bereits der Ford Fiesta ST begeistert sportlich ambitionierte Fahrer mit seinem Go-Kart-ähnlichen Handling und dem kraftvollen Motor“, erklärt Darren Palmer, Direktor Kompaktwagen-Baureihen bei Ford Europa. „Der neue Fiesta ST200 setzt dank des noch sportlicher abgestimmten Fahrwerks neue Maßstäbe hinsichtlich Handling und Stabilität. Gleichzeitig profitieren die Passagiere von noch höherem
Komfort.“

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Ford Fiesta ST200 Innenraum
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Kia Ceed GT – Hausaufgaben gemacht!

Ein Koraner – den meisten kommt beim Gedanken an einen Kia zuerst ein günstiger Preis in den Sinn. Günstige Alltagskost, die eher langweilt, als mit Sportlichkeit zu begeistern. Doch der Kia Ceed GT ist anders: Er sieht nicht nur dynamischer aus, als die zahmeren Brüder, er hat auch 204 PS unter seiner Haube. Das sind Werte, mit deinen der Golf V GTI seinerzeit für Aufsehen sorgte. Doch dieser Kia ist ein GT und kein GTI. Wir haben ihm mal auf den Zahn gefühlt und wollten sehen, wie viel Sport in ihm steckt.

Design – Sportlich, nicht aufdringlich

Äußerlich distanziert sich der Kia Ceed GT klar von seinen schwächeren Brüdern. Auffälligstes Merkmal an der Front sind sicherlich die vier LED-Tagfahrlicht-Spots pro Seite. Sie schaffen eine neue Markenidentität, die sich bei den neueren Modellen, wie etwa dem Sportage, finden. Ansonsten vertraut der Ceed GT auf übliche Stilmittel, die man auch bei anderen sportlichen Kompakten findet. So wuchsen beispielsweise die Lufteinlässe und tragen nun Waben-Gitter, was vor allem dem Markengrill guttut, da die „Tigernase“, wie er genannt wird, damit noch hervorgehoben wird. Wählt man den GT in rot, kommen die weiteren Stilelemente wenig zum Tragen. Fällt die Wahl aber auf Weiß oder Schwarz, sticht die rote Zierleiste ins Auge: Sie bildet vorn den Abschluss des unteren Lufteinlasses und weckt damit Assoziationen zu einem sportlichen Wolfsburger.

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Hinten ist von der roten Zierleiste wiederum nichts zu sehen, dafür kommt ein Diffusor zum Einsatz. Ob er wirklich eine Funktion hat ist diskutabel, dass er den Look des Hecks aber aufwertet, steht außer Frage. Links und rechts davon trägt der Ceed GT zudem zwei Endrohre, die den sportlichen Look weiter abrunden. Sie sind nicht zu groß und entlassen einen angenehmen Sound. Weiteres Stilelement des GT: Die beiden angedeuteten Luftauslässe neben dem Kennzeichen. Natürlich haben sie nicht die Funktion, Abwärme zu kanalisieren, doch nehmen sie die Rückstrahler auf und sind dem sportlichen Auftreten zuträglich. In Verbindung mit dem vergrößerten Dachspoiler haben die Designer rund um Peter Schreyer – der seinerzeit bei Volkswagen große Erfolg feierte –, also gute Arbeit geleistet.

Innenraum – Hoch auf dem gelben Wagen…

Gut, der Kia Ceed GT auf den Fotos ist nicht gelb. Aber hoch ist es auf dem Gestühl dafür dennoch. Was kleine Menschen vielleicht nicht stören mag, wird Großgewachsenen umso mehr auffallen. Die Sitze lassen sich schlicht nicht weit genug herunter fahren, um eine wirklich sportliche Sitzposition zu finden. Schade, schließlich weiß das vordere Gestühl sonst zu gefallen. Nicht nur die Optik überzeugt mit ihrem Mix als Leder und Alcantara, sondern auch der Halt. Ordentlich ausgeformt am unteren Rücken und an den Oberschenkeln, kann man sich so auf flotte Kurvenfahrten freuen. Auch das Platzangebot stimmt: Einmal den Stuhl justiert, kann man sich kaum über zu wenig Bewegungsfreiheit beklagen – mal abgesehen vom zu geringen Verstellbereich in der Höhe. Das Lenkrad ist in zwei Ebenen zu arretieren, die Mittelarmlehne passt auf Anhieb und selbst Langbeinige können ihre Greten angenehm unterbringen.

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In Reihe zwei zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Bewegungsfreiheit rangiert auf dem Niveau der Konkurrenz und muss sich nicht verstecken. Hinzu gesellt sich die optisch, wie haptisch, attraktive Teillederausstattung, die viel zum Wohlgefühl beiträgt. Das kann auch über das optionale Panorama-Dach gesagt werden. Es lässt nicht nur viel Licht in den sonst sportlich-dunkel gehaltenen Innenraum, sondern schafft etwa zwei Zentimeter mehr Platz über den Köpfen, sofern der Innenhimmel elektrisch eingefahren wurde. Ein schönes Feature unseres fünftürigen Kia Ceed GT.  Schön ist außerdem der Klang der Soundanlage: Satte Bässe untermahlen die Klänge der digitalen Radiostationen. Leider wird das mit einem Raum- und Praktikabilitätsverlust im Kofferraum erkauft. Hat der Laderaum mit seinen 380 Litern Basisvolumen sonst ein klassenübliches, gut nutzbares Format, schränkt der direkt hinter den Rücksitzen verbaute Subwoofer das Volumen merklich ein.  Mittlerweile will Kia aber eine Variante im Angebot haben, die platzsparend in der Reserveradmulde verschwindet – Problem gelöst.

Problemlos gibt sich auch die Bedienung des Koreaners. Alles findet sich an Ort und Stelle und gibt nur wenig Rätsel auf. Das Schöne außerdem: Wer einmal in einem Kia gesessen hat – egal ob Sportage, Optima, Rio oder Ceed, der wird sich zurechtfinden. Das ähnelt dem Volkswagen-Ansatz. Natürlich halten die Asiaten am Blinkerhebel fest, der auch die Steuerung des Lichts umfasst. Aber das ist in Zeiten von Lichtsensoren längst nicht mehr zu kritisieren.

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Kritik gibt es eher für die elektrische Parkbremse – so etwas hat in einem Auto mit einem sportlichen Anspruch nichts verloren. Dafür gefällt – mir zumindest – der Mix aus analogen und digitalen Anzeigen. Grundsätzlich wird der Tacho zwar als analoges Instrument dargestellt, nutzt aber einen Bildschirm. Drückt man die „GT“-Taste auf dem Lenkrad, wandelt sich der Tacho in eine rein digitale Anzeige und bekommt ein dunkles, sportliches Thema. Ansonsten soll sich die Gasannahme noch etwas anspitzen, aber das merkt man kaum.

Ansonsten bleibt zum Innenraum nicht viel zu sagen – mal abgesehen vom Infotainment. Die Zeiten, in denen ein asiatisches Fahrzeug mit einer Nachrüstlösung daher kam, sind zum Glück vorbei. So gibt sich die Radio-Navi-Kombination säuberlich integriert und lässt sich intuitiv bedienen. Über feste Stationstasten wird das entsprechende Menü vorgewählt, den Rest regelt man via Touchscreen – alles logisch und einfach. Besonders lobend zu erwähnen: Die übersichtliche Gestaltung der Navigation. Hat man sein Ziel eingegeben und ist unterwegs, wird nicht nur die Karte angezeigt, sondern auch eine übersichtliche Pfeildarstellung. Sie lässt sich bei Nichtgebrauch schnell gegen die Anzeige der Medienauswahl oder eine reduzierte Pfeildarstellung wechseln. Überhaupt gefällt das Navigationssystem mit übersichtlichen Karten und einer schnellen Arbeitsweise. Dass Wisch-Gesten nicht verfügbar sind – Schwamm drüber. Schließlich funktioniert alles rund, leicht und eingängig. Davon kann sich manch französisches System eine dicke Scheibe abschneiden.

Fahreindrücke – Teils GT, teils GTI

204 PS, das klingt schon recht ordentlich für ein Kompaktklasse-Fahrzeug. Zumal der 1.6er Turbo sonor knurrt, wenn man ihm die Sporen gibt. Wenn das Fahrzeug warm ist und man aus Volllast Gas wegnimmt, sprotzelt er sogar ein wenig aus seinen Endrohren – schön gemacht. Zwar kann das Geknurre bei langer Fahrt vielleicht etwas strapaziös werden, aber das sei dahingestellt. Etwas zäh ist hingegen die Leistungsentfaltung. Der Spurt auf Landstraßentempo vergeht zwar in 7,7 Sekunden, doch braucht der Turbo ein wenig, bis er in Gang ist – ein klassisches Turboloch also. Ist dieses überwunden, schiebt der GT aber angenehm an, zumindest in den unteren Geschwindigkeitsbereichen. Doch das Turboloch ist keines von der Sorte, dass man einen richtigen Schlag in die Magengrube bekommt, wenn der Lader einmal vollen Schub hat. Es ist mehr wie in einer S-Bahn: Langsam aber nachdrücklich rollt man los, um dann sachte nachzulegen. Eine entspannte Auslegung also, die zum Charakter eines GT passt.

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Schade nur, dass dieser Effekt bei höheren Tempi nachlässt. Ab etwa 160 km/h geht dem Kia Ceed GT ein wenig die Puste aus. Die 204 PS scheinen etwas müde zu sein. Die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h ist nur mit viel Anlauf zu erreichen.

Also, runter von der Autobahn, rauf auf die Landstraße. Hier fühlt sich der sportliche Koreaner sichtlich wohl. Hier kann er sein Drehmoment von 265 Nm angenehm ausspielen, hier kann sein Fahrwerk brillieren. Gibt es sich im Stadtverkehr hier und da etwas ungelenkt – beispielsweise beim Überfahren von eingelassenen Straßenbahn-Schienen – zeigt es eine wirklich schöne Straffheit beim Kurvenräubern. Die Seitenneigung der Karosserie hält sich in einem äußerst überschaubaren Rahmen, während der Fahrspaß groß ist. Dazu trägt auch die knackig Schaltung bei: Die Anschlüsse passen, die Gangwechsel sind kurz und knackig – das macht Freude. Besonders, wenn der 1.6er rau knurrt. Wenn einem dann noch ein warmer Sommerwind durch das Glasdach über den Scheitel weht und die Lieblingsmusik satt im Gehörgang ankommt, vermisst man eigentlich nichts.

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Nicht mal den GT-Mode, der am Lenkrad gewählt werden kann. Einzig die Gasannahme strafft sich etwas nach, während Lenkung, Fahrwerk und Auspuffsound gleich bleiben. An sich könnte man den Schalter weg lassen und das Fahrzeug von vornherein so auslegen. Hier haben wir vielleicht den einzigen kleinen Wermutstropfen gefunden, der sich am Kia Ceed GT finden lässt: Die Lenkung. Im Allgemeinen gibt sie sich zu leichtgängig. Lässt sie sich bei anderen Kias über eine Lenkradtaste justieren, fehlt dieses Feature beim GT. Dabei könnte sie, angesichts der tollen Fahrwerks mit GTI-Ambitionen – durchaus straffer reagieren und mehr Rückstellkräfte erfordern.

Fazit – Der Gran Turismo in der Kompaktklasse.

Er will nicht der sportlichste Vertreter der Kompaktklasse sein, er will nicht auf der letzten Rille bei Hobby-Fahrten auf der Rennstrecke überzeugen und Hundertstel herauskitzeln. Nein, der Kia Ceed GT ist kein Spitzensportler. Aber will man das im Alltag überhaupt? Will man sich von übertriebener Fahrwerkshärte und Allüren einschränken lassen? Zumindest der Ceed GT will das nicht – und das macht ihn sympathisch. Er ist sportlich, wenn man es will, lädt zu zügigen Landstraßenpartien ein, verwöhnt mit einer reichhaltigen Ausstattung und überzeugt mit einer mehr als ordentlichen Innenraumqualität. Zudem gefällt die Optik, da sie sich angenehm, aber nicht übertrieben vom Standard-Ceed und der restlichen sportlichen Kompaktklasse abhebt. Einzig die Lenkung dürft etwas schärfer gewürzt sein. Ansonsten gilt: Hausaufgaben gemacht, Kia!

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Das ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring: Der Zeitplan

Die „Grüne Hölle“, so wird die Nordschleife gerne von Motorsport-Fans und denen genannt, die auch mal privat über den Nürburgring heizen. Nicht zu Unrecht, schließlich gilt die Rennstrecke als die anspruchsvollste der Welt und hat schon so manches Opfer gefordert. Umso spannender wird es jedes Jahr, wenn wieder das 24-h-Rennen am Nürburgring ansteht, da sich besonders nachts die Ausfälle häufen. So gilt jeder, der das Rennen übersteht – mehr oder minder unbeschadet – als Gewinner. Eine Materialschlacht ist das Rennen aber in jedem Fall. Wir werfen einmal einen Blick auf den Zeitplan des 44. Langstreckenrennens in der Eifel.

Los geht es bereits am Donnerstag, dem 26. Mai. Frühmorgens um 08:00 Uhr startet die Rundstrecken-Challenge auf der Nordschleife und wird gefolgt vom freien Training des Audi TT Sport Cups, das zwei Stunden später startet. Insgesamt ist dieser Tag komplett von Trainings- und Qualifying-Fahrten geprägt. So starten am Donnerstag noch die WTCC/ETCC zum Test, während um 13:15 Uhr das Qualifying zum ADAC 24h-Classic Rennen beginnt. Auch der Freitag ist geprägt von Trainings- und Qualifizierungsfahrten. Allerdings startet auch der Audi TT Sport Cup zu seinem ersten Rennen, das um 11:55 startet und nur eine halbe Stunde dauert. Außerdem beginnt am Freitag noch das 180 minütige Classic-Rennen.

Richtig interessant wird es am Samstag, den 28. Mai. Kurz nach acht geht es mit dem Warm-Up zum ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring los, das um kurz vor zwei Uhr nachmittags seine Startaufstellung einnimmt. Dazwischen finden noch das zweite Rennen des Audi Sport TT Cups und zwei Rennen des WTCC / ETCC statt, bevor um 15:10 Uhr die Startrunde zum legendären 24h-Rennen beginnt. Um 15:30 Uhr wird sich die Luft dann besonders aufheizen: Der Startschuss zum Hauptevent fällt. Erst am Sonntag zur selben Zeit wird voraussichtlich feststehen, wer der Sieger ist. Favoriten gibt es natürlich jetzt schon, aber man darf die Rechnung nie ohne das berühmte Eifel-Wetter machen.

 

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Das ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring: Die Piloten über die Strecke

Respekt – das ist hauptsächlich das Gefühl, das die Piloten verspüren, wenn sie gefragt werden, was sie von der Strecke denken. Vor dem Rennen haben fünf Piloten genauer darüber gesprochen, wie sie die Nordschleife empfinden, schließlich sind Rennfahrer unter ihnen, die vertraut mit der Grünen Hölle sind, aber auch welche, die kaum Erfahrungen mit dem Track haben. Drei Runden entscheiden am Samstag über Sieg und Niederlage.

José Maria López, unterwegs für das Team Citroen WTCC, amtierender Weltmeister und Tabellenführer in der WTCC findet alles an der Strecke besonders. Allein die Länge sei einzigartig und der Verlauf anders als alles, was man sonst kennt. Im vergangenen Jahr fuhr er zum ersten Mal auf der Nordschleife und gewann das Rennen direkt, was geradezu unglaublich ist, da Erfahrung viel auf diesem Track zählt. Aber Fangio gewann schon in der Eifel – da müsse eine starke Verbindung zu Argentiniern bestehen, meint López.

Tiago Monteira fährt für das Castrol Honda World Touring Car Team und ist zweiter im Classement. Für ihn sei es die schwierigste Rennstrecke der Welt. Seinerzeit hatte er – trotz des innigen Wunsches – nie wirklich die Gelegenheit, hier ein Rennen zu fahren. Dieser Wunsch soll ihm nun erfüllt werden. Für ihn ist die Strecke eine der ganz großen Herausforderungen – ganz ähnlich wie Monaco. Mit viel Respekt begegnet auch Nicky Catsburg vom Team Lada Sport Rosneft der Grünen Hölle. Der siebte der Gesamtwertung sieht die Strecke als sehr vielfältig an, stellte aber auch fest, dass man auf der Nordschleife gar nicht richtig mit Vollgas fahren könne.

„Wenn man abfliegt landet man an einem Baum oder in der Mauer“

Für Tom Coronel ist der Kurs in der Eifel schlicht der beste der Welt. Der Fahrer im Team ROAL Motorsport ist mit seinem Chevrolet zurzeit Neunter und sieht den Nürburgring als Herausforderung an, da er sich ständig wandelt und man nie eine perfekte Runde fahren könne. Ständig würde es passieren, dass man nur knapp davon kommt, weshalb die Furcht immer im Hinterkopf mitfahre. Dennoch sei er stolz, die Strecke fahren zu dürfen. So geht es auch Thed Björk, dem Dreizehnten der Tabelle. Er fährt für das Team Polestar Cyan Racing und ist glücklich mit der WTCC auf der Nordschleife fahren zu können. Für ihn ist die Nordschleife immer eine Erfahrung fürs Leben, da man hier ein hohes Tempo fahren könne, aber immer versuchen müsse, das Auto nicht zu überfahren. Gerade, da er die Strecke in- und auswendig kennt, weiß er, dass sie einen in Fehler hineintreiben kann.

 

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Neuer Sommerreifen: Mehr Performance mit dem Dunlop Sport Maxx RT 2

Mit dem neuen Dunlop Sport Maxx RT2 erweitert der Reifenhersteller sein Angebot im Bereich der UHP Reifen. UHP steht für „Ultra High Performance“. Im Falle des Sport Maxx RT wird hierzu ein asymmetrisches Profil für den Reifen gewählt. Es soll eine hohe Fahrstabilität, beste Lenkpräzision, exzellenten Grip und eine starke Bremsleistungen vereinen. Autofahrer mit höchsten Ansprüchen an die Performance des Reifens sollen so begeistert werden.

Eines der wesentlichen Merkmale des Dunlop Sport Maxx RT2 ist die hohe Profilsteifigkeit in Querrichtung. Die großen Schulterblöcke in der Außenschulter erhöhen die Stabilität. Der größere Kontaktbereich zur Straße ermöglicht zudem eine bessere Kraftübertragung beim Kurvenfahren, so dass eine präzise Rückmeldung am Lenkrad fühlbar wird. Zudem soll die Lenkpräzision davon profitieren und damit ein stabiles Handling ermöglichen.
Großer Wert wurde auch auf ein verbessertes High-Speed-Bremsen gelegt. Die Bremseigenschaften standen sehr weit oben im Lastenheft bei der Entwicklung, was durch eine optimierte Profilgeometrie erreicht wurde. Außerdem wurde die zweite Generation der Short Braking Blocks beim Sport Maxx RT2 realisiert: Die angeschrägten Profilblöcke sind nun – im Gegenzug zum Vorgängermodell – über die gesamte Laufflächenbreite angeordnet. Damit konnte die Profilsteifigkeit in Längsrichtung optimiert werden, was eine bessere Haftung und eine Verkürzung des Bremsweg bewirken soll.

Natürlich optimierten die Ingenieure nicht nur diese Eigenschaften, sondern werkelten auch am Grip. Dafür wurde die Laufflächenmischung angepasst und von jener im Motorsport abgeleitet. Spezielle Haftharze und Polymere sollen eine bessere Anpassung der Reifenstruktur an den Straßenbelag ermöglichen, womit eine höhere Traktion auf trockener Straße und ein besserer Grip auf nassem Untergrund realisiert werden sollen. Hinzu gesellt sich eine hochfeste Karkasse, die eine gleichmäßige Druckverteilung liefert und ebenfalls den Grip beim Kurvenfahren optimieren soll.

Erhältlich sind die Pneus des Typs Dunlop Sport Maxx RT2 in unterschiedlichen Größen und Breiten. Das Spektrum reicht von 17 bis 21 Zoll, von einer 205 mm Breite bis hin zu 285 mm. Damit sollte doch für jedes sportliche Fahrzeug etwas dabei sein.

 

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Einer der ältesten Autohersteller auf der Techno Classica – Skoda

Ja, es stimmt: Skoda baut schon seit über 100 Jahren Fahrzeuge aller Art und zeigt dies stolz auf der Techno Classica in Essen. Die Tschechen stellen 16 Exponate, die einen bunten Querschnitt durch die Firmenhistorie bieten, aus und feiern gleichzeitig vier Jubiläen.115 Jahre Motorsport, 50 Jahren Skoda 1000 MBX, 40 Jahre Skoda 105/220 und 25 Jahre Zugehörigkeit zu Volkswagen sind eine Erwähnung wert. So passt im Endeffekt auch das Motto von Skoda für die Techno Classica – „Bewegte Geschichte“. Read more

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News: Alfa will in die Formel 1

Der Fiat Chrysler Boss Sergio Marchionne möchte, dass Alfa Romeo sein eigenes Formel 1 Team bekommt. Das ist natürlich eine stramme Ansage, wenn man bedenkt, dass die Marke stark marode ist und nur noch ein Schattendasein fristet. Zwar steht es um die italienische Traditionsmarke nicht so schlimm, wie um Lancia, aber Massen an Alfas werden nicht gerade abgesetzt. Vielleicht ändert sich das ja mit der neuen Giulietta?

Das soll an dieser Stelle aber gar nicht der Diskussionspunkt sein. Der Fiat Chrysler CEO denkt, dass ein eigenständiges Formel 1 Team das Beste für Alfa Romeos Image wäre, so zumindest äußerte sich der Italiener den Kollegen von Motorsport.com gegenüber. Um den traditionellen Namen und das dazu passende „Cuore Sportivo“ wieder aufzubügeln, müsse man in Betracht ziehen, in die Formel 1 zurückzukehren. Dabei schiele Marchionne auch zu Ferrari herüber, mit denen er eine Zusammenarbeit anstreben würde.

Einst hatte er den Plan Red Bull mit Motoren und Antrieben auszustatten, was jedoch anders ablief. Die Österreicher haben ein Renault Energy Aggregat in ihrem Renner. Aber dem italienischen CEO des Großkonzerns reichen Alfa-Antriebe alleine in der F1 nicht aus, Marchionne will ein eigenes Rennteam mit dem Namen Alfa Romeo. Dennoch spielt Geld natürlich eine große und entscheidende Rolle. Alfa könne sein Chassis nicht selbst anfertigen und und gleichzeitig noch Motoren konzipieren. Trotzdem wolle man unbedingt in den größten Rennsport-Zirkus überhaupt zurück. Das wird wahrscheinlich nur klappen, wenn man auf Ferrari-Aggregate zurückgreift.

Ganz gleich, wie die Details ausgestaltet werden, wichtig ist, dass neue Hersteller in die F1 kommen – vor allem mehr konkurrenzfähige Hersteller, damit das Spektakel weiter belebt wird. Denn letztendlich ist die Spannung etwas verloren gegangen, weshalb sich die Veranstalter immer neue Challenges ausdenken müssen. Außerdem gibt es doch nur drei wirklich interessante Teams, wenn man ehrlich ist. Der Kampf um das Träppchen wird nur noch von Renault bzw. Red Bull, Mercedes-Benz oder Ferrari gekämpft.

Andere Rennsportserien gefallen dem CEO Marchionne nicht so, er wolle Alfa Romeo am liebsten in der Formel 1 haben. Das wäre toll, schließlich sind die Italiener seit den späten 80er Jahren nicht mehr in der Königsklasse vertreten gewesen. Ob wir also demnächst wieder ein weiteres italienisches Team in der obersten Rennliga sehen, steht noch etwas in den Sternen. Interessant wäre es. Dennoch wäre es vielleicht angebrachter, das Geld lieber in konkurrenzfähige Straßenfahrzeuge zu investieren, als in einem teuren Sport zu verpulvern.

 

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Nissan Pulsar „Sport Edition“

Ein wenig Sport hat schon immer gut getan. Dachte sich auch Nissan und verpasste dem Nissan Pulsar nun einen schicken Sportler-Dress. In den Ausstattungslinien N-Tec und Tekna lässt sich der mit allen Motorvarianten kombinieren.

Neben einer Carbon-Optik für das Dach sowie für die Außenspiegel und der schwarz eingefassten Nissan-Spange im Kühlergrill kommen 20 mm Spurverbreiterungen hinzu, ein Sportauspuff von Remus und LED-Tagfahrlichter im unteren Lufteinlass in der Stoßstange. Der Heckspoiler bekommt einen kleinen Aufsatz und wirkt nun dominanter.

Wer sich für das Komplett-Paket entscheidet, spart gegenüber dem Einzelkauf 1.400 €. Der Aufpreis für das ganze Paket beträgt 2.350 €

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Fahrbericht: Mercedes-Benz GLE Coupé 450 AMG

Und dann sagte ich dem Fotografen, nimm doch irgendwas als Hintergrund, was mich optisch so ein wenig streckt – dann sieht man den Bauch nicht so. Also nahmen wir dieses Motiv. Dann aber sah ich, vor dem GLE Coupé wirkst du eh schlank, ganz egal ,was im Bild noch zu sehen ist. Ein Rückblick auf die Zeit im sinnlosen SUV-Coupé. Mit sinnloser Motorisierung.

Russisch für Anfänger

Mercedes-Benz GLE Coupé 450 AMG

Test Fahrbericht03 Mercedes GLE Coupe 450 amg
Wenn es mich nicht dünn macht, dann lass es wenigstens wie ein Symbol männlicher Potenz wirken …

Warum gibt es dieses Auto?

Weil man bei BMW ganz erfolgreich vorgelebt hat, wie sich auch sinnlose Fahrzeuge hervorragend verkaufen, wenn man nur weit abseits des guten Geschmacks fischt. Einen großen Geländewagen seiner Geländefähigkeit berauben, sündig teure Felgen in der Größe 4XL anschrauben und wülstige Schweller, bei deren Anblick sich bereits leichte Offroad-Passagen zu wirtschaftlichen Totalschäden entwickeln können, das sind eben Gründe, aber keine Hindernisse. Doch die ganze Absurdität hat System und – was viel wichtiger ist – Erfolg. Mit dem BMW X6 haben die Münchener den Stuttgartern eine ganze Fahrzeug-Generation lange die Zunge herausgestreckt und sich wohlig gelabt an den absurden Wünschen solventer Leasingfahrzeugfahrer.

Nun also auch der „Daimler“ und wieder einmal mit der „gelebten“ sinnlichen Klarheit behaftet. Das Design ist, höflich beschrieben, schwierig. Während die gierige Kühlluft-Lochblech-Nase noch als postpubertäres Machtgehabe für die linke Spur durchgeht, haut es beim flachen Heck und dem Rubenshintern alle Sicherungen im Hirn pragmatischer Variant-Käufer hinaus.

Der Einstieg in Reihe zwei ist so beschwerlich, wie er wirkt. Der Kofferraum des GLE Coupé ein Witz. Die Ladekante ein Abgesang an jedwede Praktikabilität. Das GLE Coupé will sich als Kunstwerk verstehen – ohne sich deswegen um die Kunst zu kümmern. Kann man machen … entspricht vermutlich dem Ego der zukünftigen Besitzer.

Test Fahrbericht31 Mercedes GLE Coupe 450 amg

Wie fühlt man sich hinter dem Lenkrad?

Verdammt gut. Es gleicht der Machtübernahme in einer Dritte-Welt-Diktatur, will man das Gefühl des Besitzes der Fahrbahn mit etwas vergleichen. Ihr da unten – ich da oben. Was kümmert mich das absurde Platzangebot? Der Kofferraum? Zu groß für meine Kreditkarte, mir reicht die Ablage zwischen mir und der Co-Pilotin. Das Handbuch „russisch:deutsch“ packen wir lässig ins Handschuhfach.

Abgesehen davon, welche Sprache in Reihe 1 gesprochen wird, gemeckert wird hier nicht über das Platzangebot, das Design, die Haptik. Das alles entspricht der Preisliste. Es passt zum Auftreten des GLE Coupés. Wertig. Dominant.

Als 450er GLE Coupé hat man den Sprung in den „inneren Kreis“ noch nicht geschafft. Der 450er AMG ist die Buchhalter-Variante des großen 63er. Die „irgendwie“ noch vernünftige Version. Weniger ordinär im Auftritt. Weniger brachial. Weniger sinnlos?

Ohne die neuen AMG-Modelle mit der 450 im Namen wäre der Sprung zwischen den Serien-GLE und den scharfen AMGs zu groß geworden. Der Schritt, eine sportliche Zwischenstufe einzuschieben, scheint notwendig wie ein 0.5 Liter Glas Wodka zu degustieren.

Test Fahrbericht40 Mercedes GLE Coupe 450 amg

So fühlt sich Tempo 200 an

Verflucht gut!  Der Drei-Liter V6-Bi-Turbo rackert sich ab, er schiebt bis kurz an die 200er Demarkationslinie mit wohlfeiler Dominanz, darüber fängt er dann an, sich mit den Elementen zu verheddern, aber bis dahin bleibt das alles souverän. Und im Sound mit würzig-rassiger Vertonung gut untermalt. 367 PS verkünden den Schaltvorgang mit Sprotzeln und Brabbeln und einem sämigen Overrun-Getrommel von der Nachschulung bei AMG.

Das 9-Gang Automatikgetriebe wähnt sich dabei als stille Eminenz. Souverän kickt es die Gänge durch – nur beim Wechseln von 3 in 2 oder 1 hapert es immer mal wieder, murrend wie ein russischer Militär-Kadett nach der Wodkataufe.

2.2 Tonnen wiegt das GLE Coupé, selbst mit Sechszylindern. Dass sich all zu viel Gewicht auf die Ästhetik auswirkt, weiß jeder Blauwal. So ein Wal tanzt eben nicht wie ein Delphin über den Wellenkam. Ist klar. Versteht jeder, erst recht der Autor des Artikels. Bis dann der Druide aus Affalterbach den GLE in der Entstehungsphase in den Kessel mit dem Zaubertrank fallen ließ. *blub*

Geboren ist die erste „Ü2t-Ballerina“ und das, ohne 63 zu sein.

Der Autor durfte den sinnlosen Obelisken über die Berge kutschen und kann freudvoll, mit einem breiten, fast senil wirkenden Grinsen in der Erinnerung schwelgend, vom abartig guten Handling des GLE 450 Coupé berichten.  Einer Wankstabilisierung mit aktiven Stabilisatoren und dem Luftfahrwerk sei Dank, wühlt man sich auf 2.30 Metern über dem Straßenverkehr mit einer Leichtigkeit durch Berg-Passagen, dass man alle Gesetze Newtons vergessen mag.

Traktion und Quer-Satanerei ist natürlich auch ein Ergebnis der aberwitzigen Rad-Reifen-Kombinationen. Mit 275er Reifen auf der Vorderachse und 315 in 21 Zoll auf der Hinterachse bleibt dem Asphalt nichts anderes übrig, als sich der Verzahnung mit dem Schwergewicht zu ergeben.

Test Fahrbericht79 Mercedes GLE Coupe 450 amg

Is it any good?

Ja. Absurd. Aber geil. 

Die Idee, einen Zwischenschritt einzuplanen zwischen dem 333 PS V6 im 400er und den 557 PS des „kleinen“ AMG 63 (ohne s), klingt erst einmal absurd. Ist der Bi-Turbo des 450 doch mit 367 PS „nur“ 34 PS stärker – aber noch immer 190 PS schwächer als der V8-Hammer. Doch zusammen mit der Mischbereifung des 450 AMG und der fahraktiven Auslegung des Antriebs und des Fahrwerks  füllt der AMG 450 eine Lücke, die zuvor niemand sehen konnte.

Wer schon alles andere hat:  die Freundin aus St. Petersburg, die Kohle vom letzten Business-Exit und ansonsten eben Angst hat, im Verkehr zu wenig Beachtung zu finden, sich aber dem Schritt zum AMG noch nicht gewappnet fühlt, sei es aus Unsicherheit oder Bescheidenheit (ach, streichen wir Bescheidenheit beim GLE Coupé), für den sind die 75.803,– € Basispreis genau das richtige Angebot!

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Erste Fahrt: Range Rover Sport SVR

Rock am Ring

Dass ein SUV nicht ins Gelände gehört, weiß man ja schon länger, obwohl einige durchaus gute Geländewageneigenschaften besitzen. Auf der Münchner Maximilianstraße benötigt man diese aber weniger, außer, man möchte einen Bordstein erklimmen.

Und für dort, aber auch für richtigen Männer-Asphalt, der auf einer Rennstrecke ausgelegt wurde, gibt es ein neues Spielzeug, den Range Rover Sport SVR. Es handelt sich dabei um einen von der bei Land Rover neu gegründeten Abteilung „Special Vehicles Operations“ (SVO) modifizierten Range Rover Sport V8.

Nicht nur äußerlich wirkt das neue Topmodell der Range Rover Familie, in der SVR-Exklusivfarbe „Estorilblue“ lackiert, brutal, richtig ab geht’s unter der Haube. 550 PS, 680 Nm Drehmoment und 260 km/ Spitzengeschwindigkeit, im SUV, erscheinen schon auf dem Papier unbegreifbar. Der Motor ist eine Evolutionsstufe des 5,0-Liter-V8-Kompressormotor Triebwerks, das 40 PS und 56 Nm mehr leistet als im Serien Range Rover Sport V8. Es ist eher die Gesamtheit des Fahrzeugkonzeptes und die Detailverbesserung, die den Mehrpreis von 25.000 Euro gegenüber dem Serien-Pendant ausmachen.

Und wo kann man solch einen Böller am besten ausprobieren? Richtig, auf der GP-Strecke des Nürburgrings. An diesem Dienstagmorgen, bei eisigem Wind um die 10 Grad in der Eifel, stehen ein halbes Dutzend SVR in der Boxengasse des Nürburgrings bereit, um ausgeführt zu werden. Die letzte Auspuffsonate vom 24h-Rennen, das erst vorgestern Nachmittag zu Ende ging, scheint noch nicht ganz verklungen, als wir den bärenstarken V8 starten. Wie soll man das beschreiben, dieses Gefühl, wenn sechs Hubraummonster in einer verwaisten Boxengasse zum Leben erweckt werden und der Schall durch die kalte Morgenluft zwischen den Rolltoren der Boxen und der Pitwall wie ein PingPong-Ball hin und her reflektiert.

Fahrbericht Land Rover Range rover sport 16 nurburgring

Die erste von zwei Neuheiten beim Range Rover wird uns hier vorgeführt. Die zweistufige aktive Auspuffanlage. Sie erzeugt mithilfe elektronisch gesteuerter Ventile bei höheren Drehzahlen eine Geräuschkulisse, die zu einer Rennstrecke passt, versprüht aber zugleich bei langsamerer, gleichmäßiger Fahrt kultivierte Laufruhe.

Auf der Rennstrecke glänzt der SVR zwar mit Sportwageneigenschaften. Immerhin holte er mit 8,14 Minuten die Rekordzeit für eine Umrundung der Nordschleife für ein Produktions-SUV nach England, auch wenn diese Trophäe mittlerweile wieder in Zuffenhausen steht, aber er kann seine schiere Größe und Gewicht nicht verleugnen. Sein Vollaluminium-Monocoque, das erste in seiner Fahrzeugklasse, hilft das Gewicht um 39% gegenüber des Vorgängers zu senken, aber die Waage zeigt dennoch eine zwei vor dem Komma bei der Tonnenangabe des Gewichtes an.

Fahrbericht Land Rover Range rover sport02 nurburgring schweickard

So ambivalent verhält sich der SVR bei sportiver Fahrweise. Beim Anbremsen in der Mühlenbachschleife aus voller Fahrt scheint der SVR schwer wie ein Ozeantanker zu sein und schiebt immer weiter Richtung Kurvenäußeres, dort wo der Asphalt aufhört und der Kies beginnt. Gut, das wäre jetzt kein Hindernis, denn im Gegensatz zu einem Sportwagen sitzen wir ja in einem Full-Size-SUV, einer, der auch Gelände kann. Und das mit einem richtigen, permanenten Allrad, mit einer 50:50 Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Sollte es mal richtig grob werden, steht dem Fahrer ein zweistufiges Verteilergetriebe mit Untersetzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Und sollte überraschend ein Fluss vor dem SVR-Fahrer erscheinen, hilft die in diesem Segment unübertroffene Wattiefe von 850 Millimeter. Elektronische Helfer wie die Wassertiefenmessung „Wade Sensing“ unterstützen den Fahrer bei den Wasserspielen.

Wir probieren das heute nicht aus, bleiben auf dem Asphalt und sind erstaunt, wie leichtfüßig der SVR nun aus der Mühlenbachschleife in Richtung Schumacher-S hochzieht. Dabei brüllt der V8 wie der König der Löwen, als wolle er die gesamte Sahara vor einer Gefahr warnen. Die Lenkung ist für unsere Begriffe etwas zu weich abgestimmt und auch das Bremspedal lässt einen sehr weiten Weg zu, packt aber vehement zu.

 

„Hot Lap mit Horst von Saurma“

Doch was wirklich in diesem Macho-SUV steckt, zeigt uns Horst von Saurma, der vor drei Jahren an dieser Stelle noch mit Roland Asch und Patrick Simon das 24h-Rennen bestritten hatte.

Horst lässt die exzellent schaltende ZF-Achtstufenautomatik, die für den SVR von den SVO-Spezialisten nochmals überarbeitet wurde und nun mit um 50% verkürzten Schaltzeiten glänzt, links liegen und schaltet manuell mittels der Paddels am Lenkrad.

Mit einem Profi am Volant bewegt sich der Achtender noch mal ganz anders. Horst lässt den SVR ganz zart auf Kante den schwarzen Gummi seiner 295/40 R22 Continental SportContact5 Hochleistungsreifen in der Mercedes Arena abradieren. Die stark konturierten Oxford-Leder-Sitzschalen halten mich bei diesen Fliehkräften an Ort und Stelle und ich wundere mich, dass sich die Reifen nicht von den gewaltigen 22 Zoll Felgen verabschieden. Man kann bis in die feinsten Härchen am Arm, die vor Begeisterung senkrecht nach oben stehen, die Kraft und diese Gewalt merken, die hier am Werke ist.

Und manchmal geht auch mehr. So treibt Horst diesen SUV-Koloss, der sich so leichtfüßig anfühlt, auch mal quer über die Strecke. Der Geruch von verbranntem Reifengummi bahnt sich seinen Weg in den Innenraum. Vorne stampft der V8 wie die riesige Maschine in dem Film „Das Boot“ , als volle Fahrt befohlen wurde und U96 sich seinen Weg durch die peitschende See schneidet. Allerdings – mein Kapitän Horst von Saurma sitzt entspannt wie der Oberförster auf dem Weg zur Jagd im Gestühl. Dabei hält er das Volant locker in der Hand und rockt unter trompetenartigem Getöse aus den dicken Endrohren über den Ring.

Der Range Rover SVR wird zu Preisen ab 126.400 Euro nicht das Volumenmodell der Marke werden, aber selbst jetzt, vor der offiziellen Vorstellung beim Händler, liegen SVO schon 1.600 Bestellungen vor. Der SVR ist zwar der schnellste und leistungsstärkste Land Rover aller Zeiten, jedoch müssen die Käufer Geduld mitbringen. Bei SVO sind aktuell rund 60 Fahrzeuge gebaut worden. Die Wartezeit beträgt aktuell über sechs Monate.

 

 

Text: Bernd Schweickard © Foto: Land Rover, Bernd Schweickard
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Alfa Romeo Giulietta Sprint: Mit stärkeren Herzen

Alfa Romeo ergänzt das Motorenprogramm für die Ausstattungslinie Giulietta Sprint. Bislang war die kompakte Italienerin lediglich mit einem aufgeladenen Vierzylinder-Benziner (110 kW/150 PS) und einem gleich starken Diesel erhältlich. Nun steht neben einem 1,4-Liter-Turbobenziner (125 kW/170 PS) auch der 2,0-Liter-Turbodiesel (129 kW/175 PS) zur Wahl.

Die neben den Ausstattungslinien „Impression“, „Turismo“, „Business“ und „Quadrifoglio Verde“ fünfte Variante will auch als Hommage an die Giulietta Sprint aus den 50er-Jahren verstanden werden. Das Coupé markierte für die Italiener damals den Aufstieg vom exklusiven Sportwagenbauer zum Großserienhersteller. Das Modell gilt als einer der Klassiker in der italienischen Autogeschichte.

Von den anderen Versionen der Giulietta unterscheidet sich die Sprint-Ausführung optisch durch dunkel hinterlegte Scheinwerfer, dunkle Fensterrahmen, getönte Heck- und hintere Seitenscheiben, eine im Diffusor-Stil gestaltete Heckschürze und die Auspuffanlage mit größeren Endrohren. Neu bei der Giulietta Sprint sind die Parksensoren vorne und hinten.

Innen sind die Sitzbezüge mit einer Kombination aus Alcantara und Stoff bezogen. Zur Serienausstattung gehören außerdem ein Sport-Lederlenkrad mit roten Kontrastnähten, ein schwarzer Dachhimmel sowie Kohlefaser-Optik in der Türverkleidung und dem Rahmen der Armaturentafel.

Die Alfa Romeo Giulietta Sprint kostet mit dem 170 PS starken Ottomotor 27.700 Euro, für die Kombination mit dem etwas stärkeren Selbstzünder werden 30.400 Euro fällig. Basisvariante bei der Giulietta Sprint bleibt weiterhin der 150 PS starke Vierzylinder-Benziner für 24.400 Euro.

Autor: Adele Moser/SP-X

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Video: Das ultimative Abenteuer – Range Rover – Video 2

Parallel zur Premiere des neuen Discovery startet Land Rover einen einzigartigen Wettbewerb: „Galactic Discovery“ auf http://www.readytodiscover.de/. Dahinter verbirgt sich für vier Mutige die Chance auf das größte Abenteuer ihres Lebens – ein Flug in den Weltraum. Mit Videos oder Fotos können Abenteuerlustige aus aller Welt in den kommenden Wochen beweisen, dass sie die Richtigen für den Flug mit dem Raumschiff von Land Rover-Partner Virgin Galactic sind.
In Deutschland gibt es noch einen zweiten Preis zu gewinnen – eine Land Rover Experience Reise nach Australien. Die Bewerbungsphase läuft bis 31. Oktober 2014. Im Dezember stehen die Wagemutigen fest.

Mitspielen kann man auf: http://www.readytodiscover.de/

Uns so nimmt man Teil:

land rover discovery sport so nimmt man teil

Genf 2014: Der neue Lexus RC

Es ist die Europapremiere für das sportliche Coupé der japanischen Premium-Marke Lexus. Dabei will der neue RC kein zweitüriger Abklatsch sein, sondern eine eigenständige Baureihe verkörpern. Es erinnert allerdings vieles an die IS-Baureihe. Die Größe ist ähnlich und auch die Motorisierungen sind gleich.

Der RC 350 bekommt einen 3.5 Liter großen und 306 PS starken V6-Benziner und der 300h ist ein Voll-Hybrid mit der Technik des Lexus IS 300h (Fahrbericht hier). Während der RC 300h über das stufenlose E-CVT Getriebe verfügt, nutzt der RC 350 einen Achtgang-Automaten um die Kraft richtig übersetzt an die Hinterachse zu liefern.

Hinterradlenkung

Der RC bekommt als F Sport eine dynamische Hinterachslenkung. In Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Lenkeinschlag an der Vorderachse, lenkt die Hinterachse in die gleiche Richtung oder entgegen der Vorderräder. Das führt zu einem handlichen Fahrerlebnis in der Stadt und minimiert den Wendekreis. Bei hohem Tempo sorgt es für Stabilität, bessere Traktion und ein extrem sportliches Fahrverhalten.

Preis und Markteinführungstermin für Deutschland ist noch unbekannt. Mehr zu diesem Modell dann aus Genf – direkt vom Automobil-Salon.

 

Detroit 2014 – Nissan Sports Sedan

Es war einmal. Und es könnte wieder sein. Der japanische Automobil-Hersteller Nissan hatte in Deutschland mal ein richtig gutes Produktangebot. Dazu gehörten auch eine repräsentative Limousine und Fahrzeuge im klassischen Golf-Segment. Und an beidem arbeitet man bei Nissan wieder. Wie so eine Limousine aussehen könnte, das hat Nissan in Detroit mit dem „Sports Sedan Concept“ gezeigt.

Nissan Sports Sedan Concept

Weniger wuchtig als der eingestellte Nissan Maxima, dafür von sportlicher Eleganz. Das Konzept einer scharf gezeichneten Sport-Limousine wurde in Detroit enthüllt. Auf knapp 4.90 Metern präsentierte sich eine Studie die zwar fast 2 Meter breit war – aber nur gut 1.40 hoch. Vom klassischen Stufenheck ist bei einem sportlichen Viertürer in dieser Dimension fast nicht mehr zu sehen. Eher ein Fastback. Schmale A-Säulen, kräftige Sicken auf der Motorhaube, eine Seitenlinie mir dominanten Linien. Der Sports Sedan wirkt, wie er sich nennt. Extrem sportlich. Der Kühlergrill wird von der großen V-förmigen Chromspange gebildet und die Scheinwerfer zeichnen ein spitzes Z. In den schmalen Leuchten, vier LED-Linsen. Das Konzeptmodell stand knackig tief auf den 21-Zoll-Leichtmetallrädern.

Beim Antrieb sprach man von einem 3.6 Liter V6 Motor, der die Vorderräder antreiben soll. Als Getriebe wurde ein stufenloses CVT-Getriebe genannt.  Was das Design angeht, so sind die Nissan-Jungs auf dem richtigen Weg. Beim Thema Getriebe und welche Achse die Leistung auf den Boden bringen wird, dürfen die Japaner aber gerne noch einmal in sich gehen. Wie wäre es mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe und Heckantrieb? Meine Begeisterung für den neuen Maxima (?) hättet ihr!

Fahrbericht Lexus GS450h

Wer sagt eigentlich, dass Business-Class Limousinen immer aus Stuttgart, München oder Ingolstadt kommen müssen? Und wer hat gesagt, der Diesel wäre der beste Antrieb für Vielfahrer?

Mit dem GS450h hat die edle Toyota-Tochter eine  Limousine im Angebot, die zum nachdenken anregt.  Nicht weil man alles besser macht, als die arrivierten Kollegen, aber weil man so vieles anders macht und dennoch nicht schlechter. Also – warum muss eine Business-Limousine immer den Stern, die vier Ringe oder den weiß-blauen Propeller  tragen? Und warum tanken wir in der Limousinen-Oberklasse so gerne Diesel?

Lexus GS450h F-Sport – Der Business-Hybrid mit der Lizenz zum überraschen

Unscheinbar im Design? Das war einmal. Als F-Sport trägt die 4.85 Meter lange Limousine eine markante Optik zur Schau. Große Kühlluft-Öffnungen prägen die Front, ein spitz geformter und mit viel Chrom nachgewürzter Kühlergrill umfasst ein großes Lexus-Emblem. Nein, verstecken will sich der GS als F-Sport nicht. Er will gefallen und auf seine dynamischen Tugenden hinweisen.

SAMSUNG CSC

Dynamik im Hybrid?

Von hinten betrachtet, bleibt der Auspuff des GS 450h versteckt. Auch wenn hier einer auf „Sport“ macht, der Auspuff der Business-Hybrid-Limousine wird nicht zur Schau getragen. Hier ist man immerhin stolz auf die Effizienz. Auf dem Kofferraumdeckel thront ein kleiner Spoiler. Die Rückleuchten bekamen eine markante Form und strahlen in LED-Technik.

In den Radhäusern stecken große 19 Zoll Felgen in beeindruckender Mischbereifung. Bei den Sommerrädern trägt der GS450h in der F-Sport-Version gerne breit, auf der Vorderachse sind es dann 235er und auf der Hinterachse 265er Reifen.

Lexus GS450h 27 F-Sport 2014

Gerührt, nicht geschüttelt

Große Räder gehören bei sportlichen Limousinen zum guten Ton, ein Fahrwerk mit dynamischen Talenten jedoch auch. Der GS450h als F-Sport profitiert von der Möglichkeit der Dämpfer-Verstellung. Im täglichen Einsatz kann der Fahrer zwischen den unterschiedlichen Ausprägungen seines japanischen Kollegen wählen. Eco, Normal, Sport oder gar Sport+?

Leistungsdaten:

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PS

345

Benziner & E-Motor
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Beschleunigung

5,9

Sekunden 0 auf 100 km/h
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Topspeed

250

km/h
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Während der Lexus GS450h im Eco-Modus zum flüsterleisen Besserwisser mutiert, lässt er in der Sport+ Stellung den Athleten heraus hängen. Im Eco-Modus arbeitet das Fahrwerk mit viel Gefühl und Nachsicht. Die stufenlose  Automatik und der im Atkinson-Zyklus arbeitende V6 verraten dann nicht viel von ihrer Systemleistung in Höhe von 343 PS. Die Hybrid-Limousine rekkupperiert bereits beim los lassen des Gaspedal kräftig, so dass ein Alltag – ein wenig vorrausschauend gefahren – ohne  viel zu bremsen möglich scheint. Ist der 2,6 kW/h große Akku geladen, dann gleitet der Hybrid völlig lautlos durch den Verkehr. Hier passt die komfortable Dämpferabstimmung perfekt zum nahtlosen und völlig ruckfreien beschleunigen. Eine kleine Oase der Ruhe und der Gelassenheit entsteht, wer den GS450h im Stau bewegen darf.

Lexus GS450h 49 F-Sport 2014

Fahrspaß im Stau

Eigentlich ein Widerspruch in sich. Stauverkehr nervt. Verstopfte Straßen nerven. 343 PS wollen über die deutsche Autobahn brüllen. Doch wenn der Verkehr stockt, dann punktet der GS nochmal richtig bei seinem Piloten. Dies sind die Augenblicke mit dem größten Vorteil des GS450h. Einem spürbaren Vorteil. Wenn man die Mark Levinson-Anlage mit ihren  17 Lautsprechern bewusst leise stellen kann, weil nichts die Ruhe im Innenraum stört. Kein nagelnder Diesel und dennoch stimmt die Effizienz. Es ist ein – und da muss das deutsche Ingenieurs-Herz tapfer sein – spürbarer Erfahrungsvorsprung in der Entwicklung von Voll-Hybridfahrzeugen, den die Lexus-Kunden kaufen können.

Es ist nicht nur die Ruhe, oder das satt klingende Soundsystem, mit dem man die eigenen Sinne von der Qualität abseits einer deutschen Business-Limousine überrascht. Es sind die Details. Ein Lederlenkrad mit perforiertem Leder, gelochte Alu-Pedale, eine stattliche Leder-Ausstattung, die Qualität der Verarbeitung und auch das vornehm nach hinten fahren des Fahrersitzes und hochschwenken des Lenkrades beim Ein- oder Aussteigen.

Lexus GS450h 108 F-Sport 2014

Von ECO zu Sport+

Es vergeht kein Test eines Autos mit stufenloser Automatik, in dem ich nicht auf die Nachteile der stufenlosen Getriebe-Lösung verweise. Wer in der Stadt nur milde beschleunigt, die Kraft des 200 PS Elektromotor nutzt, der spürt vom größten Handicap des GS450h nichts. Wer jedoch auf einsamen Landstraßen die ganzen 345 PS Systemleistung spüren will – der muss umdenken. Selbst im Sport+ Modus des Getriebe, sind keine echten Schaltpunkte zu spüren und die Übersetzung wird noch immer vom Computer gewählt. Sicher, er berücksichtigt dutzende von Parametern, er weiß auch wie er am effizientesten arbeitet, aber – das gewohnte Gefühl von Fahrspaß, von Zug an der Kette und Dampf im Kessel, das kann der F-Sport nicht vermitteln.   Und dennoch, mit dem Hubraumstarken V6 und dem ordentlich dimensionierten E-Motor bügelt der GS450h seine theoretischen Schwachstellen glatt. Nur extreme Beschleunigungs-Orgien liegen im nicht – für den Alltag ist er jedoch gut gerüstet.

Der GS450h F-Sport lenkt auch mit der Hinterachse. Ein Feature das in deutschen Modellen eher selten vorkommt. Im Hybrid-Sportler übernehmen auch die Hinterräder einen aktiven Part bei der Richtungsänderung. Das Ergebnis? Besonders handlich im Stadtverkehr, noch handlicher auf der Landstraße.

Zusätzlich verwohnt die Lenkung mit exzellentem Feingefühl, mit direkter Übersetzung und dank klassischem Antriebslayout (Motor vorne, Antrieb hinten) fährt sich der immerhin knapp 2 Tonnen schwere Lexus wie ein Sportler aus einer Fahrzeugklasse kleiner.

Er orientiert sich beim Thema Fahrspaß grundsätzlich an den Besten.

Beim Verbrauch ist er der Beste

NEFZ-Normwerte sind Schrott. Meine Testfahrten beinhalten immer auch einen „ehrlichen Verbrauchswert“ und beim Lexus GS450h war ich vor allem auf den Wert „Außendienst-Modus“ gespannt. 345 PS, 250 km/h schnell (abgeriegelt) und binnen 5.9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Und dann pocht unter der Haube ein 3.5 Liter großer V6 der zwar viel Power-Unterstützung vom E-Motor und seiner 650V Batterie erhält, aber unter  dem Druck von Volllast wird der F-Sport doch zum Säufer mutieren. Oder?

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Alltagsfahrer, ohne Sparfuß

7.2

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Öko-Experte mit einem grünen Zeh

5.8

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Außendienstler mit Vollgas-Lust

10.9

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Alle Angaben in Liter auf 100 Kilometer

Lexus GS450h 119 F-Sport 2014

10.9 Liter auf 100 km. Ein echter Fabelwert! Denn um den V6 derart mit Kraftstoff zu zuschütten muss man schon richtig  flott über die Bahn fliegen. Normal sind andere Werte. Der Alltag lässt sich mit knappen 7 Liter bewältigen und wer es darauf anlegt, der drückt den Verbrauch auch auf 5.8 Liter minimal! Respekt! Und warum soll man da noch einen Diesel fahren? Damit nach dem tanken die Hände stinken, oder man im Stau vom Nagelsound unterhalten wird?

Souverän nennt man die Vorstellung, die der Lexus GS450h während seines Tests abgeliefert hat. Das Design und die Frage ob man das F-Sport Design nun sportlich oder gar sexy findet, muss jeder für sich beantworten. Die Qualität der Verarbeitung ist jedoch ohne Frage locker auf dem Niveau der deutschen Premium-Bestseller.

Lexus GS450h 07 F-Sport 2014

Fazit:

Sicher, es gibt bestimmt gute Gründe weswegen Mercedes, Audi und BMW noch immer die erste Wahl für Limousinen-Fahrer  in der Business-Class darstellen – der wichtigste Grund dürfte jedoch Unwissenheit sein. Denn es gibt da einen, der kann zwar nicht alles besser – aber er ist eine extrem attraktive Alternative.

Sein Name: GS450h, Lexus GS450h.

Punkte Wertung

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Peugeot RCZ R – Gefahren

Vereinfacht ausgedrückt übernimmt in unserem Kopf das Großhirn die Aufgaben, die mit Intelligenz zu tun haben, zum Beispiel: Das bewusste denken. Das Stammhirn ist für die Aufgaben verantwortlich, die damit zu tun haben in dieser Welt zu überleben: Zum Beispiel die Atmung, die Ausschüttung von Adrenalin, Gefahren-Abschätzung bei der Jagd und solche Dinge. Das Kleinhirn wiederum steuert die kognitiven Fähigkeiten, dass erlernen von Tatsachen, die Steuerung der Motorik und es sorgt dafür, dass wir nicht das Gleichgewicht verlieren.

French Traction – Testfahrt im Peugeot RCZ R

Samstag früh, 9.35h irgendwo zwischen Vence und Gréolières in den französischen See-Alpen – die Tachonadel zeigt freudig erregt in Richtung Himmel.
Ein kurzes Gespräch zwischen Großhirn und Stammhirn: „Ist es wirklich so sinnvoll hier nun jenseits des üblichen Landstraßen-Tempos über die Kuppe zu hüpfen? – Das Kleinhirn mischt sich ein: „Freunde, entspannen, alles unter Kontrolle„. Großhirn an Stammhirn: „Nun die Schilder die mir die Augen gemeldet haben, vermelden enge Kurven, außerdem weiß ich von der Haut, es war wirklich kalt da draußen.“ Frage an das Kleinhirn: „Du bist Dir sicher, er weiß was er da tut?„.

Nur kurz werden im Geiste die Einwände diskutiert und noch bevor das Bewusstsein einschreitet und den Vollzug dieser automobilen Lustfahrt in Frage stellt, klackt der dritte Gang in das Getriebe und der Fuß liegt erneut schwer auf dem rechten Pedal.