Alle Highlights, bevor es losgeht: Seat auf der IAA

Es ist noch gut eine Woche hin, bis die IAA 2017 ihre Tore für die Weltöffentlichkeit öffnet. Doch Seat hat es besonders eilig, seine Highlights schon jetzt zu präsentieren. Und diese haben es in sich! Die Kompaktklasse der Spanier wird mit einem neuen Topmodell, dem Seat Leon Cupra R, gekrönt, das natürlich im Mittelpunkt des Messeauftritts steht. Daneben zeigt man aber auch den Seat Arona, ein SUV im B-Segment, das besonders wichtig für die aufstrebende Marke ist. Und auch technisch legen die Spanier ein Pfund auf den Tisch: Der Sprachassistent von Amazon – “Alexa” – soll zukünftig in die Modellpalette integriert werden. Read more

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Abarth 124 Spider – Kleines Herz, große Töne!

Ein klassischer Roadster: Lange Haube, kurzes Heck, spartanische Ausstattung, ein knochentrockenes Fahrwerk und vor allem eines Heckantrieb! Dazu eine knackige Handschaltung und ein Sound, der sofort klarmacht, dass es sich hierbei um ein richtiges Spaßmobil handelt. Nun, der Abart 124 Spider erfüllt nahezu alle dieser Attribute. Nur mit der knackigen Handschaltung ist es nicht weit her: Zwar kommt der kleine Italienische Roadster in Kriegsbemalung serienmäßig mit einer tollen Handschaltbox, doch der Testwagen verfügte über eine Automatik. „FAIL!“, werden viele schreien. Aber ist dem in Zeiten des beliebten DSG und nahezu perfekt arbeitender Automaten wirklich so? Read more

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Fahrbericht: Oben ohne mit dem neuen Fiat 124 Spider

Also als erstes muss ich mal eine Warnung aussprechen. Cabrio fahren ist nicht ungefährlich. Ohne den nötigen Sonnenschutz sieht man schnell aus wie ein gekochter Hummer und unschuldige Kollegen werden einfach mal origamiartig zusammengefaltet. Doch natürlich tut das dem Spaß keinen Abbruch. Die Tour mit dem neuen Fiat 124 Spider sollte in der Stadt der Liebe beginnen. Und auch wenn in letzter Zeit in Paris davon nicht viel zu spüren war, wollten die Italiener wenigstens mit ihrem Temperament und der Liebe für ihre Autos ein Licht in die derzeit dunklen Zeiten vor Ort bringen. Petrus meinte es ebenfalls gut, denn er bescherte uns einen herrlich sonnigen Frühlingstag. Nach einem sehr französischen Lunch, bei dem die Mägen nicht besänftigt werden konnten, stellten wir uns der neuen Schöpfung Fiats. Hier lässt der italienische Autohersteller die guten alten Zeiten wieder aufleben. Das Design von 1966 ist zurück, doch nur äußerlich erinnert der Roadster an vergangene Epochen, denn unter der Haube zeigt er sich von seiner modernsten Seite.

Schwulstes Auto des Jahres 2017?

Seit 2005 wird diese Auszeichung von Ledorga vergeben, einer französischen Organisation homosexueller Autofreunde. Für den European Gay Car Award fragt Ledorga seine Mitglieder nach ihrer Meinung und siehe da: Der neue Fiat 124 Spider ist wohl das schwulste Auto des Jahres 2017. Doch das ist absolut nicht als negativ zu betrachten. Ganz im Gegenteil. Zeugt das Fahrzeug offensichtlich von gutem Stil, Style und Sexyness. Seine sportliche Ausdrucksstärke hat wohl einen starken visuellen Eindruck hinterlassen. Klar. Hier geht es ja auch um sehen und gesehen werden. Und das kann der Fiat 124 Spider. Er ist wirklich eine Augenweide. Die klassische Front erinnert an seine Anfänge im Jahre 1966. Eine schlanke Linienführung zaubert eine schöne Silhouette und die langgezogene Motorhaube prägt den sportlichen Charakter. Wahrlich verführerisch, auch beim Interieur geht es direkt weiter. Schöne Details um das teils digitalisierte, teils analoge Armaturenbrett, ergeben eine Mischung aus Klassik und Moderne.

Hochwertiges Leder schmiegt sich sowohl ans Lenkrad als auch an den Schaltknauf. Exklusive Ledersitze mit Kontrastnähten mit niedriger Sitzposition und stabilem Seitenhalt füllen das Fahrzeuginnere. Schön sind sie, doch leider nichts für längere Autofahrten. Der Popo-Meter schlägt hier schnell Alarm. Doch wer es ein wenig härter mag, ist gut aufgehoben. Der Kofferraum ist ebenfalls nichts für längere Touren. Mit einem Volumen von nur 140 Liter war er mit zwei Handkoffern und einem Rucksack kaum noch zu schließen. Ebenfalls gibt es im Innenraum so gut wie keine Ablagen. Flaschen- oder Becherhalter? Fehlanzeige. Einzig ein Mini-Handschufach in der hinteren Mittelkonsole bietet ein wenig Stauraum. Ansonsten steht, pardon, sitzt man da mit seiner Flasche, seinem Handy oder was man sonst so verstauen möchte, allein. Eine Reduktion auf das Wesentliche ist hier erforderlich. Oder man nimmt sich einen Lieferdienst, der einem alles stets hinterher fährt.

Ein 7“-Touchscreen-Display mit integriertem DAB-Radio, die obligatorische Bose-Soundanlage mit in den Kopfstützen integrierten Lautsprechern, W-LAN- und Bluetooth®-Verbindung inklusive USB-Anschlüssen und AUX-IN sorgen neben der Straßenführung für die musikalische Unterstützung bei unserer Tour von Paris nach Deauville. Entlang der Seine. Oben ohne, versteht sich. Mein Mitfahrer hat hier allerdings das Nachsehen. Mit seinen 1,93 Meter ist er für den neuen Fiat 124 Spider leider nicht geschaffen. Ein Origami-Meister hätte ihn nicht besser zusammenfalten können und so kamen neben den Schmerzen im Allerwertesten auch noch welche in den Knien dazu. Besonders hinterm Steuer und noch mehr bei geschlossenem Verdeck. Zum Glück war es auf dem Beifahrersitz für ihn ein wenig bequemer. Ich mit meinen 1,72 Metern passte allerdings hervorragend in das Gefährt. Ein Wagen, wie für mich gemacht, wenn man von der Sonnenbrand-Gefahr mal absieht. Denn das typische Verdeck aus Stoff, das aus dem Fiat 124 Spider nicht wegzudenken ist, war natürlich stets offen. Inklusive klassischer manueller Handhabung. Wer nach dem Knöpfchen sucht, um ihn zu öffnen: Fehlanzeige. Selbst ist der Fahrer. Ein Zug am Hebel und Zack: das Verdeck fällt nach hinten zusammen. Und das schneller als bei einem elektrischen Dach, der nur bei einer bestimmten Maximal-Geschwindigkeit zu schließen oder öffnen ist und dann gefühlt mehrere Stunden braucht. Mit ein wenig Kraftaufwand muss das Dach dann noch eingerastet werden, damit es hält. Wer genug Kraft hat, kann dies auch während der Fahrt machen, anzuraten ist das aber nicht, besonders, wenn man allein unterwegs ist.

Faszinierendes Aufbrausen?

Sobald alle Auto-Schreiberlinge ihren Sitzplatz gefunden hatten, ging unser sonniger Roadtrip auch endlich los. Eine knackige Schaltung lässt den Fiat 124 Spider schnell auf Touren kommen. Er wird von seinem bereits bekannten, wie beim Vorbild längs eingebauten, 1.4 MultiAir Turbobenziner mit 140 PS angetrieben. Geprägt von seinem schlanken Leergewicht von nur 1.125 Kilo schafft er die 0 auf 100 km/h locker in 7,5 Sekunden. Seine Power spüren wir durch die kurzen Schaltwege recht schnell. Doch plötzlich eine Stimme aus dem Off: „You are over the speedlimit“. Diese bekommen wir tatsächlich recht oft zu hören. Hey, der Fiat 124 Spider will spielen, der muss gescheucht werden. Sein 6-Gang-Getriebe und die 140 PS schreien: Fahrspaß, wohohoho! Dass der Fuß da manchmal ein wenig schwerer auf dem Gaspedal liegt, ist quasi programmiert. Das muss man uns einfach mal nachsehen und auch wenn meine Frisur mal eben umstrukturiert wurde, war langsameres Fahren einfach keine Option. Basta! Schuld war das fehlende Windschott, ohne das es im kleinen Flitzer ganz schönen Durchzug gibt. Wer sich also nicht in 50er-Jahre-Manier das Kopftuch aufs Haupt legen möchte, sollte sich schnellstmöglich eins besorgen. Wir „klauten“ uns nach der ersten Etappe kurzerhand eins aus einem der anderen Fahrzeuge und fortan herrschte wohlige Ruhe. Erstaunlich, wenn man sich die Größe des Schotts betrachtet. Aber, hey, es kommt ja bekanntlich nicht auf die Größe an.

Entlang der Seine in einem Cabrio. Klingt das nicht großartig? Das könnte der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein. Oder eines Kitschromanes. Verliebt bin ich allemal. Die romantischen Kurven der Normandie nimmt der Roadster dank der elektrischen Dual Drive Servolenkung und der gleichmäßigen Gewichtsverteilung souverän. Das sanfte Fahrwerk kuschelt sich förmlich auf die Strasse, was der Dynamik nur förderlich ist. Einen Verbrauch von 6,4 Litern gibt der Hersteller an. Wer aber ein bisschen mehr Spaß auf der Strasse haben möchte, ist hier natürlich schnell drüber. Ein wenig verwirrend mutet das Armaturenbrett an, wenn man die Information zum Verbrauch sucht. Die analoge Geschwindigkeitsanzeige ist ganz rechts zu finden und nicht wie gewohnt in der Mitte. Da ist nämlich der analoge Drehzahlmesser positioniert. Ganz links dann die digitale Anzeige, die sowohl Verbrauch wie auch alle anderen wichtigen Infos liefert, die der geneigte Fahrer so braucht.

Die Navigation wird natürlich auf dem großzügigen Display dargestellt. Hier muss man hin und wieder genauer hinschauen, denn nicht immer ist klar, an welcher Abzweigung man nun runter muss. Auch wenn die Dame aus dem Off dabei eigentlich recht hilfreich ist, wenn sie uns mal nicht auf die zu hohe Geschwindigkeit hinweist. Nach ein paar Verirrungen erreichten wir Deauville sogar vor allen anderen, die sich der schönen Umgebung rund um die Normandie ergeben hatten. Teilweise ein wenig zu sehr, wie man uns später berichtete. Mit einem seligen Lächeln gaben wir unseren Kleinen am Hoteleingang ab, in freudiger Erwartung, ihn am nächsten Tag erneut fahren zu dürfen. Denn nach einer erholsamen Nacht dürften auch der Rücken beziehungsweise die Knie wieder gnädiger gestimmt sein.

Fazit: Hallo, Cabrio-Gemeinschaft, ihr bekommt hier einen würdigen Vertreter eurer Zunft. Der neue Fiat 124 Spider verspricht Sportlichkeit und gepflegten Fahrspaß kombiniert mit klassisch-schönem Retro-Design und Funktionalität. Und das Versprechen hält er auch. Eine echte moderne Schönheit, die an die Eleganz vergangener Zeiten erinnert. Schon ab 23.990 Euro ist der Roadster zu haben. Wer das nötige Kleingeld noch nicht aufbringen kann, sollte sich zumindest eine Probefahrt sichern. Jetzt nämlich, zu Beginn des Frühlings/Sommers, ist die perfekte Jahreszeit für die Tour oben ohne. Meint ihr nicht auch?

Fahrbericht: Simone Amores
Fotos: Simone Amores & Fiat

Porsche 911 GT3 – Endlich hat man‘s wieder selbst in der Hand

Mit dem Lifting des Topmodells GT3 schließt Porsche nun die Überarbeitung des Sportwagens 911 ab. Der puristische Leichtbaurenner wird nicht nur optisch und in Sachen Leistung überarbeitet, sondern erhält auch wieder die zuletzt fehlende Handschalter-Option. Die Markteinführung erfolgt Mitte Juni zu Preisen ab 152.000 Euro.

Bei seiner Vorstellung 2013 war der Aufschrei groß, als Porsche den GT3 zwar weiterhin mit Saugmotor vorstellte, aber ausschließlich in Kombination mit einem Doppelkupplungsgetriebe anbot. Dieses wird für den GT3 auch weiterhin zu haben sein, doch optional kann man sich künftig wieder für ein manuelles Getriebe entscheiden.

Darüber hinaus bietet der GT3 künftig etwas mehr Leistung. Der nunmehr bis 9.000 Touren drehende Vierliter-Boxer darf unter anderem dank einer neuen Kurbelwelle und eines neuen Ventiltriebs 368 kW/500 PS statt 350 kW/475 PS mobilisieren. Im Zusammenspiel mit der Automatik absolviert das Coupé in 3,4 Sekunden den 100-km/h-Sprint und erreicht maximal 318 km/h. Die Handschalter-Variante hat beim Sprint mit 3,9 Sekunden das Nachsehen, ist in der Spitze mit 320 km/h aber etwas schneller.

Darüber hinaus hat Porsche das Aerodynamik-Design des GT3 überarbeitet. Der Abtrieb soll sich im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent verbessert haben. Front- und Heckschürze haben die Stuttgarter zudem optisch leicht modifiziert, ebenso die Heckleuchten, die nun dreidimensionaler geformt sind. Zudem trägt der mächtige Carbon-Heckspoiler künftig schwarz lackierte Seitenblätter. Innen profitiert der GT3 von den allgemeinen Modellpflegemaßnahmen der Baureihe. So ist etwa das aufgefrischte Infotainment-System mit Siebenzoll-Touchscreen mit Online-Funktionen serienmäßig an Bord.

(Holger Holzer/SP-X)

Lotus Exige Cup 380 – Leicht, schnell und selten

380 PS, 282 km/h und in 3,6 Sekunden von null auf hundert – mit diesen Werten lassen sich eingefleischte Sportwagen-Fans heutzutage nicht mehr schocken. Das weiß auch Lotus. Daher setzen die Briten seit jeher auf extremen Leichtbau, der jetzt in der neuen Exige Cup 380 gipfelt. 1.057 Kilogramm ist das britische Federgewicht schwer. Außerdem produziert das Rennstrecken-Spielzeug dank neuem Frontsplitter, Diffusor und Spoiler (wie auch das Dach alles aus Carbon) nun 200 Kilogramm Abtrieb. Neue Luftauslässe in den vorderen Radkästen reduzieren den Auftrieb an der Vorderachse.

Der neue Spoiler liefert 200 Kilogramm Abtrieb

Die Kombination aus hoher Motorleistung, geringem Gewicht und deutlichem Abtrieb können die beiden Passagiere in einem Alcantara-Cockpit mit Carbon-Schalensitzen genießen. Optional gibt es einen Überrollkäfig und Hosenträgergurte. Eine zwölffach verstellbare Traktionskontrolle ist beim Cup 380 serienmäßig an Bord. Genau wie das Nitron-Rennstreckenfahrwerk und die leichten Schmiederäder mit breiteren Reifen als bei der nicht ganz so auf Rennstreckenbetrieb ausgerichteten Exige Sport 380. Das Gesamtpaket ist auf lediglich 60 Exemplare limitiert – weltweit. Dafür liegt der Kaufpreis mit 109.900 Euro unter schwereren Sonder-Modellen wie dem kürzlich vorgestellten BMW M4 „Clubsport“ (rund 117.000 Euro). (Max Friedhoff/SP-X)

Der zentrale Auspuff deutet auf die Rennsport-DNA hin
Im Innenraum gibt es Carbon-Schalen und viel Alcantara

Ford Mustang CS800 – Muskel-Auto

Der britische Sportwagen-Händler Clive Sutton hat kürzlich auf der Luxus-Messe „Top Marques“ in Monaco sein neuestes Projekt vorgestellt: den Mustang CS800. Hinter dem Codenamen verbirgt sich die Motorleistung eines getunten Ford Mustang mit V8-Motor. Dank eines Kompressor-Umbaus, eines neuen Ladeluftkühlers, eines neuen Krümmers und einer neuen Abgasanlage mit Klappensteuerung erstarkt der Mustang von ehemals 310 kW/421 PS auf 588 kW/800 PS.

Außerdem gibt es ein Carbon-Bodykit

Neben dem Kompressor-Kit montiert Clive Sutton außerdem ein dreifach verstellbares Fahrwerk, eine Schaltwegverkürzung für das manuelle Sechsgang-Getriebe und diverse Carbon-Teile wie Motorhaube, Splitter, Seitenschweller und Heckspoiler-Lippe. Eine Audio-Anlage mit einer Stärke von 1.100 Watt rundet das Bild ab. Den umgebauten Mustang gibt es für umgerechnet 77.550 Euro. Ein normaler V8-Mustang startet bei 44.000 Euro. (Max Friedhoff/SP-X)

Audi R8 als „Edition Audi Sport“ – Selten und bunt

2016 war ein extrem erfolgreiches Jahr für die Kundensportabteilung von Audi. Die Speerspitze – der R8 LMS GT3 – fuhr von Sieg zu Sieg und gewann dutzende Titel. Grund genug, dem Rennfahrzeug ein limitiertes Sondermodell zur Seite zu stellen. Der R8 „Edition Audi Sport“ ist in drei Farben bestellbar: „Florettsilber matt/glänzend“, „Mythosschwarz“ und „Ibisweiß“. Sideblades und Außenspiegel sind stets im Kontrast-Ton „Brillantrot“ lackiert – der Hausfarbe von Audi Sport. Frontspoiler, Grill, Auspuffblenden und Diffusoreinsatz sind in Glanzschwarz gehüllt.

Die brillantroten Sideblades sollen den Bezug zu Audi Sport herstellen

Im Innenraum weisen nummerierte und beleuchtete Alu-Einstiegsleisten auf die strenge Limitierung des Sondermodells hin. Carbon-Dekoreinlagen am Rahmen des Instrumententrägers, den Lüftungsdüsen und der Mittelkonsole sollen den sportlichen Charakter des R8 unterstreichen. Serienmäßig ist ein unten abgeflachtes Performance-Lenkrad an Bord.

Das abgeflachte Performance-Lenkrad ist serienmäßig an Bord

Der R8 „Edition Audi Sport“ ist auf 200 Exemplare limitiert und ab Mai 2017 bestellbar. Preislich geht es bei 181.900 Euro für die V10-Variante und bei 205.800 Euro für die V10-Plus-Version los. Ausgeliefert werden die Fahrzeuge im Spätsommer 2017. (Max Friedhoff/SP-X)

Die Sideblades sind stets brillantrot, Auspuff und Diffusor immer schwarz
Die Einstiegsleisten versichern die strenge Limitierung auf 200 Exemplare
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Jaguar F-Type – Jetzt als Vierzylinder

Der Jaguar F-Type ist mit seinen kraftvollen und stimmgewaltigen V6- und V8-Motoren ein echter Sportwagen der alten Schule. Nun erweitern die Briten das Modell-Portfolio und bringen eine Einstiegs-Variante – mit Vierzylinder-Turbo. Der 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder im neuen Baby-F-Type leistet 221 kW/300 PS und stemmt 400 Newtonmeter Drehmoment auf die Hinterachse. Als Getriebe wird lediglich eine Achtgang-Automatik angeboten, die manuelle Box aus der V6-Variante ist nicht erhältlich.

Der Zweiliter-Turbo leistet 300 PS und bringt 400 Newtonmeter Drehmoment

Äußerlich ist der neue Vierzylinder-F-Type an einem zentralen Endrohr am Heck und an neuen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen zu erkennen. Der kleine Motor hilft außerdem beim Abspecken: Das neue Modell ist 52 Kilogramm leichter als der V6. Fahrwerk und Lenkung sind auf das niedrigere Gewicht abgestimmt und sollen besonders auf kurvigen Landstraßen für Freude sorgen.

Der zentrale Auspuff ist das Markenzeichen des Einstiegsmodells

Der Jaguar F-Type mit Vierzylinder-Motor ist ab dem Frühsommer 2017 bestellbar und wird rund 59.000 Euro kosten. Zum Vergleich: Den Sechszylinder gibt es ab 66.200 Euro. (Max Friedhoff/SP-X)

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Hennessey The Exorcist – Da kriegt selbst der Teufel Angst

Der amerikanische Leistungsspezialist Hennessey hat sich unter anderem mit dem Venom GT einem Namen gemacht – dem schnellsten straßenzugelassenen Sportwagen der Welt. Jetzt hat der US-Tuner mit The Exorcist einen PS-Hammer auf Basis des Chevrolet Camaro ZL1 auf die Räder gestellt.

Über 110.000 Euro verlangt Hennessey für seinen Exorzisten

Bereits der ZL1 kann mit einem Übermaß an Leistung beeindrucken, denn hier fallen mächtige 485 kW/659 PS und 881 Newtonmeter Drehmoment über die Hinterräder her. Hennessey hat den 6,2-Liter-V8 dennoch einer umfangreichen Leistungskur unterzogen. Ein neuer Kompressor, neue Zylinderköpfe, eine verstärkte Nockenwelle und eine Auspuffanlage mit Edelstahlkrümmern kitzeln zusammen mit einer neuen Motor-Software 746/1.014 PS und 1.310 Newtonmeter aus dem Triebwerk.

Basis für The Exorcist ist ein Chevrolet Camaro ZL1

Wird die Hinterachse mit traktionsstarken Drag-Reifen bestückt, soll der Über-Camaro in unter drei Sekunden den 100-km/h-Sprint meistern. Der Viertelmeilen-Sprint soll weniger als zehn Sekunden dauern. Soviel Kraft hat natürlich ihren Preis. Die Leistungssteigerung allein kostet über 50.000 Euro. Man kann den Exorcist auch als Komplettpaket für knapp über 110.000 Euro ordern. (Mario Hommen/SP-X)

Mercedes-AMG GLC 63 – Der neue im Studio

Man geht dreimal in der Woche trainieren, stemmt Eisen, spult zig Kilometer auf dem Laufband ab und erblickt dann ihn – den Neuen. Man gehört schon seit längerem zu den schweren Jungs im Fitnessstudio und dann kommt plötzlich der Neue und gehört einfach so dazu. Die Rede ist hier vom Mercedes-AMG GLC 63, der nun die Riege der Spitzensportler bei Mercedes komplettiert. Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass er nicht ohne Vorwarnung da war, sondern sich seinen Weg geebnet hat. Read more

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PG Bugatti Bike – Ultraleicht und ultrateuer

Für exklusive Sportwagen ist Bugatti hinlänglich bekannt. Künftig dürfen sich darüber hinaus auch Fahrräder mit dem Markenmythos der Automanufaktur schmücken. Gebaut wird das weniger als fünf Kilogramm leichte Bugatti Bike von der deutschen Veloschmiede PG in Handarbeit. Laut dem Hersteller soll es sich um das leichteste Urban Bike der Welt handeln. Mindestens 45.000 Euro kostet das exklusive Federgewicht.

Auf Wunsch kann man das Bugatti Bike in der gleichen Farbe wie den Bugatti bekommen. Allein die Lackierung des Rads soll 200 bis 400 Arbeitsstunden in Anspruch nehmen

Trotz des extrem hohen Preises ist die Ausstattung mager. Ein Sattel, zwei Pedale, Riemenantrieb, Lenker und eine Vorderradbremse – das reicht nicht einmal für eine Straßenzulassung. Dafür gibt es Carbon satt. Zu gut 95 Prozent besteht die stylische und aerodynamische Konstruktion aus dem teuren Leichtbaumaterial, was auch gut sichtbar zur Schau gestellt wird.

Chromlackierung, braunes Leder? Kein Problem und nur eine Frage des Geldes

Maximal 667 dieser Carbon-Fixies sollen in der in Regensburg beheimateten PG-Manufaktur entstehen. 800 bis 1.200 Arbeitsstunden verschlingt der Bau eines Exemplars. Vornehmlich Bugatti-Besitzer dürften zum anvisierten Kundenkreis zählen, denen die Möglichkeit geboten wird, das Bike in einer mit dem jeweiligen Auto identischen Außenfarbe zu bestellen. (Mario Hommen/SP-X)

Der Carbon-Beltdrive des Fixies kommt von Continental
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Lotus Elise Sprint – Magerkur für Hungerhaken

Wenn es ein Auto gibt, das eigentlich keine Diät bräuchte, ist das der englische Sport-Roadster Elise. Doch Lotus hat einmal mehr an der Gewichtschraube gedreht, und mit der Version Sprint die 800-Kilo-Schallmauer unterboten. Auf 798 Kilogramm ist das neue Trockengewicht gesunken.

Nur 4,5 Sekunden braucht das Leichtgewicht Elise Sprint 220 für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100

Eingespart wurde gleich an mehreren Stellen. Größter Posten mit 9 Kilogramm ist eine Lithium-Ionen-Batterie als Ersatz für den klassischen Bleiakku. Carbon-Rennschalen sparen 6 Kilogramm, geschmiedete Aluräder 5 Kilogramm, die neuen Bremsen 4 Kilogramm. Das Polycarbonat-Heckfenster und einige Carbonbauteile lassen ebenfalls die Pfunde schmelzen. Sehenswert im Innenraum ist zudem die zu den Seiten offene Leichtbau-Verkleidung für den Schalthebel, dank der sich ein Teil der Mechanik freiliegend präsentiert.

Unter anderem dank neuer Schmiederäder konnte Lotus an Gewicht bei der Elise einsparen

Angeboten wird die Version Sprint in den beiden verfügbaren Motorvarianten mit 100 kW/136 beziehungsweise 162 kW/220 PS. Dank der Gewichtsreduzierung sollen jeweils kürzere Sprintzeiten drin sein. Die schwächere Elise sprintet aus dem Stand auf 100 km/h in 6,3 Sekunden, die stärkere Version namens braucht dafür 4,5 Sekunden. Für die bessere Performance der bereits bestellbaren Varianten muss man auch tiefer in die Tasche greifen: Rund 47.000 respektive 56.000 Euro kosten die Leichtbau-Elisen. (Mario Hommen/SP-X)

Sehenswert: Die offene Verkleidung in der Mittelkonsole, die den Blick auf die Schalthebelmechanik freigibt

Toyota GT86 Tiger – Ein paar Streifen und viel Ausstattung

Mit orangem Lack und schwarzen Zierstreifen an den Türen will der Toyota GT86 als Sondermodell „Tiger“ an das gleichnamige Raubtier erinnern. Neben der lediglich zurückhaltend gestreiften Karosserie zählen ein schwarzer Heckspoiler und 17-Zoll-Felgen in Anthrazit zu den Erkennungsmerkmalen der in Deutschland auf 30 Einheiten limitierten Edition. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Sport-Stoßdämpfer von Sachs, beheizbare Leder-Alcantara-Sitze und eine Türeinsätze in Wildlederoptik. Motorisiert ist das Sondermodell wie alle anderen Varianten mit einem 147 kW/200 PS starken 2,0-Liter-Boxerbenziner. Die Preisliste startet bei 35.000 Euro, gegenüber der Basisvariante bedeutet das einen Aufschlag von 5.000 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

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Elektroauto Jaguar I-Pace – Rotes Revival

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das bereits seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt.

Wie die in Genf gezeigte Variante des I-Pace wird Jaguar auch die First Edition in Photon-Rot in den Markt bringen

Photon-Rot heißt die frische Außenfarbe, in der auch die ersten Serienfahrzeuge, die Jaguar für 2018 ankündigt, ausgeliefert werden sollen. Neben dem kräftigen Rot bietet der vermutlich 70.000 bis 80.000 Euro teure I-Pace zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. (Mario Hommen/SP-X)

Airbus-Studie Pop.up auf dem Genfer Auto Salon – Flieg, Auto, flieg!

Dass sie sich mit der Zukunft auskennt, hat die italienische Kreativ-Agentur Italdesign schon Anfang der 80er bewiesen: Aus Giugiaros Feder stammte der DeLorean DMC-12, der bekanntlich durch die Zeit reisen konnte. Zugegeben, der Flux-Kompensator hat es bislang nicht in die Serie geschafft, und wird wohl auch noch lange auf seine Erfindung warten müssen. Das heißt aber nicht, dass die Design-Schmiede nicht weiter an neuen Formen der Mobilität arbeitet. Zusammen mit Airbus hat die Audi-Tochter auf dem Genfer Auto Salon jetzt ein Flugauto vorgestellt.

Stärker könnte der Kontrast nicht sein: Auf der linken Seite des Italdesign-Stands feiern die Italiener die Weltpremiere des Zerouno, einem extrovertierten Sportwagen auf Lamborghini-Huracán-Basis, der nur fünf Mal gebaut werden soll und stellvertretend für die „alte Welt“ stehen könnte, in der Giugiaro Schönheiten wie den BMW M1, den Maserati Quattroporte oder VW Scirocco aus den 70ern entwarf. Rechts daneben steht die Zukunft: der Pop.up, der mit bisherigen Autos nicht mehr viel gemein hat. „Wenn man das städtische Fahrzeug der Zukunft entwickeln möchte, kann das herkömmliche Auto nicht mehr die alleinige Lösung für Metropolen sein“, erklärt Italdesign-Chef Jörg Astalosch.

Herzstück des neuen Mobilitätskonzepts ist eine Passagierkapsel, die optisch irgendwo zwischen Smart, Renault Twizzy und BMW i3 einzuordnen ist und Platz für zwei Reisegäste hat. Prinzipiell sitzt die rundum verglaste Kapsel auf einem Bodenmodul mit vier Rädern und Elektroantrieb, und rollt über die Straße. Allerdings ohne Lenkrad oder Pedale – das per App bestellte Fahrzeug holt seine Gäste alleine ab und bringt sie völlig autonom ans Ziel. Um dort möglichst schnell hinzukommen, bedient sich Pop.up aber nicht nur der Straße, sondern auch der dritten Dimension.

Heißt konkret: Wenn der Computer feststellt, dass der Weg durch die Luft die bessere Wahl ist – zum Beispiel, weil auf der Strecke ein Stau zu erwarten ist – ruft er eine überdimensionierte Drohne mit acht gegenläufigen Rotoren. Die aus Kohlefasern gefertigte Kapsel wird von der Bodeneinheit gelöst, an die Drohne angedockt und schon geht die Reise in einigen Metern Höhe weiter, natürlich auch hier völlig selbstpilotiert. Die beiden Fahr-Flug-Gäste können sich zurücklehnen, den Ausblick genießen oder sich auf der Windschutzscheibe Informationen zur Reiseroute und mehr einblenden lassen.

Boden- und Luftmodule, die ihre Arbeit verrichtet haben, kehren automatisch zurück zu einer Basisstation, wo sie ihre Akkus wieder aufladen, und auch die Kapseln werden, wenn die Passagiere ausgestiegen sind, wieder aufgeräumt. Denn: Selber besitzen wird zukünftig wohl kaum mehr jemand so ein Pop.up. Das Fahr-Flug-Mobil wird einfach bei Bedarf angefordert. Bei der Bestellung können gleich Sonderwünsche angegeben werden, wie zum Beispiel ein zusätzlicher Stopp zur Bildung einer Fahrgemeinschaft – der Computer berechnet stets die beste Route und entscheidet selbstständig, ob Pop.up den Weg über die Straße oder durch die Luft nehmen soll.

Ganz neu ist die Idee, dem Stau durch Ausnutzung der dritten Dimension zu entgehen, natürlich nicht. Schon seit den 80er Jahren basteln verschiedene Tüftler an einem Flugauto, Taxi-Konkurrent Uber hatte vor einiger Zeit, wenn auch nur auf dem Papier, ähnliche Ideen präsentiert und auch Google-Gründer Larry Page findet die Vorstellung, einfach abzuheben, ziemlich spannend. Zumindest investierte er 100 Millionen Dollar in ein Projekt, dass an so einer Boden-Luft-Lösung arbeitet. Mit Airbus und der Audi-Tochter Italdesign greifen nun allerdings keine Start-ups an, sondern zwei gestandene Unternehmen, die sich in der Mobilitätsbranche bestens auskennen. Und sie zeigen sich selbstsicher: Schon in sieben bis zehn Jahren könnte Pop.up auf die Straße gebracht werden – beziehungsweise in die Luft.
(Michael Gebhardt/SP-X)

Renault Alpine – Die Geschichte wiederholt sich

Die Wiedergeburt der Marke Alpine war für sich gesehen schon ein ziemlich zäher Akt und ähnlich gestaltet sich auch die Informationspolitik der Franzosen bis zur Vorstellung der offiziellen Serienversion auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März). Jetzt, wenige Tage vor der Messepremiere, hat Renault zwei erste Bilder der Serienversion veröffentlicht und den Namen des Modells verraten.

Die Mittelmotorflunder, die die legendäre Sportwagenmarke wiederbeleben wird, heißt – wie schon das historische Vorbild – Alpine A110. Auch optisch weist die Neuauflage einige Ähnlichkeiten zur Ur-Alpine auf, wenngleich es sich natürlich um einen modernen Sportwagen mit schicken LED-Leuchten und ausdrucksstarken Sicken im Blechkleid handelt.

Die Karosserie des Alpine A110 besteht weitgehend aus Aluminium

Aber wie das Alpine-Modell aus den 1960er-Jahren soll auch der Neuzeit-Alpine richtig schnell sein. Deshalb hat sich Renault unter anderem für eine leichte, weitgehend aus Aluminium gefertigte Karosserie entschieden. Die Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 soll in 4,5 Sekunden gelingen. Weitere Angaben zu Antrieb und Fahrleistungen werden allerdings erst im Rahmen der Genf-Premiere verraten.

Seit Ende 2016 kann man den A110 übrigens per Smartphone App vorbestellen. Angeboten wird die auf 1.955 Fahrzeuge limitierte Première Edition zum Preis von 55.000 bis 60.000 Euro. Von dieser Auflage sollen Ende 2017 die ersten Exemplare an Kunden ausgeliefert werden. (Mario Hommen/SP-X)

Elektroauto Jaguar I-Pace – Rotes Revival

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das bereits seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt.

2018 will Jaguar den elektrisch angetriebenen I-Pace in den Markt bringen

Photon-Rot heißt die frische Außenfarbe, in der auch die ersten Serienfahrzeuge, die Jaguar für 2018 ankündigt, ausgeliefert werden sollen. Neben dem kräftigen Rot bietet der vermutlich 70.000 bis 80.000 Euro teure I-Pace zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. (Mario Hommen/SP-X)

Alfa Romeo Stelvio – Alfa will hoch hinaus

Wer spät kommt, kann gleich vieles besser machen. Dieses Motto scheint Alfa Romeo seinen Ingenieuren eingebläut zu haben, geht es um die Fähigkeiten und Qualitäten des Stelvio. Danach soll der erste SUV in der rund 100-jährigen Historie der italienischen Sportwagenmarke angeblich Kreise um die Konkurrenz fahren.

Der Stelvio basiert auf der intern Giorgio genannten Giulia-Plattform

Nun, die Techniker von Alfa Romeo lehnen sich mit solch einer Aussage vielleicht ein wenig weit aus dem Fenster. Erwähnt sei nur, dass sich in diesem Segment auch ein Porsche Macan tummelt. Aber es zeigt, wie stolz die Italiener nicht nur auf ihre Marke, sondern auch auf ihre Produkte sind. Alfa war fast tot, viele Fans abgewandert, weil eine Menge versprochen wurde, aber man trotzdem nicht in die Gänge kam. Und nun das Prinzip „Phoenix aus der Asche“, eindrucksvoll unter Beweis gestellt mit der Giulia.

Insgesamt hinterlässt der Stelvio auf einer ersten Testfahrt rund um seine Geburtsstätte Cassino (nahe Neapel) einen guten und soliden Eindruck

Auf der Giulia-Plattform, intern Giorgio genannt, basiert auch der Stelvio. Benannt nach Italiens höchstem Alpenpass, ist er Alfas erstes Auto dieser Art und soll der Marke kräftigen Anschub geben. „Unter dem Stelvio stecken der pure Geist und die DNA von Alfa Romeo“, sagt Markenchef Fabrizio Curci. Die Ingenieure zogen alle Register für eine sportliche Ausrichtung. Dazu zählen Leichtbau und eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50 Vorder- zu Hinterachse. Viele Karosserie- und Fahrwerksteile sind aus Aluminium, die Kardanwelle besteht sogar aus Karbon. Und laut Alfa soll der Stelvio mit einem Übersetzungsverhältnis von 12:1 gar die direkteste Lenkung im Segment der Mittelklasse-SUV besitzen. Serienmäßig an Bord ist stets Allradantrieb. Bei normalen Straßenverhältnissen schickt das System 100 Prozent der Kraft zu den Hinterrädern. Beginnen diese Schlupf aufzubauen, wird Drehmoment blitzschnell (bis zu 50 Prozent) an die Vorderräder gegeben.

Für Kunden, die in ihrer Straße Sterne, vier Ringe und weißblaue Propeller nicht mehr sehen können, ist der erste SUV von Alfa Romeo sicher eine willkommene Alternative

Insgesamt also keine schlechten Voraussetzungen für ein agiles Fahrverhalten. Noch dazu, wenn unter der Haube der Zweiliter-Turbobenziner mit 280 PS steckt und die Gänge über die Alu-Schaltwippen an der Lenksäule gewechselt werden. Der Stelvio hängt prima am Gas, lässt sich leicht und direkt um die Kurven treiben und hält sich mit lästigen Wankbewegungen zurück. Dennoch wird Sportlichkeit nicht dem Komfort geopfert. Auch über schlechte Wegstrecken rollt der Stelvio recht gelassen.

Dennoch wird Sportlichkeit nicht dem Komfort geopfert. Auch über schlechte Wegstrecken rollt der Stelvio recht gelassen

Zudem steht ein Drehschalter zur Verfügung, der die drei Modi „d“, „n“ und „a“ aktiviert. Die Buchstaben stehen für dynamic, natural und advanced efficiency, also Sparmodus. Bemerkbar macht sich das vor allem in der Stellung „d“, der Stelvio reagiert schärfer und spontaner. Wer allerdings die perfekte Sitzposition erwartet, die die Giulia ihrem Fahrer bietet, wird etwas enttäuscht. Im Stelvio sitzt man doch etwas mehr auf als im Sitz. „19 Zentimeter beträgt der reine Höhenunterschied zur Giulia“, sagt Cheftechniker Roberto Fedeli. Maximal sind 20-Zoll-Räder mit 255/45er-Reifen möglich.

Neben dem 280-PS-Benziner hat der europäische Stelvio-Kunde natürlich noch die Option eines Dieselmotors. Der aus der Giulia bekannte 2,2-Liter-Selbstzünder (Vollaluminium) leistet 210 PS und schickt seine 470 Newtonmeter Drehmoment ab 1.750 U/min in die Achtgangautomatik, was dem Stelvio zwar eine gewisse Souveränität verleiht, besser zum Charakter passt dennoch der kernige Turbo-Benziner.

Das Armaturenbrett ist klassisch aufgeteilt, wirkt schlank und reduziert

Etwas später will Alfa den Benziner auch mit 200 PS und den Diesel mit 180 PS anbieten. Beide werden ebenfalls die Achtgangautomatik sowie den Allradantrieb an Bord haben. Den Diesel soll es zudem als günstigere Einstiegsvariante mit Heckantrieb geben.

Das Armaturenbrett ist klassisch aufgeteilt, wirkt schlank und reduziert. Schnickschnack braucht ein Alfa nicht. Typisch bleiben die sogenannten Tubes, jene tiefe Röhren, in denen die beiden Rundinstrumente Tacho und Drehzahlmesser ihr zu Hause haben. Zwischen ihnen liegt ein TFT-Display, auf denen beispielsweise Reisedaten oder Navigationshinweise abgebildet werden können. Die Italiener gaben sich Mühe, den Premium-Anspruch des Kunden zu erfüllen. Die Materialien wirken hochwertig, erreichen aber nicht die Qualität und das Finish der deutschen Wettbewerber.

Im Fond herrschen gute Platzverhältnisse. Auch Erwachsene mit einer Körpergröße von 1,80 Meter sitzen bequem

Mit einer Länge von 4,69 Metern parkt der Stelvio größenmäßig ziemlich exakt neben einem Mercedes GLC, Audi Q5 oder BMW X3. Im Fond herrschen gute Platzverhältnisse. Auch Erwachsene mit einer Körpergröße von 1,80 Meter sitzen bequem. Beim Kofferraum braucht sich Alfas SUV nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. 525 Liter sind mehr als Porsche Macan und Mercedes GLC ausweisen können, aber weniger als BMW und Audi bieten. Die Heckklappe kann elektrisch betätigt und in acht unterschiedlichen Öffnungshöhen programmiert werden – passend zur Deckenhöhe in der heimischen Garage.

Insgesamt hinterlässt der Stelvio auf einer ersten Testfahrt rund um seine Geburtsstätte Cassino (nahe Neapel) einen guten und soliden Eindruck. Für Kunden, die in ihrer Straße Sterne, vier Ringe und weißblaue Propeller nicht mehr sehen können, ist der erste SUV von Alfa Romeo sicher eine willkommene Alternative. Sie dürfte es sicher auch wenig stören, dass man beim Thema elektronische Assistenzsysteme nicht ganz den Anschluss hält. Zwar gibt es Fußgängererkennung, Rückfahrkamera, Ausparkwarner und Abstandshalter, doch einen Staupiloten, der dem Vorgänger halbautonom folgen kann, bieten die Italiener nicht an. Alfa-Fahrer sollen halt so lange es irgend geht Selbstfahrer bleiben. (Michael Specht/SP-X)

Aston Martin DB11 by Q – Wünsch dir was

Wer keinen Aston Martin von der Stange will, kann beim hauseigenen Fahrzeugveredler Q einen Sondertrimm ordern. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) zeigen die Briten, wie sich der DB11 ein wenig individualisieren lässt.

Der 600-PS-Bolide fällt unter anderem durch seine Außenlackierung in Zaffer-Blau auf

Unter anderem hat der Sportwagen einen auffälligen Glanzlack in sogenanntem Zaffer-Blau erhalten. Im Kontrast dazu gibt es eine Reihe von Carbon-Anbauteilen in Schwarz. Unter anderem Frontsplitter, Seitenschweller oder Heckdiffusor bestehen aus dem Material. Die Leichtmetallfelgen im Zehn-Speichen-Design nehmen das schwarz-blaue Farbthema auf.

Gleiches gilt für den weitgehend schwarz gehaltenen Innenraum des 608-PS-Boliden, der unter anderem in den Sitzbezügen und den Türinnenverkleidungen auffällige Blauakzente bietet. Zusätzlich gibt es ein vierteiliges Kofferset im gleichen Farbschema.

Auch im Innenraum des DB11 gibt es auffällige Blauakzente

Diese besondere Ausstattung ist nur ein konkretes Beispiel, welche Möglichkeiten Aston Martin seinen Kunden mit der Abteilung Q bieten möchte. Prinzipiell will man, gegen entsprechende Bezahlung versteht sich, bei Q jeden Wunsch erfüllen. (Mario Hommen/SP-X)

Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid – Leistung mit Öko-Touch

In Sachen E-Mobilität legt Porsche auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) nach: Der Sportwagenhersteller zeigt erstmalig den Panamera Turbo S E-Hybrid. Das neue Topmodell der Baureihe ist mit einer Systemleistung von 680 PS der stärkste Panamera bislang. Der Verbrauch wird mit nur 2,9 Litern angegeben.

Angetrieben wird der Teilzeitstromer primär von einem 406 KW/550 PS starken Vierliter-V8-Benziner. Zusätzlich ist eine 100 kW/136 PS leistende E-Maschine an Bord. Beide zusammen sollen 500 kW/680 PS und 850 Newtonmeter mobilisieren. Dank der enormen Leistung dauert der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 nur 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Dank einer 14,1-kWh-Batterie erlaubt das Hybridmodell 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite. Wer den Panamera überwiegend elektrisch bewegt, kann den NEFZ-Verbrauch von 2,9 Liter erreichen. Zusätzlich zu dieser Menge Sprit braucht der Panamera für eine 100-Kilometer-Tour aber noch gut 16 kWh an Strom. Geladen werden kann die Batterie per 230 Volt in gut sechs Stunden. Mit dem optional erhältlichen 7,2-kW-On-board-Lader und einer mit 32 Ampere abgesicherten Steckdose kann die Ladezeit auf 2,4 Stunden verkürzt werden.

Neben der Extraportion Leistung bietet der Turbo S E-Hybrid außerdem noch eine gehobene Ausstattung. Diese umfasst unter anderem eine aktive Luftfederung, Keramik-Stopper und 21-Zoll-Räder. Die ab Juli 2017 verfügbare Antriebsvariante kostet rund 186.000 Euro in der Standardversion, als Executive mit verlängertem Radstand werden gut 199.000 Euro fällig. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Ford Fiesta ST – Kleines Kraftpaket

Die neue Fiesta-Generation ist noch nicht auf dem Markt, da präsentiert sich auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) bereits die Sportversion ST, die 147 kW/200 PS und 290 Newtonmeter Drehmoment aus einem kleinen Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum kitzelt. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 ist nach 6,7 Sekunden abgehakt. Das Technikarsenal des Dreizylinders kann sich sehen lassen: Neben Turboaufladung gibt es eine Benzineinspritzung und eine variable Nockenverstellung. Die Abgase werden durch einen Rußpartikelfilter gejagt, außerdem hilft eine Zylinderabschaltung, im Teillastbereich Sprit zu sparen. Laut Ford emittiert der ST 114 Gramm CO2 pro Kilometer, was einem Verbrauchswert von 4,8 Litern auf 100 Kilometer entsprechen würde.

Schick sind die speziellen 18-Zoll-Räder
Im Innenraum bietet der Fiesta ST unter anderem ein Sportlenkrad mit Bedientasten

Optisch zeigt der Fiesta ST Muskeln. Seitenschweller, 18-Zoll-Räder und ein großer zweigeteilter Kühlergrill mit Wabengitterstruktur betonen das dynamische Ansinnen des Kölners. Dank eines umfangreich überarbeiteten Fahrwerks mit verbreiteter Spur dürfte er außerdem gehobenen Kurvenspaß bieten. Recaro-Sitze halten dabei die vorderen Insassen in aufrechter Position.

Hinten sind die Sitze selbstredend nicht sonderlich konturiert
Recaro-Sitze sorgen für guten Halt

Zwar ist der neue Fiesta ST schnell, aber im Markt nicht schnell verfügbar. Erst Anfang 2018 geht es los. Preise hat Ford noch nicht genannt. Derzeit muss man für den 134 kW/182 PS starken ST rund 21.000 Euro zahlen. Alternativ wird gegen 4.000 Euro Aufpreis noch eine stärkere Version namens ST200 angeboten. (Mario Hommen/SP-X)

Unter anderem verleihen Seitenschweller dem neuen Fiesta ST optisch einen muskulösen Auftritt
Anfang 2018 bringt Ford den neuen Fiesta auch in der sportlichen ST-Version

Aston Martin Vantage S Red Bull Racing Edition – Für Formel-1-Fans

Speziell an Formel-1-Enthusiasten richtet sich Aston Martin mit der ab Frühjahr verfügbaren Sonderedition Red Bull Racing Edition für die Modelle V8 und V12 Vantage S. Haustuner Q hat den Fahrzeugen seinen Stempel aufgedrückt.

Unter anderem wurde die Außenoptik mit Carbonteilen aufgewertet

Für eine individuellere Optik sorgen unter anderem Anbauteile aus Carbon. So bestehen Frontsplitter, Kühlergrillrahmen und Diffusor aus dem Leichtbaumaterial. Zudem gibt es rote Akzente im Kühlergrill und den Luftöffnungen der vorderen Kotflügel. Im Kontrast dazu sind die Bremssättel vorne und hinten gelb lackiert. Der Innenraum des Vantage wird unter anderem mit Carbon-Inlays, Red-Bull-Racing-Bestickung auf den Kopfstützen und Alcantara-Lenkrad aufgewertet.

Die Kopfstützen der Sonderedition wurden zudem mit „Red Bull Racing“ bestickt

Verfügbar sind die Red-Bull-Vantages ab dem zweiten Quartal 2017. Preise nennt Aston Martin noch nicht, doch dürften diese wohl um einige tausend Euro teurer werden als die Standardmodelle. Der 312 kW/436 PS starke V8 S kostet als Coupé derzeit rund 130.000 Euro, die 422 kW/573 PS starke V12-Version ist für knapp 181.000 Euro zu haben. (Mario Hommen/SP-X)

Lotus Evora 410 Esprit-Tribut – 007 lässt grüßen

Geht es um Mythen der Marke Lotus, dürfte den meisten wohl am ehesten der Esprit S1 aus dem James-Bond-Streifen „Der Spion, der mich liebte“ einfallen. Diese sogar tauchfähige Flunder ehrt die britische Sportwagenmarke passend zum 40-jährigen Jubiläum des Kinoauftritts jetzt mit einem speziell gestylten Evora 410.

Unter anderem sollen die schwarzen Streifen in den Flanken an den 007-Esprit erinnern

Um die historische Brücke zu schlagen, wurde das Fahrzeug selbstredend in Weiß lackiert. Und wie beim Vorbild stehen im Kontrast dazu einige Schwarzakzente, wie etwa die mittig in den Flanken verlaufenden Streifen. Der Innenraum wurde unter anderem mit Schottenkaro-Muster auf den Sitzen und in den Türen, mit roten Ziernähten im Armaturenbrett und einem schicken Holzknauf für das Handschaltgetriebe aufgewertet. Mit manuellem Getriebe soll der 410 PS starke 1,3-Tonner in knapp über 4 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und 300 km/h schnell werden.

Ansonsten muss man allerdings nach Ähnlichkeiten mit dem 007-Esprit suchen. Finden wird man allerdings keine

Lotus wird nur einen einzigen Evora in dieser etwas speziellen Aufmachung bauen und auch verkaufen. Einen Preis nennen die Engländer nicht, doch vermutlich wird die 007-Hommage mehr als das 108.000 Euro teure Standardmodell kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Immerhin bietet der Innenraum etwas Esprit-Flair dank der Schottenkaromuster in den Türen und auf den Sitzen. Zudem gab es im Epsirt auch eine Holzkugel auf dem Schalthebel

Nanoflowcell Quant 48Volt – Elektrischer Reichweiten-Riese

Heilsbringer oder Scharlatan? Bei Nanoflowcell scheiden sich die Geister. Allen Kritikern zum Trotz stellt die in Liechtenstein beheimatete Firma in Genf Jahr für Jahr Autos mit Elektroantrieben vor, die fast zu schön klingen, um wahr zu sein. 2017 folgt das nächste Konzept auf der Schweizer Automesse.

Das besondere an den Autos von Nanoflowcell: Sie verfügen über Flusszellen-Batterien, die nicht per Kabel geladen wird. Stattdessen muss man eine elektrolytischen Flüssigkeit tanken

Quant 48Volt heißt die neue Studie, die im Vergleich zu einigen Vorgängern optisch nur in Nuancen modifiziert wurde. Wichtiger als das Design des Flügeltürers ist allerdings die Antriebstechnik. Wie bisher gibt es eine Flusszellen-Batterie, die durch die Betankung mit einer elektrolytischen Flüssigkeit den für den Antrieb nötigen Strom generiert. Das Auto muss also nicht ans Kabel, sondern an die Zapfsäule. Allerdings wird dann ähnlich wie bei einer Brennstoffzelle durch chemische Reaktionen elektrischer Strom generiert. Im Fall des Quant 48Volt soll eine Betankung Energie für 1.000 Kilometer freisetzen.

Mit einer Tankfüllung soll der Quant 48Volt gut 1.000 Kilometer weit fahren können

Der Quant 48Volt ist nicht nur Reichweitenwunder, sondern auch Tesla-Killer, denn für den Vortrieb sind vier jeweils 140 kW starke Niedervoltmaschinen verantwortlich, die zusammen 560 kW/760 PS in den Vortrieb werfen. Die Standardsprintzeit des Allradlers soll nur 2,4 Sekunden betragen, die Höchstgeschwindigkeit bei 300 km/h liegen. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Jaguar XE, XF und F-Pace – Kleine Hightech-Kur

Jaguar erweitert zum Frühjahr 2017 für seine Baureihen XE, XF und F-Pace das Motorenangebot. Außerdem gibt es für alle drei Modelle der Briten neue Ausstattungsoptionen. Die neuen Motorvarianten sind bereits bestellbar, die Auslieferung erfolgt im Mai. Neu sind gleich mehrere Vierzylinder-Motoren der noch jungen Ingenium-Familie. Zum Technikarsenal der Aggregate gehören Twinscrollturbolader, im Zylinderkopf integrierte Abgaskrümmer, vollvariable Ventilsteuerung sowie Direkteinspritzung mit 200 bar. Jaguar verspricht unter anderem gehobene Lautkultur und niedriger Verbräuche.

Für die Mittelklasse-Limousine XE baut Jaguar zum Frühjahr 2017 ebenfalls das Motorenangebot aus

Für die Mittelklasse-Limousine XE werden zwei neue Zweiliter-Vierzylinderbenziner mit 147 kW/200 PS (20t) und 184 kW/250 PS (25t) zusätzlich ins Programm genommen. Ersterer erlaubt eine Sprintzeit von rund sieben Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, beim Stärkeren sind es in Kombination mit dem optionalen Allradantrieb sogar nur 6,2 Sekunden. Darüber hinaus hat Jaguar bei der sportlichen Variante XE S die Leistung des Dreiliter-V6-Kompressors von 250 kW/340 PS auf 280 kW/380 PS angehoben. Schließlich gibt es noch einen Zweiliter-Diesel mit 177 kW/240 PS (25d), serienmäßig in Kombination mit Allradantrieb. Die Sprintzeit soll hier rund 6 Sekunden betragen, der Verbrauch bei knapp über 5 Litern liegen.

Für den XF werden die beiden Benziner 20t und 25t sowie der Diesel 25d ebenfalls neu ins Programm genommen. Die Fahrleistungen sind leicht schlechter als beim XE, die Verbräuche etwas höher.

Auch der Jaguar XF bekommt neue Aggregate der noch jungen Ingenium-Motorenfamilie

Beim F-Pace wird das Angebot um zwei Diesel erweitert. Neue Basismotorisierung ist ein 120 KW/163 PS starker Vierzylinder, der in Kombination mit manueller Sechsgang-Schaltung und Heckantrieb 4,8 Liter verbrauchen soll. Beim neuen F-Pace 25d mit 240 PS ist der Motor mit Allradantrieb und Automatik zwangsverblockt. Gleiches gilt für die ebenfalls neue Benzinervariante 25t. Zusätzlich ist der bereits bekannte Diesel mit 132 kW/180 PS erstmalig in Kombination mit Achtgang-Automatik und Heckantrieb verfügbar.

Für alle genannten Baureihen baut Jaguar das Angebot an Fahrhilfen aus. So gibt es einen kamerabasierten Kollisionswarner, der beim Rausfahren aus Parklücken vor Querverkehr warnt. Der Tot-Winkel-Warner lenkt nötigenfalls auch aktiv gegen. Außerdem erlaubt der Fahrprogramm-Modus Dynamic individuelle Einstellungen. Für das Infotainmentsystem ist im XF und F-Pace auch ein 10,2-Zoll-Touchscreen mit Dual-View-Technologie erhältlich, was es Fahrer und Beifahrer ermöglicht, parallel unterschiedliche Inhalte auf dem Display zu sehen.

Der XE 20t ist ab rund 37.000 Euro bestellbar, den F-Pace mit dem schwächsten Diesel bekommt man ab circa 43.500 Euro. Der XF 20t ist ab 45.000 Euro zu haben. (Mario Hommen/SP-X)

Jannarelly Design-1 mit Hardtop – Kuriose Dachkonstruktion

Ende 2015 hat die neue Sportwagenschmiede Jannarelly mit dem Design-1 einen besonders puristischen Mittelmotor-Roadster mit sehenswerter Retro-Optik vorgestellt. Bislang wurde nur eine offene Version vorgestellt, bei der die Insassen weitgehend schutzlos den Elementen ausgesetzt sind. Jetzt zeigt Jannarelly außerdem eine Hardtop-Variante mit großer Windschutzscheibe.

Jannarelly will seinen Roadster Design-1 auch mit Hardtop anbieten

Wie das gesamte Fahrzeug ist auch diese Dachkonstruktion etwas eigenwillig geraten. Die Carbon-Haube besteht aus A-Säulen, Seitenfenstern und dem Dach. Angeschlagen ist das Teil jeweils links und rechts neben der Windschutzscheibe und als Ganzes nach vorne und oben klappbar. Beim Öffnen bleibt die Windschutzscheibe stehen, zusätzlich gibt es flache Seitentüren, die sich öffnen lassen. Dennoch sieht es so aus, als müssten sich Passagiere beim Einsteigen etwas klein machen und zudem vorsichtig sein.

Optisch macht der Jannarelly Deisgn-1 auch mit Hardtop einiges her

Im geschlossenen Zustand fügt sich das Double-Bubble-Dach schick in das kurvenreiche Design des Jannarelly-Roadsters ein. Auch die Hardtopversion versprüht dabei viel 60er-Jahre-Flair und sieht zudem ziemlich schnell aus. Schnell ist der Design-1 jedenfalls, denn sein 3,5-Liter-V6-Benzinmotor ermöglicht mit seinen rund 300 PS eine Sprintzeit in knapp 4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. In der Hardtop-Version dürfte man diese Geschwindigkeit auch tatsächlich nutzen können.

Der Jannarelly versprüht viel 60er-Jahre-Flair

Produziert wird der Design-1 wohl in Dubai und für rund 77.000 Euro auch in Europa angeboten. (Mario Hommen/SP-X)

Den Jannarelly wird man auch mit einer großen Frontscheibe bekommen

Abt tunt Audi S4 Avant – Jenseits der 400

Seit gut einem Jahr bietet Audi den A4 Avant auch in der sportlichen Variante S4 an. Wem die 260 kW/354 PS der Sportlimousine nicht ausreichen, kann bei Abt nun ein Leistungskit bekommen, das zum Preis von 3.600 Euro über 20 Prozent mehr PS aus dem Dreiliter-V6 kitzelt.

Zudem bietet Abt für den Audi S4 ein paar Anbauteile und Leichtmetallräder mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser an

Das neue Motorsteuergerät der Allgäuer entlockt dem B9, so die interne Bezeichnung der aktuellen A4-Baureihe, 313 kW/425 PS und 550 Newtonmeter. Dank der Leistungsspritze soll sich die Sprintzeit von 4,9 auf 4,7 Sekunden verkürzen. Auch bei Zwischenspurts dürfte die Abt-Variante mit einem zusätzlichen Punch erfreuen. An dem von Audi gesetzten Top-Speed-Limit von 250 km/h hat Abt indes nicht gerüttelt.

Abt bietet jetzt auch für den Audi S4 Avant ein Leistungskit an

Dafür bietet der Fahrzeugveredler einige Optionen für ein optisches Tuning an. So gibt es einen speziellen Frontlippen- und Kühlergrillaufsatz. Zudem sind Kotflügeleinsätze, Carbonanbauteile oder Räder mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser bestellbar.
(Mario Hommen/SP-X)

Porsche 911 Carrera GTS – Carrera cool und ohne Chrom

Die Option in der Preisliste „Wegfall der Typenbezeichnung“ kann sich der Kunde eigentlich schenken. Porsche-Fans würden den 911er ohnehin sofort als GTS entlarven, sobald er um den Häuserblock biegt. Kein anderer Carrera rollt auf schwarz lackierten 20-Zoll-Rädern mit Zentralverschluss (sehr rennmäßig), kein anderer verzichtet vollständig auf Chrom-Zierrat (sogar die beiden Auspuffrohre sind schwarz) und hat auch als Hecktriebler das breite Kreuz der Allradversion.

Der Carrera GTS ist eine coole Ansage, gebaut für 911er-Freaks, denen ein Turbo S zu viel des Guten und ein GT3 eine Idee zu rennsportmäßig abgestimmt ist, die aber nahezu die gleiche Dynamik haben möchten und zur Not auch mal die Kinder auf die Rücksitze packen wollen. „Mit dem GTS kann ich meine Frau vormittags zum Einkaufen schicken“, sagt die Rallye-Legende Walter Röhrl, „und nachmittags mit dem Wagen über die Nordschleife des Nürburgrings knallen. Diesen Spagat schafft kein anderer Sportwagenhersteller.“

In den Fahrleistungen reicht der GTS auf der Rennstrecke dicht an GT3 heran

Dass sich GTS-Fahrer vor allem gerne am Wochenende auf Rennstrecken tummeln, um dort ihre fahrerische Grenzen auszuloten, hat auch Porsche erkannt und eine entsprechende App fürs Smartphone entwickelt. Sie nennt sich „Track Precision“ und beinhaltet 130 Rennkurse weltweit. Auf dem Smartphone werden unter anderem Rundenzeiten und Beschleunigungskräfte (G-Force) aufgezeichnet. Die Übertragung funktioniert per WLAN mit dem Bordsystem. Auch lässt sich ein sogenanntes Ghost-Car definieren, beispielsweise jenes mit der schnellsten Rundenzeit. An ihm kann sich der Fahrer dann messen. Selbstverständlich können in Zeiten von Social-Media alle Daten auch auf Facebook gepostet oder an den heimischen Computer geschickt werden. Die Track Precision App soll künftig für alle Porsche Sportwagenmodelle zu haben sein.

Besondere Freude hinter dem Lenkrad vermittelt die heckangetriebene Version, da sie 45 Kilogramm weniger auf die Waage bringt als der Allradler. Wer möchte, kann beim Coupé sogar die Rücksitze abbestellen, um noch mehr Gewicht zu sparen

450 PS stecken im Heck des GTS. Das sind 30 mehr als im 911 Carrera S und 20 mehr gegenüber der Vorgänger-Version. Einzug hält erstmals im GTS der neu entwickelte 3.0-Liter-Sechszylinder-Boxer-Biturbo, intern 9A2 genannt. Die höhere Leistung (Drehmoment 550 Newtonmeter) wurde hauptsächlich durch größer dimensionierte Turbolader erreicht. „Wir hätten auch den Ladedruck erhöhen können“, sagt Motoren-Entwickler Matthias Hofstetter, „doch dann hätten wir viele Peripherie-Bauteile, die Einfluss auf die Thermodynamik nehmen, wie beispielsweise die Ladeluftkühlung oder die Injektoren, neu dimensionieren müssen.“ Zudem wollte Porsche die Effizienz nicht verschlechtern. Handgeschaltet gibt das Werk 9,4 Liter an, mit der Doppelkupplungsautomatik (rund 4.000 Euro Aufpreis) sind es nur 8,3 l/100 km. „Wir konnten den Verbrauch um bis zu 0,6 Liter senken“ sagt Hofstetter.

Zu den Erkennungszeichen des GTS gehören wie bisher ein breiteres Turboheck, ein zentrales Doppelendrohr sowie abgedunkelte Heckleuchten

Dem gegenüber stehen schier unglaubliche Fahrleistungen. Besondere Freude hinter dem Lenkrad vermittelt die heckangetriebene Version, da sie 45 Kilogramm weniger auf die Waage bringt als der Allradler. Wer möchte, kann beim Coupé sogar die Rücksitze abbestellen, um noch mehr Gewicht zu sparen.

Der GTS spricht extrem spontan auf Gas an, lässt sich geschmeidig bis knapp 7.000/min hochdrehen und kann auch von Nicht-Profis überaus schnell um den Kurs getrieben werden. Präzises Einlenken, sichere Kurvenstabilität und herrliches Herausbeschleunigen. Und nichts wird mit übertriebener Fahrwerkshärte erkauft. Diese Ausgewogenheit bieten nur wenige Sportwagen. Man spürt bei dem GTS förmlich die Begeisterung und das Know-how der Ingenieure, die dieses Auto geschaffen haben.

Der Innenraum des Carrera GTS ist weitgehend ausgeschlagen mit Alcantara. Dazu zählen auch Lenkrad, Mittelarmkonsole und Armauflage in den Türen

Die gute Abstimmung manifestiert sich auch in den Rundenzeiten, für Fans eine wichtige Messlatte. „In den Fahrleistungen reicht der GTS auf der Rennstrecke dicht an GT3 heran“, sagt Baureihen-Chef August Achleitner, „nicht zuletzt aufgrund seines höheren Drehmoments.“ Dem normalen Carrera S nimmt der GTS auf der Nordschleife sogar vier Sekunden ab, 7:26 gegenüber 7:30 Minuten.

Der Innenraum des Carrera GTS ist weitgehend ausgeschlagen mit Alcantara. Dazu zählen auch Lenkrad, Mittelarmkonsole und Armauflage in den Türen. Die Sitze tragen den GTS-Schriftzug in den Kopfstützen. Ins Auge fallen die Buchstaben aber bereits beim Einsteigen. Sie zieren den Seitenschweller.

Ausfahrbar: Der Spoiler am Heck des Porsche 911 Carrera GTS

Porsche bietet den neuen GTS in fünf Versionen an, Coupé, Coupé 4, Cabrio, Cabrio 4 sowie Targa 4 und stockt damit die 911er-Baureihe auf 20 unterschiedliche Derivate auf. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber nicht erreicht, schließlich fehlt unter anderem noch der GT3.

Preislich startet der GTS bei 124.451 Euro. Nach oben lässt sich die Kaufsumme – man kennt die unendliche lange Liste der Extras – nahezu beliebig ausbauen, was die meisten Kunden auch tun. Wie beliebt der GTS in der Szene ist, zeigen die Vorgängermodelle. Achleitner: „Immer wenn wir die GTS-Serie auflegen, entscheiden sich bis zu 50 Prozent der 911er-Kunden für diese Variante.“ Bei dem neuen GTS dürfte dies nicht anders laufen. (Michael Specht/SP-X)