News: Prima Prius – Toyota erfindet seine Hybrid-Ikone Prius völlig neu

News: Prima Prius – Toyota erfindet seine Hybrid-Ikone Prius völlig neu

Arnold Schwarzenegger hatte einen, eine deutsche Ministerin hielt ihn sich als Dienstwagen. In der Besitzer-Galerie finden sich auch Brad Pitt, Julia Roberts, Cameron Diaz oder Sting. Der Toyota Prius mit seinem Hybrid-Antrieb ist bei den Promis seit Jahren angesagt. Zumindest als Zweitwagen für das grüne Gewissen. Weil die 1997 erstmals in Großserie gebaute Kombination aus 1,8-Liter-Benziner und Elektromotor zumindest auf dem Papier sparsamer mit dem Sprit umging als herkömmliche Autos. Jetzt macht der Prius auch auf dem roten Teppich der Oscar-Verleihung eine bessere Figur. Denn die inzwischen 4. Generation sieht viel netter aus als alle anderen zuvor. Vor allem aber wurden viele Schwachpunkte des Trendsetters ausgemerzt. Die Preise des 3,0-Liter Autos – Normverbrauch, nicht Hubraum – starten jetzt bei 28.150 Euro.

Der beginnende Frühling im spanischen Valencia bietet Wohlfühl-Ambiente für die erste Begegnung mit dem völlig neuen Toyota Prius. Alles neu und dennoch vertraut. Das über den Vordersitzen gewölbte Pagodendach, das ausladende Heck mit dem durch einen großen Spoiler geteilten Rückfenster, die recht kurze Frontpartie mit den großen Scheinwerfern – so, wie man es seit fast 20 Jahren kennt. Aber: Die Motorhaube wurde viel flacher, die Nase mit dem Toyota-Logo reckt sich keck nach vorn. Wild gezackte Scheinwerfergehäuse, in denen LED-Technik steckt, lassen den Prius viel moderner, sogar rasanter aussehen als bisher gewohnt. Ähnlich das neu gestaltete Hinterteil. Die Heckleuchten wirken wie Brückenpfeiler für den jetzt viel eleganteren Spoiler, der die ganze Wagenbreite einnimmt.

. Ähnlich das neu gestaltete Hinterteil. Die Heckleuchten wirken wie Brückenpfeiler für den jetzt viel eleganteren Spoiler, der die ganze Wagenbreite einnimmt
. Ähnlich das neu gestaltete Hinterteil. Die Heckleuchten wirken wie Brückenpfeiler für den jetzt viel eleganteren Spoiler, der die ganze Wagenbreite einnimmt

„Ein durchaus radikales Design“, räumt selbst Produktmanager Vincent Dewaersegger aus der Europa-Zentrale ein. „Es macht aber perfekt den Charakter der Prius deutlich, der sich klar und selbstbewusst von der eher konservativen Formensprache seiner Wettbewerber absetzt“. Das tat er schon immer, sein anfangs verschrobenes Aussehen wurde zum Markenzeichen des Fortschritts unter der Motorhaube. Auch wenn sich wohl die meisten der bislang 3,5 Millionen Käufer trotz und nicht wegen des Erscheinungsbildes für den Prius entschieden haben. Das könnte sich durchaus ändern.

Die Prius-Gene im Innenraum überstanden den Generationswechsel. Das flache Gehäuse mit dem Digitaltacho und dem animierten Schaubild, das die Verteilung der Antriebskraft darstellt, liegt wie bisher mittig unterhalb der Windschutzscheibe. Darunter der sieben Zoll große Touchscreen-Monitor für das Navigations- und Audio-System. Der kleine Wählhebel für die stufenlose Automatik ist etwas tiefer montiert, kennt nur die Stufen „neutral“, „vorwärts“, „rückwärts“ und „Motorbremse“ z.B. für das Bergabfahren. Zwischen den Sitzen eine Schale, in der das Smartphone kabellos geladen werden kann. Nicht nur Prius-Kenner finden sich recht schnell mit der Bedienung des neuen Prius zurecht.

Die Prius-Gene im Innenraum überstanden den Generationswechsel. Das flache Gehäuse mit dem Digitaltacho und dem animierten Schaubild, das die Verteilung der Antriebskraft darstellt, liegt wie bisher mittig unterhalb der Windschutzscheibe
Die Prius-Gene im Innenraum überstanden den Generationswechsel. Das flache Gehäuse mit dem Digitaltacho und dem animierten Schaubild, das die Verteilung der Antriebskraft darstellt, liegt wie bisher mittig unterhalb der Windschutzscheibe

Nach dem Druck auf dem Startknopf herrscht wie gewohnt Stille. Der 72 kW/98 PS starke Benziner hat Pause, ganz sanft säuselt der 53 kW/72 PS starke Elektromotor. Beim behutsamen Touchieren des Gaspedals rollt der Toyota ein elektrisch davon. Doch schon beim kleinen Zucken der Zehen meldet sich der Verbrennungsmotor zum Dienst. Es beginnt das bekannte Wechselspiel der beiden Herzen, dessen Perfektion den Prius berühmt gemacht hat. Bei der entspannten Tour mit Tempo 80 bis 100 auf der hügeligen Landstraße kommt der Prius nicht über vier Liter auf 100 Kilometer hinaus. Denn immer wieder schaltet sich der Benziner aus, immer wieder übernimmt sein elektrisches Pendant, immer wieder wird das Rollen beim Gaswegnehmen, das Bremsen und Bergabfahren zum Nachladen des Akkus genutzt.

Alles läuft so schnell ab, dass es auch auf dem erwähnten Schaubild kaum nachvollzogen werden kann. Die Toyota-Techniker haben alles nochmals verbessert. Der Wirkungsgrad des Benzinmotors erreicht jetzt die Bestleistung von 40 Prozent, holt also mehr Leistung aus jedem Tropfen Benzin heraus. Der E-Motor wurde kleiner und leichter, die Batterie wanderte unter die Rücksitzbank. Verändert wurden auch die Steuerungssoftware, das Energiemanagement, die Kühlung und vieles mehr. Das Ganze läuft ohne Zutun des Fahrers. Dessen Verbindung zum Hightech ist nur der rechte Fuß.

501 – 1.633 Liter bringt der Prius in seinem Kofferraum unter
501 – 1.633 Liter bringt der Prius in seinem Kofferraum unter

Und was ist mit dem oft gescholtenen zu lauten Aufheulen des Benziners beim Gasgeben, der trägen Automatik, der immer wieder als zu hart empfundenen Federung, der zu schmalen Sitze und der nicht wirklich präzisen Lenkung? Toyota hat die Kritik am Vorgänger ernst genommen und wirklich alles in Angriff genommen und deutlich verbessert. Sicher, wer zu heftig auf das Gaspedal tritt, wird auch jetzt das Heulen des Motors vernehmen. Das ist bei allen stufenlosen Automatikgetrieben so. Aber die Steuerung wurde so verbessert, dass der Prius jetzt viel besser am Gas hängt als bisher. Der Modus „Sport“ liefert sogar einen Hauch sportlicher Rasanz frei Haus. Dann werkeln beide Motoren im Duett und sorgen zum Beispiel für entspannteres Überholen als bisher.

Am Ende der langen Tour im neuen Prius meldet der Bordcomputer dann doch 5,8 Liter Schnittverbrauch. Aber: Dahinter verbergen sich lange Passagen mit rund 120 km/h auf der Autobahn und viele Steigungen. Die Verbrauchsvorteile des Toyotas liegen nun mal im dichten Stadtverkehr und auf Landstraßen. Und jetzt auch in der Zahl der vielen bestellbaren Assistenzsysteme. Abstandsradar, Notbremsfunktion, halbautomatisches Einparken, Verkehrszeichenerkennung und andere bekannte Helfer stehen in der Preisliste. Das Basismodell wird ab Frühjahr für 28.150 Euro zu haben sein, die Top-Version kostet 32.150 Euro, wird dann aber besonders fein ausgestattet sein.

Autor: Peter Maahn/SP-X

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Toyota Yaris – Hilfreich und bunt

Etwas mehr als ein nur ein klassisches Facelift hat Toyota seinem Kleinwagen Yaris spendiert und gleich über 900 Teile am Fahrzeug erneuert. Die seit 2011 erhältliche dritte Generation fährt ab dem 24. April mit verbesserter Sicherheitsausstattung, überarbeiteten Motoren sowie aufgefrischter Optik vor. Außerdem ersetzt ein neuer 1,5-Liter-Motor mit 82 kW/111 PS das bisherige 1,33-Liter-Aggregat. Wie gehabt bieten die Japaner ihren Bestseller als Drei- und Fünftürer an. Mindestens 12.540 Euro werden in Kombination mit dem 51 kW/69 PS starken Dreizylinder fällig. Der Fünftürer kostet 700 Euro Aufpreis. Die Hybridversion steht ab 17.990 Euro in der Preisliste.

Wie bisher soll sich der Yaris Hybrid mit 3,3 bis 3,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer bescheiden

Allerdings haben nur Kunden des kleinen Dreizylinders die Wahl zwischen den zwei Karosserievarianten. Alle anderen Motoren sind nur als Fünftürer verfügbar. Ganz neu im Programm ist der 1,5-Liter-Sauger, eine Weiterentwicklung des nun abgelösten eher kraftlos wirkenden 1,33-Liters mit 73 kW/99 PS an. Es soll dank einer hohen Verdichtung von 13,5:1 und einer Ventilsteuerung, die einen Wechsel zwischen Otto- und Atkinson-Verbrennungszyklus erlaubt, eine bessere Performance bei gleichzeitig weniger Verbrauch ermöglichen.

Der Yaris Hybrid ist ein Fahrzeug für entspannte Fahrer. Das Wechselspiel der zwei Motoren ist am wirksamsten im städtischen Umfeld

Und tatsächlich vermittelt der 1.5er ein agileres Fahrerlebnis als das Vorgängertriebwerk. Immerhin stellt der Sauber ein maximales Drehmoment von 136 Nm bei 4.400 Umdrehungen zum Abruf bereit. Das heißt aber auch, dass man durch fleißiges Nutzen des Sechsgang-Getriebes das Drehmoment immer im richtigen Bereich halten sollte. Zu beherzt darf man es aber nicht angehen lassen, dann zeigt sich das Aggregat von seiner lauten Seite. Toyota gibt je nach Ausstattung und Gewicht einen Normverbrauch zwischen 4,8 und 5 Liter an. Bei ersten Testfahrten im Hinterland von Amsterdam zeigte der Bordcomputer bei einem Mix aus Autobahnfahrten (Vmax.: 120 km/h), Land- und Stadtstraßen einen Verbrauch von 5,8 Liter an. Schön: Das Fahrwerk schluckt viele Fahrbahnunebenheiten sanft weg.

Der Hybridantrieb blieb im Kern unverändert, dennoch fährt sich das Spritsparmobil leiser als bisher

Das Gros der Yaris-Kundschaft wird weiterhin auf die Hybridversion setzen. Bislang entschieden sich rund 60 Prozent der Käufer in Deutschland für diese Kombination aus Verbrenner und Elektroantrieb; jetzt rechnet Toyota sogar mit 70 Prozent Hybridanteil am Motorenmix und unterstützt das durch Zahlung einer Hybridprämie von 3.000 Euro, angelehnt an die staatliche E-Autoprämie. Ansonsten punktet der Hybrid natürlich durch seine geringen Verbrauchswerte. Der Normwert liegt zwischen 3,3 und 3,6 Litern. Bei der Überarbeitung im Rahmen des Facelifts haben die Ingenieure sich weniger die Antriebseinheit vorgenommen. Es bleibt bei dem bekannten Zusammenspiel aus dem 55 kW/74 PS starken 1,5 Liter-Benziner und dem 45 kW/61 PS-E-Motor sowie der Gesamtleistung von 74 kW/100 PS. Vielmehr galt es die Laufruhe zu Verbessern und das Geräusch zu vermindern.

Im Innenraum des Yaris kommen unter anderem neue Polsterstoffe zum Einsatz

Der Hybrid fährt nun deutlich leiser vor. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Beschleunigt man zum Beispiel, um zu überholen oder mit Nachdruck Gas zugeben, dröhnt es wie eh und je aus dem Motorraum. Dazu begleitend gibt auch das stufenlose Getriebe – ein DSG ist auch mittelfristig noch keine Alternative bei Toyota – laut seine Unwilligkeit kund, diesen Fahrstil zu unterstützen. Der Yaris Hybrid ist ein Fahrzeug für entspannte Fahrer. Das Wechselspiel der zwei Motoren ist am wirksamsten und damit für den Fahrer am verbrauchsgünstigsten im städtischen Umfeld. Apropos sparsam: Den Diesel hat Toyota in Deutschland aus dem Yaris-Programm genommen.

Ab Werk gibt es für den Kleinwagen ein umfangreiches Sicherheitspaket. Das sogenannte Safety-Sense-Paket beinhaltet Kollisionsverhinderer sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent. Die meisten Kunden entscheiden sich für die Comfort-Ausstattung (ab 15.790 Euro, Hybrid: ab 19.340 Euro). Hier gehört noch eine Verkehrszeichenerkennung dazu. Außerdem zählen hier unter anderem Klimaanlage, 4,2-Zoll großes Display für den Bordcomputer, Rückfahrkamera und Lederlenkrad zum Serienumfang.

Wer möchte, kann im Toyota Yaris auch einige onlinebasierte Dienste nutzen

Ach ja. Und ein paar optische Retuschen gab es natürlich auch noch. Es gibt eine aggressiver gezeichnete Front sowie größere Rückleuchten mit einer charakteristischen LED-Grafik am Heck. Der Griff in den Lacktopf ist farbintensiver geworden. Wer will, kann sein Fahrzeug zudem mit farbigen Außenspiegelkappen oder Elementen für die Front individualisieren. Im Innenraum kommen nun neue Polsterstoffe zum Einsatz. Geblieben sind das ordentliche Platzangebot und das Kofferraumvolumen, das zwischen 286 und 1.119 Liter fasst.

Der Yaris ist auch nach dem umfangreichen Facelift bevorzugt ein Fahrzeug für Käufer, die Wert auf Sicherheit und Verbrauch legen, dafür die Themen Design und Performance weniger wichtig erachten. Ende des Jahres spielt Toyota allerdings die Emotionskarte aus und bringt eine sportliche, GRMN genannte Variante an den Start. Hier sorgt ein 1,-8-Liter-Turbo mit mindestens 210 PS für Fahrspaß. (Elfriede Munsch/SP-X)

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Toyota GT86 Tiger – Ein paar Streifen und viel Ausstattung

Mit orangem Lack und schwarzen Zierstreifen an den Türen will der Toyota GT86 als Sondermodell „Tiger“ an das gleichnamige Raubtier erinnern. Neben der lediglich zurückhaltend gestreiften Karosserie zählen ein schwarzer Heckspoiler und 17-Zoll-Felgen in Anthrazit zu den Erkennungsmerkmalen der in Deutschland auf 30 Einheiten limitierten Edition. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Sport-Stoßdämpfer von Sachs, beheizbare Leder-Alcantara-Sitze und eine Türeinsätze in Wildlederoptik. Motorisiert ist das Sondermodell wie alle anderen Varianten mit einem 147 kW/200 PS starken 2,0-Liter-Boxerbenziner. Die Preisliste startet bei 35.000 Euro, gegenüber der Basisvariante bedeutet das einen Aufschlag von 5.000 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

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