Erste Fahrt: VW Nutzfahrzeuge Crafter Derivate

VW Nutzfahrzeuge Crafter Derivate Fahrbericht

Mit seinen Derivaten so flexibel wie noch nie

Mehr als 40 Jahre Know-how im Bau von Nutzfahrzeugen legt der Volkswagen Konzern mit seiner Sparte aus Hannover an den Tag. Dass sie das auch alleine können, beweisen die Hannoveraner seit diesem Jahr ohne die Kooperation mit Mercedes-Benz. Innerhalb von 28 Monaten stampfte VW ein komplett neues Werk in Polen aus dem Boden, um den Ansprüchen und Wünschen seiner Kunden zu genügen. Denn mit dem neuen Crafter möchte man auch neue Wege zum Thema Konzeptionierung und Entwicklung gehen. Eine Symbiose aus Produktfokussierung und Kundenorientierung soll gefunden werden. Kurz und gut: VW möchte den Crafter so flexibel wie möglich seinen Kunden, ob Klein-, Mittelgroßer- oder Großkunde präsentieren. Ein hohes Maß an Fahrerassistenz- und Komfortsystemen stecken in dem „Nutzler“ aus Hannover, die das Arbeiten mit und um das Fahrzeug erleichtern werden. Der Transporter stellt sich in den Showroom der Händler in vier „Grundbaukästen“ mit 3 unterschiedlichen Längen und Höhen sowie zwei unterschiedlichen Radständen. Daraus ergeben sich 69 Derivate, deren Einstiegspreis mit der kleinsten Motorisierung und Ladekapazität bei 33.815 Euro beginnt. 

Keine Angst vor selbstständiger Entwicklung

Entgegen alle Erfahrungen mit Kooperationen von Kompetenzpartnern trennte sich Volkswagen Nutzfahrzeuge von seinem langjährigen Partner aus Baden Württemberg und stemmt die Sparte Kleintransporter um den Crafter vollkommen aus einer Hand. Im eigens in Polen neu errichteten Werk, das in einer Rekordzeit von nur 28 Monaten hochgezogen wurde, will Volkswagen bis 100.000 Fahrzeuge (inklusive aller Spezialfahrzeuge) produzieren und weltweit ausliefern. Was im Herbst 2016 mit der Weltpremiere des Hannoveraners begann, soll 2018 mit einem komplett flexibel bestellbaren Fahrzeug, das zumindest beim Durchgehen seiner Spezifikationen keinen Platz für weitere Verbesserungen in seiner Klasse lässt, enden. Gestartet mit einem Frontantrieb und einem Gesamtgewicht von bis zu 3.500 Kilogramm, präsentiert uns Volkswagen Nutzfahrzeuge gut ein Jahr später 75 Prozent seines Portfolios des Crafters in der Nähe des Neusiedler Sees an der ungarischen Grenze. In einem naturbelassenen Steinbruch, angelegt für Großevents wie Theater oder Oper, testen wir den „Lastenesel“ mit seinen bis Dato angebotenen Aufbauten, Motoren, Antrieben sowie Fahrerassistenzsystemen.

Im Werk in Polen produziert.

Flexibel durch unterschiedliche Längen

Karosserieseitig bietet der Crafter mit jeweils drei Längen, Dachhöhen und Gewichtsgrenzen den Grundstock für jeden Nutzer. Im Angebot sind ein Kastenwagen, Kombi, Einzel- und Doppelkabine sowie Koffer. Hinzu kommen die Spezialaufbauten Pritschenwagen, Kipper und Fahrgestell. Darüber hinaus gewinnt er mit zwei Radständen von 3,64 und 4,49 Meter an Variabilität. Die Gesamtlängen von 5,9, 6,8 und 7,4 Meter kombiniert der Kastenwagen mit den Dachhöhen 2,3, 2,6 und 2,8 Meter. Beim Pritschenwagen ergeben sich die Gesamtlängen von 6,2, 7,0 und 7,4 Meter. Weitere Möglichkeiten ergeben sich bei der Nutzung des Crafter als Fahrgestell für individualisierte Aufbaulösungen. Seine verschiedenen Zuladungsgrenzen ergeben sich aus der Verbindung von Antrieb, Motor und Getriebe. Dies signalisiert der Crafter mit seinen Fahrzeugbezeichnungen. Als Crafter 30 sind es 3.000 kg zulässiges Gesamtgewicht, beim Crafter 35 steigt der Wert auf 3.500 bis 4.000 Kilogramm. Mit Zwillingsreifen an der Hinterachse kann der Crafter 50 mit  bis zu 5 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden. Die Erweiterung auf 5,5 Tonnen steht dem „Nutzler“ 2018 ins Haus.

Drei unterschiedliche Längen machen ihn flexibel.

Neueste Motorentechnologie

Das Thema Antriebe und Motorisierungen gehen die Ingenieure aus Hannover mit einer Kombination aus Turbodiesel, Sechs-Gang-Schaltgetriebe und Acht-Stufen-Automatikgetriebe an. Hinzu kommt die Möglichkeit, zwischen einem Front-, Heck- oder Allradantrieb zu wählen. In jedem Fall wird der 2.0 Liter TDI mit Dieselpartikelfilter und SCR-Katalysator, die zur Reduzierung der Emissionen beitragen, ausgeliefert. Seine Leistungsstufen 75 kW (102 PS), 90 kW (122 PS), 103 kW (140 PS) und 130 kW (177 PS) bringen die Motorleistungen ab 300 Newtonmeter auf die Straße. Diesmal gibt der Hersteller die Kombinationsmöglichkeiten gemäß einer Sinn bringenden Nutzleistung vor. An Hand des Kastenwagens erklärt ergeben sich die Verknüpfungen Crafter 30 und 35 gekoppelt mit den Leistungsstufen 75, 103 und 130 kW. Die Version Crafter  50 wird demnach mit der 90 kW oder 130 kW Motorisierung ausgeliefert. Von Haus aus ist der Neue der Volkswagen Nutzfahrzeuge mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet. Ist die Acht-Stufen-Automatikgetriebe Variante optional bislang dem Fronttriebler mit 130 kW vorbehalten, wird die Wahl künftig auch für weitere Antriebsarten und Leistungsstufen möglich sein. Seine Variabilität bezieht der neue Crafter ansonsten über die drei verschiedenen Antriebsarten Front-, Heck- und Allradantrieb. Hier bieten die Verantwortlichen aus Hannover eine Zusammenstellung für Ihre Kunden an, um deren individuellen Transportaufgaben mit maßgeschneiderten Lösungen entgegen zu wirken. So meistert der 4MOTION Crafter mit Allradantrieb auf Baustellen den schwierigen Untergrund souverän, was wir auf dem Testgelände des Steinbruchs gut testen konnten. Sowohl ohne als auch mit Vollbelastung bahnte sich der Crafter seinen Weg. Selbst beim Rangieren mit kleinem Hänger konnten wir keine Schwächen erkennen.

Power durch Motoren- und Antriebstechnologie.
Auch als Pritsche immer eine gute Figur.
Pritsche mit komfortablen Führerhaus.

Fahrerassistenzsysteme, die ihn gut fahrbar machen

Bei der Auswertung seiner Kundenumfragen stellte der Hersteller der Nutzfahrzeugsparte immer wieder eine Thematik heraus. In der heutigen Zeit ist die Fluktuation gerade im Lieferservice der Mittel- aber auch Großunternehmen sehr hoch und die Fahrer werden immer jünger, bedienen sich immer mehr der derzeitigen Fahrerassistenz- bzw. Fahrerkomfortsysteme. Die Reaktion aus dem Hause Volkswagen ließ auch hier nicht lange auf sich warten. Der Crafter ist mittlerweile gespickt mit Systemen, die das Arbeiten mit und um das Fahrzeug einfacher bzw. bequemer machen sollen. Sind viele der nachfolgend beschrieben Systeme optional erhältlich, ist die „Multikollisionsbremse“ ein serienmäßiges Feature im Nutzfahrzeug aus Hannover. Sie soll dazu beitragen, Folgeunfälle zu minimieren oder sogar zu verhindern. In den Bestelllisten der Verkäufer aufgeführt sind unter anderem das Umfeldbeobachtungssystem  „Front Assist“ inklusive der „City-Notbremsfunktion“, der Spurwechselassistent „Blind Spot-Sensor“ inklusive „Ausparkassistent“, der Anhängerrangierassistent „Trailer Assist“ und der Parklenkassistent „Park Assist“. Letzteren konnten wir nochmals ausführlich in einer Einparksimulation testen. Zwischen zwei bereits parkenden Fahrzeugen fand der Crafter bis auf 40 Zentimeter genau seine Parklücke und auch beim Ausparken kam uns das System zu Hilfe, so dass wir uns bereits nächsten Aufgaben hätten widmen können. Für uns in der Auflistung der Systeme sehr sinnvoll und hilfreich, der „Ausparkassistent“, der gerade bei den Fahrzeugen mit deutlich mehr Länge als ein PKW die seitlichen Flanken durch ein akustisches Geräusch nicht nur gegenüber dem eigenen Transporter schützt. Hier werden teure Kaskoschäden verhindert und nicht nur Geld, sondern auch Nerven gespart. Volkswagen verspricht zudem für den Crafter 50 einen serienmäßigen Spurhalteassistenten „Lane Assist“ und eine automatische Distanzkontrolle, der Adaptive Cruise Control (ACC). Beide Systeme ermöglichen es, den Crafter als erstes Nutzfahrzeug seiner Klasse mit einer elektronischen Servolenkung zu bestücken.

Testgelände der Fahrerassistenzsysteme.

Fazit: Der neue, in Eigenregie konzipierte und produzierte Crafter aus der Schmiede des Nutzfahrzeuge Herstellers Volkswagen ist ein Arbeitsgerät für Kunden von Kunden. Dies versprechen die ersten Tests, sowohl auf der Straße, als auch im schwierigen Gelände. Erschwinglich bei einem Startpreis von knapp 34.000 Euro (inkl. MwSt) bleibt er für Klein- und Mittelständige Unternehmen alle mal. Darüber hinaus erweist er sich als gut nutzbares Arbeitsgerät, was genau zu  seiner Bestimmung passt.

Letzte und neueste Version des Crafter als Entwicklung von VW.

Die Crafter Familie lässt keine Lösung offen und kann mit ihren Derivaten jedem Unternehmen nützlich sein. Aber auch privat lädt der Lastenesel aus Hannover keine andere Alternative zu.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Matthias Luft

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Erste Fahrten: VW Nutzfahrzeuge mit Off-road Kompetenz

VW Nutzfahrzeuge im Fahrbericht

Geländefähig ? Mit Sicherheit !

Bereits seit 1984 bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge seine Ikone, den „Bulli“ – damals als „T3“ mit einem Allradantrieb mit der Zusatzbezeichnung „syncro“ – an. Eine technische Neuausrichtung des Allradantriebs nahmen die Nutzfahrzeugbauer aus Hannover im Jahr 2003 beim Modellwechsel „T4“ zum „T5“ vor. Die Viscokupplung „syncro“ musste der moderneren Lamellenkupplung  und dem Namen „4MOTION“ weichen. Im laufenden Jahr 2017 wird VW Nutzfahrzeuge sein Portfolio nun um das Thema „4MOTION“ mit dem Caddy, Transporter und Amarok nicht nur ausbauen. Mit verschiedenen Motorisierungen, Getrieben und Zusatzsystemen stellen sie Ihre Geländetauglichkeit künftig unter Beweis.

Nutzfahrzeuge für Geschäfts- und Privatkunden

Im Referat der Verantwortlichen von Volkswagen Nutzfahrzeuge lesen sich die angegeben Verkaufs- und Absatzahlen mit einem gewissen „Wow“-Effekt. Demnach wächst der Kundenstamm von Geschäfts- und Privatkunden gleichermaßen. Von 477.000 ausgelieferten Nutzfahrzeugen der Marke waren 88.500 Fahrzeuge mit einem „4MOTION“-Allradsystem ausgerüstet. Im Umkehrschluss war dies fast jedes fünfte Fahrzeug der Baureihen Caddy, T-Baureihe und Amarok. Die größten Zahlen schreiben dabei die sogenannten Allradmärkte wie Norwegen, Schweiz und Österreich.

Dürfen wir vorstellen: Caddy Edition 35, Transporter Rockton und Amarok.

Transporter Rockton und Co. im schweren Gelände

Zum Test der Allrad- bzw. Off-road-Tauglichkeit seiner Modelle lud das Team der Produktkommunikation um Jens Bobsien, Andreas Gottwald und Miriam Heuchler in die Nähe des beschaulichen Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis in Hessen) ein. Rund um das Hofgut „Weiherhof“, einem privaten Forst mit ca. 9.000 Quadratmeter Waldfläche, gibt es ca. 800 Kilometer Waldwege, die zumindest teilweise zu befahren waren. Aus den zur Wahl stehenden Fahrzeugen Caddy Edition 35 und Alltrack, Transporter Rockton und Amarok wählen wir die letzten beiden Fahrzeuge für jeweils eine geführte Tour durch den Wald. Am Vormittag geht es los mit dem Transporter Rockton, der serienmäßig mit dem „4MOTION“ Allradantrieb vom Band rollt. Weiter serienmäßig an Bord sind ein um 30 mm höher gelegtes Fahrwerk und eine mechanische Hinterachs-Differenzialsperre. Optional erhältlich sind separate Unterfahrschutz-Elemente für Motor, Getriebe, Hinterachs-Differenzial, Hauptschalldämpfer, Seitenschweller und Tank. Zusammengefasst bietet Volkswagen diese Elemente auch im Paket „Protection“ für alle Allrad- Transporter an. Der variabel gestaltete Innenraum des Rockton ist mit optionalen Schienen durchzogen. Hier können zum Beispiel drei weitere Einzelsitze oder eine verschiebbare Gittertrennwand integriert werden. Unsere Kolonnenfahrzeuge präsentieren sich mit einem 2.0 Liter TDI und einer Kombination aus 110 kW (150 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Die 340 Newtonmeter Drehmoment bei 1.500 – 3.000 Umdrehungen sind für den Straßenverkehr auf allgemein zugelassenen Straßen völlig ausreichend, werden uns aber im Laufe unserer „Off-road-Fahrt“ immer wieder mal an die Grenzen bringen.

Geführte Tour mit dem Transporter Rockton.

Geführte Touren

Die ersten Hinweise für das Fahren im Gelände erteilt uns Heiko Schultze vom „Driving Experience“ –  Team der Volkswagen Nutzfahrzeuge AG. Danach geht es los mit drei Fahrzeugen direkt auf den nächstgelegenen Waldweg, der sich ganz schnell als tiefer Schlammweg entpuppt. Diverse Matschdurchfahrten, Anhöhen und Abfahrten sowie Watfahrten durch größere Wasserlöcher. Mit dem Transporter Rockton eigentlich eher keine Herausforderung. Doch, denn an etwas zu tief geratenen Matschschichten wühlt sich der Lastesel aus Hannover doch ein wenig fest. Unter Anleitung unseres Tourguides Heiko geht es dann doch wieder weiter. Nicht planlos bis zur letzten Minute durchwühlen ist sein Motto. Mit der Regel: rechtzeitig loslassen, nach hinten rollen und mit mehr Schwung wieder drauf los kommt man immer noch ein Stück weiter. Die Fahrt mit dem Rockton ist nach kurzweiligen 90 Minuten zu Ende und wir treffen wieder am Ausgangspunkt ein.

Der Rockton kennt keine Herausforderung.

Amarok mit V6 Aggregat

Die zweite Tour des Tages führt am frühen Nachmittag mit einem Amarok ins Gelände.  Als klassischer Pickup auf den Markt gekommen, verordneten die Hannoveraner Autobauer dem Amarok 2016 einen Sechszylinder Motor, um ihn annähernd zum klassischen SUV-Segment zu führen. Die Kolonne zieht los mit drei Fahrzeugen, die allesamt mit einem V6 TDI mit einer Leistung von 150 kW (204 PS) und 500 Nm Drehmoment ausgerüstet sind. Das 3.0 Liter Diesel Aggregat ist serienmäßig kombiniert mit einem 4MOTION – Antrieb und einem automatischem 8-Gang- Automatikgetriebe. Der permanente Allradantrieb im Amarok verteilt über ein zentrales Torson-Differenzial die Motorkraft automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse. Darüber hinaus verfügt der deutsche Pickup über eine elektronische Differentialsperre (EDS). Sie verhindert per aktivem Bremseingriff das einseitige Durchdrehen eines Rades und lenkt die Antriebskraft stets zu dem Rad mit der besten Traktion. Optional bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge für alle Amarok eine mechanische Hinterachs-Differenzialsperre an. Die zweistündige Tour mit dem Amarok bleibt genauso kurzweilig wie die vorangegangene Tour. Passagen mit tiefem Boden „durchschwimmt“ der Amarok eher, da er gerade durch den V6 Motor schwergewichtiger als der Rockton durch Gelände kommt.

Der Amarok als echter Allrounder.

Fazit: Mit den zusätzlichen Modellen Caddy Edition 35 und Alltrack, Transporter Rockton und dem Amarok bauen die Volkswagen Nutzfahrzeuge AG ihr Portfolio nochmals sinnvoll aus. Hier geht es nicht nur um Fahrzeuge, die gerade mal einen Feldweg entlang fahren können. Die Nutzfahrzeugschmiede aus Hannover beliefert ihre Kunden mit Highend Fahrzeugen für den professionellen Einsatz.

Nutzfahrzeugflotte completed.

Die geländefähige Nutzfahrzeugflotte ist mit dem Transporter Rockton, Caddy und Amarok nahezu perfekt bestückt. Für den professionellen Alltag ein absolutes MUSS und für Geschäfts- und Privatkunden nicht mehr wegzudenken.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

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Test: VW Nutzfahrzeuge Caddy Alltrack

Flottes Design, solide Verarbeitung, sparsame Motoren: Volkswagen Nutzfahrzeuge aus Hannover hat in die vierte Generation des Caddy viel investiert. Der „Lastenesel“ öffnet dem deutschen Autobauer alle Optionen der Zielgruppen – vom Privatkunden über den Kleinunternehmer bis hin zum Großkonzern. Mehr als 1,5 Millionen Einheiten fanden seit seiner Einführung vor 13 Jahren Käufer aus aller Welt. Mit neuen Derivaten, Fahrsicherheitssystemen sowie Motorisierungen will sich VW Nutzfahrzeuge weiter mit seinem Stadtlieferwagen nicht nur im Heimatmarkt festsetzen. Zum 14-tägigen Test kam der Caddy Alltrack mit einem 150 PS Diesel Aggregat und einem Doppelkupplungsgetriebe. Der Allradler findet seinen Einstiegspreis bei 20.560 Euro.

VW Caddy Alltrack 4MOTION 2.0-l-TDI

Nutzfahrzeug mit Laufstegcharakter
Einsatzgebiet: Privat- und Großkunden.

Mit einem Nutzwagenanteil von rund 55 Prozent verlassen im Schnitt 100.000 Fahrzeuge das Werk in Poznan (Polen). Damit bedient Volkswagen unter anderem DHL und die Telekom, um nur zwei der Großabnehmer zu nennen. Volkswagen möchte aber mit noch mehr Individualisierung weiter auf seine Kunden eingehen. Er kann nicht nur optisch sowohl Interieur als auch Exterieur gestalten. Man reagiert auf individuelle Ansprüche mit einem breit gefächerten Motoren- und Antriebsprogramm. Insgesamt stehen ein TGI- (Erdgas), vier TDI- (Diesel) sowie drei TSI- (Benziner) Motoren mit vier Antrieben zur Verfügung. Wahlweise kann hier ein 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe sowie ein 6- oder 7-Stufen-DSG-Getriebe genutzt werden.

Frontpartie dem Konzern angepasst.

Das Außenkleid des Klein-Nutzwagen-PKWs haben die deutschen Ingenieure trotz seines hohen Aufbaus in die Gesamtkonzern Design-Sprache eingebetet. Dabei ist der Caddy von vorn unverkennbar ein Modell aus dem Hause Volkswagen. Der mit Chromleisten besetzte Kühlergrill mit seinen sich anschließenden eleganten Scheinwerfern trägt das Firmenlogo sehr prominent vorne weg. Die an den Endungen der Scheinwerfer beginnende Sicke verbindet in einem Fluss Vorderbau und Heck des Fahrzeuges. Die auffälligen Rückleuchten und horizontalen Linien strecken das Heck optisch und lassen das Fahrzeug visuell nicht nur  breiter, sondern auch höher auf der Straße stehen.

Einsatzgebiet…..überall.

Geschmeidiger Diesel

Die von uns getestete Alltrack 2.0 TDI Variante mit dem 150 PS starken Diesel und Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe sowie Start-Stopp-Automatik verbraucht im Normtest gerade mal 5,4 Liter Diesel, was einer Kohlendioxidemission von 143 Gramm pro Kilometer entspricht. Die Angaben des Herstellers haben wir auf unseren Teststrecken leider nicht ganz so erfahren können. Der Caddy nahm uns im Gesamttest doch einen guten halben Liter mehr im Schnitt ab. Dennoch wirkt das Aggregat im Fahrtest nie überfordert und bringt zwischen 1.750 bis 3.000 Touren kraftvolle 340 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, was ihm eine überzeugende Laufruhe einträgt. Durchfahrene Schlaglöcher und Unebenheiten steckt der Allrad Caddy gut weg, wirkt insgesamt sehr stabil und bietet ein komfortables Fahrverhalten.

2 Liter TDI Diesel.

Platzangebot vom Feinsten

Trotz seiner optisch großen Abmessungen kommt man mit dem Caddy Alltrack im dichten Stadtverkehr gut zurecht. Bei der Innenraumgestaltung fällt die gute Verarbeitung der Sitze auf, die angenehmen Seitenhalt bieten. Auch der Rest des Interieurs wirkt hochwertig verarbeitet. Das Hartplastik von einst bei Nutzfahrzeugen ist längst weichgeschäumten Kunststoffoberflächen mit Carbon-Optik-Elementen gewichen, die man gerne anfasst. Oberhalb des Fahrers und Beifahrers erstreckt sich über die gesamte Breite der Front ein großes Ablagefach, wo beispielsweise Papiere für Handwerker und Auslieferungsdienste ihren Platz finden. Das Cockpit ist zudem übersichtlich gestaltet und gut zu bedienen, die Rundumsicht mehr als großzügig. Dabei wirkt nicht nur das Ambiente stimmig, es gibt auch viel Platz für Arme, Beine und Kopf, und zwar auf den Vordersitzen wie auch im Fond. Hinten finden auch größere Insassen ausreichend Platz. Der Ein- und Ausstieg ist zudem bequem dank der Schiebetüren auf beiden Seiten. Im Caddy-Kofferraum können ohne Umbauten bis zu fünf Reisekoffer bequem verstaut werden. Wird die Rücksitzbank umgelegt, vergrößert sich der Stauraum auf 3.020 Liter. Die Kofferraumklappe lässt sich leider in unserem Fall nur manuell entriegeln und anheben. Dabei genügt der Platz unter der offenen Heckklappe auch größeren Personen, denn sie schwingt mehr als 2,00 Meter über dem Boden auf. Eine niedrige Ladekante macht es möglich, schwere Gepäckstücke einzuladen.

Große Heckklappe für bequemes Einladen.

Vollausstattung inklusive Fahrerassistenzsysteme

Beim Thema Sicherheit und Komfort richtet man sich in Hannover auch nach den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsszenerien seiner Kunden. Sind solche Dinge wie ein Curtain-Airbag oder ABS bereits Standard, so halten auch beim Nutzfahrzeug Caddy immer mehr elektronische Helfer Einzug. So wartet VW Nutzfahrzeuge mit dem Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ auf. Mittels Radar erkennt das System kritische Abstände zum Vordermann und hilft, den Anhalteweg zu verkürzen. In zwei Stufen warnt der Helfer, damit beim Eingreifen des Fahrers die volle Bremsleisteng ansteht. Zudem beinhaltet das System die City-Notbremsfunktion. Sie unterstützt bei niedrigen Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h. Übersieht der Fahrer ein Hindernis, bremst das System automatisch ab und sorgt für eine Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit. Im Idealfall wird der Auffahrunfall so gänzlich vermieden.  Um weitere Risiken bei Unfällen mit Personenschäden vorzubeugen, kommt eine Multikollisionsbremse zum Einsatz. Sie verhindert, sollte der Fahrer nicht mehr eingreifen können, Folgekollisionen. Das System wird aktiv, wenn zwei voneinander unabhängige Sensoren einen Unfall erkannt haben. In diesem Fall wird das Auto nach voreingestellte Verzögerung schubweise auf 10 km/h abgebremst. Der Fahrer kann die Kontrolle über das Fahrzeug jedoch jederzeit wieder übernehmen. Zusätzlich erhältlich sind eine Geschwindigkeitsregelanlage (GRA) inklusive eines Speedlimiters, der eine Beschleunigung zum Beispiel in der Stadt über die voreingestellte Geschwindigkeit nicht erlaubt. Optional hierzu kann auch eine Distanzregelung (ACC) geordert werden. Eine Fernlichtregelung (Light-Assist) und ein Park-Assist mit  optischem 360 Grad Parksystem (OPS) runden das Kapitel Sicherheit und Komfort ab.

Rückfahrkamera darf nicht fehlen.

Ausstattungslinien mit viel Serie

Einstieg beim Caddy bildet die Ausstattungslinie „Conceptline“ mit einem Grundpreis von 18.243 Euro. Den Kunden erwartet bereits hier eine üppige Ausstattung wie Fahrer-, und Beifahrerairbags inklusive Seiten-Kopf-Airbags, Tagfahrlicht, Berganfahrassistent, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Heckklappe mit Fensterausschnitt und Dachreling-/Dachträger-Vorbereitung. Über die Ausstattungslinien „Trendline“ und „Comfortline“, kann die Variante „Highline“ weitere Kundenwünsche erfüllen, sodass nur wenig Platz für Zusatzausstattung bleibt. Der Alltrack bedient mit seinem Allradantrieb und der 4MOTION Getriebe Variante ein alternatives Kundenklientel im Bereich von 20.560 bis 24.466 Euro.

Fazit: Der VW Nutzfahrzeuge Caddy Alltrack ist nicht nur ein weiteres Nutzfahrzeug. Mit dem Caddy in der PKW Variante wird ein Fahrzeug mit hohem Aufbau auch im Lifestyle Ambiente gesellschaftsfähig und zur ersten Wahl für Familien und Extremsportler.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

VWN

Caddy Alltrack

Motor R4, Diesel
Hubraum 1.968 ccm³
Leistung 150 PS @ 3.500 – 4.000 U/min
Kraft 340  Nm @ 1.750 – 3.000 U/min
Getriebe Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Allradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.506, 1.793, 1.858   mm
Radstand 2.682 mm
Leergewicht 1.764 kg
Wendekreis 11,1 m
Höchstgeschwindigkeit 189 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,9 sec
Normverbrauch 6.0 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.4 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.2 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text und Bild: Stefan Beckmann[/notification]

[/toggle]

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Anzeige: Mit der Spirit of Amarok 2017 Kampagne nach Südafrika

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Pünktlich zur Präsentation des neuen VW Amarok V6 TDI steht auch die diesjährige Spirit of Amarok Challenge in den Startlöchern. Bei diesem Event haben Amateure aus der ganzen Welt die Chance sich in einem internationalen Event mit anderen Amateuren zu messen. Und sie alle werden versuchen die Titelverteidiger aus Südafrika zu entthronen.

Die Geschichte der Spirit of Amarok Challenge

Die Spirit of Amarok Challenge wurde erstmalig im Jahr 2004 veranstaltet. Inspiriert wurde das Event vom südafrikanischen Rennfahrer Sarel van der Merwe. Er hatte das Ziel ein Offroad Event zu veranstalten, bei dem ausschließlich Teams antreten, die aus Amateuren bestehen. Dabei wurde die Herkunft der Teams in den letzten Jahren stets verändert. Während im letzten Jahr Teams aus Australien, Botswana, Namibia, Russland und Südafrika antraten, ist in diesem Jahr auch ein Team aus Deutschland vertreten, welches versucht den Sieg der Offroad Challenge erstmals nach Deutschland zu holen.

Wie läuft die Challenge eigentlich ab?

Die Spirit of Amarok Challenge läuft in zwei Stufen ab. Dabei findet in den teilnehmenden Ländern erst einmal eine nationale Vorentscheidung statt. Diese wird am 5. und 6. Mai im Mammutpark Stadtoldendorf ausgetragen. An diesen beiden Tagen treten insgesamt 15 Teams gegeneinander an um herauszufinden, wer Deutschland bei der Spirit of Amarok Challenge in Südafrika vertreten darf. Dabei müssen sie sich in vier verschiedenen Herausforderungen beweisen. Dazu gehören zum Beispiel das Fahren im Gelände und das Nutzen der modernen Assistenzsysteme im neuen VW Amarok V6. Doch auch technische Herausforderungen werden Teil der Spirit of Amarok Challenge sein. So sollten die Teilnehmer damit rechnen, den Reifen an ihrem VW Amarok unter Zeitdruck zu wechseln. Bei allen Challenges sollten die Teilnehmer außerdem davon ausgehen dreckig zu werden, denn wie es sich für ein Offroad Event gehört, wird das Event natürlich komplett draußen stattfinden.
Sobald der nationale Teil des Events beendet ist, können die Gewinner sich auf das Finale in der Kalahari Wüste in Südafrika vorbereiten. Hier treten vom 14. bis zum 18. August die nationalen Gewinner aus insgesamt sechs Ländern an, um sich um den Sieg in der legendären Offroad-Challenge zu duellieren. Doch nur einer von Ihnen kann am Ende der Gewinner des internationalen Duells sein und so den Titel des Offroad-Champions tragen.

Wie kann ich bei der Spirit of Amarok Challenge teilnehmen?

Eigentlich ist es gar nicht so schwierig ein Teil der Spirit of Amarok Challenge zu werden. Denn eine Bewerbung für das nationale Event kann jeder schreiben. Erfahrung im Umgang mit Offroad Fahrzeugen oder konkret dem VW Amarok ist nicht zwingend notwendig. Es ist allerdings unabdingbar, dass die Bewerber bereits als geschlossenes 2er-Team auftreten. Es muss zwar jeder Bewerber unter http://spirit-of-amarok.de/de/de/application.html eine eigene Bewerbung abschicken, doch die Teilnehmer müssen sich durch die Angabe des gleichen Teamnamens als 2er-Team zu erkennen geben. Bewerbungen von einzelnen Personen werden für die Teilnahme an der Spirit of Amarok Challenge nicht berücksichtigt. Selbstverständlich ist die Teilnahme kostenlos, lediglich die Anreise zur Qualifikation im Mammutpark Stadtoldendorf ist durch den Bewerber selbst zu tragen. Vor Ort werden alle weiteren Kosten aber durch den Veranstalter übernommen.

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VW Caddy Edition 35: Happy Birthday

35: Ein Alter, bei dem man von einer gewissen Reife ausgehen kann. Aber auch ein Alter, in dem man noch feiern kann – und genau das machen die Wolfsburger mit dem VW Caddy Edition 35. Zum Jubiläum spendieren sie ein Sondermodell, dass sowohl für den Privatgebrauch, wie auch als reines Nutztier zu bekommen ist. Auffälligstes Merkmal ist sicherlich das schwarze Dach, dass alle Edition 35 tragen. Wir zeigen, was das Sondermodell sonst noch auf dem „Kasten“ hat.

Der VW Caddy Edition 35 trägt viel Schwarz

Ob nun Kastenwagen und Familien-Van, das ist dem VW Caddy Edition 35 ganz gleich, schließlich kann man das Sondermodell für den privaten Einsatz oder auch für die Baustelle ordern. Immer mit von der Partie: Ein schwarz glänzendes Dach, schwarze Außenspiegelkappen und eine schwarz hochglänzende Dachreling. Hinzu kommen glanzgedrehte 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, abgedunkelte Rückleuchten sowie zahlreiche Schriftzüge, die das Editionsmodell als solches kennzeichnen. Erhältlich ist der Edition 35 in fünf Außenlackierungen: Einen besonders scharfen Kontrast bildet aber wohl das auf den Fotos dargestellte Candy-Weiß. Ansonsten stehen Kirschrot, ein elegantes Indiumgrau, Reflexsilber und das strahlende Acapulcoblau bereit.

Auch als Nutzfahrzeug macht der VW Caddy Edition 35 etwas her

Die Basis für den Familien-Van bildet die Comfortline und bringt schon ein paar Nettigkeiten mit. Bei ihm sind etwa das Radio Composite Colour, ein Lederlenkrad oder eine Klimaanlage serienmäßig. Beim VW Caddy Edition 35 kommen Sitzbezüge in Carbon-Optik und Lederumfänge mit abgesetzter Ziernaht hinzu, während die Dekorleisten „Dark Silver Brushed“ von der Comfortline stammen.

13 Motor-/Getriebe-Kombinationen

Zudem bringt das Sondermodell ein Multifunktionslenkrad mit, mit dem sich das Radio Composite, bzw. „Audio“ beim Nutzfahrzeug, bedienen lässt, während der Innenraum über eine LED-Innenraumbeleuchtung erhellt wird. Zudem ist das Connectivity Paket serienmäßig dabei, das darüber hinaus eine Telefon-Schnittstelle beinhaltet. Bekommen kann man den VW Caddy Edition 35 in 13 verschiedenen Motor-/Getriebe-Kombinationen – Allradversionen noch nicht eingerechnet. Die Einstiegsvariante markiert das Nutzfahrzeug als 1.2 TSI mit 84 PS. Es kostet mindestens 22.312 Euro und ist damit nicht gerade ein Schnäppchen.

 

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Erste Fahrt: Der neue Crafter

Der bis 2016 in Kooperation mit Mercedes Benz produzierte Crafter geht ab 2017 nicht nur als komplette Eigen- und Neuentwicklung in die 2. Generation, er tut dies auch von einem neuen Produktionsstandort aus. In Wrzesnia (Polen) laufen die neuen Crafter nach nicht einmal 28 Monaten Bauzeit der Fabrik vom Band. Das zweite Werk nach Poznan-Antoninek in Polen wurde ausschließlich für die Produktion des neuen „Lastenesels“ mit einer Fläche von 220 ha (vergleichbar mit rund 300 Fußballplätzen) errichtet. Bei voller Auslastung wird VW dort bis zu 3.000 arbeitende Menschen beschäftigen. Losgelöst von der Kooperation mit dem schwäbischen Autobauer sollte dies der Startschuss für weitere Modelle der VW Nutzfahrzeuge sein. Das Portfolio an Karosserie-, Motoren- und Antriebsangeboten soll den Kunden die Wahl von insgesamt 69 Derivaten ermöglichen. Für mehr Sicherheit und Komfort im alltäglichen Gebrauch werden wie schon im PKW-Bereich Fahrerassistenzsyteme sorgen, die genau auf den Nutzer abgestimmt sind. Sein Grundpaket startet der Cratfer bei einem Einstiegspreis von netto 29.800 Euro.

Der neue VW Nutzfahrzeuge Crafter im Fahrbericht

Der starke Kumpel

Die Hannoveraner möchten mit ihrer Neuentwicklung einmal mehr ihren Bestands – aber auch Neukunden die Möglichkeit geben, durch Variabilität und Funktionalität ihre Transporter-Flotte wirtschaftlich effektiv zu nutzen. Durch eine ausgedehnte und akribisch durchgeführte Kundenumfrage wurden hilfreiche Details bei der Entwicklung des neuen Crafter gesammelt und analysiert. Aus diesem Grund ist man seitens VW Nutzfahrzeuge in der Lage, mit vier Grundmodellen mit jeweils drei unterschiedlichen Längen und Höhen an den Start zu gehen. Dieses optimierte Maßkonzept dient der maximalen Alltagstauglichkeit. Hinzu kommt ein modifizierter 2.0 Liter Diesel Motor mit drei Leistungsstufen, Fahrerassistenzsystemen, die im Lieferservice bestens geeignet sind und Material mit geringen Wartungs- und Verschleißkosten. Seine äußerliche Erscheinung passt sich der 6. Generation der Transporter-Baureihe an. So erkennen wir die auf der Längsseite schließenden LED-Scheinwerfer, die mit dem schmalen Kühlergrill über  Chromverzierungen verbunden sind. Das große Markenlogo erscheint von der Mitte abgesetzt. Das Ende der Scheinwerfer mündet in einer gerade nach hinten laufenden Sicke. Sowohl die Front- als auch Heck Ansicht lassen den Crafter kraftvoll auf der Straße stehen.

 

Dynamisch eine gute Performance
Dynamisch eine gute Performance

Trotz des hohen Kastens brilliert er mit einem sehr guten cW- Wert von 0,33, was sich ganz klar auf die Verbrauchswerte auswirken soll. Die gesamte Palette der Crafter Familie mit all`seinen Derivaten bot sich zwar nicht zum Vergleich, aber einen ersten Eindruck erfuhren wir letztes Wochenende mit dem „kleinen“ Kasten und Pritschenwagen „DoKa“ vor den Toren Almerias in Andalusien.

Komplette Neuentwicklung der VW Nutzfahrzeuge - der neue Crafter
Komplette Neuentwicklung der VW Nutzfahrzeuge – der neue Crafter.

Fahren wie im PKW

Vom optimierten Fahrerarbeitsplatz mit hohem Nutzen und Komfort wurde in den vorangegangenen Gesprächen mit den VW Verantwortlichen gesprochen. Mit diesen Details im Kopf gingen wir beim Einsteigen in den Crafter von einem LKW-Sitzplatz und -Feeling aus. Trugschluss ! Wie in einem konventionellen PKW erleben wir Lenkrad und Display des Transporters. Das Handling mit dem Lenkrad gibt uns keinesfalls das Gefühl, in einem Transporter zu sitzen, was uns positiv überrascht. Alle notwendigen Informationen sind sowohl im Display vor uns als auch im Navigationssystem in der Mitte des Armaturenbretts zusammengefaßt. Weder zu wenig Info, noch wirkt es überladen. Beim Rangieren in Parklücken oder Ladezonen erhalten wir nicht nur Hilfe über die bereits seit Jahren üblichen Parksensoren an der Front und am Heck des Fahrzeuges. Der erstmals eingesetzte „Flankenschutz“ erleichtert uns die Sicht an der Seitenlinie. Markierungen z.B. werden optisch und akustisch erkannt und ebenfalls im Display des Navigationssystems angezeigt. Durch das neu konzipierte „Führerhaus“ und seinem Frontantrieb erzielt der Crafter ein Ladevolumen von 18,4 m3 und eine maximale Laderaumhöhe von ca. 2,20 Meter. Weitere Bestwerte seiner Fahrzeugklasse C-/D-Segment sind das zulässige Gesamtgewicht von 3,0 – 4,0 Tonnen, sowie eine Durchladebreite zwischen den Radkästen von ca. 1,38 Meter und einer maximalen Laderaumlänge von ca. 4,85 Metern.

2.0 Liter Diesel Aggregat mit drei Leistungsstufen
2.0 Liter Diesel Aggregat mit drei Leistungsstufen.

Transporter mit einem Diesel Aggregat

Der Crafter präsentiert sich mit einem Diesel Aggregat. Der weiterentwickelte 2.0 Liter TDI-Motor „EA 288 Nutz“ ist mit einem Euro-6-Label ausgerüstet und mit Frontantrieb in drei verschiedenen Leistungsstufen bestellbar. Dabei stehen dem Kunden wahlweise 75 kW (102 PS), 103 kW (140 PS) und als BiTurbo 130 kW (177 PS) zur Verfügung. Diese 1.968 cm3 Hubraum Maschine ist quer eingebaut und um acht Grad nach vorn geneigt. Während die „kleinste“ Leistungsstufe nur mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist, kann die 103 kW und 130 kW Variante auch mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden. Ab Mitte des nächsten Jahres möchte VW Nutzfahrzeuge sein Angebot um den Allradantrieb 4MOTION mit quer eingebautem Motor und den Heckantrieb mit längs eingebautem Motor ergänzen. Das dynamisch abgestimmte Fahrwerk des Crafter verbunden mit der elektromechanischen Servolenkung gibt uns ein permanent positives Gefühl, auch bei schnelleren Kurvenfahrten durch „Aufschaukeln“ nicht auszubrechen. Die uns präsentierten Tiefst-Verbrauchswerte von 7,4 Liter sind an den Tagen der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Flankenschutzkontrolle, angezeigt im Navigationssystem, sowie Landkarte und Rückfahrkamera
Flankenschutzkontrolle, angezeigt im Navigationssystem, sowie Landkarte und Rückfahrkamera.

Erstmalig mit Flankenschutz

Beim Thema Sicherheit liegen die hannoveraner Nutzfahrzeugbauer nicht  nur voll im Trend, sie setzen auch neue Standards. Kunden, die Fahrerassistenzsysteme aus ihren privaten PKW kennen, brauchen nicht auf diese zu verzichten, nur weil sie in einem Nutzfahrzeug fahren. So kann der Transporter noch wirtschaftlicher genutzt werden. Als absolute Neuheit im Segment beansprucht VW Nutzfahrzeuge seinen voran beschriebenen Flankenschutz. Hinzu kommen  auch erstmalig für seine Klasse ein aktiver Spurhalteassistent, ein Park-Lenk-Assistent sowie ein Anhänger-Rangier-Assistent. Optional erhältlich sind Systeme wie die automatische Distanzregelung, der Seitenwindassistent sowie das Notbremssystem. Letzteres unterstützt bei niedrigen Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h. Übersieht der Fahrer ein Hindernis, bremst das System automatisch ab. In jedem Fall aber verringert es die Aufprallgeschwindigkeit.

Am Set von "Games of Thrones" - Staffel 7 - Filmreif
Am Set von „Games of Thrones“ – Staffel 7 – Filmreif.

Preise im Baukastenprinzip

Bei den vielen Individualisierungsmöglichkeiten des Crafter wird eine genaue Angabe von Preisen schwierig. Hierfür bietet VW Nutzfahrzeuge zwei unterschiedliche zulässige Gesamtgewichte mit einem Hochdach und einer Radstandlänge an. Beim Einstieg von netto 29.800 Euro erhält der zukünftige Transporter-Kunde ein Fahrzeug mit 102 Pferdestärken und einem zulässigem Gesamtgewicht von 3,0 Tonnen. Für 500 Kilo mehr an zulässigem Gesamtgewicht wird er einen Aufpreis von ca. 2.500 Euro in Kauf nehmen müssen. Die Grundausstattungsliste endet beim Crafter mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen und einer Motorleistung von 130 kW (177 PS). Dieses Fahrzeug ist dann für 35.870 Euro zu haben.

Startet mit 11,3 Kubik Ladevolumen
Startet mit 11,3 Kubik Ladevolumen

Fazit: Transporter mit Fahrerassistenzsystemen

Der Crafter mit all`seinen Karosserie- und Antriebsvarianten bietet für das moderne Dienstleistungsunternehmen Fahrkomfort im höchsten Maße. Die Messlatte sitzt dabei sehr hoch durch die erhältlichen Fahrerassistenzsystemen.

Der neue Crafter ab 2017 mit allen Motor- und Antriebsvarianten verfügbar
Der neue Crafter ab 2017 mit allen Motor- und Antriebsvarianten verfügbar

Bei diesen Individualisierungsmöglichkeiten ist der Crafter immer eine Option.  

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Benjamin Brodbeck

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Hinter Gittern im VW load up!

Ruhig Blut! Es geht hier weder um schwedische Gardinen noch um sonst eine Art von Gefängnis, Knast oder Bau. Nein, Volkswagen bietet nun den load up! an, einen Lieferwagen, der über zwei Sitze verfügt, hinter denen ein Trenngitter installiert ist. Und damit zeigt sich schon der Haupt-Einsatzzweck des Mini-Flitzers: Kuriere, Pizzaboten und Konsorten bekommen mit dem load up! eine neue Alternative für das tägliche Liefergeschäft. Dabei darf das Ladegut sogar etwas größer ausfallen, schließlich bietet der Wolfsburger 990 Liter Ladevolumen. So darf die Pizza-Bestellung auch mal größer ausfallen.

Von außen sieht der load up! aus wie ein gewöhnlicher up!
Von außen sieht der load up! aus wie ein gewöhnlicher up!

Der VW up! gilt gemeinhin als so etwas, wie das Premium-Produkt unter den Kleinstwagen. Meist in weiß, wirkt er wie ein iPod – ganz schlicht und chic. Das geht dem load up! nicht ab, sondern nur seine Rückbank. Dafür erweitert sich hingegen der Kofferraum von der Kofferraumklappe bis zum serienmäßigen Trenngitter auf 990 Liter Volumen. Gepaart mit der Wendigkeit und Effizienz des Kleinwagen-Konzepts ergibt sich damit ein veritabler Großstadt-Transporter.

Der load up!: Innen Lieferwagen, außen iPod

Effizienz ist überhaupt ein großes Thema beim kleinen Lieferwagen. Als e-load up! wurde er in der Energieeffizienz mit einem A+ eingestuft. Das freut den Besitzer, da Stromer aktuell von der KFZ-Steuer befreit sind. Rechnet man den niedrigen Strom-Konsum hinzu, der sich auf 11,7 kWh/100 Kilometer beläuft, fährt man unter dem Strich wirklich günstig – wenn da nur der hohe Einstiegspreis nicht wäre. Rund 23.000 Euro muss man berappen, möchte man sich den elektrisch angetriebenen load up! vor den Laden stellen. Rechnet man die üppige Ausstattung mit Klimaautomatik, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und weiteren, vor allem optischen, Gimmick auf, fällt das Staunen über den hohen Basispreis geringer aus. Wenn man allerdings bedenkt, dass der e-load up! mit einer vollen Batterieladung nur maximal 160 km weit fährt, kommt man wiederum ins Grübeln.

vw-load-up-lieferwagen-2016-mein-auto-blog-1Doch es gibt noch andere Varianten, die weniger auf das Portemonnaie schlagen. So ist der City-Lieferwagen auch als 60 PS-Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern erhältlich und kostet nur noch rund 9.300 Euro. Dafür bietet er so gut wie keine Ausstattung. Doch die Preisdifferenz von rund 13.000 Euro gegenüber dem Stromer will erst herausgefahren werden. Als weitere Alternative bietet sich noch die Erdgas-Variante an, der eco-load up!. Er startet bei rund 11.800 Euro und begnügt sich mit 2,9 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer. Fragt sich nur, wo man das Erdgas tanken will, schließlich sind entsprechende Tankstellen rar gesät. Bei LPG sähe das schon ganz anders aus. Aber ein Pizza-Bote kommt ja gut rum und wird sicherlich den Weg zu einer Erdgas-Tankstelle finden.

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VW Load Up – Ganz leicht geliftet

Nach den Pkw-Varianten des Up liftet VW nun auch die Nutzfahrzeugausführungen des Kleinstwagens. Der Mini-Lieferwagen Load Up wartet unter anderem mit neu geformten Scheinwerfern, Chrom für den Kühler und umgestalteten Rückleuchten auf. Zudem zählt LED-Tagfahrlicht nun zum Serienumfang. Das Antriebsprogramm umfasst unverändert einen 44 kW/60 PS starken Dreizylinderbenziner, den es auch in einer Erdgasvariante mit 50 kW/68 PS gibt, sowie einen Elektromotor mit 60 kW/82 PS. Die Nettopreise starten bei 9.290 Euro (brutto: 11.055 Euro) für den Benziner, das E-Modell kostet ab 23.100 Euro (27.490 Euro).

Die Nutzfahrzeugvariante des Elektro-Kleinstwagens basiert auf dem fünftürigen Pkw, verzichtet aber auf eine Fondbank und bietet dadurch bis zu 990 Liter Gepäckraumvolumen. Zur Ladungssicherung dienen eine Gitter-Trennwand zum Passagierabteil, robuste Seitenverkleidungen und vier Verzurrösen auf dem Boden. Die hinteren Seitenfenster sind dunkel verglast, nicht überklebt oder durch Blech ersetzt wie in vergleichbaren Modellen. Der Lieferwagen läuft zunächst als klassischer Pkw vom Band und wird danach durch Entfernen der Rückbank und die Montage des Ladebodens zum Nutzfahrzeug umgerüstet. (Holger Holzer/SP-X)

VW e-Crafter Concept – Elektrotransporter kommt 2017

Die Studie einer Elektroversion des Transporters Crafter präsentiert VW auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (bis 29. September). Die Serienversion soll bereits ab dem kommenden Jahr in Dienst gehen. Für den Antrieb des e-Crafter sorgt ein 100 kW/136 PS starke E-Motor, der von einem Lithium-Ionen-Akku mit 43 kWh Kapazität gespeist wird. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 208 Kilometern an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h. Das Ladevolumen beträgt 11,3 Kubikmeter, an Zuladung sind 1.709 Kilogramm möglich. Ein Preis für den Elektro-Transporter ist noch nicht bekannt. (Holger Holzer/SP-X)

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VW T6 Panamericana – Neuer Einstiegsdiesel

VW stellt auf der Nutzfahrzeug-IAA (22. – 29. September) den T6 Panamericana mit neuen Basisdiesel vor. Der 84 KW/114 PS leistende TDI soll künftig auch anderen T6-Modellen zur Verfügung stehen.

Bisheriger Einstiegsmotor des für Pistenfahrten optimierten Panamericana war ein 2.0 TSI-Benziner mit 110 kW/140 PS. Schwächere Aggregate waren bis dato nicht verfügbar. Mit dem neuen Selbstzünder sinkt auch der Einstiegspreis geringfügig. Kostete die Basisversion bisher 48.300 Euro, startet die Preisliste des Panamericana mit 114-PS-Diesel künftig bei rund 47.500 Euro.
(Mario Hommen/SP-X)

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VW Caddy Edition 35 – Angeschwärzter Sonderling

Auf der Nutzfahrzeug-IAA stellt VW Ende September ein optisch aufgewertetes Sondermodell des Hochdachkombis Caddy namens Edition 35 vor. Es wird sowohl als Familien-Van wie als Kastenwagen erhältlich sein.

Zu den optischen Merkmalen des in den Farben Rot, Blau, Weiß, Grau oder Silber verfügbaren Edition 35 gehören ein schwarzes Dach samt Reling, schwarze 17-Zoll-Räder und abgedunkelte Rückleuchten. Im Innenraum sorgen spezielle Sitzbezüge in Carbon-Optik und eine Carbon-Zierblende auf dem Armaturenbrett für eine dezent sportliche Note.

Im Innenraum des Caddy Edition 35 sorgen spezielle Sitzbezüge für ein etwas sportlicheres Ambiente
Im Innenraum des Caddy Edition 35 sorgen spezielle Sitzbezüge für ein etwas sportlicheres Ambiente

In der Familien-Van-Version basiert das Sondermodell auf der Ausstattung Comfort. Sie beinhaltet unter anderem ein Audiosystem, ein Connectivity-Paket, ein Multifunktions-Lederlenkrad und elektrische Außenspiegel.

Als Kastenwagen kostet der ab Frühjahr 2017 verfügbare Edition 35 in Kombination mit dem 62 kW/84 PS starken 1.2 TSI knapp 22.000 Euro, für die Familien-Van mit dem 75 kW/102 PS starken 1.0 TSI werden rund 22.500 Euro aufgerufen. (Mario Hommen/SP-X)

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VW Amarok Canyon – Im Macho-Look

Von seinem jüngst gelifteten Pick-up-Modell Amarok stellt VW auf der Nutzfahrzeug-IAA (22. – 29. September) die Neuauflage des Sondermodells Canyon vor.

Zu seinen Ausstattungsdetails zählen Allradantrieb, 17-Zoll-Alus sowie einige Anbauteile in Schwarz. Außerdem sorgen schwarze Radlaufverbreiterungen sowie abgedunkelte Rückleuchten für einem Hauch mehr Macho-Optik.

VW bietet das Amarok-Sondermodell Canyon mit Doppelkabine und 150 KW/204 PS-V6-Diesel ab Frühjahr 2017 an. Der Preis liegt bei knapp über 42.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Weltpremiere: Der neue VW Nutzfahrzeuge Crafter!

Mit großen Schritten voran!

Mit dem Know-how aus mehr als 40 Jahren Erfahrung kleiner Nutzfahrzeuge möchte Volkswagen aus Hannover mit dem neuen Crafter neue Wege in Punkto Konzeptionierung und Entwicklung  gehen. Der Neue bekommt nicht nur einen neuen Produktionsstandort in Polen, er soll auch zu 100 Prozent den Ansprüchen und Wünschen seiner Kunden entsprechen. „Die Entwicklung des neuen Crafter war die einmalige Chance, keine Kompromisse eingehen zu müssen und gleichzeitig auf Jahrzehnte lange Erfahrung im Segment zurückgreifen zu können. Beim neuen Crafter hat es eine Verschmelzung von Produktfokussierung und Kundenorientierung gegeben. Wir haben dieses Fahrzeug aus Kundensicht entwickelt“, so der CEO von Volkswagen Nutzfahrzeuge Dr. Eckhard Scholz. Hierbei wurden nicht nur Wünsche bezüglich schnellerer Funktionalität wie zum Beispiel das Öffnen und Schließen von Seitentüren berücksichtigt oder die Kritik an einer zu hohen Ladekante. Priorität haben, wie im PKW- und LKW-Segment die Fahrsicherheitsthemen. Um eine hohe Individualisierung darüber hinaus zu gewährleisten, bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge seinen Transporter in vier „Grundbaukästen“ mit drei unterschiedlichen Längen und Höhen sowie zwei unterschiedlichen Radständen an. Daraus ergeben sich 69 Derivate.

Volkswagen Crafter – Neue Dimensionen für jeden Kunden

Offenbach am Main, Firmengelände des Industriebetriebs Fredenhagen. Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentiert seinen neuen Transporter Crafter hier der Weltpresse. Mit sehr viel Selbstvertrauen zeigt sich der neue Lastenesel den rund 400 Journalisten aus aller Herren Länder. In erster Linie soll er punkten als erstes Fahrzeug der Hannoveraner, das man ohne Kompromisse ganz nah an den Wünschen seiner Bestandskunden entwickelt und produziert hat. Darüber hinaus stampften die Nutzfahrzeugspezialisten in rund 28 Monaten ein eigens für die Produktion bestimmtes Werk in Polen aus dem Boden, das wiederum nur durch die Unterstützung  der Kollegen möglich war, die bereits den „Caddy“ im Inland produzieren.

Setzte Volkswagen mit dem aktuellen Modell des Crafter im Jahr 2015 ca. 50.000 Einheiten in ganz Europa ab, soll der neue Produktionsstandort bis 2018 100.000 Einheiten produzieren. Dynamische Tests sind, nachdem das erste Modell bereits vom Band gelaufen ist, noch dieses Jahr zu erwarten. Mit etwas höheren Einstiegspreisen gegenüber dem aktuellen Modell muss gerechnet werden, da mit Start des neuen Crafter sehr viel mehr Fahrer-Assistenzsysteme Einzug halten werden.

Erste Sitzprobe auf einen der zahlreichen individuellen Sitzangebote
Erste Sitzprobe im neuen Crafter

Lastenesel mit hoher Individualisierung

Zum Einsatz kommt die gewohnte aber modifizierte Diesel Maschine, ein 2-Liter Turbo-Aggregat. Der 2.0 l TDI „EA 288 Nutz“ tritt in den Leistungsstufen 75 kW (102 PS) sowie 103 kW (140 PS) oder als BiTurbo-TDI mit 130 kW (177 PS) an. Mitte 2017 folgt dann ein Allradantrieb mit 4MOTION. Wie auch schon im PKW Segment sind Kaufargumentationen zum Thema Assistenzsysteme und Digitalisierung bzw. Vernetzung geschaffen worden. Durch die erstmals in einem Transporter zum Einsatz kommende elektromechanische Servolenkung bietet das Fahrzeug unter anderem einen aktiven Spurhalteassistenten (Lane Assist), einen Park-Lenk-Assistenten (Park Assist) oder einen Anhänger-Rangier-Assistenten (Trailer Assist). Bei der Digitalisierung und Vernetzung unterstützt Volkswagen mit drei verschiedenen Radio- und Navigationssystemen, wobei alle Fahrzeuge mit einer Bluetooth Freisprechanlage ausgerüstet sind. Für die zunehmende Bedeutung digitalisierender Funktionen für Fahrzeuge steht die Anbindung APP-Connect bereit.

Der neue Crafter aus der Schmiede des Nutzfahrzeuge Herstellers Volkswagen wird ein Arbeitsgerät für Kunden von Kunden. Bleibt zu erwarten, ob alle „Helfer im Fahrzeug“ auch erschwinglich für den Nutzer sind. Seine Preise wird er spätestens zur in zwei Wochen stattfindenden IAA Nutzfahrzeuge bekannt geben.

Text und Bild: Stefan Beckmann

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MAN TGE – Klappe, die Zweite

Er ist der erste Transporter des LKW-Spezialisten überhaupt, der MAN TGE. Warum dann aber „Klappe, die Zweite“? Das ist ganz einfach: Zuerst kam der neue Volkswagen Crafter und nun der MAN TGE. Was das miteinander gemein hat? Vieles. Aber der Reihe nach.

Der Crafter ist tot, lang lebe der Crafter – oder so. Ein paar Tage ist es her, da ließ Volkswagen seinen neuen Transporter vom Stapel laufen. Eine Eigenentwicklung, so hieß es. Ein Novum, schließlich teilte sich das Vorgängermodell – der erste Crafter – noch die Plattform und viele Komponenten mit dem Mercedes-Benz Sprinter. Das Design war auf Volkswagen zugeschnitten, wenn auch nicht mit dem weit verbreiteten Familiengesicht. Und auch die Motoren stammten von VW. Ein Blick ins Interieur offenbarte aber die Gleichteilepolitik.

MAN-Sprinter-Lieferwagen-2016-Mein-Auto-Blog (3)
Der MAN TGE ist nicht nur als Pritsche, sondern auch als Kastenwagen oder als „Kombi“ erhältlich

Nun kommt der MAN TGE ins Spiel: Er macht den neuen Wolfsburger (bzw. Hannoveraner) nicht mehr zur Eigenentwicklung. Der neue MAN Transporter teilt sich sowohl Plattform wie auch die Motoren mit seinem Bruder, dem Crafter. Damit wird die Brücke zur Crafter-Sprinter-Kooperation geschlagen. Doch etwas ist anders: Sind Volkswagen und Mercedes zwei Großkonzerne, die an sich nicht viel miteinander zu schaffen haben, ist es mit VW und MAN anders, schließlich gehört der LKW-Spezialist zum Volkswagen Konzern. Dementsprechend viel Expertise von MAN dürfte auch im Crafter stecken.

MAN TGE und VW Crafter: Zwei aus einem Bunde

Beide treten in der Klasse der Transporter bis zu einem Gesamtgewicht von bis zu 5,5 Tonnen an. Ebenso eint sie der konkurrenzlos niedrige cw-Wert von gerade einmal 0,33, der nicht nur für eine höhere Effizienz sorgen, sondern die Fuhre gegen die Windanfälligkeit dieses Fahrzeugkonzepts besser wappnen dürfte. Erhältlich ist der MAN TGE als geschlossener Kastenwagen, verglaster Kombi oder als Pritschenwagen mit Einzel- und Doppelkabine. Zudem gibt es zwei Radstände, drei Dachhöhen sowie drei Längen. Bei der größten Version ergibt sich damit ein maximales Ladevolumen von bis zu 18,3 Kubikmetern. Außerdem kann man Anhänger mit einer Last von bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen.

Erhältlich ist der MAN TGE – genauso wie sein Konzernbruder – mit Front-, Heck- oder Allradantrieb. Die Antriebsart bedingt das Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Unter der Motorhaube werkeln dabei Vierzylinder-Dieselmotoren mit 2.0 Litern Hubraum, die eine Leistungsspanne von 102 bis 177 PS abdecken. Kombinieren kann man sie entweder mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder einer 8-Gang-Automatik.

MAN-Sprinter-Lieferwagen-2016-Mein-Auto-Blog (6)
Man kennt sich: Der MAN TGE und der VW Crafter ähneln sich, wie ein Ei dem anderen

Natürlich ist auch die Sicherheitsausstattung des MAN TGE als komplett zu benennen. So ist ein Notbremsassistent ebenso verfügbar, der im Stadtverkehr bis zum Stillstand herunterbremsen kann, wie ein Rückfahr- und Seitenwindassistent. Außerdem gibt es für den Kastenwagen einen Abstandsregeltempomaten, eine Müdigkeitserkennung sowie eine Multikollisionsbremse. Aber das kennt man ja schon aus diversen VW-Modellen.

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Bringt Farbe ins Spiel: VW T6 California „Ocean“

Seit Jahrzehnten ist der VW Bulli nicht nur ein Nutzfahrzeug, sondern auch ein Campingmobil. Seinerzeit nannten sich die Umbauten noch Westfalia, doch mittlerweile ist man in beim viel moderneren Namen „California“. Klingt alles etwas grau, ist es aber nicht – ganz im Gegenteil. Das Nutzfahrzeug aus Hannover besticht mit seiner attraktiven Zweifarblackierung ebenso, wie mit einer reichhaltigen Ausstattung und einem elektrohydraulischen Aufstelldach.  Read more

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Everybody´s Darling – Volkswagen Caddy Family

Eine alte Marketing-Weisheit besagt: „Everybody´s Darling is everybody´s Depp!“ Als bestes Beispiel dafür, dass das nicht der Fall ist, darf wohl der Volkswagen Caddy Family gelten. Egal ob zur Urlaubsfahrt, beim Einkauf im Supermarkt oder im Gartencenter, bei der Fahrt zum Kindergarten oder zur Arbeit – mit dem Caddy liegt man nie verkehrt. Nun legen die Wolfsburger bzw. Hannoveraner – Volkswagen Nutzfahrzeuge hat seinen Hauptsitz in der niedersächsischen Landeshauptstadt – das Sondermodell Family auf und gönnen ihm viele Nettigkeiten, die der gesamten Familie zugutekommen.  Read more

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Der Volkswagen T6 Multivan Freestyle – Variabilität hoch 6

Flexibilität, das ist das Stichwort des Volkswagen T6 – so auch beim Multivan Freestyle. Dieses Nutzfahrzeug bietet nicht nur eine Vielzahl durchdachter Akzente und pfiffiger Details, sondern macht den T6 zum praktischen Campingmobil, das im Handumdrehen vom Alltagsfahrzeug zum Schlafplatz umgebaut werden kann. Positioniert ist das Sondermodell dabei zwischen dem Multivan und dem California. Read more

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Volkswagen Amarok – Der Premium-Pickup

Volkswagen hat nicht erst gestern begonnen, sich neu zu positionieren. Das Ziel ist die viel und gern beworbene Premium-Klasse. Den Anfang machte seinerzeit der glücklose VW Phaeton, während der Touareg seit Beginn der Produktion gut verkauft wird. So entwickelte es sich also, dass jede Baureihe nun dem Premium-Anspruch hinterherhechtet und mittlerweile sogar der Kleinstwagen – der Up – vornehm-stylish sein möchte. Wie ein iPod, hieß es so oft. Der Golf und der Passat sind längst im Premium-Bereich angelangt, sodass es nun Zeit für den Amarok wird. Das meinen zumindest die Wolfsburger.

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News: Volkswagen Amarok und Crafter als mobiler Arbeitsplatz für Handwerker

Volkswagen Nutzfahrzeuge ist auch in diesem Jahr wieder auf der Leitmesse der Dach- und Holzbaubranche in Stuttgart vertreten. Zwischen dem 02. und 05. Februar können sich Messebesucher auf dem 220m² großen Stand in Halle 9 drei vielseitige Umbaumöglichkeiten auf Basis des Volkswagen Amarok oder Crafter anschauen.

Die beiden Nutzfahrzeuge sind dabei für unterschiedliche Einsatzzwecke gedacht. Unterstützt wird Volkswagen von den Partner-Aufbauherstellern Sortimo und Bott. So lassen sich, je nach Modell, verschiedene Holzbau-Materialien und -Werkzeuge in den Volkswagen aus Hannover unterbringen. Dank variabler Module soll das Handwerkszeug mühelos, flexibel und sicher transportiert werden können.

Volkswagen-Amarok-Crafter-Arbeitsplatz-fuer-Handwerker-Mein-Auto-Blog (3)

Der Volkswagen Amarok Atacama zeigt in Stuttgart einen Heckausbau von Sortimo mit drei Schwerlastauszügen, den sogenannten „Jumbo Units“. Sie bieten ein Ladvolumen von je 100 kg auf dem Heck des Pic-Ups. So hat man viel Stauraum für großes Ladegut und kann jederzeit gut darauf zugreifen. Zum einen bieten die Jumbo Units große Griffmulden und robuste Teleskopschienen, zum anderen sind sie variabel und entsprechend den Bedürfnissen zu montieren, was dem modularen Baukasten zu verdanken ist. Zudem bietet der Amarok einen wasserdichten Ladungssicherungsboden, an dem man allerlei schwere Arbeitsgeräte befestigen kann.

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Der Volkswagen Crafter 35 4Motion wird in zwei Varianten gezeigt. Zum einen mit einem integrierten Arbeitsplatz, womit der Transporter als ideales Werkstatt- und Servicefahrzeug durchgeht. Der Partner Bott bietet hier ein umfangreiches, modulares Regalsystem sowie einen kompletten Arbeitsplatz an. Ergänzt wird das Fahrzeug von einem Unterflurgenerator, der eine autarke Energieversorgung ermöglicht. So können Maschinen und elektrische Geräte auch unterwegs problemlos eingesetzt werden. Zum anderen wird ein Volkswagen Crafter 35 mit Hochdach gezeigt. Dieser ist speziell für Tischler und Schreiner gedacht und bietet mit seiner Fahrzeugeinrichtung von Sortimo ein multifunktionales Transport, Ordnungs- und Arbeitssystem. Dazu zählen robuste Schubladengehäuse und Wannen aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Die Einzelteile sind frei kombinierbar, damit man sich von seinem Ladegut nicht einschränken lassen muss. Zudem ist eine serienmäßige Ladungssicherung integriert, die das gefährliche Verrutschen der Arbeitsmaterialien verhindern soll. Safety first also – im Arbeits-, wie auch im Privatleben.

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Mit dem Amarok: Jenseits von Afrika

Neue Autos vorstellen kann jeder. Alles poliert, alles frisch, alles bestens. Was soll da schon schief gehen? Wie aber bewährt sich ein Wagen, der mehr als 60.000 Kilometer auf dem Buckel hat, davon die meiste Strecke abseits befestigter Straßen?

Ein Pick-Up, der von Deutschland bis nach Südafrika und wieder zurück gefahren ist und dem in seinem Autoleben Abenteuer-Trips in rauer Umgebung wie auf Island oder in Chile abverlangt wurden? „Da muss man beim Verschleiß eigentlich die zehnfache Laufleistung ansetzen“, sagt Matthias Göttenauer, einer der Geschäftsführer von „Experience“, einem Offroad-Veranstalter aus Fulda. Dem 49-jährigen Outdoor-Spezialisten gehört ein halbes Dutzend VW Amarok. Einer diente unter anderem dem Volkswagen-Motorsport-Werksteam als Servicefahrzeug bei der Rallye Dakar. Schlimmeres kann man einem Serienauto kaum zumuten. Auch der dreckige Sprit in den Schwellenländern ist eine ständige Gefahr.

Volkswagen zuckte daher zunächst auch kurz, als Göttenauer der Nutzfahrzeug-Sparte in Hannover vorschlug, den geschundenen Pritschen-Lastern erneut auf die harte Tour zu kommen und mit ihnen das südliche Afrika unter die Räder zu nehmen. Insgesamt mehrere tausend Kilometer Off-road-Abenteuertour. Eine Herausforderung mit einem nicht unerheblichen Risiko. Doch letztlich siegte das Vertrauen in die Robustheit von Volkswagens Arbeitstiers Amarok. Der Vorstand willigte ein.

Schon beim Landeanflug auf Maun, gesprochen Ma-un, in Botswana sieht man aus dem Kabinenfenster, dass da unten „normale“ Pkws zur automobilen Minderheit gehören. Die Mehrheit sind in der Tat Pick-ups. Doch keinesfalls, wie teilweise bei uns, lässige Lifestyle-Laster, sondern reine Nutzfahrzeuge in unterschiedlichen Größen. Motto „Es gibt immer was zu transportieren“, Baustoffe, Brennholz, Tiere, Menschen. Nicht selten hockt eine ganze Schar Kinder auf der Pritsche. Sitze? Gurte? Fehlanzeige. Isofix-Befestigungen? Nie gehört. Bei uns hätte diese Art der Beförderung sicher einen Großeinsatz der Polizei zur Folge. Hier juckt es niemanden.

Volkswagen Amarok 006 Jenseits von Afrika

40° im Dezember

Wir sind in Afrika. Das Leben funktioniert hier anders. Es ist ursprünglicher, längst nicht so perfektioniert, wie wir es gewohnt sind. Erst recht nicht in Botswana, das uns im Dezember bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius empfängt. Maun gilt als Tor zum berühmten Okavango-Delta. Dort können Touristen „African Wildlife“ vom Feinsten erleben. Dutzende Lodges bieten nicht nur exklusive Aufenthalte, sondern auch sogenannte „Game Drives“ an. Das hat aber nichts mit Spielsucht zu tun. Game ist die Übersetzung für Wild. Und die Chancen stehen recht gut, dass einem auf diesen Safari-Touren – meist im speziell hergerichteten Toyota Land Cruiser – die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn) vor die Linse laufen. Die Beobachtung von wilden Tieren ist zu einem wichtigen Wirtschaftszweig in Botswana geworden. Teile des Geldes werden unter anderem zum Artenschutz und zum Kampf gegen Wilderer verwendet. Letztere haben es besonders auf das Nashorn abgesehen. Ein Horn kann auf dem Schwarzmarkt bis zu 100.000 Euro erzielen und wird in Vietnam und China immer noch als vermeintlich potenzsteigerndes Mittel gehandelt. „Absoluter Schwachsinn, biologisch sind die Hörner nichts anderes als Fingernägel“, ärgert sich unser Ranger Steve, der uns auf wenige Meter an die urzeitlichen und tonnenschweren Tiere heranbringt.

Volkswagen Amarok 002 Jenseits von Afrika

Essen auf Rädern? Mal anders!

Selbst fahren dürfen wir in diesen Reservaten, die teils bis zu 75.000 Hektar große sind, nicht. Aus gutem Grund. Wer will sich schon wie „Essen auf Rädern“ fühlen? Aber Botswana, Zimbabwe und das nördliche Südafrika bieten noch genügend andere Auto-Abenteuer. Schon die Infrastruktur in diesen Ländern ist nicht mit der unsrigen zu vergleichen. Nur die größeren Verbindungen sind asphaltiert. Viele Straßen und Wege sind staubige „gravel roads“. Diese muss sich der Autofahrer auch noch mit Rindern, Ziegen und Eseln teilen, die – ohne jeglichen Zaun getrennt – am Straßenrand das letzte bisschen Grün aus der trocknen Erde rupfen. Oft genug stehen die Viecher auch direkt auf der Straße oder trotten unvermittelt über diese. Mit nicht immer optimalem Ausgang – meist für das Tier. Kadaver in unterschiedlichen Verwesungszuständen sind stumme Zeugen links und rechts des Fahrstreifens. Niemand fühlt sich verantwortlich, sie zu entsorgen.

Volkswagen Amarok 003 Jenseits von Afrika

Badewannengroße Schlaglöcher

Hohe Konzentration vom Fahrer erfordern auch die manchmal badewannengroßen Schlaglöcher und Unterspülungen auf den Nebenstrecken. Gleiches gilt für tiefe Spurrillen und Waschbrett-Pisten, die Auto und Insassen mitunter arg zusetzen. Bei Dunkelheit sollte man hier besser nicht unterwegs sein. Umso freudiger das Erlebnis allerdings, wenn die Sand- und Schotterpisten relativ eben verlaufen. Die Diesel schnurren, mit bis zu 120 km/h fegen die Amarok über sie hinweg, ziehen lange Staubfahnen hinter sich her. Eine herrliche Art, Auto zu fahren. Weiter entfernt als von unserem überreglementierten Verkehr und dem alltäglichen Stau- und Autobahnstress kann man da gedanklich nicht mehr sein.

Übertroffen wird dies nur noch, wenn es gilt, anspruchsvolles Terrain zu durchqueren. Wozu natürlich auch Wasser zählt. „Kein Afrika-Trip ohne die obligatorische Flussüberquerung“, sagt Tour-Guide Matthias Göttenauer. Meist jedoch geht es da um ein paar knietiefe Pfützen, etwas Sand und Geröll. Der Flusslauf, an dem sich unser Tross sammelt, hat es allerdings in sich. Nicht ohne Grund gibt es hier einen Fährbetrieb, wenn auch nicht ganz nach deutschem Maßstab. Auf einem Ponton ein paar Bretter, dazu ein Geländer mit einigen Rettungsringen (immerhin) und daneben ein kleines Beiboot mit Außenbordmotor. Kapazität der Fähre: ein Auto. Wegen der knappen Zeit entscheidet Afrika-Experte Matthias daher nicht zur Über- sondern zur Durchfahrt.

Volkswagen Amarok 004 Jenseits von Afrika

Grundregel Nummer 1

Es erfordert einigen Mut, ein unbekanntes Gewässer auf diese Art zu durchqueren. Grundregel Nummer eins: Stets zuvor zu Fuß die Fluten durchschreiten, um Untergrund und Tiefe zu checken (Krokodile sollen hier keine drin sein, bestätigten uns die Einheimischen). Nummer zwei: Nie fahren, ohne dass ein zweites Auto am Ufer bleibt, das einen notfalls wieder herausziehen kann. Amerok-Anführer Göttenauer, bereits bis zur Hüfte im Wasser, streckt den Daumen nach oben und ist sich sicher: Der allradgetriebene Pick-up wird es packen.

Jetzt nur noch die Differenzial-Sperre einschalten und ab in die Fluten. Im Schritttempo geht es voran. Schneller wäre nicht gut, weil der Wagen sonst aufschwimmen würde und die Räder die Bodenhaftung verlieren. Der Amerok sinkt bedrohlich tief ein, teilweise ist nicht einmal mehr das VW-Emblem im Grill zu sehen. Wasser strömt über die Motorhaube. Doch liegen Elektronik und der Ansaugstutzen für die Luft glücklicherweise noch höher. Auch unsere Füße bleiben trocken, kein Tropfen ist in den Innenraum gedrungen. Als wäre nichts gewesen, erreicht der Konvoi das Ufer auf der anderen Seite – übrigens sehr zum Erstaunen des Fährmanns, der in diesem Moment vermutlich schon seine Geschäftsgrundlage davon schwimmen sah.

Volkswagen Amarok 001 Jenseits von Afrika

Afrika-Prüfung für den Amarok

Die Amarok-Tage im südlichen Afrika waren nicht nur geprägt von unvergesslichen Momenten, sondern zeigten auch, wie anders man hier mit dem Auto umgeht, wie anders die Ansprüche an Mobilität sind, wie wenig das Auto als Statussymbol dient und wie sehr Robustheit und Zuverlässigkeit zählen. Keiner stört sich an Kratzern und Steinschlägen im Lack, keiner an einem halben Millimeter zu viel Spaltmaß am Armaturenbrett und schon gar keiner vermisst irgendwelche elektronischen Hilfen wie Abstandsradar, Einpark-Pilot, Head-up Display oder einen Spurhalte-Assistenten. Autofahren kann eben auch in ganz einfacher und ursprünglicher Art Spaß machen.

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Erste Fahrt: VW T6 – ein Transporter mit Kultstatus

Volkswagen geht mit seinem Transporter in die 6. Generation 
Transporter in die 6. Generation
Transporter in der 6. Generation.

In Deutschland behaupten sich die Autobauer aus Hannover, dem Nutzfahrzeugstützpunkt von Volkswagen, mit ihrem T-Modell bereits seit 65 Jahren auf Platz 1. Weltweit fahren mehr als 12 Millionen der letzten fünf Generationen auf diesem Planeten. Die Vielseitigkeit des Transporters mit Kultstatus begeistert alle. Volkswagen teilt seine Variabilität in drei Bereiche ein. Das Nutzfahrzeug (Kastenwagen, Pritsche, Doppelkabine), die Großraumlimousine (Multivan und Caravelle) und das Freizeitmobil (California). Plus zwei unterschiedliche Radstände und Dachhöhen. Dazu kommen dann noch zahlreiche Aggregate. Aus Kombinationen daraus können sich bis zu 500 Variationen ergeben. Für einen Einstiegspreis von € 29.952 gibt es den T6 bereits als Multivan mit einem sehr sparsamen 2.0 Liter TDI Diesel mit 63 kW (83 PS).

Auf den ersten Blick scheint sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel getan zu haben, wie wir nach unserer Ankunft zu ersten Testfahrten in Schweden feststellen. Doch beim näherem Hinsehen ist die neue Generation vor allem an ihrer Frontpartie zu erkennen. Die Designer aus Hannover wollten dem neuen T6 ein zeitgemäßes, aber doch zeitloses und modernes Gesicht geben. Im Zuge dessen bekam das Freizeitmobil California gleich noch ein zweifarbiges Exterieur.

Peppiger T6 mit einem TDI BlueMotion Diesel
Peppiger T6 mit einem TDI BlueMotion Diesel.

Unsere erste Testfahrt absolvieren wir gerade mit genau diesem peppigen T6 mit einem TDI BlueMotion Diesel, einer Leistungsstufe von 110 kW (150 PS) und einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Im Innenraum haben bis zu sieben Personen bequem auf Einzelsitzen und einer Bank Platz, die sich vielseitig einstellen lassen. Das Cockpit der T-Baureihe zeichnet sich wie auch schon bei den voran gegangenen fünf Generationen durch eine hohe Alltagstauglichkeit aus. Hierzu zählen zahlreiche Ablagen und Staufächer sowie die klar strukturierten Bedienungselemente auf dem Navigationsdisplay. Unsere Fahrt führt zunächst vorwiegend auf der Autobahn Richtung Süden. Dabei können wir die einwandfrei arbeitenden Assistenzsysteme wie den adaptiven Abstandsregler mit Geschwindigkeitsregelanlage, kurz ACC, ausgiebig testen. Die schwedischen Straßen lassen ein Rasen wie in Deutschland so oder so nicht zu. Das müssen wir auch nicht, denn der T6 bringt uns sehr souverän und mit einem durchzugsstarken Motor bis zur ersten Relaisstation. Dort angekommen, nehmen wir das gleiche Fahrzeug für Fotofahrten auf urbanen Straßen. Auch hier zeigt sich, dass der T6 California sehr stabil mit Lastwechseln und Schlaglöchern umgehen kann. Selbst spätere Fahrten in leichtes Gelände meistert er sehr gut.

Caravelle mit langem Radstand
Caravelle mit langem Radstand.

Zurück beim Tauschpunkt entscheiden wir uns für eine Caravelle mit langem Radstand, einem 2.0 Liter TDI und Sieben-Stufen-DSG-Getriebe. Allerdings wählen wir diesmal die Leistungsstufe 150 kW (204 PS). Beim langen Radstand waren wir erstmals skeptisch ob der Agilität des Fahrzeuges, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Selbst hier büßt der T6 nichts von seiner Leichtigkeit und Souveränität ein. Die stärkste Leistungsstufe des 2.0 Liter Aggregates bringt das Fahrzeug noch kräftiger voran, als es der etwas schwächere Motor im vorangegangenen Testmodell geboten hat. Die Verbrauchswerte des VW-Konzerns erreichen wir fast. Die Leistungsstufe 110 kW (150 PS) soll sich kombiniert 5,7 Liter zur Brust nehmen und der 150 kW- (204 PS) Motor nur 6,3 Liter. Beide Werte verpassen wir um gerade mal 0,5 Liter.

Beim Kauf kann der T6-Kunde sowohl Interieur als auch Exterieur frei gestalten. Volkswagen reagiert auf individuelle Ansprüche auch mit einem breit gefächertem Motoren- und Antriebsprogramm. Das Aggregaten-Programm umfasst insgesamt sechs Motoren – vier neue TDI und zwei TSI. Diese können mit einem Fünf- oder Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder mit einem 7-Stufen-DSG gekoppelt werden. Zudem lassen sich einige Varianten, ungeachtet der Getriebeversion, mit dem Allradantrieb 4MOTION bestellen. Über die gesamte Baureihe sollen die neuen Motoren gemäß VW rund einen Liter Kraftstoff gegenüber den Vorgängern sparen. Alle Motoren verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System.

Beim Thema Sicherheit und Komfort richtet man sich in Hannover auch nach den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsszenerien seiner Kunden. Sind solche Dinge wie ein Curtain-Airbag oder ABS ohnehin absoluter Standard, so halten auch beim Transporter der 6. Generation immer mehr elektronische Helfer Einzug. Optional im Transporter und serienmäßig im Multivan Business wartet VW mit dem Umfeldbeobachtungssystem „Front Assisi“ auf. Mittels Radar erkennt es kritische Abstände zum Vordermann und hilft, den Anhalteweg zu verkürzen. In zwei Stufen warnt der Helfer, damit beim Eingreifen des Fahrers die volle Bremsleistung ansteht. Zudem beinhaltet das System die City-Notbremsfunktion. Sie unterstützt bei niedrigen Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h. Übersieht der Fahrer ein Hindernis, bremst das System automatisch ab und sorgt für eine Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit. Im Idealfall wird der Auffahrunfall so gänzlich vermieden.

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Neue Generation von Radio- und Radio-Navigationssystemen.

VW stattet mit dem T6 das Fahrzeug erstmals mit einer neuen Generation von Radio- und Radio-Navigationssystemen aus. Für die Sicherheit beim Fahren sind alle Geräte mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung ausgerüstet. Das 6,33 Zoll große Display arbeitet mittels einer Annäherungssensorik. Sobald sich der Fahrer oder Beifahrer dem Touchscreen mit der Hand nähert, schaltet das System automatisch vom Anzeige- in einen Bedienmodus. Weiterhin gibt es je nach Ausstattungsumfang die Mobiltelefon-Schnittstelle „Comfort“. Sie sorgt nach Ablage des Smartphones in der Mittelkonsole für eine induktive Antennenkopplung an eine Außenmobilfunkantenne. Das gilt übrigens auch für das Ablagefach über dem Handschuhfach.

Einstieg beim Multivan bildet die Ausstattungslinie „Conceptline“ mit einem Grundpreis von € 29.952. Den Kunden erwartet bereits hier eine üppige Grundausstattung, die so schnell keine Wünsche offen lässt. Über die Ausstattungslinien „Trendline“ und „Comfortline“ kann die Topausstattung „Highline“ alle Kundenwünsche erfüllen, sodass nur wenig Platz für eine Zusatzausstattung bleibt. Den Schlusspunkt setzt der Diesel 2.0 Liter TDI mit 150 kW (204 PS) in der Ausstattung „Highline“ mit € 67.990.

Fazit:

Die 6. Generation des VW Transporters ist nicht nur einfach ein weiteres Facelift. Die Autobauer aus Hannover unterbreiten ihren Kunden ein völlig neues Auto, das mit neuem Exterieur, Interieur und einer Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten seine Position für die nächsten Jahre im Markt festigt.

Die 6. Generation des VW Transporters ist nicht nur einfach ein weiteres Facelift.
Die 6. Generation des VW Transporters ist nicht nur einfach ein weiteres Facelift.

VW T6 Multivan Comfortline mit langem Radstand 2.0-l-TDI BlueMotion:

Verkaufsstart:  Juni 2015
Basispreis:  56.715 €
Motorleistung:  150 kW (204 PS)
Antrieb und Getriebe: Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe
Beschleunigung:  9.9  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.3 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  203 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.904, 1.904, 1.970, 3.000 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild:Stefan Beckmann
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Bildergalerie: Impressionen vom VW Caddy

 

Fotos in der Galerie: Stefan Beckmann / Motoreport.de,  Titelbild: Stefan Beckmann

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Erste Fahrt: VW Caddy…..übernehmen sie !

Volkswagen lässt sich mit dem Caddy alle Optionen offen.
Bereits über 1.5 Millionen verkaufte Caddys auf der Straße
Bereits über 1.5 Millionen verkaufte Caddys auf der Straße.

Volkswagen Caddy, übernehmen Sie!

Mit der Titelzeile verbinden wir doch alle noch die Kult TV-Serie aus den 60er Jahren „Kobra, übernehmen Sie“. Der VW Caddy öffnet dem Autobauer aus Wolfsburg alle Optionen der Zielgruppen – vom Privatkunden über den Kleinunternehmer bis hin zum Großkonzern. Im Frühjahr startet nun die 4. Generation des „Lastenesels“ im deutschen Markt. Die letzten 11 Jahre verkaufte sich der Caddy ganze 1.5 Millionen mal. Mit neuen Derivaten, Fahrsicherheitssystemen sowie Motorisierungen will sich VW mit seinem Stadtlieferwagen nicht nur im deutschen Markt weiter etablieren. Für einen Einstiegspreis von € 17.594 gibt es den Caddy bereits mit einem sehr sparsamen 1.2-l-TSI Motor.

Nicht nur für DHL und Telekom unterwegs
Nicht nur für DHL und Telekom unterwegs.

Mit einem Nutzwagenanteil von 55 Prozent verlassen im Schnitt 100.000 Fahrzeuge das Werk in Poznan (Polen). Damit bedient Volkswagen unter anderem DHL und die Telekom, um nur zwei der Großabnehmer zu nennen. Volkswagen möchte aber auch mit noch mehr Individualisierung  weiter auf seine Kunden eingehen. So kann der Kunde nicht nur optisch sowohl Interieur als auch Exterieur gestalten. Man reagiert auf individuelle Ansprüche auch mit einem breit gefächertem Motoren- und Antriebsprogramm. Insgesamt stehen ein TGI- (Erdgas), vier TDI- (Diesel) sowie drei TSI- (Benziner) Motoren mit vier Antrieben zur Verfügung. Wahlweise kann hier ein 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe oder ein 7-Gang-DSG-Getriebe genutzt werden.

Die Benzinmotoren, allesamt mit Euro 6 versehen, starten mit einem 1.2 Liter Hubraum Motor. Ausgerüstet mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe bringt er 62 kW (84 PS) auf die Straße. Der stärkere Benziner mit 92 kW (125 PS) und 1.4 Litern Hubraum kann entweder mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit einem 7-Gang DSG-Getriebe ausgeliefert werden. Die 160 Nm für den 1.2 Liter Motor und 220 Nm für den 1.4 Liter Motor bringen genug Leistung auf die Straße, damit sich der Caddy als Stadtlieferwagen bewähren kann. Hierbei glänzt der mit einem 7-Gang DSG-Getriebe gefahrene Caddy mit nur 6,7 Litern im kombiniertem Verbrauch. Das ergibt eine CO2-Emission von gerade mal 133 g/km.

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Allesamt mit Euro & Motoren.

Das 2.0 Liter Dieselaggregat, wie die Benziner mit Euro 6, kann in vier Leistungsstufen bestellt werden. Mit 55 kW (75 PS) bildet der sparsamste Motor den Anfang. Im kombinierten Verbrauch werden hier 5,5 Liter erreicht. Die Emissionswerte liegen dann bei 120 g/km. Nominell stehen zwar nur 225 Nm zur Verfügung, aber diese liegen bereits im Bereich von 1.200 – 2.300 Umdrehungen an. Die nächste Leistungsstufe mit 75 kW (102 PS) kann wie der 1.4 Liter Benziner sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem DSG-Getriebe ausgerüstet werden. Mit 250 Nm bei 1.300 – 2.800 Umdrehungen in der Minute geht es auch hier ordentlich vorwärts. Die beiden stärkeren Diesel mit 90 kW (122 PS) und 110 kW (150 PS) sind ausschließlich mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert. Dort stehen 300 Nm bzw. 340 Nm zur Verfügung, die dennoch einen kombinierten Verbrauch von 6,6 Liter für den 90 kW-Motor und 6,1 Liter für den 110 kW-Motor zulassen.

Auch in Sachen Erdgas ist der VW Caddy unterwegs. Mit 6-Gang-Schaltgetriebe ausgerüstet,bildet er mit einem Verbrauch von 5,2 Litern bei einer Nennleistung von 81 kW (110 PS) eine sehr gute Alternative zu Superkraftstoff und Diesel.

Kunden mit unterschiedlichen
Kunden mit unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsszenarien.

Beim Thema Sicherheit und Komfort richtet man sich in Wolfsburg auch nach den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsszenarien seiner Kunden. Sind solche Dinge wie ein Curtain-Airbag oder ABS schon absoluter Standard, so halten auch beim Nutzfahrzeug Caddy immer mehr elektronische Helfer Einzug. So wartet VW mit dem Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ auf. Mittels Radar erkennt das System kritische Abstände zum Vordermann und hilft, den Anhalteweg zu verkürzen. In zwei Stufen warnt der Helfer, damit beim Eingreifen des Fahrers die volle Bremsleisteng ansteht.

Zudem beinhaltet das System die City-Notbremsfunktion. Sie unterstützt bei niedrigen Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h. Übersieht der Fahrer ein Hindernis, bremst das System automatisch ab und sorgt für eine Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit. Im Idealfall wird der Auffahrunfall so gänzlich vermieden.

Caddy mit Multikollisionsbremse
Caddy mit Multikollisionsbremse.

Um weitere Risiken bei Unfällen mit Personenschäden zu verhindern, kommt eine Multikollisionsbremse zum Einsatz. Sollte der Fahrer nicht mehr eingreifen können, verhindert sie Folgekollisionen. Das System wird aktiv, wenn zwei voneinander unabhängige Sensoren einen Unfall erkannt haben. In diesem Fall wird das Auto nach voreingestellte Verzögerung schubweise auf 10 km/h abgebremst. Der Fahrer kann die Kontrolle über das Fahrzeug jedoch jederzeit wieder übernehmen. Zusätzlich erhältlich sind eine Geschwindigkeitsregelanlage (GRA) inklusive eines Spitlimiters, der eine Beschleunigung zum Beispiel in der Stadt über die voreingestellte Geschwindigkeit nicht erlaubt. Optional hierzu kann auch eine Distanzregelung (ACC) geordert werden. Eine Fernlichtregelung (Light-Assist) und ein Park-Assist mit  optischem 360 Grad Parksystem (OPS) runden das Kapitel Sicherheit und Comfort ab.

Einstieg beim PKW bildet die Ausstattungslinie „Conceptline“ mit einem Grundpreis von € 18.243. Den Kunden erwartet bereits hier eine üppige Grundausstattung, die so schnell keine Wünsche offen lässt. Über die Ausstattungslinien „Trendline“ und „Comfortline“ kann die Topausstattung „Highline“ alle Kundenwünsche erfüllen, sodass nur wenig Platz für Zusatzausstattung bleibt. Den Schlusspunkt setzt der Diesel 2.0 Liter TDI mit 110 kW (150 PS) in der Ausstattung „Highline“ für  € 31.700.

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Der VW Caddy mit einer Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten.

Fazit:

Die 4. Generation des VW Caddy ist nicht nur einfach ein weiteres Facelift. Die Autobauer aus Wolfsburg bieten ihrem Kunden ein völlig neues Auto, das mit neuem Exterieur, Interieur und einer Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten seine Position im Markt festigt.

VW Caddy PKW 2.0-l-TDI Highline 5-Sitzer

Verkaufsstart:  Frühjahr 2015
Basispreis:  31.700 €
Motorleistung:  110 kW (150 PS)
Antrieb und Getriebe:  Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Beschleunigung:  9.9 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.0 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  194 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.506, 1.793, 1.858, 2.682 mm

 

Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild:Motoreport.de
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