Passat Alltrack, das „Zugpferd“ hat Premiere

Passat Alltrack, das „Zugpferd“ hat Premiere

Als gäbe es von ihm nicht schon ausreichend Varianten, legt VW noch einmal nach: mit dem Passat Alltrack. Der in den letzten fast 40 Jahren mehr als 15 Millionen Mal produzierte Passat hat seine weltweite Beliebtheit nicht zuletzt seinem Variantenreichtum zu verdanken. Jetzt gibt es ein neues Familienmitglied. Der Alltrack wird ausschließlich als Kombi angeboten und gilt als „Lückenfüller“ zwischen dem konventionellen Passat Variant und SUVs wie dem Tiguan. Vorgestellt wird das Fahrzeug aktuell auf der Tokyo Motor Show; im Frühjahr ist Markteinführung.

VWs Kombination aus Pkw und SUV, der Passat Attrak, hat Premiere. Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET
VWs Kombination aus Pkw und SUV, der Passat Attrak, hat Premiere. Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET

Mit dem Alltrack ist VW den Wünschen einer Klientel nachgekommen, die sich nicht nur einen geräumigen Kombi wünscht, sondern das Fahrzeug schon mal als „Zugpferd“ oder im leichten Gelände einsetzt. Entsprechend die Vorgaben an die Entwickler: Vielseitig, sportlich, geräumig und nicht zimperlich musste das Fahrzeug ausfallen. Das Ergebnis ist eine Pkw-SUV-Kombination mit Nehmerqualitäten, die halten, was das Offroad-Design verspricht. Die Bodenfreiheit ist erhöht, Rampen- und Böschungswinkel sind geländetauglich und die Stoßfänger im SUV-Stil samt Radhaus- und Schwellerverbreiterungen entsprechend ausgelegt.

Antriebsversionen
Angetrieben wird der Passat Alltrack wahlweise durch zwei aufgeladene Turbobenzin-Direkteinspritzer (TSI) mit 118 kW/160 PS und 155 kW/210 PS sowie zwei ebenfalls direkteinspritzende Turbodiesel (TDI) mit 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS. Die beiden stärksten Alltrack-Versionen, der 170-PS-TDI und der 210-PS-TSI, starten serienmäßig mit dem permanenten Allradantrieb 4MOTION und Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Für den 140-PS-TDI gibt es den Allradantrieb optional. Wie nicht anders zu erwarten, gehen die Motoren auch in Verbindung mit dem 4MOTION-Allradantrieb sparsam zu Werke: Die 140-PS-Diesel-Version begnügt sich im Schnitt mit 5,7 l/100 km (CO2: 150 g/km), die 170-PS-Version mit 5,8 l/100 km (CO: 152 g/km).

Optische Modifikationen
Bei der Gestaltung des Passat Alltrack legten die Designer Wert auf eine die Kompetenzen des Fahrzeugs zum Ausdruck bringende funktionale Formgebung. Dafür stehen klassische Radhaus- und Schwellerverbreitungen für einen robusten Schutz. Nicht „aufgesetzt“, sondern harmonisch integriert wurden auch die neu gestalteten Stoßfänger. Die erhöhte Bodenfreiheit im Verbund mit dem vorn und hinten integrierten Unterfahrschutz verschafft dem Fahrzeug die auch optisch gewollte Erscheinung einer Kombination aus Pkw und SUV.

Neue Dimensionen in Zahlen
In seinen Abmaßen von Länge und Breite steht der Passat Variant dem Alltrack in nichts nach. Vergrößert wurde beim Neuen indes der Abstand zum Boden von 135 auf 165 mm. Der vordere Böschungswinkel vergrößerte sich von 13,5 auf 16 Grad; hinten ergibt sich ein Sprung von 11,9 auf 13,6 Grad. Der Rampenwinkel, beim Überqueren eines Hügels keine Nebensächlichkeit, verbesserte sich von 9,5 auf 12,8 Grad. Vom Tiguan und Touareg bekannt ist das sogenannte Offroad-Fahrprogramm. VW hat es jetzt erstmals auf einen Pkw übertragen (bis maximal 30 km/h). Mit ihm lassen sich die Einstellungen der Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme und die Steuerung des DSG verändern.

Alltrack-Serienausstattung
Neben dem Offroad-Fahrprogramm, dem modifizierten Fahrwerk und den Modifikationen der Karosserie hat der Passat Alltrack eine Reihe spezifischer Ausstattungsdetails mit an Bord. Dazu gehören die neuen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Reifenkontrollanzeige, eine in „Chrom matt“ gehaltene Dachreling, Fenstereinfassung, Außenspiegelgehäuse und Kühlergrillschutzgitter. Serie sind zudem u.a. der vordere und hintere Unterfahrschutz, Nebelscheinwerfer, Edelstahleinstiegsleisten, Komfortsitze mit Sitzwangen in Alcantara, Interieur-Applikationen in „Titansilber“, eine Pedalerie in Aluminiumoptik sowie eine Klimaautomatik.

Zur Sicherheitsausstattung gehören sechs Airbags, Tagfahrlicht und ESP. Ebenfalls zu Diensten die Müdigkeitserkennung sowie die in das ESP integrierte Gespannstabilisierung und Gegenlenkunterstützung. Eine Warnblinkautomatik wird bei einer Vollbremsung aktiv. Parkt der Fahrer und löst dabei den Gurt – noch bevor der Motor abgestellt ist –, wird automatisch die elektronische Parkbremse aktiviert und so ein ungewolltes Rollen des Fahrzeugs verhindert. Parallel zu den serienmäßigen Isofix-Aufnahmen können auch zwei integrierte Kindersitze geordert werden.

Auch eine Klimaautomatik, eine elektromechanische Servolenkung, rundum elektrische Fensterheber, Außentemperaturanzeige, die elektronische Parkbremse mit Auto-Hold-Funktion und die Zentralverriegelung stehen dem Attrack-Fahrer zur Verfügung. Die Komfortsitze verfügen über manuelle Lendenwirbelstützen sowie eine elektrische Lehnenverstellung (Fahrerseite). Multifunktionslederlenkrad, Lederschaltknauf und Textilfußmatten gehören ebenfalls zum Ausstattungsumfang. Das Radio-CD-System RCD 310 mit Doppel- und Digitaltuner sowie MP3-Wiedergabefunktion und 4 x 20 Watt, die Multimedia-Buchse AUX-IN, die automatische Fahrlichtschaltung, ein automatisch abblendender Innenspiegel, der Park Pilot für Front- und Heckbereich, sicherheitsoptimierte Kopfstützen mit zusätzlicher Längseinstellung und der Regensensor komplettieren die Serienausstattung.

Variable Lademöglichkeiten
Den Wünschen der Kombi-Käufer nach maximaler Geräumigkeit kommt VW mit einem Stauvolumen von 603 Litern (Fensterunterkante) nach. Wird der Raumriese voll genutzt, inklusive der 90 Liter fassenden Reserveradmulde, sind es 1.731 Liter. Auch in puncto Gewicht ist der Attrack belastbar: Bis zu 656 Kilogramm können maximal zugeladen werden (103 kW/140 PS). Die Durchladehöhe beträgt 0,72 Meter und die Innenhöhe 0,83 Meter; 1,0 Meter sind es in der Breite zwischen den Radkästen. Größte Breite im Kofferraum: 1,3 Meter. Die Ladefläche bringt es bei umgeklappter Rücksitzbank auf ein Gardemaß von 1,94 Metern. Der Ladeboden lässt sich stufenlos nach vorn und hinten verschieben, sodass auch schwere Gegenstände ohne große Anstrengungen im Bereich der Rücksitzlehne verstaut werden können. Und um der bequemen Handhabung das i-Tüpfelchen aufzusetzen, lässt sich die Rücksitzlehne natürlich per Fernentriegelung in der rechten und linken Kofferraumverkleidung umlegen. (Auto-Reporter.NET/arie)

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger