News: Smartphone-App ersetzt Autoschlüssel – Volvo öffnet sich für’s Handy

News: Smartphone-App ersetzt Autoschlüssel – Volvo öffnet sich für’s Handy

Volvo will 2017 die ersten komplett schlüssellosen Autos einführen. Das Öffnen der Türen und das Starten des Motors ermöglicht dann stattdessen das Smartphone. Dieses ist mit einer speziellen App ausgerüstet, die über Bluetooth Funk-Signale an das Auto geben kann. Als Vorteil der Technik nennt Volvo unter anderem den schnellen und problemlosen Austausch des digitalen Schlüssels unter mehreren Fahrzeugnutzern. Erprobt wird das System daher zunächst ab dem Frühjahr in Zusammenarbeit mit einem Carsharing-Anbieter am Flughafen Göteborg.

Weiterer positiver Nebeneffekt für den Hersteller: Der Fahrer wird an das kostenpflichtige Online-Dienstleistungsangebot der Marke herangeführt. Unter dem Namen „On Call“ bietet Volvo unter anderem Pannenhilfe, Fernüberwachung und Diebstahlalarm an. Ganz auf den Schlüssel verzichten braucht der Volvo-Kunde jedoch nicht; auf Wunsch bekäme man ihn natürlich weiterhin, betont das Unternehmen.

Aber nicht nur Volvo denkt aktuell über den Autoschlüssel nach. BMW etwa geht in dieser Hinsicht den umgekehrten Weg: Statt den Schlüssel durch das Handy zu ersetzt, bauen die Münchner den Schlüssel zum Kleincomputer aus. Bei der neuen Generation der Oberklasselimousine 7er beispielsweise verfügt er über ein eigenes Display, auf dem sich unter anderem Bordcomputer-Informationen anzeigen lassen. Zudem dient er als eine Art Fernbedienung beim vollautomatischen Einparken.

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SP-X Redaktion | Holger Holzer
Dieser Artikel stammt aus der SP-X Redaktion von Holger Holzer

Volvo XC60 – Das kostet das Schweden-SUV

Noch im April 2017 startet Volvo die Produktion des neuen XC60. Die zweite Generation des SUVs rollt im Volvo-Stammwerk im schwedischen Torslanda vom Band. Der Marktstart des mit vielen neuen Assistenz-Systemen ausgerüsteten XC60 – unter anderem geht es teilautonom bis auf 130 km/h – ist für den Sommer geplant. Los geht es bei 48.050 Euro. Immer an Bord: Allradantrieb und Achtgangautomatik. Das alte Modell gab es bereits ab 36.400 Euro, allerdings nur mit Frontantrieb.

Der neue XC60 teilt sich die Basis mit dem größeren XC90, es kommen ausschließlich Vierzylinder-Motoren zum Einsatz. Der Einstiegs-Diesel leistet 190 PS, der kleinste Benziner 235 PS. Der T8-Pug-in-Hybrid schafft es dank 407 PS in 5,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. (Max Friedhoff/SP-X)

Volvo XC60 – Von wegen alter Schwede

Zwar war der Volvo XC60 bislang klar als Volvo zu erkennen und auch immer noch attraktiv, doch sah man ihm mittlerweile an, dass er nicht mehr recht ins Design passt. Die mittlerweile typischen Proportionen und Design-Elemente fehlten ihm. Doch nun zeigen die Schweden die zweite Generation des Bestsellers in Genf und schlagen damit voll ein. Wir schauen uns an, ob der neue Volvo XC60 auch das Potential hat, zum Bestseller zu werden, wie es die erste Generation vorgemacht hat.

Neun Jahre war der Volvo XC60 ohne großartige Veränderungen im Programm. Zwar wurde der Mittelklasse-SUV stetig Modellpflegen und Detailverbesserungen unterzogen, doch die Produktionsdauer von neun Jahren ist nicht gerade kurz im Automobil-Business. Das ändert trotzdem nichts daran, dass der XC60 das bestverkaufte Modell der Schweden ist – im letzen Jahr sogar mit einem neuen Verkaufsrekord.

Auch der Volvo XC60 trägt Scheinwerfer im Thors Hammer Design.

Bislang der Besteller um Hause: Der Volvo XC60

An diese Erfolge möchte Volvo natürlich anknüpfen und präsentiert auf dem Genfer Automobilsalon die zweite Generation des Bestsellers. Und die kann sich sehen lassen. Zwar wirkt der Volvo XC60 wie ein geschrumpfter Volvo XC90, doch hat man es nicht versäumt, die Proportionen etwas zu schärfen und so für einen gewissen Grad an Eigenständigkeit zu sorgen. Natürlich fährt der SUV mit dem klassischen Kühlergrill und den mittlerweile dazugehörenden Scheinwerfern in Thors Hammer Design vor. Ihr LED-Tagfahrlicht wirkt nicht nur prägnant, sondern ahmt die eiserne Keule der nordischen Gottheit nach.

Das alles wirkt so vertraut wie die aus den Brüdern S90/V90 und XC90 bekannte Sicherheitsausstattung. Doch hier kann der Volvo XC60 noch mehr punkten und legt nach. So fährt er zusätzlich mit der „Oncoming Lane Mitigration“ vor, die einen Zusammenstoß mit entgegenkommenden Fahrzeugen unterbinden soll. Hinzu gesellt sich eine neue Ausbaustufe des Toter-Winkel-Warners: Das System wird um einen Lenkeingriff erweitert und damit zum aktiven Assistenzsystem. Unter diesen Begriff lässt sich auch das „Pilot Assist“ fassen. So ausgerüstet, kann der Volvo XC60 – optional – bis 130 km/h nahezu autonom fahren.

Motoren von 190 bis 407 PS Leistung

Typisches Volvo-Heck mit L-förmigen Rückleuchten.

Gewöhnt haben wir uns daran, dass in allen Volvo-Baureihen nur noch Vierzylindermotoren mit 2.0 Litern Hubraum und Aufladung zum Zuge kommen. Eine kleine Träne weinen wir den alten Fünfzylinder-Motoren aber dennoch nach. Aber bleiben wir in der Gegenwart: Alle Aggregate des neuen Volvo XC60 werden mit einer 8-Stufen-Automatik und Allradantrieb vorfahren. Den Start bildet auf der Seite der Diesel der D4 mit 190 PS und wird vom D5 mit 235 PS und Powerpulse-Technologie getoppt. Bei den Benziner geht es mit dem T5 und 254 PS los. Darüber rangieren der T6 mit Turbo-Kompressor-Aufladung und 320 PS sowie der T8 TwinEngine. Der Plug-In Hybrid leistet 407 PS und soll den Schweden in 5,3 Sekunden auf 100 km/h wuchten.

Cool, aber wohnlich: Der feine Innenraum des Volvo XC60.

Klassische Werte zeigt der Volvo XC60 hingegen im Innenraum. Hier punktet die zweite Generation mit einer unaufgeregten Gestaltung ebenso wie mit einer tollen Verarbeitung und einem großen, vertikalen Touchscreen. Günstig ist das Vergnügen hingegen nicht: Los geht es bei rund 48.000 Euro. Doch ist die anvisierte Konkurrenz vom Schlage eines Audi Q5, BMW X3 oder Mercedes-Benz GLC kaum günstiger.

Straffe Proportionen mit Hang zum XC90: Der neue Volvo XC60.